Euer schönes Wetter kotzt mich an! Strom aus der Luft, und die mit den Affen tanzen – Wahl zum Denkbehinderten der Woche

Leicht ist es nicht.
Sie müssen sich das so vorstellen: Wenn wir diesen Post beginnen, die Vorstellung der Aspiranten auf den Titel “Denkbehinderter der Woche” starten, dann haben wir uns in der Regel durch mehr als 2 Dutzend Vorschläge gelesen und sind entsprechend in einem Stadium zwischen Schock, Panik, angesichts der Wahrscheinlichkeit, diesen oder vergleichbaren Leuten im täglichen Leben zu begegnen und defätistischer Heiterkeit angekommen, wie sie einst Bernhard Nauck in dem Satz “Die deutsche Soziologie ist nicht besser” zusammengefasst hat, wohlgemerkt als Reaktion auf Bewerber auf die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters.

Die acht Kandidaten, die wir Ihnen heute zur Wahl stellen, sind ein repräsentatives Abbild des Wahnsinns, der im öffentlichen Leben nicht nur in Deutschland grassiert, jenem öffentlichen Leben das einen US-Präsidenten erträgt, der seinen Eintrag ins Kondolenzbuch in Buckingham Palace von einem mitgebrachten Zettel, auf dem deutlich zu lesen ist: “Proposed Message for Queen Elisabeth II …” abkopiert – oder, wie es im Telegraph beschrieben wird:

“He pulled the note from his suit pocket, placed it next to the book of condolence and copied it out. The note, partially visible to the camera, was entitled “Proposed Message for Queen Elizabeth II, and highlighted her “enduring… devotion” to her subjects. “

So ist das, wir haben uns längst daran gewöhnt, dass Irre, Demente und andere Vertreter geistiger Behinderung in der Öffentlichkeit, nein, in öffentlichen Ämtern zu finden sind.
Die diversifizierte Gesellschaft hat die geistige Behinderung normalisiert.

Steigen wir also ein, in die neue Normalität angeblich moderner Gesellschaften und beginnen den Reigen der Kandidaten mit Stephan Harbarth.

Ha.
Sie denken wohl, wir kopieren jetzt einen Text, den wir schon veröffentlicht haben, und nehmen Harbarth in den Kreis der Aspiranten ein, weil er die Freiheit dadurch schützen will, dass er sie einschränkt. Ein klassischer Widerspruch, der in den letzten Wochen so häufig von Leuten zu hören war, die sich auf öffentlichen Positionen herumdrücken, dass man sich fragt, wer diese konzertierte Verdummungsaktion orchestriert und ob der, der sie orchestriert, sich einen Spaß mit Bürgern oder mit den öffentlichen Marionetten macht, denen er diesen Bullshit in den Mund legt oder ob er selbst so hohl ist.

Nein, das ist nicht der Grund für uns, Stephan Harbarth als Startnummer 1 zu führen. Und wenn Sie denken, Harbarth wäre in seinem Potential, das Amt, das er inne hat, zur Unkenntlichkeit zu verstümmeln, auf Blödsinn wie den bereits genannten und hier besprochenen beschränkt, dann haben Sie sich getäuscht.

Denn in der Rede, aus der die Idee der Einschränkungsfreiheit stammt, gibt es noch andere Schoten:

“Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, betrachtet die Veränderung des gesellschaftlichen Diskurses durch neue Medien mit Sorge. „Auch wenn sie in mancher Hinsicht unser Leben bereichern, begünstigen sie das Spontane, Vorläufige, Verkürzende, auch das Verletzende“, sagte der 50-Jährige am Mittwochabend in seiner Rede „Rechtsstaat in bester Verfassung?“ vor dem Übersee-Club in Hamburg.

Die Anonymität des Internets befördere Verrohung. Der Erfolg eines Beitrags verhalte sich nicht selten proportional zum Ausmaß der durch ihn bewirkten Emotionalisierung, betonte Harbarth und fügte hinzu: „Der Algorithmus eröffnet Filterblasen und Echokammern und erzeugt so geschlossene Weltbilder, die zur kommunikativen Radikalisierung beitragen.“

Zunächst lernen wir, dass “spontan” schlecht ist, vorläufig auch, verkürzt sowieso und verletzend, aber natürlich.
Und dann kommt es: Ein Algorithmus, der Filterblasen eröffnet, erzeugt dadurch, dass er Filterblasen eröffnet, “geschlossene Weltbilder”, die wiederum radikalisieren. Vergessen wir den Catch-Word Unfug und bleiben bei den erstaunlichen Fähigkeiten des “Algorithmus”, der dadurch, dass er eine Filterblase öffnet, also einen jeder Orte, an dem Leute mit ihrem geschlossenen Weltbild im eigenen Saft braten, sonst wäre es keine Filterblase, erst dazu führt, dass das nun geöffnete geschlossene Weltbild zum geschlossenen Weltbild werden kann.

Logik und Juristen, das war schon für Egon Schneider ein Oxymoron, weshalb er das ihm Menschenmögliche getan hat, diesen Widerspruch zu lösen. Genutzt hat es wenig, wie man daran sieht, dass mit Stephan Harbarth einer im Bundesverfassungsgericht einsitzt, der offenkundig die oxymorale Tradition, die Logik und Juristerei verbindet, aufrecht erhalten will – vermutlich nicht bewusst, vermutlich als unbeabsichtigte Folge davon, dass Harbarth wie so viele der schwätzenden Klasse Worte nutzt, um Sätze zu bilden, nicht dazu, etwas zu sagen. Nicht Information, nein Emotion trägt sein Bemühen, leicht erkennbar an Worten wie “Filterblase”, “Echokammer” [Was ist eigentlich der Unterschied zwischen beiden?], “Radikalisierung”. Fast dass man den Eindruck gewinnen könnte, Harbarth ist aus seiner filterblasenden Echokammer in Karlsruhe aufgetaucht, um mit einer Emotionalisierung zur “kommunikativen Radikalisierung” beizutragen.

Harbarth ist unsere Startnummer 1.


Startnummer 2 trägt Oliver Schwedes.

Haben Sie schon einmal von “Oliver Schwedes” gehört?
Nein?
Nun, es gibt nicht viel zu wissen, über den “Mobilitätsforscher” von der TU-Berlin.
Das:
reicht schon, um zu wissen, dass wir es nicht mit einem Wissenschaftler zu tun haben, sondern mit einem Missionar, einem Klimabeselten, der das Heil, das er in der Klimawahrheit gefunden zu haben glaubt, anderen aufzwingen will. Schwedes ist somit näher bei den Angehörigen der Heiligen Inquisition als bei Wissenschaft, ein Überzeugungstäter, der aus dem, was er für gewiss hält, das Recht ableitet, anderen ins Leben zu pfuschen und vorschreiben zu können, was sie zu tun und zu lassen haben. Für manche ist sowas attraktiv. Zumeist für Leute, die den Milgram-Test auf Autoritätshörigkeit mit Bravour bestanden hätten.

Falls Ihnen der Schnipsel oben nicht reicht, um zu wissen, woran sie mit Schwedes sind, dann haben wir noch etwas aus der Kreiszeitung:

“Der Mobilitätswissenschaftler [Oliver Schwedes] von der Technischen Universität Berlin hat das Forschungsprojekt „Pull & Push – Gut und Böse“ ins Leben gerufen. Darin soll untersucht werden, mit welchen kombinierten Maßnahmen eine nachhaltige Verkehrspolitik am besten umsetzbar ist. Diese sollte sich Schwedes zufolge „nicht mehr am Wohl des Autofahrers“ orientieren, sondern am Klimawandel.

Denn: Die Verkehrswende in Deutschland geht dem Forscher nicht schnell genug voran. Sie stagniert.

[…]

„Die Zeiten, in denen das Auto den Vorrang vor allen anderen Verkehrsmitteln hat, sind vorbei“, ist Schwedes sicher. Von der Politik fordert er mehr Mut, die attraktiven Angebote, mit denen Autofahrer zur Bahn und dem ÖPNV gezogen werden sollen, konsequent mit Verordnungen zu kombinieren, die ihm die Freude am Autofahren nehmen. „Das private Autofahren muss finanziell unattraktiv werden“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Wissenschaft sei sich einig über den positiven Effekt dieser Pull- und Push-Methoden für die Verkehrswende.

MIttlerweile ist es soweit, dass die Kultisten des Klimas gar nicht mehr versuchen, ihren Kult zu verstecken und als Wissenschaft zu tarnen. Sie treten ganz offen mit Bewertungen wie “gut” [ÖPNV] und “böse [Auto] an, um ihre Heilslehre zu verbreiten, sehr aggressiv zu verbreiten. Privates Autofahren, eine Handlung, die sich bereits duch die Bestimmung “privat” als eben das, privat auszeichnet, was heißt, Leute wie Schwedes haben die Finger davon zu lassen, hieße, in einer normalen Welt. Aber wir leben ja in keiner normalen Welt, wir leben in einer, in der Leute wie Schwedes, der Gute, Amok laufen können, gegen die Klima-Ungläubigen und die Sünder, die private Verhaltensweisen an den Tag legen, die ihm nicht passen, vor dem Hintergrund seines Klimaglaubens nicht passen. Dass er die Wissenschaft in diesem Zusammenhang für sich ins Feld zu führen können glaubt, stellt, wenn man so will, eine historische Kontinuität dar, denn der Missbrauch von Wissenschaft durch Kultisten hat eine lange Tradition.

Wechseln wir kurz die Baustelle: Wer erinnert sich noch an die Rassentheorie, ein anderer Glaube, der für sich den Status von Wissenschaft reklamiert hat und dessen Vertreter durch besonders aggressives Missionieren aufgefallen sind. Auch damals hat der Staat zunächst versucht, durch freiwillige Regelungen, leichten Druck im öffentlichen Leben, den man heute als Nudging bezeichnen würde, Menschen zu Verhaltensänderungen zu bewegen, Deutsche daran zu hindern, sich mit Juden abzugeben. Als das nicht geklappt hat, kamen, wie bei der Frauenquote, die gesetzlichen Regelungen in Form der Nürnberger Rassegesetze. Als auch diese keine Lösung im Sinne der Vorstellung des Arier-Kults gebracht haben, kamen die ersten Ideologen  auf die Idee, zwischen “gut”. also Deutsch und “böse” zu unterscheiden und diese Unterscheidung zur Grundlage ihrer Hetzjagd auf private Entscheidungen wie die Heirat zu machen und diese Hetzjagd systematisch durch entsprechende Ausweise, die mit entsprechenden Restriktionen privater Handlungsmöglichkeiten einhergegangen sind, auszuweiten, bis dann die Einsicht kam, dass die Zeiten, in denen die Juden das Recht auf Leben in Deutschland hatten, vorbei sind. Das Ende ist bekannt. Die meisten Wege führten danach nach Auschwitz.

Angesichts der Häufung von Denkbehinderten, die ihren Glauben zur Wahrheit erklären, für ihre Wahrheit ausgerechnet eine wissenschaftliche Basis reklamieren, also den Beleg im Antidot zum Glauben suchen, angesichts der Vielzahl von Leuten, die nicht in der Lage sind, die formale Übereinstimmung ihrer Versuche anderer Menschen Leben zu beeinträchtigen, mit den bereits geschichtlich verbrieften Versuchen totalitärer Vorgänger in Verbindung zu bringen, ist Schwedes sicher nichts Besonderes, aber er ist der erste, dem das Verdienst zukommt, die Übernahme der Wissenschaft durch Glaubenskrieger für alle im Titel eines angeblichen Forschungsprojekt dokumentiert zu haben: “Pull & Push – Gut und Böse“.

Oliver Schwedes ist unsere Startnummer 2.


Startnummer 3 trägt Özden Terli, der Wetter-Journalist beim ZDF spielt. Indes, angesichts der kognitiven Krise, in der sich der deutsche Journalismus befindet, eine Krise, die Züge eines kognitiven Notstands trägt, zu denen wir unten zurückkommen, wollen wir gar nicht mehr von Journalist sprechen, denn damit verbindet sich nach wie vor die Vorstellung von Informationsvermittlung. Nein, angesichts der Informationsbrache, die in MS-Medien heute herrscht, angesichts der tiefgreifenden Ausbildungskrise, die offenbart, dass es offenkundig keinerlei Auswahlkriterien für “Journalisten” mehr gibt, jedenfalls keine, die sich entfernt mit Kompetenz und Bildung in Verbindung bringen ließen, sprechen wir auch dann, wenn ein Beitrag in MS-Medien einmal ein guter Beitrag ist, nicht mehr von einem guten Beitrag, sondern von  der einen Schwalbe, die noch keinen Sommer macht, so wie Terli das tut:

Mainz – Der Wetter-Journalist Özden Terli berichtet bereits seit Jahren über das Wetter. Bekannt ist Terli aus dem ZDF, in dem er das Wetter präsentiert. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärte er, weswegen er Wetterereignisse in einen größeren Kontext stellen wolle und diesen erklären möchte. Dies bedeutet auch, dass strahlender Sonnenschein und hohe Temperaturen nicht mehr unbedingt etwas Schönes sein müssen.

„Mitten in der Klimakrise muss man Hitzetage anders beleuchten, da reicht es nicht zu sagen: Juhu, wir gehen alle ins Schwimmbad“, sagt Terli. Er spreche aus diesem Grund nicht mehr von schönem Wetter, denn an vertrockneten Wiesen und leidenden Bäume gäbe es nicht[s] Schönes.

[…]

Auf die Frage hin, ob Terli sich als Aktivist bezeichne, antwortete er mit „nein“. „Wissenschaftliche Fakten sind nicht politisch. Der Klimawandel ist Realität. Das ist unsere Lebensgrundlage, die sich da gerade verändert.“

Sie sehen, es ist alles eine Frage des Rahmens.
Das ist Soziologen lange bekannt.
Harold Garfinkel hat einst eine Arbeit über einen Mann geschrieben, der – wenn der in seinem Rahmen vollkommen logische Aussagen, die zudem mit einander verbunden waren, getroffen hat. Indes war die damalige Mehrheit der Bevölkerung der Ansicht, das in sich geschlossene Weltbild des Mannes, der sich als Supermann, der von staatlichen Agenten verfolgt wird, gesehen hat, passe nicht in den Rahmen dessen, was Normalität konstituiert, weshalb er in einem Irrenhaus untergebracht worden ist.

Heute sind wir einen Schritt weiter.

Heute wird das Offensichtliche hinterfragt. Wenn schönes Wetter ist, jeder sagen würde, dass schönes Wetter ist, angenehme Temperaturen, Sonne satt und ein milder Wind, ein Wetter wie wir es aus unserer Jugend kennen, lange Nächte mit Bier im Garten, bei angenehmen 20 Grad Celsius, dann ist kein schönes Wetter, denn Terli, der Mann der weiß, dass das Klima uns mit schönem Wetter über die Krise, in der es sich befindet, hinwegtäuschen will, sieht kein schönes Wetter, er sieht ein Klima, das absichtlich täuscht, das Menschen in Sicherheit wiegt, um sie dann, wenn sie nichtsahnend in der Sonne liegen und dieselbe genießen, mit Klimawandel zu bestrafen, Klimawandel, den man ebenso wie die Klimakrise, in der wir uns befinden, nach Terli befinden, an schönem Wetter erkennt, das schöne Wetter, hinter dem ungläubige Menschen, nicht in die finsteren Pläne des Klimas Eingeweihte eben das erkennen: schönes Wetter. Sie wissen schon, Sonne, Wärme, Wasser, Bier, schönes Wetter eben.

Nein, kein schönes Wetter.
Ob sich Terli auch vom staatlichen Institutionen verfolgt fühlt?
Betrand Russell fand es einst beunruhigend, wenn man den Verrückten, der sich für ein Rührei hält, nur deshalb ablehnen kann, weil er in der Minderheit ist.
Was Russell nicht bedacht hat: Was, wenn sich das Rührei in der Mehrheit wähnt?

Özden Terli ist unsere Startnummer 3.


Bei Norbert Fenkter haben wir lange überlegt, ob wir ihn aufnehmen sollen oder nicht.

Den Ausschlag hat schließlich die Naivität gegeben, die ja auch eine Form der Denkbehinderung darstellt, die Fenkter in seiner Aufforderung an Vermieter, zu überlegen, wie man Mietern helfen könne, an den Tag legt.

Deshalb ist Fengter unsere Startnummer 4.

Denn er bringt wie nur wenige, diese Leidensfähigkeit zum Ausdruck, die manche Leute auszeichnet, Leute, die sich zu willigen Untertanen einer Regierung erklären, die den Affen mit ihnen macht. Weil sie, diese Leute, Leute wie Fenkter, aber von sich der Ansicht sind, dass sie unter denen, mit denen der Affe gemacht wird, noch diejenigen seien, mit denen weniger der Affe gemacht wird als mit anderen, deshalb sehen sie sich dazu berufen, andere, mit denen der Affe gemacht wird, dazu aufzurufen, wieder anderen, mit denen auch der Affe gemacht wird, aber weniger als mit ihm und den zuerst genannten Anderen nach Ansicht von Fenkter, unter die Arme zu greifen, damit der Tanz derjenigen, mit denen der Affe gemacht wird, auch anmutig und im Takt ist und die Regierung keinen Grund hat, davon abzusehen, mit ihren Bürgern den Affen zu machen.

Deshalb ist Norbert Fenkter unsere Startnummer 4.


Von Keynesianer geht das Gerücht, dass sie der Ansicht sind, man könne sich aus Schulden durch das Machen neuer Schulden herauskaufen. Eine Ansicht, die einst John Maynard Keynes als oberster Finanzierer der britischen Kriegswirtschaft im Ersten Weltkrieg in die Tat umgesetzt hat. Und in der Tat war Großbritannien am Ende des Ersten Weltkriegs auch am Ende der eigenen Zahlungsfähigkeit. Geldwertverlust war das Problem, das den geschlossenen Kreislauf der britischen Kriegswirtschaft, den Keynes geschaffen hatte, immer kleiner hat werden lassen…

Dieser Geburtsfehler der Keynesianischen Ökonomie, ihr Scheitern in Anwendung, das sie mit dem Entwurf von Karl Marx gemeinsam hat, es verfolgt die Keynesianer mindestens in der selben Weise, wie die Fehlinterpretation von Say’s Law, die Keynes vorgenommen hat, vornehmen musste, weil er Jean Babtist Say – wie Thomas Sowell eindrücklich gezeigt hat –  entweder nie gelesen oder nicht verstanden hat.

Wie dem auch sei, seither hadern die Keynesianer mit der Realität und haben eine Reihe von sprachlichen Haarspaltereien entwickelt, um dieses Scheitern zu einem fast-Erfolg zu machen. Und damit sind wir bei Peter Bofinger, der Robert Habeck verteidigt. Habeck, der gesagt hat, er könne sich vorstellen, dass “bestimmte Branchen … aufhören zu produzieren … nicht insolvent werden”. Nach einer Reihe von Sätzen gelangt Habeck dann schließlich zu der Einschätzung, dass bestimmte Geschäfte, z.B. Bäcker, wegen Kaufzurückhaltung nichts mehr verkaufen. “Dann sind die nicht insolvent”, so belehrt er, “hören nur auf, zu verkaufen”. Es könne sein, dass sich bestimmte Geschäfte z.B. Bäckereien nicht mehr rentieren.:

Dazu spaltet nun Bofinger das keynesianische Haar und verteidigt Habeck mit der Aussage, dass ein Bäcker, der wegen zu hoher Kosten schließe, nicht insolvent sei. Juristisch hat er damit vermutlich recht, wobei diese Haarspalterei an der Tatsache, dass die Bäckerei geschlossen hat und deshalb zu ist, wenig ändert. Verändert ist nur die Situation für Gläubiger, die, weil der Bäcker geschlossen hat, ohne Insolvenz anzumelden, wohl ihre Außenstände eintreiben können, wenn nicht, dann ist der Bäcker insolvent. Nichts desto trotz ist die Bäckerei zu und für die Konsumenten ändert sich im Vergleich zu Habecks Geschwätz so wenig, wie sich für die Angestellten ändert. Erstere müssen ihr Brot woanders kaufen, Letztere sind arbeitslos, und Bofinger hat in der Weise Recht, in der Keynesianer immer Recht haben, Operation wäre gelungen, wenn Patient nicht verstorben wäre.

Peter Bofinger ist unsere Startnummer 5.


Er ist wieder da.
Karl Lauterbach!
Wir haben ihn seit Wochen ignoriert. Aber diese Woche hat uns der nicht vorhandenen Charme seines dummen Geredes einmal mehr derart erschreckt, dass wir ihn quasi aus Notwehr in die Auswahl aufgenommen haben.

Faszinierend!
Eine FFP2-Maske wirkt gegen Omikron besser als gegen Delta, weil Omikron ansteckender ist als Delta und deshalb eine FFP2-Maske notwendig ist, wie Lauterbach behauptet, um ein Ansteckung zu verhindern. Indes die Größe der Partikel, die in der Lage sind, durch die Luft zu schweben und SARS-CoV-2 dabei Huckepack mitzunehmen, sie hat sich von Delta nach Omikron nicht verändert und die Unfähigkeit von Masken, ihre Träger vor dem Einatmen solcher Partikel zu schützen, FFP2 oder nicht, auch nicht.

Die Tabelle stammt aus:

Lee, Byung Uk (2020). Minimum sizes of respiratory particles carrying SARS-CoV-2 and the possibility of aerosol generation.” International journal of environmental research and public health 17(19): 6960.

Es reicht somit bereits ein Mikrometer, also 0,000001 Meter Partikelgröße aus, um SARS-CoV-2 zu transportieren. Keine Maske der Welt ist in der Lage, solche Partikel zu blocken. Indes, dass Omikron eine ansteckendere Variante als Delta ist, vermeintlich, das hat auch gar nichts damit zu tun, dass mehr Omikron-Partikel unterwegs sind, weshalb man Menschen ersticken muss, um sie vor Ansteckung zu schützen, sondern damit, dass SARS-CoV-2 / Omikron erfolgreicher darin ist, menschliche Zellen zu infizieren als SARS-CoV-2 / Delta.

Lauterbach redet einmal mehr Unfug.
Einmal mehr stellen wir fest, dass Unfug normalisiert wurde, dass es zur Normalität geworden ist, Leute wie Lauterbach, die Unfug verbreiten, in der Öffentlichkeit zu sehen und zu dulden.

Karl Lauterbach ist unsere Startnummer 6.


Jana Genth, ARD-Studio Johannisburg, ist unsere Startnummer 7.

Genth ist einer der Indikatoren, die belegen, dass Intelligenz und Kompetenz bei der ARD keine Einstellungskriterien zu sein scheinen. Auch Kenntnisse in Physik, z.B. des Energieerhaltungssatzes, Sie wissen schon, geschlossene Systeme, die zudem reibungsfrei sind, halten die Summe ihrer Energien konstant, gehören nicht dazu.

Diese Kenntnis hätte Genth aber dabei geholfen, nicht auf den Erfinder “Maxwell Chikumbutso” hereinzufallen. Chikumbutso, sitzt in Simbabwe und erfindet Geniales, wie Genth meint, ein Fernsehgerät, das nicht nur keinen Strom verbraucht, nein, das Strom generiert, aus Luftwellen, aus der Luft [dazu gleich]. Tesla ist in Afrika auferstanden, aber die Erfindung, die die Freude von Genth geweckt hat, sie wird im Westen nicht anerkannt. Nein, im Westen will man nichts wissen, von dem Fernsehgenerator, der keinerlei Antriebsmittel, keinen Wind, keine Sonne, kein Benzin benötigt, um dennoch Strom zu liefern. Genial, aber nicht marktfähig. Ein Jammer:

Die unglaubliche Erfindung, von der sich Genth die Lösung der europäischen Energiekrise erhofft, sie wird nicht nur im Westen ignoriert, nein, Westler machen sich lustig, nicht über die Erfindung, nein, über Genth, die einem Betrüger, vielleicht auch einem Satiriker auf den Leim gegangen ist. Der Genth-Beitrag, den die ARD so stolz auf ihrer Seite präsentiert hat, ist mittlerweile gelöscht. Wer ihn lesen wil, muss ins Archiv.

Zu dumm, wieder kein perpetuum mobile, wieder kein Strom aus dem Nichts, wieder keine spontaneous combustion der Spinner, die an sie glauben. Einfach nur eine Startnummer, 7, Startnummer 7, bei der Wahl zum Denkbehinderten der Woche, Jana Genth, die in Physik offensichtlich nicht anwesend war, hat sie dennoch redlich verdient, mit redlicher Dummheit finanziert durch ihre Gebühren.


Aber selbst Genth kann man noch steigern.
Genth 2.0 heißt Dirk Ulrich Kaufmann, Redakteur Deutsche Welle:

“Strom aus der Luft
Ein Erfinder aus Simbabwe hat einen über Funkwellen betriebenen Fernseher entwickelt. Mit dem Gerät kann man – ohne externen Strom – fernsehen oder Energie für andere Elektrogeräte bereitstellen. Das ist eine tolle Idee, die auch schon umgesetzt wird. Doch durchgesetzt hat sie sich noch nicht. Das habe, klagt der Erfinder, auch mit einer großen Portion Rassismus zu tun.”

Es gibt zwar keinen Strom aus der Luft, aber Kaufmann ist offenkundig in der Lage beim Deutschlandfunk Rassismus aus Luft zu machen. Invokation nennt sich das. Sie müssen nur bereit sein, überall Rassismus sehen zu wollen, weil das neuronale Durcheinander, das Sie Gehirn nennen, Rassismus denkt, morgens, mittags und abends, aus purer Verzweiflung, weil dieses Gehirn zu nichts anderem als ideologischem Schmarrn fähig ist.

Um ideologischen Schmarrn anzurühren benötigen sie die folgenden Zutaten:

Einen Schwarzen, nein, einen Afrikaner,  nein, einen Black, nein einen aus der Menge der PoCs, nein einen Erfinder aus Simbabwe [wer unter denen, denen in Schulen jede Form von Bildung verweigert wird, weiß noch, das Simbabwe vornehmlich von Schwarzen, nein Afrikanern, nein Blacks, nein Pocs, also Schwarzen bewohnt wird]. Weiter benötigen Sie “eine tolle Idee”, die sich von Afrika aus im Westen nicht durchsetzt.

Und schon ergibt beides bei Kaufmann Rassismus.
Bei uns ergibt beides Denkbehinderung. Die Gründe finden sich bei Genth.

Kaufmann ist unsere Startnummer 8.


Leicht ist es nicht.
Aber während wir uns jetzt zurücklehnen können, stehen Sie vor der Qual der Wahl.
Wem geben Sie Ihre eine Stimme:

  • Stephan Harbarth: geschlossene Systeme werden erst durch Öffnung geschlossene Systeme?
  • Oliver Schwedes: Die Zeiten, in denen private Entscheidungen privat waren, sind vorbei?
  • Özden Terli: Euer schönes Wetter kotzt mich an?
  • Norbert Fengter: Mach mit mir den Affen?
  • Peter Bofinger: Wer sich seinen Betrieb nicht leisten kann, ist deshalb nicht pleite?
  • Karl Lauterbach: Bei selber Partikelgröße sind andere Masken notwendig?
  • Jana Genth: Physik? Wer braucht Physik?
  • Dirk Ulrich Kaufmann: Wer Physik voraussetzt ist ein Rassist.

Wir beneiden Sie nicht.

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Es kam, wie es kommen musste: Robert Habeck hat mit seiner Erkenntnis, dass ein Betrieb, der, weil niemand mehr dort kaufen kann oder will, schließen muss, nicht pleite sei, das Rennen gemacht: 555 Leser (49,5%) sahen die Aussage als eines Denkbehinderten der Woche würdig. Platz 1 war Habeck somit nicht streitig zu machen.

Im innerparteilichen Wettbewerb musste sich Ricarda Lang mit einem zweiten Platz zufrieden geben. Ihre willkürlich dahingeworfene Wortfolge, die an das Kind erinnert, das mit hochrotem Kopf und angehaltener Luft den Fuss aufstampft und feststellt: Ich heitze nicht mit Kohle und sitze auch gerne im Dunkel, hat 224 Leser (20%) überzeugt. Kurz dahinter landete Barbara Schöneberger mit ihrem Wunsch, Robert Habeck möge ihr doch etwas verbieten. 134 Leser (12%) fanden das überzeugend.

Die weiteren Plätze:

  • Marcel Fratzscher (75 Stimmen, 6,7%);
  • Graham Weale (38 Stimmen, 3,4%);
  • Matthias Quent (35 Stimmen, 3,1%);
  • Jürgen Dörschner (33 Stimmen, 2,9%);
  • Johannes Rauch (27 Stimmen, 2,4%);

Wenn Sie noch einmal im Einzelnen nachlesen wollen, womit sich unsere Aspiranten der letzten Woche empfohlen haben, dann können Sie das hier tun.



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26 Comments

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