Katastrophe: Männeranteil bei Studienanfängern in Erziehungswissenschaften nur 26%

Pressemeldungen beim Statistischen Bundesamt haben eine gewisse Schieflage, sie sind, wie Dr. habil. Heike Diefenbach festgestellt hat, frauenzentriert. Entsprechend meldet das Statistische Bundesamt heute, dass der Frauenanteil bei Anfängern in Ingenieurwissenschaften, Fertigung und Bauwesen bei nur 21 % liegt. Das, so beklagt man in Wiesbaden beim Statistischen Amt, sei eine Unterrepräsentation. Gar nicht beklagenswert findet man dagegen die Tatsache, dass männliche Studienanfänger im Bereich Erziehungswissenschaften mit 26%, unter denen, die ein Studium im Bereich „Gesundheit und Soziales“ beginnen mit 28% und unter denen, die Geisteswissenschaften oder Kunst studieren mit 32% unterrepräsentiert sind, obwohl auch dies eine Unterrepräsentation ist.

Die Hierarchie, die als versteckte Prämisse hinter der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts steht, sieht Studien von Erziehung, Gesundheit und Soziales oder Geisteswissenschaften als eher verzichtbar an, während der Olymp tertiärer Bildung in mathematisch, naturwissenschaftlichen oder eben ingenieurswissenschaftlichen Studienfächern zu erklimmen ist. Die klare Hierarchie hat zur Folge, dass männliche und weibliche Studienanfänger als zweitrangig und verzichtbar angesehen werden, wenn sie die entsprechenden Fächer der Erziehungswissenschaften, Gesundheit und Soziales oder Geisteswissenschaften zu ihrem Studienfach machen.

Wir sind angetreten, den statistischen Bundesämtlern ihre Prämisse um die Ohren zu hauen und stellen ausdrücklich die Bedeutung fest, die eine Erhöhung des Anteils männlicher Studenten z.B. in den Bereichen „Erziehungswissenschaften“ und „Geisteswissenschaften“ hat.

Wissenschaftliche Forschung zeigt, dass mit einem höheren Frauenanteil in einem Bereich eine Entprofessionalisierung einhergeht, die sich in einem sinkendem Lohnniveau als Folge einer sinkenden Produktivität niederschlägt. Um diesen Niedergang zu stoppen, ist es wichtig, männliche Bewerber für die entsprechenden Jobs zu gewinnen. Zudem führen hohe Frauenteile z.B. im Bereich der Pädagogik dazu, dass Jungen schulische Nachteile haben. Wie Diefenbach und Klein schon vor einigen Jahren gezeigt haben, schneiden Jungen im schulischen Bildungssystem umso schlechter ab, je höher der Anteil weiblicher Grundschullehrer ist, ein Befund, der für viel Furore gesorgt hat und bis heute Bestand hat, denn nach wie vor schneiden Jungen schlechter ab als Mädchen und der Anteil weiblicher Lehrer hat zwischenzeitlich die Marke von 70% überschritten – was das statistische Bundesmat bislang nicht beklagt hat.

Auch für die Geisteswissenschaften hat der steigende Frauenanteil erhebliche Folgen. So stellen wir in den letzten Jahren eine Zunahme nicht-empirischer Beiträge fest, in denen ein oder mehrere Autoren beschreiben, wie ihnen die Welt vorkommt. Die deutschen Autoren, die in wissenschaftlichen Zeitschriften empirische Beiträge veröffentlichen, wenden immer häufiger qualitative Methoden an, die den Vorteil haben, dass sie auch ein mathematischer Ungebildeter benutzen kann. Entsprechend werden die Forschungsergebnisse in den Sozialwissenschaften immer willkürlicher und beliebiger, die Erkenntnis immer dünner, so fern sie überhaupt noch vorhanden ist.

Es ist wichtig, nicht nur den Statistischen Bundesämtlern diese Folgen der manischen Frauenfixierung deutlich machen, bevor die Ingenieurswissenschaften von einem ähnlichen Schicksal ereilt werden, wie die Erziehungs- oder Sozialwissenschaften.

Hinter der Fixierung des Statistischen Bundesamts steckt der Gleichstellungswahn, der Deutschland fest im Griff hat, wobei der Gleichstellungswahn eindeutig weiblich gerichtet ist, denn: Nur die Unterrepräsentanz von weiblichen Studienanfängern wird beklagt (und nur in ausgewählten Fächern, die als wertig angesehen werden), nicht die Unterrepräsentanz von Männern, obwohl auch in z.B. den Geisteswissenschaften das Ideal des Bundesamts von gleicher Verteilung zwischen den Geschlechtern nicht erreicht wird. Daraus muss man den Schluss ziehen, dass neben der oben dargestellten Prämisse noch eine andere Prämisse am Werk ist, die das Heil der Welt darin verkündet, Studienfächer gleich welcher Ausrichtung, zu 100% mit weiblichen Studenten zu besetzen, was Männer zu verzichtbarem Menschenmaterial oder zu Untermenschen degradiert.


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Das Letzte: Anti-Feminismus hat zu BREXIT geführt

Ein „feministischer Zwischenruf“ hat unsere Mailbox gefunden, gleich dreimal. Danke für den Hinweis!

Vielleicht auch kein Dank, denn der feministische Zwischenruf, den eine Heide Oestreich im Gunda-Werner Institut der von Steuerzahlern ausgehaltenen Heinrich-Böll-Stiftung hat erschallen lassen, er ist das bislang Dümmste, was wir zum BREXIT gelesen haben und das will einiges heißen.

Summer in Britain.jpg„Es wird kalt in England, mitten im Sommer“, so schreibt die Heide Oestreich, die im Sommer noch nie in England gewesen zu sein scheint und darüber hinaus nicht weiß, dass England nur ein Teil des Vereinigten Königreichs ist. Es gibt noch Wales, Nordirland und die Schotten. Aber es wird nur kalt in England (Wales heute: 16 Grad, bewölkt, mitten im Sommer, angenehme Temperatur).

Warum wird es nur in England kalt? Na wegen des BREXITs. Der BREXIT wirkt sich auf die Temperaturen in England aus (Ob beim MET-Office schon der BREXIT-Faktor in die Wettervorhersage eingerechnet wird? … würde die Vorhersage vermutlich auch nicht verlässlicher machen).

Wir waren beim „Warum“. Das Warum der Kälte, der BREXIT, und das Warum des BREXIT, das letztlich das Warum für die Kälte ist (denn hier herrscht Transitivität), es findet sich im Anti-Feminismus. im stotternden EU-Motor. Die EU, so schreibt die Heide, die EU war der Motor der Frauenpolitik: Frauenpolitik und Gender Mainstreaming, sie haben nur wegen der EU ihren Weg nach England gefunden.

Die EU, sie hat all die Wohltaten der Frauenpolitik und des Gender Mainstreamings zu verantworten. Aber der EU-Motor des Gender Mainstreamings, er stottert, und deshalb, so meint Oestreich, die auf ihrer eigenen Insel lebt, eine gender gemainstreamte Fraueninsel im roten See, auf die nur wenig Kunde gelangt, außer der Kunde des stotternden EU-Motors., deshalb kam der BREXIT. Und nach dem BREXIT wird es nun kalt in England. Die englischen Frauen, sie werden schon sehen, was sie von der Wahl für den BREXIT, die sie in gleicher Menge getroffen haben, wie die englischen Männer (zu dumm), haben: Kein Gender Mainstreaming und keine Frauenpolitik mehr. Hätte doch der EU-Motor nur nicht gestottert, so Oestreich, es hätte den BREXIT nicht gegeben.

Sie lebt eben auf der gemainstreamten Fraueninsel im roten See, auf der nicht viel Kunde von außen eintrifft. Abgesehen davon, dass Frauenpolitik und Gender Mainstreaming bei der Entscheidung für oder gegen den BREXIT gar keine Rolle gespielt haben. Hätte beides eine Rolle gespielt, die Mehrheit für Leave wäre noch größer geworden. Und angesichts solcher Behauptungen wie der, BREXIT sei letztlich ein Ergebnis eines stotternden EU-Motors, also von Anti-Feminismus muss man sich fragen, wie wirr man sein muss, um auf diesen wirklich abstrusen Zusammenhang zu kommen: Was rauchen die da eigentlich auf dieser Fraueninsel?

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The Snout in the Trough

Oder kann sich Oestereich nicht damit abfinden, dass Frauenpolitik und Gender Mainstreaming durch sind. Niemand interessiert sich mehr für diesen Unsinn (außer vielleicht dafür, wie man seine Folgen reduziert und ihn abschafft). Schon gar nicht in England (von Wales ganz zu schweigen). Und wenn die EU nun mit rund 12 Milliarden Euro jährlich weniger auskommen muss, wird sich auch bei der EU kaum mehr jemand finden, der das knappe Geld in die Finanzierung von Frauencafés in Potsdam investieren will. Knappe Mittel, stotternde Finanzierung, Arbeitslosigkeit droht, denn: Was macht man als jemand, der nur Gender Mainstreaming kann, etwas, mit dem man so gar nichts anfangen kann. Was macht man, wenn die künstliche Nachfrage, die die EU über Jahre geschaffen hat, nicht mehr finanziert wird und entsprechend und ganz schlicht entfällt?

Man lernt etwas Richtiges, aber das machen meist nur Männer. Man macht auf Familie und auf Ganztagsmutter, vielleicht auch auf Halbtagserwerb, aber dazu muss man bereit sein, zu arbeiten, was in vielen Fällen den Einsatz von vollkommen un-gemainstreamten Händen erfordert.

Das ist für Oestereich keine Option, unterstellt sich doch englischen Frauen, dass für diese „ein Halbtagsjob mit Kindern völlig in Ordnung [sei]. Die finanzielle Abhängigkeit von ihrem Gatten … für sie pure Liebe [sei] – alles andere ein Experiment mit ungewissem Ausgang“.

Spätestens nach diesem Satz kann man feststellen, dass Heide Oestereich überhaupt keine Ahnung davon hat, was auf der Insel, die wir hier das Vereinigte Königreich und eben nicht England nennen, für die durchschnittliche Frau normal ist. Nur soviel: Die Mama, für die die Fortpflanzung der Hauptlebenszweck und Legitimation für den Abschied vom Arbeitsmarkt ist, sie ist eine westdeutsche Erscheinung. Außerhalb von Westdeutschland findet man sie nur vereinzelt. Jenseits des Kanals eher spärlich, weil die üppige finanzielle Subventionierung aus den Kassen des Staatsfeminsimus‘, die Fortpflanzung zum Beruf macht, hier nicht vorhanden ist. Und weil dem so ist, trauert kaum jemand im Vereinigten Königreich darüber, dass das EU Gender Mainstreaming ein Ende hat.


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Gesinnungs-Prostitution: Bundesforum gegen Männer soll Stimmung machen

Die Europäische Kommission hat ein Modell entwickelt, das Christopher Snowdon liebevoll auseinander genommen hat: Die EU-Kommission finanziert Organisationen, die keinerlei Mehrwert für die Gesellschaft erfüllen und nahezu vollständig in ihrem finanziellen Überleben von Brüssel abhängig sind. Im Gegenzug machen die entsprechenden Organisationen dann Stimmung für die Europäische Kommission, versuchen vor Ort auf Landesregierungen einzuwirken und eventuelle Widerstände gegen Vorhaben der EU-Kommission im Keim zu ersticken. Im Zusammenhang mit diesen Organisationen kann man von nationalen EU-Booten sprechen.

Bundesforum_Maenner_gross1Das System der EU-Boote hat auch in Deutschland Schule gemacht. Das Bundesministerium für FSFJ finanziert eine Unzahl von Organisationen, deren einziger Daseinszweck im Verfassen sinnloser Studien, im Abhalten sinnloser Netzwerktreffen, im Kampf gegen dies und das oder im Trommeln für die Politik des BMFSFJ besteht. Letztere Funktion macht die entsprechenden Organisationen zu nützlichen U-Booten, die man in die politische Schlacht schicken kann.

Da ist zum Beispiel das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern, das zum Ladenhüter zu werden droht, weil sich selbst unter den langsamsten der Denker in Parlamenten herumgesprochen hat, dass es gar keine Ungerechtigkeit zwischen Frauen und Männern im Hinblick auf Löhne gibt. Was es gibt sind Lohnunterschiede, die sich über ein Mehr an Erfahrung, Arbeitszeit, Kompetenz, Motivation und Qualifikation bei Männern erklären lassen. Wir haben das hinreichend getan, so dass wir es an dieser Stelle nicht wiederholen müssen.

Weil das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern ins Stocken geraten ist und droht, an der Rationalität und der Realität zu scheitern, ganz einfach, weil es Dinge behauptet, die es nicht gibt, deshalb hat das BMFSFJ jetzt wohl seine Claqueure in Stellung gebracht und einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel und alle Abgeordneten des Bundestages schreiben lassen, in dem für das Gesetz geworben wird.

Zu den Claqueuren zählen z.B. das Bundesforum gegen Männer, dessen Männerpolitik darin besteht, sich zu entmannen, um den Deutschen Frauenrat kopieren zu können. Und just jener Frauenrat, ohne den das Bundesforum gegen Männer sich nichts zu tun traut, ist auch mit von der Partie.

Professional spongerBeide, weder das Bundesforum gegen Männer noch den Deutschen Frauenrat, gäbe es ohne die Finanzierung aus dem Bundesministerium für FSFJ. So wird der Frauenrat allein im Jahre 2016 mit 634.000 Euro aus Steuermitteln unterhalten. Wir hoch die Unterhaltskosten für das Bundesforum gegen Männer sind, kann man aus deutschen Quellen leider nur ungenau auf mehrere 100.000 Euro rekonstruieren. Da das Bundesforum gegen Männer ein Outsourcing-Unternehmen des BMFSFJ ist (mit einer dreijährigen „Anschubfinanzierung“ in ungenannter Höhe und das bei einer Organisation, die für mehr Transparenz bei Löhnen streiten will), kann man jedoch davon ausgehen, dass es das Bundesforum ohne die Finanzierung aus dem Hause der Erfinder der Entgeltlücke nicht gäbe.

Gäbe es Strukturen wie diese, die von einem Ministerium finanzierte Organisationen für ein vom Ministerium eingebrachtes Gesetz bei Abgeordneten und Bundeskanzler Werbung machen sieht, und zwar unter dem Deckmantel der Eigenständigkeit z.B. in Ägypten, dann nähme man es als Beleg für die Korruption des dortigen Machthabers Abd al-Fattah as-Sisi.

Dieselbe Form von Korruption in Deutschland geht vermutlich als zivilgesellschaftliches Engagement durch und genau das macht das Ausmaß des moralischen Verfalls deutlich, der durch Organisationen wie das Bundesforum gegen Männer oder den Frauenrat in Deutschland mit verschuldet wurde, Organisationen, die keinerlei positiven Zweck erfüllen und keinerlei Mehrwert bereitstellen. Im Gegenteil, sie verbrauchen Steuergelder, leben auf Kosten derjenigen, die ihre hohe Steuerlast mit Altersarmut bezahlen werden und sind willfährige U-Boote im Dienste der sie finanzierenden Herren. Von Lohnsklaven in diesem Zusammenhang zu sprechend, verbietet sich von selbst.

Gesinnungs-Prostitution ist wohl der angebrachtere Begriff.

Wie viele Rentner wohl aus der Altersarmut kämen, wenn man all diejenigen, die völlig unproduktiv auf Kosten von Steuerzahlern leben, einer sinnvollen Arbeit zuführen würde?


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Deutschland kommt dem Paradies immer näher

ArneEinst hat Arne Hoffmann gefragt, ob Frauen die besseren Menschen sind. Welche Frage! Natürlich sind Frauen die besseren Menschen, sonst müsste man sie ja nicht fördern. Im Gegensatz zu Migranten muss man Frauen nur fördern, während im Integrationsgesetz das Fördern und Fordern von Migranten vorgesehen ist. Frauen muss man nicht fordern, denn Frauen sind einfach besser.

Und weil Frauen besser [als was bleibt jedem selbst zu füllen] sind und es dennoch nicht in nennenswertem Anteil in die Aufsichtsräte von DAX-30 Unternehmen schaffen, deshalb muss man sie fördern, vielmehr befördern, in die Vorstände. Warum? Damit in Deutschland endlich paradiesische Zustände einkehren, wie sie notwendigerweise einkehren müssen, wenn Frauen gefördert oder befördert werden. Auf dem Weg zum Heil, der am weiblichen Wesen Deutschland genesen sieht, sind wir, wie das DIW in Berlin festgestellt hat, bei dem weder Zeit noch Geld geschont wird, um den Deutschen Weg in die Erleuchtung zu dokumentieren, ein gutes Stück weiter gekommen:

“Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der 30 größten börsennotieren Unternehmen des Landes ist seit Einführung der Geschlechterquote um mehr als drei Prozentpunkte gestiegen. Anfang Juni lag er bei 30,2 Prozent. Das zeigt eine Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Demnach überschritten die DAX-30-Unternehmen insgesamt erstmals die 30-Prozent-Marke bei den Frauenanteilen in den Aufsichtsräten. Einzeln betrachtet erfüllen bereits 18 der 30 Unternehmen die gesetzliche Quote, die für den Großteil dieser DAX-Unternehmen seit Januar 2016 gilt. „Dieser Anstieg ist ein vergleichsweise deutlicher Schritt in die richtige Richtung und könnte ein Anzeichen für die Wirkung der Quote sein“, sagt Elke Holst, DIW-Forschungsdirektorin für Gender Studies“.

Jetzt wird alles gut. Finanzkrisen, Bubbles an Börsen, Tsunamis in Japan, Vulkanausbrüche in Indonesien?

Lasst sie kommen! Deutschland ist gerüstet. 30,2% der Aufsichtsräte der DAX-30 Unternehmen sind mit den heilbringenden weiblichen Mitgliedern ausgestattet. Und alles wird am weiblichen Wesen genesen. Denn einen anderen Grund für die Beförderung von weiblichen Mitgliedern in Aufsichträte wird Christopher Robin nicht nennen.

Und so werden dann die Aufsichtsräte der DAX-30 Unternehmen den Weg in die Ent-Professionalisierung nehmen, den andere Berufe, in denen der Frauenanteil befördert wurde und die Teilzeit-vielleicht-bin-ich-morgen-da Mentalität ernsthaftes Arbeiten abgelöst hat, genommen haben. Berufe wie: Grundschullehrer, Politiker, Funktionär, Verwaltungsangestellter, Sozialarbeiter, Sozialpädagoge, Jurist. Sie alle sind geradezu von einer Welle der weiblichen Beförderung ergriffen und mit ihr ist die Professionalität weggespült worden, denn Professionalität kann man sich nicht backen lassen, man kann sie nicht fördern und man kann sie vor allem nicht nebenbei, im Halbtagsjob entwickeln.


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Männerhass im Statistischen Bundesamt: Von Misandrie zum unwerten Leben

Paul Nathanson und Katherine K. Young haben der Misandrie in westlichen Gesellschaften drei Bücher gewidmet, in denen Sie beschreiben, wie die Feindlichkeit gegenüber Männern, Nathanson Misandryvornehmlich weißen Männern, vornehmlich von Feministen und denen, die ihnen nach dem Mund reden, verbreitet wird. Im ersten Band der Trilogie „Spreading Misandrie“ (Männerfeindlichkeit verbreiten) zeigen Nathanson und Young nach eigenen Worten die sexistischen Untertöne der Feministen, „according to which men may be stereotyped as either evil or inadequate; a few exceptions are allowed for ‚honorary women‘ (that is, either minority men or men who have ‘converted’ to feminism” [denen zufolge Männer als entweder böse oder defizitär stereotypisiert werden können, mit der Ausnahme einiger weniger Männer, die zu ehrenamtlichen Frauen ernannt werden (dabei handelt es sich entweder um Männer, die Minderheiten angehören oder um Männer, die zum Feminismus bekehrt wurden)].

Im zweiten Band ihrer Trilogie behandeln Nathanson und Young die Legalisierung des Männerhasses, den Einzug des Männerhasses in öffentliche Institutionen und den Einzug der Männerhasser in die Netzwerke, die von Steuerzahlern unterhalten werden. Dem Unterschied zwischen dem kruden Männerhass, wie ihn Feministen verbreiten und dem institutionalisierten Männerhass, wie er in westlichen Gesellschaft Einzug gehalten hat, tragen wir in der Regel durch die Unterscheidung zwischen Genderismus und Staatsfeminismus Rechnung.

Ein besonderes Beispiel der institutionalisierten Misandrie hat das Statistische Bundesamt gerade produziert. Es ist eines jener Beispiele, bei denen man zweimal lesen muss, bevor man sichergestellt hat, dass man bereits beim ersten Mal richtig lag.

Die Folgen des Rauchens kosten Frauen über 10 Jahre ihres Lebens“, so lautet die reißerische und gleichzeitig wirklich dumme Überschrift, denn nicht alle Frauen rauchen und nicht alle Frauen erreichen das durchschnittliche Lebensalter von Frauen, also können auch nicht alle Frauen 10 Lebensjahre durch Rauchen verlieren. Wie sich im nächsten Absatz zeigt, geht es auch gar nicht um Frauen oder um Rauchen, sondern um weibliche Krebstote, deren Krebsart mit Rauchen in Verbindung gebracht werden kann. Aber auch das wollen wir den Statistischen Bundesämtlern heute durchgehen lassen, denn heute geht es um Misandrie, um kruden Männerhass oder Männerverachtung.

Denn in der Pressemeldung kommt nun der folgende Absatz:

Legalizing misandry“WIESBADEN – Durchschnittlich 70,9 Jahre alt wurden Frauen, die im Jahr 2014 an Krebserkrankungen verstorben sind, welche in Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten gebracht werden können. Dies sind 10,4 Jahre weniger als das durchschnittliche Sterbealter aller verstorbenen Frauen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai weiter mitteilt, ist die Zahl der an den Folgen des Rauchens verstorbenen Frauen in den letzten zehn Jahren von 11 870 (2005) um circa 33 % auf 15 748 (2014) angestiegen. Neben Lungen- und Bronchialkrebs zählen auch Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs zu den Folgeerkrankungen des Rauchens. Allein die bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge verursachte im Jahr 2014 bei Frauen 15 513 Sterbefälle und ist damit deren siebthäufigste Todesursache.

Krebstod als angenommene Folge von Rauchen, sie betrifft alleine Frauen. 15.748 Frauen sind 2014 an einer entsprechenden Erkrankung gestorben. Männer haben mit Krebserkrankungen der Atmungs- und Brustorgane offensichtlich keine Probleme, jedenfalls werden sie nicht einmal erwähnt. Es ist eben nur bejammernswert, dass Frauen an den entsprechenden Krebsarten sterben. Dass 2012 nach den Daten der Robert-Koch-Stiftung 150.977 Männer an einem Krebsleiden der Atmungs- oder Brustorgane verstorben sind, gegenüber 116.397 Frauen und dass nach den Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft durchweg mehr Männer rauchen als Frauen, das alles verschweigt man beim Statischen Bundesamt, um dem Stereotyp der Leidensfrau des weiblichen Opfers, hier: von Krebs, einmal mehr ein Denkmal setzen zu können und einmal mehr die Rationalität aus dem Fenster zu werfen.

Tatsächlich sind 2013, abermals nach Angaben der deutschen Krebsgesellschaft 121.000 Menschen vermeintlich an den Folgen des Rauchens gestorben. Auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamts muss man somit davon ausgehen, dass 87% der entsprechenden Krebsopfer männlich waren, während 13% weiblich waren.

Diesen 13% ist die Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes gewidmet. Warum auch nicht? Was sind schon die 105.000 Männer, die vermeintlich durch Rauchen ihren Tod finden, angesichts von 15.748 Frauen, die das selbe vermeintliche Raucherende finden?

Was sie sind? Vernachlässigbar. Offensichtlich ist es dem Statistischen Bundesamt keine Meldung wert, dass deutlich mehr Männer als Frauen an den Krebsarten sterben, die man als Folge von Rauchen ansehen kann. Offensichtlich geht es beim Statistischen Bundesamt darum, die Misandrie in der Gesellschaft, die durch Genderisten und Staatsfeministen sowieso schon zum alltäglichen Bestandteil geworden ist, weiter zu verfestigen, damit Männer auch verstehen, dass sie weniger Wert sind als Frauen – im Verhältnis 9:1 weniger wert.

Tatsächlich sterben jährlich mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen an einem Krebsleiden, das mit Rauchen in Verbindung gebracht werden kann, wie die folgende Abbildung zeigt, die wir auf Grundlagen der Daten des Robert-Koch-Instituts erstellt haben.

Krebstote_Atmung_Brust

Wem dies immer noch nicht reicht, um ihm klar werden zu lassen, dass Anstand und Moral, Realität und Urteilsvermögen beim Statistischen Bundesamt durch staatsfeministische Weisungen ersetzt wurden, dem kann durch die einzige Nennung von „Männern“ in der Pressemitteilung vielleicht der Rest gegeben werden: „Zwar war diese Zahl bei den Männern nach wie vor höher, …, jedoch gab es hier eine positive Entwicklung, da noch zehn Jahre zuvor 86,7 Männer je 100.000 Einwohner an diesen Krebsarten verstorben waren“. Also Entwarnung: Während 2014 erschreckende 37,3 Frauen und somit 7,3 mehr auf 100.000 Einwohner, an den Folgen eines Krebsleidens verstorben sind, das mit Rauchen in Zusammenhang gebracht werden kann, sind es bei den Männern als Ergebnis einer „positiven Entwicklung“ 74,4 und nicht mehr 86,7. Heureka, nicht mehr mehr als doppelt so viele tote Männer sondern nur noch gut doppelt so viele. Ein Grund zur Freude – oder? Dagegen sind die deutlich weniger Frauen, die an einem entsprechenden Krebsleiden versterben, erschreckend. Oder nicht? Nun, die Zunahme von Frauen, die an den entsprechenden Krebsleiden sterben, ist eine Folge der erhöhten Lebenserwartung von Frauen, sie werden immer älter und haben entsprechend länger Zeit, ein entsprechendes Krebsleiden zu entwickeln. Männer sterben früher als Frauen, fünf Jahre früher im Durchschnitt. Aber das ist nicht erwähnenswert.

Eigentlich sollten sie sich beim Statistischen Bundesamt schämen, aber vermutlich wissen sie dort gar nicht, was Scham ist.


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Hausgemachte Katastrophe: Wie Staatsfeminismus Ärztemangel schafft

In seinem Buch „Logik des Misslingens“ beschreibt Dietrich Dörner das „beklagenswerte Schicksal von Tanaland“, ein Land, das glücklicherweise nur im Computer existiert und in Windeseile von wohlmeinenden und durchweg mit den besten Absichten angetretenen, formal hochgebildeten Spielern, in die Katastrophe befördert wird. Dabei bestand ihre Aufgabe darin: „für das Wohlergehen der in Tanaland lebenden Bewohner und für das Wohlergehen der gesamten Region“ (Dörner, 1996: 22) zu sorgen.

Logik des MisslingensDas Wohlergehen des deutschen Volkes, das Wohlergehen von Deutschland, dem Pendant zu Tanaland, es ist angeblich das, was deutschen Politikern besonders am Herzen liegt. Deshalb regeln sie, verabschieden sie Gesetze, greifen sie in die Wirtschaft, die Wissenschaft, Unternehmen und private Haushalte ein, immer mit dem Anspruch, Gutes oder doch zumindest Besseres zu schaffen. So wie sie behaupten, ihr Gender Mainstreaming, das als Staatsfeminismus eine gezielte Bevorteilung von Frauen in allen Lebenslagen vorsieht, habe das Ziel, das Wohlergeben des deutschen Volkes und von Deutschland zu sichern.

Dass sie in gleicher Weise, wie Dörners Spieler, eine hausgemachte Katastrophe an die nächste reihen, dass sie das Rentensystem, das Bildungssystem und letztlich das Wirtschaftsystem in die Katastrophe führen, mit ihren Versuchen, Gutes zu bewirken, ist letztlich ein Ergebnis der Komplexität von Systemen, wie Dörner das nennt, die in einem krassen Gegensatz zur Eindimensionalität der Ideologien steht, mit denen Politiker die Komplexität von Systemen beherrschen und die Zukunft planen wollen.

Am Beispiel des Ärztemangels kann die hausgemachte Katastrophe, die immer dann das Ergebnis ist, wenn Ideologie und nicht rationales Kalkül Entscheidungen anleiten, hervorragend dargestellt werden.

Der Ärztemangel ist endemisch. Die Unterversorgung auf dem Land ist eines der Probleme. Am 11. Juni 2015 vermeldete die Süddeutsche Zeitung dazu, dass 2.600 Hausarzt- und 2000 Facharztsitze nicht mehr besetzt werden können. Eine Untersuchung der deutschen Krankenhausgesellschaft kommt zu dem Ergebnis, dass bis zum Jahre 2019 an deutschen Krankenhäusern rund 37.400 Ärzte fehlen werden (Blum & Löffler, 2010) und die Bundesärztekammer weist regelmäßig darauf hin, dass an deutschen Krankenhäusern 5.500 (2011) oder 6.000 (2012) Ärzte fehlen beziehungsweise der medizinische Versorgungsbedarf schneller wächst als die Anzahl der Ärzte (2016).

Die Situation ist so dramatisch, dass sich selbst Politiker genötigt sehen, aktiv zu werden und das nun schon seit Jahren. Letztes Beispiel: das so genannte Versorgungsstärkungsgesetz, das im Juni 2015 verabschiedet wurde. Darin ist u.a. anderem vorgesehen, Medizinern, die sich als Hausarzt niederlassen, einen Zuschuss von 20.000 Euro zu gewähren. Dass diese Maßnahmen nicht greifen, das zeigt sich z.B. daran, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern Medizinern, die bereit sind, eine bestehende Hausarztpraxis zu übernehmen, weil der bisherige Hausarzt in Rente geht, 50.000 Euro zahlt.

Wie konnte es dazu kommen, dass aus der Ärzteschwemme, die in den 1990er Jahren noch in aller Munde war, in sehr, sehr kurzer Zeit ein Ärztemangel wurde? Die Antwort auf diese Frage findet sich im Staatsfeminismus und den absurden Auswirkungen, die die Förderung von Frauen und die damit einhergehende „Feminisierung der Medizin“(Kopetsch, 2009) hat.

Unintended-Consequences.2Seit Jahren propagieren Politiker die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Seit Jahren geben sie Unmengen von Steuergeldern dafür aus, Frauen für bestimmte Berufszweige zu begeistern bzw. den Anteil von Frauen in den entsprechenden Berufszweigen zu erhöhen. In der Humanmedizin haben diese Versuche, die deutsche Gesellschaft umzuschichten, Folgen gehabt: 45,5% der berufstätigen Ärzte waren 2015 weiblich (1991 waren es noch 33,6%). Gut 60% der Studenten der Humanmedizin sind weiblich, so dass der Anteil der berufstätigen Ärzte noch steigen wird, so wie die Anzahl der berufstätigen Ärzte seit Jahren insgesamt wieder steigt: 371.300 waren es im Jahre 2015 gegenüber rund 82.000 im Jahre 1991.

Somit könnte man denken, dass alles in Ordnung ist. Ist es aber nicht: Es herrscht Ärztemangel: Spezialisten, Notärzte, Fachärzte, Hausärzte, sie alle werden knapp und sie werden in Zukunft noch viel knapper werden, denn die Ärzteschaft ist alt. 53,4 Jahre sind Vertragsärzte (Hausärzte, Internisten) derzeit im Durchschnitt alt. Viele von Ihnen gehen in den nächsten Jahren in Rente. Nachwuchs ist schon jetzt so knapp, dass Mecklenburg-Vorpommern 50.000 Euro für diejenigen auslobt, die bereit sind, eine Hausarztpraxis zu übernehmen.

Wie kann es sein, dass trotzt immer mehr Ärzte immer mehr Arztmangel herrscht? Die Antwort auf diese Frage zeigt die ganze Armseligkeit des staatsfeministischen Versuchs, die Gesellschaft umzubauen, und sie zeigt, wie Staatsfeministen mit ihrem ideologischen Spleen eine Gesellschaft in Windeseile ruinieren können.

Die Medizin, sie macht nämlich Fortschritte, und die Menschen, sie werden immer älter. Mit den Fortschritten der Medizin werden Krankheiten, die vor Jahren nicht behandelbar waren, behandelbar. Das kostet Geld und Arbeitskraft: Mehr Ärzte sind notwendig, um die neuen Therapien durchzuführen. Gleichzeitig werden die Menschen immer älter und mit dem höheren Alter steigt auch die Häufigkeit von Krankheiten, die durch Ärzte behandelt werden müssen. Der Anteil der über 60-Jährigen in Krankenhäusern beträgt derzeit 51,5% bis 2030 werden es 60,8% sein. Die Anforderungen an die Ärzteschaft steigen als Ergebnis beider Entwicklungen: Mehr Ärzte, mehr Zeit für Patienten sind erforderlich, um mit der wachsenden Nachfrage nach ärztlichen Leistungen Schritt zu halten.

Nun wollen Politiker, die vom ideologischen Virus des Staatsfeminismus befallen sind, Menschen dazu bewegen, Familie und Beruf zu vereinbaren. Überhaupt steht Arbeit im Staatsfeminismus nicht hoch im Kurs, ist weniger Berufung als notwendiges Übel. Halbtagsarbeit, so die herrschende Meinung unter Staatsfeministen, sie reiche aus, um gesellschaftliches Wohlergehen zu sichern.

Und das Ergebnis dieser ideologischen Idiotie, wir können es derzeit u.a. im Ärztemangel bestaunen. Die Anzahl der Ärzte, die bereit sind, sich der Heilung anderer zu verschreiben und ihren Beruf zur Berufung zu machen, sie wird immer geringer. Frank Ulrich Montgomery, der Präsident der Bundesärztekammer, hat dies in einer unglaublich euphemistischen und politisch korrekten Art beschrieben: „Es wächst eine sehr selbstbewusste Ärztegeneration nach. Sie ist verständlicherweise nicht mehr bereit, Versorgungslücken bedingungslos auf Kosten der eigenen Lebensplanung zu schließen“. Anders gesagt: Die Saat des Staatsfeminismus ist aufgegangen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sie fordert ihre Opfer in Krankenhäusern und auf dem Land, wo die Ärzte fehlen.

Zwar gibt es immer mehr Ärzte, aber die Ärzte leisten immer weniger Arbeit. Das Gesamtarbeitsvolumen der Ärzte ist trotz einer steigenden Anzahl der Ärzte zurückgegangen, denn die Ärzte arbeiten im Durchschnitt nur noch 33,1 Wochenstunden, anstelle von 37,6 Wochenstunden, wie es noch 1991 der Fall war. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass die Anzahl weiblicher Ärzte um rund 50% gestiegen ist. Die neuen weiblichen Ärzte arbeiten aber im Durchschnitt nur noch 28 Wochenstunden gegenüber 32,8 Wochenstunden, die es noch 1991 waren. Dagegen hat sich die Arbeitszeit von männlichen Ärzten nur geringfügig verringert: 36,6 Wochenstunden an Stelle von 37,6 Wochenstunden (1991) sind es. Ein höherer Anteil weiblicher Ärzte geht also mit einen geringeren Gesamt-Arbeitsvolumen der Ärzte einher und mit einer veränderten Wahl des Arbeitsplatzes. Die meisten weiblichen Ärzte scheuen das Risiko, wollen feste und geregelte Arbeitszeiten und sind daher im ambulanten Dienst von Krankenhäusern zu finden.

Nicht genug damit.

Abermals verdanken wir Montgomery einen Euphemismus, der an politischer Korrektheit kaum zu überbieten ist: „Wir müssen dafür sorgen, dass diejenigen ausgewählt werden, die hinterher auch in der Versorgung der Bevölkerung arbeiten wollen“. Dabei bezieht sich Montgomery auf die Studenten, die für ein Studium des Faches Humanmedizin zugelassen werden. Unter diesen, 60% davon weiblich, gibt es nämlich eine erhebliche Anzahl, die auf Kosten der Steuerzahler studieren, aber keine Sekunde an Arbeit denken: 114.500 ausgebildete Ärzte praktizieren derzeit in Deutschland nicht, obwohl sie es könnten. Darunter sind eine Vielzahl von Absolventen, die es vorgezogen haben, entweder einen anderen Beruf zu ergreifen, oder die nie vorhatten, einen Beruf zu ergreifen, weil das Studium für sie einen Heiratsmarkt darstellt und ausschließlich dem Ziel dient, den eigenen Heiratswert zu steigern, um einen entsprechend gut verdienenden Ernährer erringen und sich zur Ruhe setzen zu können.

Immer mehr weibliche Ärzte, die immer weniger arbeiten. Immer weniger männliche Ärzte, deren Motivation, mehr zu arbeiten, angesichts der immer mehr weiblichen Ärzte, die weniger arbeiten, sinkt, immer mehr weibliche Studenten der Humanmedizin, die nicht vorhaben, Humanmedizin jemals auszuüben und ein Anstieg von 152 Millionen Fällen allein bei der ambulanten Behandlung in Krankenhäusern zwischen 2004 und 2014. Das sind die Zutaten einer hausgemachten Katastrophe, einer Katastrophe, die staatsfeministische Ideologen zu verantworten haben, die Entscheidungen treffen, deren Folgen sie nicht einmal abschätzen könnten, wenn sie sich Mühe geben würden.


 

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Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Arbeit ist männlich!

Es gehört zu den lustigsten Tätigkeiten, die Kämpfer gegen Sexismus, Rassismus und Sonstismus an ihren eigenen Ansprüchen zu messen.

Sind nicht die Staatsfeministen, die in den Ministerien vereinigt sind, der Ansicht, dass Männer und Frauen in allen Aspekten des Lebens gleichgestellt werden müssten? Männer müssten Kinder wickeln, Geschirr spülen und bügeln, Frauen im Gegenzug nicht etwa das Auto putzen und den Wasserkasten schleppen, sondern im Aufsichtsrat von großen Unternehmen sitzen.

Die Gleichstellung von Frauen, sie erfordert es, dass mit vielfältigen Aktionen, die vermeintlichen Nachteile von Frauen, z.B. dann, wenn es darum geht, einen white collar Arbeitsplatz mit sehr guter Bezahlung im MINT-Bereich zu finden, statt sich für schlechte Bezahlung auf wenig produktiven staatlichen Mausschieber-Halbtagsstellen herumzudrücken, ganz viel Steuermittel in ein entsprechendes Marketing kanalisiert werden, und natürlich erfordert es die Gleichstellung von Frauen, dass die Vorteile, die Männer im Bereich körperlicher Arbeit, ja bei Arbeit insgesamt nach wie vor haben (99% der Maurer sind männlich) abgebaut werden.

Und nun, wo wir auf dem gesellschaftlichen Weg sind, die Berufe gönnerhaft und von oben geregelt, gleich zu verteilen, nicht mehr nach körperlicher und geistiger Fähigkeit, sondern nach Geschlecht, nun fällt dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales wieder die Realität ein, die Realität, nach der Arbeit eben doch ein männliches Phänomen ist, schon weil Männer nicht die Option haben, sich auf das Kinderkriegen zu verlegen.

Männer sind halt mehrheitlich und überwiegend immer noch die Alleinversorger, die Haupternährer und diejenigen, die Arbeiten gehen, um die Familie zu unterhalten, während ihre Frauen die Kinderpause nehmen – trotz aller staatsfeministischen Anstrengungen.

Vor diesen Realitäten hat sich nun auch das BMAS gebeugt, wie sich zeigt.

Welcher Arbeitstyp (nicht TypIN) sind Sie?

Fragen oder Anregungen, kontaktieren Sie uns!

Sozialwissenschaftlicher Auswuchs! Prof. Dr. Ulrich Kutschera: Gender-Studies haben an Universitäten nichts zu suchen

Am 24. November haben wir den ersten Teil eines Interviews veröffentlicht, das der Evolutionsbiologe Dr. Ulrich Kutschera ScienceFiles exklusiv gegeben hat. Heute veröffentlichen wir den zweiten Teil des Exklusivinterviews, in dem es vornehmlich um die Ideologie des Genderismus und den Kampf gegen deren Etabilerung an Universitäten geht. Diesen Kampf, den ScienceFiles seit 2011 führt, hat Ulrich Kutschera zunächst für nicht notwendig erachtet. Nach eigener Angabe dachte er, Spekulationen wie die einer sozialen Konstruiertheit von Geschlecht seien so absurd, dass sie sich von alleine wieder in Luft auflösten.

Wie sich gezeigt hat, ist dies nicht der Fall: Wenn sich mit absurden Spekulationen Positionen in der Wissenschaft ergaunern lassen (wie dies schon Hegel getan hat) und wenn es möglich ist, als Anhänger einer Ideologie wie dem Genderismus ein Auskommen zu erzielen, dann ist scheinbar keine Ideologie zu absurd, als dass sie nicht eine Kongregation leichtgläubiger, opportunistischer oder verwirrter Jünger schaffen könnte.

Deshalb hat Ulrich Kutschera den Kampf gegen den Genderismus aufgenommen, zunächst in Medien und Fachvorträgen und nun im Form eines Buches: Gender-Paradoxon, so der Titel des Buches, das nächste Woche beim LIT-Verlag erscheinen wird und das wir unseren Lesern zur Lektüre empfehlen.

ScienceFiles: Herr Kutschera, 440 Seiten umfasst Ihr neues Buch „Gender-Paradoxon“. 440 Seiten über Genderismus. Gibt es so viel über eine abwegige Ideologie zu sagen?

Kutschera_Design FehlerUlrich Kutschera: Seit Jahren erhalte ich Anfragen, in welchen man sich wundert, dass es bisher kein Naturwissenschaftler gewagt hat, die jedem klar denkenden Menschen als absurd erscheinende deutsche Gender-Lehre zu kritisieren. Zunächst hatte ich dann aber meinen Schwerpunkt im Bereich „Kreationismus-Kritik“ vertieft und nur nebenbei die Thesen der Gender-Ideologinnen verfolgt. Die Spekulationen bezüglich einer „sozialen Konstruiertheit des Geschlechts“ kamen mir derart absurd vor, dass ich davon ausgegangen bin, der Spuk würde sich von alleine in Luft auflösen.

Das Gegenteil war leider der Fall: Je mehr Uni-Gender-Forscherinnen vom Staat eingestellt worden sind, desto aufdringlicher beziehungsweise selbstbewusster wurden die Vertreter dieser Glaubenslehre. Nachdem dann während einer informellen Diskussion auf dem AAAS Meeting [AAAS = American Association for the Advancement of Science] in San José/Kalifornien im Februar 2015 namhafte Kollegen aus Schweden, Dänemark und den USA mit mir der Ansicht waren, man müsse diese pseudowissenschaftliche Irrlehre genauso ernst nehmen und widerlegen wie den Kreationismus, habe ich meine Aufklärungsagenda mit dem bekannten, zensierten hpd-Beitrag vom 13. April 2015 eröffnet. Es folgten zahlreiche Interviews, und neben meiner beruflichen Tätigkeit als Physiologe und Evolutionsforscher habe ich meine über Jahre hinweg gesammelten Aufzeichnungen zum Gender-Thema in Buchform gebracht.

ScienceFiles: Wie ist es Ihnen nach Ihrer öffentilchen Kritik an Genderismus und Gender-Studies ergangen?

Ulrich Kutschera: Zu meiner großen Überraschung waren 90% aller Zuschriften, von Männern wie Frauen verfasst, positiv und ermunternd. Insbesondere infolge des Spiegel-Beitrags vom 04.09.2015 sind bei mir hunderte Mails eingegangen, in denen mir gedankt worden ist – nach dem Motto: Endlich wagt es einmal ein anerkannter Wissenschaftler, diesen offensichtlichen Unfug als solchen zu benennen.

Auf der negativen Seite setzte aber wieder die mir bekannte kreationistische Schmähkritik ein: Völlig analog zur Propaganda beleidigter Schöpfungsgläubiger wurde der Rassismus-Vorwurf aus der Mottenkiste geholt. Dieses alte Kreationisten-Argument ist jedoch völlig haltlos und beeindruckt mich nicht. Bereits im Vorfeld des Erscheinens der Monographie Das Gender-Paradoxon hat der Shit-Storm gegen meine Person begonnen. Da ich mich durch eine stattliche Zahl an wissenschaftlichen Publikationen zur Physiologie und Evolution der Organismen, von den Bakterien über die Tiere bis zu den Pflanzen, ausweisen kann, werde ich diese weiteren Diffamierungen meiner Person ignorieren. Im Anhang 2 des Buchtextes zum Gender-Paradoxon habe ich ein „Kleines Sex & Gender-ABC“ publiziert, und dort sind alle relevanten Begriffe, wie z. B. auch der Rassismus, definiert und an dieses Glossar halte ich mich.

ScienceFiles: Sie sind wir der Ansicht, dass Genderismus eine Ideologie ist, die keinerlei rationale Grundlagen aufweist und daher nichts an Hochschulen verloren hat. Wie bewerten Sie es, das Ideologien wie Genderismus von Hochschulen aus verbreitet werden?

Kutschera-end-utbUlrich Kutschera: Als Lebenszeit-Mitglied der Alexander von Humboldt-Stiftung sind mir nicht nur die Schriften des Namensgebers sehr gut bekannt – ich kenne auch die Thesen seines berühmten Bruders Wilhelm von Humboldt. Dieser Staatsmann hat um 1800 die deutschen Universitäten als Institutionen für wissenschaftliche Forschung und akademische Lehre etabliert. Bekanntlich wurde vor dieser Zeit die wissenschaftliche Forschung an Akademien betrieben, so zum Beispiel die pflanzenphysiologischen Untersuchungen an außeruniversitären landwirtschaftlichen Anstalten.

Mit der Humboldtschen Universitätsreform wurden Lehre und Forschung zuammengefügt. Da man jedoch nur Dinge erforschen und lehren sollte, die eine rationale Basis haben, war es eigentlich bisher üblich, esoterisch-okkulte Glaubenssachen, wie zum Beispiel die Homöopathie nicht an Universitäten anzusiedeln. Das hat sich leider seit einiger Zeit geändert: Sowohl der Glaube an das vermeintliche Gedächtnis des Wassers als auch die Annahme einer sozialen Konstruiertheit des Geschlechts unter Leugnung chemischer beziehungsweise biologischer Tatsachen werden an Universitäten beforscht und an die wissbegierige Jugend weitergegeben.

ScienceFiles: Sie haben wie wir vor einiger Zeit universitäre Genderisten dazu aufgefordert, die wissenschaftliche Fundierung der Gender-Studies darzulegen. Wir haben zu diesem Zweck eine Liste mit 30 Fragen erstellt, um es den Genderisten leichter zu machen, sie damit aber dennoch, wie es scheint, überfordert. Wie ist es Ihnen ergangen?

Ulrich Kutschera: Diese Anfrage sollte eigentlich über den Humanistischen Pressedienst (hpd) erfolgen, was nicht stattgefunden hat. Stattdessen hat dann die Berliner Tageszeitung eine sechsteilige Serie mit dem Titel „Gender in der Forschung“ publiziert – ohne Gegendarstellungen. Die absurden Spekulationen der eingeladenen Vertreterinnen des deutschen Genderismus habe ich in den Kapiteln 9 und 10 zitiert und durch Sachargumente widerlegt [Kapitel 9 und 10 von Gender-Paradoxon]. Ich bin der Berliner Tageszeitung dankbar dafür, dass sie im Herbst 2015 dafür gesorgt hat, dass diese widersinnigen Genderistischen Glaubenssätze, in neuen Varianten, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind.

ScienceFiles: Genderisten jammern regelmäßig, dass sie Hasskommentare erhalten. Wie bewerten Sie die bei Ihnen eingegangen negativen Reaktionen zu Ihrer Aufklärungsagenda?

13297-0 Genderparadoxon KutscheraUlrich Kutschera: Hasskommentare, gegen bestimmte Personen gerichtet, sind unakzeptabel, da muss ich den Gender-Damen Recht geben. Allerdings hat die Gender-Irrlehre des Urvaters John Money inzwischen derartige Auswüchse erreicht, dass man als Naturwissenschaftler nur noch mit klar positionierten und scharf formulierten Gegenantworten auftreten kann, ansonsten wird man ignoriert oder von der Gegenseite vereinnahmt. Daher halte ich klar formulierte, durchaus polemisch vorgetragene Sachargumente für richtig und notwendig, während ad hominem-Attacken unakzeptabel sind.

Mir wurden von den wenigen öffentlichen Kritikern die bereits oben genannten Rassismus- und rechte Ideologie-Vorwürfe entgegengehalten, die ich aber, als religionsfreier, unpolitischer Nichtwähler, nicht ernst nehmen kann – auch Gender-Urvater John Money hat die Nazi-Keule geschwungen, wann immer er von Biologen angegriffen worden ist.

ScienceFiles: Wenn Sie König von Deutschland wären und Universitäten nach Belieben umgestalten könnten, welche Reformen würden Sie sofort umsetzen?

Ulrich Kutschera: Wilhelm von Humboldt war kein König von Deutschland. Er war jedoch, wie sein Bruder Alexander, ein brillanter Denker und hat erkannt, dass nur vernünftige Dinge, die eine faktische Grundlage haben, an Universitäten erforscht und gelehrt werden sollen. Die Tatsache, dass schon damals auch die Theologie dabei war, hat Humboldt genauso hinnehmen müssen, wie wir heute noch zu akzeptieren haben, dass immer neue Bibel-Interpretationen als universitäre Wissenschaft staatlich subventioniert werden. Allerdings betrachte ich die Gender-Lehre, die ich in meinem Buch zur Abgrenzung gegen die wissenschaftlich fundierte Gender Biomedizin unter dem neu geprägten Wort „Moneyismus“ zusammengefassst habe, als einen Wildwuchs der Sozialwissenschaften, dem wir durch Sachargumente entgegenwirken müssen. Insbesondere unser reformiertes Bild von Mann und Frau – das Ganzkörper-XY-/XX-Modell unserer Spezies sollte allgemein bekannt werden, da wir das Menschsein nur im Lichte der Evolution und Zweigeschlechtlichkeit verstehen können.

ScienceFiles: Lieber Herr Kutschera, wir danken Ihnen für dieses interessante Gespräch

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Mit vielen Frauen kommt die Unprofessionalität (und der Niedergang)

Als Wissenschaftler, die einer Reihe von methodologischen und theoretischen Ansätzen verpflichtet sind, reiben wir uns immer öfter verwundert die Augen, wenn wir gewungen sind, Tagespolitik zur Kenntnis zu nehmen. Es scheint, wenn es um Tagespolitik geht, dann ist alles, was Sozialwissenschaftler über Jahrzehnte an Wissen zusammengetragen haben, verloren, dann herrscht die blanke Imagination und wie ich-es-gerne-hätte-Vorstellung. Dann herrscht inkompentente Ahnungslosigkeit, die gepaart mit dem Bemühen, seiner Ideologie zu dienen, regelmäßig in die Katastrophe mündet.

Drei Beispiele:

BartholomewMenschen sind rationale Wesen, die versuchen, mit ihren Handlungen und für sich den optimalen Nutzen zu erreichen. Hat man diese Annahme, dann ist es nicht weiter schwierig, zu der Erkenntnis zu kommen, dass dann, wenn einem Menschen zwei Wege zu einem von ihm präferierten Ziel angeboten werden, ein einfacher, bei dem er sich nur zurücklehnen muss und ein steiniger, bei dem er etwas tun muss, er den ersten Weg wählen wird. Das ist in kurz der Grund dafür, warum ein Wohlfahrtsstaat nicht funktionieren kann, warum ein Wohlfahrtsstaat in jeder Hinsicht ein Race-to-the-Bottom ist (Sehr schön beschrieben hat dies James Bartholemew).

Wenn Menschen miteinander interagieren, kooperieren wollen, etwas miteinander tauschen wollen, dann ist Vertrauen eine notwendige Voraussetzung, denn Interaktionen, weisen immer auf die Zukunft und somit auf das Unbekannte, und sie haben immer eine Vorleistung von einem der Interaktionspartner zum Gegenstand. So hat ein Austausch, bei dem z.B. die Stimme gegen Repräsentation getauscht wird, Vertrauen zur Voraussetzung: Derjenige, der seine Stimme gibt, damit ein Politiker ihn repräsentiert, erwartet, dass er auch vertreten wird, dass der Politiker keine Neben-Repräsentationen hat, die der eigenen Repräsentation entgegen stehen und vor allem, dass Politiker keine eigennützigen Akteure sind, die ihren Vorteil über den Vorteil der von ihnen Repräsentierten stellen, die sich, um mit Oliver Williamson zu sprechen, nicht opportunistisch verhalten. Damit sich Menschen nicht opportunistisch verhalten, muss sichergestellt sein, dass opportunistisches Verhalten nicht nur entdeckt, sondern auch betraft wird. Dies ist in aller Kürze die Erklärung dafür, warum eine repräsentative Demokratie nicht funktionieren kann, denn es ist Wählern kaum möglich auszuschließen, dass der gewählte Politiker von Gewerkschaften oder Unternehmen bezahlt wird oder seine Arbeitszeit damit zubringt, Kinderpornographie zu sammeln.

economics of lifeSchließlich ist es eine der offensichtlichsten und zugleich am meisten in Vergessenheit geratenen Weisheit, die im Alltagsverstand beheimatet ist, dass Kenntnisse, Erfahrung und Leistung sich linear zu einander verhalten. Je mehr Kenntnisse und Erfahrung jemand einsetzen kann, desto besser seine Leistung. Dies – in wissenschaftlich – hat Gary S. Becker in seine Humankapitaltheorie gegossen, die man auf die Basis herunterbrechen kann, dass je mehr formale Bildung jemand erwirbt und je mehr Zeit er für „training-on-the-job“ aufwendet, desto höher sein Humankapital ist, desto mehr Wissen und Erfahrung hat er um die Anwendung bestimmter Instrumente in unterschiedlichen Situationen und desto eher findet er eine Lösung für ein Problem, das sich ihm stellt. Das ist in aller Kürze die Erklärung dafür, dass eine Gesellschaft, die auf Teilzeitarbeitnehmer setzt, die die Vollzeitarbeit immer mehr entwertet, eher früher als später einen wirtschaftlichen Niedergang erlebt, der u.a. Infrastruktur, Ausrüstung, Wissen und Arbeitsmoral erfasst.

Und damit sind wir beim Staatsfeminismus angekommen, jener absurden Ideologie, die meint, man könne Menschen zu ideologisch gewünschten Handlungen manipulieren, in dem man entsprechende Anreize setzt, ohne dafür die Kosten verringerter Anstrengung zu zahlen, jene Ideologie, die denkt, man könne Frauen über eine Bevorteilung in Positionen befördern. für die sie nicht qualifiziert sind und hätte diese Diskriminierung der qualifizierten Bewerber nicht damit zu zahlen, dass Letztere und Erstere sich opportunistisch verhalten, Letztere durch Dienst nach Vorschrift, weil sich Leistung für sie nicht lohnt, erstere durch weitgehende Dienstverweigerung, weil sie zur notwendigen Leistung nicht fähig sind. Und schließlich haben wir mit dem Staatsfeminismus eine irrsinnige Ideologie, deren Vertreter denken, man könne in der Hälfte der Zeit dieselbe Menge von Kenntnisse erwerben wie ein anderer, der doppelt so viel Zeit für seine Bildung aufwendet. Wer auch dieser Ansicht ist, der mag einen Jungen, der seit seinem vierten Lebensjahr Gitarre spielt, mit jemandem vergleichen, die immer mal wieder klampft.

Und damit sind wir bei Ursula von der Leyen, die derzeit den Bundesverteidigungsminister gibt.

Der Bundesverteidigungsminister ist derjenige, der u.a. dafür verantwortlich ist, dass die Bundeswehr ihrem Verteidigungsauftrag gerecht wird.

Die Bundeswehr, das ist jene Ansammlung von Soldaten und Material, die in Funktionsweise und Instandhaltung weitgehend dem Zustand deutscher Autobahnen und Brücken entspricht: Die Ausrüstung ist mangelhaft, die meisten Kampfjets sind nicht flugtauglich, das Standardgewehr schießt um die Ecke und das sind nur die Highlights aus einer Armee, die dem entspricht, was man aus sozialistischen Ländern gewohnt ist: Fassaden hinter die man besser nicht blickt.

crash jetAber: Ursula von der Leyen weiß, wo der Schuh drückt. Sie weiß, was notwendig ist, um die Bundeswehr zu einer modernen Armee zu machen. Sie hat in ihrer Halttagstätigkeit als Mutter und Parteiideologe als Abgeordneter und Minister so viele Dinge aufgeschnappt, dass sie zmindest glaubt, sie sei kompetent und könne alle Probleme der Bundeswehr-Welt lösen, quasi nebenbei, halbtags  und im Einklang mit den Vorgaben des Staatsfeminismus, jenes Gottes, dem sie huldigt:

 

Wir zitieren im Original aus einer Pressemeldung vom 30. Mai 2014:

Ursula von der Leyen: „Bundeswehr wechselt auf die Überholspur“

Berlin, 30.05.2014.
Die Bundesministerin der Verteidigung stellt Attraktivitätsoffensive vor – 29 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 100 Mio Euro in fünf Jahren.

Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen startet ihre Agenda mit konkreten Plänen zur im Januar angekündigten Initiative, die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland zu machen. Die umfangreiche Agenda „Bundeswehr in Führung – Aktiv. Attraktiv. Anders “, die in Teilen bereits im Koalitionsvertrag angelegt war, soll für die Beschäftigten der Bundeswehr zügig spürbare Verbesserungen erreichen. Das Paket enthält 29 Maßnahmen, die nicht per Gesetz geregelt werden müssen und von denen die meisten bereits Ende 2015 umgesetzt sein sollen. Im kommenden Herbst soll zusätzlich ein Gesetz zur Steigerung der Attraktivität des Dienstes in der Bundeswehr (Artikelgesetz) folgen. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen: „Die Bundeswehr hat viel zu bieten und wir wollen die Besten, die auch anderswo auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen haben. Die Freiwilligenarmee Bundeswehr soll jedem Vergleich mit der Wirtschaft standhalten. Das gilt in puncto Karrierechancen für junge Männer wie Frauen, Weiterbildung, moderne Arbeitsumgebung und selbstverständlich eine zeitgemäße Vereinbarkeit des Dienstes mit dem Familienleben. Wir haben uns mit der Agenda Bundeswehr in Führung für die nächsten Jahre ehrgeizige Ziele gesetzt. Ab morgen beginnt die Kärrnerarbeit der Umsetzung.“

Die Agenda umfasst u.a.:

Ausweiten flexibler Kinderbetreuung: mehr Belegrechte, mehr Tagespflegeangebote, wo nötig: eigene Kitas, (Aktuell: 275 Belegrechte an 13 Standorten, Großtagespflege an 11 Standorten, 2 Betriebskitas (+ 2 im Bau, 1 in Planung), 350 Eltern-Kind-Zimmer; Ziel: 30 weitere Eltern-Kind-Zimmer in 2014, weitere 45 Belegrechte in 2014, bis 2019 Möglichkeit für 110 neue Großtagespflegeprojekte)
Zentrale Ansprechstellen für alle Probleme rund um Familie und Dienst an jedem Standort (Ziel: bis Ende 2015)

Langzeitarbeitskonten für alle Beschäftigte, Ansparen bei Belastungsspitzen, mehr flexible Zeit für Familie, Weiterbildung, Freizeit, Start: Mitte 2015.

Neue Regeln für Soldatinnen und Soldaten ermöglichen einen deutlich längeren Verbleib auf einem Dienstposten oder an einem Standort (Vorteil für Familie, fachliche Spezialisierung, Reduktion der Belastung durch Pendeln, Ziel: Neue Konzepte ab 2015, Verlängerung der durchschnittlichen Stehzeit von 2-3 auf 4-6 Jahre)

Entwicklung eines umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagements für die gesamte Bundeswehr (z.B. Gesundheitschecks, Sportangebote, Stress- und Suchtprävention; Ziel: ab 2016 für alle Beschäftigten)

Schrittweise Erneuerung der teils in die Jahre gekommenen dienstlichen Unterkünfte und Ersatz des alten Mobiliars
Hochwertigere, moderne Ausstattung (z.B. TV, Kühlschrank, etc; Start: 2015)
Flächendeckend frei zugänglicher Internetzugang in den Unterkünften der Kasernen (Ziel: schrittweise Einführung, Start mit Lehreinrichtungen ab Mitte 2015)

vorderladerZwischenzeitlich hat sich die Überholspur, auf der von der Leyen sich wähnt, als Standstreifen entpuppt, der mit Tornado-II-Jets und sonstigem Gerät verstellt ist. Aber, weitblickend wie sie ist, hat von der Leyen den Krieg der Zukunft vorhergesehen, den Krieg, den Papa und Mama am Computer führen, im modernen Ambiente der familienfreundlichen Kaserne, die gleich neben McDonalds (Vepflegung) und Ikea (modernes Mobiliar) und Indesit (Kühlschrank) gebaut wurde.

Ob es sich bei dieser Vision nicht doch eher um ein Hirngespinst handelt, ist eine Frage, die sich angesichts derzeitiger militärischer Aktivitäten, die die USA, Frankreich und das Vereinigte Königreich entfalten, und zwar mit richtigen Kampfjets und -drohnen, nicht mit virtuellen, besonders dringlich stellt. Aber, mit Blick auf den  „Vorsprungs durch Technik“, den Deutschland bis heute zumindest in der Werbung reklamiert, könnte sich die Vision von der Leyens als absoluter Knüller erweisen, ebenso, wie der beabsichtigte Bau eines deutschen Flugzeugträgers, über den wir bereits in der Vergangenheit berichtet haben – ansonsten wären die 100 Millionen Euro für die von der Laien-Vision aus dem Fenster geworfen und besser in Material und Gerät investiert.

P.S.

Was passiert eigentlich, wenn durch die Benutzung der von Deutschland gelieferten Waffen, mehr Kurden sterben als durch das Einwirken des IS?

Wissenschafts-Prostitution lohnt sich nicht

– das weiß nun auch die Hochschulrektorenkonferenz

HRKNRW

sollte besser heißen: Die Stummen der Hochschulen

Wir könnten jetzt schreiben (und tatsächlich schreiben wir das auch): wir haben es Euch gesagt – oder: Was habt Ihr denn gedacht, was dabei herauskommt, wenn man sich und seine Wissenschaft an die Politik verkauft, sich prostituiert?

Wir haben in einer Vielzahl von Beiträgen darauf hingewiesen, dass eine Entprofessionalisierung und Infantilisierung von Wissenschaft in vollem Gange ist, dass Hochschulen von Ideologen unterwandert und zu Gender-Kaderschmieden umfunktioniert werden, dass Hochschulen für politische Zwecke instrumentalisiert werden und zu Legitimationsanstalten der Staats-Ideologie, des Staatsfeminismus degradiert werden sollen und vieles mehr.

Es kann demnach niemand behaupten, er hätte nicht gewusst, was passiert, wenn man sich an Ideologen verkauft. Es kann niemand behaupten, er hätte nicht den perfiden Geist hinter einer Mittelkürzung für Universitäten auf der einen Seite und dem Lockstoff „Professorinnenprogramm„, das Hochschulen mit finanziellen Mittel dazu bringen will, ihre Integrität zu verkaufen, gesehen. Und es kann niemand behaupten, er hätte nicht gewusst, dass vermeintliche Auszeichnungen wie die „familienfreundliche Hochschule„, die eine aberwitzige Verbindung zwischen Fortpflanzung, Familienstand und Wissenschaft herstellen, die analog zu der Verbindung zwischen Binge-Trinken, Depression und Parteizugehörigkeit ist, nur dazu da sind, Hochschulen auf Linie zu bringen, sie gleichzuschalten und für politische Zwecke zu instrumentalisieren.

Aber die Hochschulrektorenkonferenz tut es dennoch.

Honest politicianDie Hochschulrektorenkonferenz, jenes bundesländerübergreifende Kaffeekränzchen aus Wissenschaftler-Rektoren, das bislang immer brav den ideologischen Vorgaben des jeweiligen Kultusherren gefolgt ist und brav und artig, sowohl die Entprofessionalisierung von Hochschulen und deren Umwidmung in Kinderbetreuungsanstalten als auch aktive Eingriffe in die vermeintliche Freiheit von Lehre und Forschung, die Etablierung von weiblichen Kadern als von außen der Wissenschaft aufoktroyierte Gleichstellungstante und den Ausverkauf des Prinzips der Meritokratie, wie er mit dem Professorinnenprogramm betrieben wird, abgenickt hat – vermutlich mit Begeisterung, sofern Gemütsregungen zum Repertoire der Positionsinhaber gehören.

Die Hochschulrektorenkoferenz tut es dennoch.

Ausgerechnet die Hochschulrektorenkonferenz regt sich darüber auf, dass man von Politikern getäuscht worden sei.

Hochschulen quer durch Deutschland leiden unter Mittelknappheit, müssen Fachrichtungen und Institute schließen oder zusammenlegen, weil sie sich die entsprechenden Ausgaben nicht mehr leisten können. Die deutsche Hochschullandschaft ist eine reine Mangelverwaltung. Die ganze Hochschullandschaft? Nein. Der Bereich der Frauenförderung floriert ungeachtet der Mittelknappheit. Es werden vorhandene Professuren durch aus dem Professorinnenprogramm finanzierte Professuren gedoppelt und Professuren für „Gender“ verbreiten sich wie Wasserpest. Ob jemand dahinter einen perfiden Plan erkennt: Nützliche Wissenschaft streichen und entsprechende Lehrstühle schließen, dafür Genderlehrstühle, von deren Inhaberinnen bis heute noch kein nützlicher, das gesellschaftliche Wohlergehen befördernder Beitrag gekommen ist, an ihre Stelle setzen, auf dass von Hochschulen und auf absehbare Zeit keine abweichende oder gar innovative Idee mehr komme?

Und das alles hat man bei der Hochschulrektorenkonferenz nicht gesehen? Die Damen und Herren, die sich dort zum Kaffeeklatsch treffen, scheien nicht zu sehen, was an ihren eigenen Hochschulen vorgeht, oder sie sehen  es sehr wohl, was bedeuten würde, ihre Aufregung ist blanke Heuchelei, ein bloßes Entsetzen über entgangene Finanzmittel, die man vermutlich für universitäte Mentorenprogramme zur Vorbereitung weiblicher Absolventen auf die Dissertation verbraten hätte.

Gegenstand der hochschul-rektoralen Aufregung ist eine politische Lüge, eine Täuschung wie sie Politiker ständig vornehmen, so dass jeder, der sich mit Politikern einlässt, eigentlich wissen muss, woran er ist. Nicht so die Hochschulrektoren. Sie haben in treuem Glauben die Übernahme der Finanzierung des Bafoeg durch den Bund begrüsst und den damit verbundenen Ankündigungen, die Bundesländer würden die freiwerdenden Mittel in voller Höhe den Hochschulen und der dortigen Lehre zufließen lassen, geglaubt. In ihrer ganzen Naivität haben sie tatsächlich gedacht, der politische Feind der wissenschaftlichen Erkenntnis, der seine Truppen u.a. in Kultusministerien der Länder versammelt hat, würde die gekürzten Mittel für Forschung und Lehre nun, da die Bafög-Verpflichtungen entfallen sind, den Hochschulen übergeben.

Besondere Verdienste im Kampf gegen Erkenntnis und im Versuch, Wissenschaft durch Ideologie zu ersetzen, haben sich SPD und Grüne erworben. Beide regieren in Hannover. Die Übernahme der Bafög-Finanzierung durch den Bund hat ihnen unverhofft rund 110 Millionen Euro in die Kasse gespült, 110 Millionen Euro, die die Hochschulrektoren in Niedersachsen schon auf ihren Konten verbucht haben.

NS_WissKultAber daraus wird nichts: Die Landesregierung will lieber Kita-Personal anstelle von Wissenschaftlern finanzieren. Kinder statt Wissenschaftler, so lautet das Motto in Niedersachsen. Man fühlt sich unwillkürlich an den Slogan „Kinder statt Inder“ erinnert, mit dem Jürgen Rütgers im Jahre 2000 die Charts der Geschmacklosigkeit angeführt hat. Rot-grüne und christdemokratische Politiker scheinen eine Geringschätzung für die Wissenschaft zu teilen, vermutlich, weil sie nie einen Fuss in dieselbe bekommen haben – sofern sie überhaupt studiert haben. Wie dem auch sei: Die niedersächsische Landesregierung will also Kindertagesstätten finanzieren und Ringelreihen tanzen, während die landeseigenen Hochschulen finanziell aus dem letzten Loch pfeifen – Politiker haben eben ihre Prioritäten.

Offensichtlich ist man bei der Landesregierung der Ansicht, Erzieher in Kindertagesstätten seien produktiver und würden mehr zum Bruttoinlandsprodukt beitragen als Wissenschaftler. Seit Universitäten von Feministen und Sozialisten infiltriert werden, ist man fast gewillt, ihnen zuzustimmen, wenngleich es eine offene Frage ist, wer mehr Schaden an der Gesellschaft anrichtet, Erzieher in Kindertagesstätten, die von kleinauf indoktrinieren oder Feministen und Sozialisten an Universitäten, die sozusagen den Feinschliff im fortgeschrittenen Alter übernehmen und dafür sorgen, dass Wissenschaft und vor allem: Sozialwissenschaften in Deutschland zur Staatslegitimation dient.

Entsprechend kann man nur den Kopf schüttelnd zur Kenntnis nehmen, worüber sich Prof. Dr. Jürgen Hesselbach, Vorsitzender der Niedersächsischen Hochschulrektorenkonferenz, beklagt:

„Eine der wichtigsten Ankündigungen vor der Landtagswahl 2013 war die Abschaffung der Studienbeiträge und deren vollständige Kompensation. Den Studierenden und uns wurde damals versprochen, die Hochschulen nicht im Gegenzug an anderer Stelle zu belasten. Wir sehen jetzt, was von den Wahlkampfparolen übrig bleibt: Die für die Kompensation erforderlichen Mittel in Höhe von 130 Millionen Euro holt sich das Land nun de facto fast vollständig von den Hochschulen zurück.“

Herr Hesselbach: Was haben Sie gedacht, was dabei herauskommt, wenn man sich mit Ideologen einlässt, Prinzipien der Wissenschaft verrät und ansonsten zusieht, wie die eigene Hochschule zur Kaderschmiede und zur Abraumhalde für Akademiker-Ausschuss umfunktioniert wird?

Um diesen Post mit dem zu beenden, was Hans Albert nicht müde werdend als Forderung nach dem konstruktiven Teil, gerne auch als Frage: „Und wo ist der konstruktive Teil?“ verpackt hat, schlagen wir den Hochschulrektoren vor, ScienceFiles zu abonnieren (rechts oben im Widget-Bereich): Damit sie in Zukunft informiert sind, was an ihren Hochschulen vorgeht und welcher politische Anschlag auf die Integrität von Hochschulen gerade en vogue oder in Vorbereitung ist.