Wie steigert man Junk Science? Eine Frage an das DIW

Junk Science ist ein Begriff, der sich über die letzten Jahre vor allem in der englischsprachigen Blogosphere verbreitet hat. Konstituierend für die Kategorie “Junk Science” sind einige wegbereitende Arbeiten, wie z.B. Alain Sokal und Jean Bricmonts “Eleganter Unsinn”, in dem sie zeigen, wie postmoderne, vermeintliche Denker wie Jacques Lacan, Julia Kristeva, Bruno Latour oder Jean Baudrillard Wissenschaft missbrauchen oder mehr pointiert dargestellt, sich in ihrer aufgeblasenen Sprachwelt wissenschaftlicher Erkenntnisse bedienen, die sie nicht einmal entfernt verstanden haben. Auch die Hexenmeister der Sozialwissenschaften, die Stanislav Andreski entzaubert hat, sind ein Meilenstein in der Verteidigung der Wissenschaft gegen ihren Missbrauch.

SokalJunk Science gibt es in vielen Variationen. Junk Science gibt es als prätentiös daherkommendes Unterfangen, bei dem wortreich in hermeneutischer Selbstbezüglichkeit, das Nichts beschrieben wird. Junk Science kommt, wie z.B. im Genderismus als Überraschungsfund daher, z.B. dann, wenn die Intersektionalität entdeckt wird und damit ein Konzept, das sich als Selbstverstänlichkeit über die Jahrtausende geschleppt hat, nur um dann von Genderisten entdeckt zu werden. Schließlich kommt Junk Science als Datenhuberei daher, die Korrelationen als Kausalitäten verkauft, Ergebnisse interpretiert, die auf 3% der Fälle im Datensatz zu- und auf 97% nicht zutreffen oder weitschweifende Forderungen auf Grundlage von dünnen bzw. oftmals falschen Berechnungen ableitet.

Das alles ist Junk Science.

Und dann gibt es noch den Beitrag von Carsten Schröder, C. Katharina Spieß und Johanna Storck, der gerade im Wochenbericht des DIW veröffentlicht wurde.

Dieser Beitrag schafft sich eine ganz eigene Kategorie, z.B. im Hinblick auf seine wichtigste Erkenntnis, die man wie folgt in Prosa fassen kann:

Wenn Klaus 10 Euro zur Verfügung hat und Peter 12 Euro und beide geben 2 Euro für ein Eis aus, wessen Ressourcen sind dann stärker belastet? Die von Klaus oder die von Peter? Die richtige Lösung dieser Mathematikaufgabe aus der dritten Klasse (?) haben Carsten Schröder, C. Katharina Spieß und Johanna Storck in mühseliger Kleinarbeit und auf Basis der Daten des SOEP nun gefunden: Es ist Klaus!

MathematikBevor wir nach Umverteilung der finanziellen Ressourcen von Peter zu Klaus rufen, muss angemerkt werden, dass Schröder, Spieß und Storck ihre Erkenntnis natürlich anders verpackt haben, schließlich sind sie ernsthafte Mitarbeiter des DIW. Deshalb haben sie die Ausgaben für Bildung und nicht die Ausgaben für Eis untersucht und dabei herausgefunden, dass Klaus, wenn er zwei Euro für Bildung ausgibt, relativ zu seinen 10 Euro finanzieller Ressourcen mehr ausgibt als Peter.

Neben dieser bahnbrechenden Erkenntnis, die dennoch vermutlich keinen Einfluss auf die Abfassung von Textaufgaben in Mathematikbüchern für die dritte Klasse haben wird, tuen sich die drei vom DIW durch eine neue Definition von Bildung hervor, eine “weite Auslegung des Bildungsbegriffes” wie sie sagen. Entsprechend beginnt die formale Bildung nicht etwa mit der Einschulung, nein, sie beginnt mit dem Besuch einer Kindertagesstätte und natürlich ist auch die Kindertagespflege Bestandteil der formalen Bildung.

Werben auf ScienceFiles

Wo es eine formale Bildung gibt, muss es auch eine nicht-formale Bildung geben. Die Nutzung von Sport- und Freizeitangeboten ist für Schröder, Spieß und Storck nicht formale Bildung, so dass man zu dem Schluss kommen muss, dass abgesehen von Schlaf, vermutlich von Frühstück, Mittag- und Abendessen (worüber allerdings zu diskutieren wäre) und vom Gang zur Toilette alle Aktivitäten, denen Kinder ab dem zweiten Lebensjahr ausgesetzt werden, als formale oder nicht-formale Bildung anzusehen sind. Dieses allumfassende Konzept von Bildung hat zur Konsequenz, dass nahezu alle Bereiche der kindlichen Erziehung der staatliche Förderung und Unterstützung zugänglich gemacht werden können.

Nun haben Schröder, Spieß und Storck auch Ergebnisse zu vermelden: 93 Euro gibt die durchschnittliche Familie in Deutschland pro Monat für Bildung aus und somit deutlich weniger als für Schuhe und Kleidung. Das macht 3.5% des monatlichen Einkommens, bei den Familien, die überhaupt etwas für die Bildung ihrer Kinder ausgeben, was rund 25% der Kinderbesitzer im Datensatz von Schröder, Spieß und Storck gar nicht tun, weil sie von den entsprechenden Kosten freigestellt sind, weil ihnen, um im Beispiel zu bleiben, der Eismann das Eis schenkt.

Wenn 25%, vermutlich die einkommensschwächsten Kinderbesitzer gar keine Ausgaben für Bildung haben, dann fragt man sich spätestens an dieser Stelle nach dem Sinn der Ergebnisse, die Schröder, Spieß und Storck unter der Überschrift “Private Bildungsausgaben für Kinder: Einkommensschwache Familien sind stärker belastet” verkünden. Einmal davon abgesehen, dass der Komparativ ohne Vergleichsgruppe bleibt, fragt man sich schon, wie einkommensschwache Familien, die für die entsprechenden Angebote, wie Schröder, Spieß und Storck ausdrücklich feststellen, nicht zahlen müssen, die also keine Bildungsausgaben haben, dennoch stärker belastet sein können als nicht einkommensschwache Familien.

DIW private BildungsausgabenAber: zuviel Nachdenken schadet der Unbekümmertheit und steht auch im Widerspruch zu ideologischen Absichten, deshalb gehen wir direkt über, zum Forderungsteil, der neuerdings Arbeiten, die von sich behaupten, sie seien wissenschaftlich, abrundet. In diesem Teil finden wir einen Einbruch der Relationalität relationaler Relationen. 3% von 1000 Euro sind 30 Euro und 3% von 2000 Euro sind 60 Euro, oder: “Wer ein höheres Einkommen hat, gibt häufiger und mehr Geld für Bildung aus”.

Für Peter und Klaus bedeutet das, dass Peter mit seinen 12 Euro sechsmal Eis kaufen kann, während Klaus es schaffen muss, mit nur fünf Eis Bauchschmerzen zu bekommen. Oben haben wir die Forderung nach Umverteilung der finanziellen Ressourcen von Peter zu Klaus noch zurückgestellt, hier ist es nun Zeit, die Forderung in aller Klarheit zu stellen: Die Kosten für ein Eis sind progressiv zu staffeln. Wenn Klaus für 10 Euro 5 Mal Eis kaufen kann, dann müssen die Kosten für Peter pro Eis auf 2,40 Euro erhöht werden, damit er sich auch nur 5 Mal Eis kaufen kann – oder in den Worten von Schröder, Spieß und Storck:

“Für die Bildungspolitik, die alle Bildungspotentiale erschließen will, ist dies ein wichtiger Ansatzpunkt. Konkret könnte eine progressive Staffelung von Kita-Gebühren und Beiträgen in öffentlich geförderten Sportvereinen oder Musikschulen ein bildungspolitischer Ansatzpunkt sein, wenn einkommensschwache Haushalte im Hinblick auf ihre Bildungsausgaben [Zur Erinnerung: die 25% der einkommensschwächsten Haushalte haben gar keine Bildungsausgaben] stärker als bisher entlastet werden sollen.”

Wie gesagt, wir suchen noch nach einer Benennung für diese Steigerung von Junk Science.

Wer einen Vorschlag hat, möge ihn uns mitteilen.

Print Friendly, PDF & Email

About Michael Klein
... concerned with and about science

44 Responses to Wie steigert man Junk Science? Eine Frage an das DIW

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Wie steigert man Junk Science? Eine Frage an das DIW | netzlesen.de

  2. Oliver says:

    Eine progressive Staffelung der Gebühren für öffentliche oder öffentlich geförderte Leistungen nach Einkommen finde ich so abwegig nicht. Dafür braucht man allerdings keine Untersuchung oder Studie, da dieses Prinzip direkt von unserem Steuersystem abzuleiten ist. Insofern würde ich diese Idee nach Ihrer Definition als Überraschungsfund einordnen.

    • Ich finde man sollte die Progression an der Nutzung ausrichten, d.h. wer mehr und häufiger nutzt, zahlt mehr, könnte man auf das komplette Bildungssystem ausweiten, mit der Konsequenz, dass Kinderfreie vom Tragen der Kosten des Bildungssystems ausgenommen werden. Eigentlich richtig gut, so eine Progression…

      • Oliver says:

        Das darf man aber nicht nur nach dem Verursacherprinzip beurteilen, sondern muss auch die Nutznießer an den Kosten beteiligen. Der kinderlose Rentner profitiert vom Bildungssystem ebenso wie die junge, alleinerziehende Mutter ohne Auto von Straßen. Das Solidarprinzip infrage zu stellen ist für viele Bereiche m.E. nicht praktikabel. Ich jedenfalls möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der man sich auch Grundbedürfnisse nur mit dem passenden Kleingeld leisten kann.

        • Der kinderlose Rentner profitiert?

          • Oliver says:

            Ja selbstverständlich tut er das! In ein paar Jahren erwirtschaften die Schulabgänger von heute seine Rente. Und je besser diese ausgebildet sind, desto sicherer ist seine Rente auch in Zukunft (zumindest noch eine Weile).

            • Sie meinen, weil man ihn in ein öffentliches Rentensystem zwingt, deshalb profitiert er?

              • Oliver says:

                Ja. Da er ja nun schon 50 Jahre in dieses System einbezahlt hat, möchte er nun auch etwas zurückbekommen. Wer sonst außer die nächste Generation soll dies bezahlen? Und junge Menschen ohne (Aus-)Bildung kosten eher Geld als dass sie es erwirtschaften.

                • Sie meinen, weil man ihm Jahrzehntelang sein Geld genommen hat, mit der Ankündigung, er bekomme es verzinst zurück, was nicht der Fall ist, aber lassen wir das, deshalb profitiere ein kinderloser Rentner vom Bildungssystem. Nun, das ist eine Sichtweise, mit der man vermutlich jede Form von Raub legitimieren kann.

                  • Oliver says:

                    Der Generationenvertrag war bei Auflegung keine schlechte Idee. Dass die Politik so lange so dickfellig und unkreativ war, auf veränderte Geburtenzahlen und Lebenserwartungen zu reagieren, ist nicht Fehler des Rentensystems. Was sehen Sie denn als Alternative dazu? Riester? Altersarmut? Ein Volk von Aktienspekulanten? Aber das mit dem Rentner ist ja auch nur _ein_ Beispiel für die Wichtigkeit und Richtigkeit des Solidarprinzips an sich. Wenn Sie die Kosten des Bildungssystems auf die »Verursacher« abwälzen wollen, warum nicht alle öffentlichen Aufgaben? Kraftfahrer zahlen nach gefahrenen Kilometern und Achslast gestaffelt für den Straßenbau. Von Straßen profitieren aber auch die, die sie nicht selbst benutzen (s. Beispiel oben). Ich bin nicht der Meinung, dass man dem Markt alles überlassen darf, denn sonst überleben nur die Starken.

                    • Kraftfahrer zahlen bereits nach Hubraum, nennt sich Kfz-Steuer. Und woher wissen Sie, dass auf einem Markt nur die Starken überleben? Und wer kauft den überlebenden Starken ihre Produkte ab, beliefert sie mit Waren und und und?

                    • “Der Generationenvertrag war bei Auflegung keine schlechte Idee.”

                      Nein, er war eine SEHR schlechte Idee, weil er von Anfang an auf völlig unhaltbaren Prämissen beruhte. Adenauer wusste das und soll auf eine entsprechende Frage hin geantwortet haben, dass es ihm genüge, wenn der Entwurf 25 Jahre halten würde; dann wäre seine Lebenszeit zuende.

                      Vor diesem Hintergrund muss man sich wundern, wie lange das System schon vor sich hin darbt. Naja, es war ja auch wirklich nicht vorauszusehen, dass die Leute, zu deren Schaden das System ist, sich ihm fraglos unterordnen würden wie die berüh,t-berüchtigten Lemminge, soll heißen: das hätte Adenauer wohl selbst nicht geglaubt, dass Leute sich das länger als 20, 30 Jahre bieten lassen, also bis zu dem Punkt, an dem sie merken, was sie aus dem System herausbekommen und es mit ihren Investitionen verrechnen können.

                    • Weil es mir gerade über den Tisch gekommen ist.

                      Der Solidarvertrag, der angebliche, geht auf Paul Samuelson, einen amerikanischen Ökonomen und Anhänger von Keynes zurück, der, wie man nicht erst seit heute weiß, sehr romantische Ideen hatte:

                      „Let mankind enter into a Hobbes-Rousseau social contract in which the young are assured of their retirement subsistence if they will today support the aged, such support to be guaranteed by a draft on the yet-unborn. Then the social optimum can be achieved within one lifetime. … Once social coercion or contracting is admitted into the picture, the present problem disappears. The reluctance of the young to give to the old what the old can never themselves directly or indrectly repay is overcome. Yet the young never suffer, since their successors come under the same requirement. Everybody ends better off. It is as simple as that“.

                      Samuelson, Paul A., 1958: An Exact Consumption-Loan Model of Interest With or Without the Social Contrivance of Money. Journal of Political Economy LXVI (6): 480

                      Schützehilfe hat er von Henry Aaron erhalten, der behauptet hat:

                      „In 1958 Professor Samuelson demonstrated that social insurance could improve the lot of each person in society. Each person could support a portion of the cost of maintaining the retired population in return for which future generations would support him during his retirement. The return of this form of savings would exceed the real rate of interest which was in turn a function of population growth. In this note I present a proof of the related theorem: that social insurance can increase the welfare of each person if the sum of the rates of growth of population and real wages exceeds the rate of interest“.

                      Aaron, Henry, 1966: The Social Insurance Paradox. Canadian Journal of Economics and Political Science 32 (3): 371-372.

                      Was von diesem “Beweis” zu halten ist, hat ein internes Papier der Weltbank bereits 1994 wie folgt zusammengefasst:

                      „In sum, any cost advantage that pay-as-you-go plans might have had in the past was the result of demographic factors that no longer hold in many countries. In the future, if interest rates and earnings growth maintain their relative positions, and especially if pension funds are able to benefit from equity investments, capital mobility, and international diversification, a fully funded system will require lower contribution rates than a pay-as-you-go system to achieve the same pension benefits“

                      World Bank, 1994: Averting the Old Age Crisis. Oxford: Oxford University Press, 302

                      Was Samuelson und Aaron vorgeschlagen haben, ist ein Kettenbrief-System, das dann, wenn es ein Bernard Madoff und nicht ein herbeiphantasierter Sozialstaat anwendet, plötzlich strafbar und betrügerisch ist.

                    • “Ich bin nicht der Meinung, dass man dem Markt alles überlassen darf, denn sonst überleben nur die Starken.”

                      Das verweist auf die interessante Frage, warum die “Schwachen” die “Schwachen” sind. Ich finde es mindestens plausibel anzunehmen, dass die “Schwachen” sehr viel stärker sein könnten, wenn sie es notwendig finden würden oder man sie nur stärker sein ließe, aber was würde dann aus der Hilfsindustrie, die so vielen Mittelschichtlern ein Auskommen bereitet?

                  • Na, dann wird es doch mal Zeit, das Mackenroththeorem zu widerlegen. Genau dieses, das Adenauer in seiner Rentenreform so ausgiebig getestet hat. Vielleicht sieht man dann wieder einen Unterschied zwischen privatem und staatlichem Betrug.

                    Carsten

                    “Der größte Feind des Rechtes ist das Vorrecht.”
                    Marie von Ebner-Eschenbach

                • “Ja. Da er ja nun schon 50 Jahre in dieses System einbezahlt hat, möchte er nun auch etwas zurückbekommen. Wer sonst außer die nächste Generation soll dies bezahlen?”

                  Genau, und deshalb ist es moralisch und aus praktischen Gründen sehr, sehr fragwürdig, wenn man Menschen während ihrer gesamten Lebensspanne zur Einzahlung in ein System zwingt, in das sie zwar am meisten hineinbezahlen, aber am wenigsten herausbekommen, denn ihnen werden keine ellenlangen Erziehungszeiten etc. angerechnet, dafür wird ihnen aber der höchste Steuersatz abgeknöpft, und es wird auch nicht berücksichtigt, dass der Kinderfreie während seiner gesamten Lebenszeit der Gesellschaft viel weniger zur Last fällt als jemand, der Kinder hat: er finanziert z.B. die allgemeine Krankenversicherung und die Mitversicherung von anderer Leute Kindern, versichert aber selbst keine Kinder mit, er finanziert das Bildungssystem, hat aber keine Kinder, die es nutzen, er konsumiert insgesamt weniger, denn er hat keine Kinder, denen er etwas zu essen vorsetzen muss, die er zur Schule fährt oder sonstwohin, d.h. seine Existenz ist insgesamt gesehen weit weniger belastend für die Umwelt als diejenige von Eltern – und trotz alledem gibt es für ihn keine steuerliche Entlastung, kein Dankeschön, nicht einmal Anerkennung, sondern nur solche Kommentare wie Ihren. Wenn man über Ungerechtigkeiten in den westlichen Gesellschaften sprechen möchte oder auch nur über einen nachhaltigen Lebensstil, dann sollte man über diese Ungerechtigkeit sprechen; sie ist vielleicht die größte systematische Ungerechtigkeit, die derzeit in westlichen Gesellschaften anzutreffen ist.

                  Zum vermeintlichen Nutzen des Rentensystems für Kinderfreie ist ansonsten nur noch zu sagen, dass der Kinderfreie sich weit besser stellen würde, wenn er gar nicht in das Rentensystem hineingezwungen würde, sondern das, was er sonst in das System einbezahlen würde, für eine private Altersvorsorge investieren könnte – immer vorausgesetzt, ihm würden seine Erträge im Zuge von allerlei Umlageverfahren und Transferzahlungen (wie der Kapitalertragssteuer) nicht gleich wieder enteignet.

                  Warum. glauben Sie, gibt es denn die Rentenversicherung als ZWANGSsystem? Weil es seinen Schöpfern sehr bewusst ist, dass es darin Ausbeutende und Ausgebeutete gibt und deshalb das System außer über Zwang nicht erhaltbar wäre!

                  • zur privaten Altersversorgung: Ich bin mir sicher, dass ein Kinderfreier, der die Sozialabgaben, die er im Laufe seines Arbeitslebens entrichtet hat, nicht an die GRV verschwendet, sondern in seine Matraze gestopft hätte, bei Rentenantritt deutlich besser dastünde, als im gesetzlich erzwungenen Solidarsystem, in dem er mit allen solidarisch sein muss, aber wehe, er wagt als Kinderfreier einmal das Wort Solidarität mit Bezug auf sich in den Mund zu nehmen.

                    • SH001 says:

                      Das man besser dastehen würde, wenn man nicht in die Rentenkasse einbezahlen müsste sondern das Geld selbst anlegen oder ins Kopfkissen stecken könnte ist sehr wahrscheinlich.

                      Denn im Grunde ist der ganze Generationen Vertrag ein riesiges Schneeballsystem.

                      Aber selbst wenn man Privat spart, muss man Berücksichtigen das ja irgendjemand wenn man das Geld nicht in die Matratze steckt sondern investiert hat, dieses Investment abkaufen muss, damit man wieder über Liquidität verfügt um seine Lebenshaltungskosten zu bezahlen.
                      D.h. ohne eine nachfolgende Generation die einem die Aktien, Wertpapier abkauft kann es nicht funktionieren.
                      Wobei das natürlich nichts über die notwendige Größe einer Nachfolgenden Generation aussagt sondern nur das diese eine entsprechende Wertschöpfung erstellen muss, ob diese von einer einzigen Person oder acht Milliarden Personen erstellt wird ist im Prinzip irrelevant.

                • Marcel Elsener says:

                  Was das staatliche Rentensystem anbelangt, haben andere schon erschöpfend über dessen Nachteile berichtet.

                  Was den jungen Menschen ohne (Aus-)Bildung anbelangt, bin ich der Meinung, dass gerade er am ehesten wertschöpfend arbeitet und deswegen per Saldo gesamtwirtschaftlich mehr Nutzen erbringt als er kostet. Kosten tut er nur, wenn er sich in die soziale Hängematte legen kann und über das sattsam bekannte Zwangsumverteilungssystem alimentiert wird. Allerdings ist er dann immer noch wesentlich billiger als beispielsweise ein nutzloser Genderprofx.

                  Es gibt sehr wohl Tätigkeiten, für die man keine jahrelange Ausbildung benötigt. Man wird angelernt und nach einer kurzen Phase der Einarbeitung mit der dadurch erworbenen Routine erbringt man die normale Wertschöpfung. Freilich wird eine ungelernte Arbeitskraft heute in der Regel schlecht entlohnt – es sei denn, sie verrichtet einen risikoreichen Job unter widrigsten Bedingungen, welcher mit entsprechend hohen Zuschlägen abgegolten wird. Ein Arbeiter auf einer Ölbohr- oder -förderplattform verdient beispielsweise ziemlich gut, was damit zusammenhängt, dass kaum jemand diesen äusserst harten Job erledigen will und kann.

                  Horrende Kosten verursachen hingegen all die Funktionäre (vorzugsweise in Staatsdiensten oder bei staatlicher Subventionierung), die sehr oft studiert haben und Gehälter beziehen, die sich gewaschen haben.

            • Marcel Elsener says:

              Als Ergänzung zu Michaels Frage folgende Feststellung von mir:
              Wenn ich sehe, wie stark die öffentlichen Bildungsinstitutionen die Schüler und Studenten an den Bedürfnissen des Markts vorbei ausbilden, müssten die Betreiber der Bildungsinstutionen eigentlich mit ihrem Privatvermögen zur Finanzierung der Rentenkassen herangezogen werden – sozusagen als Schadenersatz für die von ihnen betriebene Ausbildung von Menschen zu lebenslangen Sozialfällen, die durch ihre Tätigkeit keine nennenswerte Wertschöpfung erbringen und somit die Wertschöpfenden belasten. Hier würde ich ausnahmsweise den staatlichen Zwang befürworten.

              • Sehe ich auch so, aber an der Stelle des staatlichen Zwangs würde ich eine Verantwortlichkeit gegenüber den Steuerzahlern einführen: Lass’ die Genderixe zur Müllabfuhr Köln-Wesseling gehen und den Müllfahrern erklären, was sie all die Jahre mit dem Geld gemacht haben, das ihnen vom Lohn abgezogen wurde, lass’ sie in die Nachschicht der BASF einrücken und den Leuten dort erzählen, warum es wichtig war, Ihnen den Lohn zu kürzen, um Genderlehrstühle zu finanzieren – das erscheint mir der bessere Weg.

              • SH001 says:

                Wobei die Frage ist ob eine Orientierung “an den Bedürfnissen des Markts” bezüglich einer Schulausbildung oder Hochschulbildung sinnvoll ist. halte ich für Fraglich.

                Die Schulbildung und Hochschulbildung sollte sich nach den Fähigkeiten und Interessen des Schülers bzw. Studenten richten. Ob die Person danach einen Arbeitsplatz findet darf nicht das Ziel des Schulbildung sein.

                Oder wollen sie z.b. einem In z.b. Mathematik hochbegabten Schüler das Mathematik Studium verweigern weil der Markt in 4 Jahren keinen weiteren Bedarf an einem Mathematiker hat? (ich weiß schlechtes Beispiel da Mathematiker gefragt sind aber sie werden verstehen worauf ich hinaus will)

        • Marcel Elsener says:

          Ein Solidarprinzip, welches auf Zwang beruht, ist kein Solidarprinzip sondern einfach nur ein Zwangssystem. Solidarität beruht immer auf Freiwilligkeit und nie auf Nötigung.

          Inwiefern profitiert der kinderlose Rentner vom Bildungssystem, während der nicht kinderlose (kinderhabende) Rentner nicht davon profitiert? Diese Unterscheidung leuchtet mir nicht ein. Bitte um eine Erläuterung.

          • Oliver says:

            Unser Solidarprinzip beruht auf eine freiwilligen Entscheidung, nur nicht der jedes Einzelnen, sondern der Gesellschaft als Ganzem, vertreten durch die Politiker, die die entsprechenden Gesetze beschlossen haben. Ein Solidarprinzip, aus dem Einzelne nach Gusto ausscheren können, ist kein Solidarprinzip, sondern eine Abfallkiste der Gesellschaft.

            Zwischen dem kinderlosen und dem nicht kinderlosen Rentner habe ich nie unterschieden. Selbstverständlich profitieren beide, etwas anderes habe ich nie behauptet.

            • Wie findet man, was die Gesellschaft als Ganzes will?
              Ist das, was die Gesellschaft als Ganzes will, das, was EMNID in seinen Befragungen erhebt?
              Ist es das, was die Bundesregierung verabschiedet?
              Ist es das, was ich will, wenn nein, warum nicht? Bin ich nicht zur Gesellschaft als Ganzes qualifiziert, wenn nein, wer dann?
              Das mit der Abfallkiste ist vollmundig formulierter Unsinn, denn wenn Sie Recht hätten, wo wäre dann der Unterschied zwischen einem Solidaitätsprinzip und Zwang oder den Nürnberger Rassegesetzen (waren die nicht auch von der Gesellschaft als Ganzem verabschiedet, wenn nein, wieso nicht)?

              • Oliver says:

                Jetzt wird’s aber bunt!

                Mit den Nürnberger Rassegesetzen zu kommen ist Stammtisch-Polemik. Wir leben in einer parlamentarischen Demokratie – das mag man gut finden oder nicht – und der Bundestag oder die Bundesregierung oder die Bundesversammlung (welches davon muss ich hierfür im Augenblick auch nicht wissen) hat dies entschieden. Es gehört zur Demokratie, Entscheidungen der Mehrheit (auch wenn sie nur vertreten wird) zu akzeptieren. Wenn Sie das nicht können, sollten Sie entweder Ihren eigene Staat gründen oder in eine Diktatur ziehen.

                Wenn wir das Bildungssystem dem Markt überlassen, dann wird sich jeder in Zukunft zweimal überlegen, ob er Kinder in die Welt setzt. Oder wie lange diese zur Schule gehen dürfen. Wenn Sie das auch nur im Ansatz ernsthaft befürworten, würde ich gern mal eine Begründung dafür hören.

                • Das habe ich vorhergesagt, dass Sie an den Nürnberger Rassegesetzen hängen bleiben. Wenn Sie die Erwähnung der Nürnberger Rassegesetze als Stammtisch-Polemik, als Arbeiterkind kann ich mit Stammtischen gut leben, ansehen, dann rate ich Ihnen, nie ein Geschichtsbuch über das Dritte Reich in die Hand zu nehmen, darin kommen sie nämlich mit Sicherheit vor, die Nürnberger Rassegesetze und damit ist das ganze Buch dann “Stammtisch-Polemik”.

                  Wo hat denn die Mehrheit jemals entschieden, ein Solidarsystem einzuführen, aus dem dann allerhand Privilegien an den Beweis von Fruchbarkeit, an nicht vorhandene Arbeitszeit, die mit “Care-Arbeit” gefüllt wurde, vergeben werden?

                  Und jetzt machen Sie sich nicht lächerlich. Was glauben Sie, was Deutschland um die Wende des 19. ins 20. Jahrhundert neben dem Kaiserreich war? Eine Marktwirtschaft mit Wachstumszahlen in Geburt, die Nachbarländer in Angst und Schrecken versetzt haben. Es gab tatsächlich Geburten vor der Erfindung von Solidarsystemen…

                  Es ist ihnen aufgrund der Fixierung auf die Nürnberger Rassegesetze offensichtlich entgangen, dass in dem Kommentar von mir, auf den Sie sich beziehen, noch viel mehr stand, Fragen vor allem, deren Beantwortung Sie sich entziehen, aber ich wiederhole mich gerne:

                  Wie findet man, was die Gesellschaft als Ganzes will?
                  Ist das, was die Gesellschaft als Ganzes will, das, was EMNID in seinen Befragungen erhebt?
                  Ist es das, was die Bundesregierung verabschiedet?
                  Ist es das, was ich will, wenn nein, warum nicht? Bin ich nicht zur Gesellschaft als Ganzes qualifiziert, wenn nein, wer dann?
                  Das mit der Abfallkiste ist vollmundig formulierter Unsinn, denn wenn Sie Recht hätten, wo wäre dann der Unterschied zwischen einem Solidaitätsprinzip und Zwang oder den Nürnberger Rassegesetzen (waren die nicht auch von der Gesellschaft als Ganzem verabschiedet, wenn nein, wieso nicht)?

            • “Unser Solidarprinzip beruht auf eine freiwilligen Entscheidung, nur nicht der jedes Einzelnen, sondern der Gesellschaft als Ganzem, vertreten durch die Politiker, die die entsprechenden Gesetze beschlossen haben.”

              Das haben Sie sehr schön politisch korrekt aufgesagt – nur: wen meinen Sie mit “uns[er]”, und was meinen Sie mit “Solidarprinzip”???? Ich habe mich NIEMALS freiwillig entschieden oder auch nur entscheiden können, in die Rentenkasse einzubezahlen, ich wurde dazu GEZWUNGEN. ich wurde also zu dem gezwungen, was Sie euphemistisch “Solidarität” nennen. Demgegenüber zeigt sich die Gesellschaft dadurch, dass sie mich in die Rentenkasse zwingt, aber äußerst unsolidarisch mit mir – ohne diesen Zwang würde ich einem wohlhabenderen Lebensabend entgegensehen als mit ihr!

              Und ich kann auch in keiner Weise nachvollziehen, wie Sie meinen können, Politiker würden die “Geselsellschaft als Ganze[…] vertreten. Politiker vertreten die Interessen von Politikern. Und das können sie ja auch ungehindert tun: sie sitzen auf Parteilisten, statt direkt von Bürgern gewählt zu werden, sie bestimmen ihre Diäten selbst, sie beziehen hohe Pensionen, ohne irgendwelche Leistungen vorzeigen zu müssen (sie müssen nicht einmal eine Legislaturperiode als Politiker überlebt haben), müssen niemals auf dem freien Arbeitsmarkt ihren Mann gestanden haben, was ihnen sehr entgegenkommt, weil sie zumeist nichts Verwertbares gelernt haben … Kurz: Sie profitieren wie sonst niemand in der Gesellschaft von der “Solidarität” mit sich selbst, die sie für sich erzwungen haben; und dennoch gibt es Bürger, die allen Ernstes glauben, Politiker verträten jemand anderen als sich selbst und ein paar ihrer Lobbyisten!

            • Marcel Elsener says:

              Achja, der alte Mythos von der volontée générale des alten Rousseau. Ich bestreite, dass es so etwas wie eine volontée générale gibt. Wenn es sie gäbe, dann bräuchten wir ja gar keinen staatlichen Zwang hin zur (Pseudo-)Solidarität sondern die Gesellschaft würde sich von selbst gemäss einem bestimmten einheitssolidarischen Prinzip ausrichten; es gäbe keinerlei Abweichler. Das Resultat wäre dann ebenjene Einheitsgesellschaft, welche die Etatisten mittels Zwang errichten zu müssen glauben.

              In der gesellschaftlichen Praxis haben wir aber Individuen, die sich gemäss ihren vielfältigen Interessen, Fähigkeiten und Neigungen in eine grosse Zahl von unterschiedlichen Gruppen aufteilen. Nirgends hat sich jemals in der menschlichen Kulturgeschichte auf freiwilliger Basis eine einzige Einheitsgruppe auf einem bestimmten Staatsgebiet herauskristallisiert. Die pluralistische Gesellschaft widerlegt durch ihre blosse Existenz die Idee (oder vielmehr das Dogma) einer volontée générale.

              Die sogenannte Solidarität entpuppt sich bei näherer Betrachtung als blosse Kooperation, aus denen alle daran Beteiligten einen Nutzen ziehen. Jeder ist prinzipiell jederzeit frei, eine bestimmte Kooperationsgemeinschaft wieder zu verlassen und sich vielleicht einer anderen Kooperationsgemeinschaft anzuschliessen. Freilich muss ein solches Individuum den jeweils anderen Individuen in der Kooperationsgemeinschaft einen Nutzen bringen, sonst wird es ausgeschlossen bzw. es kommt keine Kooperationsgemeinschaft zustande. Ein Parasit hat da ganz schlechte Karten, wenn er in seinem Egoismus andere ausnutzen will. Grundlage einer solchen freiwilligen Kooperationen ist die Vertragsfreiheit der Individuen.

              Sie haben explizit von ‘kinderlosen Rentnern’ gesprochen, die vom Bildungssystem profitieren; damit haben Sie implizit die kinderhabenden Rentner ausgeschlossen. Wenn Sie keinen Unterschied zwischen kinderlosen und kinderhabenden Rentnern machen wollten, warum haben Sie dann das Attribut ‘kinderlos’ überhaupt verwendet? Das ist natürlich irreführend.

    • Marcel Elsener says:

      Und ich finde, dass diejenigen, welche soziale Wohltaten vom Staat einfordern, diese mit ihrem Privatvermögen finanzieren sollen; da können all die wackeren sozialen Gutmenschen endlich einmal zeigen, wie gut und sozial sie wirklich sind. Der Rest wird dem Markt überlassen mit der üblichen Preisbildung durch Angebot und Nachfrage.

      Quizfrage: Wie gross ist in einem freien Markt die Nachfrage nach einer Genderprofx, nach einer Gleichstellungsbeauftragten oder nach den Elaboraten von Junk Science?

      @Michael Klein
      Wie wäre es mit Trash Science als Steigerungsform von Junk Science?
      Begründung: Schrott hat immerhin noch einen geringen Wert auf dem Markt, währenddessen Müll im Allgemeinen nur noch Kosten für dessen Beseitigung verursacht.

      • Oliver says:

        Und an welcher Linie verläuft die Grenze dessen, was gut und was überflüssig ist? Bei Genderprofx bin ich noch bei Ihnen, aber wie steht‘s mit dem Musikprofessor … oder mit hochbegabten Kindern, die eine Förderung benötigen, um ihr Potenzial auszuschöpfen? Oder mit Sportvereinen, die sich keine eigene Sporthalle bauen können? Wer soll das entscheiden? Wir leben in einem Sozialstaat, und das ist im Prinzip auch gut so. Das Problem ist in meinen Augen eher Machtmissbrauch und Verschwendung und Inkompetenz. Und gegen diese Dinge kann (und sollte) man nur im Einzelfall vorgehen.

        • Wolfgang R. says:

          DAS verstehe ich nicht:

          “Das Problem ist in meinen Augen eher Machtmissbrauch und Verschwendung und Inkompetenz. Und gegen diese Dinge kann (und sollte) man nur im Einzelfall vorgehen.”

          Wenn Machtmissbrauch und Verschwendung und Inkompetenz systemisch sind, wenn zur Erhaltung von Macht eine “Wissenschaft” wie oben dargestellt nötig ist und wenn zur Tarnung von Verschwendung und Inkompetenz Medien erforderlich sind, die die Ergebnisse dieser “Wissenschaft” verbreiten, vermitteln und interpretieren – dann sollte man das im Regelfall so geschehen lassen und nur im Einzelfall dagegen vorgehen?

          Oder wie?

        • Marcel Elsener says:

          Na, die Frage nach dem, was gut und was überflüssig ist, ist ganz einfach zu beantworten: anhand von Angebot und Nachfrage im freien Markt. Ein Bekannter von mir ist beispielsweise Klavierlehrer und Pianist; er bestreitet seinen Lebensunterhalt als freier Unternehmer und erbringt somit eine echte Wertschöpfung, da er sich dem Markt stellt. Ein Musikprofessor wäre vermutlich an einem Konservatorium angestellt; das Konservatorium wiederum finanziert sich über Spendengelder, Konzerte und Beiträge von Studenten.

          Im Gegensatz zu Ihnen sehe ich den Sozialstaat nicht als gut an sondern als mafiöse Einrichtung zur systematischen Umverteilung von Wertschöpfung zugunsten einer (unproduktiven) privilegierten Klasse von Staatsangestellten und deren Günstlingen.

        • “Oder mit Sportvereinen, die sich keine eigene Sporthalle bauen können? Wer soll das entscheiden? ”

          Da gibt es doch nichts zu entscheiden:

          Wenn diejenigen, die Sport treiben möchten, keine hinreichende Bereitschaft zeigen, den Bau einer Sporthalle zu finanzieren, mit welchem Recht kann man denn dann von Leuten, die KEINEN Sport treiben möchten, verlangen, dass sie den Bau mit ihrem Geld finanzieren, weil er ja so wichtig ist? Für wen soll das denn wichtig sein?Anscheined nicht einmal für die, die Sport treiben möchten, sonst würden sie für den Bau der Sporthalle ja wohl zu zahlen bereit sein, oder?!

      • “Quizfrage: Wie gross ist in einem freien Markt die Nachfrage nach einer Genderprofx, nach einer Gleichstellungsbeauftragten oder nach den Elaboraten von Junk Science?”

        EXACTLY!

      • @mE Er beliebt keinerlei Ahnung zu haben welchen immensen Wert Muell hat….
        Mache er sich mal schlau. Da sind einige hundert/tausend Euro die Tonne gar nix.

  3. Wolfgang R. says:

    “Wie gesagt, wir suchen noch nach einer Benennung für diese Steigerung von Junk Science.
    Wer einen Vorschlag hat, möge ihn uns mitteilen.”

    Wie wäre es denn mit “Verarschung”? Zu sehr Stammtisch? Dann vielleicht “Volksverdummung”?

    Oder doch besser “Systematische Verblödung”?

    Zu wenig international…

    Okay, letzter Versuch: SOS, “science of stultification”

  4. Ach, diese Foren, konzeptloser Schund! Das kommt davon, daß sich jeder, der kodieren kann, einbildet, programmieren zu können. Ich setze die Antwort mal hier dran.

    @Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

    “Ich bin nicht der Meinung, dass man dem Markt alles überlassen darf, denn sonst überleben nur die Starken.”

    Das verweist auf die interessante Frage, warum die “Schwachen” die “Schwachen” sind. Ich finde es mindestens plausibel anzunehmen, dass die “Schwachen” sehr viel stärker sein könnten, wenn sie es notwendig finden würden oder man sie nur stärker sein ließe, aber was würde dann aus der Hilfsindustrie, die so vielen Mittelschichtlern ein Auskommen bereitet?

    Das ist das Problem, Volltreffer!
    Aaaaaber die Geschichte ist damit noch nicht zu Ende. Es gibt nämlich noch andere Möglichkeiten, stark zu werden, den Zusammenschluß zu Gruppen. Und das ist das gesellschaftliche Problem, die einen kämpfen allein und die anderen in der Gruppe. Und, das ist nicht menschlich. Denken wir daran, daß es einzeln lebende Wespen gibt und gemeinschaftlich lebende. Es ist ein allgemeines Entwicklungsproblem, die Gruppenbildung. Die Gruppe ist stärker als der Einzelne — dafür hat sie Probleme mit der Orientierung und damit mit ihren Entscheidungen und ist beim Entscheiden schwach. Es gibt also nicht die einzige richtige Antwort.

    Carsten

    “Alle Demagogen wollen sonst nichts als den alten Hirten die Schafe stehlen.”
    Franz Glaser

  5. br says:

    “…. Konkret könnte eine progressive Staffelung von Kita-Gebühren und Beiträgen….”

    Wieso “könnte”, in NRW ist das schon lange der Stand der Dinge. Beispiel:
    http://www.gemeinde-steinhagen.de/040/sr_seiten/artikel/112130100000002767.php

    Soviel ich weiß, ist das überall in NRW so ähnlich oder sogar gleich, hat mich vor Jahren auch betroffen. Die Kindergartengebühren sind faktisch eine Einkommensteuer in Höhe von ca. 3%.

    Beispiel: wenn man 37.000 Euro verdient, dann zahlt man 51,00 E. monatlich. (bei 25 W.Std)
    Verdient man 13.000 mehr. also 50.000, zahlt man 81,00 E. monatlich, also 30,00 E. mehr pro Monat oder 360 mehr pro Jahr. Bezogen auf 13.000 Einkommen sind das knapp 3%.

    Die Kindergartengebühren sind übrigens oft deutlich höher als das Kindergeld!

    • lernender says:

      Ist auch logisch – der Staat verschenkt nichts, der Staat nimmt.
      Schwarze Null und so..
      Deswegen verstehe ich die deppenhafte Diskusssion in den Medien nicht, wenn Nahles oder Schwesig wieder rauskrakeelt wie die sich doch für die Minderbemittelten einsetzen, egal welcher Coleur, die Gegenfinanzierung erfolgt immer.
      Geht buchhalterisch gar nicht anders.
      Die Schnepfen die meinen, einen kostenlosen KITA Platz zu bekommen, werden dann wieder über GEZ-Zwangssteuern, Gebührenerhöhung auf Ämtern und ähnliches abgezockt.
      Mir geht das nicht in den Kopf, warum nicht bei jeder Forderung der Politschranzen für irgendwelche marginalst homogenen Bevölkerungsgruppe, die breite Masse nicht aufschreit “wer zahlt” ??

      Zahlen wird immer jemand – der Staat ist es niemals..

  6. stefanolix says:

    Noch ein Einwurf aus der Realität hier in Dresden: Die »progressiv gestaffelten« Beiträge für die Vorschulerziehung gibt es auch hier schon. Wer als Elternpaar oder alleinerziehende Person unterhalb bestimmter Grenzen liegt, bekommt den Kita-Platz ganz oder teilweise gefördert.

    Mit einem mittleren und hohen Einkommen sind die Beiträge dann zwar konstant. Aber es zeigt sich in der Praxis immer wieder, dass die bessergestellten Eltern die ersten sind, wenn es etwas zu spenden gibt – bzw. dass sie ihre Kontakte nutzen, um der Kita zu helfen. Viele Kitas sind chronisch unterfinanziert und könnten sonst besondere Angebote gar nicht machen.

    Wenn die oben zitierten Forscher einen solchen Absatz in ihre Studie einfügen, zeigt das nur, dass sie von der Praxis in den Kitas wirklich keine Ahnung haben.

  7. rote_pille says:

    dieses bildungssystem gehört gnadelos privatisiert, damit diese überflüssigen tussen mit doktortitel in dünnschissologie endlich den verdienten tritt in den allerwertesten bekommen!

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

Translate »
error: Content is protected !!
Skip to toolbar