Die Gemeinsamkeit von Staatsfeminismus, Genderismus und Stalinismus

Hell on Earth, so der Titel eines Buches über den Stalinismus, das Ludwik Kowalski geschrieben hat. Darin gibt es die folgende kurze Passage:

„Ideology ceased to be an intellectual process of guiding political decisions; it became a means of justifying decisions. A good example is a doctrine according to which the class struggle must naturally intensify after the victory of revolution. This doctrine was invented by Stalin to justify terror; it was not based on Soviet reality in the period of New Economic Policy (late 1920s). Millions of Kulaks, and most of the old Bolsheviks, were liquidated under the banners of that ‘theory’”.

Die Ideologie hörte auf, ein intellektuelles Mittel zu sein, an dem politische Entscheidungen ausgerichtet wurden. Stattdessen wurde es zum Mittel, [politische] Entscheidungen zu rechtfertigen. Ein gutes Beispiel ist die Doktrin, nach der der Klassenkampf sich notwendig nach dem Erfolg der Revolution verstärken musste. Diese Doktrin wurde von Stalin erfunden, um Terror zu rechtfertigen, sie hatte nichts mit der Realität zu tun, wie sie sich zum Ende der 1920er Jahre in der Phase der Neuen Ökonomischen Politik dargestellt hat. Millionen Kulaken und die meisten der alten Garde der Bolschewisten wurden unter dem Banner dieser ‚Theorie“ liquidiert.

Der Unterschied zwischen der Ideologie, die politische Entscheidungen determiniert und der Ideologie, die zur Rechtfertigung des Status Quo genutzt wird, liegt darin, dass dann, wenn Ideologie die Grundlage von Entscheidungen ist, sich die entsprechenden Entscheidungen als falsch erweisen können, was zu führen kann, dass die Ideologie überdacht wird. Wird die Ideologie genutzt, um die Folgen getroffener Entscheidungen zu rechtfertigen, dann ist ausgeschlossen, dass sich die Entscheidungen als falsche Entscheidungen erweisen können. Vielmehr wird die Realität vor dem Hintergrund der Ideologie legitimiert.

Dieses Kennzeichen einer totalitären Ideologie, die Unfähigkeit, Fehler überhaupt nur zuzulassen und die Möglichkeit falscher Entscheidungen überhaupt in Betracht zu ziehen, finden sich auch beim Staatsfeminismus und beim Genderismus, wie er heute in Deutschland vorhanden ist.

Drei Beispiele:

Die Entscheidung, Männer im Rahmen des Professorinnenprogramms zu benachteiligen, ist gegenüber jeder Kritik immunisiert, denn diejenigen, die die Benachteiligung umsetzen, sind der Meinung, sie würden Gutes im Namen des Staatsfeminismus tun. Sie rechtfertigen Unrecht mit ihrer Ideologie und kümmern sich nicht um die Folgen ihrer Ideologie in der Realität.

Dasselbe lässt sich im Hinblick auf die allgemeine Schulbildung feststellen. Allein der Gedanke, dass die jahrzehntelange Förderung von Mädchen und das Klima, das der Staatsfeminismus in Schulen geschaffen hat, an der schulischen Misere von Jungen auch nur eine Mitverantwortung trägt, ist für die Anhänger des Staatsfeminismus Häresie, geschweige denn, dass sie in Betracht ziehen würden, dass es ein Fehler ist, den Teil der Bevölkerung gegenüber dem anderen Teil aufzuwerten, von dem bekannt ist, dass sein Beitrag zum Bruttosozialprodukt davon abhängt, ob er nicht auf dem Heiratsmarkt einen Most Income Earner ausfindig und an sich verheiraten kann.

Die Frauenquote in Aufsichtsräten ist bar jeglicher Rücksicht auf die damit verursachten Folgen. Niemand interessiert sich dafür, ob sich die Verpflichtung von Unternehmen, mehr Frauen in ihre Aufsichtsräte zu setzen, positiv, negativ oder gar nicht auf die Effektivität der entsprechenden Unternehmen auswirkt. Dieses vollständige Fehlen einer Evaluation von Maßnahmen, das es auch in anderen Bereichen gibt, ist ein untrügliches Zeichen einer totalitären Ideologie, deren Vertretern es nur darum geht, einen individuellen Vorteil zu erheischen und die zu diesem Zweck ihre Ideologie als Legitimation und Rechtfertigung für all die gesellschaftlichen Schäden benutzen, die sie anrichten.

Die geistige Verwandtschaft von Genderismus/Staatsfeminismus und Stalinismus ist offenkundig – überraschend ist sie aber nicht.

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Elterngeld erhöht soziale Ungleichheit! Ein Erfolg für Genderisten

Wie man empirische Ergebnisse in aller ideologischen Verklärung zu etwas völlig anderem stilisieren kann als sie nun einmal sind, das kann man derzeit beim DIW sehen. Ulrike Unterhofer, Clara Welteke und Katharina Wrohlich sind derart von Genderismus verzückt, dass sie offensichtlich nicht mehr sehen, was sich in ihren Daten befindet, so sehr, dass Sie mit interpretativen Kanonen auf Ergebnisspatzen schießen.

Das Elterngeld habe soziale Normen verändert, so behaupten sie im Titel. Die Veränderung der sozialen Normen besteht darin, dass Väter zwei Wochen Elternzeit nehmen, dass Mütter mit mittleren und höheren Einkommen nach Einführung des Elterngeldes länger ihrem Arbeitsplatz fernbleiben als vorher und länger als Mütter geringeren Einkommens und dass soziale Nachzugseffekte zu beobachten sind.

Dass derartige Miniaturen der Veränderung menschlichen Verhaltens keine veränderten Normen darstellen, ist das eine, dass der überschwängliche Modus, in den Unterhofer, Welteke und Wrohlich von ihren Ergebnissen versetzt wurden, wird doch aus ihrer Sicht ihre Genderreligion im täglichen Leben relevant, ist das andere, dass die Ergebnisse von Unterhofer, Welteke und Wrohlich etwas ganz anderes zeigen, dass die drei vom DIW vor lauter Genderverzückung die Produktion sozialer Ungleichheit feiern, ist ein letztes, das Letzte, das belegt, dass es möglich ist, sich das Gehirn ideologisch zu vernebeln.

Der Reihe nach.
Wenn man finanzielle Anreize dafür setzt, dass Frauen ihrem Beruf für längere Zeit fernbleiben, dann wird dies bei denen, die es sich leisten können, dazu führen, dass sie ihrem Beruf längere Zeit fernbleiben.

Das Elterngeld setzt solche Anreize.

Entsprechend führt es dazu, dass diejenigen, die es sich leisten können, nämlich Mütter mit mittlerem und höherem Gehalt, ihrem Arbeitsplatz länger fernbleiben als Mütter mit geringerem Gehalt, die es sich eben nicht so lange leisten können, ihrem Arbeitsplatz fernzubleiben.

Mütter mit mittlerem oder höherem Gehalt werden somit durch das Elterngeld besser gestellt als Mütter mit geringerem Gehalt, es wird soziale Ungleichheit geschaffen, ganz im Sinne der Gender-Ideologie, die ja eine Ideologie von und für Mittelschichtsfrauen ist.

Da das Elterngeld, wie Unterhofer, Welteke und Wrohlich zeigen, vor allem bei Müttern mit mittlerem und höherem Gehalt dazu führt, dass sie ihrer Arbeit länger fernbleiben, produziert das also Elterngeld soziale Ungleichheit. Dass die Autorinnen dies feiern, kann man wohl nur mit der über Leichen gehenden Mentalität der meisten Genderisten erklären. Wenn es darum geht, ihre Genderphantasien durchzusetzen, nehmen sie schon einmal mehr soziale Ungleichheit in Kauf.

Dass Menschen auf finanzielle Anreize reagieren hat indes überhaupt nichts mit veränderten Normen zu tun, es ist vielmehr die Norm, mittlerweile tausendfach in entsprechenden Experimenten der Sozialpsychologie oder der Soziologie belegt. Offensichtlich haben Unterhofer, Welteke und Wrohlich davon keinen blassen Schimmer.

Dass sich die Möglichkeit, dem Arbeitsplatz mit Hilfe von Elterngeld länger fern zu bleiben, in sozialen Netzwerken (nicht Twitter oder Facebook, sondern im Bekanntenkreis bzw. unter Arbeitskollegen) herumspricht und ein Race to the Bottom auszulösen im Stande ist, ist ebenfalls keine neue Norm, sondern ein alter Hut. Dass Mütter, die unter ihren Arbeitskollegen Mütter haben, die die Gelegenheit, die das Elterngeld bietet, nämlich länger als bisher die Arbeit zu schwänzen, eher ergreifen, ebenfalls länger dem Arbeitsplatz fernbleiben als Mütter, die in ihrem Arbeitsumfeld mit Müttern konfrontiert sind, die nach kurzer Zeit wieder am Arbeitsplatz vorzufinden sind, ist so wenig überraschend wie es überraschend ist, dass bei Genderisten Doktortitel für Arbeiten vergeben werden, in denen Aussagen über den englischen Zensus auf Grundlage von Interviews mit Schotten und Iren getroffen werden.

Die Studien, in denen die Effekte sozialer Ansteckung, Nachzugseffekte oder Crowding-Effekte untersucht werden, sind Legion. Unterhofer, Welteke und Wrohlich scheinen noch nie davon gehört zu haben.

Was Unterhofer, Welteke und Wrohlich zeigen, sind keine Veränderungen von Normen, sondern die Empfänglichkeit individueller Akteure für finanzielle Anreize. Anders formuliert: Wie sich zeigt ist es mit Elterngeld möglich, Müttern eine Legitimation zu verschaffen, um ihrem Arbeitsplatz länger als ohne Elterngeldbezug fern zu bleiben. Wobei diese Legitimation vornehmlich für Mütter mit mittlerem oder höherem Gehalt geschaffen wird. Wenn man so will, zeigt die Studie, dass Mütter mit mittlerem und höherem Gehalt eher durch staatliche Subventionen käuflich sind als Mütter mit geringerem Gehalt, und sie zeigt, dass staatliche Subventionen die Ursache sozialer Ungleichheit sind.

Ob man darüber jubeln muss, ob man Normalitäten, die die Forschung seit Jahrhunderten beschreibt, zur neuen Erkenntnis aufbauschen muss und im Sinne der Genderideologie falsch, aber euphorisch interpretieren muss, sind Fragen, die man vor dem Hintergrund der Tatsache beantworten muss, dass die längere Abwesenheit vom Arbeitsplatz bei den Müttern mit mittlerem und höherem Gehalt unweigerlich dazu führt, dass ihr Humankapital verfällt, sie also nach Rückkehr in den Beruf geringere Aufstiegschancen haben als z.B. Männer, für die nach wie vor die Norm des Most Income Earners, des Haupternährers gilt und die offensichtlich für ihr Unternehmen weniger verzichtbar sind als Mütter.

Aber das sind gesellschaftliche Schäden, die bei den Adepten der Genderideologie nicht vorkommen. Ihnen ist die kollektiv-ideologische Gleichschaltung wichtiger als das gute, individuelle Leben.

Unterhofer, Ulrike, Weltekem, Clara & Wrohlich, Katharina (2017). Eltergelnd hat soziale Normen verändert. DIW-Wochenbericht 34/2017.

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Die Opfer der Gleichstellung schlagen zurück

Unsinn muss man sich leisten können.

Wenn es brennt, dann wird es das Feuer wenig beeindrucken, dass eine Gleichstellungsbeauftrage über die männlichen Rollenbilder fabuliert, die weibliche Feuerwehrmänner, die es natürlich in Hülle und Fülle gibt, daran hindern, mit Wasser und anderen Löschmitteln, dem Feuer zu Leibe zu rücken. Und während die Gleichstellungsbeauftragte fabuliert, löschen die männlichen Rollenbilder das Feuer.

Geschwätz und entsprechende Schwätzer muss man sich leisten können.

Solange eine Gesellschaft wächst und genug zum Verteilen vorhanden ist, fällt es nicht in der Weise auf, wie es auffallen müsste, dass unproduktive Teile der Gesellschaft sich mit Geschwätz einen Lebensunterhalt verschaffen. Solange es in Unternehmen rund läuft  und Motoren immer noch in der Stückzahl produziert werden, die notwendig ist, um die Nachfrage zu befriedigen, so lange der Ertrag aus dem Absatz immer noch ausreicht, um unproduktive Gleichstellungsbeauftragte und weibliche Dabeisitzer in Aufsichtsräten mit durchzufüttern, so lange regt sich niemand wirklich darüber auf. So lange niemand an eine Wissenschaft, eine Sozialwissenschaft, den Anspruch richtet, Steuergelder produktiv einzusetzen und einen Nutzen für die Gesellschaft zu erbringen, so lange können Fächer wie Gender Studies, Whitenessstudies und andere Blüten gelangweilter und undisziplinierter Geister, die sich vormachen, der Unsinn, den sie verbreiten, sei ein Gedanke, sei das Ergebnis von Denken, ihr Dasein mit eben diesem Unsinn und auf Kosten der Steuerzahler fristen.

Wenn aber der Absatz zurückgeht, wenn das, was verteilt werden soll, knapp wird, wenn Wissenschaftler mit Bürgern konfrontiert sind, die einen Nutzen für das viele Steuergeld, das in die Wissenschaft fließt, erwarten, dann wird es eng für die Schwätzer und all die Unproduktiven, die nicht einmal selbst wissen, wofür sie eigentlich gut sind, welchen Nutzen sie der Gesellschaft je gebracht haben, bringen könnten oder je bringen werden.

Seit Jahren werden Programme aufgelegt, die angeblich dazu dienen, Frauen zu fördern. Als Ergebnis der Logik dieser Programme, werden Männer benachteiligt und Positionen mit weiblichen Bewerbern besetzt, die in vielen Fällen eben nicht der beste Bewerber, sondern der Bewerber mit dem richtigen Geschlecht waren. Das Ergebnis kann man z.B. am Niedergang der deutschen Sozialwissenschaften ablesen, die zu einer Schwatzbude verkommen sind, mit nur wenigen „pockets of rational resistance“.

Die angesprochene Logik funktioniert einfach:

  • Hochschulen werden finanziell immer kürzer gehalten.
  • Viele Hochschulen kommen gerade so über die Runden.
  • Den Hochschulen, die nach finanziellen Mitteln dürsten, wedeln Politiker mit finanziellen Mitteln vor der Nase. Es gibt nur eine Bedingung: Es müssen weibliche Bewerber eingestellt werden.
  • Also werden weibliche Bewerber eingestellt, egal, ob männliche Bewerber besser geeignet wären, denn männliche Bewerber bringen den Hochschulen nicht das ersehnte Geld.
  • Das Ergebnis ist eine Degeneration der Wissenschaft im Allgemeinen und der Sozialwissenschaften im Besonderen.
    Sozialwissenschaften können immer weniger die rudimentären Leistungen erfüllen, die von einer Wissenschaft als Triebkraft gesellschaftlicher Entwicklung erwartet werden.

Vor zwei Tagen hatten wir ein Beispiel für solch’ nutzlose Sozialwissenschaft:

“Nicht nur ´Frau´ zu sein, sondern auch ´Schwarz´ zu sein und aus der ´Arbeiterklasse´ – Mit diesem Hinweis auf mehrfache Diskriminierung kritisierte der black feminism eine allzu weiße westliche Frauenbewegung aber auch eine männliche blackpower-Bewegung. In der daran anknüpfende Intersektionalitätsdebatte wird nicht nur Ungleichheit aufgrund von Gender bearbeitet, sondern in der Thematisierung von Ungleichheiten werden die verschiedenen Differenzachsen entlang von Ethnizität/“Rasse“, Gender, Klasse/Schicht, Sexualität, Nationalität, Alter berücksichtigt und zusammen gedacht. In den letzten Jahren ist „Intersektionalität“ auch in Deutschland zu einer zentralen heuristischen und methodologischen sozialwissenschaftlichen Perspektive avanciert.
Im Seminar werden wir der transatlantischen Reise von race-class-gender nachgehen und uns den aktuellen Herausforderungen und Forschungsfeldern (u.a. den Gender-Studies, den media-studies, der kritischen Migrationsforschung) der Intersektionalitätsdebatten widmen. Das Seminar baut auf deutsch- und wenigen englischsprachigen Texten auf und ist als Lektürekurs konzipiert.” (Beschreibung des Seminars „race-gender-class: Intersektionale Ungleichheiten” von Elisabeth Tuider an der Universität Kassel.

Was soll ein Student durch den Besuch dieses Seminars an Wissen erwerben, das einen gesellschaftlichen Nutzen nach sich zieht? Welcher gesellschaftliche Nutzen könnte aus einem solchen Seminar entstehen?

Das beschriebene Seminar ist eines von vielen, die es landauf landab an deutschen Hochschulen gibt und die in der Regel mit einem Verweis auf die Wissenschaftsfreiheit und die Freiheit von Forschung und Lehre, die nach dieser Lesart offensichtlich die Produktion von Unsinn umfasst, legitimiert werden. Seminare wie das beschriebene sind Ergebnis der Zuwanderung von Quotenfrauen, die über Programme wie das Professorinnenprogramm oder über Klauseln wie „bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt“ und unter direkter Benachteiligung von männlichen Bewerbern in Positionen gelangt sind.

Doch mittlerweile scheint das Fass überzulaufen. Offensichtlich gibt es immer mehr Positionen, für die diejenigen, die sie zu besetzen haben, versuchen, um das Diktat des Gleichstellungskommissars herumzukommen und eben den besten Bewerber nicht den weiblichen Bewerber einstellen zu können. Die Not vor Ort muss entsprechend groß sein. Die Phantasie, mit der versucht wird, dem Gleichstellungs-Totalitarismus, den das BMFSFJ und das BMBF ausüben, zu entkommen, ist ebenfalls beachtlich. Ein schönes Beispiel haben wir bei der Universität Koblenz-Landau entdeckt. Es hat die folgende sprachliche Form angenommen:

„Schwerbehinderte Bewerberinnen/Bewerber werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt. Frauen werden bei Einstellungen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, soweit und solange eine Unterrepräsentanz vorliegt. Dies gilt nicht, wenn in der Person eines Bewerbers so schwerwiegende Gründe vorliegen, dass sie auch unter Beachtung des Gebotes zur Gleichstellung der Frauen überwiegen.“

Frauen werden bevorzugt, nicht nur wenn sie schwerbehindert sind, sondern auch bei gleicher Eignung. Das ist die Standardfloskel die der Gleichstellungstotalitarismus vorsieht. Neu sind die Versuche, um das Bevorzugungsdiktat herumzukommen und sich Luft zu verschaffen, um eben den besten, nicht den weiblichen Bewerber berufen zu können.

Bevorzugte Berücksichtigung, nicht mehr Einstellung von weiblichen Bewerbern erfolgt nur noch, wenn keine Überrepräsentation vorliegt, denn irgend jemand muss ja die Arbeit machen und männliche Bewerber haben eine lange Geschichte, die zeigt, dass sie die Arbeit machen. Und: weibliche Bewerber werden nur solange bevorzugt, so lange nicht „in der Person eines Bewerbers so schwerwiegende Gründe vorliegen, dass sie auch unter Beachtung des Gebotes zur Gleichstellung der Frauen überwiegen“.

Damit haben die Koblenz-Landauer eine geniale Formulierung gefunden, um das Gleichstellungsdiktat und den Bevorzugungstotalitarismus der Genderisten auszuhebeln, denn ein „schwerwiegender Grund in der Person des Bewerbers“ (man bedachte die fehlende weibliche Form: keine schlafenden Hunde wecken!), der genutzt werden kann, um die an der Auswahl der Bewerber beteiligte Gleichstellungskommissarin und vermutlich den Vertreter der Gewerkschaft ruhig zu stellen, ist leicht und schnell gefunden. Allein die Tatsache, dass eine derartige Klausel in Bewerbungen aufgenommen wird, zeigt das Ausmaß der Not, das vor Ort zu herrschen scheint und Hochschulen dazu veranlasst, Ausschreibungen nun so zu formulieren, dass die Berufung weiblicher Bewerber nur dann möglich ist, wenn sie tatsächlich und in jeder Hinsicht und vollkommen unabhängig von ihrem Geschlecht der beste Bewerber sind.

Wir sind also zurück in der Normalität. Allerdings sind dazu Umwege notwendig, da das Gleichstellungsdiktat bestimmte Floskeln vorgibt, die man nun mit Gegenfloskeln bekämpfen muss. 

Die Opfer der Gleichstellung, sie schlagen zurück.

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Folge von Gender-Extremismus: Männer händeringend gesucht

Mit dem Extremismus ist es wie mit einem Pendel, es schlägt in eine Richtung aus und nach einiger Zeit, schlägt das Pendel in die andere Richtung aus, um letztlich wieder ein Gleichgewicht herzustellen.

Mit dem Gender-Extremismus ist es genauso.
Die Benachteiligung von Männern, die Gegenstand von Genderismus ist, führt, wenn sie nur lange genug betrieben wird, zu einem Mangel an Männern und den Eigenschaften, die sie auszeichnen, einem Mangel, der letztlich eine Sogwirkung entfaltet, die das Pendel in die andere Richtung umschlagen lässt.

Die erste Institution, bei der man bemerkt hat, dass die Frauenförderung nicht nur zu einer unhaltbaren und nicht sinnvollen Situation weiblicher Mehrheit geführt hat, einer Form weiblichem Echo-Chamber, in dem Effizienz und Effektivität weit hinter dem zurückbleiben, was möglich wäre, sondern auch dazu, dass sich qualifizierte Männer gar nicht mehr bewerben, ist das Leibniz Forschungszentrum an der Leibniz Universität Hannover.

Eine Ausschreibung für eine Gaduiertenschule, die uns eine Leserin von ScienceFiles zugeschickt hat (bei der wir uns für den Hinweis bedanken), dokumentiert die Not der Leibnizer, männliche Bewerber und letztlich Graduierte für ihre Schule zu finden, deren Gegenstand die Untersuchung der Wechselwirkung von Wissenschaft und Gesellschaft ist.

Entsprechend haben sie in ihrer Ausschreibung, die sich dadurch auszeichnet, dass alle Begriffe, die man nach Meinung von Genderisten durch ein _Innen oder auf andere Weise verunstalten müsste, umgangen werden, die folgende Passage aufgenommen:

“Die Leibniz Universität Hannover will die berufliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern besonders fördern und fordert deshalb qualifizierte Männer nachdrücklich auf, sich zu bewerben.”

Leibniz ausschreibung Maenner gesucht

Die Frauenförderung hat vor allem in sozialwissenschaftlichen Fächern offensichtlich dazu geführt, dass männliche Absolventen der Universität den Rücken kehren und sich in der freien Wirtschaft nach einem sinnvollen Arbeitsplatz umsehen. Die Ghettoisierung durch ausschließlich weibliches Personal, die schon bei der Lehrerschaft weitgehend in Lähmung und Starre geführt hat, hat die Leibniz Verantwortlich vermutlich in kalten Schrecken versetzt, so dass sie nunmehr das Pendel der Geschlechtermanie in die andere Richtung schwingen lassen.

Wer weiß, in 10, vielleicht in 20 Jahren wird man dann erkennen, dass Befähigung und Qualifikation die einzigen Kriterien sind, die in der Wissenschaft zählen und den Gender-Extremismus dahin bringen, wo er schon seit Jahrzehnten hingehört, auf die Müllhalde der Geschichte, Abteilung extremistische Verwirrungen, gleich neben Sozialismus und Kommunismus.

P.S.

Nun, da wir die Ausschreibung des Leibniz Forschungszentrums veröffentlicht haben, wird die Verantwortlichen der Sturm der genderistischen Entrüstung darüber treffen, dass die Privilegierung von Frauen, unabhängig von Qualifikation beendet ist. Und sicher findet sich auch eine weibliche Person, die dumm genug ist, gegen den Ausschreibungstext, der besonders Männer zur Bewerbung auffordert, vor Gericht zu ziehen… Wir freuen uns – im Gegensatz zu den Leibnizern – darauf.

EU-Parlament: Gender Equality meint absichtliche Schädigung von Männern

Psychology Today ist ein Fachjournal, das in den USA erscheint und vom National Board of Certified Counsellors herausgegeben wird. Es hat eine Auflage von rund 300.000 Exemplaren und rund 4 Millionen Leser.

In seinem Beitrag „The Failure of Social Reform“ aus dem Jahre 1963 beschreibt der britische Historiker Philip Abrams die Ursachen, die dazu geführt haben, dass der Versuch, nach dem ersten Weltkrieg ein Regime sozialer Wohlfahrt im Vereinigten Königreich einzuführen, dass nicht zu letzt Wohnung und Arbeit für die aus dem Krieg zurückkehrenden Soldaten bereitstellen sollte, gescheitert ist. Eine wesentliche Ursache für das Scheitern, war die Beteiligung von Feministen am politischen Prozess im Jahre 1917:

Great war“With the exception of Thomas none of these men was particularly concerned with questions of social welfare. By common consent this was a woman’s interest. Of eighteen members of the advisory section responsible for all problems of “social amelioration”, fourteen were women — a unique situation in contemporary government agencies. And when it came to choosing particular women the Minister seems to have accepted marriage to men already prominent in government or business as the most appropriate qualification. Not only, then, were these distinguished ladies likely to prove unrepresentative of women as a whole, but of course women as such were very much a distinct political “interest” in 1918. It would not have been surprising if the struggle for feminine rights had distracted them from other issues of social policy. And when we look at the proposals actually produced by this section at the end of its first year’s work, just that seems to have happened. With one exception all the reports submitted by this group were statements of feminist claims; “housing plans from the housewife’s point of view”, “vocational training for women”, “women workers in the health services”, “women in the Civil Service”: this from a section nominally responsible for the whole unexplored field of social welfare. In so far as the priorities of reconstruction were not set by the war itself, or shaped by the “consensus” view of society of the Minister and his closest colleagues, they were sharply limited by the social interests of the groups on whom the Ministry relied for advice.”

Es scheint Feministen auszuzeichnen, dass sie die eingebildeten Interessen der eigenen Klientel über die Interessen der Gesellschaft stellen und ausschließlich daran interessiert sind, für sich (finanzielle) Vorteile herauszuschlagen, ungeachtet davon, wer die Kosten dieses Vorgehens trägt. Sie sind Nutznießer, die man mehr wissenschaftlich als „rent seeker“, Rentiers, die auf Kosten der Allgemeinheit leben, bezeichnen muss.

100 Jahre später.

Das Europäische Parlament hat gerade einen Bericht mit dem Titel „Promoting Gender Equality in Mental Health and Clinical Research“ angenommen. Das Committee of Women’s Rights and Gender Equality zeichnet für diesen Report verantwortlich. Den Report kann man nicht anders als als Neuauflage der hemmungslosen und rücksichtslosen Selbstbedienung ansehen, die bereits Frauenlobbyisten im Jahre 1917 an den Tag gelegt haben.

Rob Whitley hat dies für die Zeitschrift „Psychology Today“ aufgearbeitet. Wir das Wichtigste aus seinen Beitrag wieder:

  • Der Begriff „Gender Equality in Mental Health“ im Titel des Berichts soll in die Irre führen. Tatsächlich wird darunter ausschließlich Women’s Health verstanden: Zwei Paragraphen der 163 Paragraphen, aus denen der Bericht besteht, sind Männern oder Jungen gewidmet.
  • 75% der Selbstmörder europaweit sind Männer. Männer sind häufiger unter Drogenabhängigen zu finden und leiden häufiger unter z.B. ADHS als Frauen. Im Bericht kommt davon nichts vor.
  • Im Bericht wird vielmehr eine Privilegierung von Frauen gefordert, die zu Ungleichheit im Bereich der psychischen Gesundheit führt, z.B. im Hinblick auf freien Zugang zu Leistungen des Gesundheitsbereichs für arbeitslose Frauen. Eine Forderung, die für arbeitslose Männer nicht erhoben wird. Es geht somit ausschließlich darum, Frauen besser zu stellen als Männer.
  • Der Bericht wird von Ideologie, nicht von Fakten getragen. Höhere Selbstmordraten unter Männern werden auf „masculinity which may encourage suppression of emotions or resort to anger“ zurückgeführt. Eine Behauptung, für die es keinerlei Belege gibt und die zudem in höchstem Maße sexistisch ist.
  • Noch absurder ist die Behauptung, Frauen würden Depressionen entwickeln, weil Männer sich nicht an der Hausarbeit beteiligen. Eigentlich ist jedes Wort zu einem solchen Blödsinn, den man immerhin den Abgeordneten des Europaparlaments unterschieben kann, zu viel. Dennoch: Es gibt nicht die Spur eines Beleges für diesen behaupteten Zusammenhang.
  • Aber es gibt Belege dafür, dass Depressionen durch eine problematische Kindheit, durch finanzielle Probleme, durch soziale Isolation, durch Scheidung und durch Trauer beeinflusst werden. Diese Befunde der Forschung fehlen im Bericht, den das Europaparlament gerade angenommen hat, vollständig.

Soweit die Feststellungen von Rob Whitley in Psychology Today.

feminism sucksDer Bericht ist somit ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass Frauenlobbyisten über Leichen gehen, wenn es darum geht, ihrer Klientel einen Vorteil zu verschaffen. Sie kennen weder Skrupel noch Lauterkeit, was den Schluss nahelegt, dass der Zweck und das Ziel von Frauenförderung im Europäischen Parlament nicht die Förderung von Frauen, sondern die Schädigung von Männern ist. Die vollständige Ignoranz mentaler Probleme, die nachweislich Männersache sind, in einem Bericht, in dem es angeblich um mentale Probleme aus Sicht der beiden Geschlechter geht, ist dafür ein Beleg. Der Zynismus, der Selbstmord bei Männern als Ergebnis von Maskulinität phantasiert, also: Männer bringen sich häufiger als Frauen um, weil sie Männer sind, ist ein anderer Beleg dafür, dass die Schreiber dieses Berichts weder Anstand noch Moral kennen. Und wem das noch nicht reicht, der kann Lächerlichkeit anfügen, denn wie anders sollte man die Behauptung, weil Männer sich nicht um Hausarbeit kümmern, werden Frauen depressiv, qualifizieren.

Man kann es auch alles zusammenfassen, mit den Adjektiven “dumm und widerlich”!


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