Die Nazis sitzen heute im AStA-Bremen

Historische Parallelen drängen sich auf.

Sie wären wohl die ersten gewesen, die Mitbürger an die Inquisition verraten, denn wo kämen wir hin, wenn Menschen, die nicht an Christus glauben, unbehelligt leben könnten?

Sie wären wohl die ersten gewesen, die Juden an die Nazis verraten hätten, denn um den Volkskörper vor der jüdischen Gefahr zu retten, muss man dieselbe beseitigen.

Sie wären wohl die ersten gewesen, die den Tod von Cyprien Ntaryamira zum Anlass genommen hätten, um gegen die Tutsi vorzugehen.

Sie sind Mitglieder des AStA der Universität Bremen und machen sich einen Spaß daraus, eine Kommilitonin, die bislang niemandem aufgefallen ist, zu „outen“: „Wir erwarten nicht, dass sie exmatrikuliert wird“, so sagt eine Irina Kyburz vom Bremer AStA, aus der die politisch-korrekte Gutheit nur so heraustropft. Das muss sie auch, denn um zu rechtfertigen, dass man eine Kommilitonin zur Aussätzigen macht, versucht, ihre berufliche Karriere und ihre soziale Existenz zu zerstören, muss man schon viel Gutheit mitbringen, um die eigene Boshaftigkeit auszugleichen.

Die Verfehlungen der Kommilitonin sind in den Augen des AStA immens:

  • Sie studiert Lehramt, will Grundschullehrerin werden.
  • Ihre Mutter ist „eine prominente NPD-Politikerin“.
  • Sie SOLL als Mädchen im „Jugendbund Sturmvogel“ gewesen sein.

Das ist so ungefähr der Liste von Verfehlungen vergleichbar, die dazu geführt hat, dass “Chonrad Stöcklin … am 23. Januar 1587 … durch den berüchtigten Meister Hans von Biberach, einen auf Hexenverfolgung spezialisierten Scharfrichter, wegen Hexerei mit dem Feuer hingerichtet“ wurde (Behringer 1994: 113).

Aber wir sind heute moderner. Die Hinrichtung von Menschen, die von dem abweichen, was die heutige Inquisition verfolgen will, sie ist eine soziale:

Linksextremismus blüht an der Bremer Universität

„Zwei Lehramtsstudentinnen sitzen im Fachbereich 12 an einem Tisch. Ihre Namen wollen sie nicht öffentlich machen. Sie haben mit der Kommilitonin, deren Mutter in der NPD aktiv ist, zusammen gelernt und wissen nun nicht so recht, wie sie ihr im neuen Semester gegenübertreten sollen. ‚Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie noch grüßen würde’, sagt eine“.

Und weil das der AStA-Inquisition nicht reicht, hat

„der AStA … die Grundschule in Niedersachsen angeschrieben, an der die Kommilitonin bis Ende Juni ihr Praxissemester absolvierte. Dort hatte man von den Vorwürfen nichts mitbekommen. Die Studentenvertreter wollen auch noch andere Schulen rund um den Wohnort der Studentin informieren.“

Hannah Arendt hat in ihrer Aufarbeitung des Nationalsozialismus von der Banalität des Bösen gesprochen, um zu erklären, wie ein vermeintliches Kulturvolk wie die Deutschen zu einer Bande von Mördern werden konnte. Wer sich je gefragt hat, wie diese „Banalität des Bösen“ in der Realität aussieht. Sie sieht so aus, wie in Bremen, wo diejenigen, deren beste Rolle darin besteht, sich bei einer politischen Korrektheit anzudienen, kein Problem damit haben, das soziale Leben und die berufliche Zukunft einer Kommilitonin zu zerstören und dabei noch der irrigen Ansicht sind, sie würden der Gesellschaft einen Dienst erweisen.

Die Banalität des Bösen geht da weiter, wo eine Heike Klovert im Spiegel über die Inquisition in Bremen schreibt, und dabei die Heldenrolle dem AStA zuweist. In gewisser Weise war auch Jack The Ripper ein Held, wenn man die Logik von Klovert verallgemeinern will.

Und die Banalität des Bösen findet ihren besten Ausdruck in der folgenden Passage von Kloverts Werk:

„Es geht um eine wichtige Frage. Hat jemand, der womöglich rechtes Gedankengut pflegt, ein Recht darauf, unbehelligt durchs Studium zu gehen – und damit die Berechtigung zu erwerben, später an deutschen Schulen zu unterrichten?“

Diese Passage muss man mehrfach lesen, um sie glauben zu können. Offensichtlich können sich Klovert und die Bremer Inquisitoren nicht vorstellen, dass jemand ein guter Lehrer, ein guter Arzt oder ein guter Dozent sein kann UND die NPD, AfD, CDU, jedenfalls nicht die LINKE oder die SPD wählt.

Dieser verfestigte genetische Fehlschluss, eine Variante von Rassismus, zeigt, wessen geistiges Kind die Überzeugungstäter aus Bremen und ihr Sprachrohr beim Spiegel sind. Sie meinen genau zu wissen, dass nur eine linke Gesinnung das Heil auf der Welt verspricht. Sie denken, leben, reden, ihre linke Gesinnung, können nicht zwischen Mensch und Ideologie trennen. Sie sind die ersten, die dann, wenn es um Schulen geht, an die Indoktrination von Kindern denken. Das ist für sie ein ganz normaler Gedanke.

Sie würden mit hoher Wahrscheinlichkeit jemandem, der ihnen als rechts bekannt ist und der nach einem Unfall schwer verletzt am Boden liegt, die erste Hilfe verweigert, weil sie ihn für únwertes Leben, für ein geringeres Leben halten, als sie es selbst in ihren Augen sind – oder wie ein Twitter-Nutzer aus dem Milieu der Antifa gestern im Hinblick auf den Toten in Köthen geschrieben hat: “Sollte es sich bei dem Opfer von Köthen, wirklich um ein[en] Fascho handeln, so nehmen uns die Flüchtlinge noch die Aufgabe des Nazi-Boxen[s] weg“

Jede Ähnlichkeit zur Rassentheorie des Nationalsozialismus ist kein Zufall, denn beides basiert auf dem selben genetischen Fehlschluss. Dass die Frage, ob jemand ein guter Lehrer sein kann, obwohl er eine rechte Einstellung hat, nur einem kranken linken Gehirn einfallen kann, in dem die Vorstellung herrscht, nur ein linker Mensch sei ein guter Mensch, ist offenkundig. Dass es an angeblichen Universitäten möglich ist, mit dieser krankhaften Vorstellung, soziale Existenzen und Berufskarrieren zu zerstören, ist eine Unglaublichkeit. Dass sich das Rektorat der Universität auf der Nase herumtanzen lässt und den Zettel an der Tür des AStA, auf dem die Studentin mit der NPD-Mutter denunziert wird, nicht bereits entfernt hat, ist ein Maß für das Laissez-Faire, mit dem man an Hochschulen den linken Gesinnungstätern gegenübersteht. Dass der Rektor nicht über genug Rückgrat verfügt, um seinerseits den Zettel abzureißen und den Inquisitoren des AStA in die Kauleiste zu schieben, ist ein Maß für Feigheit. Und dass es möglich ist, Aktionen wie das „Outing“ in Bremen als Errungenschaft im Spiegel zu feiern, das ist eben wieder jene Banalität des Bösen, von der Arendt geschrieben und gesprochen hat.

Vielleicht hilft es dem einen oder anderen Studenten in Bremen, der noch nicht völlig ideologisch verdummt ist und dessen Menschlichkeit weiter entwickelt ist als seine Fähigkeit rektaler Verrenkung, zu wissen, dass wir diesen Text genauso geschrieben hätten, wenn der AStA rechts wäre und eine Studentin outen würde, die eine Mutter hat, die bei der vom Verfassungsschutz beobachteten Partei „Die LINKE“ aktiv ist.

Vielleicht hilft es denen, die sich so großartig dabei fühlen, ihren genetischen Fehlschluss und ihren Rassismus zu leben, dabei, ihre Rezeption in der denkenden Bevölkerung einzuschätzen, wenn wir Irina Kyburz, die die Grundschüler dieses Landes vor einer Lehrerin retten will, die sich in keiner Weise etwas zu schulden hat kommen lassen, die bestenfalls ein Gedankenverbrechen begangen hat, wie es George Orwell in 1984 beschreibt, wenn wir prognostizieren, dass nun, nachdem ihr Name im Internet Verbreitung gefunden hat und in den Archiven untrennbar mit der Aktion in Bremen verbunden ist, jede Bewerbung bei einem privaten Unternehmen sinnlos ist. Kein Arbeitgeber will Arbeitnehmer, die gegen andere Arbeitnehmer agitieren und sich dabei noch im Recht fühlen. Diese Troublemaker überlässt man gewöhnlich dem Staat, damit er sie in welcher Weise auch immer durchfüttert. Wir wissen wovon wir schreiben. Wir sind Arbeitgeber und beraten Arbeitgeber.

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