Dresden-Marketing: Mit Lug und Trug gegen Pegida?!

Der Pegida-Effekt, er geht immer noch durch die Medien. Begierig wird die Meldung aufgenommen, die Pegida würde zu einem Rückgang der Übernachtungszahlen in Dresden führen.

Dresden MarketingWie wir gestern bereits gezeigt haben, ist die Behauptung, die Pegida sei Ursache des 2015 in Dresden im Vergleich zu 2014 zu verzeichnenden Rückgangs von Übernachtungen nicht haltbar. Sie ist nichts anderes als eine ideologische Spekulation, die als Wahrheit verkauft werden soll. Warum? Weil manche, die sich für gut halten, offensichtlich der Meinung sind, im Kampf gegen Pegida sei jedes Mittel erlaubt, Beleidigung, Verfälschung, Fehlinterpretation, Falschmeldung, Lug und Betrug.

Denn: Die Behauptung, der Rückgang der Übernachtungen, er sei auf Pegida zurückzuführen, er ist eine Falschmeldung. Ob es sich dabei um eine bewusste Falschmeldung handelt oder um eine Falschmeldung aus Inkompetenz, das ist eine Frage, der wir uns nun widmen wollen.

Kurz nachdem wir den Beitrag über den Pegida-Effekt veröffentlicht haben, haben uns Lesern auf die Dresdener Beherbergungssteuer aufmerksam gemacht. Diese seit dem 1. Juli 2015 von der Landeshauptstadt Dresden erhobene Steuer, verteuert die Übernachtungskosten für Gäste in Dresden, denn die Beherbergungssteuer, sie wird direkt von den Gästen erhoben:

„Beherbergungssteuerpflichtig sind grundsätzlich alle Personen, die in Dresden entgeltlich privat in Hotels, Gasthöfen oder Pensionen, Ferienunterkünften oder ähnlichen Beherbergungsstätten sowie auf Campingplätzen übernachten, soweit nicht ausnahmsweise eine Steuerbefreiung (s. u.) besteht. Die Übernachtung auf Wohnmobilstandplätzen ist steuerpflichtig, sofern besondere Sanitärräume angeboten
werden.“

Der Gier des Stadtkämmerers, der wohl gedacht hat, die seit 2009 steigende Zahl von Touristen, die könne man nutzen, um das Stadtsäcklein zu füllen, sie ist immens, wie sich zeigt:

„Die Beherbergungssteuer beträgt bei einem Wert der Bemessungsgrundlage

 bis unter 30 Euro: 1 Euro,
 von 30 Euro bis unter 60 Euro: 3 Euro,
 von 60 Euro bis unter 90 Euro: 5 Euro,
 von 90 Euro bis unter 120 Euro: 7 Euro

und so weiter, wobei sich für jeden um 30 Euro erhöhten Staffelbereich der zugehörige Steuertarifsatz um jeweils 2 Euro erhöht. Ein Gast übernachtet – beispielsweise – fünf Nächte in einem Einzelzimmer, das ohne Frühstück 55 Euro pro Nacht kostet. Dieser Betrag fällt in den Staffelbereich von 30 Euro bis unter 60 Euro, der Steuerbetrag für diese Staffel beläuft sich auf 3 Euro für eine Übernachtung. Insgesamt beträgt der Steuerbetrag für die gesamte Beherbergung 15 Euro (5 Übernachtungen x 3 Euro Steuerbetrag).

Die Kosten für eine Übernachtung, sie haben sich für Gäste somit wahrnehmbar und deutlich erhöht. Dies hat ein Kommentator von ScienceFiles wie folgt in Worte gefasst:

preiselast.jpg„Ich war im Dezember in Dresden. Mein Reisebericht findet sich hier: http://wp.me/p5hGPc-64 – Kurzfassung: Dresden ist nett, aber so „bunt“, dass man nicht kotzen kann, ohne ein Plakat zu treffen, auf dem steht, dass Dresden bunt sei. Faktisch ist Dresden ziemlich schwarz, weil die da (zumindest die coolen Gebäude) aus einem Sandstein bauen, der schwarz oxidiert (oder so).

An dieser Stelle möchte ich aber eigentlich anmerken, dass die Stadt Dresden seit Mai 2015 eine „Beherbergungssteuer“ erhebt… . Ich denke, dass der Übernachtungsrückgang mit der Steuer alleine umfänglich erklärt werden kann; zumindest würde ich, wenn ich mich als Grund zwischen Pegida und Preiselastizität entscheiden müsste, letzteres wählen.“

Darüber, dass die Beherbergungssteuer nicht unbedingt mit Freude von den Gästen aufgenommen wurde, berichtet ein anderer Leser von ScienceFiles:

„Ein Hauptgrund für die Reduzierung der Übernachtungszahlen dürfte die neu eingeführte Bettensteuer sein.

Ich habe dazu anlässlich meiner Hotelaufenthalte in Dresden JEDE Rezeptionistin befragt, die mir vor die Flinte kam, und JEDE erzählte, dass die Gäste darüber wohl sehr erbost seien und deutlich signalisierten, deswegen zukünftig weniger zu kommen oder den Aufenthalt zumindest zu verkürzen.“

Es ist eine ökonomische Binsenweisheit, dass eine Erhöhung des Preises die Nachfrage dann reduziert, wenn die Nachfrager eine Substitutionsmöglichkeit haben oder die Nachfrage schlicht streichen können. Ökonomen sprechen dann von Nachfrageelastizität. Da man einen Aufenthalt in Dresden schlicht streichen und durch einen Aufenthalt in Cardiff ersetzen kann, ist die Elastizität der Nachfrage groß, d.h. man kann davon ausgehen, dass die Beherbergungssteuer sich negativ auf die Übernachtungszahlen in Dresden auswirkt.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Geschäftsführerin der Dresden Marketing Gesellschaft, Bettina Bunge, auf die wilde Annahme kommt, Pegida sei für den Rückgang der Übernachtungen verantwortlich und was sie dazu bringt, die Beherbergungssteuer, von der sie eigentlich Kenntnis haben sollte, zu unterschlagen?

Es gibt auf diese Frage nur zwei Antwortmöglichkeiten:

(1) Fachliche Inkompetenz. In diesem Fall sollte die Stadt Dresden sich nach einem fähigen Geschäftsführer für Dresden Marketing oder einem Marketingunternehmen umsehen, das kompetente und qualifizierte Mitarbeiter in seinen Reihe hat.

(2) Der Versuch, die Öffentlichkeit zu manipulieren. Jeder, der die Seiten von Dresden Marketing liest, ist es nach wenigen Minuten leid, ständig auf die offene und bunte Stadt Dresden hingewiesen zu werden. Offensichtlich hat sich bei dem Unternehmen eine Fixierung auf offen und bunt eingestellt, die das eigene Urteilsvermögen bei den Verantwortlichen so sehr ideologisch benebelt, dass ihnen die einfachste und naheliegende Erklärung für z.B. die zahlenmäßigen Veränderungen in den Übernachtungszahlen nicht mehr einfällt. Stattdessen versteifen sie sich auf wilde und abwegige Spekulationen, die zu absurden Widersprüche führen. Auch in diesem Fall sollte sich der Stadtrat von Dresden mehrheitlich von der Dresden Marketing GmbH und Geschäftsführerin Bunge trennen, denn wer in einer ideologischen Traumwelt lebt, ist kaum in der Lage, Marketing für ein Stadt zu betreiben, die in der Realität angesiedelt ist.


Schließlich zeigt der „Pegida-Effekt“ und seine gierige Aufnahme durch die Mainstream-Medien abermals, wie manchen der dort Beschäftigten der Schaum vor dem Mund zu stehen scheint, wenn es um Pegida, Dresden oder AfD geht. Dann werden sie hysterisch, zu Wut- und Problemjournalisten, denn dann vergessen sie alles:  Lauterkeit, Ehrlichkeit, Sorgfaltspflicht. Sie übernehmen, was ihnen ideologisch passt, prüfen es nicht auf Richtigkeit und insofern gibt es tatsächlich einen Pegida-Effekt: Er besteht darin, dass Journalisten funktionieren, wie die Männchen der Augsburger Puppenkiste: Man zieht an den Pegida-Fäden und das Püppchen tanzt den Tanz der Gutmenschen.

Es sind Begebenheiten wie diese, die Zweifel am freien Willen und am Verstand von manchen, die im Medienbetrieb ihren Hintern plattsitzen, aufkommen lassen.

 

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23 Responses to Dresden-Marketing: Mit Lug und Trug gegen Pegida?!

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Dresden-Marketing: Mit Lug und Trug gegen Pegida?!

    • rote_pille sagt:

      Das geht eben so lange weiter bis nicht alle von der Regierung gekillt werden.

    • Hosenmatz sagt:

      Da ich keine Lust habe, mich bei zeit.de anzumelden, lasse ich meinen Gedanken zu diesem Geschwurbel mal hier freien Lauf.

      „… überfälligen politischen Maßnahmen gegen die Rechtskonservativen“

      Es geht also nicht um die Bekämpfung von Straftaten, sondern einer Gesinnung?
      An welche Staatsform erinnert mich das?

      „… wenn deutsche Polizisten einen Flüchtlingsbus stürmen, weil es draußen eine unzivilisierte Horde entfesselter Bürger so fordert?“

      Gibt es dazu irgendwelche Belege?

      „Telefone von Pegida-Demonstranten und anderen rechtsradikalen Vereinigungen müssen abgehört werden.“

      Generalverdacht ich hör dir trapsen. Jeder Demonstrant wird kriminalisiert und gesellschaftlich abgewertet.

      „Wir brauchen sofort Gesetze, die es jedem Flüchtling in Deutschland ermöglichen, sich frei zu bewegen. Sie sollen mit einem Kontingent an Fahrkarten, Taxigutscheinen, SIM-Karten und Internetguthaben ausgestattet werden.“

      Bitte was??? Das wird natürlich den Unmut vieler Bürger sofort besänftigen. (Ironie off)

      „Was, wenn die integrierten Muslime aufbegehren?“

      Wer soll sich diesen entgegenstellen?

      „Wie soll das gehen, dass die Demokratie für Pegida und AfD hochgehalten wird, dass man deren Versammlungsfreiheit und Meinungsfreiheit bis aufs letzte Streichholz verteidigt…Es sind diese deutschen Doppelstandards, die einem gehörig auf die Nerven gehen.“

      Daher einen „guten“ Doppelstandard einführen – Versammlungsfreiheit und Meinungsfreiheit nur für diejenigen, die der eigenen Ideologie entsprechen?

      „Es gab Jahre, da haben mehr Menschen mit Migrationshintergrund das Land verlassen, als eingereist sind. Da hat nie jemand gefragt: „Warum geht ihr?“ Sie sind auch gegangen, weil sie Angst vor rechten Tendenzen hatten.“

      Belege??

      „…gut situierte Einwandererschicht nicht mehr mitmachen will. Sie ist derzeit der Kitt der Gesellschaft…. Politiker sollten in ihre Ansprachen auch diese Schicht einbeziehen…“

      Also wieder Stimmenfang in den Moscheen.

      • Uranus sagt:

        „Sie sind auch gegangen, weil sie Angst vor rechten Tendenzen hatten.“

        Mit diesem kurzen Satz widerlegt Mely Kiyak ihre eigene darin getroffene Behauptung. Um ihre Behauptung in eine belegte Feststellung zu verwandeln, müßte sie wenigstens ein paar der Gegangenen finden, die Angst vor einer Tendenz haben. Da kann sie lange suchen.

        Kiyaks Deutschstunde? Zeit Online sollte sich einen anderen Deutschlehrer suchen.

  2. Sven Kuchary sagt:

    Es gibt sicherlich Untersuchungen über die Preiselastizität in Zusammenhang mit Kurtaxe. Was Dresden einführt, ist nämlich nichts anderes, nur nennen sie es anders, weil es nicht „Bad Dresden“ ist. Weil man in Dresden leicht in die Nachbargemeinden ausweichen kannt, dürfte die Preiselastizität höher sein, als in den typischen Feriengemeinden, wo auch der Nachbarort Kurtaxe erhebt. Den Dresdner Rückgang sollte man quantitativ damit vergleichen. – Noch was: Wo übernachtet eigentlich der auswärtige Montagsspaziergänger?

    • Brockenteufel sagt:

      Der auswärtige Pegida Spaziergänger fährt, wie ich, noch am selben Abend nach Hause (Südniedersachsen)!

    • Sven Kuchary sagt:

      Nachtrag: Es gibt umfangreiche Fachliteratur. Such-Stichwörter: „Hotel Preiselastizität“. Wer hätte das gedacht? Hotelwesen kann man nämlich studieren. Und weil Hotellerie ein Knochengeschäft ist, studieren das auch Leute, die wissenschaftlich fragen und denken. Später als Unternehmer müssen sie nämlich entscheiden: Wie wie reagieren Kunden auf meine Preispolitik?

    • dentix07 sagt:

      Wahrscheinlich in Dresden! Woraus folgt, daß der Rückgang der Übernachtungszahlen (wahrscheinlich) noch stärker wäre, gäbe es Pegida nicht.

    • Ich habe Montags nie Zeit und wohne als Dresdner, beruflich begründet, jetzt im Odenwald.
      Seitdem die Bettensteuer gilt habe ich paar wunderbare Bleiben in Weinböhla , in Freital und in Willstruff gefunden. Ohne Steuer. Und nach Aussagen der Hotelbesitzer haben sie seit der Dresdner Bettensteuer eine höhere Auslastung. Sie sind zufrieden🙂

  3. Neurotoxic sagt:

    „Warum? Weil manche, die sich für gut halten, offensichtlich der Meinung sind, im Kampf gegen Pegida sei jedes Mittel erlaubt, Beleidigung, Verfälschung, Fehlinterpretation, Falschmeldung, Lug und Betrug.“

    Das ist das typische Krankheitsbild des heutigen deutschen Qualitätsjournalismus.😉

  4. Kurt sagt:

    Politisches Einfärben des öffentlichen Raums hat hier in Dresden leider Tradition. Die Reim-Kampagne („http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Reime-und-Haeme-fuer-neue-Kampagne-der-Stadt-fuer-mehr-Weltoffenheit“) und die „HIV ist toll“-Plakate (z.B. „http://www.welt-aids-tag.de/leben-mit-hiv/date/“) sind Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit. Aktuell wird vor Deutschlands dunkler Seite gewarnt („http://www.tagesspiegel.de/berlin/plakataktion-in-deutschland-mit-den-nationalfarben-gegen-afd-und-pegida/12926474.html“); wahrscheinlich ist ein Großteil der genannten 600 Plakate in DD geklebt worden.

    Irgendwann nervt es auch den geduldigsten…

  5. Pingback: “Lügenpresse”: “Pegida-Effekt” frei erfundener Unsinn | LW-Freiheit

  6. Manni sagt:

    Ein weiterer Punkt ist das hirnlose Vergraulen der russischen Touris….

  7. Erwin55 sagt:

    Nur ein Tipp an die Redaktion: sind die Übernachtungszahlen in den umliegenden Gemeinden entsprechend gestiegen? Das wäre ein starkes Indiz für die Richtigkeit Ihrer These.

  8. yps sagt:

    Zunächst mal: Geile Seite! Der absolute Reisebericht :O) Respect!!!
    Und dann zum Thema BUNT: Ich kann diesen Schwachsinn nicht mehr hören… Alles und jeder ist bunt, wählt bunt, lebt bunt und der Rest kotzt dann bunt – was ja wirklich zu verstehen ist :O)
    Übersetzt man Bunt mal in die bis vor wenigen Jahren noch gerne genutzte deutsche Sprache könnte man all diese Deppenplakate viel besser akzeptieren: Bunt = Asozial, Verantwortungslos, Vollverblödet, Inkompetent, Auf Kosten anderer lebend, etc…
    Aber Bunt ist halt kürzer… DAS muß man zugestehen… Übrigens… Schon lange meide ich Geschäfte an deren Tür man mit Bunten oder Randgruppen oder sonstigem Dünnpfiff bedroht wird!
    Ist eine coole Sache… einfach weitergehen zum nächten Laden… auch Bunt?… weitergehen…
    Gerade in Dresden recht angenehm… Dingsbums-Center… Türen abklappern… oder zum nächsten Center!

    Und zum Thema „wo schläft denn der PEGIDA-Fan?“… nun… ich kann für mich sprechen und wir haben nun schon mehr als 10 mal wegen PEGIDA-Dresden im Osten übernachtet… aber natürlich nicht IN Dresden – so blöd ist der PEGIDA-Fan ja nun auch nicht – sonst wäre er ja nicht PEGIDA-Fan sondern bunt – :O)
    Das ist natürlich für den Gutmenschen (auch aus der Werbebranche) der Horror – PEGIDA-Tourismus… *brrrr*
    Leider sind die Fahrtkosten NRW-DD-NRW und der gesamte Aufwand doch ziemlich hoch… sonst wären wir jeden Montag mit 20 Patrioten vor Ort! Schließlich müssen wir unsere Reisekosten selber finanzieren – obwohl – ich habe in DD schon Asylangebote bekommen!
    Getreu dem Motto: „Helft NRW – Gebt UNS Asyl!“
    Also… „Spazierengehen ist eine feine Sache“ – PEGIDA for President… Macht weiter so!!!

  9. Klaus sagt:

    Als jemand, der selbst schon nach Dresden gereist ist, dort zwei mal im Hotel übernachtet (und auch diese getarnte Kurtaxe bezahlt ) hat, glaube ich schon, dass es einen Pegida-Effekt gibt. Denn ich kam einzig und allein nach Dresden, um an einer Pegidaveranstaltung teilzunehmen. Bei Pegida traf ich auch auf mehrere andere, die von weit her aus diesem Grund angereist waren und somit wahrscheinlich auch dort übernachteten.
    Insofern dürfte der Pegida-Effekt eher ein positiver auf die Übernachtungszahlen sein.

  10. Pingback: Die Touristen Pegida Lüge – Lügenpresse

  11. Pingback: Neue Forschung: Pegida Ursache des Klimawandels in Dresden | ScienceFiles

  12. Leonore sagt:

    Soso, die Zahlen waren 2014 höher … ?

    Also im Rechnen war ich nie besonders gut, aber selbst meinen äußerst bescheidenen Rechenkünsten zufolge war 2014 ganz eindeutig das Jahr des „25 Jahre Mauerfall“-Jubiläums. Und zusätzlich auch noch des 10-Jahres-Jubiläums der Wiedererrichtung der Frauenkirche. (Ich war mit Familie deshalb dort – und wir sind extra zwei Nächte länger geblieben, um uns Pegida mal mit eigenen Augen anzugucken, mal den Vergleich zwischen der Realität und der Berichterstattung, also auf Deutsch gesagt: Hetze ziehen zu können. – Nur falls es jemanden interessiert, der noch nicht da war: Wir haben da KEINEN gesehen oder gehört, der irgendwas Menschenverachtendes oder Fremdenfeindliches „gebrüllt“, „gegrölt“, „gejohlt“, gesagt oder vor sich hingemurmelt hätte. Wobei uns letzteres natürlich in den meisten Fällen entgangen wäre. Aber ich schließe mal von denjenigen, die um uns herumstanden auf alle anderen: Ganz normale Leute. Jüngere, Ältere, Frauen, Manner. Einfache, Gutbürgerliche. Humorvolle und Bittere. Ein paar Tätowierte, die sich aber auch völlig vernünftig und zivilisiert verhalten haben. Viele Freundlich-Offene, mit denen man als Newcomer leicht ins Gespräch kam (ich habe einen netten jungen Mann nach seiner Fahne gefragt, die so norwegisch aussieht – und war schwer beeindruckt, daß es die Fahne ist, die im Kreisauer Kreis für das nach geglücktem Hitler-Attentag befreite Deutschland entworfen wurde). –

    Aber ich komme ja vom Thema ab – jedenfalls dürfte es niemanden verwundern, daß in einem Jahr der Jubiläen mehr Besucher in eine Stadt kommen als im Jahr danach.

    Was fällt denen eigentlich ein, uns für so blöd zu halten, daß wir ihre Tricks nicht durchschauen würden?

    • Leonore sagt:

      Ach herrje – ich bin ja selber blöd (zumindest teilweise): Das 10jährige Frauenkirchenjubiläum war ja letztes Jahr, also 2015! – Na gut, also dann: Asche auf mein Haupt! Wir haben also letztes Jahr eher mitgeholfen, dem Trend entgegenzuwirken.

      Trotzdem ist das Montag-Ereignis sicher eher ein Publikumsmagnet als ein „Deterrens“. Wir werden bei unserer nächsten Reise nach Dresden (haben Verwandte dort) jedenfalls auch wieder so planen, daß wir mitlaufen können.

  13. Fidel sagt:

    Es war/ist nicht die Gier des Stadtkämmerers, sondern die Idee der damaligen Opposition, die es zunächst mit einer Kurtaxe versuchte. Diese wurde mangels Kur-Angeboten von Gericht gekippt und von rot-grün-roter Mehrheit im #staDDrat als Beherbergungssteuer im zweiten Versuch durchgebracht. Auch diese wird demnächst von Gerichten geprüft.

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