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Die Amazonas-Feuer-Hysterie – Orchestrierte Kampagne

„Seit Wochen brennt der Amazonas Regenwald: Es sind auch unserer Feuer“, schreibt die Berliner Morgenpost. „Feuer gehört nicht in das Amazonasgebiet“, so befindet Inforadio. „Die Lunge der Welt brennt“, abermals in der Berliner Morgenpost. Das sind nur einige Beispiele für die Hysterie, die derzeit wieder in deutschen Medien grassiert.

Wo Medien voranschreiten, dürfen Politiker natürlich nicht fehlen. Deutschland rettet nicht nur das Klima, es rettet auch den Amazonas.

Und NGOs dürfen auch nicht fehlen:

Und der Schuldige ist natürlich auch schnell benannt, per ideologischer Ferndiagnose:

Taz: Brandstifter Bolsonaro

Bei der Morgenpost weiß man es ganz genau: „So opfert Bolsonaro den Amazonas“ und „so bringt er die Welt in Gefahr“.

Und falls noch jemand Zweifel an der persönlichen Schuld des Brandstifters Bolsonaro hat, wird er in der ARD schon einmal vorsorglich zum „ultrarechten Präsidenten“ erklärt.

Na, wenn das nicht seine Schuld belegt?





Wenn es um Hysterie geht, darum, jede Katastrophe, jeden Brand, der ideologisch ausgeschlachtet werden kann, auch ideologisch auszuschlachten, dann sind deutsche Medien und Politiker Weltspitze, wenngleich der im eigenen Land so gar nicht geliebte Emmanuel Macron derzeit versucht, auf den Zug der Identitätspolitik aufzuspringen und mit Heiko Maas darum zu konkurrieren, wer denn nun den Amazonas, den Regenwald, das, was da brennt, retten darf.

Wie so oft, sieht die Realität anders aus.

Wir präsentieren Daten von globalfiredata.org. Dort werden seit Jahren Daten über Brände weltweit zusammengeführt und mit Informationen, die wir bislang noch nicht in einem einzigen deutschen Medium, die alle für sich in Anspruch nehmen, Leser, Zuschauer oder Zuhörer informieren zu wollen, gefunden haben.

Die Brandsaison im Amazonas erstreckt sich von Juni bis November. Saison verweist schon darauf: In diesen Monaten brennt es jedes Jahr, am schlimmsten ist es gewöhnlich im September. D.h. der Amazonas brennt jedes Jahr oft monatelang. All die Heuchler, die dieses Jahr aufheulen, haben sich dafür bislang nur nicht interessiert. Die Intensität der jährlich wiederkehrenden Brände ist vom Klima abhängig, davon, ob z.B. El Niño die Gegend besonders trocken macht. Dieses Jahr war die Oberflächentemperatur des Pazifischen Ozean und des Nordatlantiks in der ersten Jahreshälfte höher als im Zeitraum 2001 bis 2015, was zu einem erhöhten Brandrisiko für alle Bereiche des Amazonas geführt hat.

“The fire season in the southern Amazon runs from June to November, with peak burning activity in September along the eastern and southern Amazon forest frontiers, a swath sometimes referred to as the “arc of deforestation” Year-to-year variability in fires is strongly linked to climate anomalies, and both the El Niño Southern Oscillation in the Pacific Ocean and Atlantic Multi-decadal Oscillation influence drought conditions and the risk of fires across the southern Amazon.”



Die folgende Abbildung zeigt die derzeitige Lage für die 10 Gebiete, die der Amazonas umfasst.

Wie man sieht, ist die Lage in vier der zehn Regionen, wie man so schön sagt: brenzlig, darunter die Regionen „Amazonas“ und „Para“. Die beiden folgenden Abbildungen zeigen die derzeitige Entwicklung der Waldbrände im Kontext der historischen Brände der Vorjahre für diese beiden „brenzligen“ Regionen:

Amazonas

Para

Zunächst fällt auf, dass sich die Waldbrände in diesem Jahr nicht in einem anderen Rahmen bewegen als in den Jahren zuvor. Im Gegenteil: Zwar sind sie in der Amazonas-Region auf hohem Niveau, und zwar dem Niveau von 2004 vergleichbar, die Amazonas-Region ist jedoch die einzige der 10 Regionen, in die der Bereich des Amazonas zergliedert ist, für die derzeit eine relativ hohe Anzahl von Bränden zu finden ist. Die Para Region, für die die derzeitige Lage ebenfalls als kritisch eingestuft wird, zeigt eine Brandhäufigkeit und -intensität, die weit hinter der entsprechenden Häufigkeit vorausgegangener Jahre zurückbleibt.

Obwohl die Brände im Amazonas in den Vorjahren viel häufiger und intensiver waren, eine Aussage, die für neun der zehn Amazonasregionen korrekt ist, hat sich in den Vorjahren keine hysterische Meute gefunden, die über Brasilien und den brasilianischen Staatspräsidenten hergefallen ist, um ihn persönlich für die Brände verantwortlich zu machen. Nun ist der, in den Worten der Tagesschau „ultrarechte“ Präsident auch erst seit kurzem im Amt, was ein Teil der Erklärung sein mag. Der andere Teil verweist auf eine Klima-Mafia, die jedes Ereignis für die eigenen Zwecke einsetzen will und in der Lage ist, weltweit orchestrierte Medien-Kampagnen zu starten.


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