Fiktion und Fakt: Einmal mehr erweist sich die Frauenquoten-Saga als Lüge

Was haben sie uns nicht alles erzählt, von den Wohltaten, die mit einer Frauenquote in Führungsgremien von Unternehmen einhergehen und von den bösen Männern, die Frauen daran hindern, die entsprechenden Wohltaten für die Gesellschaft bereit zu stellen:

  1. Männer haben eine gläserne Decke in Unternehmen eingezogen, die Frauen daran hindert, aufzusteigen, so haben die Frauenquotenbefürworter verkündet. Fabian Ochsenfeld hat den Mythos der gläsernen Decke entzaubert und gezeigt: Es gibt keine gläserne Decke in Unternehmen. Frauen, die in die Führungsetage aufsteigen wollen und das Commitment und die Fähigkeit dazu mitbringen, können auch aufsteigen. Niemand hindert sie daran,

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    Viviane Reding

  2. Diversität in Führungsgremien, so haben die Frauenquoten-Enthusiasten getönt, verbessere das Betriebsergebnis von Unternehmen, und besonders Frauen brächten eine „frische Perspektive“ in Führungsgremien, die sich positiv auf den Unternehmensprofit auswirke. Øyvind Bøhren und Øyvind Strøm sowie Kenneth Ahern und Amy Dittmar haben diesen Mythos entzaubert: Diversität im Vorstand wirkt sich negativ auf den Gewinn von Unternehmen aus, und wenn die Diversität durch Frauen hergestellt wird, dann wirkt sich dies besonders negativ auf das Betriebsergebnis aus.

Angesichts dieser Beweislage sind die Intelligenteren unter den Befürwortern einer Frauenquote dazu übergegangen, wie sich z.B. im Verlauf zweier Anhörungen vor Select Committees des House of Lords und des House of Commons gezeigt hat, die entsprechenden Behauptungen nicht mehr aufzustellen. Statt dessen ziehen sie sich auf ein „Gerechtigkeitsargument“ zurück und behaupten nunmehr, dass ein Heer geeigneter, kompetenter und fähiger Frauen darauf warte, in Führungsetagen berufen zu werden und dass angesichts der demographischen Entwicklung in Westeuropa nichts wichtiger sei als die entsprechenden Frauen auch in Führungsgremien zu berufen.

Bereits die Studie von Kenneth Ahern und Amy Dittmar hat an dieser Position gerüttelt, denn die Frauen, die sich durch Zwang der Norwegischen Regierung in den Vorständen der dem Zwang unterworfenen Unternehmen eingefunden haben, waren in der Mehrzahl nicht geeignet, insgesamt unerfahren, was sich negativ auf die Qualität der in Vorständen bzw. Aufsichtsräten getroffenen Entscheidungen ausgewirkt hat.

Rieck_2012_DiversitaetNun hat eine Studie aus deutschen Landen, durchgeführt von vier Wissenschaftlern unter Leitung des Professors for Finance an der Fachhochschule Frankfurt, Christian Rieck, auch die letzte Bastion der Frauenquotenbefürworter gestürmt und die dort versammelten Behauptungen als Lügen ausgewiesen: Es gibt keinen Stamm von kompetenten und fähigen Frauen, die nur darauf warten, in Führungsgremien von Unternehmen berufen zu werden und wenn es ihn doch geben sollte, dann ist die bevorzugte Berufung von Frauen in Führungsgremien, insbesondere in den Reihen der Arbeitnehmervertreter aus dem Gewerkschaftspool nicht geeignet, die entsprechenden Frauen in Führungsgremien zu bringen. Im Gegenteil: es werden Frauen, die deutlich weniger Erfahrung, Kompetenz und Qualifikation aufweisen als um die Position konkurrierende Männer in Führungsgremien berufen. Die Gleichstellung von Frauen, die politische Akteure seit etlichen Jahren von Unternehmen und im Hinblick auf Führungsgremien bislang unter Drohung einer gesetzlichen Frauenquote erreicht wollen, zeigt sich somit als das, was sie ist, eine Agenda zur Bevorzugung minder geeigneter Kandidatinnen.

Die Untersuchung, die Christian Rieck, Helena Bendig, Julius Hünnemeyer und Lisa Nitzsche durchgeführt haben und die wohl auf eine Idee von Angela Hornberg von Advanced Human Capital zurückgeht, ist eine pfiffige Untersuchung, die zwar mit viel Arbeit verbunden, aber gerade deshalb überzeugend ist: Denn die Untersuchung basiert auf einer Vollerhebung aller in den DAX-30 Unternehmen tätigen Aufsichtsratsmitglieder. Für insgesamt 494 Aufsichtsratsmitglieder haben die vier von der Fachhochschule Frankfurt eine große Zahl von Daten gesammelt, darunter die berufliche Qualifikation (Studium, Ausbildung), die Berufsfelder der Berufung in den Aufsichtsrat vorangehender beruflicher Tätigkeiten, die individuelle Erfahrung des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds, operationalisiert als Aufstellung aller ausgeübten Berufe, eine Reihe weiterer sozio-demographischer Variablen, darunter das Geschlecht, das Alter und die Nationalität des Aufsichtsratsmitgliedes usw. Die so entstandene Datenbank, die die Autoren mit den entsprechenden Informationen für die Jahre 2001 und 2010 gefüllt haben, stellt die Basis für eine Reihe bivariater Auswertungen dar, die zu Ergebnissen führen, die vom Mythos der vielen geeigneten Frauen, die darauf warten, in Aufsichtsräte berufen zu werden und deshalb durch Quoten auch berufen werden sollen, nichts übrig lassen:

  1. „… Frauen haben eine kürzere Dauer der Aufsichtsratstätigkeit als Männer, was darauf hindeutet, dass in den letzten vier Jahren verstärkt Frauen berufen wurden. (133) Diese Beobachtung stimmt mit den in den letzten Jahren hektisch verstärkten Versuchen, mit denen die Befürworter einer Frauenquote in Aufsichtsräten daran arbeiten, Unternehmen zur Berufung von mehr Frauen zu zwingen, überein.
  2. „Der Anteil der Vorerfahrung ist bei Frauen deutlich geringer als bei Männern. Während fast zwei Drittel der Männer Vorstandserfahrung aufweisen, gilt dies nur für 17% der Frauen.“ (134)“
  3. „Es ist nicht erkennbar, dass die in dieser Beziehung geringere Qualifikation der Frauen dadurch begründet wird, dass sie vermehrt als Experten berufen werden.“(134) Das Weniger, das Frauen, die in Führungsgremien von Unternehmen berufen werden, an Vorstandserfahrung haben, wird also nicht durch eine hohe formale Bildung wett gemacht.
  4. Die einzig mögliche Schlussfolgerung aus diesen Einzelergebnissen: „Frauen werden offenbar auch mit geringeren Qualifikationen in den Aufsichtsrat berufen als Männer.“(134)

wrecking ballDamit ist auf der Basis aller Aufsichtsratsmitglieder der DAX-30 Unternehmen belegt, dass der Druck der auf Unternehmen ausgeübt wird, damit sie die Frauenanteile in ihren Führungsgremien erhöhen, dazu führt, dass minder qualifizierte Frauen höher qualifizierten Männern vorgezogen werden und dies, wie noch darzustellen sein wird, vor allem auf der Seite der Arbeitnehmervertreter, also auf der Seite der Gewerkschaftsfunktionäre. Damit ist der Mythos, der die Frauenquote als Speerspitze der Meritokratie darstellen will, die durchsetzt, dass die vielen geeigneten Frauen auch in Führungspositionen gelangen, endgültig zerstört: Eine Frauenquote führt entsprechend zu einer Bevorzugung minder qualifizierter Frauen und zu einer Diskriminierung besser qualifizierter Männer. Die Frauenquote weist sich damit einmal mehr als Versuch, Frauen vorzuziehen und Männer zu benachteiligen aus, als Versuch, in erster Linie Gewerkschaftsfunktionärinnen neue lukrative Verdienstmöglichkeiten zu eröffnen.

Nun stellt sich die Frage, wie es zu erklären ist, dass Frauenquoten trotz ihrer belegten schädlichen Wirkungen, trotz nicht vorhandener Diskriminierung von Frauen und trotz der nicht vorhandenen Anzahl ausreichend qualifizierter Frauen dennoch von Politikern und Gewerkschaftsfunktionären, die doch alle nur unser Wohl im Blick haben, gefordert werden. Auch auf diese Frage liefert die bemerkenswerte Untersuchung aus Frankfurt eine interessante Antwort. Im Rahmen der Untersuchung haben die Autoren zwischen Aufsichtsratsmitgliedern unterschieden, die Vertreter der Anteilseigner, also der Aktionäre sind, und Arbeitnehmervertretern, die sich ausschließlich als Gewerkschaftsfunktionäre entpuppen.

Besonders die folgenden Ergebnisse sind bemerkenswert:

  1. „Die Arbeitnehmervertreter sind in erstaunlichem Maße schlechter qualifiziert als die Anteilseignervertreter. Die Arbeitnehmervertreter haben fast nie einen Doktortitel, haben wesentlich seltener studiert und geben sogar in erstaunlich niedrigem Ausmaß eine Berufsausbildung an“ (132-133)
  2. Hinzu kommt, dass die Anteilseignervertreter in den Aufsichtsräten über deutlich mehr Berufserfahrung verfügen als die Vertreter der Arbeitnehmer und in beiden Gruppen, bei den Anteilseignervertretern und bei den Arbeitnehmervertretern geben Frauen deutlich seltener als Männer an, über eine Berufsausbildung zu verfügen.
  3. Die Forderung nach einer Frauenquote in Vorständen zeigt sich somit als Vehikel, mit dem vornehmlich Gewerkschaftsfunktionärinnen, die nichts anderes als Gewerkschaftsfunktionärin gelernt haben, in lukrative Posten gehievt werden sollen. Soviel zur Behauptung, mit der Frauenquote würde kompetenten Frauen ein Zugang zu Führungsgremien von Unternehmen geschaffen.

UnionsWie die Ergebnisse zeigen, hat die Entsendung von nicht-qualifizierten Personen in Aufsichtsräte in Deutschland eine Tradition. In der Vergangenheit wurden in erster Linie männliche Gewerkschaftsfunktionäre, die „Gewerkschaftsfunktionär“ gelernt haben, in Aufsichtsräte entsandt, durch die stärkere Berücksichtigung von Frauen, soll nun dafür gesorgt werden, dass nicht-qualifizierte Gewerkschaftsfunktionärinnen gleichgestellt werden. Und so kommt es, dass sich z.B. das Mitglied im Hauptvorstand der IG Bergbau, Chemie und Energie, Peter Hausmann, sein karges Funktionärssalär im Aufsichtsrat von Bayer ergänzt. Dabei wird er von den Landesbezirksleitern der IG Bergbau, Chemie und Energie, Reiner Hoffmann und Petra Reinbold-Knape, die ebenfalls nur ein schmales Funktionärsgehalt beziehen, unterstützt. Was die IG Bergbau, Chemie und Energie kann, kann ver.di schon lange. Entsprechend sitzen Lothar Schröder, Mitglied des Bundesverbands von ver.di und die Gewerkschaftssekretärin Sibylle Spoo gemeinsam mit Michael Sommer, dem unterbezahlten DGB-Vorsitzenden im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom. Andrea Kocsis, stellvertretende Bundesvorsitzende von ver.di und Ralf Bauermeister von der Bundesverwaltung ver.di, beziehen im Vorstand der Deutschen Post/DHL ihre Aufwandsentschäigung, und so geht das weiter. Bei Siemens und VW finden sich die Funktionäre der IG-Metall, die ihrem Vorsitzenden Berthold Huber ein so geringes Gehalt zu zahlen scheint, dass er in beiden Aufsichtsrätenm, dem von Siemens und dem von VW ein Zubrot verdienen muss. Wer sich in den Aufsichtsräten der verbleibenen Unternehmen findet, das herauszufinden, stelle ich den Lesern dieses blogs anheim: Einfach Googlen nach einem Dax-30 Unternehmen und den Suchbegriff „Aufsichtsrat“ hinzufügen.

Insgesamgt ergibt sich ein Bild des Nepotismus, das seines gleichen sucht. Und da es offensichtlich in der Vergangenheit prima geklappt hat, Posten als Arbeitnehmervertreter in Aufsichtsräten unter notleidenden Funktionären aus den Vorständen von ver.di, IG-Metall, IG Bergbau, Chemie und Energie usw. zu verteilen, wer kann es den Gewerkschaftsdamen und all den anderen, die auf das Nutznießen mittels Frauenquoten hoffen, verdenken, dass sie meinen, was gestern ging, muss auch morgen klappen und nun der Vetternwirtschaft eine Basenwirtschaft als Gleichstellung hinzufügen wollen? Sicherlich hat es bislang noch keinen Aufschrei in der deutschen Bevölkerung angesichts dieser dreisten Form der Selbstbereicherung gegeben, und es soll sogar Arbeitnehmer geben, die glauben, sie hätten einen Vorteil davon, dass ihre Gewerkschaftsfunktionäre in Aufsichtsräten verschiedener Firmen ein Einkommen für eine Tätigkeit erzielen, der die meisten, aufgrund ihrer fehlenden (Berufs-)Ausbildung nicht gewachsen sind.

Über Michael Klein
... concerned with and about science

16 Responses to Fiktion und Fakt: Einmal mehr erweist sich die Frauenquoten-Saga als Lüge

  1. robert m. sagt:

    Summa summarum: Der Anteil der nicht qualifizierten Gewerkschaftsfunktionäre (geschlechtsneutrales generatives Maskulinum) wird gegendert.

    Wenns dabei bliebe, wäre es ja wurscht – weil ergebniseutral. Aber faktisch haben wir eine Verschwörung der Nichtqualifzierten, die per bürokratischem Durchgriff alles in die Finger bekommen wollen, was sie nicht selbst aufgebaut haben. Das Frauending ist da nur zusätzliche Argumentationshilfe…

  2. crumar sagt:

    Herr Klein, könnten Sie bitte den Artikel so umschreiben, dass dieser in die bundesdeutsche Wirklichkeit passt?! Danke!

    1. „Der Aufsichtsrat besteht aus Vertretern der Anteilseigner und – als deutscher Sonderfall – in den meisten Unternehmen zusätzlich aus Vertretern der Arbeitnehmer (§ 96 AktG) und ggf. weiteren Mitgliedern (mitbestimmter Aufsichtsrat).“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Aufsichtsrat#Gesetzliche_Regelungen

    Wenn GewerkschafterINNEN nun die Position der GewerkschftER einnehmen und damit der Frauenanteil auf Seiten der Vertreter der Arbeitnehmer steigt, so bleibt doch die Anzahl der Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat konstant.

    Wen die Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat entsenden – weiblich oder männlich – bleibt davon völlig unberührt.

    Es ist ausgesprochen fragwürdig anzunehmen, dass Vertreter der Anteilseigner sich nunmehr per Gesetz gezwungen sehen, Gewerkschafterinnen in Aufsichtsräte zu entsenden.
    Glauben Sie das wirklich???

    2. Es ist wirklich ein offenes Geheimnis, die Vertreter und Vertreterinnen seitens der Gewerkschaften führen 80% und mehr ihrer Einnahmen aus der Tätigkeit in den Aufsichtsräten an die Hans-Böckler-Stiftung ab.

    „Die Böckler-Stiftung bezieht aus den Aufsichtsratsmandaten jedes Jahr mehr als 30 Millionen Euro. Ohne diese Zuwendungen könnte der DGB die Stiftung nicht finanzieren.“
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gewerkschaften-in-aufsichtsraeten-warum-gewerkschafter-die-rekord-managergehaelter-abnicken-1.1333509-2

    Aus diesem Sachverhalt individuelle Bereicherungswünsche abzuleiten geht mir zu sehr an der Faktenlage vorbei.

    3. Wen ich als eigentliche Klientel der Quote ansehe sind die Frauen in den Parteien.
    Diesen wird ein exorbitant lukrativer Umstieg aus der Politik in die Wirtschaft geboten.

    Beispiele:

    – Marion Schick frühere CDU-Kultusministerin von Baden-Württemberg -> Telekom.
    – Brigitte Ederer Bundesgeschäftsführerin der SPÖ (bis 1997) und danach Finanzstadträtin in Wien -> Siemens
    – Christine Hohmann-Dennhardt SPD von 1999 bis Januar 2011 Richterin am Bundesverfassungsgericht -> Daimler AG

    Wie auch immer diese Qualifikationen taugen mögen.

    Gruß, crumar

    • Ich muss gestehen, ich kann nicht sehen, warum ich den Text umschreiben sollte, zumal nichts in dem Text steht, was nicht den Tatsachen entsprechen würde und wenn Sie der Ansicht sind, dass in den Reihen der Arbeitnehmervertreter nicht für Gewerkschaftsfunktionärinnen, sondern für Politikerinnen Platz geschaffen werden soll, dann ist das eine Meinung, die mir zwar plausibel erscheint, jedoch nicht mit den Fakten, wie sie in den Aufsichtsräten derzeit bestehen, zusammenpasst: Dort sitzen fast ausschließlich Gewerkschaftler als Arbeitnehmervertreter.

      Übrigens habe ich an keiner Stelle behauptet, dass durch den Zustrom unqualifizierter Gewerkschaftlerinnen der Anteil von Arbeitnehmervertretren erhöht wird, wie Sie hier behaupten. Im Gegenteil, ich habe geschrieben, dass durch den Zustrom unqualifizierter Gewerkschaftlerinnen unqualifizierte Gewerkschaftler ersetzt werden.

      Und dass Gewerkschaftler 80% ihrer Bezüge abzugeben behaupten, ist nobel, aber leider nicht nachprüfbar. Sobald die Funktionäre von z.B. ver.di ihre Einkommensverhältnisse offen legen, bin ich bereit, den Artikel zu ergänzen, sofern sich etwas ergeben sollte, was dem, was ich geschrieben habe, widerspricht.

      Und nun empfehle ich Ihnen den Text noch einmal zu lesen und dann zu überlegen, was es eigentlich ist, das Ihnen nicht passt.

  3. Michael Baleanu sagt:

    Herrlich! (Kommt vom Maskulinum Herr!)

    Frau Hornberg hatte gehofft, dass ihre Idee den Nachweis einiger feministischer Glaubens-Hypothesen erbringen könnte. Ihre Zusammenfassung übergeht die negativen Aspekte der Studie: http://www.ahc-frankfurt.com/fileadmin/user_upload/ahc-users/ExecutiveSummary_final.pdf

    „Hornberg: Frauen werden angeheuert, um zu arbeiten. Nach oben schaffen sie es nicht.“
    http://www.ahc-frankfurt.com/fileadmin/user_upload/ahc-users/WW_Sie_wollen_keine_Macht_11-06-2012_fuer_Website.pdf

    Jetzt wissen wir es: Männer werden angeheuert, um nicht zu arbeiten und es nach oben zu schaffen!

    „Hornberg: … Ein anderer Mandant sucht seit einem Jahr eine Frau für eine Führungsposition, auch er findet angeblich keine. Innerhalb von zwei Tagen habe ich ihm drei vorgeschlagen.“

    Schade, dass die Studie die von Hornberg vorgeschlagenen Damen hergibt. Ob diese Idee die Erklärung für das schlechtere Abschneiden der Damen liefert?

    Auch die restlichen Aussagen/Stellungnahmen scheinen nicht widerspruchsfrei zu sein: http://www.ahc-frankfurt.com/presse/

  4. Dieser Beitrag würde durchaus in die Ökonomen-Blogparade passen, die sich im Januar mit der Frauenquote beschäftigt. Aber vielleicht schreiben Sie auch noch einen eigenen Beitrag zur Parade?

  5. anonym sagt:

    danke für diesen Artikel

  6. Michel Houellebecq sagt:

    So interessant und nahvollziehbar das alles toent- Mann hat es ja insgeheim schon lange geahnt- aber bis der Mythos der glaesernen Decke deinstalliert worden ist, duerften noch Jahre vergehen. Und bis diese Aufsehen erregende Studie bis zu unseren ideologisch natuerlich voellig unverbauten Massenmedien durchdringt- nun, ich wage gar nicht erst daran zu denken, wie lange das noch dauert! Gleich ganz unter den Teppich wischen lassen sich die Ergebnisse ja nicht- ausser man drueckt beide Augen ganz lange ganz, ganz fest zu und hofft… ja, so sind sie halt, unsere „Qualitaetsmedien“! Woher deren historische Krise kommt, darueber kann selbstverstaendlich nur spekuliert werden: An der selektiven Informationsvermittlung kann es auf jeden Fall nicht liegen!

  7. crumar sagt:

    Sehr geehrter Herr Klein,

    entweder wir reden konsequent aneinander vorbei oder Sie wollen mich missverstehen.

    1. Bei den Vertretern der Arbeitnehmerseite – die sich mehrheitlich aus dem Gewerkschaftsflügel rekrutieren – gibt es bereits Beschlüsse zu verbindlichen Quoten, insofern diese diejenigen Aufsichtsräte betrifft, die die ARBEITNEHMER entsenden.
    Die EXISTIEREN bereits bspw. als 30% Quote – so z.B. hier seitens der IGM:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/weibliche-aufsichtsraete-ig-metall-chef-huber-beschliesst-frauenquote-a-745214.html

    2. Also wird der prozentuale Anteil der Frauen an der HÄLFTE der mitbestimmten Aufsichtsräte gesteigert.
    DASS es überhaupt Frauen in den Aufsichtsräten gibt, war bisher genau diesen Frauen auf der ARBEITNEHMERSEITE geschuldet, denn der Frauenanteil von Seiten der ANTEILSEIGNER lag im niedrig einstelligen Prozentbereich.

    Und WIR müssen über mitbestimmte Aufsichtsräte sprechen, den OHNE diese Mitbestimmung gäbe es keine Gewerkschafter in den Aufsichtsräten.

    3. Die Politikerinnen, die nun in die Vorstände berufen worden sind, kamen auf Vorschlag der Seite der ANTEILSEIGNER.
    Und nicht, wie Sie suggerieren, von der Seite der Gewerkschaften.

    Dass ist auch unmittelbar logisch, denn WENN von Seiten der Gewerkschaften die Quote bereits existiert, DANN kann zur Hebung des Gesamtanteils von Frauen in den Aufsichtsräten (und Vorständen) nur die Seite der Anteilseigner durch die Quotierung betroffen sein.

    4. Die Beschlüsse zur Abführung von Vergütungen aus Aufsichtsratsposten sind von den Gewerkschaften RECHTSVERBINDLICH für die Aufsichtsratsmitglieder geklärt.

    Wenn Sie hier bitte:

    http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_254.pdf

    die Seiten 10 und 11 lesen mögen, dann kann von der von Ihnen unterstellten „Intransparenz“ einfach keine Rede sein.

    Da stehen die konkreten Zahlen zum Selbstbehalt von einfachen Aufsichtsratsmitgliedern drin.
    Was ist an „SIND alle Vergütungsbestandteile über 32.500.- Euro abzuführen“ falsch oder missverständlich zu interpretieren?!

    5. Da Sie so vehement gegen die Quote per se agitieren, kommt es Ihnen auch nicht in den Sinn, die extrem erfolgreiche Lobby-Arbeit der Frauennetzwerke zu würdigen.

    Denn Frauen stellen in den DAX30-Unternehmen lediglich 30% der Beschäftigten.
    Und auch da nur über alle Branchen hinweg.
    Wenn die 40% Quote kommt, dann werden Frauen als Frauen in den Leitungsetagen im Verhältnis zu den wirklich Beschäftigten komplett überrepräsentiert sein.
    Denn dass es bei den Aufsichtsräten bleibt ist nicht anzunehmen.

    Es wurde erfolgreich geschafft, aus der bloßen Existenz eines Geschlechts ein Geschäftsmodell zu entwickeln.

    Richtig wettbewerbsverzerrend im Verhältnis der Geschlechter wird es jedoch für die Automobilindustrie, den Bereich Maschinenbau und die Elektronik und Elektrotechnik.
    Aber auch Unternehmen zur regenerativen Energie werden ihr blaues Wunder erleben.

    Wenn auf allen Leitungsebenen in diesen Branchen die 40% Quote gilt, dann können mehrere Generationen von Männern ihre Karriereplanung beerdigen.
    Bei einem Anteil von E-Technik StudentINNEN im Rahmen von 10% ist das neueste Modewort auch entlarvt: Diversity.

    Weil die fachliche Qualifikation von Frauen wegen der unverminderten Neigung zum Studium von Girlandenfächern nicht existent ist, muss der Begriff der „fachlichen Qualifikation“ eben aufgeweicht werden.

    Und prompt sind Absolventinnen von „gender studies“ aber so was von divers qualifiziert!😉

    Das ist m.E. der Sinn des medialen Sperrfeuers, das zur Zeit läuft.

    Schönen Gruß!

    • Hallo Cumar,
      wir reden nicht aneinander vorbei, Sie phantasieren sich hier einfach etwas herbei, was es nicht gibt: Sie scheinen irgendwo gelesen zu haben, dass ich mich gegen die Installation minderqualifizierter Politikerinnen wende. Das ist nachweislich falsch. Ich wende mich gegen die Installation minder qualifizierter Frauen in Vorständen und wie die Studie, auf die ich mich beziehe, zeigt, finden sich die minder qualifizierten Frauen vornehmlich, wenn nicht ausschließlich in Form von Gerwerschaftsfunktionärinnen.

      Damit sind Ihre Punkte 1 bis 3 hinfällig.

      Zu Punkt 4: Es ändert nichts daran, dass die Hans Böckler Stiftung nahezu vollständig über die Abgaben von Gewerkschaftsfunktionären, die in Aufsichtsräten sitzen, dass es sich hier um eine wilde Form von Nepotismus handelt. Im übrigen sind bei Einkünften von rund 500.000 Euro 20% Eigenbehalt immer noch 100.000 Euro. Wenn das für Sie Peanuts ist, dann ist das gut, für mich ist das ein zusätzliches Gehalt für sowieso schon gut bezahlte Gewerkschaftsfunktionäre, dessen Begründung nicht nachvollziehbar ist. Übrigens wäre ich dafür, die Aufblähung von Aufsichtsräten zu Gremien, die jedes effektive Arbeiten unmöglich machen, dadurch zu beseitigen, dass man nur noch max. 5 bis 8 Personen, darunter keine Arbeitnehmervertreter als Aufsichtsrat installiert. shocking, isn’t it? Begründung: Es ist völlig unmöglich, dass ein Gremium mit 20 Leutchen irgendwie effizient arbeitet. Ich weiß, dass es in bestimmten Teilen des Managements schick ist, sich in großen Gruppen in Räume zu setzen und sich gegenseitig die eigene Wichtigkeit zu bestätigen. Die wenigen Studien, die sich (Paulus et al. eigentlich ein Freund von Teamwork, aber er kann halt auch nicht an seinen empirischen Ergebnissen vorbei) mit der Effizienz von Arbeitsgruppen mit 5+ Mitgliedern beschäftigen, kommen hier zu einem eindeutigen und verheerenden Ergebnis. Vermutlich sind deutsche Unternehmen auch deshalb so larmoyant, wenn es um die Quote geht, weil die CEOs wissen, dass in den Aufsichtsräten sowieso auf Arbeitnehmerseite nur Gestalten sitzen, die entweder gebannt auf das hören, was ihnen von denjenigen, die etwas von dem Job, den sie machen sollen verstehen, gesagt wird oder darauf warten, dass sie wieder nach Hause gehen dürfen. Abgesehen davon kann man das Bestechungsgeld für Gewerkschaftler bzw. die Stellenbörse für Gewerkschaftler, das in Aufsichtsräten gezahlt wird bzw. die Aufsichtsräte darstellen auch direkt abwickeln, das spart Ressourcen.

      5. Wenn Sie anstelle Kommentare mit heißem Stift zu schreiben, ein wenig lesen würden, z.B.:
      https://sciencefiles.org/2011/09/11/nachhaltige-gleichschaltung-unternehmen-als-handlanger-der-regierung/
      dann hätten Sie bemerkt, dass es auch außerhalb ihres Gehirns Menschen gibt, die auf die entsprechenden Gedanken kommen, was natürlich zu der Folgerung führt, dass sie entweder zu sehr in eigener Sache (was auch immer die Sache sein mag, von der ich nur sagen kann, dass sie wohl mit eienr affektiven Bindung an Gewerkschaften einher geht) „agitieren“ oder dass ihre Gendanken so unique wie Sie denken, gar nicht sind.

  8. Pingback: Finale der Ökononomenblogparade zur Frauenquote | Wirtschaftswurm

  9. WF sagt:

    Wenn sich die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat dazu bereit erklären, die mangelnde Quotenerfüllung auf Seiten der Kapitalvertreter mit überdurchschnittlich vielen Frauenmandaten auf ihrer Seite auszugleichen, so ist das sicherlich eine freie Entscheidung der Arbeitnehmervertreter/Gewerkschafter. Ob das der Sinn der Quote ist sei dahingestellt. Dass das flächendeckend „die“ Antwort auf eine EU-Frauenquote werden wird wage ich stark zu bezweifeln.

  10. Pingback: Unsinn der Woche: Pro-Quote in der Medizin | Kritische Wissenschaft - critical science

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