Erziehung zum ahnungslosen Menschenmaterial? Schüler in NRW

In welcher Himmelsrichtung geht die Sonne auf?
In welchem Monat geht die Sonne am spätesten unter?

Wer auf dem Planeten Erde lebt und z.B. eine 6. oder 9. Klasse einer allgemeinbildenden Schule besucht, der sollte die Antworten auf diese Fragen eigentlich im Schlaf geben können. Von Sommersonnenwende oder Sommeranfang sollte er schon einmal gehört und die Sonne, sollte er schon einmal beim Aufgehen gesehen haben.

Nicht so Schüler in Nordrhein-Westfalen. Grün-Rote Bildungspolitik fordert offensichtlich ihre Opfer bei allgemeinster Bildung, wobei die Schüler sicher bestens darüber Bescheid wissen, welche sexuellen Orientierungen es gibt und auswendig Gelerntes aufsagen können, das angibt, warum sie gegen Rassismus sind.

Nur in welcher Himmelsrichtung die Sonne aufgeht und wann der längste Tag ist, das wissen die meisten von Ihnen nicht. 1.253 Schüler der Klassen 6. und 9. An Haupt-, Real-, Gesamtschule und Gymnasium haben Rainer Brämer, Hubert Koll und Hans-Joachim Schild im Rahmen des Jugendreport-Natur von November 2015 bis Februar 2016 im Hinblick auf rudimentäres Wissen über die Natur, die die Schüler umgibt, befragt. Die Ergebnisse sind vernichtend:

  • north-south-east-west24% der Schüler haben keine Ahnung, in welcher Himmelrichtung die Sonne aufgeht.
  • 18% der Schüler sind der Ansicht, die Sonne gehe im Norden auf, 12% tippen auf den Süden und 11% sind der Ansicht, im Westen gehe die Sonne auf.
  • Ganze 35% tippen auf den Osten, als die Himmelsrichtung, in der die Sonne aufgeht. Tippen ist hier das operative Wort, denn die Frage nach der Himmelsrichtung, in der die Sonne aufgeht, wurde offen gestellt, setzt also das Kenntnis der vier Himmelsrichtungen voraus. Wahrscheinlich muss man sich freuen, dass immerhin 76% der Schüler zumindest eine Himmelsrichtung kennen. Das offene Stellen der Frage hat zur Konsequenz, dass ein Tipp bei völliger Unkenntnis mit einer Wahrscheinlichkeit von 25% richtig ist. 35% liegen 10% darüber, so dass man bei 10% der Schüler sicher davon ausgehen kann, dass Sie wissen, in welcher Himmelsrichtung die Sonne aufgeht.

Die Frage nach dem längsten Tag, sie macht alles noch schlimmer:

  • june-solstice-illustration32% haben keine Ahnung, 25% tippen auf Juli, 12% auf August, 6% gar auf Dezember, ganze 16% und damit 9% weniger als man bei zufälliger Antwort erwarten würde, geben den Juni als Monat mit dem längsten Tag an.

Das sind Ergebnisse, die man erst einmal verdauen muss. Auch Brämer, Koll und Schild kämpfen mit ihren Ergebnissen:

“Besonders bizarr ist die Verlagerung des Sonnenaufgangs nach Norden, was darauf hindeutet, dass die junge Generation kaum noch eine Vorstellung davon hat, wie Tag und Nacht als Folge der Erddrehung um die Nordsüdachse entstehen.“ (5)

Wie fremd man der Umwelt, die einen umgibt, gegenüberstehen kann, zeigt sich auch an der Überzeugung von 73% der befragten Schüler, dass „Was natürlich ist, gut [ist]“. Es scheint, Grüne/Bündnis 90 mit ihrer Verklärung von Natur und ihrer Technologiefeindlichkeit haben hier ganze Arbeit geleistet.

Man kann also feststellen, dass die Mehrzahl der Schüler keinerlei Bedeutung mit Begriffen wie Norden, Süden, Osten oder Westen verbindet, die Sonne als weitgehend irrelevanten Bestandteil des eigenen Lebens ansieht, nicht einmal rudimentäre Kenntnisse mehr hat, die für die Ägypter 3000 Jahre vor Christus eine Normalität dargestellt haben und ansonsten affektive Verbindungen zwischen Begriffen und Bewertungen sehr gut eintrainiert hat.

Die Verbindung geht dann wohl wie folgt:

  • Natur: gut;
  • Kerntechnik: schlecht;
  • Gentechnik: schlecht;
  • Windräder: gut;
  • Gleichstellung: gut;
  • Leistung: schlecht;
  • Sexuelle Orientierung: gut;
  • Rechte Orientierung: schlecht;

Und so weiter…

know-your-idiotsWenn man die Ergebnisse des 7. Jugendreport Natur 2016 als Indikator für den Stand der Verdummung von Schülern, wie sie in Schulen betrieben wird, betrachtet, dann muss man konzedieren, dass die Verdummung schon weit vorangeschritten ist. Betrachtet man die Ergebnisse zudem als Indikator dafür an, wie gut es gelungen ist, die Bedeutung von Begriffen durch deren Bewertung zu ersetzen, dann sind die Ergebnisse abermals bemerkenswert. Es wächst eine Generation der affektiv gesteuerten Dummen heran, die von nichts etwas wissen, aber von allem wissen, wie man es bewerten muss. Die eigene Urteilsfähigkeit, die ein Faktenwissen voraussetzt, sie wird in Schulen in NRW anscheinend systematisch unterminiert und mit Fremdbewertungen ersetzt, die die Schüler übernehmen müssen, weil ihnen das Wissen fehlt, um die Fremdbewertung in Frage zu stellen und sie bei Kritik vermutlich mit schlechten Noten sanktioniert werden.

So züchtet man Menschenmaterial, das folgt und nicht denkt, heran.


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22 Responses to Erziehung zum ahnungslosen Menschenmaterial? Schüler in NRW

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  2. Jürg Rückert says:

    Liegt es nur an den Schülern? Sind die Eltern in Sachen Bildung außen vor? Wie viele Lehrer können solche grundlegenden Fragen noch beantworten? Es fehlt ein Lehrerreport!
    Wie viele Landtagsabgeordnete glauben, der Strom käme aus der Steckdose und das Monatseinkommen entstehe aus Dreck, so wie zu Zeiten von Aristoteles die Mäuse?

    • Paule says:

      Hallo Herr Rückert,

      Zustimmung!

      Die Frage aller Fragen aber ist wie kommt eine solche Situation zustande? Was sind die Ursachen? Wer sind die Protagonisten? Welche Methoden und Techniken werden eingesetzt? Wie ist der Prozessablauf? Wie laufen Ursachen – Wirkungslinien? Warum gibt es keinen Widerstand von den „bildungsnahen“ Bürgern?
      Machen 40 Jahre Polytechnischer Unterricht in der DDR einen Unterschied? (m.M. nach ja) Wenn ja warum?
      Und letztendlich: Wollen wir das ändern? Wie?

      Gruß Paul

    • rolandtluk says:

      Da stimme ich auch zu:

      Die Kinder sind Rohmaterial. Es liegt also an den vorgesetzten Hohlkörpern, die nicht den Schneid besitzen, gewisse Vorgaben zum Wohle der Kinder zu ignorieren.

      Auf der anderen Seite auch an den Eltern, die aufpassen müssen, was an staatlichen Schulen wie ein politischer Unsinn getrieben wird. Man muss seine Kinder gegen Indoktrination und Ideologie impfen. Impfen mit Hirn und Verstand.

      • Roland says:

        Generation Smartphone googelt danach. Es ist ja nun nicht gerade überlebensnotwendig in unserer Gesellschaft zu wissen mit welchen Begriff man die Richtung des Sonnenaufgangs bezeichnet. Sowas braucht man nicht mehr aus dem Stehgreif wissen.

        • rolandtluk says:

          @ Roland
          Klar, es gibt auch Analphabetismus, der sich durchs Leben mogelt.

          Meiner Auffassung nach ist ein gesundes vollumfassendes Wissen (Bildung) die Grundlage von allem. Vorallem für ein gutes und zufriedenes Leben.
          Wer in seinen Leben nicht nur Abhängiger, sondern mehr sein möchte. Dinge bewirken, ergründen oder selbstständig sein, der brauch die Möglichkeit mit Menschen zu kommunzieren, die gebildet sind.
          Wir brauchen also eine Sprache, ein Sprachverständnis, um überhaupt Zugang zu Wissen zu haben.
          Ein Physiker spricht eine andere Fachsprache als ein Steuerberater. Ein Mediziner spricht eine andere Sprache als der Informatiker. Der Zimmermann spricht eine andere Sprache als der Geologe. Worte haben dann in den unterschiedlichen Spezialisierungen durchaus ganze unterschiedliche Bedeutungen.

          Wikipedia wird da nicht viel nützen. Toi Toi Toi…

          • Roland says:

            Stimme ich Ihnen in allen Punkten zu. Nur ändert das nichts daran, dass einige Wissensinhalte über die Zeit hinweg veralten und nicht mehr notwendig sind um ein selbstständiges Leben zu führen.

            Meiner Ansicht zeigen solche Fragen und deren Antworten weniger die Verblödung der Jugend. Sondern sie zeigen auf, womit sich die Jugend überhaupt nicht mehr beschäftigt. Dieser Unwille geht, so scheint es, soweit dass ein gehöriger Prozentsatz an Schülern zum Beantworten nicht einmal über die Frage nachdenkt.

            Da auch die Schüler NRWs nicht daran vorbei kommen die Erfahrung zu machen, dass im Sommer die Tage länger sind als im Winter und damit Dezember-Tage nicht in Frage kommen können, zeigt sich anhand der Anzahl unsinniger Antworten wohl eher ein Indikator für das Maß der Ernsthaftigkeit mit der Schüler aus NRW solche Studien beantworten.

  3. ZaunGast says:

    Wie sehr sinnerfassendes lesen vermitteln kann. Die Bankrotterklärung eines Landes über ein exorbitantes Bildungstrümmerfeld, negativer kann ich das nicht beschreiben. Das wird nicht mehr Wissen sondern nur noch Kenntnisse vermittelt. Längst sind Lehrer nicht mehr in der Lage, grundlegende Zusammenhänge in der Mathematik adäquat zu vermitteln. Seit konstruktive Geometrie durch Mengenlehre ersetzt wurde, haben Abiturienten mit dem Dreisatz Probleme. Passend dazu werden kuriose wertlose Titel, wie der Bachelor eingeführt. Da die Eltern heute alle ihre Kinder aufs Gymnasium schicken wollen, hat das aktuelle Gymnasium, das Niveau einer früheren Realschule. Vermeiden wird man die neuen Perversionen der Ausbildung als Elternteil nicht, denn der Staat will das so. Keine Partei, kein einziger Politiker hat sich bisher deutlich dagegen geäußert. Alle wollen das so haben. Nun, wir sollten an die RTL Muttis und deren Kinder denken, die sollen irgendwann einen Job (nicht unbedingt einen Beruf) ausüben. Mich wundert nicht, dass heute einige Abiturienten in Hartz4 landen, dort wird nur durchgezogen, laut den Slogan : herzlichen Glückwunsch, du hast zwar 2 Fünfer, aber hier dein Abi. Wenn z. b. Bildungspolitik, von den sogenannten Nüchternen gestaltet wird, dann fragt sich die Öffentlichkeit zuweilen, von welchen besoffenen Typen das noch gesetzlich legimitiert wird ? Die Parlamente sind dermaßen voll von Studienabbrechern, Parteikaderzöglingen und gefallenen Persönlichkeiten, also Menschen die ihr ganzes Leben im Staatsdienst verbracht oder vom Staat gelebt haben. Diesen fehlt wie den vielen Juristen unter den Berufspolitikern häufig der Realitätsbezug. Albert Einstein zitierte seiner Zeit ein passendes Zitat : “ Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem die Technologie unsere menschlichen Interaktionen übertrifft. Die Welt wird eine Generation von Idioten bekommen.“

  4. iustus amentia says:

    „Es wächst eine Generation der affektiv gesteuerten Dummen heran, die von nichts etwas wissen, aber von allem wissen, wie man es bewerten muss.“

    Exakt dasselbe Phänomen ließ sich im Verlauf der letzten 10 Jahre sehr häufig beobachten, wenn man sich dem bewusst war. (Mir ist es 2006 zumindest das erste Mal richtig aufgefallen)
    Das mit Abstand beste, weil auffälligste und simpelste Beispiel dafür war Sarrazin 2010. Lediglich kleine Passagen wurden vorab veröffentlicht; der Inhalt des Buches war also eine Zeit lang fast vollkommen unbekannt. Aber in den Medien und in der Politik wusste jeder, dass das Buch wahlweise „nicht hlfreich“, rassistisch, usw. war.
    Keiner kannte den Inhalt des Buches, aber alle wussten, was Sie vom Buch zu halten hatten – und zwar vor der eigentlichen Veröffentlichung des Buches. Kurios!

    Das ist also mitnichten die erste Generation, die zwar weiß, wie sie alles zu bewerten hat, aber ansonsten nichts über die Bewertungsgegenstände weiß.

    Es stellt sich daher die Frage, wann dieser Prozess wie begann.
    Vielleicht ist das aber auch nur eine Art Normalzustand dessen Intensität beständig variiert bzw. einen Zyklus bildet und wir erleben gerade eine Expansion.
    Ideen dazu?

    PS: Ich teste mein Umfeld in politischen Diskussionen immer nebenher mit der Frage, was die drei konstituierenden Elemente eines Staates sind oder etwas banaler mit der Frage, was Wind verursacht. Auf Temperatur- bzw. Luftrdruckunterschiede kommen viele noch, aber auf die erste Frage kommt bestenfalls Exekutive, Legislative und Judikative als Antwort (was gerademal eines der Elemente ist).
    Hintergrund dieser Fragen ist das Phänomen, das weder Grundwissen über den Diskussionsgegenstand vorhanden ist, noch Allgemeinwissen. Erspart einem viel Zeit und Nerven, wenn man weiß wo jemand steht…

  5. Björn says:

    „Die Frage nach dem längsten Tag, sie macht alles noch schlimmer:“
    Stimmt, zeigt es doch, daß die Authoren der Studie nicht in der Lage sind, eindeutige Fragen zu stellen.
    Mir fallen dazu spontan 3 Kategorien von Tagen ein:
    1) die gesetzlichen (also: fiktiven, gelogenen) Tage. Die sind alle gleich lang, nämlich 24h (ja ja, es gibt hin und wieder eine Schaltsekunde). Das liegt daran, daß man die Werte über das Jahr mittelt.
    2) die wirklichen, in der Natur beobachtbaren Tage. Sie variieren in der Länge, da sich die Erde nicht in einer Kreisbahn, sondern elliptisch um die Sonne bewegt.
    3) Die Tage kann man dann unterteilen in Zeiten des Tageslichts und dessen Abwesenheit. Darauf scheinen die Authoren abzustellen, es sind aber folglich nur Untermengen der Zeiteinheit Tag. Insofern werfen Sie in Ihrem Glashaus mit Steinen.
    Das soll gewiß nicht das miese Ergebnis der Studie rechtfertigen. Es zeigt aber, wie man aneinander vorbei reden kann, wenn jeder seine eigene Vorstellung von Begriffen hat.
    Und an die Kreationisten: Nein, das Universum ist kein Uhrwerk. Auch die Dauer eines Jahres variiert (des tatsächlichen Jahres, nicht das Kalenderjahres).

    • Anspruchsvoller Leser says:

      @ Björn:

      Sie hätten Lehrer werden sollen 😉
      Noch ist es nicht zu spät..

    • das-sensibelchen says:

      „2) die wirklichen, in der Natur beobachtbaren Tage. Sie variieren in der Länge, da sich die Erde nicht in einer Kreisbahn, sondern elliptisch um die Sonne bewegt.“

      Ist das jetzt ihr Ernst? Ihr Beispiel passt ja wunderbar zur Diskussion.

      Ich kann mich gut an meine Lateinlehrerin erinnern, die sagte, man solle bei Referaten nur Dinge erwähnen, mit denen man sich auskennt und von denen man weiß, dass sie richtig sind (und dieses im Ernstfall auch begründen kann). Ich erinnere mich auch an so manch peinliche Situation im Lateinunterricht (mich eingeschlossen).

      Aus Fehlern sollte man lernen.

      • das-sensibelchen says:

        Ergänzung: Sich auskennen und etwas wissen ist nicht ausreichend. Zuallererst muss man die Dinge verstehen und nachvollziehen können, um sie dann auch hinterfragen bzw. begründen zu können.

        Heute werden ja immer öfter Aussagen von Personen, von denen man glaubt, dass sie etwas wüssten, unkritisch als Wissen akzeptiert und übernommen.

    • CountZero says:

      Lesen Sie nochmal nach: gefragt war, in welchem Monat die Sonne am spätesten untergeht. Damit scheidet (1) glaube ich aus.

      „2) die wirklichen, in der Natur beobachtbaren Tage. Sie variieren in der Länge, da sich die Erde nicht in einer Kreisbahn, sondern elliptisch um die Sonne bewegt.“

      Soso. Weil das Licht im Aphel länger bis zur Erde braucht, oder was ist der Grund? Wären die Tage (in Gegenden einigermaßen hoher Breite) also gleich lang (=Zeitspanne zwischen Sonnenauf- und -untergang), wenn die Erde sich auf einer Kreisbahn um die Sonne bewegen würde? Hängt die ‚Länge der Tage‘ (dh. die Größe der Zeitspanne zwischen Sonnenauf- und -untergang) demnach vom Abstand der Erde zur Sonne ab? Wie groß ist eigentlich die Exzentrizität (=Abweichung von einer Kreisbahn) der Erde? Wie erklärt Ihre Hypothese die Beobachtung, dass Sonnenauf- und -untergang am gleichen Kalendertag in unterschiedlichen Breitengraden zu (drastisch) unterschiedlichen Zeiten stattfinden? Schlagen Sie Testexperimente zur Überprüfung Ihrer Hypothese („Länge der Tage ist durch die Ellipsenbahn der Erde erklärbar) vor!

    • CountZero says:

      Update @Björn:
      ad 1) sorry, da hatte ich zu oberflächlich gelesen.

      Sind die 24h pro Tag tatsächlich gesetzlich vorgeschrieben oder sozial ausgehandelt? Dh. kann man durch eine Gesetzesänderung/in einer anderen Gesellschaft die Länge des ‚fiktiven, gelogenen‘ Tages ändern bzw. wäre sie anders? Oder haben die (ca.) 24h eventuell etwas mit einer in der ‚realen Welt‘ existenten Größe zu tun? Warum muß man ‚über das Jahr mitteln‘ um die korrekte (‚gesetzliche‘) Tageslänge zu ermitteln? Das würde implizieren, dass die (von Ihnen als ‚gesetzlich bezeichnete) Tageslänge von ca. 24h sich während eines Jahres ändert. Ist das so? Um wie viel?

      @Anspruchsvoller Leser:
      Ich wüßte ehrlich gern, wie viele Lehrer – egal welcher Fachrichtung – Björns Ausführungen unterstützen würden.

  6. Pingback: Ich mache mir Sorgen – welt.krank.

  7. Wilfried Weiss says:

    Ich war in Bayern Schüler und in Hessen Lehrer. Lexikalisches Wissen und tradionelle Pädagogik paßt oft zusammen. Zu Wissen, Warum und Wie die Welt tickt paßt besser zur Wissenschaft, damit kann man schon ganz einfach und hochwirksam im Kindergarten beginnen. Später können (Wikipedia)² und (IBM)-Watson dazukommen. Die Aussage „Erziehung zum ahnungslosen Menschenmaterial? Schüler in NRW“ ist das mehr Wissenschaft? oder ist das mehr Meinung? => ich glaube nur der Statistik die ich selbst gefälscht habe 😉 W.Churchill

    • Wissen ist, wenn man weiß, dass das dämliche Zitat mit der Statistik NICHT von Churchill stammt. Dazu war Chruchill zu klug. Im übrigen ist Wissen die Grundlage von Urteilsbildung, ohne Wissen keine Urteilsbildung.

  8. Leitwolf says:

    Also ich habe im Jahr 2005 beruflich bedingt einige Monate in DD verbracht, komme übrigens aus Österreich. Ich kenne Bayern ganz gut, und dennoch war es für mich ein Kulturschock.

    Als ich in „einer deutschen Bank“ ein Konto eröffnete, fragte mich der (blonde, groß gewachsene, kurz um: autochtone) Mitarbeiter: woher kommen Sie? Ich antwortete: Wien, also halt Österreich. Darauf er: wie jetzt? KOmmen Sie aus Wien oder aus Österreich?

    Jeden Tag hatte ich solche Erlebnisse. Es waren Eindrücke extremster Unbildung. Ich könnte viele amüssante Beispiele anführen, die in Summe aber für mich keinen Zweifel daran ließen, dass dies repräsentativ war, für eine völlig verblödete Gesellschaft.

    Das kann man aber nicht einer aktuellen rot-grünen Regierung anhängen, die Ursachen hierfür liegen offenkundig weit tiefer.

  9. Pingback: Erziehung zum ahnungslosen Menschenmaterial? Schüler in NRW | Das Heerlager der Heiligen

  10. Aloysius McSchreck says:

    ich ahnte nicht, dass es schon so schlimm ist.Aber die Analyse gefällt mir, dass man heute nur noch die „richtige Meinung“ braucht und nicht mehr wissen muss, warum man sie hat. In einer Diskussion wurde mir neulich vorgeworfen, dass diesen Gedanken sonst keiner geäußert hätte, wo dass es als besonders dumm von mir empfunden wurde, trotzdem so etwas zu sagen. Ob die Begründung richtig oder falsch war, war völlig uninteressant, es hatte ja vorher noch keiner gesagt, musste also falsch sein.

    Besonders traurig ist, dass das auch die Presse macht. Die ersten geben die Meinung vor und danach traut sich keiner mehr, davon abzuweichen.

    Die Frage ist die nach der Umkehrbarkeit. Einige linke Intellektuelle haben ja vor einiger Zeit gemerkt, dass gemeinsame Werte vielleicht machmal doch ganz nützlich sind, einfach alles kaputt machen, weil von dummen weißen Männern erfunden, könnte mehr Probleme verursachen, als es löst. Das ist aber noch eine Minderheitenmeinung.

    Die Schüler haben vielleicht auch richtig geanwortet. Es ist doch nur für den europäischen geknechteten Industriemenschen wichtig, wo die Sonne aufgeht und welcher Tag wie lang ist. Auf Jamaica am Strand ist nur wichtig, dass die Sonne immer scheint und mal geht sie auf und mal wieder unter. Dann wird es dunkel. Der weiße alte Mann ist dort irrelevant und seine Tage und Himmelsrichtungen auch.

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