Zu dumm zum Studieren: Warum die Ideologen an Hochschulen immer häufiger werden

Zum Studieren ist ein Mindestmaß an Intelligenz notwendig. Eigentlich. Hochschulen werden aber immer mehr zu Orten, an denen sich Halb- und Viertelgebildete sammeln. Weil Viertel- und Halbbildung nicht ausreicht, widmen sich diese Studenten, die den Anforderungen nicht gerecht werden, der Ideologie und vor allem dem ideologischen Kampf.

Ein Vorfall, der sich am Middlebury College in den USA ereignet hat und dessen Opfer ausgerechnet Charles Murray geworden ist, macht dies deutlich.

Murray HerrnsteinCharles Murray, für alle, die ihn nicht kennen, ist ein US-amerikanischer Soziologe und Politikwissenschaftler, der in Deutschland vor allem durch das gemeinsam mit Richard J. Herrnstein verfasste Buch „The Bell Curve“ bekannt geworden ist. Darin argumentieren die Autoren, dass Intelligenz ein besserer Prediktor für z.B. die Höhe des Einkommens, den beruflichen Erfolg und Straffälligkeit ist als der sozio-ökonomische Status der Eltern.

Über der Publizität von „The Bell Curve“ ist das, was der Bildungsforscher Murray an einem Schulsystem auszusetzen hat, das (ab einem bestimmten Punkt) „kein Kind zurücklassen“ will, also dem Schulsystem, das sich in westlichen Ländern mehr oder weniger durchgesetzt hat und von Murray als Bildungsromantik bezeichnet wird, fast in Vergessenheit geraten. Seine Kritik an der Bildungsromantik basiert auf vier Grundaussagen:

1. Die Fähigkeiten von Kindern sind unterschiedlich.
2. Die Fähigkeiten der Hälfte der Kinder liegen unter dem Durchschnitt
3. Zu viele Schüler wechseln an eine Hochschule
4. Die Zukunft von Nationen hängt davon ab, diejenigen an Hochschulen auszubilden, die als akademisch Begabte angesehen werden können.

Die Konsequenzen der vier Aussagen, die Murray formuliert, sind vielfältig. Die wichtigsten sind wohl, dass er sich damit im Gegensatz zu dem befindet, was als heilige Kuh der OECD und der in ihr versammelten Bildungsromantiker angesehen werden kann, nämlich, dass der Wohlstand einer Nation umso höher ist, je mehr Menschen einen Hochschulabschluss in der Tasche haben. Dieser OECD-Mythos wird von der irrigen Annahme gespeist, dass Quantität und Qualität äquivalent zueinander seien, dass also mit mehr Quantität notwendig mehr Qualität einhergeht.

Murray behauptet das Gegenteil und die Wirklichkeit an Hochschulen, wie sie z.B. in den Vorgängen an der Humboldt Universität Berlin dokumentiert ist, sie gibt ihm recht: An Hochschulen finden sich zu viele als Studenten ein, deren Fähigkeiten unterdurchschnittlich und nicht überdurchschnittlich sind, wie dies von Studenten eigentlich erwartet wird, denn: Hochschulen sollen die Bildungselite ausbilden und nicht Anti-Bildungsmobs heranzüchten.

Aber: In Bundesländern, Hamburg, Bremen oder Berlin, und nicht nur dort werden Hochschulzugänge verschenkt, so dass Schüler zu Studenten werden, die in einer Lehre besser aufgehoben wären. Anstatt die akademisch Begabtesten auszubilden, werden Hochschulen immer mehr zu Schulen, an denen sich die Anforderungen nach denen richten, die die größte Mühe haben, mitzukommen. Als Konsequenz sinkt das allgemeine Bildungsniveau an Hochschulen.

Obwohl das Bildungsniveau an Hochschulen sinkt, ist es immer noch zu hoch, für diejenigen, die sich sowieso schon in den Fächern eingeschrieben haben, die es ermöglichen, jede Form von Naturwissenschaft oder gar Mathematik zu umgehen – was auch dadurch möglich geworden ist, dass an vielen Standorten für Politikwissenschaft und Soziologie die Komponenten des Studiums, die empirischer Sozialforschung gewidmet sind und Kenntnisse in Mathematik und Statistik voraussetzen, entsorgt wurden.

stupidSie erleben somit kognitive Dissonanzen in ihrem täglichen Dasein an der Hochschule, die z.B. aus ihrer Unfähigkeit, formal zu denken, rühren. Da Letzteres ein elementarer Bestandteil einer wissenschaftlichen Ausbildung und die Grundlage der wissenschaftlichen Methode der Kritik ist, ist es kein Wunder, dass diejenigen, die intellektuell nicht dafür ausgerüstet sind, diese Grundlage zu erlernen und zu verstehen, sich in Seminaren und Gruppen sammeln, in denen es nicht um Wissenschaft geht, sondern darum, eine Religion wie Genderismus, Sozialismus oder Anti-Intellektualismus zu erlernen. Die drei Religionen, die wir auch, weil sie einen politischen Anspruch erheben, als Ideologien bezeichnen, haben gemeinsam, dass sie keinerlei wissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten voraussetzen und vermitteln. Es reicht, Floskeln auswendig zu lernen, überzeugt zu sein und seine Überzeugung dadurch zur Schau zu stellen, dass man das Erlernte herbeten kann.

Als Konsequenz der religiösen Lehre, die Ideologen der entsprechenden Fächer vermitteln und an die Nachwuchs-Ideologen weitergeben und als Konsequenz ihrer Unfähigkeit, formal zu denken, versuchen sich die Anhänger der entsprechenden Religionen öffentlich dadurch zu profilieren, dass sie gegen diejenigen agitieren, die ihre Religion nicht teilen, die anderer Meinung sind und diese andere Meinung auch noch argumentieren können.

Selbst bar jeder Fähigkeit, zu argumentieren, bleibt den Vertretern der drei genannten politischen Religionen nur, diejenigen, die argumentieren können und eine Meinung haben, die sie begründen können, niederzuschreien, anzufeinden und in letzter Konsequenz deren körperliche Unversehrtheit zu verletzen.

Auf diese Weise werden Hochschulen immer mehr zu Schlachtplätzen, auf denen eine kleine religiöse Minderheit versucht, den kritischen Austausch von Argumenten und begründeten Standpunkten mit einstudierten und auswendig gelernten Parolen zu verhindern. Und auf diese Weise bestätigt sich, was Charles Murray als Konsequenz der herrschenden Bildungsromantik beschrieben hat: An Hochschulen werden nicht mehr die Besten ausgebildet, es werden Steuergelder verschwendet, um Ideologen und Sektenmitglieder auszuhalten, deren intellektuelle Fähigkeiten vermutlich gerade dazu ausreichen, um an einer Hochschule die Tafel zu putzen.

Insofern ist es eine Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet Charles Murray Opfer dieser intellektuell nicht Begabten geworden ist, deren Vorhandensein an Hochschulen er schon früh beklagt hat.

Gegenüber Tom Wood von LewRockwell hat Charles Murray sein Erlebnis am Middlebury College wie folgt dargestellt.

“I went onstage, got halfway through my first sentence, and the uproar began.

First came a shouted recitation in unison of what I am told is a piece by James Baldwin. I couldn’t follow the words. That took a few minutes. Then came the chanting. The protesters had prepared several couplets that they chanted in rotations—“hey, hey, ho, ho, white supremacy has to go,” and the like.

If it hadn’t been for Allison and Bill keeping hold of me and the security guards pulling people off me, I would have been pushed to the ground. That much is sure. What would have happened after that I don’t know, but I do recall thinking that being on the ground was a really bad idea, and I should try really hard to avoid that.

[…] the intellectual thugs will take over many campuses. In the mid-1990s, I could count on students who had wanted to listen to start yelling at the protesters after a certain point, “Sit down and shut up, we want to hear what he has to say.” That kind of pushback had an effect. It reminded the protesters that they were a minority. I am assured by people at Middlebury that their protesters are a minority as well. But they are a minority that has intimidated the majority. The people in the audience who wanted to hear me speak were completely cowed. That cannot be allowed to stand. A campus where a majority of students are fearful to speak openly because they know a minority will jump on them is no longer an intellectually free campus in any meaningful sense.”

Das also, diese intellectual thugs, das sind diejenigen, die, weil sie intellektuell minder begabt sind, sich für die Bildungselite halten, ein Fehlschluss, dem sie nicht aufsitzen würden, wären sie intellektuell nicht minder begabt. Es gibt sie nicht nur in den USA, es gibt sie auch an deutschen Hochschulen, und hier gibt es sie ausschließlich in einer politisch linksextremistischen Variante, was einmal mehr die geistige Verwandtschaft von Linken und Totalitarismus zeigt.

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15 Responses to Zu dumm zum Studieren: Warum die Ideologen an Hochschulen immer häufiger werden

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  2. Gereon says:

    Das ist doch alles Quatsch. Jeder weiß, das Intelligenz nach Geschlecht verteilt ist und Frauen intelligenter sind als Männer. Deshalb ist es logisch, Frauen ohne Leistungsnachweis und Befähigung auf die Uni zu schicken, denn die begreifen jeden beliebigen Sachverhalt gefühlsmässig sofort in seiner Gänze.
    Das ganze Intelektuelle ist nur für Männer, die sich halt mühsam was aneignen müssen, weil se minderbegabt sind. Wenn Leistungsselektion, dann nur für Männer bitte. Frauen sind Elite und sollten generell auf eine Uni geschickt werden.

  3. merxdunix says:

    Dr. Murray neigt anscheinend zum Masochismus. Man muss sich über seine Empörung mehr wundern, anstatt ihm beizupflichten. Middlebury ist schließlich ein Elite-College mit gaaanz strengen Zulassungskriterien und bringt vor allem Schauspieler und Politiker hervor, also Solche, die auch ohne Studium schon alles besser wissen. Dort sind Herabwürdigung, Scheinprotest, Stimmungsmache und Provokation Schulungsprogramm. Die Schlaumeier sollen ja irgendwann in Parlamenten, Fernsehfilmen und Werbung die Gutmenschen betören können. Dazu braucht es kein Wissen, sondern Sturheit, Ego und Selbstherrlichkeit.
    Es stellt sich die Frage, warum die ihr Diplom mit Betonung ihres herausragenden Talentes nicht gleich bei der Immatrikulation bekommen und schnellstmöglich an die Klugscheißer durchgereicht werden, um Platz für echte Studenten zu machen. Die Teilnahme an der im Video gezeigten Veranstaltung dürfte doch als Abschlussprüfung genügen.

  4. Ralf Pöhling says:

    Hat was von Gottesdienst. Sich permanent wiederholender Singsang im Kollektiv, damit sich die “Message” auch bei jedem unverrückbar festsetzt. Offenbar ist hier der selbe Indoktrinationsmechanismus am Werk, wie bei den monotheistischen Religionen mit zentralem Gott als Führerfigur, nur dass hier der zentrale Gott fehlt. Oder wird da etwa Karl Marx angebetet? 😉

  5. luisman says:

    Es geht darum die Minderbegabten in Pavlov’scher Manier zu konditionieren, damit sie unbeirrbare SJW’s werden. Die sogenannten Studenten am Middlebury College haben eindrucksvoll demonstriert, wie gut sie konditioniert sind. Schon bei der Ankuendigung von Murray laeuft ihnen die Salvia im Mund zusammen, sobald er auf die Buehne tritt wird der Beissreflex aktiviert.

  6. Andi says:

    Da fällt mir eine Frage ein, die ich mal in irgend einem Beitrag gelesen habe. Ich weiß jetzt nicht mehr, wo. Ich lese sehr viele Blogs. Der Inhalt der Frage war, warum die starken Affen in einer Horde, die auf die Palmen klettern können, den schwachen Affen keine Kokosnüsse herunterwerfen. Ich habe da so eine Idee. Diese Affen haben für die Horde keinen Nutzen. Deshalb regelt die natürliche Auslese das “Problem” auf Ihre Weise. Würden diese Affen von den Andern gefüttert werden, wären sie immer noch zu Nichts zu gebrauchen, aber stark. Dann würden sie wahrscheinlich vor lauter Langeweile und Komplexen, da sie Ihre eigene Unfähigkeit im Vergleich zu den Anderen schon spüren würden, letzten Endes die gesamte Horde zerstören. Erkennbare Parallelen zu menschlichen Gesellschaften sind beabsichtigt. Deshalb verhalten sich die Affen in meinen Augen richtig, wenn sie den Schwachen keine Kokosnüsse herunterwerfen. Es ist ein grober menschlicher Denkfehler, zu meinen, jeden “füttern” zu müssen. Manchmal sollte der natürlichen Auslese einfach Ihre Möglichkeit gelassen werden. Die natürlichen Mechanismen funktionieren ausgezeichnet, so lange die Menschen nicht künstlich eingreifen. Nicht Alles, was auf den ersten Blick menschlich aussieht, ist auch wirklich menschlich. Denn die Schwachen haben dann zwar Nichts mehr zu “leiden”, weil sie gefüttert werden. Dafür hat der ganze Rest dann unter den Gefütterten zu leiden. Ist das besser, als das “Füttern” sein zu lassen?

    • merxdunix says:

      @ Andi
      Fürsorge ist es wohl, die das Menschsein überhaupt ausmacht. Seit der Mensch zur Selbsterkenntnis verdammt ist, sucht er für sich eine Daseinsberechtigung, die in Sozialsystemen aus dem von ihm für Andere geschaffenen Mehrwert besteht. Seine Existenzberechtigung braucht also Nutznießer, eben Solche, die ihm auf der Tasche liegen, damit er sein kann. Diese Abhängigkeit haben die “Schwachen” als ihre vermeintliche Stärke erkannt, indem sie dem Starken als Wegelagerer organisiert entgegentreten und ihn somit zum Mehrwert zwingen. Der starke Affe darf also nur auf die Palme, wenn er verspricht, Kokosnüsse herunter zu werfen, oder er verhungert mit den schwachen. Er kann es sich zwar dann doch auf der Palme gemütlich machen und alle Nüsse allein essen, wenn er einmal oben ist, aber das auch nur dort. Wenn er das Füttern sein lässt, braucht er Wehrhaftigkeit und Durchhaltevermögen, denn es könnten weitere Affen auf die Palme klettern oder es dauert, bis die Schulzgelderpresser weitergezogen sind.
      Wenn Sie sich oder ihre Eltern also hin und wieder fragen, warum es Sie überhaupt gibt, dann nicht aus Liebe zum Kind, sondern um Sie auf die Palme zu bringen.

  7. Zu behaupten, dass an deutschen Hochschulen minder begabte Studenten ausschließlich politisch linksextrem seien, gehört wohl zu den im Trend liegenden alternativen Fakten. Selten habe ich mehr Blödsinn in einem Blog gelesen.

    • Wenn Sie den Text gelesen hätten, dann würden Sie nicht einen solchen Blödsinn in Kommentarform hinterlassen. Wo steht, dass minder begabte Studenten heute ausschließlich linksextrem seien?

    • Heike Diefenbach says:

      Selten habe ich in einem blog einen blödsinnigeren Kommentar als diesen gelesen, bezieht er sich doch auf einen frei erfundenen Inhalt, der im Text nirgendwo zu finden ist.

      Anscheinend sympathisieren nicht nur minderbegabte Studenten mit Linksextremismus, sondern auch minderbegabte Kommentatoren. Oder sind sie im vorliegenden Fall identisch?!?

  8. Trizonesier says:

    Hoffentlich erfüllt sich der Traum der linksdrehenden Traumtänzer das ALLE studieren können.
    Was sind die ersten Worte des promovierten Psychologen zu seinem ersten Kunden? “Die Pommes rot-weiß?”

  9. fdominicus says:

    Hier etwas was leider zu gut “paßt”:
    http://ze.tt/9-tipps-fuer-angehende-aktivistinnen/

    Suchen Sie nach Logik, Rationalität. Wird es Sie überraschen davon nichts zu finden? Dafür aber Wut, und immer wieder macht was. Aaaaah, wo ist der Ausgang aus diesem Irrenhaus?

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