Katastrophale COVID-Impfbilanz: 4 müssen sterben, um zwischen 2 und 11 zu retten [auf 100.000 Impfungen]

Das Verhältnis ist, wie aus dem Lehrbuch der Sozialpsychologie: Abteilung Framing.

Mit einer Behandlung ist es möglich, zwischen 2 und elf Menschen das Leben zu retten, aber vier werden dabei sterben. Wollen Sie die Behandlung durchführen?

Oder:

Eine Behandlung wird mindestens 4 Menschen ihr Leben kosten und es können zwischen 2 und 11 Menschenleben gerettet werden. Wollen Sie die Behandlung durchführen.

Nee.
Eigentlich nicht wirklich.
Die Bilanz ist so verheerend, dass man sie auch mit Framing nicht wirklich retten kann.

Es gibt in letzter Zeit wenig Erbauliches in Form wissenschaftlicher Texte, über das man sich erquicken kann. Aber heute haben wir einen solchen Text für unsere Leser. Veröffentlicht wurde der Text in der Zeitschrift “Vaccines”, und zwar unter dem Titel “The Safety of COVID-19 Vaccinations – We Should Rethink the Policy.” Der Titel ist eine Meisterleistung in Euphemismus, die zeigt, wie sehr der öffentliche Druck, der von Impf-Fundamentalisten mittlerweile aufgebaut wird, ist.

Die Autoren dieses Textes:

  • Harald Walach, Universitätsklinikum Poznan, Universität Witten/Herdecke  und Change Health Science Institute;
  • Rainer J. Klement, Leopoldina Krankenhaus, Schweinfurt;
  • Wouter Aukema, unabhängiger Daten-Analyst;

Ihre Namen, sofern nicht längst bekannt, sollten Sie sich merken.

Walach, Klement und Aukema haben die Daten der bislang größten Studie zur Wirksamkeit von Impfstoffen, die von Dagan et al. (2021) in Israel durchgeführt wurde, zur Grundlage genommen, um zu berechnen wie viele Menschen geimpft werden müssen, um auch nur eine Infektion, eine symptomatische Erkrankung oder einen Tod zu verhindern. Die Daten der Studie, die Dagan et al. (2021) veröffentlicht haben, machen es Walach, Klement und Aukema möglich, nicht nur diese so genannte NNTV, Number Needed to Vaccinate, zu berechnen, sie erlauben es auch, ein quasi-experimentelles Design zu implementieren, das es für die Gruppe der Geimpften und die Gruppe der Nichtgeimpften erlaubt, die darin enthaltenen Fälle (also Individuen) nach sozio-demographischen Variablen und Variablen, die den gesundheitlichen Zustands der jeweiligen Person abbilden, mit einander zu kombinieren. Das Ergebnis kommt somit einem zufällig zusammengestellten und unter kontrollierten Bedingungen durchgeführten Experiment mit zwei Experimentalgruppen sehr nahe.

Welches Ergebnis:

Dieses Ergebnis:

In dieser Tabelle ist dargestellt, wie viele Menschen geimpft werden müssen, um eine Infektion zu verhindern, um eine symptomatische Erkrankung zu verhindern um einen durch COVID-19 verursachten Todesfall zu verhindern. Das Ergebnis ist ernüchternd:

  • Nimmt man die erste Impfung und einen Zeitraum von zwischen 21 und 27 Tagen nach dieser Impfung als Datensammelpunkt (gesammelt werden Infizierte, Symptomatische und eVerstorben in beiden Gruppen, also unter Geimpften und Ungeimpften), dann müssen im Schnitt 433 Menschen geimpft werden, um eine Infektion zu verhindern, 747 Menschen müssen geimpft werden, um eine symptomatische Erkrankung zu verhindern und 16.667 Menschen müssen geimpft werden, um einen Todesfalls, der auf COVID-19 zurückgeht, zu verhindern.

Das ist nicht unbedingt das, was man als effektiv bezeichnen würde, und es sind in jedem Fall Zahlen, die deutilch höher liegen als sie von den Herstellern, von Moderna und Pfizer/Biontech zum Ende ihres Trials vermeldet wurden. Auf Basis der Daten aus dem klinischen Trial von Moderna lässt sich errechnen, dass 61 Menschen geimpft werden müssen, um eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu verhindern, bei Pfizer/Biontech sind es 123 zu Impfende, um eine Infektion zu verhindern. Setzt man diese Ergebnisse ins Verhältnis zu den Ergebnissen in der Tabelle oben, die für symptomatische Erkrankte nach der zweiten Impfung ausgeweisen sind, dann liegt die tatsächliche Effektivität der Impfstoffe deutlich darunter, denn es ist notwendig 217 Menschen zu impfen, um eine symptomatische Erkrankung zu verhindern.

Man beachte den Wertebereich, der sich mit diesen Ergebnissen verbindet, denn der Mittelwert von 16.667 Menschen, die geimpft werden müssen, damit der Tod eines einzigen Menschen, der von COVID-19 verursacht wird, verhindert werden kann, reicht von 9001 bis 50.000. Es müssen also zwischen 9.001 und 50.000 Menschen geimpft werden, um einen einzigen Toten zu verhindern. Diese Ergebnisse sind, was die empirische Basis angeht, fundiert, denn sie basieren auf 596.618 Geimpften und ebenso vielen Nicht-Geimpften, somit auf mehr als einer Millionen Einzelfällen.

Nun ist eine Impfung nicht nur mit Vorteilen verbunden, sie ist auch, wie die vielen Einträge z.B. in der Datenbank, in der die European Medicines Agency adverse Reaktionen auf die Impfstoffe sammelt, zeigen, mit Nebenwirkungen verbunden. Walach, Klement und Aukema benutzen die Daten für die Niederlande als Grundlage ihrer weiteren Analyse, weil die Daten, die in den Niederlanden gesammelt werden, die höchste Akkuratheit aufweisen:

“All reports received are checked for completeness and possible ambiguities. If necessary, additional information is requested from the reporting party and/or the treating doctor The report is entered into the database with all the necessary information. Side effects are coded according to the applicable (international) standards. Subsequently an individual assessment of the report is made.”

Nebenwirkungen auf Impfstoffe, die in den Niederlanden erfasst sind, sind somit geprüfte Nebenwirkungen. Auf Grundlage der Daten aus den Niederlanden berechnen die Autoren eine Häufigkeit von 16 schweren Nebenwirkungen, die auf 100.000 Impfungen eintreten und vier Menschen unter 100.000 Geimpften, die an den Folgen der Impfung versterben. Die relativ betrachtet meisten Nebenwirkungen werden für Comirnaty und Moderna, also die beiden mRNA-Impfstoffe berichtet (siehe die folgende Tabelle).

Auf Basis dieser Ergebnisse und auf Basis der oben berechneten NNTV kann nunmehr ein Vergleich, wenn man so will, ein Kosten-Nutzen-Vergleich angestellt werden, dessen Ergebnis die Autoren wie folgt in Worte fassen:

“Currently, our estimates show that we have to accept four fatal and 16 serious side effects per 100,000 vaccinations in order to save the lives of 2–11 individuals per 100,000 vaccinations, placing risks and benefits on the same order of magnitude.

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Das ist deftig.
Derzeit werden also 4 Tote und 16 mit erheblichen Nebenwirkungen in der Regel für den Rest ihres Lebens gezeichnete Menschen pro 100.000 Impfungen in Kauf genommen, um zwischen 2 und 11 Menschen durch die Impfung zu retten. Selbst wenn man den Maximalwert von 11 Geretteten pro 100.000 Impfungen annimmt, ist die Frage, ob es dafür lohnt, vier Menschen über die Klinge springen und 16 für den Rest ihres Lebens mit den Folgen, die von erheblichen Nebenwirkungen verursacht werden, leben zu lassen, keine ethische Frage mehr, sondern eine, die sich von selbst beantwortet. Wer ein solches Kosten-Nutzen-Verhältnis in Kauf nimmt, dem … [ergänzen Sie bitte für uns, wir sind gespannt].

Bleibt abschließend zu fragen, warum trotz dieser eklatant schlechten Leistungsbilanz, europäische Staaten in einer Impf-Hysterie schwelgen, die vorhersehbar in vielen davon ein totalitäres Ende nehmen wird?

Es gibt eigentlich nur drei Antworten, die uns darauf einfallen:

  1. Polit-Darsteller sind zu dumm und selbstverliebt und wissen nicht, was sie tun.
  2. Polit-Darsteller sehen nur die Impfung als Ausweg aus dem Loch, in das sie sich mit ihren idiotischen, vollkommen unangemessenen und weit überzogenen Maßnahmen gegen ein Coronavirchen selbst manövriert haben.
  3. Polit-Darsteller verfolgen eine ganz andere Agenda hinter der Impfagenda.

Coming Soon
Wie kann man die Impf-Hysterie erklären?
Wie kann man die Impf-Hysterie erklären?
Wie kann man die Impf-Hysterie erklären?

Dagan, Noa et al. (2021). BNT162b2 mRNA COVID-19 Vaccine in a Nationwide Mass Vaccination Setting. New England Journal of Medicine 384: 1412–1423.

Walach, Harald, Klement, Rainer J. & Aukema, Wouter (2021). The Safefty of COVID-19 Vaccinations – We Should Rethink the Policy. Vaccines.


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