Erleben wir derzeit einen Umbruch, eine Rückbesinnung auf Vernunft und Fakten?
Man könnte den Eindruck gewinnen.
Nun hat sich einer, den man sicher als führenden Umwelt- und Klima-Aktivisten bezeichnen kann, zu Wort gemeldet, und den noch rational denkenden Teil der Menschheit um Entschuldigung dafür gebeten, dass er an der Verbreitung des Klima-Alarmismus mitgearbeitet habe: Michael Shellenberger.
Shellenberger war auf ScienceFiles schon einmal Thema. Im Juni 2019 haben wir im Rahmen eines Beitrags, in dem wir gezeigt haben, wie die angeblich erneuerbaren Energien die Umwelt zerstören, einen Vortrag von Michael Shellenberger verlinkt, in dem er mit einigen Mythen, die die Profiteure des bislang größten Diebstahls von Steuergeldern sorgfältig verbreitet haben und seither pflegen, aufräumt. Der Text kann hier nachgelesen werden.
Heute berichten wir von der Entschuldigung von Michael Shellenberger.
Shellenberger, so muss man schließen, ist letztes Jahr zu der Überzeugung gelangt, dass die Grenze zum Wahnsinn im Rahmen des Klimaalarmismus überschritten wurde. Lügen, nach denen die Welt in 12 Jahren untergehe oder die gesamte menschliche Zivilisation in Gefahr stehe, durch den Klimawandel ausgelöscht zu werden, haben ihn dazu bewogen, sich öffentlich zu Wort zu melden, und ein Buch zu schreiben, das den Titel „Apocalypse never“ trägt. Das Buch ist seit heute bei Amazon.de erhältlich und bereits jetzt ein Bestseller (Einfach auf das Bild klicken um zu Amazon zu kommen).
Nun ist Michael Shellenberger das, was man als Vorzeige-Linken bezeichnen würde, wäre er nicht zwischenzeitlich, er ist nun auch nicht mehr der Jüngste, zur Vernunft gekommen.
- Mit 16 Jahren wurde er Umweltschützer;
- Mit 17 Jahren war er in Nicaragua einer der vielen unbezahlten Arbeiter für die Sandinista;
- Mit 20 Jahren hat er im Amazonasbecken gelebt und dort über Kleinbauern, die von ihrem Land vertrieben werden sollten, geforscht;
- Mit 27 Jahren hat er erfolgreich dafür gekämpft, einen der letzten Redwood-Bestände in Kalifornien vor der Abholzung zu retten;
- Mit der Zeit wurde Shellenberger immer bekannter und erfolgreicher, und er war einer derjenigen, die die Regierung von Barack Obama davon überzeugt haben, dass die Investition von 90 Milliarden US-Dollar in Erneuerbare Energien eine gute Idee sei, um das Klima zu retten;
- 2003 hat er gemeinsam mit Ted Nordhaus das „Breakthrough Institute“ gegründet, einen einflussreichen Think Tank in Sachen Energie, Klima und Umwelt und ein wichtiges Rädchen im Netzwerk der Klima-Alarmisten;
- Er hat vor dem US-Congress Expert Advise zum Thema „Energiesicherheit“ gegeben und ist (noch) als Expert Reviewer vom Intergovernmental Panel on Climate Change für deren neuesten Bericht angefragt.
Kurz: Shellenberger ist eigentlich ein Vorzeige-Linker, wäre ein Vorzeige-Linker, denn:
Die Vernunft hat ihn eingeholt, und er ist beschämt, wie er hier schreibt: „After all, I was as guilty of alarmism as any other environmentalist“. Obwohl ihn diese Erkenntnis schon vor Jahresfrist eingeholt hat, hat er weiter geschwiegen. Warum? Seine Antwort auf diese Frage gibt einen Einblick in das, was man als Sachzwänge und fehlenden Mut bezeichnen könnte:
„But mostly I was scared. I remained quiet about the climate disinformation campaign because I was afraid of losing friends and funding. The few times I summoned the courage to defend climate science from those who misrepresent it I suffered harsh consequences. And so I mostly stood by and did next to nothing as my fellow environmentalists terrified the public.“
Seine Angst sei so groß gewesen, dass er sogar dabei zugesehen habe, wie der Klima-Mob versucht habe, die Reputation und die wissenschaftliche Karriere von Roger Pielke Jr., mit dem er, Shellenberger befreundet sei, zu ruinieren. Warum ist Pielke in das Visier des Klimawandel-Mobs geraten? Seine Forschungsergebnisse zeigen, dass Naturkatastrophen nicht häufiger, sondern seltener werden. Das Rühren der Angst vor Naturkatastrophen als Folge des vermeintlich von Menschen gemachten Klimawandels, ist ein zentraler Bestandteil der Klimawandel-Lüge, die Klimaalarmisten verbreiten. Man kann sich daher vorstellen, mit welcher Aggression, mit welchem Hass, sie gegen Roger Pielke vorgegangen sind und bis heute vorgehen (Wer es sich nicht vorstellen kann, der kann es hier nachlesen. Wir haben darüber berichtet).
Shellenberger hat zwischenzeitlich sein Schweigen gebrochen und das oben verlinkte Buch veröffentlicht, ein Buch, in dem er den Mythen der Klimaalarmisten die Wirklichkeit gegenüberstellt und mit dem vielen Unfug, den MS-Medien in den letzten Jahren verbreitet haben, aufräumt, z.B.:
- Menschen verursachen kein Massenaussterben;
- Der Amazonas ist NICHT die grüne Lunge der Welt (bei uns hier nachzulesen)
- Klimawandel sorgt nicht für mehr und schlimmere Naturkatastrophen;
- Das Verbrennen von Holz ist viel umweltschädlicher als das Verbrennen von Kohle oder Öl;
- Die Zukunft der Menschheit kann nur durch die Produktion von mehr, nicht von weniger Energie sichergestellt werden. Erneuerbare Energien sind eine kostspielige Sackgasse. Sie müssen verschwinden.
Nach Michael Moore und Jeff Gibbs, die den Lügen der Erneuerbaren Energien Profiteure mit einem Dokumentarfilm zu Leibe gerückt sind (hier nachzulesen), hat mit Michael Shellenberger ein weiteres prominentes Mitglied den Klimawandel-Kult verlassen. Der damit angestoßene Prozess ist besser als jedes Aussteigerprogramm, denn mit jedem high profile Mitglied, das den Klimawandel-Kult verlässt, sinkt die Hemmschwelle für andere, es ihm gleich zu tun. Jeder, der Moore und Shellenberger nachfolgt, reduziert die Hemmschwelle für alle Anderen, die (noch) verbleiben. Kurz: Wir beobachten derzeit den Anfang vom Ende der Phase der Menschheitsgeschichte, die von Historikern in der Zukunft wohl als identitätslinker Wahn bezeichnet werden wird.
Dieser Wandel wird indes nicht in den MS-Medien stattfinden, darin sind wir uns mit Michael Shellenberger einig:
„Facts still matter, and social media is allowing for a wider range of new and independent voices to outcompete alarmist environmental journalists at legacy publications. […] The evidence is overwhelming that our high-energy civilization is better for people and nature than the low-energy civilization that climate alarmists would return us to.“
Die Hoffnung von Shellenberger, das Lügen-Monster zu besiegen, das er mitgeschaffen hat, sie beruht also auf den Sozialen Medien, auf Blogs, wie ScienceFiles oder Watts Up With That oder EIKE, die seit Jahren das Offensichtliche schreiben, und deshalb von angeblichen Faktencheckern bekämpft und von MS-Medien gemieden werden. Dass MS-Medien alles tun werden, um Shellenbergers Buch und die Kunde, dass er aus dem Klimawandel-Kult ausgestiegen ist, zu unterdrücken, ist ihm offensichtlich klar.
Nun, dann wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, dass dieser neuerliche Aussteiger, der nun auf der Seite der Klima-Realisten, auf der Seite der Wissenschaft streiten will, die notwendige Verbreitung und sein Buch die entsprechende Nachfrage findet.
Wer diesen Beitrag verlinken will, kann dies gerne unter Angabe der Quelle „ScienceFiles.org“ tun.
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