COVID-19: Was, wenn die Impfung wirkungslos ist? Vier Studien, drei mit schlechten Nachrichten

Die Euphorie der Polit-Darsteller, die noch als Impfstoffe Zukunftsmusik waren, vollmundig verkündet haben, dass alle Maßnahmen gegen die Verbreitung von SARS-CoV-2 ein Ende hätten, wenn endlich ein Impfstoff zur Verfügung steht, sie ist seltsamerweise nun, da nicht nur ein, sondern mittlerweile drei Impfstoffe und bald vier Impfstoffe zur Verfügung stehen, verpufft. Entweder, die Polit-Darsteller haben Freude daran gefunden, die Wirtschaft zu zerstören und die eigenen Bürger einzusperren oder die ganze Geschichte war ohnehin erfunden oder die Impfstoffe erweisen sich als eine der größten Geldverschwendungen aller Zeiten.

Wir haben schon vor etlichen Wochen in einem Beitrag darauf hingewiesen, dass es auf Basis der klinischen Tests, die durchgeführt werden, keinerlei Möglichkeit gibt festzustellen, ob die Impfstoffe, die entwickelt werden, in irgend einer Weise gegen SARS-CoV-2 effektiv sind. Wer den Beitrag nachlesen will, er findet sich hier.

Dessen ungeachtet ist “Impfung”, schon weil damit ein unglaubliches Potential zusätzlicher Kontrolle über Bürger verbunden ist, man denke nur an die Möglichkeiten, die ein Impfnachweis als Vorleistung zur Gewährung von bürgerlichen Freiheiten bereitstellt, um eben diese bürgerlichen Freiheite abzuschaffen, bei Polit-Darstellern sehr populär. Kein Tag vergeht, an dem sie nicht neue Phantasien über Impfstoffe oder das, was man an eine Impfung knüpfen könnte, entwickeln, kein Tag vergeht, an dem sie nicht Steuergelder in nicht dagesehener Höhe ausgeben, um sich Impfstoffe fragwürdiger Wirkung zu sichern.

Nun ist SARS-CoV-2 ein RNA-Virus und RNA-Viren mutieren, sie mutieren häufig und aus den Mutationen entstehen regelmäßig neue Varianten von SARS-CoV-2, die sich durch neue Eigenschaften auszeichnen, wie z.B. die derzeit im Fokus der Aufmerksamkeit stehenden Mutationen b.1.1.7 (in Deutschland als britische Mutation bekannt) oder N501Y.V2 (die Südafrikanische Mutation) oder die mittlerweile dritte Mutation in dieser Reihe, P.1 und P.2, die in Brasilien nachgewisen wurde. Alle drei Varianten haben 12 bzw. 14 (b.1.1.7) Mutationen auf dem SARS-CoV-2 Genom, darunter die beiden Mutationen N501Y und E484K, die das Virus leichter übertragbar machen sollen.

Nun geht mit allen drei Mutationen eine Veränderung im Spike-Protein von SARS-CoV-2 einher, was insofern misslich ist, als das Spike-Protein der ursprünglichen Variante von SARS-CoV-2, der Wuhan-Variante, die Grundlage für die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna sind. Beides sind messenger RNA-Impfstoffe, die ein kleines Fragment, eine Sequenz des Spike-Proteins tragen, das in menschliche Zellen getragen, dort zur Herstellung des Spike-Proteins führt, was wiederum eine Immunreaktion des Immunssystems auslöst oder auslösen soll, die in die Bildung von Antikörpern mündet, die wiederum das Spike-Protein neutralisieren und eine Immunität gegen zukünftige Infektionen mit SARS-CoV-2 herstellen soll, indem salopp formuliert, der Bauplan des Spike-Proteins in b-Zellen gespeichert und bei Bedarf schnell abgerufen werden kann, um einen neuen Versuch von SARS-CoV-2, Zellen zu infiltrieren, zu vereiteln.



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Was, wenn der Bauplan, der in b-Zellen als Ergebnis einer Impfung gelagert wird, veraltet ist?
Was, wenn die Mutationen die in Britannien, Südafrika und Brasilien entdeckt wurden, das Spike-Protein der Mutation so verändert haben, dass die Impfung umsonst war, weil die neue Variante vom Immunsystem nicht erkannt wird und entsprechend nicht mit Antikörpern bekämpft werden kann?

Dann haben Polit-Darsteller Milliarden in den Sand gesetzt, noch mehr Vertrauen verspielt, als sie das ohnehin schon getan haben und dann können wir dabei zusehen, wie Panik und Hysterie auf ganz neue Höhen gesteigert werden.

Wir haben die Literatur gesichtet und vier Studien, die sich direkt mit der Frage, ob die derzeitigen Impfstoffe geeignet sind, um die drei oben genannten Mutationen zu bekämpfen oder ob es den Mutationen gelingt, der von Impfstoffen aufgebauten Immunabwehr zu entkommen, behandeln.

Zijun Wang, Fabian Schmidt und viele Ko-Autoren haben eine Studie mit dem Titel “mRNA Vaccine-elicited Antibodies to SARS-CoV-2 and Circulating Variants” veröffentlicht, in der sie sich explizit mit der Frage befassen, ob die beiden mRNA-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna in der Lage sind, eine Abwehr gegen die neuen Mutationen bereit zu stellen. An der Studie haben 20 Freiwillige teilgenommen, denen jeweils einer der Impfstoffe gespritzt wurde. Nachdem eine zufriedenstellende Immunreaktion in den Freiwilligen festgestellt wurde, haben die Autoren ihren Freiwilligen Blutserum abgezapft und untersucht, ob das Serum in der Lage ist, den Mutationen N501Y oder E484K Paroli zu bieten. Antwort: Es ist es nicht:

“However, neutralization by 14 of the 17 most potent mAbs [monoclonal antibodies] tested was reduced or abolished by either K417N, or E484K, or N501Y mutations.”

Schlechte Nachrichten.

Schlechte Nachrichten erbringt auch die Studie von C. Rees-Spear und etlichen Ko-Autoren mit dem Titel “The Impact of Spike Mutations on SARS-CoV-2 Neutralization“. Sie finden im Wesentlichen dasselbe Ergebnis, das bereits Wang et al. gefunden haben:

“The analysis of a panel of Spike-specific monoclonal antibodies revealed that the neutralizing activity of some antibodies was dramatically reduced by Spike mutations. In contrast, polyclonal antibodies in the serum of patients infected in early 2020 remained active against most mutated Spike pseudotypes”

Das Ergebnis von Rees-Spear et al., so es sich bestätigt, bedeutet, dass Menschen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 hinter sich haben, wohl eher gegen eine Infektion durch eine der drei Mutationen geschützt sind als Menschen, die geimpft werden.



Wibmer und die mittlerweile gewohnte Liste von Ko-Autoren berichten in ihrem Beitrag mit dem Titel “SARS-CoV-2 501Y.V2 Escapes Neutralization by South African COVID-19 Donor Plasma” davon, dass Patienten, die eine Erkrankung an COVID-19 hinter sich haben, keine Immunität gegen eine Neuinfektion mit der in Südafrika entdeckten Variante von SARS-CoV-2 haben, d.h. sowohl Impfstoffe als auch eine frühere Erkrankung hätten keine Immunität zur Folge:

“While higher titres of neutralizing antibodies are common in hospitalized individuals, however most SARS-CoV-2 infected people develop moderate neutralization titres. Therefore, the data herein suggests that most individuals infected with previous SARS-CoV-2 lineages will have minimal or no detectable neutralization activity against 501Y.V2.”

Lediglich eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer, BNT162b2 in der Lage ist, einen wirksamen Schutz vor Infektion mit einer der Mutationen, nämlich b.1.1.7, zu bieten:

“Here we investigated SARS-CoV-2-2-S pseudoviruses bearing either the Wuhan reference strain or the B.1.1.7 lineage spike protein with sera of 16 participants in a previously reported trial with the mRNA-based COVID-19 vaccine BNT162b2. The immune sera had equivalent neutralizing titers to both variants. These data, together with the combined immunity involving humoral and cellular effectors induced by this vaccine, make it unlikely that the B.1.1.7 lineage will escape BNT162b2-mediated protection”.

Die einzige Studie unter den vier Studien, die wir in diesem Post besprochen haben, die zu einem positiven Ergebnis gelangt, wurde von Alexander Muik, Ann-Kahrin Wallisch, Bianca Sänger, Kena A. Swanson, Julia Mühl, Wei Chen, Hui Ca, Rita Sarkar, Öziem Türeci, Philip R. Dormitzer und Ugur Sahin unter dem Titel “Neutralization of SARS-CoV-2 lineage B.1.1.7 pseudovirus by BNT162b2 vaccine-elicited human sera” veröffentlicht. Alle Autoren sind entweder bei Biontech oder Pfizer beschäftigt.


Seit Ende Januar besprechen wir Studien zu SARS-CoV-2. Damit gehören wir zu den wenigen, die das neue Coronavirus seit seinem Auftauchen verfolgt und den Niederschlag, den es in wissenschaftlichen Beiträgen gefunden hat, begleitet haben.
Eine Liste aller Texte, die wir zu SARS-CoV-2 veröffentlicht haben, finden Sie hier.

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