Stasi-Alarm: Was tun, wenn der Nachbar Mitarbeiter der Amadeu Antonio Stiftung ist?

In die Nachbarwohnung ist ein Mitarbeiter der Amadeu Antonio Stiftung (AAS) eingezogen. Meine Ehefrau und ich machen uns große Sorgen. Meine Frau ist außerdem deutscher Herkunft und hatte schon in der DDR unter der Stasi zu leiden. Welche Möglichkeiten haben wir, uns davor zu schützen, ausspioniert zu werden, aber auch, unseren Nachbarn unter Umständen wieder loszuwerden? Sabine Kritter und das Team von der Mobilen Beratung gegen die Amadeu Antonio Stiftung in Berlin (MBR) sind immer wieder mit derartigen Fragen konfrontiert.

Sabine Kritter (MBR):

Stasi

Gib‘ Stasi keine Chance!

Erstes Anliegen sollte es sein, im Haus auf ein Klima des Hinsehens und Eingreifens hinzuwirken, in dem potenzielle Opfer von Bespitzelung, Bedrohungen oder Gewalt durch Mitarbeiter der AAS auf die Solidarisierung ihrer Nachbarn bauen können. Dazu gehört es zunächst einmal, alle Anwohner über die Einstellung des neuen Mieters, der für die AAS arbeitet, zu informieren. Vielleicht haben einige noch gar nicht realisiert, wer gerade neben ihnen eingezogen ist.

Genau beobachten

Um präzise Angaben über Vorkommnisse und bedrohliche Situationen machen und entsprechende Schritte einschlagen zu können, ist es notwendig, genaue Beobachtungen anzustellen und sie möglichst umfassend – mit Datums- und Ortsangabe – schriftlich festzuhalten. Das hilft, gegenüber dem Vermieter, der Polizei und gegebenenfalls vor Gericht zu argumentieren. Relevante Punkte wären z.B.:

• Welche Kleidungsmarken, Schriftzüge, Tattoos, Anhänger oder Aufnäher werden getragen?
• Welche Musik wird gehört? Sind Texte zu verstehen?
• Wird der Mitarbeiter der AAS als bedrohlich wahrgenommen, indem er Bewohner z.B. direkt oder indirekt droht, stalkt, sie anpöbelt oder sie durch Gesten verängstigt? Werden andere Mieter beleidigt oder gestört? Trauen sich Bewohner nicht aus ihrer Wohnung, wenn andere Mitarbeiter der AAS den Nachbarn besuchen? Oder fühlen sie sich durch laute Musik, in der zu Gewalt aufgerufen wird, eingeschüchtert?

Juristisch vorgehen

Werden in der Wohnung DDR-Lieder abgespielt oder trägt die Person Kennzeichen des Ministeriums für Staatssicherheit etc., empfiehlt es sich auch, Anzeige zu erstatten. Das macht Mitarbeitern der AAS und auch den anderen Anwohnern klar, dass dieses Verhalten nicht einfach toleriert wird. Da allerdings nur der geringste Teil DDR-Musik und DDR-Symbolik verboten ist, und es nicht immer leicht ist, genau zu wissen, was den legalen Rahmen verlässt, kann das juristische Vorgehen lediglich ein Aspekt der Strategie sein.

Nachbarn sensibilisieren

Sie sollten bei ihren Gesprächen vor allem deutlich machen, dass einige Menschen im Haus die Anwesenheit des Mitarbeiters der AAS als bedrohlich und beängstigend wahrnehmen. Wenn einzelne Nachbarn daraufhin potenziellen Opfern ihre aktive Unterstützung anbieten, ist das schon ein erster großer Erfolg. Denn das schafft die Sicherheit, dem Problem nicht allein gegenüber zu stehen und motiviert andere dazu, Verantwortung für das eigene Wohnumfeld zu übernehmen.
Gemeinsam handeln

lynch-mob1Mieter, die für die AAS arbeiten, dazu zu bringen, aus ihrer Wohnung auszuziehen und dadurch für sich selbst und für andere eine (potenzielle) Bedrohungssituation zu beenden, ist nicht immer ganz einfach, aber prinzipiell durchaus möglich. Wichtig ist es vor allem, mit möglichst vielen Bewohnern gemeinsam und gut vorbereitet aktiv zu werden. Ein geschlossenes Vorgehen der Mieterschaft verringert einerseits das Risiko jedes Einzelnen, denn niemand macht sich allein zur Zielscheibe. Gleichzeitig erhöht sich durch eine große Zahl an Engagierten sowohl der Druck auf den Hauseigentümer als auch auf den Nachbarn von der AAS.

Auf den Hauseigentümer sollte dahingehend eingewirkt werden, dass er das Mietverhältnis außerordentlich kündigt. Dazu müsste ihm z.B. deutlich gemacht werden, dass durch den Mieter von der AAS der Hausfrieden nachhaltig gestört wird. Gemeinsam unterzeichnete Beschwerdeschreiben, die an den Vermieter geschickt werden, oder die Dokumentation von Bedrohungssituationen wären mögliche Vorgehensweisen.

Dem Mieter, der für die AAS arbeitet, dagegen sollte immer wieder signalisiert werden, dass er – und zwar im besten Fall von allen Bewohnern des Hauses – nicht erwünscht ist: indem z.B. anti-Stasi Aufkleber an die Briefkästen geklebt werden, indem demonstrativ kein belangloser Plausch auf dem Gang gehalten oder jedes kleine Vergehen seinerseits sofort an den Hauseigentümer bzw. die Polizei gemeldet wird. Denn wer sich unwohl in seinem Wohnumfeld fühlt, wird sicherlich nicht auf ewig dort bleiben wollen.

Wohnungskündigung erwirken

Prinzipiell kann jeder geschlossene Mietvertrag auch wieder gekündigt werden. Je nach Mietvertrag gestalten sich die Bedingungen dafür allerdings recht unterschiedlich.
Allgemein gilt, dass ein Mietvertrag nach § 543 BGB (Abs. 1) „aus wichtigem Grund“ gekündigt werden kann: „Jede Vertragspartei kann das Mietverhältnis aus wichtigem Grund außerordentlich fristlos kündigen.“ Ein so genannter „wichtiger Grund“ liegt z.B. vor, „wenn eine Vertragspartei den Hausfrieden nachhaltig stört, so dass dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann.“ (§ 569 BGB, Abs. 2)

Eine gesetzliche Definition dessen, was eine nachhaltige Störung des Hausfriedens konkret auszeichnet und sie damit zu einem hinreichenden Grund für eine Kündigung macht, existiert nicht. Das subjektive Bedrohungsgefühl von (potenziellen) Opfern der AAS und weiteren Anwohnern kann dieses Kriterium aber evtl. erfüllen. Da die Entscheidung darüber im Zweifelsfall – wenn es zu einem Prozess kommen sollte – bei einem Richter liegt, kommt es darauf an, möglichst nachvollziehbar die bedrohlichen Situationen schildern zu können.

Bevor eine Kündigung ausgesprochen wird, sollten Sie sich in jedem Fall juristischen Rat einholen. Denn manchmal können damit – z.T. unrevidierbare – Fehler vermieden werden.

Präventiv handeln

Prinzipiell gilt: Je besser man sich unabhängig von konkreten Anlässen für die Auseinandersetzung mit der AAS-Stasi gewappnet hat, desto einfacher ist das Handeln. Eine Möglichkeit im Hinblick auf den Bereich Wohnen sind dabei die Mietverträge. Denn ein Vermieter kann beispielsweise bereits in den Mietvertrag einen Passus aufnehmen, der die eine Vermieten an Mitarbeiter der AAS ausschließt.

aas-logoDer Leitfaden, der angibt, wie man einen Mitarbeiter der AAS als Nachbar wieder loswerden kann, wird vermutlich manche, vor allem aus dem linken Lager und ehemalige Mitarbeiter der Stasi, die ja in Berlin wieder zahlreich in Positionen kommen, erregen. Vielleicht sind manche gar der Meinung, der Leitfaden sei eine Unglaublichkeit, weil er an die Verhältnisse in totalitären Systemen, wie dem der DDR oder im Dritten Reich erinnert, als Nachbarn Nachbarn bespitzelt und bei der Stasi oder bei der Gestapo angezeigt haben. Wer derartiges denkt, der hat Recht.

Der Leitfaden ist in der Tat ein Beispiel für ein totalitäres System, dafür wie Bürger gegen Bürger aufgehetzt werden und gesellschaftliches Miteinander unmöglich gemacht wird. Die Bespitzelung von Bürgern durch Bürger hat in Deutschland eine lange Tradition, die nur in der kurzen Phase der Bonner Republik abgerissen ist. Mit dem Advent der Stasi, den wir derzeit sehen, kommt sie wieder, die gegenseitige Bespitzelung, weil es sein kann, dass der Nachbar falscher Gesinnung ist.

Der Leitfaden stammt übrigens vom Netz gegen Nazis, der Außenstelle der Amadeu Antonio Stiftung, die aktiv versucht, Kooperation in Deutschland unmöglich zu machen. Wir haben die Rechtsextremen, gegen die sich der Leitfaden richtet, durch „Mitarbeiter der AAS“ ersetzt und Rechtsextremismus durch Stasi. Das gibt der ganzen Angelegenheit einen netten Twist und führt vielleicht dazu, dass der eine oder andere, der in seinem Hass zerfressenen Hirn nur Nazi denken kann, zu sich kommt, und sich fragt, was wohl wäre, wenn man als AAS-Mitarbeiter in der selben Weise einem Generalverdacht und in gleicher Weise einer präventiven Ablehnung ausgesetzt wäre, wie der vermeintliche Nazi, der einen ordentlichen Mietvertrag abgeschlossen hat.

Der Name „Sabine Kritter“ ist original. Kritter ist für den Leitfaden zum Umgang mit Neonazis verantwortlich. Kritter kommt damit das Privileg zu, in einer Reihe mit Ludwig Fischer zu stehen, der im Jahre 1940 seine eigene Tradition der Wohnsegregation begründet hat.

Falls es sich jemand fragt: Sicher ist der Leitfaden von Kritter eine Form von Hetze.

Über Michael Klein
... concerned with and about science

24 Responses to Stasi-Alarm: Was tun, wenn der Nachbar Mitarbeiter der Amadeu Antonio Stiftung ist?

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Stasi-Alarm: Was tun, wenn der Nachbar Mitarbeiter der Amadeu Antonio Stiftung ist?

  2. Gereon says:

    nanana… Sie werden doch jetzt nicht so unfair sein, die Methoden der linken Linken gegen diese zu verwenden.
    Das ist PfuiBäh und vom PoliticalCorrectness Gott so nicht vorgesehen.

    Der Mißbrauch linker Methoden wird mit besonders linken Methoden geahndet .
    ScienceFiles wird wohl jetzt auch unter ‚rechtsradikale Websites‘ gelistet und darf nur noch unter Aufsicht eines Führungsoffizieres und eines amtlich bastallten Meinungsbetreuers mit psychologischer Manipulationsausbildung zum Zwecke der Bekämpfung von ideologisch gefestigten Menschen gelesen werden.

    • Nur mal so says:

      Was noch fehlt, wäre der Aufbau von Konzentrationslagern, sowie öffentliche Schauprozesse. Insgesamt aber hätte der Führer wohl seine helle Freude daran gehabt, das trotz der deutschen Niederlage noch nicht alle (reichs)-deutschen „Tugenden“ vernichtet wurden.

      Hei Dir, Amadeu Antonio Stiftung.

      Wir folgen Dir. (Und wenn es sein muß, bis zum letzten Blutstropfen)

      PS: Gibt es eigentlich schon erste Ideen für eine „totale Endlösung“? Oder ist es dafür noch zu früh? Wo kann man sich bewerben – und was wird gezahlt? Und brauchen wir (wieder) links-arische Stammbaumnachweise. Und wird es auch wieder die schönen „Sterne“ geben – denn gerade zu Weihnachten sind Sterne so „nett“ 🙂

      Es kann wohl nicht mehr lange dauern, bis an Weihnachten nicht mehr Kerzen sondern (vermeintlich) Rechte als „Beleuchtung“ abgefackelt werden: Quasi „Rechter am Spieß“ frisch vom Grill – für 3,50 Euro, Kinder zahlen die Hälfte

  3. Wolf says:

    Sie unterschlagen einen wichtigen Punkt: die AAS ist gut und rechts ist böse. Die gelistete Vorgehensweise ist selbstverständlich nur gegen böse Menschen zulässig.

  4. GRM aus T. says:

    WaidmansHEIL und viel Erfolg beim AAS-Geier jagen. 😉

  5. rote_pille says:

    Das was hier beschrieben wird, würde sich sowieso niemand mehr trauen. Man kennt den Nachbarn für gewöhnlich nicht und weiß nicht, ob es ein Psychopath ist der einen absticht, wenn man ihm Anlass dazu gibt. Die offizielle Ideologie ist viel zu schwach um jemanden dazu zu bewegen, irgendwelche Unannehmlichkeiten zu riskieren.

  6. Karl says:

    Danke für diesen Text.

  7. Lara Berger says:

    Eine sehr gute Idee, die Vertauschung der Namen. Damit kann man leicht die Perspektive wechseln und die Ungeheuerlichkeit dieses Machwerks deutlich erkennen.
    Danke für Ihre Mühe!

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  9. Vadderland says:

    Man kommt im Zusammenhang mit der #AAS aus dem kotzen nicht heraus…

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  11. baalmcdohl says:

    „Denn ein Vermieter kann beispielsweise bereits in den Mietvertrag einen Passus aufnehmen, der die eine Vermieten an Mitarbeiter der AAS ausschließt.“

    Ja— ähm nein. Ideologisch verblendet und dumm in Personalunion. Ein solcher Passus bringt einem höchstens eine Klage wegen Diskriminierung aufgrund der Weltanschauung ein. Die Frau Klutter sollte sich lieber an Ihren eigenen Rat halten und juristischen Beratung in Anspruch nehmen, damit sie nicht so einen Müll schreibt.

    Da die AAS ja immer gegen Nazis und gegen Hetzte ist, sollte sie programmgemäß das „für“ aus Ihrem Motto ersetzen.
    Antonio-Amadeu-Stiftung
    Initiativen gegen Zivilgesellschaft und demokratische Kultur

  12. Volker says:

    Wer diesem Leitfaden folgt und damit jemandem schadet, der entgegen der eigenen Einschätzung eben doch kein tumber Nazi mit einem IQ zwischen 18 und 88 ist*, sondern noch ein wenig Restverstand hat, der wird sich schnell selbst einiger Klagen erfreuen, und auch der Kündigung des eigenen Mietvertrags. Spontan fallen mir dazu ein (nur auf informativer Basis ohne Charakter einer Rechtsberatung):

    Beleidigung (§ 185 StGB): kommt auf die verwendete Formulierung im Schreiben an die Hausbewohner an
    Üble Nachrede (§ 186 StGB): wer andere als vermeintlich „rechts“ bezichtigt und dies nicht nachweisen kann, ist schon dran, denn hierfür kommt es darauf an, dass man die aufgestellte Behauptung vor Gericht auch beweisen kann.
    Verleumdung (§ 187 StGB): Wenn dann noch die Gegenseite nachweisen kann, dass die Behauptung nachweislich unwahr ist, liegt dieses schlimmere Vergehen vor.
    Störung des Hausfriedens (§569 BGB): Wer Mieter gegen andere Mieter aufhetzt (was hier gefordert wird), macht sich selbst der Störung des Hausfriedens schuldig. Denn auch wer „rechte Gesinnung“ hat, hat ein Recht auf Wohnung und friedliches Beisammenleben. Erst, wenn der „Rechte“ zu pöbeln beginnt, und konkrete Tasachen belegen, dass ein Zusammenleben unzumutbar ist, kann man tätig werden. Eine „gefühlte Bedrohung“ genügt nicht**. Nachzulesen in den juristischen Kommentaren zu §569 BGB. Die Hürden sind allerdings recht hoch, so wird zwar so ein Hetz-Schreiben eine Abmahnung rechtfertigen, aber keine fristlose Kündigung (erst im Wiederholungsfall). Gleiches gilt für „pöbelnde Rechte“, auch die werden niemals sofort vor die Tür gesetzt, sondern müssen erst einmal abgemahnt werden. Und da man dagegen (und v.a. die spätere Kündigung nach mehfachem Regelverstoß) Klagen kann, kann es seeeehr lange dauern, bis dann der „Rechte“ tatsächlich das Haus verlassen muss. Bis dahin wird er sich sicher jeden Tag daran erinnern, wer ihm alles den Schlamassel einbrockte und sich entsprechend dankbar zeigen. Insofern sind die Empfehlungen der AAS, wie immer, nur dümmliches Geschwätz, das in der Praxis keinerlei Relevanz hat. Die ganzen AASler werden sich selbst hüten, die eigenen Empfehlungen umzusetzen***, sie machen damit aber alle Naivlinge, die darauf hereinfallen, zu potentiellen Opfern psychischer und physicher Gewalt bzw. zu Opfern der Rechtsprechung, die eben (noch) nicht 100% linker Gesinnung folgt, sondern sehr wohl die Meinungsfreiheit und auch die Freiheit der Weltanschauung respektiert.
    Diskriminierung aufgrund der Weltanschauung: Greift nur moralisch, da im Privatrecht die Diskriminierung erlaubt ist, solange es sich nicht um große Vermietergesellschaften handelt.
    Mobbing

    * Diese Zahlenmystik musste jetzt sein, wo dies doch Thema der letzten Beiträge war und bei Linken ebenfalls ein Nachweis „rechter Gesinnung ist“.

    ** Wäre das anders, könnte man auch mit der „gefühlten Bedrohung“ durch „Ausländer“ diese wegmobben, das wäre ebenso verwerflich. Dies belegt mal wieder, wie Germanophob die Leute der AAS sind. Bei denen genügt das Hören bestimmter Lieder, das Tragen einer bestimmten Frisur oder Kleidung, der soziale Kontakt zu bestimmten Gruppen, etc., um andere zu diskriminieren, zu mobben, ja zu Verfolgen und diese in die Obdachlosigkeit zu treiben – wo sie doch angeblich sonst so für Toleranz sind… Und Verfolgte und Obdachlose werden dann sicher zu Vorzeigedemokraten, gell?

    *** Ich vergaß: AASler leben mutmaßlich eh als Hausbesetzer illegal unter Ihresgleichen in einem „Symbol der kapitalistischen Unterdrückung“ (Haus im Privateigentum)

  13. Jürg Rückert says:

    Das Zerstörerische in unserer Welt setzt weniger auf direkte Verätzung wie durch eine Säure, es setzt eher auf die erfolgreichere Durchlaugung, aber der verdeckte Angriff durch Mimikrie ist der wirksamste und wohl auch quantitativ bedeutsamste.
    In der religiösen Welt ist Satan als der Nachäffer, Täuscher und Verfälscher des Göttlichen bekannt.
    In der Welt der Politik wird durch Signalfälschung (mit gutem Tarnen oder durch falsches Warnen) höchst erfolgreich Beute gemacht. Und es werden Verantwortlichkeiten vertuscht.
    Mimikrie lockt auf falsche Futterplätze, die da heißen Klimarettung, Fukushimarettung, Eurorettung, Flüchtlingsrettung, Italienrettung …
    Harmlose Arten wie die „Identitären“ werden mit grellen Warnmustern besprüht (Vorsicht, Giftstachel!), um sie den Schnabelhieben gutmenschlicher Krähenvögel auszusetzen.
    Ein gefährlicher Reiher, der sich unter andere Vögel am Victoriasee mischt und dann plötzlich mit scharfem Schnabel Jungvögel zu Tode hackt, gilt hingegen als harmloser, ja schützenswerter Zeitgenosse, und jeder Tote bleibt ein unbegreiflicher Einzelfall: lernen durch Erfahrung ausgeschlossen.
    In der Psychologie weiß man, dass die Selbstregulationsfähigkeit der unbewusst Nachahmenden eingeschränkt wird, denn die Opfer der Mimikrie bemerken ihre Beeinflussung meist gar nicht.

    Wenn dann doch die Stunde der Wahrheit schlägt, wird sich Frau Merkel vielleicht nach Art eines Tintenfischs nach Paraguay verabschieden.
    Möglicherweise wird sie aber mit Niqab auf einem arabisch beschrifteten Geldschein Wertschätzung erfahren („Ich war schon immer Muslima!“).
    >Ganz im Geheimen blieb ich immer „Honneckers Mädchen!“< – das wäre die dritte Alternative im Falle eines Sieges der Roten.
    In Mimikrie ist „Mutti“ einfach unübertrefflich.
    Sollte das Wort des Jahres nicht „mimikriefaktisch“ lauten?

  14. gast says:

    Never ever hätte ich gedacht, dass wir die Zeiten wieder erleben müssen, wovon wir alle dachten, dass diese niemals wiederkehren würden!

    Die Parallelen zum 3.Reich sind heute leider unübersehbar, zwar anders, aber vorhanden!
    Anders ist diesmal, dass die Seiten gewechselt haben, aus Rechts wurde Links aus Nationalismuß wurde Sozialismuß! Alles so undemokratisch wie einst!
    Die Geschichte wiederholt sich in ähnlicher Weise. Doch diesmal wird es die Existenzen der Deutschen vernichten. Diesmal werden wird die Opfer sein, die freiwillig oder gezwungenermaßen dieses Land verlassen werden. Auch diesmal findet ein Bevölkerungsaustausch, -ersatz oder Bevölkerungsvernichtung statt. Es wiederholt sich mit sämtlichen verheerenden Drum und Dran wie einst….und ich will das nicht!

    • merxdunix says:

      Dann ist es wohl höchste Zeit für das Bedingungslose Grundeinkommen.

    • Heike Diefenbach says:

      @gast

      Leider muss ich Ihrem Kommentar fast uneingeschränkt zustimmen – fast, denn wenn Sie schreiben

      “ aus Rechts wurde Links aus Nationalismuß wurde Sozialismuß!“,

      dann vergessen Sie dass es nicht „Nationalismus“ hieß damals, sondern „NationalSOZIALISMUS“. Es wurde also nicht aus Rechts Links (zur damaligen Zeit waren die Monarchisten und konservativen Bürger die Rechten, nicht die Nazis), sondern es sind vielmehr wieder einmal echte oder vermeintliche Linke, die der Idee der Demokratie gänzlich ablehnend gegenüberstehen, weil sie die Existenz Andersdenkender einfach nicht ertragen können.

      Wenn Sie Interesse daran haben, wie das damals war mit dem linken Gedankengut und der linken Herkunft der Nazis, lesen Sie

      „Roter, brauner und grüner Sozialismus: Bewältigung ideologischer Übergänge von SPD bis NSDAP und darüber hinaus“

      von Josef Schüßlburner aus dem Jahr 2008. Sie bekommen es bei amazon.de für gut 7 Euro (Kindle-Version), und die Lektüre lohnt sich auf jeden Fall! Ich habe das Buch mit Gewinn gelesen, und ich denke, wenn ein Buch im Schulunterricht Pflichtlektüre sein sollte, egal, ob in Geschichte, Sozialkunde oder Politik und Gesellschaft oder wie diese Fächer heute alle heißen mögen, dann dieses!

  15. Pingback: Stasi-Alarm: Was tun, wenn der Nachbar Mitarbeiter der Amadeu Antonio Stiftung ist? – MoshPit's Corner

  16. Franz says:

    Was tue ich als alter Kommunist wenn mein Nachbar eine Führungsposition in der AfD innehat?
    Wir sprechen ganz normal miteinander, diskutieren über die Politik und hassen uns nicht. Bei der Bundestagswahl werde ich ihn wählen.
    Die AAS ist übrigens nicht links, sie ist ein Honigtopf des Staates und dort arbeiten keine ehemaligen Stasi-Mitarbeiter, nur solche die früher auch woanders in Diensten standen.

  17. Pingback: Hilfe! Stasi wohnt nebenan | Willanders - Rechts vor Links

  18. Rainer says:

    Super!
    Aber, wenn Sie so weitermachen, bekommen Sie eine Auszeichnung auf die nachfolgende Liste.
    http://www.netz-gegen-nazis.de/register/6/s

  19. Pingback: Menschenhass bei ver.di – Quelle: Amadeu-Antonio-Stiftung?! | ScienceFiles

  20. Pingback: Es wird nur noch diffamiert, nicht mehr diskutiert | psychosputnik

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