#Marx2018: Friedrich-Ebert-Stiftung feiert geistigen Massenmörder

2018 ist Marx-Jahr. Für alle, die es noch nicht wissen: Der Philosoph, der wie kein anderer den Historizismus gepredigt und auf diese Weise die Ideologie zur Geschichte erklärt hat, der sich wie kein anderer darum verdient gemacht hat, Freiheit mit Totalitarismus zu ersetzen (man lese dazu Teil 2 der Offenen Gesellschaft von Karl R. Popper) wäre 2018 200 Jahre alt geworden. Ein Grund dafür dankbar zu sein, dass die Dauer eines menschlichen Lebens die 100er Marke nur selten erreicht.

Für alle Ewiggestrigen, die sich den Kommunismus wünschen, in dem alle gleich arm und von der Natur und ihren Launen abhängig sind, ist 2018 ein Jahr zum Feiern. Die Friedrich-Ebert-Stiftung, der politische Verein der SPD, der vollständig über Steuergelder finanziert wird und als Endlager für politische Altlasten der Partei der Arbeiter, die längst zur Partei der Beamten geworden ist, dient, nimmt das Jahr 2018 zum Anlass, um Karl Marx zu feiern, um das Kommunistische Manifest wieder zu verbreiten und um Karl Marx als geistigen Vater der SPD in Anspruch zu nehmen.

Passender Weise hat ein Stammleser uns heute mit Material versorgt, das perfekt dazu geeignet ist, um die Friedrich-Ebert-Stiftung in ihrer Euphorie und ihrem Missbrauch des alten Karl, der trotz all der Verheerungen, die er angerichtet hat, nicht verdient, vom politischen Verein der <20%-Partei SPD missbraucht und benutzt zu werden, einzudämmen.

Wir zitieren unten aus der Kritik von Karl Marx am Gothaer Programm der Sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, die unser Leser wie folgt zusammengefasst hat:

“1. Die Partei hat keine Ahnung von Ökonomie. (Nr. 19)
2. Die Partei fordert Dinge, die entweder bereits realisiert sind oder
generell nicht realiserbar sind. (Nr. 29)
3. Die Partei will fortschrittlich sein, pflegt aber eine
rückwärtsgewandte Politik, indem sie sich längst widerlegten Konzepten
verschreibt. (Nr. 22)
4. Die Arbeiterpartei ist mit ihren politischen Forderungen de facto
arbeiterfeindlich, insbensondere weil ihre Forderungen nach
unentgeltlichen staatlichen Leistungen primär bedeuten, dass die Allgemeinheit
für Probleme der wohlhabenderen Schichten aufkommt. (B, 1. “Allgemeine Schulpflicht…”)
5. Die Partei widerspricht sich regelmäßig selbst, und das von einem Satz auf den nächsten (Nr. 16)
6. Die Partei labert nur, unternimmt aber kaum konkrete Schritte, um auch
was zu verändern.
7. Die Partei produziert nur heiße Luft.

8. Die Partei will das Volk erziehen, was nicht funktionieren wird und vergisst dabei auch noch die technische Bildung mit einzuschließen. (B, 1, „Gleiche Volkserziehung”)

9. Die Partei glaubt, der Staat sei „göttlich” und könne alles und jeden regeln (relativ weit am Ende „Untertanenglauben der Lassalleschen Sekte an den Staat verpestet “)

10. Die Partei backt ganz kleine Brötchen, führt sich aber als der große Revolutionär auf. (ganz am Ende “Reglung der Gefängnisarbeit”)

11. Die Partei verfolgt undefinierte Konzepte. (ganz am Ende „wirksames Haftgesetz”)

Auch nicht schlecht ist der Abschnitt, indem Marx der von den Parteien geforderten “Volkserziehung durch den Staat” entgegenhält es “bedarf umgekehrt der Staat einer sehr rauhen Erziehung durch das Volk.”

Manche Probleme und Kritikpunkte an der SPD sind wohl in der Tat fast schon “ewig”.

Und um keine Zweifel hinsichtlich der Motivation und Zielsetzung von Marx aufkommen zu lassen, hier ein paar Kostproben aus seiner Feder (aus der nämlichen Kritik des Gothaer Programms):

Lieber Bracke!

Nachstehende kritische Randglossen zu dem Koalitionsprogramm sind Sie wohl so gut, nach Durchlesung, zur Einsicht an Geib und Auer, Bebel und Liebknecht mitzuteilen. Ich bin überbeschäftigt und muß schon weit über das Arbeitsmaß hinausschießen, das mir ärztlich vorgeschrieben ist. Es war mir daher keineswegs ein “Genuß”, solch langen Wisch zu schreiben. Doch es war notwendig, damit später meinerseits zu tuende Schritte von den Parteifreunden, für welche diese Mitteilung bestimmt ist, nicht mißdeutet werden.

Es ist dies unerläßlich, da man im Ausland die von Parteifeinden sorgsam genährte Ansicht – die durchaus irrige Ansicht – hegt, daß wir die Bewegung der sog. Eisenacher Partei insgeheim von hier aus lenken. Noch in einer jüngst erschienenen russischen Schrift macht Bakunin mich z.B. für alle Programme etc. jener Partei verantwortlich <, sondern sogar für jeden Schritt, den Liebknecht, vom Tag seiner Kooperation mit der Volkspartei (3) an, getan hat>.

Abgesehn davon ist es meine Pflicht, ein nach meiner Überzeugung durchaus verwerfliches und die Partei demoralisierendes Programm auch nicht durch diplomatisches Stillschweigen anzuerkennen.

Jeder Schritt wirklicher Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme. Konnte man also nicht – und die Zeitumstände ließen das nicht zu – über das Eisenacher Programm hinausgehn, so hätte man einfach eine Übereinkunft für Aktionen gegen den gemeinsamen Feind abschließen |14| sollen. Macht man aber Prinzipienprogramme (statt diese bis zur Zeit aufzuschieben, wo dergleichen durch längere gemeinsame Tätigkeit vorbereitet war), so errichtet man vor aller Welt Marksteine, an denen sie die Höhe der Parteibewegung mißt.”

Kurz: Anstelle politischer Programme predigt Marx die politische Revolution. Den (blutigen) Umsturz des herrschenden Systems. Eine Predigt, die nicht nur bei Lenin nicht auf taube Ohren gefallen ist.

Zum Gothaer Programm der Sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, die später zur SPD wurde, schreibt Marx weiter:

„Zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen Gesellschaft liegt die Periode der revolutionären Umwandlung der einen in die andre. Der entspricht auch eine politische Übergangsperiode, deren Staat nichts andres sein kann als die revolutionäre Diktatur des Proletariats.

Das Programm nun hat es weder mit letzterer zu tun, noch mit dem zukünftigen Staatswesen der kommunistischen Gesellschaft.“

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), bei der man die SPD in der Tradition von Marx und seinem kommunistischen Manifest sieht, stellt somit einen Mann auf ein Podest, der ganz offen, die Diktatur einer Bevölkerungsgruppe über alle anderen fordert und der im Kommunistischen Manifest, das die FES zum Gegenstand eines „Lektürekurses“ gemacht hat, u.a. Folgendes schreibt:

“Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.”

Der russische Bürgerkrieg als Folge der “Oktoberrevolution” in Russland, hat rund 8 Millionen Opfer gefordert. Die Säuberungen Stalins, die die Reinheit der Kommunistischen Lehre Stalins durch die Beseitigung von Oppositionellen aller Art herstellen sollte, hat nach konservativen Schätzungen noch einmal rund 20 Millionen Opfer gefordert.

Die kommunistische Revolution in China, die Mao Tse Tung in dem, was er für den Geist Marxens gehalten hat, geführt hat, hat rund 65 Millionen Opfer gefordert.

Pol Pot, der die Proletarier in Kambodscha in der Nachfolge von Marx vom Joch der Bourgeoisie befreien wollte, hat rund 2 Millionen Opfer zu verantworten.

Die Durchsetzung des Arbeiterstaates in Nordkorea und Vietnam hat ebenfalls je um die 2 Millionen Opfer erbracht.

Rechnet man all die Versuche von Marxisten hinzu, in den Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens die Diktatur des Proletariats und das Paradies des Kommunismus zu erstellen, das Marx so ersehnt hat, dann gehen gut 100 Millionen Opfer auf das Konto derer, die im Geiste von Karl Marx zu handeln glaubten.

Nun kann man einen Autor nicht dafür verantwortlich machen, was die Leser seiner Werke daraus machen. Bei Marx ist dies jedoch anders. Marx hat, wie oben zitiert, den gewaltsamen Umsturz nicht nur begrüßt, sondern gepredigt. Er ist sofern für die mehr als 100 Millionen Toten mitverantwortlich.

Für die Friedrich-Ebert-Stiftung ist das ein Grund zum Feiern.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Dann unterstützen Sie ScienceFiles!

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles
©ScienceFiles

Katholischer Suizid: Kardinal Marx will mehr Marxismus

Früher waren Priester häufig Schriftgelehrte, die sich zu unterschiedlichen Gegenständen auf der Grundlage ihres Wissens und ihrer Kompetenz äußern konnten. Heute sind selbst Kardinäle zumeist nur Glaubens-Marketing(fach)kraft, die ihre Aufgabe darin sieht, die wiederkehrenden Feste der christlichen Kirche in einer Weise zu inszenieren, die den Anschein, man sei mit Glauben und der entsprechenden Gemeinschaft beschäftigt, kümmere sich um Menschen und habe deren Wohl im Sinn, glaubhaft vermittelt. Eine Marketing-Fachkraft, die auf Inszenierung und die Erzeugung von schönem Schein ausgerichtet ist, hat in der Regel, und Kardinal Marx scheint so was von die Regel zu sein, keine Ahnung, die über ihr Marketing-Gebiet hinausgeht. Die Spezialisten früherer Tage, die Schriftgelehrten, die nicht nur die Bibel auswendig zitieren konnten, sondern auch in Philosophie und Humanwissenschaften kenntnisreich waren, sie gehören der Vergangenheit an.

Geblieben sind Marketing-Fachkräfte wie Kardinal Marx aus München, die glauben, sie könnten den Abfall vom Glauben, die Abstimmung mit den Füßen, die schrumpfenden Kirchengemeinden dadurch stoppen, dass sie auf das aufspringen, was sie als den Zeitgeist ansehen. Und so wie jeder Werbespot den Quotenfarbigen enthält, weil sich im Marketing der Aberglaube hält, die Leute da draußen würden das erwarten und es nicht zum K…. finden, wenn man sie politisch-korrekt beeinflussen will, so scheint sich in Teilen der Kirche der Glaube zu verbreiten, man habe mehr Erfolg im Absatz der eigenen Glaubensprodukte, wenn man Marxismus gutrede.

Kardinal Marx, der in üppiger Umgebung lebt und mit noch üppigerem Gehalt gesegnet ist (gepriesen sei der Herr), er kann neuerdings dem Marxismus etwas abgewinnen.

Derartigen Blödsinn kann nur ein wirklich Ahnungsloser im Glauben von sich geben, der in seinem Leben noch nie gelesen hat, was sein Namensvetter mit Bezug auf die Religion von sich gegeben hat. Und dass es in sozialistischen, kommunistischen oder marxistischen Staaten außer Marxismus keine Religion mehr gibt bzw. gegeben hat, das weiß Kardinal Marx offensichtlich nicht oder er denkt, es handle sich dabei um einen Betriebsunfall, der mit dem wahren Marxismus nichts gemein hat.

Helfen wir dem Münchner Glaubens-Marketer ein wenig auf die Sprünge mit Zitaten von Karl Marx, die in unterschiedlichen Schriften den Gegenstand der Religion behandeln und zeigen: Für Marx gibt es neben dem Sozialismus keine Religion, keine christliche, keine muslimische, keine jüdische, einfach nur keine. Ob Kardinal Marx darauf anspielt, wenn er von den Bereichen schwadroniert, in denen Marx mit seiner Analyse durchaus Recht hat?

Karl Marx über Religion:

Aus dem kommunistischen Manifest:

“Aber”, wird man sagen, “religiöse, moralische, philosophische, politische, rechtliche Ideen usw. modifizieren sich allerdings im Lauf der geschichtlichen Entwicklung. Die Religion, die Moral, die Philosophie, die Politik, das Recht erhielten sich stets in diesem Wechsel. Es gibt zudem ewige Wahrheiten, wie Freiheit, Gerechtigkeit usw., die allen gesellschaftlichen Zuständen gemeinsam sind. Der Kommunismus aber schafft die ewigen Wahrheiten ab, er schafft die Religion ab, die Moral, statt sie neu zu gestalten, er widerspricht also allen bisherigen geschichtlichen Entwicklungen.”

Aus der Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie:

Flagellanten

Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.
Die Kritik hat die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche. Die Kritik der Religion enttäuscht den Menschen, damit er denke, handle, seine Wirklichkeit gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit um seine wirkliche Sonne bewege. Die Religion ist nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt.

Entfremdung von der Arbeit (Manuskript)

“Es ist ebenso in der Religion. Je mehr der Mensch in Gott setzt, je weniger behält er in sich selbst. Der Arbeiter legt sein Leben in den Gegenstand; aber nun gehört es nicht mehr ihm, sondern dem Gegenstand.

Wie in der Religion die Selbsttätigkeit der menschlichen Phantasie, des menschlichen Hirns und des menschlichen Herzens unabhängig vom Individuum, d. h. als eine fremde, göttliche oder teuflische Tätigkeit, auf es wirkt, so ist die Tätigkeit des Arbeiters nicht seine Selbsttätigkeit. Sie gehört einem andren, sie ist der Verlust seiner selbst.”

Die katholische Kirche ist offensichtlich im Selbstzerstörungsmodus angekommen. Ob Kardinäle wie Marx die Auflösung der katholischen Kirche bewusst oder bar jeder Kenntnis betreiben, ist egal, denn im Ergebnis läuft es auf dasselbe hinaus.

Weil wir gerade dabei sind:

Karl Marx über katholische Pfaffen aus der “Deutschen Ideologie” (172 Jahre vor Kardinal Marx  geschrieben):

“Wie wird Dir zumute”, lieber Leser, wenn Du einen Pfaffen hörst, der seinen Schafen die Hölle recht heiß und das Gemüt recht weich macht, dessen ganze Beredsamkeit sich darauf beschränkt, die Tränendrüsen seiner Zuhörer in Aktivität zu setzen, und der nur auf die Feigheit seiner Gemeinde spekuliert?

Oder in Zustimmung zu Kuhlmann:

“In ihrer Reihe stehen darauf Alle, die da rufen: Weg mit der Bibel! Weg vor Allem mit der christlichen Religion, denn es ist die Religion der Demut und der knechtischen Gesinnung! Weg überhaupt mit allem Glauben! Wir wissen nichts von Gott noch von Unsterblichkeit. Das sind nur Hirngespinste, zu ihrem Vorteil ausgebeutet” (soll heißen: die von den Pfaffen zu ihrem Vorteil ausgebeutet werden) “und fortgesponnen von Lügnern und Betrügern. Fürwahr, wer noch an solche Dinge glaubt, der ist der größte Narr!”

Doch, doch, Karl Marx hat in seiner Analyse schon manches geschrieben, was richtig ist, oder?

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Marxens Vermächtnis: Anti-Intellektualismus für nicht Konkurrenzfähige

Wer Kritik am Genderismus übt, ist ein Maskulist oder ein Anti-Feminist.

Wer Kritik am Sozialismus übt, ist ein Kapitalist, ein Neoliberaler oder ein Rechter.

Wer Kritik an der Flüchtlingspolitik übt, ist ein Rechtsextremist.

Wer Kritik Marke „Naidoo“ übt, ist ein Reichsbürger.

Wer Kritik am Vielfaltswahn übt, ist ein Rassist.

In jedem Fall ist die Kritik damit am Ende.
Eine Diskussion findet nicht statt. Das soll sie auch nicht, denn das Ziel besteht ja gerade darin, jede Diskussion, jede Kritik abzuwürgen.

Karl MarxDas ist Marxens Vermächtnis.

Beschrieben bereits von Ludwig von Mises in „Die Gemeinwirtschaft – eine Untersuchung über den Sozialismus“ aus dem Jahre 1922.

In seinem kleinen Brevier „Marxism Unmasked“ schreibt Ludwig von Mises:

“Socialism was already defeated intellectually at the time Marx wrote. Marx answered his critics by saying that those who were in opposition were only “bourgeois.” He said there was no need to defeat his opponents’ arguments, but only to unmask their bourgeois background. And as their doctrine was only bourgeois ideology, it was not necessary to deal with it.”

Marxens Antwort auf Kritik bestand also darin, den Kritiker als “Bourgeois” zu diskreditieren und auf Basis dieser Diskreditierung der Kritik aus dem Weg zu gehen [Fehlschluss ad hominem].

Das ist die Blaupause, nach der viele Linke bis heute funktionieren: Sie setzen sich nicht mit Argumenten auseinander, sondern mit denen, die die Argumente vortragen. Handelt es sich um Kritik, dann wird versucht, den Kritisierenden zu diskreditieren, ihn als Rechten, Rechtsextremen, Rassisten usw. zu beschimpfen ganz so, wie es der Großmeister der Diskreditierung, Karl Marx, aufgezeigt hat.

Die politischen Konsequenzen dieses Vermächtnisses der argumentlosen Bekämpfung aller Andersdenkenden hat Thomas Sowell wie kein anderer beschrieben:

Sowell 1985 marxism„Much of the intellectual legacy of Marx is an anti-intellectual legacy. It has been said that you cannot refute a sneer. Marxism has taught many – inside and outside its ranks – to sneer at capitalism, at inconvenient facts or contrary interpretations and thus to sneer at the intellectual process itself. This has been one of the sources of its enduring strength as a political doctrine, and as a means of acquiring and using political power in unbridled ways” (Thomas Sowell (1985). Marxism: Philosophy and Economics. New York: William Morrow).

Sozialistische Parteien und die sozialistische Ideologie, sie üben ihre Anziehungskraft somit auf schlichte Gemüter aus, auf diejenigen, denen es lieber ist, Kritiker zu denunzieren und zu verspotten als sich mit ihren Argumenten auseinanderzusetzen. Der politische Erfolg des Sozialismus resultiert entsprechend nicht daraus, dass die sozialistische Ideologie Lösungen für Probleme anzubieten hätte, sondern daraus, dass sie Denunziation und Diffamierung Andersdenkender aus der Warte derer anzubieten hat, die sich im Besitz der Wahrheit wähnen. Der Sozialismus ist im wahrsten Sinne eine Ideologie der Verlierer und (intellektuell) nicht Konkurrenzfähigen.

Totalität von Fähigkeiten: Marxens Träume erleben eine Renaissance

Karl Marx„Sowie nämlich die Arbeit verteilt zu werden anfängt, hat jeder einen bestimmten, ausschließlichen Kreis der Tätigkeit, der im aufgedrängt wird, aus dem er nicht herauskann; er ist Jäger, Fischer, oder Hirt oder kritischer Kritiker, und muss es bleiben, wenn er nicht die Mittel zum Leben verlieren will – während in der kommunistischen Gesellschaft, wo jeder nicht einen ausschließlichen Kreis der Tätigkeit ausbilden kann, die Gesellschaft die allgemeine Produktion regelt und mir eben dadurch möglich macht, heut dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, auch das Essen zu kritisieren, ohne je Jäger, Fischer oder Hirt oder Kritiker zu werden, wie ich gerade Lust habe. Dieses Sichfestsetzen der sozialen Tätigkeit, diese Konsolidation unseres eigenen Produkts zu einer sachlichen Gewalt über uns, die unserer Kontrolle entwächst, unsere Erwartungen durchkreuzt, unsere Berechnungen zunichte macht, ist eines der Hauptmomente in der bisherigen geschichtlichen Entwicklung“ (Karl Marx; Deutsche Ideologie)

Die zitierte Stelle ist dem Teil des Manuskripts der Deutschen Ideologie entnommen, der Karl Marx zurechenbar ist. In ihm entwickelt Marx nicht nur in Fortführung einer Idee Fichtes – sein Konzept der Entfremdung. Er führt sie es auch zu Ende. Von Fichte stammt die Idee, dass dann, wenn Menschen miteinander agieren, sie etwas produzieren, das ein Eigenleben annimmt, das wiederum Herrschaft über die einzelnen erwirkt. Das Erzeugte unterjocht den Menschen, nimmt ihm seine Freiheit. Ein echter Fichte.

Doch zurück zum Zitat von Karl Marx. Das „Sichfestsetzen der sozialen Tätigkeit“, also der Arbeit, zu einer „sachlichen Gewalt“ über uns, wer nicht arbeiten geht, der hat nichts zu beißen, jedenfalls zu Marxens Zeiten war das so, mit einem Wort: die Entfremdung, sie muss durch die kommunistische Gesellschaft überwunden werden, in der keine Spezialisierung mehr stattfindet, keine Arbeitsteilung, in der alle alles tun oder lassen können, wonach ihnen gerade ist. Das nennt Marx die Totalität der Fähigkeiten. Betrachtet man die Materialisierungen dieses kommunistischen Hirngespinsts, dann muss man allerdings feststellen, dass es eher das „lassen können“ ist, das sich durchgesetzt hat: Die Erhöhung der Untätigkeit und Trägheit zur kollektiven Faulheit.

Unter Pfälzern gibt es ein geflügeltes Wort, das Aspiranten wie die, die im Kommunismus gebraucht werden, bezeichnet: Der kann alles, aber nix richtig.

Das Zitat von Marx hat nichts von seiner romantischen Wirkung, die es auf einfältige Gemüter ausübt, verloren. Beispiele dafür, wie Spezialisierung beseitigt, die Entfremdung durch Arbeit aufgehoben und eine glückliche, wenngleich verarmte Gesellschaft herbeigeführt werden soll, gibt es zuhauf: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, also die Work-Life-Balance, der Versuch, Teilzeitarbeit zu einem Ersatz für vollen Einsatz zu stilisieren, das bedingungslose Grundeinkommen, der Einzug von pädagogischen Konzepten, die nicht der Bildung oder Erziehung von Kindern dienen, sondern der ideologischen Selbstverwirklichung von Lehrern oder Erziehern, das sind alles Beispiele dafür, wie Marxens idealistische Spinnerei die Jahrhunderte überlebt hat und neue Höhen erklimmt.

„Idealismus,“ so hat Arnold Gehlen (1952: 350) geschrieben, „ist einer der tiefsten und am schwersten aufzudeckenden Irrtümer und er besteht zuletzt in dem Glauben, die Idealität, die allerdings im Menschen liegt, sei in der unmittelbaren Subjektivität lebbar“.

Sie ist es nicht. Und weil sie es nicht ist, scheitern kommunistische Systeme und gehen Gesellschaften zu Grunde, deren Mitglieder glauben, sie könnten Arbeitsteilung und Spezialisierung durch idealistische Spinnereien von Work-Life-Balance oder Teilzeitarbeit ersetzen.

Warum?

Gesellschaften leben von der Arbeitsteilung, wie man leicht feststellen kann, wenn man versucht, einen Tag ohne das Zutun Dritter zu überleben, also ohne den Lkw-Fahrer, der die Waren des Supermarktes ankarrt, ohne die Aushilfskraft, die die Waren einsortiert, ohne den Tankwart, der das Benzin bereitstellt, mit dem man das Auto, das vieler Hände Ergebnis ist, zum Supermarkt bewegt. Arbeitsteilung erhöht nicht nur die Effizienz und den Wohlstand einer Gesellschaft, sie erlaubt auch Spezialisierung. Manche können dies besser, andere jenes. Wer dies besser kann, erreicht durch Verfeinerung seiner Technik eine höhere Stückzahl und bessere Qualität, und vielleicht kann derjenige, der auf viel Erfahrung in der Herstellung von „dies“ zurückblicken kann, es sich irgendwann leisten, nur einen Teil des Tages für den Broterwerb aufzuwenden. Das kann er aber erst, wenn er sich die entsprechende Erfahrung angeeignet, sich erarbeitet hat. So ist das eben, ohne Fleiß kein Preis. So wie es ohne erfolgreichen Kapitalismus keinen Kommunismus geben kann, wie Marx wusste. Denn Träumerei kann man nur (für eine gewisse  Zeit) umsetzen, wenn es andere durch ihre Arbeit ermöglicht haben.


Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns

ScienceFiles ist ein Non-Profit-Blog. Damit wir unser Angebot aufrechterhalten und vielleicht sogar ausbauen können, benötigen wir Ihre Unterstützung
durch eine Spende (via Paypal) durch eine Spende (via Banküberweisung) als ScienceFiles-Clubmitglied
  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise

Karl Marx war ein britischer Agent – Sozialismus vom Geheimdienst erfunden

Beim Recherchieren und Suchen in Archiven sind wir auf die Thomas Pitt Papers gestoßen, eine Sammlung hochinteressanter Briefe und Memoranden, die Pitt, Gründer und Mitglied des britischen MI4 (Most Intelligent Four), des Vorläufers des britischen Geheimdienstes MI-5 und MI-6 zum Ende seines aktiven Lebens geschrieben hat.

Darin sind wir auf Schriften gestoßen, aus denen eindeutig hervorgeht:

Karl Marx war ein britischer Agent.

Der Sozialismus ist eine Erfindung des britischen Geheimdienstes, um den Deutschen den Kapitalismus madig zu machen und Deutschland am wirtschaftlichen Wachstum zu hindern.

The way we live nowWie aus den Papers von Pitt hervorgeht, waren Sir Robert Peel und John Earl Russel, die nacheinander als Britische Premierminister unter Queen Victoria gewirkt haben, ob der Entwicklung auf dem Europäischen Kontinent höchst besorgt. Ein Ende der deutschen Vielstaaterei, wie es zu Beginn der 1830 und 1840er Jahre nicht nur von vielen Akademikern und Studenten gefordert wurde und die industrielle Revolution, die selbst in Deutschland einen aktiven Kapitalismus und damit einhergehende Wohlstands- und Produktivitätsschübe brachten, wurden als Bedrohung nicht nur der wirtschaftlichen, sondern auch der militärischen Vormachtstellung der Briten angesehen. Entsprechend gab es schon früh Überlegungen, wie man den deutschen Aufstieg verhindern oder doch zumindest verlangsamen könnte.

Die geniale Idee, den Sozialismus zu erfinden, sei – so Pitt – im Kreise der MI-4 und im Diogenes Club in London geboren worden. Zweck der neuen Ideologie sollte es sein, Deutsche zu entzweien, gegen den Kapitalismus aufzubringen und auf diese Weise Wohlstand und Fortschritt in Deutschland zu behindern.

“The most brilliant minds”, so Pitt hätten an der Idee gearbeitet, von den jungen Charles Darwin, Herbert Spencer, John Stuart Mill bis zu Anthony Trollope und Charles Dickens. Eine Analyse des deutschen Geistes war der Ausgangspunkt der Erfindung des Sozialismus. Wie muss eine Ideologie beschaffen sein, damit ihr viele Deutsche hinterherlaufen, ohne zu bemerken, dass sie ihren eigenen Interessen schaden?, so habe die Fragestellung gelautet.

Die Antworten stammen aus Analysen der Romantiker, Friedrich von Schlegel, Ludwig Tieck, philosophischer Schriften von Johann Gottlieb Fichte, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und anderen. Aus diesen Analysen seien vier Kriterien extrahiert worden, die eine Ideologie erfüllen muss, damit Deutsche ihr anhängen.

  • Sie muss weitgehend unverständlich sein;
  • Sie muss widersprüchlich sein;
  • Sie muss eine historische Kontinuität beschreiben;
  • Sie muss grundlegende Antagonismen behaupten;

Three men on the bummelBesonders interessant sind die Erklärungen, die Pitt dafür gibt, warum diese vier Kriterien für Ideologien, die in Deutschland erfolgreich sein sollen, so wichtig sind. Wir fassen seine Begründung hier in aller Kürze zusammen:

  • Weitgehende Unverständlichkeit ist die wichtigste Zutat, denn deutsche Intellektuelle lieben es, sich zu Adepten einer unverständlichen Ideologie zu machen. Warum? Weil sie dann behaupten können, sie hätten das Unverständliche verstanden und auf diese Weise suggerieren können, sie seien viel intelligenter als die anderen, die zugeben, dass sie das Unverständliche nicht verstehen.
  • Widersprüchlichkeit ist eine wichtige Zutat, weil dieselben Intellektuellen, die es lieben, ihr Verständnis für das Unverständliche zu erklären nur zu gerne miteinander darüber streiten, wie die Widersprüche der Ideologie, die da auftauchen, wo die Unverständlichkeit gerade einmal nicht vorhanden ist, zu interpretieren sind. Widersprüchlichkeit ist die beste Gewähr für Fraktionskämpfe und Spaltungen unter denen, die die Ideologie, die völlig unverständlich ist, ganz genau, aber eben unterschiedlich verstanden haben, und sie mit sich zu beschäftigen. Damit die Widersprüchlichkeit nicht offensichtlich ist, haben die Briten sie Dialektik genannt.
  • Historische Kontinuität ist wichtig, da Deutsche es lieben, sich als Teil eines historischen und somit großen Ganzen zu fühlen, sich Untertan zu historischen Kräften zu machen, die sie zu etwas Besonderem, einem auserwählten Volk qualifizieren. So kam der historische Materialismus in den Sozialismus von Marx.
  • Das Postulat grundlegender Antagonismen, von Schismen, die Menschen von Menschen trennen und Gräben aufwerfen, die nicht überbrückt werden können, Gräben zwischen Sklaven und Sklavenhaltern, Feudalherren und Knechten, Produktionsmittelbesitzer und Produktivkräften, die immer Ausbeuter von Ausgebeuteten trennen, sind besonders wichtig, um dem Hang zum Neid bei gleichzeitiger Angst vor Verantwortung, die viele Deutsche beherbergen, gerecht zu werden. Entsprechend erlaubt es die Lehre der gesellschaftlichen Antagonismen das eigene Versagen anderen in die Schuhe zu schieben und deren Reichtum als Diebstahl und Ergebnis von Ausbeutung darzustellen.

Auf Basis der beschriebenen Mischung wurden eine Vielzahl von Schriften, nichtzuletzt das Kommunistische Manifest und das Kapital n seinen drei Bänden von den Ghostwritern des britischen Geheimdienstes verfasst und unter die Deutschen gebracht. Um die Schriften publikumswirksam zu verteilen, habe man lange nach einem geeigneten Autoren Ausschau gehalten und sich schließlich für Karl Marx, einen zu diesem Zeitpunkt vollkommen unbekannten und – besonders wichtig: armen Schreiber aus Trier entschieden.

Marx wurde vom britischen Geheimdienst angeworben und habe im Austausch für materiellen Reichtum und das Versprechen, sein Leben in England leben zu dürfen, dem Handel zugestimmt.

Es sei wichtig gewesen, einen armen und unbekannten Schreiber zu gewinnen, so schreibt Pitt in seinen Papers, denn mit einem armen Schreiber sympathisieren nicht nur die Intellektuellen, sondern auch die Massen. Erstere sehen ihn als denjenigen, der den Makel des Reichtums von ihrer Schicht nimmt, letztere als einen der ihren, der weiß, wovon er schreibt.

pickwick papersZudem, so Pitt, habe man eine Saulus-Paulus-Gestalt geschaffen und dafür den Unternehmersohn Friedrich Engels angeworben. Engels, “not one of the brightest”, wie Pitt vermerkt, sei für die Idee des Sozialismus, die er für originär gehalten habe, begeistert worden und habe bereitwillig die Rolle des finanziellen Mentors des armen Karl Marx angenommen, und damit dessen Coverstory gestützt. Man habe Engels die Möglichkeit geboten, sich als Sozialist vom Makel des Reichtums zu reinigen, und Engels und viele nach ihm hätten diese Möglichkeit gerne und nur zu freudig angenommen.

Überhaupt scheint Pitt überrascht davon, wie erfolgreich die Ideen, die als Ideen von Karl Marx verbreitet wurden, in Deutschland aufgenommen wurden. Hätte man, so stellt er an einer Stelle fest, den Sozialismus mit nationalistischen Tönen, statt mit internationalistischen Tönen versehen, die Absicht, Deutschland friedlich und in Opposition zum Kapitalismus und somit vom Wohlstand fern zu halten, sie wäre nicht so leicht zu erreichen gewesen, denn, so Pitt, Nationaler Sozialismus “promises to be one of the most devastating forces in Men’s history”.

Unsere Lektüre der Pitt Papers ist noch nicht abgeschlossen. Sobald es unsere Zeit erlaubt, werden wir berichten, welche die Weltgeschichte in einem neuen Licht erscheinen lassende Enthüllungen sich noch aus Pitt’s Papers entnehmen lassen. Angesichts der Zeitnot, die uns befallen hat, wird dies vermutlich in einem Jahr sein.

 

Helfen Sie uns dabei, ScienceFiles vom Hobby zum fest etablierten Blog zu machen. Machen Sie mit beim ScienceFiles-Projekt.

Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dass wir uns nicht mehr nur nebenbei um ScienceFiles kümmern können und uns dem, was wir investigative Wissenschaft und angewandte Sozialwissenschaft nennen, voll widmen können.

Paypal:

PAYPAL

Spendenkonto:
Wir empfehlen Transferwise, um die horrenden Bankgebühren deutscher Banken zu vermeiden.

  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise
Translate »
error: Content is protected !!