Sind Grundschulen homophobe Orte?

Sind Grundschulen homophobe Orte, so fragt Martin Voigt, Soziologe aus München, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Hintergrund seiner Frage sind die Bemühungen der Kieler Sozialministerin Kristin Alheit, “die sexuelle Vielfalt auch jüngeren näherzubringen”.

Die Notwendigkeit, bereits Grundschüler und Kinder in Kindertagesstätten mit sexueller Vielfalt zu verfolgen, ergibt sich für die Kieler Sozialministerin aus einer Studie, die ein Ulrich Klocke im Jahr 2012 für die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft erstellt hat, weil es sonst niemanden interessiert. Deren Ergebnis: Berliner Schulen werden als homophobe Orte empfunden – von wem auch immer.

Klocke BerlinDass in der nämlichen Berliner Studie, der wir uns noch widmen werden, Schüler der 6. bzw. der 9. und 10. Klassenstufe befragt wurden, und eben keine Grundschüler oder Kinder in Kitas, das scheint die Kieler Sozialministerin in ihrem Wunsch “den Weg zu einem Land, in dem die Vielfalt sexueller Orientierungen und Identitäten selbstverständlich ist” zu gehen, nicht zu behindern.

Sie hat sich etwas in den Kopf gesetzt und geht entsprechend sprichwörtlich über Leichen, denn weder Frau Alheit noch sonst jemand weiß, was dabei herauskommt, wenn man Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen mit sexueller Vielfalt penetriert (vielleicht abgesehen von erhöhten HIV/AIDS-Infektionsraten). Und zumindest bei Frau Alheit reicht die Empathie nicht soweit, sich vorstellen zu können, dass Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen weder an Schwulen noch an Lesben noch an Transsexuellen ein Interesse haben – ganz im Gegensatz zu Frau Alheit, die das Motto des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Schleswig-Holstein, nach dem “Akzeptanz und Vielfalt  … täglich eingefordert und verteidigt werden müssen”, vollständig übernommen zu haben scheint und nun einfordert und verteidigt, wo sie geht und steht: In Kindertagesstätten, in Grundschulen…

Das nennt man dann wohl eine Phobie, vor allem, wo bislang jeder Beleg dafür fehlt, dass in den Grundschulen und Kindertagesstätten Schleswig-Holsteins tatsächlich homophobe Kinder en masse anzutreffen sind. Aber: Wo die empirischen Belege fehlen, da setzt sofort die (schmutzige?) Phantasie der Sozialministerin ein und die macht es notwendig, bereits Kinder in der dritten und vierten Klasse mit einem Diktattext folgenden Inhalts zu belästigen:

“Marian erklärt: ,Meine Mama Loris kommt aus Dänemark und hat dort Samenzellen von einem netten Mann bekommen. Dann bin ich in ihrem Bauch gewachsen. ln Deutschland hat mich dann meine Mama Dani adoptiert.'”

Wir wollen uns an dieser Stelle gar nicht mit der moralisch fraglichen Verherrlichung befassen, mit der die Mama Loris aus Dänemark, die als Brutkasten gedient hat, hier bedacht wird, oder den daraus folgenden Konsequenzen für die Möglichkeit, andere Menschen zu instrumentalisieren, weil das eigene Bedürfnis so dringend nach Erfüllung eines eingebildeten Kinderwunsches im Schwulen- oder im Lesbenpaar verlangt, dass man sich eben einmal einen Bauch mietet, in dem dann das später (bei Gefallen und Gesundheit) zum eigenen gemachte Kind “wächst”.

Betrachten wir das Machwerk, aus dem das Zitat stammt. Das Machwerk nennt sich: “Methodenschatz für Grundschulen zu Lebens- und Liebesweisen”. Es ist ein dünnes Heftchen von 16 Seiten, dessen Inhalt man an einem Nachmittag zusammenschustern kann. Es erfüllt keinerlei Kriterien, die man an Material anlegen muss, das in Schulen verwendet werden soll, wie zwischenzeitlich auch das Institut für Qualitätssicherung (IQSH) festgestellt hat. Dennoch wurden von Kristin Alheit 50.000 Euro aus Steuermitteln zweckentfremdet, um dieses Machwerk zu finanzieren.

Echte Einfalt50.000 Euro für die Erstellung von Materialien, anhand derer Kinder lernen sollen, Materialien, die passender Weise vom Schwulen und Lesbenverband Deutschland, Schleswig-Holstein erstellt wurden. Es ist schon lustig, wie diejenigen, die mit hochrotem Kopf gegen den Einfluss von Wirtschaftslobbyisten in Schulen wettern können, kein Problem haben Schulmaterialien bei der Schwulen- und Lesbenlobby zu bestellen. Nicht einmal die Frage, ob man beim Schwulen- und Lesbenverband in Schleswig-Holstein überhaupt in der Lage ist, Schulmaterialien zu erstellen, scheint Alheit interessiert zu haben.

Beim Schwulen- und Lesbenverband in Schleswig-Holstein, so kann man zwischenzeitlich feststellen, ist man nicht in der Lage Schulmaterialien, die den normalen Qualitätsstandards entsprechen, zu erstellen. Wundert das jemanden, außer Frau Alheit, die 50.000 Steuereuro aus dem Fenster geworfen hat, um ihr genehme Lobbyisten zu finanzieren?

Am 26. Januar 2015 haben wir unter dem Titel “Versuche am lebenden Schüler” schon einmal auf die Kieler Pläne zum täglichen “Einfordern und Verteidigen von Akzeptanz und Vielfalt” in Schleswig-Holsteins Grundschulen, in denen sich die homophoben Kinder zu türmen scheinen, berichtet. Damals haben wir auch darauf hingewiesen, dass niemand, am wenigsten Sozialministerin Alheit weiß, welche Folgen dieser Versuch am lebenden Schüler hat – denn, eine Zusammenfassung des Forschungsstandes sieht wie folgt aus:

  • RegenbogennormalitaetNiemand weiß, welche psychischen Folgen es bei Schülern hat, wenn ihnen im Alter von 9 oder 10 Jahren die Beschäftigung mit Sexualität zwangsverordnet und sie zur Toleranz gegenüber Lebensformen, die die meisten von ihnen nicht kennen oder sich vorstellen können, abkommandiert werden.
  • Niemand weiß, ob Schüler, die zur Akzeptanz indoktriniert werden sollen, diese Akzeptanz auch dauerhaft zeigen, ob sie sie überhaupt zeigen oder ob sie mit Reaktanz und entsprechend nicht-Akzeptanz reagieren.
  • Die Schulversuche, wie sie in Schleswig-Holstein durchgeführt werden sollen, haben mit einem Bildungsauftrag nichts gemein. Es sind offene Versuche, in die Persönlichkeitsbildung und die Persönlichkeitsrechte von Schülern einzugreifen und sie in eine bestimmte Richtung zu lenken.
  • Die Darstellung von schwulen Lebensentwürfen ohne einen Verweis auf Gefahren, wie sie von AIDS ausgehen, ist fahrlässig und weist eine mangelnde Akzeptanz und Verantwortungsbereitschaft für die Folgen, die die entsprechenden Lebensentwürfe haben können, aus.
  • Die Darstellung von Familien als Konsumgut, bei dem man sich zunächst entscheidet, welches Geschlecht man gerne hätte, um sich dann, je nach Notwendigkeit, ein Kind zu bestellen, austragen zu lassen oder im Reagenzglas züchten zu lassen, ist eine Darstellung von Konsumerismus, die man nicht mehr als moralisch integer ansehen kann und die man sicherlich nicht von Leuten erwarten würde, die sich mit Händen und Füßen dagegen stemmen, dass Schülern Ökonomie vermittelt wird.

Ein verantwortlicher Politiker sieht anhand dieses Stands der Forschung davon ab, Kinder mit sexueller Vielfalt zu belästigen. Aber Kristin Alheit qualifiziert sich nicht als verantwortlicher Politiker, eher als auf sexuelle Vielfalt Fixierte, die gegen jeden Widerstand und wenn es sein muss, auf den Rücken von Dritt- und Viertklässlern ihren “Weg zu einem Land, in dem die Vielfalt sexueller Orientierungen und Identitäten selbstverständlich ist,” geht.

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit, wäre ein solcher Laienprediger, der eine persönlich gefühlte Mission durchsetzen will, in öffentlichen Ämtern, die der Repräsentanz der Bevölkerung dienen, nicht möglich jedenfalls nicht dauerhaft möglich gewesen. Ein Rücktritt wäre damals das Mindeste gewesen. Heute scheint man sich daran gewöhnt zu haben, dass einem als öffentlicher Bediensteter wirklich alles zugemutet werden kann.

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13 Responses to Sind Grundschulen homophobe Orte?

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  3. Dieter says:

    Unwissenheit ist das eine Problem.
    Ignoranz das andere.
    Diese Frau weis eben nicht, was es mit Homosexualität auf sich hat.
    Zur Zeit scheint irgendwie jeder eine Art Superstar zu sein, der nicht
    normal (oder natürlich) ist und von der Norm (Normalität) abweicht.
    Minderheiten sind grundsätzlich zu schützen, dafür sind wir ja zivilisiert.
    Aber Minderheiten gleichzustellen ist meines Erachtens nach der falsche
    Weg.
    Beispiel: Ein Behinderter ist nun mal behindert und muss damit leben.
    Wir als Gesellschaft können einiges für Behinderte tun, aber eben nicht
    alles. Sonst müssten wir uns ja für arme Menschen genauso einsetzten.

    • lernender says:

      Es werden Teddybären auf Einwanderer geworfen, während Pflegebedürftige mangels Geld und Personal buchstäblich in der Scheiße sitzen und teilweise aufgefressen werden.
      Brücken und Autobahnen, die Waren oder Dienstleistungen in andere Orte bringen, sind seit Jahren marode oder einsturzgefährdet.
      Das Bildungsniveau sinkt seit Jahren, finanziert werden groteske Fächer wie Gender usw..nicht nach gesellschaftlichen Notwendigkeit, sondern nach politischer Gesinnung.
      Politiker können ungestraft, friedliche Bürger, die Ihren Protest in wöchentlichen Versammlungen äußern, als “Ratten” “Braune Soße” usw.. bezeichen. Nachweislich Bürger, die aus einer Schicht stammen, die eben nicht der Bodensatz der Gesellschaft sind, sondern diese Gesellschaft und diese Politiker mitfinanzieren.
      Es werden Bücher verbrannt und geschreddert, die nicht dem linken faschistischen Mainstream entsprechen.
      Durch steuerliche Umwege finanzierte Schläger und Terrorgruppen können ganza Stadteile in Brand stecken (Frankfurt) ohne dass eine große Razzia stattfindet.

      Und zu gut letzt – lehren Tuider und Co unseren Kindern sexuelle Praktiken, die besser in einem Darkroom mit Erwachsenen aufegehoben wären ( die können von mir aus machen, was sie wollen ) ohne sich eine Sekunde zu hinterfragen, ob es diesem Kind dienlich ist, ob es interessiert ist oder ob es überfordert ist.

      Dieses Land ist so fertig, dass es fertig ist. In die Knie gezwungen. Die Gesellschaft dank der Medien gespalten. Gefühlt laufen rund 50% der Bürger mit der geballten Faust in der Tasche rum. Es wird nur noch geflüstert über eine vom Mainstream abweichende Meinung. Das geht nicht mehr lange gut. Der kollektive Selbsterhaltungstrieb wird wieder Oberhand gewinnen und es bedarf nur wieder einem kleinen Zündfunken, dann ist der wieder da – der “Furor Teutonico”, der zwar zu lange zugeschaut hat, aber umso radikaler aufräumt.

      Dauert nicht mehr lange..

      • Jürg Rückert says:

        Sehr gut erkannt: Teddybären für die einen, den anderen die Schei*!
        Der schwache Staat füttert jene, die ihm gefährlich werden können, die wirklich Schwachen liegen im Dreck. Das läuft bereits: Wohnungkündigungen für Allah, Gelder streichen für Wiedereingliederungsplätze für psychisch Kranke zugunsten von Schutzsuchenden …

  4. Jürg Rückert says:

    Überall, wo das Licht des wahren Glaubens noch nicht erstrahlte, herrscht eben Dunkelheit.
    Glauben = Gender
    Dunkelheit = homophober Ort
    Die Missionare von Gender drängen auf die Kindertaufe (Kinder, widersagt der Homophobie!)
    Die Ministerien sind ihre Bischofssitze. Wie Holzfäller müssen sie von dort ausziehen, um sämtliche Wotan-Eichen zu fällen und alle Büsche der Frau Holle zu roden.
    Der Gott von Gender ist ein eifersüchtiger. Er duldet keine anderen Götter. Ihm allein sei alle Ehre.

  5. Rumpelstilzchen says:

    Ein jeder für sich und privat!
    Wer will es wissen? Niemand!
    Aber eine Frage sei mir gestattet, warum gibt am Amazonas bei den Ureinwohnern keine Homosexualität oder Menschen die im falschen Körper geboren wurden?
    Diese Frage stellt sich doch mit Recht

    • hgb says:

      Die Antwort ist: Weil man es ihnen noch nicht beigebracht hat.
      Vielleicht fördert ja die Humbug Universität auch mal einen Lehrstuhl bei den Ureinwohnern.

  6. de.sputniknews.com/panorama/20151018/305016880/schweden-kinder-transsexualitaet.html
    Der Artikel oben war ziemlich interessant. Das beantwortet wohl die Eingangs gestellte Frage was damit eigentlich angerichtet wird. Da sollte man mal etwas nachhaken.
    http://www.DDRZweiPunktNull.de

  7. hgb says:

    Mir fällt gerade folgende Frage ein:
    Bei der so heiss gelobten und geforderten Akzeptanz der sexuellen Vielfalt: wie sehen es dann die Schulleitungen und Lehrer, wenn diese Vielfalt in den Pausen oder auch im Klassenzimmer von den Schülern nachempfunden und praktiziert wird?

  8. Erhard Koch says:

    Die Voigts, Alheits und Konsorten haben wohl etwas zu viel Sauerkrautsaft getrunken:)) (siehe Artikel vom 10.12.15)

  9. Pingback: Schule 2016: Kaderschmiede – Überwachungsstätte – totale Institution | ScienceFiles

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