Mit Volldampf gegen die Wand: Professorinnenprogramm wird fortgesetzt

Das Professorinnenprogramm wird fortgesetzt. 300 Millionen Euro, die seit 2008 eingesetzt wurden, um 524 Professorinnen an Hochschulen zu berufen, haben nicht ausgereicht, um der Wissenschaft den Garaus zu machen. Entsprechend wird das Professorinnenprogramm fortgesetzt. Darauf hat sich die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz geeinigt.

GWG 2Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz ist ein Gremium, in dem die Kultusminister der Länder gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung den neuesten Schlachtplan aushecken, um die Wahrscheinlichkeit, dass sich in Deutschland ein fähiger Wissenschaftler in die institutionelle Wissenschaft verirrt zu verringern oder zu beseitigen. Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz ist ein Treffpunkt von geschlechterbewegten Politikern, die von Wissenschaft ungefähr so viel verstehen, wie eine Steckrübe vom 100 Meter Lauf. Der Zusatz „Wissenschaft“ hat kosmetische, er hat keine inhaltlichen Gründe.

Auch das Professorinnenprogramm hat kosmetische Gründe, denn die Politiker, die sich in der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz zusammenfinden, sie finden es gut, wenn der Anteil weiblicher Professoren erhöht wird. Warum? Wissenschaftliche oder gar Gründe, die auf Fähigkeit und Wissen basieren, können es nicht sein, denn Meritokratie spielt im Professorinnenprogramm gerade keine Rolle, kann sie auch nicht, denn die Berufungsverfahren orientieren sich weitgehend an meritokratischen Gesichtspunkten: weibliche Bewerber, die besser geeignet sind, um eine Professur zu besetzen als männliche Bewerber kommen somit ohne Professorinnenprogramm zum Zuge.

Daher dient das Professorinnenprogramm dazu, die weiblichen Bewerber, die nicht besser geeignet sich als männliche Bewerber, auf eine Position zu hieven, auf die sie ohne das Professorinnenprogramm nie gekommen wären. Und bei der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz macht man auch gar keinen Hehl mehr daraus, dass das Professorinnenprogramm dazu dient, die Auswahl nach Fähigkeit und Leistung durch die Bevorzugung weiblicher Bewerber aufzuheben.

So heißt es: „

Professorrinnenprogramm“Das Bund-Länder-Programm wirkt auf zwei Ebenen: Es erhöht die Anzahl der Professorinnen an deutschen Hochschulen und stärkt die Strukturen für die hochschulinterne Gleichstellung. Die Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem wird dadurch nachhaltig verbessert.“

Die Ziele des Professorinnenprogramms sind also: Mehr weibliche Professoren und „stärkere Strukturen für hochschulinterne Gleichstellung“. Letzteres bedeutet, dass ein weiblicher Professor, der seine Berufung dem Professorinnenprogramm verdankt, verpflichtet ist oder wird, die Interessen seiner Klientel der weiblichen Bewerber, deren Fähigkeiten nicht ausreichen, um sich im freien und fairen Wettbewerb gegen männliche Konkurrenz durchzusetzen, zu vertreten. Die „Struktur für die hochschulinterne Gleichstellung“ wirkt sich dann vermutlich so aus, dass diejenigen, die sich bereits auf Lehrstühlen breit gemacht haben, keine Probleme damit haben, wenn männliche Bewerber auf ausgeschriebene Stellen getäuscht und dafür benutzt werden, den rechtlichen Schein aufrecht zu erhalten, schließlich sind Ausschreibungen, die sich nur an ein Geschlecht richten, im Antidiskriminierungsgesetz verboten. Dennoch werden sie getätigt und dennoch wurden 524 weibliche Bewerber über das Professorinnenprogramm berufen, in dessen Genuss ausschließlich weibliche Bewerber kommen, die „Struktur für hochschulinterne Gleichstellung“ hat wohl diesen moralischen Verfall und die Verbreitung von Betrug und Täuschung als normalem inneruniversitärem Umgang zur Folge.

Chancengerechtigkeit ist natürlich ein absoluter Blödsinn. Chancen kann man bestenfalls gleich verteilen. Wer versucht, Chancen, also Anrechte auf eine mögliche Entwicklung „gerecht“ zu verteilen, der müsste schon wissen, wer seine Chancen am besten zu nutzen im Stande ist, müsste entsprechend in die Zukunft schauen. Vielleicht bilden sich die Helden der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz ein, sie könnten in die Zukunft schauen, sie können es aber nicht. Vielleicht sind sie auch einfach nur eine Ansammlung von Schwätzern, die irgendetwas mit Gerechtigkeit und Chancen und so verbreiten will, irgendwas, das dem Publikum, das sie für dumm halten, zeigt, wie gut sie doch sind.

junk_scienceFür Letzteres spricht, dass mit dem Professorinnenprogramm Ergebnisgleichheit hergestellt wird, d.h. weibliche Bewerber werden unabhängig von ihrer Leistung männlichen Bewerbern vorgezogen, um letztlich eine gleiche Verteilung von Professuren nach Geschlecht herbeizuführen. Ergebnisgleichheit ist in diesem Fall das Gegenteil von Gerechtigkeit und hat auch mit Chancengleichheit nichts zu tun. Ergebnisgleichheit ist das Gegenteil von Gerechtigkeit, weil eine gerechte Stellenbesetzung nach Leistung und eben nicht nach Geschlecht erfolgen würde. Ergebnisgleichheit hat mit Chancengleichheit nichts zu tun, weil Chancengleichheit lediglich gewährleistet, dass alle Bewerber in einem Auswahlverfahren an denselben Kriterien (von Leistung usw.) gemessen werden.

Das kann man nicht oft genug feststellen.

Also werden die nächsten vier Jahre weitere 150 Millionen Euro aus dem Fenster geworfen, um einige 100 weibliche Bewerber auf Professorenstellen zu hieven, auf die sie in einem freien und fairen Wettbewerb nie gekommen wären, denn hätten sie sich auch über Kenntnisse und Fähigkeiten, über ihre Leistung durchgesetzt, sie hätten das Professorinnenprogramm nicht nur nicht gebraucht, sie hätten es sich verbeten, über das Professorinnenprogramm berufen zu werden.

Haben sie aber nicht. Entsprechend sitzen bereits 524 weibliche zumindest Minderwissenschaftler als Professoren an Hochschulen und tun ihr Möglichstes, um die deutsche Wissenschaft von innen zu zersetzen und die Produktion von Wissen gegen die Wand zu fahren. Es werden weitere 200+ in den nächsten vier Jahren folgen.

Männlichen Graduierten, die im Wissensbetrieb bleiben wollen, kann man vor diesem Hintergrund nur raten, sich entweder einen Job in der Privatwirtschaft zu suchen oder ins Ausland zu gehen. Die deutsche Wirtschaft wird feminisiert und wie alle Berufe, die in der Vergangenheit feminisiert wurden (Lehrer, Ärzte, Juristen) so wird es auch mit dem Beruf des Hochschullehrers weiter bergab gehen. Den Schülern, die keine deutsche Rechtschreibung mehr beherrschen, folgen die Studenten, die weder grundlegende fachliche noch methodische Kenntnisse aus ihrem Studium mitbringen. Schaun wir mal, wie lange es dauert, bis die deutsche Wissenschaft insgesamt gegen die Wand gefahren wurde. Die Sozialwissenschaften, jener Zweig der Wissenschaft, der den höchsten Anteil weiblicher Professoren aufzuweisen hat, dank dem Professorinnenprogramm, ist bereits in der Vorwissenschaft angekommen.

Die Nachricht, dass das Professorinnenprogramm fortgesetzt wird, wurde in der Redaktion von ScienceFiles mit einer Mischung aus Unverständnis, Belustigung und „No more Hope-Attitude“ aufgenommen. Dr. habil. Heike Diefenbach ist dazu übergegangen, den Song of Awakening zu hören. Die Hoffnung stirbt dann doch zuletzt.

Die Bundestags-Grünen fordern eine Quote für „beste Köpfe“

… in der Wissenschaft

Natürlich nicht in der Politik.

Haben Sie gedacht, die Grünen wären an „besten Ideen und Köpfen“ in der Politik interessiert?

Nein, die Grünen und ihr Anhängsel das Bündnis90, sie fordern eine Quote von 40% für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, 40% für „beste Köpfe“ und „beste Ideen“, die sich nach Ansicht der Grünen automatisch einstellen, wenn man die besten Köpfe an Hochschulen bringt (falls jemand der Ansicht ist, man müsse die besten Köpfe auch durch beste Bezahlung dazu motivieren, ihre besten Ideen mit den schlechtesten Köpfen von Politik und Staat zu teilen, dann zeigt das nur, dass er ein hegemonialer, patriarchaler, egoistischer Neoliberaler ist).

Die 40% „beste Köpfe“ und „beste Idee“, das haben wir bislang vergessen anzufügen, das sind natürlich weibliche beste Köpfe mit besten weiblichen Ideen, Ideen, die sich in dem unglaublich fruchtbaren Feld der Geschlechterforschung niederschlagen, Ideen wie zum Beispiel … … ja, die Entwicklung geschlechtergerechten Bodenwischens oder Arbeiten zum Thema „Nachhaltiger Genderwald“oder sonstige Highlights, die sich nur dann einstellen, wenn die „besten Köpfe“ ihre „besten Ideen“ zu Papier bringen.

Nun haben die Grünen aus der Bundestagsfraktion, die es nach den nächsten Wahlen mit einiger Sicherheit nicht mehr geben wird, festgestellt, zu ihrem Schrecken festgestellt, dass „trotz ihres großen Erkenntnis- und Innovationspotenzials … keine gesicherten Förderstrukturen für Gender- und Geschlechterforschung“ vorhanden sind und dass Letztere bei Drittmittelförderung „oft das Nachsehen haben“.

Nicht erst an dieser Stelle haben wir herzhaft gelacht, ob des Bemühens der Grünen, die Gender- und Geschlechterforschung zum Opfer wohl patriarchalischer Vergabe von Drittmitteln zu erklären. Wenn Gender- und Geschlechterforschung einen Beitrag zur Gesellschaft des 20. und 21. Jahrhunderts gebracht hat, dann wohl den Mythos, das Fach und seine Vertreterinnen seien Opfer von magischen und dunklen Kräften, die ihr Fortkommen verhindern.

Tatsächlich ist es so, dass Drittmittel nach einem Auswahlprozess vergeben werden, bei dem z.B. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die den größten Teil an Drittmitteln vergibt, Gutachten eingeholt werden, die den Erkenntnisgewinn und den wissenschaftlichen Wert der Projekte einschätzen, für die eine finanzielle Förderung beantragt wurde. Daher muss man daraus, dass die Gender- und Geschlechterforschung „oft das Nachsehen“ bei Drittmitteln hat, schließen, dass die entsprechenden Gutachten zu dem Ergebnis kommen, die beantragten Projekte erbrächten keinen Erkenntnisgewinn und haben keinen wissenschaftlichen Wert, der es rechtfertigen würde, Steuergelder dafür aufzuwenden. Im Gegensatz zu den Grünen, urteilen die Gutachter der DFG nämlich auf Basis von Kriterien und nicht auf Basis von Geschlecht.

Die lustigste Stelle im Antrag der Grünen findet sich jedoch in einem anderen Absatz, in dem es heißt:

BT Gruene beste koepfe“Geschlechterforschung analysiert Geschlechter- und Machtverhältnisse. Sie ist ein Wissensgebiet, unter dessen Dach sich unterschiedliche theoretische Denkschulen und Herangehensweisen zusammenfinden. Sie nutzt Ansätze und Methoden verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen, d.h. sie arbeitet inter- oder transdisziplinär. Diese Zugänge machen sie produktiv und erkenntnisreich, sowohl in der Grundlagenforschung als auch für die Gesellschaft insgesamt und speziell bei der Bewältigung drängender großer Herausforderungen.“

Ok. Bitte beruhigen Sie sich wieder. Nicht, dass wir es nicht verstehen würden. Wir hatten auch Mühe, vor Lachen nicht unter den Tisch zu rutschen und uns wieder zu beruhigen… Also: Geschlechterforschung analysiert Geschlechter- und Machtverhältnisse. Das hat natürlich die Geschlechterforschung erfunden. Nicht etwa, dass es eine wissenschaftliche Tradition von mehreren Jahrhunderten gibt, die sich mit Machtstrukturen beschäftigt hat. Zugegeben, Geschlechts als Variable wird seit erst ca. 100 Jahren im Rahmen der Soziologie berücksichtigt. Die Notwendigkeit für Geschlechterstudien ist also dringlich, um produktiv und erkenntnisreich zu sein.

Und dann ist die Geschlechterforschung für die Grünen eine Meta-Wissenschaft, ein Dach über vielen theoretischen Denkschulen, die alle ihr Zuhause im Hafen der Geschlechterforschung gefunden haben, woraus man schließen muss, dass die Geschlechterforschung keine eigenständige Theoriebildung hervorgebracht hat. Sie ist, das folgt direkt aus diesem Antrag der Grünen, überflüssig. Damit bestätigen die Grünen einen Schluss, zu dem Dr. habil. Heike Diefenbach schon vor einigen Jahren gekommen ist: Wir brauchen keine Gender- oder Geschlechterforschung oder wie auch immer dieser Versuch des Rent Seekings genannt wird.

Gender- und Geschlechterforschung, so behaupten die Grünen, habe einen Beitrag zur Grundlagenforschung geleistet. Wer außer dem rosa Bleistift etwas weiß, der möge sich bei uns melden. Da wir uns schon seit Jahren fragen, welche Erkenntnisse die Gender Studies vorzuweisen haben, welche Methoden sie genau verwenden und auf welcher Epistemologie sie basieren, so sehr, dass wir Vertretern der Gender Studies eine Liste mit entsprechenden Fragen geschickt haben, die sie offensichtlich vor so große Probleme stellt, dass die Beantwortung nunmehr rund 3 Jahre in Anspruch nimmt, sind wir gerade an den Ergebnissen der Gender-Grundlagenforschung interessiert. Vielleicht hat ja auch der ein oder andere Leser Lust, an die Abgeordneten der Grünen über Abgeordneten-Watch eine entsprechende Anfrage mit unseren Fragen zu stellen.

Und dass die Gender- und Geschlechterforschung Methoden verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen nutzen würden, ist auch eine Mär, über die man nur herzhaft lachen kann. Tatsächlich ist die einzige „Methode“, die es je in die Gender- oder … und? Geschlechterforschung geschafft hat, die qualitative Erhebung von Daten, sofern überhaupt Daten erhoben werden, was in der Regel nicht der Fall ist. Bei den qualitativen Methoden, die angewendet werden, handelt es zumeist um Experteninterviews oder andere Formen der qualitativen Interviews, die regelmäßig in eine Erzählung verwoben werden, in der der vermeintliche Wissenschaftler aus dem Bereich der Geschlechterforschung berichtet, was er glaubt, herausgefunden zu haben. Dass selbst qualitative Methoden seit den Arbeiten von Philip Mayring die Willkürlichkeit und Zufälligkeit ihrer Ergebnisse zumindest zu überwinden versuchen, ist bislang in der Gender- oder Geschlechterforschung nicht angekommen.

Enter-The-VoidTatsächlich gibt es keinerlei originäre Forschung, die einen Anspruch auf neue Erkenntnis erheben kann und der Geschlechter- oder Genderforschung zuordenbar wäre. Das ist auch kein Wunder, denn Gender oder/und Geschlechterforschung, wie sie im Rahmen von Gender Studies betrieben wird, ist keine Wissenschaft, sondern eine politische Religion, der die Aufgabe zukommt, die Opferrolle von Frauen zu verkünden und Arbeitsplätze für all diejenigen, die nichts Anständiges gelernt haben und deshalb ideologische Propaganda betreiben müssen, zu schaffen. Deshalb und vielleicht weil einige Bundestagsabgeordnete der Grünen versuchen, sich eine Anstellung zu sichern, nachdem sie aus dem Bundestag gewählt wurden, fordern sie ein „Forschungsprogramm vom Bundesministerium für Bildung und Forschun“, Gegenstand: Geschlechterforschung. Zudem soll ein Förderschwerpunkt „Frauen- und Geschlechterforschung“ eingerichtet werden, mit dem Ziel, Letztere an Hochschulen zu etablieren und Hochschulen damit noch weiter vom Ziel, Erkenntnis zu gewinnen, zu entfremden. Dabei ist die systematische Frauenbevorzugung längst institutionalisiert, z.B. im Professorinnenprogramm. Schließlich soll auch ein Nachwuchsprogramm aufgelegt werden, um die Zukunft der Gender- und Geschlechterforschung zu sichern.

Noch nie hat es ein angebliches wissenschaftliches Fach gegeben, das so wenig an Erkenntnis vorzuweisen hatte, wie die Gender- und/oder Geschlechterforschung, dessen Vertreter es deshalb notwendig hatten, bei der Politik darum zu betteln, doch per Gesetz an Hochschulen installiert zu werden. Bislang haben wissenschaftliche Fächer ihre Nützlichkeit für Wissenschaft und Erkenntnisgewinn immer von sich aus unter Beweis gestellt und damit die wissenschaftliche Gemeinschaft überzeugt. Aber offensichtlich sind die Erkenntnisse, die in Gender- und Geschlechterforschung gewonnen werden, nicht mitteilbar, so wie der Wert von nachhaltigem Genderwald es nicht ist.

Und offensichtlich haben die Gender- und Geschlechterforscher, die es in Deutschland gibt (berechtigte) Zukunftsangst und brauchen deshalb die Unterstützung ihrer parlamentarischen Lobbygruppe aus Grünen und Bündnis90 um auch in den nächsten Jahrzehnten noch ihre Erkenntnisse, die bestenfalls Neuerfindungen von Rädern, schlimmstenfalls ideologische Propaganda darstellen, an Hochschulen verbreiten und dem Steuerzahler dafür auf der Tasche liegen zu können.

Das Positive, das man daraus nehmen kann, lautet: Scheinbar geht die Angst um, unter Genderisten und scheinbar steht ihnen das Wasser bis zum Hals, anders ist die Torschlusspanik nicht zu erklären.

Katastrophe: Männeranteil bei Studienanfängern in Erziehungswissenschaften nur 26%

Pressemeldungen beim Statistischen Bundesamt haben eine gewisse Schieflage, sie sind, wie Dr. habil. Heike Diefenbach festgestellt hat, frauenzentriert. Entsprechend meldet das Statistische Bundesamt heute, dass der Frauenanteil bei Anfängern in Ingenieurwissenschaften, Fertigung und Bauwesen bei nur 21 % liegt. Das, so beklagt man in Wiesbaden beim Statistischen Amt, sei eine Unterrepräsentation. Gar nicht beklagenswert findet man dagegen die Tatsache, dass männliche Studienanfänger im Bereich Erziehungswissenschaften mit 26%, unter denen, die ein Studium im Bereich „Gesundheit und Soziales“ beginnen mit 28% und unter denen, die Geisteswissenschaften oder Kunst studieren mit 32% unterrepräsentiert sind, obwohl auch dies eine Unterrepräsentation ist.

Die Hierarchie, die als versteckte Prämisse hinter der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts steht, sieht Studien von Erziehung, Gesundheit und Soziales oder Geisteswissenschaften als eher verzichtbar an, während der Olymp tertiärer Bildung in mathematisch, naturwissenschaftlichen oder eben ingenieurswissenschaftlichen Studienfächern zu erklimmen ist. Die klare Hierarchie hat zur Folge, dass männliche und weibliche Studienanfänger als zweitrangig und verzichtbar angesehen werden, wenn sie die entsprechenden Fächer der Erziehungswissenschaften, Gesundheit und Soziales oder Geisteswissenschaften zu ihrem Studienfach machen.

Wir sind angetreten, den statistischen Bundesämtlern ihre Prämisse um die Ohren zu hauen und stellen ausdrücklich die Bedeutung fest, die eine Erhöhung des Anteils männlicher Studenten z.B. in den Bereichen „Erziehungswissenschaften“ und „Geisteswissenschaften“ hat.

Wissenschaftliche Forschung zeigt, dass mit einem höheren Frauenanteil in einem Bereich eine Entprofessionalisierung einhergeht, die sich in einem sinkendem Lohnniveau als Folge einer sinkenden Produktivität niederschlägt. Um diesen Niedergang zu stoppen, ist es wichtig, männliche Bewerber für die entsprechenden Jobs zu gewinnen. Zudem führen hohe Frauenteile z.B. im Bereich der Pädagogik dazu, dass Jungen schulische Nachteile haben. Wie Diefenbach und Klein schon vor einigen Jahren gezeigt haben, schneiden Jungen im schulischen Bildungssystem umso schlechter ab, je höher der Anteil weiblicher Grundschullehrer ist, ein Befund, der für viel Furore gesorgt hat und bis heute Bestand hat, denn nach wie vor schneiden Jungen schlechter ab als Mädchen und der Anteil weiblicher Lehrer hat zwischenzeitlich die Marke von 70% überschritten – was das statistische Bundesmat bislang nicht beklagt hat.

Auch für die Geisteswissenschaften hat der steigende Frauenanteil erhebliche Folgen. So stellen wir in den letzten Jahren eine Zunahme nicht-empirischer Beiträge fest, in denen ein oder mehrere Autoren beschreiben, wie ihnen die Welt vorkommt. Die deutschen Autoren, die in wissenschaftlichen Zeitschriften empirische Beiträge veröffentlichen, wenden immer häufiger qualitative Methoden an, die den Vorteil haben, dass sie auch ein mathematischer Ungebildeter benutzen kann. Entsprechend werden die Forschungsergebnisse in den Sozialwissenschaften immer willkürlicher und beliebiger, die Erkenntnis immer dünner, so fern sie überhaupt noch vorhanden ist.

Es ist wichtig, nicht nur den Statistischen Bundesämtlern diese Folgen der manischen Frauenfixierung deutlich machen, bevor die Ingenieurswissenschaften von einem ähnlichen Schicksal ereilt werden, wie die Erziehungs- oder Sozialwissenschaften.

Hinter der Fixierung des Statistischen Bundesamts steckt der Gleichstellungswahn, der Deutschland fest im Griff hat, wobei der Gleichstellungswahn eindeutig weiblich gerichtet ist, denn: Nur die Unterrepräsentanz von weiblichen Studienanfängern wird beklagt (und nur in ausgewählten Fächern, die als wertig angesehen werden), nicht die Unterrepräsentanz von Männern, obwohl auch in z.B. den Geisteswissenschaften das Ideal des Bundesamts von gleicher Verteilung zwischen den Geschlechtern nicht erreicht wird. Daraus muss man den Schluss ziehen, dass neben der oben dargestellten Prämisse noch eine andere Prämisse am Werk ist, die das Heil der Welt darin verkündet, Studienfächer gleich welcher Ausrichtung, zu 100% mit weiblichen Studenten zu besetzen, was Männer zu verzichtbarem Menschenmaterial oder zu Untermenschen degradiert.


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Das Letzte: Anti-Feminismus hat zu BREXIT geführt

Ein „feministischer Zwischenruf“ hat unsere Mailbox gefunden, gleich dreimal. Danke für den Hinweis!

Vielleicht auch kein Dank, denn der feministische Zwischenruf, den eine Heide Oestreich im Gunda-Werner Institut der von Steuerzahlern ausgehaltenen Heinrich-Böll-Stiftung hat erschallen lassen, er ist das bislang Dümmste, was wir zum BREXIT gelesen haben und das will einiges heißen.

Summer in Britain.jpg„Es wird kalt in England, mitten im Sommer“, so schreibt die Heide Oestreich, die im Sommer noch nie in England gewesen zu sein scheint und darüber hinaus nicht weiß, dass England nur ein Teil des Vereinigten Königreichs ist. Es gibt noch Wales, Nordirland und die Schotten. Aber es wird nur kalt in England (Wales heute: 16 Grad, bewölkt, mitten im Sommer, angenehme Temperatur).

Warum wird es nur in England kalt? Na wegen des BREXITs. Der BREXIT wirkt sich auf die Temperaturen in England aus (Ob beim MET-Office schon der BREXIT-Faktor in die Wettervorhersage eingerechnet wird? … würde die Vorhersage vermutlich auch nicht verlässlicher machen).

Wir waren beim „Warum“. Das Warum der Kälte, der BREXIT, und das Warum des BREXIT, das letztlich das Warum für die Kälte ist (denn hier herrscht Transitivität), es findet sich im Anti-Feminismus. im stotternden EU-Motor. Die EU, so schreibt die Heide, die EU war der Motor der Frauenpolitik: Frauenpolitik und Gender Mainstreaming, sie haben nur wegen der EU ihren Weg nach England gefunden.

Die EU, sie hat all die Wohltaten der Frauenpolitik und des Gender Mainstreamings zu verantworten. Aber der EU-Motor des Gender Mainstreamings, er stottert, und deshalb, so meint Oestreich, die auf ihrer eigenen Insel lebt, eine gender gemainstreamte Fraueninsel im roten See, auf die nur wenig Kunde gelangt, außer der Kunde des stotternden EU-Motors., deshalb kam der BREXIT. Und nach dem BREXIT wird es nun kalt in England. Die englischen Frauen, sie werden schon sehen, was sie von der Wahl für den BREXIT, die sie in gleicher Menge getroffen haben, wie die englischen Männer (zu dumm), haben: Kein Gender Mainstreaming und keine Frauenpolitik mehr. Hätte doch der EU-Motor nur nicht gestottert, so Oestreich, es hätte den BREXIT nicht gegeben.

Sie lebt eben auf der gemainstreamten Fraueninsel im roten See, auf der nicht viel Kunde von außen eintrifft. Abgesehen davon, dass Frauenpolitik und Gender Mainstreaming bei der Entscheidung für oder gegen den BREXIT gar keine Rolle gespielt haben. Hätte beides eine Rolle gespielt, die Mehrheit für Leave wäre noch größer geworden. Und angesichts solcher Behauptungen wie der, BREXIT sei letztlich ein Ergebnis eines stotternden EU-Motors, also von Anti-Feminismus muss man sich fragen, wie wirr man sein muss, um auf diesen wirklich abstrusen Zusammenhang zu kommen: Was rauchen die da eigentlich auf dieser Fraueninsel?

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The Snout in the Trough

Oder kann sich Oestereich nicht damit abfinden, dass Frauenpolitik und Gender Mainstreaming durch sind. Niemand interessiert sich mehr für diesen Unsinn (außer vielleicht dafür, wie man seine Folgen reduziert und ihn abschafft). Schon gar nicht in England (von Wales ganz zu schweigen). Und wenn die EU nun mit rund 12 Milliarden Euro jährlich weniger auskommen muss, wird sich auch bei der EU kaum mehr jemand finden, der das knappe Geld in die Finanzierung von Frauencafés in Potsdam investieren will. Knappe Mittel, stotternde Finanzierung, Arbeitslosigkeit droht, denn: Was macht man als jemand, der nur Gender Mainstreaming kann, etwas, mit dem man so gar nichts anfangen kann. Was macht man, wenn die künstliche Nachfrage, die die EU über Jahre geschaffen hat, nicht mehr finanziert wird und entsprechend und ganz schlicht entfällt?

Man lernt etwas Richtiges, aber das machen meist nur Männer. Man macht auf Familie und auf Ganztagsmutter, vielleicht auch auf Halbtagserwerb, aber dazu muss man bereit sein, zu arbeiten, was in vielen Fällen den Einsatz von vollkommen un-gemainstreamten Händen erfordert.

Das ist für Oestereich keine Option, unterstellt sich doch englischen Frauen, dass für diese „ein Halbtagsjob mit Kindern völlig in Ordnung [sei]. Die finanzielle Abhängigkeit von ihrem Gatten … für sie pure Liebe [sei] – alles andere ein Experiment mit ungewissem Ausgang“.

Spätestens nach diesem Satz kann man feststellen, dass Heide Oestereich überhaupt keine Ahnung davon hat, was auf der Insel, die wir hier das Vereinigte Königreich und eben nicht England nennen, für die durchschnittliche Frau normal ist. Nur soviel: Die Mama, für die die Fortpflanzung der Hauptlebenszweck und Legitimation für den Abschied vom Arbeitsmarkt ist, sie ist eine westdeutsche Erscheinung. Außerhalb von Westdeutschland findet man sie nur vereinzelt. Jenseits des Kanals eher spärlich, weil die üppige finanzielle Subventionierung aus den Kassen des Staatsfeminsimus‘, die Fortpflanzung zum Beruf macht, hier nicht vorhanden ist. Und weil dem so ist, trauert kaum jemand im Vereinigten Königreich darüber, dass das EU Gender Mainstreaming ein Ende hat.


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Gesinnungs-Prostitution: Bundesforum gegen Männer soll Stimmung machen

Die Europäische Kommission hat ein Modell entwickelt, das Christopher Snowdon liebevoll auseinander genommen hat: Die EU-Kommission finanziert Organisationen, die keinerlei Mehrwert für die Gesellschaft erfüllen und nahezu vollständig in ihrem finanziellen Überleben von Brüssel abhängig sind. Im Gegenzug machen die entsprechenden Organisationen dann Stimmung für die Europäische Kommission, versuchen vor Ort auf Landesregierungen einzuwirken und eventuelle Widerstände gegen Vorhaben der EU-Kommission im Keim zu ersticken. Im Zusammenhang mit diesen Organisationen kann man von nationalen EU-Booten sprechen.

Bundesforum_Maenner_gross1Das System der EU-Boote hat auch in Deutschland Schule gemacht. Das Bundesministerium für FSFJ finanziert eine Unzahl von Organisationen, deren einziger Daseinszweck im Verfassen sinnloser Studien, im Abhalten sinnloser Netzwerktreffen, im Kampf gegen dies und das oder im Trommeln für die Politik des BMFSFJ besteht. Letztere Funktion macht die entsprechenden Organisationen zu nützlichen U-Booten, die man in die politische Schlacht schicken kann.

Da ist zum Beispiel das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern, das zum Ladenhüter zu werden droht, weil sich selbst unter den langsamsten der Denker in Parlamenten herumgesprochen hat, dass es gar keine Ungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern im Hinblick auf Löhne gibt. Was es gibt sind Lohnunterschiede, die sich über ein Mehr an Erfahrung, Arbeitszeit, Kompetenz, Motivation und Qualifikation bei Männern erklären lassen. Wir haben das hinreichend getan, so dass wir es an dieser Stelle nicht wiederholen müssen.

Weil das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern ins Stocken geraten ist und droht, an der Rationalität und der Realität zu scheitern, ganz einfach, weil es Dinge behauptet, die es nicht gibt, deshalb hat das BMFSFJ jetzt wohl seine Claqueure in Stellung gebracht und einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel und alle Abgeordneten des Bundestages schreiben lassen, in dem für das Gesetz geworben wird.

Zu den Claqueuren zählen z.B. das Bundesforum gegen Männer, dessen Männerpolitik darin besteht, sich zu entmannen, um den Deutschen Frauenrat kopieren zu können. Und just jener Frauenrat, ohne den das Bundesforum gegen Männer sich nichts zu tun traut, ist auch mit von der Partie.

Professional spongerBeide, weder das Bundesforum gegen Männer noch den Deutschen Frauenrat, gäbe es ohne die Finanzierung aus dem Bundesministerium für FSFJ. So wird der Frauenrat allein im Jahre 2016 mit 634.000 Euro aus Steuermitteln unterhalten. Wir hoch die Unterhaltskosten für das Bundesforum gegen Männer sind, kann man aus deutschen Quellen leider nur ungenau auf mehrere 100.000 Euro rekonstruieren. Da das Bundesforum gegen Männer ein Outsourcing-Unternehmen des BMFSFJ ist (mit einer dreijährigen „Anschubfinanzierung“ in ungenannter Höhe und das bei einer Organisation, die für mehr Transparenz bei Löhnen streiten will), kann man jedoch davon ausgehen, dass es das Bundesforum ohne die Finanzierung aus dem Hause der Erfinder der Entgeltlücke nicht gäbe.

Gäbe es Strukturen wie diese, die von einem Ministerium finanzierte Organisationen für ein vom Ministerium eingebrachtes Gesetz bei Abgeordneten und Bundeskanzler Werbung machen sieht, und zwar unter dem Deckmantel der Eigenständigkeit z.B. in Ägypten, dann nähme man es als Beleg für die Korruption des dortigen Machthabers Abd al-Fattah as-Sisi.

Dieselbe Form von Korruption in Deutschland geht vermutlich als zivilgesellschaftliches Engagement durch und genau das macht das Ausmaß des moralischen Verfalls deutlich, der durch Organisationen wie das Bundesforum gegen Männer oder den Frauenrat in Deutschland mit verschuldet wurde, Organisationen, die keinerlei positiven Zweck erfüllen und keinerlei Mehrwert bereitstellen. Im Gegenteil, sie verbrauchen Steuergelder, leben auf Kosten derjenigen, die ihre hohe Steuerlast mit Altersarmut bezahlen werden und sind willfährige U-Boote im Dienste der sie finanzierenden Herren. Von Lohnsklaven in diesem Zusammenhang zu sprechend, verbietet sich von selbst.

Gesinnungs-Prostitution ist wohl der angebrachtere Begriff.

Wie viele Rentner wohl aus der Altersarmut kämen, wenn man all diejenigen, die völlig unproduktiv auf Kosten von Steuerzahlern leben, einer sinnvollen Arbeit zuführen würde?


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Deutschland kommt dem Paradies immer näher

ArneEinst hat Arne Hoffmann gefragt, ob Frauen die besseren Menschen sind. Welche Frage! Natürlich sind Frauen die besseren Menschen, sonst müsste man sie ja nicht fördern. Im Gegensatz zu Migranten muss man Frauen nur fördern, während im Integrationsgesetz das Fördern und Fordern von Migranten vorgesehen ist. Frauen muss man nicht fordern, denn Frauen sind einfach besser.

Und weil Frauen besser [als was bleibt jedem selbst zu füllen] sind und es dennoch nicht in nennenswertem Anteil in die Aufsichtsräte von DAX-30 Unternehmen schaffen, deshalb muss man sie fördern, vielmehr befördern, in die Vorstände. Warum? Damit in Deutschland endlich paradiesische Zustände einkehren, wie sie notwendigerweise einkehren müssen, wenn Frauen gefördert oder befördert werden. Auf dem Weg zum Heil, der am weiblichen Wesen Deutschland genesen sieht, sind wir, wie das DIW in Berlin festgestellt hat, bei dem weder Zeit noch Geld geschont wird, um den Deutschen Weg in die Erleuchtung zu dokumentieren, ein gutes Stück weiter gekommen:

“Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der 30 größten börsennotieren Unternehmen des Landes ist seit Einführung der Geschlechterquote um mehr als drei Prozentpunkte gestiegen. Anfang Juni lag er bei 30,2 Prozent. Das zeigt eine Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Demnach überschritten die DAX-30-Unternehmen insgesamt erstmals die 30-Prozent-Marke bei den Frauenanteilen in den Aufsichtsräten. Einzeln betrachtet erfüllen bereits 18 der 30 Unternehmen die gesetzliche Quote, die für den Großteil dieser DAX-Unternehmen seit Januar 2016 gilt. „Dieser Anstieg ist ein vergleichsweise deutlicher Schritt in die richtige Richtung und könnte ein Anzeichen für die Wirkung der Quote sein“, sagt Elke Holst, DIW-Forschungsdirektorin für Gender Studies“.

Jetzt wird alles gut. Finanzkrisen, Bubbles an Börsen, Tsunamis in Japan, Vulkanausbrüche in Indonesien?

Lasst sie kommen! Deutschland ist gerüstet. 30,2% der Aufsichtsräte der DAX-30 Unternehmen sind mit den heilbringenden weiblichen Mitgliedern ausgestattet. Und alles wird am weiblichen Wesen genesen. Denn einen anderen Grund für die Beförderung von weiblichen Mitgliedern in Aufsichträte wird Christopher Robin nicht nennen.

Und so werden dann die Aufsichtsräte der DAX-30 Unternehmen den Weg in die Ent-Professionalisierung nehmen, den andere Berufe, in denen der Frauenanteil befördert wurde und die Teilzeit-vielleicht-bin-ich-morgen-da Mentalität ernsthaftes Arbeiten abgelöst hat, genommen haben. Berufe wie: Grundschullehrer, Politiker, Funktionär, Verwaltungsangestellter, Sozialarbeiter, Sozialpädagoge, Jurist. Sie alle sind geradezu von einer Welle der weiblichen Beförderung ergriffen und mit ihr ist die Professionalität weggespült worden, denn Professionalität kann man sich nicht backen lassen, man kann sie nicht fördern und man kann sie vor allem nicht nebenbei, im Halbtagsjob entwickeln.


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Männerhass im Statistischen Bundesamt: Von Misandrie zum unwerten Leben

Paul Nathanson und Katherine K. Young haben der Misandrie in westlichen Gesellschaften drei Bücher gewidmet, in denen Sie beschreiben, wie die Feindlichkeit gegenüber Männern, Nathanson Misandryvornehmlich weißen Männern, vornehmlich von Feministen und denen, die ihnen nach dem Mund reden, verbreitet wird. Im ersten Band der Trilogie „Spreading Misandrie“ (Männerfeindlichkeit verbreiten) zeigen Nathanson und Young nach eigenen Worten die sexistischen Untertöne der Feministen, „according to which men may be stereotyped as either evil or inadequate; a few exceptions are allowed for ‚honorary women‘ (that is, either minority men or men who have ‘converted’ to feminism” [denen zufolge Männer als entweder böse oder defizitär stereotypisiert werden können, mit der Ausnahme einiger weniger Männer, die zu ehrenamtlichen Frauen ernannt werden (dabei handelt es sich entweder um Männer, die Minderheiten angehören oder um Männer, die zum Feminismus bekehrt wurden)].

Im zweiten Band ihrer Trilogie behandeln Nathanson und Young die Legalisierung des Männerhasses, den Einzug des Männerhasses in öffentliche Institutionen und den Einzug der Männerhasser in die Netzwerke, die von Steuerzahlern unterhalten werden. Dem Unterschied zwischen dem kruden Männerhass, wie ihn Feministen verbreiten und dem institutionalisierten Männerhass, wie er in westlichen Gesellschaft Einzug gehalten hat, tragen wir in der Regel durch die Unterscheidung zwischen Genderismus und Staatsfeminismus Rechnung.

Ein besonderes Beispiel der institutionalisierten Misandrie hat das Statistische Bundesamt gerade produziert. Es ist eines jener Beispiele, bei denen man zweimal lesen muss, bevor man sichergestellt hat, dass man bereits beim ersten Mal richtig lag.

Die Folgen des Rauchens kosten Frauen über 10 Jahre ihres Lebens“, so lautet die reißerische und gleichzeitig wirklich dumme Überschrift, denn nicht alle Frauen rauchen und nicht alle Frauen erreichen das durchschnittliche Lebensalter von Frauen, also können auch nicht alle Frauen 10 Lebensjahre durch Rauchen verlieren. Wie sich im nächsten Absatz zeigt, geht es auch gar nicht um Frauen oder um Rauchen, sondern um weibliche Krebstote, deren Krebsart mit Rauchen in Verbindung gebracht werden kann. Aber auch das wollen wir den Statistischen Bundesämtlern heute durchgehen lassen, denn heute geht es um Misandrie, um kruden Männerhass oder Männerverachtung.

Denn in der Pressemeldung kommt nun der folgende Absatz:

Legalizing misandry“WIESBADEN – Durchschnittlich 70,9 Jahre alt wurden Frauen, die im Jahr 2014 an Krebserkrankungen verstorben sind, welche in Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten gebracht werden können. Dies sind 10,4 Jahre weniger als das durchschnittliche Sterbealter aller verstorbenen Frauen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai weiter mitteilt, ist die Zahl der an den Folgen des Rauchens verstorbenen Frauen in den letzten zehn Jahren von 11 870 (2005) um circa 33 % auf 15 748 (2014) angestiegen. Neben Lungen- und Bronchialkrebs zählen auch Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs zu den Folgeerkrankungen des Rauchens. Allein die bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge verursachte im Jahr 2014 bei Frauen 15 513 Sterbefälle und ist damit deren siebthäufigste Todesursache.

Krebstod als angenommene Folge von Rauchen, sie betrifft alleine Frauen. 15.748 Frauen sind 2014 an einer entsprechenden Erkrankung gestorben. Männer haben mit Krebserkrankungen der Atmungs- und Brustorgane offensichtlich keine Probleme, jedenfalls werden sie nicht einmal erwähnt. Es ist eben nur bejammernswert, dass Frauen an den entsprechenden Krebsarten sterben. Dass 2012 nach den Daten der Robert-Koch-Stiftung 150.977 Männer an einem Krebsleiden der Atmungs- oder Brustorgane verstorben sind, gegenüber 116.397 Frauen und dass nach den Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft durchweg mehr Männer rauchen als Frauen, das alles verschweigt man beim Statischen Bundesamt, um dem Stereotyp der Leidensfrau des weiblichen Opfers, hier: von Krebs, einmal mehr ein Denkmal setzen zu können und einmal mehr die Rationalität aus dem Fenster zu werfen.

Tatsächlich sind 2013, abermals nach Angaben der deutschen Krebsgesellschaft 121.000 Menschen vermeintlich an den Folgen des Rauchens gestorben. Auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamts muss man somit davon ausgehen, dass 87% der entsprechenden Krebsopfer männlich waren, während 13% weiblich waren.

Diesen 13% ist die Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes gewidmet. Warum auch nicht? Was sind schon die 105.000 Männer, die vermeintlich durch Rauchen ihren Tod finden, angesichts von 15.748 Frauen, die das selbe vermeintliche Raucherende finden?

Was sie sind? Vernachlässigbar. Offensichtlich ist es dem Statistischen Bundesamt keine Meldung wert, dass deutlich mehr Männer als Frauen an den Krebsarten sterben, die man als Folge von Rauchen ansehen kann. Offensichtlich geht es beim Statistischen Bundesamt darum, die Misandrie in der Gesellschaft, die durch Genderisten und Staatsfeministen sowieso schon zum alltäglichen Bestandteil geworden ist, weiter zu verfestigen, damit Männer auch verstehen, dass sie weniger Wert sind als Frauen – im Verhältnis 9:1 weniger wert.

Tatsächlich sterben jährlich mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen an einem Krebsleiden, das mit Rauchen in Verbindung gebracht werden kann, wie die folgende Abbildung zeigt, die wir auf Grundlagen der Daten des Robert-Koch-Instituts erstellt haben.

Krebstote_Atmung_Brust

Wem dies immer noch nicht reicht, um ihm klar werden zu lassen, dass Anstand und Moral, Realität und Urteilsvermögen beim Statistischen Bundesamt durch staatsfeministische Weisungen ersetzt wurden, dem kann durch die einzige Nennung von „Männern“ in der Pressemitteilung vielleicht der Rest gegeben werden: „Zwar war diese Zahl bei den Männern nach wie vor höher, …, jedoch gab es hier eine positive Entwicklung, da noch zehn Jahre zuvor 86,7 Männer je 100.000 Einwohner an diesen Krebsarten verstorben waren“. Also Entwarnung: Während 2014 erschreckende 37,3 Frauen und somit 7,3 mehr auf 100.000 Einwohner, an den Folgen eines Krebsleidens verstorben sind, das mit Rauchen in Zusammenhang gebracht werden kann, sind es bei den Männern als Ergebnis einer „positiven Entwicklung“ 74,4 und nicht mehr 86,7. Heureka, nicht mehr mehr als doppelt so viele tote Männer sondern nur noch gut doppelt so viele. Ein Grund zur Freude – oder? Dagegen sind die deutlich weniger Frauen, die an einem entsprechenden Krebsleiden versterben, erschreckend. Oder nicht? Nun, die Zunahme von Frauen, die an den entsprechenden Krebsleiden sterben, ist eine Folge der erhöhten Lebenserwartung von Frauen, sie werden immer älter und haben entsprechend länger Zeit, ein entsprechendes Krebsleiden zu entwickeln. Männer sterben früher als Frauen, fünf Jahre früher im Durchschnitt. Aber das ist nicht erwähnenswert.

Eigentlich sollten sie sich beim Statistischen Bundesamt schämen, aber vermutlich wissen sie dort gar nicht, was Scham ist.


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Hausgemachte Katastrophe: Wie Staatsfeminismus Ärztemangel schafft

In seinem Buch „Logik des Misslingens“ beschreibt Dietrich Dörner das „beklagenswerte Schicksal von Tanaland“, ein Land, das glücklicherweise nur im Computer existiert und in Windeseile von wohlmeinenden und durchweg mit den besten Absichten angetretenen, formal hochgebildeten Spielern, in die Katastrophe befördert wird. Dabei bestand ihre Aufgabe darin: „für das Wohlergehen der in Tanaland lebenden Bewohner und für das Wohlergehen der gesamten Region“ (Dörner, 1996: 22) zu sorgen.

Logik des MisslingensDas Wohlergehen des deutschen Volkes, das Wohlergehen von Deutschland, dem Pendant zu Tanaland, es ist angeblich das, was deutschen Politikern besonders am Herzen liegt. Deshalb regeln sie, verabschieden sie Gesetze, greifen sie in die Wirtschaft, die Wissenschaft, Unternehmen und private Haushalte ein, immer mit dem Anspruch, Gutes oder doch zumindest Besseres zu schaffen. So wie sie behaupten, ihr Gender Mainstreaming, das als Staatsfeminismus eine gezielte Bevorteilung von Frauen in allen Lebenslagen vorsieht, habe das Ziel, das Wohlergeben des deutschen Volkes und von Deutschland zu sichern.

Dass sie in gleicher Weise, wie Dörners Spieler, eine hausgemachte Katastrophe an die nächste reihen, dass sie das Rentensystem, das Bildungssystem und letztlich das Wirtschaftsystem in die Katastrophe führen, mit ihren Versuchen, Gutes zu bewirken, ist letztlich ein Ergebnis der Komplexität von Systemen, wie Dörner das nennt, die in einem krassen Gegensatz zur Eindimensionalität der Ideologien steht, mit denen Politiker die Komplexität von Systemen beherrschen und die Zukunft planen wollen.

Am Beispiel des Ärztemangels kann die hausgemachte Katastrophe, die immer dann das Ergebnis ist, wenn Ideologie und nicht rationales Kalkül Entscheidungen anleiten, hervorragend dargestellt werden.

Der Ärztemangel ist endemisch. Die Unterversorgung auf dem Land ist eines der Probleme. Am 11. Juni 2015 vermeldete die Süddeutsche Zeitung dazu, dass 2.600 Hausarzt- und 2000 Facharztsitze nicht mehr besetzt werden können. Eine Untersuchung der deutschen Krankenhausgesellschaft kommt zu dem Ergebnis, dass bis zum Jahre 2019 an deutschen Krankenhäusern rund 37.400 Ärzte fehlen werden (Blum & Löffler, 2010) und die Bundesärztekammer weist regelmäßig darauf hin, dass an deutschen Krankenhäusern 5.500 (2011) oder 6.000 (2012) Ärzte fehlen beziehungsweise der medizinische Versorgungsbedarf schneller wächst als die Anzahl der Ärzte (2016).

Die Situation ist so dramatisch, dass sich selbst Politiker genötigt sehen, aktiv zu werden und das nun schon seit Jahren. Letztes Beispiel: das so genannte Versorgungsstärkungsgesetz, das im Juni 2015 verabschiedet wurde. Darin ist u.a. anderem vorgesehen, Medizinern, die sich als Hausarzt niederlassen, einen Zuschuss von 20.000 Euro zu gewähren. Dass diese Maßnahmen nicht greifen, das zeigt sich z.B. daran, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern Medizinern, die bereit sind, eine bestehende Hausarztpraxis zu übernehmen, weil der bisherige Hausarzt in Rente geht, 50.000 Euro zahlt.

Wie konnte es dazu kommen, dass aus der Ärzteschwemme, die in den 1990er Jahren noch in aller Munde war, in sehr, sehr kurzer Zeit ein Ärztemangel wurde? Die Antwort auf diese Frage findet sich im Staatsfeminismus und den absurden Auswirkungen, die die Förderung von Frauen und die damit einhergehende „Feminisierung der Medizin“(Kopetsch, 2009) hat.

Unintended-Consequences.2Seit Jahren propagieren Politiker die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Seit Jahren geben sie Unmengen von Steuergeldern dafür aus, Frauen für bestimmte Berufszweige zu begeistern bzw. den Anteil von Frauen in den entsprechenden Berufszweigen zu erhöhen. In der Humanmedizin haben diese Versuche, die deutsche Gesellschaft umzuschichten, Folgen gehabt: 45,5% der berufstätigen Ärzte waren 2015 weiblich (1991 waren es noch 33,6%). Gut 60% der Studenten der Humanmedizin sind weiblich, so dass der Anteil der berufstätigen Ärzte noch steigen wird, so wie die Anzahl der berufstätigen Ärzte seit Jahren insgesamt wieder steigt: 371.300 waren es im Jahre 2015 gegenüber rund 82.000 im Jahre 1991.

Somit könnte man denken, dass alles in Ordnung ist. Ist es aber nicht: Es herrscht Ärztemangel: Spezialisten, Notärzte, Fachärzte, Hausärzte, sie alle werden knapp und sie werden in Zukunft noch viel knapper werden, denn die Ärzteschaft ist alt. 53,4 Jahre sind Vertragsärzte (Hausärzte, Internisten) derzeit im Durchschnitt alt. Viele von Ihnen gehen in den nächsten Jahren in Rente. Nachwuchs ist schon jetzt so knapp, dass Mecklenburg-Vorpommern 50.000 Euro für diejenigen auslobt, die bereit sind, eine Hausarztpraxis zu übernehmen.

Wie kann es sein, dass trotzt immer mehr Ärzte immer mehr Arztmangel herrscht? Die Antwort auf diese Frage zeigt die ganze Armseligkeit des staatsfeministischen Versuchs, die Gesellschaft umzubauen, und sie zeigt, wie Staatsfeministen mit ihrem ideologischen Spleen eine Gesellschaft in Windeseile ruinieren können.

Die Medizin, sie macht nämlich Fortschritte, und die Menschen, sie werden immer älter. Mit den Fortschritten der Medizin werden Krankheiten, die vor Jahren nicht behandelbar waren, behandelbar. Das kostet Geld und Arbeitskraft: Mehr Ärzte sind notwendig, um die neuen Therapien durchzuführen. Gleichzeitig werden die Menschen immer älter und mit dem höheren Alter steigt auch die Häufigkeit von Krankheiten, die durch Ärzte behandelt werden müssen. Der Anteil der über 60-Jährigen in Krankenhäusern beträgt derzeit 51,5% bis 2030 werden es 60,8% sein. Die Anforderungen an die Ärzteschaft steigen als Ergebnis beider Entwicklungen: Mehr Ärzte, mehr Zeit für Patienten sind erforderlich, um mit der wachsenden Nachfrage nach ärztlichen Leistungen Schritt zu halten.

Nun wollen Politiker, die vom ideologischen Virus des Staatsfeminismus befallen sind, Menschen dazu bewegen, Familie und Beruf zu vereinbaren. Überhaupt steht Arbeit im Staatsfeminismus nicht hoch im Kurs, ist weniger Berufung als notwendiges Übel. Halbtagsarbeit, so die herrschende Meinung unter Staatsfeministen, sie reiche aus, um gesellschaftliches Wohlergehen zu sichern.

Und das Ergebnis dieser ideologischen Idiotie, wir können es derzeit u.a. im Ärztemangel bestaunen. Die Anzahl der Ärzte, die bereit sind, sich der Heilung anderer zu verschreiben und ihren Beruf zur Berufung zu machen, sie wird immer geringer. Frank Ulrich Montgomery, der Präsident der Bundesärztekammer, hat dies in einer unglaublich euphemistischen und politisch korrekten Art beschrieben: „Es wächst eine sehr selbstbewusste Ärztegeneration nach. Sie ist verständlicherweise nicht mehr bereit, Versorgungslücken bedingungslos auf Kosten der eigenen Lebensplanung zu schließen“. Anders gesagt: Die Saat des Staatsfeminismus ist aufgegangen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sie fordert ihre Opfer in Krankenhäusern und auf dem Land, wo die Ärzte fehlen.

Zwar gibt es immer mehr Ärzte, aber die Ärzte leisten immer weniger Arbeit. Das Gesamtarbeitsvolumen der Ärzte ist trotz einer steigenden Anzahl der Ärzte zurückgegangen, denn die Ärzte arbeiten im Durchschnitt nur noch 33,1 Wochenstunden, anstelle von 37,6 Wochenstunden, wie es noch 1991 der Fall war. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass die Anzahl weiblicher Ärzte um rund 50% gestiegen ist. Die neuen weiblichen Ärzte arbeiten aber im Durchschnitt nur noch 28 Wochenstunden gegenüber 32,8 Wochenstunden, die es noch 1991 waren. Dagegen hat sich die Arbeitszeit von männlichen Ärzten nur geringfügig verringert: 36,6 Wochenstunden an Stelle von 37,6 Wochenstunden (1991) sind es. Ein höherer Anteil weiblicher Ärzte geht also mit einen geringeren Gesamt-Arbeitsvolumen der Ärzte einher und mit einer veränderten Wahl des Arbeitsplatzes. Die meisten weiblichen Ärzte scheuen das Risiko, wollen feste und geregelte Arbeitszeiten und sind daher im ambulanten Dienst von Krankenhäusern zu finden.

Nicht genug damit.

Abermals verdanken wir Montgomery einen Euphemismus, der an politischer Korrektheit kaum zu überbieten ist: „Wir müssen dafür sorgen, dass diejenigen ausgewählt werden, die hinterher auch in der Versorgung der Bevölkerung arbeiten wollen“. Dabei bezieht sich Montgomery auf die Studenten, die für ein Studium des Faches Humanmedizin zugelassen werden. Unter diesen, 60% davon weiblich, gibt es nämlich eine erhebliche Anzahl, die auf Kosten der Steuerzahler studieren, aber keine Sekunde an Arbeit denken: 114.500 ausgebildete Ärzte praktizieren derzeit in Deutschland nicht, obwohl sie es könnten. Darunter sind eine Vielzahl von Absolventen, die es vorgezogen haben, entweder einen anderen Beruf zu ergreifen, oder die nie vorhatten, einen Beruf zu ergreifen, weil das Studium für sie einen Heiratsmarkt darstellt und ausschließlich dem Ziel dient, den eigenen Heiratswert zu steigern, um einen entsprechend gut verdienenden Ernährer erringen und sich zur Ruhe setzen zu können.

Immer mehr weibliche Ärzte, die immer weniger arbeiten. Immer weniger männliche Ärzte, deren Motivation, mehr zu arbeiten, angesichts der immer mehr weiblichen Ärzte, die weniger arbeiten, sinkt, immer mehr weibliche Studenten der Humanmedizin, die nicht vorhaben, Humanmedizin jemals auszuüben und ein Anstieg von 152 Millionen Fällen allein bei der ambulanten Behandlung in Krankenhäusern zwischen 2004 und 2014. Das sind die Zutaten einer hausgemachten Katastrophe, einer Katastrophe, die staatsfeministische Ideologen zu verantworten haben, die Entscheidungen treffen, deren Folgen sie nicht einmal abschätzen könnten, wenn sie sich Mühe geben würden.


 

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Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Arbeit ist männlich!

Es gehört zu den lustigsten Tätigkeiten, die Kämpfer gegen Sexismus, Rassismus und Sonstismus an ihren eigenen Ansprüchen zu messen.

Sind nicht die Staatsfeministen, die in den Ministerien vereinigt sind, der Ansicht, dass Männer und Frauen in allen Aspekten des Lebens gleichgestellt werden müssten? Männer müssten Kinder wickeln, Geschirr spülen und bügeln, Frauen im Gegenzug nicht etwa das Auto putzen und den Wasserkasten schleppen, sondern im Aufsichtsrat von großen Unternehmen sitzen.

Die Gleichstellung von Frauen, sie erfordert es, dass mit vielfältigen Aktionen, die vermeintlichen Nachteile von Frauen, z.B. dann, wenn es darum geht, einen white collar Arbeitsplatz mit sehr guter Bezahlung im MINT-Bereich zu finden, statt sich für schlechte Bezahlung auf wenig produktiven staatlichen Mausschieber-Halbtagsstellen herumzudrücken, ganz viel Steuermittel in ein entsprechendes Marketing kanalisiert werden, und natürlich erfordert es die Gleichstellung von Frauen, dass die Vorteile, die Männer im Bereich körperlicher Arbeit, ja bei Arbeit insgesamt nach wie vor haben (99% der Maurer sind männlich) abgebaut werden.

Und nun, wo wir auf dem gesellschaftlichen Weg sind, die Berufe gönnerhaft und von oben geregelt, gleich zu verteilen, nicht mehr nach körperlicher und geistiger Fähigkeit, sondern nach Geschlecht, nun fällt dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales wieder die Realität ein, die Realität, nach der Arbeit eben doch ein männliches Phänomen ist, schon weil Männer nicht die Option haben, sich auf das Kinderkriegen zu verlegen.

Männer sind halt mehrheitlich und überwiegend immer noch die Alleinversorger, die Haupternährer und diejenigen, die Arbeiten gehen, um die Familie zu unterhalten, während ihre Frauen die Kinderpause nehmen – trotz aller staatsfeministischen Anstrengungen.

Vor diesen Realitäten hat sich nun auch das BMAS gebeugt, wie sich zeigt.

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Sozialwissenschaftlicher Auswuchs! Prof. Dr. Ulrich Kutschera: Gender-Studies haben an Universitäten nichts zu suchen

Am 24. November haben wir den ersten Teil eines Interviews veröffentlicht, das der Evolutionsbiologe Dr. Ulrich Kutschera ScienceFiles exklusiv gegeben hat. Heute veröffentlichen wir den zweiten Teil des Exklusivinterviews, in dem es vornehmlich um die Ideologie des Genderismus und den Kampf gegen deren Etabilerung an Universitäten geht. Diesen Kampf, den ScienceFiles seit 2011 führt, hat Ulrich Kutschera zunächst für nicht notwendig erachtet. Nach eigener Angabe dachte er, Spekulationen wie die einer sozialen Konstruiertheit von Geschlecht seien so absurd, dass sie sich von alleine wieder in Luft auflösten.

Wie sich gezeigt hat, ist dies nicht der Fall: Wenn sich mit absurden Spekulationen Positionen in der Wissenschaft ergaunern lassen (wie dies schon Hegel getan hat) und wenn es möglich ist, als Anhänger einer Ideologie wie dem Genderismus ein Auskommen zu erzielen, dann ist scheinbar keine Ideologie zu absurd, als dass sie nicht eine Kongregation leichtgläubiger, opportunistischer oder verwirrter Jünger schaffen könnte.

Deshalb hat Ulrich Kutschera den Kampf gegen den Genderismus aufgenommen, zunächst in Medien und Fachvorträgen und nun im Form eines Buches: Gender-Paradoxon, so der Titel des Buches, das nächste Woche beim LIT-Verlag erscheinen wird und das wir unseren Lesern zur Lektüre empfehlen.

ScienceFiles: Herr Kutschera, 440 Seiten umfasst Ihr neues Buch „Gender-Paradoxon“. 440 Seiten über Genderismus. Gibt es so viel über eine abwegige Ideologie zu sagen?

Kutschera_Design FehlerUlrich Kutschera: Seit Jahren erhalte ich Anfragen, in welchen man sich wundert, dass es bisher kein Naturwissenschaftler gewagt hat, die jedem klar denkenden Menschen als absurd erscheinende deutsche Gender-Lehre zu kritisieren. Zunächst hatte ich dann aber meinen Schwerpunkt im Bereich „Kreationismus-Kritik“ vertieft und nur nebenbei die Thesen der Gender-Ideologinnen verfolgt. Die Spekulationen bezüglich einer „sozialen Konstruiertheit des Geschlechts“ kamen mir derart absurd vor, dass ich davon ausgegangen bin, der Spuk würde sich von alleine in Luft auflösen.

Das Gegenteil war leider der Fall: Je mehr Uni-Gender-Forscherinnen vom Staat eingestellt worden sind, desto aufdringlicher beziehungsweise selbstbewusster wurden die Vertreter dieser Glaubenslehre. Nachdem dann während einer informellen Diskussion auf dem AAAS Meeting [AAAS = American Association for the Advancement of Science] in San José/Kalifornien im Februar 2015 namhafte Kollegen aus Schweden, Dänemark und den USA mit mir der Ansicht waren, man müsse diese pseudowissenschaftliche Irrlehre genauso ernst nehmen und widerlegen wie den Kreationismus, habe ich meine Aufklärungsagenda mit dem bekannten, zensierten hpd-Beitrag vom 13. April 2015 eröffnet. Es folgten zahlreiche Interviews, und neben meiner beruflichen Tätigkeit als Physiologe und Evolutionsforscher habe ich meine über Jahre hinweg gesammelten Aufzeichnungen zum Gender-Thema in Buchform gebracht.

ScienceFiles: Wie ist es Ihnen nach Ihrer öffentilchen Kritik an Genderismus und Gender-Studies ergangen?

Ulrich Kutschera: Zu meiner großen Überraschung waren 90% aller Zuschriften, von Männern wie Frauen verfasst, positiv und ermunternd. Insbesondere infolge des Spiegel-Beitrags vom 04.09.2015 sind bei mir hunderte Mails eingegangen, in denen mir gedankt worden ist – nach dem Motto: Endlich wagt es einmal ein anerkannter Wissenschaftler, diesen offensichtlichen Unfug als solchen zu benennen.

Auf der negativen Seite setzte aber wieder die mir bekannte kreationistische Schmähkritik ein: Völlig analog zur Propaganda beleidigter Schöpfungsgläubiger wurde der Rassismus-Vorwurf aus der Mottenkiste geholt. Dieses alte Kreationisten-Argument ist jedoch völlig haltlos und beeindruckt mich nicht. Bereits im Vorfeld des Erscheinens der Monographie Das Gender-Paradoxon hat der Shit-Storm gegen meine Person begonnen. Da ich mich durch eine stattliche Zahl an wissenschaftlichen Publikationen zur Physiologie und Evolution der Organismen, von den Bakterien über die Tiere bis zu den Pflanzen, ausweisen kann, werde ich diese weiteren Diffamierungen meiner Person ignorieren. Im Anhang 2 des Buchtextes zum Gender-Paradoxon habe ich ein „Kleines Sex & Gender-ABC“ publiziert, und dort sind alle relevanten Begriffe, wie z. B. auch der Rassismus, definiert und an dieses Glossar halte ich mich.

ScienceFiles: Sie sind wir der Ansicht, dass Genderismus eine Ideologie ist, die keinerlei rationale Grundlagen aufweist und daher nichts an Hochschulen verloren hat. Wie bewerten Sie es, das Ideologien wie Genderismus von Hochschulen aus verbreitet werden?

Kutschera-end-utbUlrich Kutschera: Als Lebenszeit-Mitglied der Alexander von Humboldt-Stiftung sind mir nicht nur die Schriften des Namensgebers sehr gut bekannt – ich kenne auch die Thesen seines berühmten Bruders Wilhelm von Humboldt. Dieser Staatsmann hat um 1800 die deutschen Universitäten als Institutionen für wissenschaftliche Forschung und akademische Lehre etabliert. Bekanntlich wurde vor dieser Zeit die wissenschaftliche Forschung an Akademien betrieben, so zum Beispiel die pflanzenphysiologischen Untersuchungen an außeruniversitären landwirtschaftlichen Anstalten.

Mit der Humboldtschen Universitätsreform wurden Lehre und Forschung zuammengefügt. Da man jedoch nur Dinge erforschen und lehren sollte, die eine rationale Basis haben, war es eigentlich bisher üblich, esoterisch-okkulte Glaubenssachen, wie zum Beispiel die Homöopathie nicht an Universitäten anzusiedeln. Das hat sich leider seit einiger Zeit geändert: Sowohl der Glaube an das vermeintliche Gedächtnis des Wassers als auch die Annahme einer sozialen Konstruiertheit des Geschlechts unter Leugnung chemischer beziehungsweise biologischer Tatsachen werden an Universitäten beforscht und an die wissbegierige Jugend weitergegeben.

ScienceFiles: Sie haben wie wir vor einiger Zeit universitäre Genderisten dazu aufgefordert, die wissenschaftliche Fundierung der Gender-Studies darzulegen. Wir haben zu diesem Zweck eine Liste mit 30 Fragen erstellt, um es den Genderisten leichter zu machen, sie damit aber dennoch, wie es scheint, überfordert. Wie ist es Ihnen ergangen?

Ulrich Kutschera: Diese Anfrage sollte eigentlich über den Humanistischen Pressedienst (hpd) erfolgen, was nicht stattgefunden hat. Stattdessen hat dann die Berliner Tageszeitung eine sechsteilige Serie mit dem Titel „Gender in der Forschung“ publiziert – ohne Gegendarstellungen. Die absurden Spekulationen der eingeladenen Vertreterinnen des deutschen Genderismus habe ich in den Kapiteln 9 und 10 zitiert und durch Sachargumente widerlegt [Kapitel 9 und 10 von Gender-Paradoxon]. Ich bin der Berliner Tageszeitung dankbar dafür, dass sie im Herbst 2015 dafür gesorgt hat, dass diese widersinnigen Genderistischen Glaubenssätze, in neuen Varianten, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind.

ScienceFiles: Genderisten jammern regelmäßig, dass sie Hasskommentare erhalten. Wie bewerten Sie die bei Ihnen eingegangen negativen Reaktionen zu Ihrer Aufklärungsagenda?

13297-0 Genderparadoxon KutscheraUlrich Kutschera: Hasskommentare, gegen bestimmte Personen gerichtet, sind unakzeptabel, da muss ich den Gender-Damen Recht geben. Allerdings hat die Gender-Irrlehre des Urvaters John Money inzwischen derartige Auswüchse erreicht, dass man als Naturwissenschaftler nur noch mit klar positionierten und scharf formulierten Gegenantworten auftreten kann, ansonsten wird man ignoriert oder von der Gegenseite vereinnahmt. Daher halte ich klar formulierte, durchaus polemisch vorgetragene Sachargumente für richtig und notwendig, während ad hominem-Attacken unakzeptabel sind.

Mir wurden von den wenigen öffentlichen Kritikern die bereits oben genannten Rassismus- und rechte Ideologie-Vorwürfe entgegengehalten, die ich aber, als religionsfreier, unpolitischer Nichtwähler, nicht ernst nehmen kann – auch Gender-Urvater John Money hat die Nazi-Keule geschwungen, wann immer er von Biologen angegriffen worden ist.

ScienceFiles: Wenn Sie König von Deutschland wären und Universitäten nach Belieben umgestalten könnten, welche Reformen würden Sie sofort umsetzen?

Ulrich Kutschera: Wilhelm von Humboldt war kein König von Deutschland. Er war jedoch, wie sein Bruder Alexander, ein brillanter Denker und hat erkannt, dass nur vernünftige Dinge, die eine faktische Grundlage haben, an Universitäten erforscht und gelehrt werden sollen. Die Tatsache, dass schon damals auch die Theologie dabei war, hat Humboldt genauso hinnehmen müssen, wie wir heute noch zu akzeptieren haben, dass immer neue Bibel-Interpretationen als universitäre Wissenschaft staatlich subventioniert werden. Allerdings betrachte ich die Gender-Lehre, die ich in meinem Buch zur Abgrenzung gegen die wissenschaftlich fundierte Gender Biomedizin unter dem neu geprägten Wort „Moneyismus“ zusammengefassst habe, als einen Wildwuchs der Sozialwissenschaften, dem wir durch Sachargumente entgegenwirken müssen. Insbesondere unser reformiertes Bild von Mann und Frau – das Ganzkörper-XY-/XX-Modell unserer Spezies sollte allgemein bekannt werden, da wir das Menschsein nur im Lichte der Evolution und Zweigeschlechtlichkeit verstehen können.

ScienceFiles: Lieber Herr Kutschera, wir danken Ihnen für dieses interessante Gespräch

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