Myokarditis: Herzmuskelentzündung vor allem bei Jüngeren nach mRNA-COVID-19 Impfung

Lassen wir heute einmal zunächst andere für uns schreiben.

“Eine Myokarditis wird hauptsächlich durch Enteroviren, Adenoviren, Parvovirus B 19, Herpes Viren, seltener durch, Hepatitis-C-Viren und HIV verursacht. Das zeigen molekularbiologische Untersuchungen von Herzmuskelgewebe, das bei Patienten mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung mit Hilfe eines speziellen Katheters entnommen wurde (Herzmuskelbiopsie). Eine Herzmuskelentzündung kann aber auch durch Bakterien, Pilze, Protozoen und Parasiten hervorgerufen werden.

Auch Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber bestimmten Medikamenten und Autoimmunreaktionen spielen eine ursächliche Rolle. Bei letzteren greift das Abwehrsystem des Körpers “irrtümlich” körpereigene Strukturen an. Schließlich kann eine Herzmuskelentzündung auch durch eine Strahlenbehandlung des Brustkorbes sowie durch bestimmte Medikamente und Drogen verursacht sein.

[…]

Krankheitserreger wie beispielsweise Viren, welche eine Herzmuskelentzündung auslösen, kann das Immunsystem häufig schon innerhalb kurzer Zeit beseitigen. Das ist aus feingeweblichen Untersuchungen von bioptisch gewonnenem Herzmuskelgewebe bekannt. Nicht selten lässt das Virus jedoch eine genetische Information in Form von Nukleinsäuren (Virusgenom) in der Herzmuskelzelle zurück. Das kann über längere Zeit Entzündungsreaktionen aufrecht erhalten und zu einer Verschlechterung der Krankheitssymptome führen. Schließlich kann auch nach Viruselimination eine chronische Entzündung (chronische Myokarditis) durch eine Autoimmunreaktion fortbestehen.

[…]

Die Betroffenen klagen meist über Müdigkeit, Leistungsschwäche, Fieber und andere Allgemeinsymptome eines grippalen Infektes. Kommen Atemnot, Unregelmäßigkeiten des Herzrhythmus in Form von Extraschlägen (Extrasystolen) und Brustschmerzen hinzu, wird schon eher der Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung gelenkt.

In Fällen mit besonders schneller Verschlechterung des Allgemeinbefindens kann eine schwere Herzmuskelentzündung zu Schockzustand und Tod durch Herzversagen oder nicht mehr beherrschbare Herzrhythmusstörungen führen.

So steht es in der Apothekerrundschau nachzulesen.

mRNA-Impfstoffe werden direkt ins Muskelgewebe der zu Impfenden gespritzt, damit sie so schnell wie möglich eine Immunreaktion auslösen. mRNA-Impfstoffe tragen eine Bauanleitung für das Spike-Protein von SARS-CoV-2 in einer durch Lipide hergestellten Hülle. Ziel ist es, das Spike-Protein in menschlichen Zellen zu bauen und das Immunsystem zu einer schnellen Antwort in Form von Antikörpern anzuregen.

Indes scheint sich mit mRNA Impfstoffen das Problem zu verbinden, dass sie zum Teil willkürlich im menschlichen Körper wandern und so z.B. im Herzmuskel landen und dort eine Entzündung desselben hervorrufen, und zwar genau in der Weise, wie das oben beschrieben wurde, z.B. dadurch, dass als Folge der Impfung die Bauanleitung für das Spike-Protein in Herzmuskelzellen gelangt und dort für eine (dauerhafte) Entzündung des Herzmuskels sorgt. Vor diesem Hintergrund muss man wohl den gerade veröffentlichten Technical Report der VAST Work Group des US-amerikanischen CDC verstehen, in dem zum einen angeregt wird, die Entwicklung der Fälle von Myocarditis als Folge einer Impfung intensiv zu beobachten, Ärzte von dieser Nebenwirkung zu informieren, so dass Patienten, die besonders prädestiniert zu sein scheinen, aussortiert werden können bzw. die oben beschrieben, grippeähnlichen Symptome schnell einer Myokarditis zugeordnet werden können und eine Kollaboration zwischen Kardiologen, Rheumatologen und Virologen anzuregen, um Myocarditis als Folge von Impfungen gegen COVID-19 zu vermeiden oder die entsprechenden Fälle gering zu halten.

Es gebe noch nicht viele Fälle von Myokardititis, so schreibt die VAST-Group, die Vaccine Safety Technical Group, und diese Fälle seien auf Jugendliche und junge Menschen und vornehmlich auf Männer begrenzt, stellten sich in der Regel nach der zweiten Dosis, und zwar innerhalb von vier Tagen nach der Impfung ein, und das Ganze sei vor allem ein Problem von mRNA-Impfstoffen, also von Pfizer und Moderna Impfstoffen.

Wir haben vor diesem Hintergrund die berichteten Fälle von Myokarditis für die USA und das Vereinigte Königreich zusammengesammelt und auch einen Blick in die Datenbank der WHO geworfen. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

  • USA: 149 Fälle von Myokarditis, davon Pfizer: 83; Moderna: 59;
  • Vereinigtes Königreich: 45 Fälle von Myokarditis, davon: Pfizer: 21; AstraZeneca: 23 (Adenovirus-Impfstoff), Moderna: 1;
  • WHO-VigiAccess: 345 Fälle von Myokarditis, keine Zuordnung möglich;

Offenkundig sind, wie die Daten aus den USA und dem Vereinigten Königreich zeigen, die Fälle von Myokarditis nicht nur auf mRNA-Impfstoffe beschränkt, zeigen aber eine deutliche Häufung bei diesen Impfstoffen (im UK ist ca. doppelt so häufig Vaxzevria geimpft worden wie Comirnaty).

Angesichts der Gesamzahl der Impfungen ist diese Warnung bzw. die besondere Beobachtung, die die VAST-Group Myokarditis angedeihen lässt, etwas überraschend. Wer unseren letzten Post zu den Nebenwirkungen, die sich bei COVID-19-Impfungen einstellen können, gelesen hat, der weiß, dass die WHO-Datenbank zum 18. Mai 2021 829 Fälle von Taubheit nach Impfung und 497 Fälle von Erblindung nach Impfung ausgewiesen hat. Diese Häufigkeit hat bislang niemanden dazu bewogen, ein besonderes Monitoring für die beiden Nebenwirkungen zu empfehlen oder gar durchzuführen.

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Was also ist anders bei Myokarditis?

Nun, uns ist vor allem das hier aufgefallen: “predominantly in adolescents and young adults”. Die Gefahr einer Myokarditis nach einer Impfung ist somit gerade für junge Menschen, die ein minimales Risiko haben, an COVID-19 ernsthaft, wenn überhaupt, zu erkranken, besonders hoch, was auch immer hoch in diesem Fall heißen mag. Und natürlich erinnert dieses Risiko an den lappidaren Satz im technischen Begleittext von Pfizer/Biontech, mit dem eine Notzulassung von Comirnaty/BNT162b2 zur Impfung von 12 bis 15jährigen in den USA beantragt wurde:

“Additional adverse reactions, some of which may be serious, may become apparent with more widespread use of the Pfizer/Biontech COVID-19 Vaccine”. [Weitere unerwünschte Nebenwirkungen, einige davon können in schwerer Erkrankung bestehen, können als Ergebnis der Massenimpfung mit dem COVID-19-Impfstoff von Pfizer/Biontech auftreten.]

Myokarditis, Herzmuskelentzündung, scheint eine dieser Nebenwirkungen zu sein, die “weitere unerwünschte Nebenwirkungen” darstellen und im klinischen Trial nicht einmal im Entfernten aufgezeigt werden konnten, weil die klinischen Trials, die für COVID-19-Impfstoffe zum Einsatz kommen, nicht einmal ansatzweise ausreichen, um die unglaubliche Anzahl von verschiedensten Nebenwirkungen, die sich nach Impfungen einstellen, zu fassen. Wer sich davon einen Eindruck verschaffen will, der kann das hier tun.

Offensichtlich besteht die Befürchtung, dass mit dem Beginn der Impfung von Kindern und Jugendlichen die Fälle von Myokarditis zunehmen werden, so häufig werden werden, dass das Risiko in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen einer Impfung steht, einem Nutzen, von dem man sich ohnehin fragen muss, worin er für Kinder und Jugendliche bestehen soll.


Quelle Featured Image: Immanuel Klinikum Bernau


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