Lohnsklaven des Staates: Kann man mit Deutschen alles machen?

Politiker leben gut von ihren hohen Diäten.

Parteistiftungen schwimmen im Geld der Steuerzahler.

Die Speckgürtel um Ministerien werden immer breiter, die Anzahl der Aktivisten, die sich dort anlagern oder dort angelagert und mit Steuergeldern durchgefüttert werden, wird immer größer.

Die Kosten für Strom sind mittlerweile in Deutschland so hoch wie nirgendwo sonst in Europa, geschweige denn in den USA oder China.

Deutsche lagen nach einer Studie der EZB schon 2013 europaweit auf dem letzten Platz bei der Vermögensbildung.

Wollen Sie die Liste fortführen, aufsummieren, was Sie als Steuerzahler von ihrem Staat haben und was er ihnen als Gegenleistung entzieht?

Rechnet man alle durchschnittlichen Steuerlasten zusammen, wie dies der Bund der Steuerzahler tut, dann ergibt sich für die unter den Deutschen, die arbeiten, ein Raub des Einkommens. Von jedem Euro, den sie verdienen, greift ihr gieriger Staat durchschnittlich  54,3 Cent ab . 45,7 Cent verbleiben, um u.a. die hohen Stromkosten, die schlechten und langsamen Zugänge zum Internet, die Schäden am eigenen Eigentum, die infolge z.B. der langsam aber sicher zerfallenden Straßen und Wege-Infrastruktur entstehen, zu tragen. Mit der Aussicht auf die Rente ist es auch nicht besser: Den Abzügen in die Rentenkasse steht eine Rente  gegenüber, die höher ausfallen würde, wenn ein durchschnittlicher Rentenbeitragszahler seine Beiträge in der Matratze gehortet hätte (nachgerechnet hat das Martin Gaschke 2012, 2008).

Es führt kein Weg daran vorbei: Wer in Deutschland arbeitet, der wird von seinem Staat ausgenommen. Wie in jedem sozialistischen Staat, steht das, was die erwerbstätige Bevölkerung von ihrem Staat hat, in keinem Verhältnis zu dem, was ihr Staat, was die Millionen, die sich am Staat bereichern, die vom Staat abhängig sind, von ihm durchgefüttert werden, von der erwerbstätigen Bevölkerung haben.

Selbst der Bund der Steuerzahler findet fast deutliche Worte:

„Der Steuerzahlergedenktag 2018 ist am Mittwoch, den 18. Juli. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt) arbeiten die Bürger und Betriebe ab 04:40 Uhr wieder für ihr eigenes Portemonnaie. Das gesamte Einkommen, das die Steuer- und Beitragszahler vor diesem Datum erwirtschaftet haben, wurde rein rechnerisch an den Staat abgeführt. Damit liegt die Volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote im Jahr 2018 bei voraussichtlich 54,3 Prozent – diese Quote war noch nie höher! Von jedem verdienten Euro bleiben also nur 45,7 Cent zur freien Verfügung. Obwohl die Steuerzahler im internationalen Vergleich sehr hohe Bruttoverdienste erzielen, rangieren sie mit ihrem Nettoeinkommen nur im Mittelfeld. 

Die letzte Aussage ist zwangsläufig, denn wenn jemand ein hohes Einkommen hat, dieses hohe Einkommen aber durch einen überdurchschnittlich gierigen Staat reduziert wird, dann bleibt vom hohen Einkommen recht wenig zur „freien Verfügung“, wie es beim devoten Bund der Steuerzahler heißt. Selbst der Bund der Steuerzahler kann nicht anders als den Raub des Einkommens als normal und nur etwas zu hoch ausgefallen zu bewerten. Nach Abzug der für den Steuerzahlerbund natürlich rechtmäßigen Steuern verbleibt den Deutschen Geld zu ihrer „freien Verfügung“. Ist das nicht nett? Es ist nicht etwa so, dass die Deutschen einen Teil ihres Einkommens ihrem Staat übergeben, damit er Leistungen für sie erbringt. Nein, sie müssen froh sein, wenn ihnen noch etwas zur „freien Verfügung“ überlassen wird.

Aber keine Plünderung der erwerbstätigen Bevölkerung ist heftig genug, als dass die Tagesschau nicht versuchen würde, staatlichen Einkommensraub zu einem Nettogewinn für Bürger umzudeuten.

„Die Deutschen haben in diesem Jahr nach Berechnung des Steuerzahlerbundes mehr als sechs Monate für die Staatskasse gearbeitet – so lange wie noch nie. Doch das hat nicht nur schlechte Gründe“.

Zu den „nicht-schlechten“ Gründen kommen wir gleich.

Dem Rapport der Ergebnisse der Berechnungen des Bundes der Steuerzahler folgt im Tagesschau-Beitrag der Hinweis, der Steuerzahler-Gedenktag, den der Bund der Steuerzahler gerade berechnet hat, denn ab 4.40 Uhr am 18. Juli arbeiten Deutsche für sich, die mehr als sechs Monate sind demnach sechseinhalb Monate, die der durchschnittliche deutsche Erwerbstätige ausschließlich für seinen Staat arbeitet, dass dieser Steuerzahler-Gedenktag bei Ökonomen umstritten sei.

Seltsam.

Warum er umstritten ist, warum er von der Tagesschau als „Rechenexempel“ bezeichnet wird, wir wissen es nicht. Seltsamerweise finden sich keine entsprechenden Worte der Kritik beim „Equal Pay Day“, dessen Berechnung auf falschen Annahmen und Daten beruht, und der allein dazu geschaffen wurde, die Öffentlichkeit an der Nase herumzuführen. Mit den Rechenexempeln anlässlich des Equal Pay Day hat man bei der Tagesschau keinerlei Problem. Mit dem „Steuerzahler-Gedenktag“ schon.

Und dann kommen die nicht-schlechten Gründe.

Also die guten Gründe, die Gründe, deretwegen sie sich eigentlich darüber freuen müssen, dass sie so lange wie noch nie ausschließlich für ihren Staat arbeiten, um so wichtige Dinge wie die Asylindustrie, die Parteistiftungen, die irrsinnige Energiewende, die dafür verantwortlichen Politiker oder die Amadeu-Antonio-Stiftung zu finanzieren:

“Der bei Ökonomen umstrittene “Steuerzahler-Gedenktag”, der in diesem Jahr auf den 18. Juli fällt, ist ein jährlich wiederkehrendes Rechenexempel. Es zeigt an, wie viel der Staat vom Bruttoeinkommen über Steuern und Sozialabgaben einbehält. Aktuell treibe die gute Lohnentwicklung die Menschen in immer höhere Steuersätze, heißt in der Mitteilung des Verbandes.”

Jaa, dass immer weniger vom Euro bleibt, hat also damit zu tun, dass immer mehr, immer mehr verdienen und von dem, was sie verdienen, immer mehr an ihren Staat abtreten müssen, so dass sie zwar eigentlich immer mehr verdienen, aber wegen der höheren Steuerbelastung immer weniger davon haben. Nun freuen Sie sich gefälligst darüber, dass sie in einer fiktiven Bruttowelt jetzt 4000 Euro statt 3500 Euro verdienen. Dass Ihnen von diesen 4.000 Euro nun 1.828 Euro verbleiben anstelle der 1.715 Euro, die ihnen von 3.500 Euro verblieben sind. Das ist doch ein höheres Verdienst und ein Grund zur Freude! 500 Euro mehr brutto für Sie, das macht 113 Euro mehr auf der netto Habenseite für Sie und 387 Euro mehr auf der Steuerhabenseite des Staates.

Kein Grund zur Freude?

Für die Tagesschau schon. Auch wenn Arbeit zwar in mehr Verdienst mündet, von diesem mehr Verdienst aber aufgrund höherer Steuerlast weniger Verdienst bleibt, ist das für die Tagesschau ein Grund zur Freude. Das zeigt, auf welcher Seite die Tagesschau steht.

Und überhaupt: Sie zahlen doch gerne Steuern?

Denken Sie an all die nützlichen Dinge, die davon finanziert werden…

die Politiker,

die Parteistiftungen,

die politischen Aktivisten,

die Subventionen in längst überholte Technologien,

der Umstieg auf andere längst überholte und ineffiziente Technologien,

das Professorinnenprogramm,

die Förderung von Frauen aus der Mittelschicht, die auf dem Arbeitsmarkt nicht konkurrenzfähig sind,

die Asylindustrie,

die Verfahrenskosten von Asylverfahren vor Verwaltungsgerichten,

die Kosten von Unterbringung, Verpflegung, Ausbildung, Eingliederung, Sprachvermittlung, uvam von Flüchtlingen,

die Europäische Union,

Griechenland,

die Humboldt-Universität zu Berlin,

die GEZ-Gebühren,

die TAGESSCHAU!

Der Trick, mit dem Deutsche gefügig gemacht werden, nennt sich übrigens “Umverteilung”. Man hetzt gegen die wenigen Reichen, rechtfertigt damit Steuererhöhungen und verteilt den Gewinn unter Parteien, Parteisoldaten, politischen Aktivisten, der eigenen Klientel … Umverteilung dient der Bereicherung der politischen Klasse und zu wenig (wenn überhaupt) mehr.

Die Zusammenstellung der Abzüge, die der Bund der Steuerzahler erstellt hat, sind nicht vollständig. Es fehlen, der Anteil der Arbeitgeber an den Sozialabgaben, die zu den Lohnkosten gehören. Zudem fehlen die indirekten Kosten, die entstehen, wenn z.B. Grundsteuern, Versicherungssteuern, Müllabfuhrgebühren usw. für Hauseigentümer erhöht werden und über die Miete auf Mieter umgelegt werden. Und natürlich fehlt der ganze Rattenschwanz der staatliche Subventionen, bei denen Steuergelder verwendet werden, um Preise für Güter in die Höhe zu treiben (z.B. im Agrarbereich). Auch diese Kosten sind indirekte Abgaben, die die Erwerbstätigen zu tragen haben.

Gasche, Martin (2012). Bonusrente statt Zuschussrente. Wirtschaftsdienst 92(9): 605-612.

Gasche, Martin (2008). Renditevergleich zwischen Umlagesystem und Kapitaldeckungssystem. Allianz-Dresdner Economic Research, Working Paper 115.

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