Erinnern Sie sich noch an Rudolf Scharping, den verhinderten Radrennfahrer, der ein kurzes Gastspiel (für manche auch ein viel zu langes) bei der SPD gab?
Er ist wieder da.
Nicht als politischer Comebacker, sondern als Werbe-Poster-Boy:
Rudolf Scharping setzt sich mit anderen dafür ein, dass:
Jeder Mensch anlasslos, kostenlos und freiwillig getestet werden kann;
Die Testkapazitäten in Deutschland ausgebaut werden;
Gefährdete Gruppen besser geschützt werden;
Schule, Kita und vieles mehr langfristig möglich sind;
Die vier Ziele sind die Ziele der Initiative „wir-testen.de„, die dafür sorgen will, dass wir #endlichwieder unbeschwert und unbelastet von SARS-CoV-2 unser Leben genießen können:
„gemeinsam mit Ihnen wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Corona-Pandemie einzudämmen. Durch freiwillige, präventive COVID-19-Tests können wir endlich wieder unbeschwert in den Urlaub fahren oder regelmäßig in die Schule gehen, endlich wieder Konzerte erleben und endlich wieder die Großeltern umarmen – und das, ohne durch Corona eingeschränkt zu sein.
Präventives Testen – jetzt gemeinsam die Pandemie eindämmen
Wer könnte gegen umfangreiches und ständiges Testen sein, vor allem dann, wenn die Kosten der steuerzahlenden Allgemeinheit aufgebürdet werden. Sie haben keine Kosten und können sich durch die Unterstützung der Initiative mindestens gut fühlen: Sie haben etwas gegen SARS-CoV-2 getan.
Obschon…. Manchmal ist es ganz hilfreich, sich dafür zu interessieren, wer diese Initiative ins Leben gerufen hat.
RT-PCR-Testkits für Rachenabstriche, die dann auf SARS-CoV-2 getestet werden können.
Mit anderen Worten, ein Unternehmen, das Geld damit verdient, Testkits für SARS-CoV-2 zu produzieren und zu verkaufen und die Tests dann in einem Labor des Unternehmens auszuwerten, betreibt eine Seite, die Bundesbürger dazu bewegen will, eine Initiative zu unterstützen, deren Ziel es ist, mehr RT-PCR-Tests durchzuführen, an denen wiederum das initiierende Unternehmen verdient, es sei den, mit der Initiative geht das Versprechen einher, die flächendeckenden Tests, die jeder ohne Anlass ständig und gleich wieder vornehmen kann, umsonst bereitzustellen, zu liefern und auszuwerten.
Sollte Centogene dieses Ziel verfolgen, um als altruistisches Unternehmen in die Geschichte der besten Bankrotte der Menschheit einzugehen, dann ist an der Initiative „wir testen“ nicht auszusetzen. Ist dies nicht der Fall, dann hat die Initiative einen Geruch von Übervorteilung, der Anflüge von Korruption und Rent Seeking (Bereicherung Weniger auf Kosten Vieler) trägt und insgesamt stinkt.
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Ich warte noch auf einen Werbeeinsatz von Heidi Simonis. Norbert Blüm ist ja leider verstorben, wobei der sich eher für was gegen Prostataviren geeignet hätte. Da Scharping vermutlich recht üppige Pensionen bezieht frage ich mich, ob er am Ende vielleicht wirklich so naiv-dumm ist, um den Schmonzes zu glauben, den er da vortragen lässt und weniger dem Geld hinterher rennt.
Seit 18:00 Uhr ist ein Artikel auf – man höre und staune – tagesschau.de online, in dem auf die Forderung der Initiative „Wir testen“ nach (noch) mehr anlasslosen Tests – insbesondere für Schulkinder – aufmerksam gemacht wird. Ich habe meinen Augen kaum getraut, als ich folgenden Satz las: „Betrieben wird die Webseite übrigens von der Firma Centogene GmbH, einem Anbieter von PCR-Coronatests.“
Vielleicht ist da noch Hoffnung auf einen letzten Funken An- und Verstand?Verfasst wurde der Artikel jedenfalls von Markus Grill, der das Berliner Büro der Investigativressorts von NDR und WDR leitet.
Hier die URL: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/testkapazitaeten-corona-105.html
P.S.: Über Widersinnigkeiten wie „Diese Tests (Anm.: Antigentests) messen eine Virusinfektion im gleichen Zeitraum wie der bisher übliche PCR-Test. Sie haben den Nachteil, dass sie möglicherweise nicht ganz so genau sind, dafür sind sie aber deutlich billiger und das Ergebnis liegt oft schon nach 30 Minuten vor.“ darf man sich trotzdem nicht wundern… 😉
gehe ich recht in der Annahme, dass die Centogene GmbH, ein Hersteller solcher Test-Kits (sic!), hier eine Initiative aufgelegt hat, um den Verkauf ihrer eigenen Produkte auf Kosten des Steuerzahlers anzukurbeln?
Ich halte das für eine Unverschämtheit und ein moralisch verwerfliches Verhalten!
Es haftet auch der Geruch des unlauteren Wettbewerbs an.
Und das RKI rät in seinem epidemiologischen Bulletin den durchgehenden Laboren zur Aufbewahrung der Proben. Na sowas.
Ich weiß nicht, ob eine gesetzliche Grundlage zur Weitergabe der „anonymisierten“ (bei DNA…) Probe an das Projekt schon vorliegt oder ob die zu einem späteren Zeitpunkt erst noch geschaffen wird, aber wenn sie dann plötzlich kommt, sollte man nicht allzu überrascht sein.
Ich möchte unterstellen, dass die Bereitstellung anlassloser kostenloser Tests für alle die (bekanntermaßen ohnehin schlecht funktionierende) Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter gänzlich überflüssig macht, weil jeder positiv getestete seinen Kontaktpersonen persönlich und „unter der Hand“ Bescheid geben und ihnen weitere Schritte anheimstellen könnte, so dass sich jeder selbst für oder gegen eine potentiell mögliche Quarantäneanordnung entscheiden könnte.
Gleichzeitig könnten Wirtschaft und öffentliche Verwaltung als Eintrittskarte ein „frisches“ Testergebnis einfordern.
Vielleicht ist das ja die Absicht dahinter und nächster Schritt in mehr digitale Offenbarung.
Jedenfalls sind wir weit über den Punkt hinaus, an dem man solche Überlegungen pauschal als ‚Erzählung‘ abtun kann.
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Show CommentsIch warte noch auf einen Werbeeinsatz von Heidi Simonis. Norbert Blüm ist ja leider verstorben, wobei der sich eher für was gegen Prostataviren geeignet hätte. Da Scharping vermutlich recht üppige Pensionen bezieht frage ich mich, ob er am Ende vielleicht wirklich so naiv-dumm ist, um den Schmonzes zu glauben, den er da vortragen lässt und weniger dem Geld hinterher rennt.
Seit 18:00 Uhr ist ein Artikel auf – man höre und staune – tagesschau.de online, in dem auf die Forderung der Initiative „Wir testen“ nach (noch) mehr anlasslosen Tests – insbesondere für Schulkinder – aufmerksam gemacht wird. Ich habe meinen Augen kaum getraut, als ich folgenden Satz las: „Betrieben wird die Webseite übrigens von der Firma Centogene GmbH, einem Anbieter von PCR-Coronatests.“
Vielleicht ist da noch Hoffnung auf einen letzten Funken An- und Verstand?Verfasst wurde der Artikel jedenfalls von Markus Grill, der das Berliner Büro der Investigativressorts von NDR und WDR leitet.
Hier die URL: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/testkapazitaeten-corona-105.html
P.S.: Über Widersinnigkeiten wie „Diese Tests (Anm.: Antigentests) messen eine Virusinfektion im gleichen Zeitraum wie der bisher übliche PCR-Test. Sie haben den Nachteil, dass sie möglicherweise nicht ganz so genau sind, dafür sind sie aber deutlich billiger und das Ergebnis liegt oft schon nach 30 Minuten vor.“ darf man sich trotzdem nicht wundern… 😉
Ich habe mal eine E-Mail mit folgendem Wortlaut an info@initiative-wir-testen.de geschickt
Sehr geehrte Damen und Herren,
gehe ich recht in der Annahme, dass die Centogene GmbH, ein Hersteller solcher Test-Kits (sic!), hier eine Initiative aufgelegt hat, um den Verkauf ihrer eigenen Produkte auf Kosten des Steuerzahlers anzukurbeln?
Ich halte das für eine Unverschämtheit und ein moralisch verwerfliches Verhalten!
Es haftet auch der Geruch des unlauteren Wettbewerbs an.
Ich lehne daher diese Initiative strikt ab!
Mit freundlichem Gruß
Die haben dann nicht nur unsere Namen, sondern auch die dazugehörende DNA
Siehe auch „Eine-Million-Genom-Projekt“.
Und das RKI rät in seinem epidemiologischen Bulletin den durchgehenden Laboren zur Aufbewahrung der Proben. Na sowas.
Ich weiß nicht, ob eine gesetzliche Grundlage zur Weitergabe der „anonymisierten“ (bei DNA…) Probe an das Projekt schon vorliegt oder ob die zu einem späteren Zeitpunkt erst noch geschaffen wird, aber wenn sie dann plötzlich kommt, sollte man nicht allzu überrascht sein.
So sieht’s aus. Big Data abgreifen. Das Geschäft mit den PCR Kits dürfe demgegenüber eher Peanuts sein.
Ich möchte unterstellen, dass die Bereitstellung anlassloser kostenloser Tests für alle die (bekanntermaßen ohnehin schlecht funktionierende) Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter gänzlich überflüssig macht, weil jeder positiv getestete seinen Kontaktpersonen persönlich und „unter der Hand“ Bescheid geben und ihnen weitere Schritte anheimstellen könnte, so dass sich jeder selbst für oder gegen eine potentiell mögliche Quarantäneanordnung entscheiden könnte.
Gleichzeitig könnten Wirtschaft und öffentliche Verwaltung als Eintrittskarte ein „frisches“ Testergebnis einfordern.
Vielleicht ist das ja die Absicht dahinter und nächster Schritt in mehr digitale Offenbarung.
Jedenfalls sind wir weit über den Punkt hinaus, an dem man solche Überlegungen pauschal als ‚Erzählung‘ abtun kann.
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