Landtagswahl Thüringen: Von der Relativität des Gewinnens…

Manipulation beginnt in der Regel bei der Bewertung eines Ereignisses, die durchgesetzt werden soll.

Etwa so:

Nun ist der “Sieg” hier relativ. Der “klare Gewinner” hat nicht einmal ein Drittel der Stimmen erhalten. Man würde ihn also, nach allem was in der Mathematik als Mehrheit gilt, als denjenigen bezeichnen müssen, der die meisten Anteile unter denen errungen hat, die allesamt keine Mehrheit errungen haben. Das als klaren Sieg verkaufen zu wollen, ist … eben ARD-Manipulation.

Aber selbst dieser relative Sieg unter denen, die alle nicht klar gewonnen haben, steht auf wackeligen Beinen: Zwar stellen die 29.6%, die es in der Hochrechnung von Infratest dimap derzeit für die LINKE sind, den größten Anteil an Zweitstimmen dar, aber nicht den größten Zuwachs an Zweitstimmen:

Nach allem, was man dieser Grafik entnehmen kann, muss man sagen, dass es vier berechtigte Feststellungen gibt:

  • Wenn man von einem klaren Gewinner sprechen will, dann ist das die AfD. Ein Zugewinn von 13,1% bedeutet, dass der Anteil der AfD im Vergleich zur letzten Landtagswahl mehr als verdoppelt wurde, genau ist er um 123%punkte gewachsen.
  • Die CDU ist der klare Verlierer. Ihr Anteil hat sich um 32,2%punkte reduziert.
  • Der “klare Gewinner” Ramelow hat dagegen den Anteil der LINKE im Vergleich zur letzten Landtagswahl um gerade einmal 6%punkte erhöhen können 
  • Ah, hätten wir fast noch einen klaren Verlierer der Landtagswahl vergessen: Die SPD. Ihr Anteil hat sich im Vergleich zur Landtagswahl 2014 um 32,2%punkte reduziert, genau wie der der CDU. Zufälle gibt es in der schönen neuen Welt der Demoskopie …


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