Erwischt: Bundesregierung verschweigt Impf-Wirklichkeit

Christian Euler hat am 25. Juni einen Beitrag im Blog von Boris Reitschuster veröffentlicht, der mit “Bundesregierung verschleiert Daten zu Corona-Erkrankungen von Geimpften” überschrieben ist. Darin berichtet er von zwei Anworten der Bundesregierung auf gleichlautende Fragen des AfD-Abgeordneten Martin Sichert im Abstand von einem Monat. Während die Bundesregierung auf die Frage:

“„Wie viele Erstgeimpfte und wie viele Zweitgeimpfte sind der Bundesregierung bzw. dem Robert Koch-Institut und/oder dem Paul-Ehrlich-Institut bekannt, die nach der ersten bzw. zweiten Impfung positiv getestet wurden, wie viele Erst- bzw. Zweitgeimpfte erkrankten an Covid-19, wie viele davon wurden hospitalisiert, wie viele davon kamen auf eine Intensivstation und wie viele Erst- bzw. Zweitgeimpfte verstarben an den Folgen von Covid-19?“

vom beauftragten Mitarbeiter des Bundesgesundheitsministeriums im Mai noch so detailliert beantwortet wird, wie es notwendig ist, um die Frage zu beantworten, zeichnet sich die die Antwort im Juni vor allem dadurch aus, dass sie keine Antwort ist. Sie ist der Versuch, dadurch, dass scheinbar auf einen Teil der Frage geantwortet wird, den Eindruck zu erwecken, die Frage sei beantwortet, was sie natürlich nicht ist:

“„Das Robert Koch-Institut (RKI) definiert einen Impfdurchbruch als eine laborbestätigte COVID-19-Infektion mit Diagnosedatum mindestens 14 Tage nach Komplettierung einer vollständigen Impfserie. Mit Stand 11. Juni 2021 sind insgesamt 17.409 COVID-19-Fälle mit einem Impfdurchbruch unter den COVID-19-Meldefällen am RKI identifiziert worden. Davon waren 6.371 Personen im Alter von 18 bis 59 Jahre und 11.001 Personen im Alter von >=60 Jahre und 37 Personen im Alter <18 Jahre alt. Diese Daten müssen in Zusammenschau mit den Impfquoten in den jeweiligen Altersgruppen interpretiert werden. Aufgrund der Priorisierung, die wegen der limitierten Impfstoffmengen notwendig war, sind bis zum aktuellen Zeitpunkt der Kampagne deutlich mehr Personen im Alter über 60 Jahre geimpft worden.”

Was an dieser Antwort auffällt, ist zunächst, dass alle angefragten Angaben zu Erstgeimpften fehlen, sodann findet sich in der Antwort einer der alten Tricks, den auch die WHO gerade aus der Mottenkiste geholt hat. Man erfindet einen neuen Begriff oder noch besser, man nutzt bekannte Begriffe, z.B. Delta, ein griechischer Buchstabe, der in mannigfaltigem Gebrauch ist und verschleiert damit, das, was ursprünglich und mit b.1.617.2 im Falle von Delta eindeutig bezeichnet war. Es gibt nicht einen rationalen Grund dafür, die vorhandene Nomenklatur zur Bezeichnung von Varianten von SARS-CoV-2 zu verändern, der Verständlichkeit zum Ziel hat. Der einzige Grund, den es gibt, um eine eindeutige Benennung (b.1.617.2) in eine neue wischi-waschi-Benennung zu überführen lautet: Verschleierung.

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Die Einführung von “Impfdurchbruch” als “laborbestätigte (nicht etwa PCR-Test bestätigte) COVID-19 Infektion innerhalb von 14 Tagen nach der Zweitimpfung ist eine weitere dieser Verstaubten Manipulationen aus dem Rhetorikschrank für Arme (Marke: Wie Sie andere über den Tisch ziehen). Die manipulative Hoffnung, die sich mit dem Begriff “Impfdurchbruch” verbindet, ist mehrwertig:

Zum einen ist ein Durchbruch etwas, das die Assoziation von “Schutzwall” weckt, eine im Zusammenhang mit einer Impfung, deren aktueller Nutzen gering, deren aktuelle Effektivität umstritten, deren Langzeitfolgen unbekannt sind, vorteilhafte Assoziation, die genutzt werden soll, um Bürger zu Impfgläubigen zu verwandeln. Weiter ist ein Durchbruch ein Begriff, der bei denen, die sich nicht dafür interessieren, was gerade als “Impfdurchbruch” vom Erfüllungsgehilfen “RKI” definiert wurde, gar positive Assoziationen wecken kann, als Durchbruch bei der Lösung eines Problems. Sie sehen, der Begriff hat alle Zutaten, um die öffentliche Diskussion mit einer neuen Blackbox zu versorgen, die jeder dann nach Belieben füllen kann, so dass über Zeit niemand mehr weiß, dass ein Impfdurchbruch vorliegt, wenn ein Zweifach Geimpfter dennoch “laborbestätigt” an COVID-19 erkrankt (hier zählen also Symptome und kein positiver PCR-Test für sich, aber das nur am Rande) und vergessen wird, dass alle Erstgeimpften, die trotz Impfung erkranken, unterschlagen werden.

Derartige Taschenspielertricks sind mittlerweile das normale Repertoire einer Regierung, die am Rande der Illegalität balanciert, einer Regierung, die den Diebstahl von Grundrechten in einer Nacht- und Nebelaktion durchgeführt hat, Nuit et brouillard, wie Jean Ferrat einst gesungen hat.

Nun ist Täuschung gar nicht so einfach. Die vielen, die so gerne “Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe”, zitieren, einen Spruch, der fälschlicherweise Winston Churchill zugeschrieben wird (der aber zu intelligent war, um einen solchen Mist zu verbreiten), zeichnen sich allein dadurch, dass sie diesen Spruch anbringen, als Unkundige aus. Eine Statistik zu fälschen, das ist nicht einfach, es ist, um genau zu sein, kaum möglich. Es gibt zu viele Anzeichen, die die Fälschung deutlich machen. Die Sozialwissenschaften, also der Teil der Sozialwissenschaften, der empirisch und Wissenschaft und nicht Geschwätz ist, hat eine Vielzahl von Methoden erarbeitet, mit denen es möglich ist, Fälschungen auf die Spur zu kommen. Die meisten dieser Methoden nutzen statistische Verteilungen als Grundlage, um Abweichungen festzustellen, Abweichungen, die es z.B. ermöglichen, den Anteil von Spieler in einem Experiment zu bestimmen, die betrogen haben, weil sie sich in Sicherheit gewogen haben. Methoden, die es z.B. erlauben, Wahlbetrug festzustellen, wie wir es in diesem Beitrag beschrieben haben.

Vor allem der Vergleich gibt von Polit-Darstellern ungeahnte Möglichkeiten an die Hand, um Unregelmäßigkeiten und Unterschlagungen oder “abweichende Standards” zu identifizieren, abweichende Standards, auf deren Grundlage man dann feststellen kann, dass z.B. in Deutschland weniger adverse Nebeneffekte einer Impfung gemeldet werden als sich tatsächlich einstellen. Die folgende Abbildung stammt aus der Arbeit von Walach, Klement und Aukema, die wir gestern besprochen haben. Die Autoren geben dieser Abbildung nicht die notwendige Würdigung, deshalb tun wir das.

Abgebildet sind links die Anzahl der Berichte zu negativen Nebenwirkungen einer COVID-19-Impfung auf 100.000 Impfungen bezogen, rechts ist die jeweilige Anzahl durchgeführter Impfungen zu sehen. Das deutsche Wunder findet sich kurz vor dem Ende der y-Achse. In Deutschland gibt es die meisten Impfungen und die wenigsten Nebenwirkungen. Offenkundig ist der gleiche Impfstoff, der in Deutschland und all den Ländern oberhalb von Deutschland zum Einsatz kommt, in der Lage, wenn es um die Nebenwirkungen geht, nach Ländern zu unterscheiden und dann, wenn es sich z.B. um einen mRNA-Impfstoff handelt, zu sich zu sagen: “Du wirst hier in Deutschland verimpft, also halte Dich mit den Nebenwirkungen zurück. Leb’ Dich in Holland aus!”

Die Zahlen für Deutschland sind so unglaubwürdig, dass man sie nur als Wunder bezeichnen kann, wobei es sich um kein natürliches Wunder, sondern eher um ein Wunder handelt, das aus mehreren Einzelbestandteilen zusammengesetzt ist, aus a) Unterschlagen, aus b) Unwilligkeit von Ärzten, Nebenwirkungen als solche festzustellen und zu melden, als c) Verzögerung bei der Meldung und allerlei andere Formen, Daten mit einer Trägheit auszustatten, die ihre Veröffentlichung um Monate verzögert. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Es soll sogar vorkommen, dass Faxübermittlungen fehlschlagen oder eMails an die falschen Empfänger geschickt werden …

Und doch ist alles nutzlos, denn Vergleiche, wie der, den Walach, Klement und Auwema in ihrer Arbeit angestellt haben, bringen den Betrug ans Tageslicht. Gemessen an der Menge der Impfungen müsste sich Deutschland irgendwo zwischen den Niederlanden und Österreich am oberen Ende der y-Achse finden. Deutschland findet sich ganz unten, nur in der Slowakei, Rumänien, Liechtenstein und Polen gibt es weniger Impfnebenwirkungen per 100.000 Impfungen. 

Die Niederlande, die auf 100.000 Impfungen die meisten Nebenwirkungen berichten, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit das Land, das am sorgfältigsten und am genausten Nebenwirkungen erfasst und berichtet. Bei allen Ländern, die nach den Niederlanden kommen, vielleicht ab Lettland, kann man davon ausgehen, dass Meldungen über Nebenwirkungen nicht akkurat geführt, nicht korrekt berichtet, unterschlagen werden, denn die gleichen Impfstoffe können nicht unterschiedlich wirken, einfach deshalb nicht, weil Comirnaty oder moderna-1273 in der Regel nicht wissen, dass sie in Deutschland und nicht in Holland verimpft werden. Kurz: in Deutschland wird auf allen Ebenen betrogen. Was Euler in seinem Beitrag für Reitschuster berichtet, ist eine Facette dieses Betrugs. Die Bundesregierung, das kann man wohl mit hoher Validität feststellen, belügt ihre Bürger.

Warum?
Die Frage reichen wir an Sie weiter.


Walach, Harald, Klement, Rainer J. & Aukema, Wouter (2021). The Safefty of COVID-19 Vaccinations – We Should Rethink the Policy. Vaccines.



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