Bundesprogramm “Demokratie verleben!”: Islamfeindlichkeit bekämpfen, Schwätzperten durchfüttern!

Parteien, Ministerien und Regierung sind darum bemüht, deutsche Lande zu schaffen, die dem Paradies gleichen: Niemand wird diskriminiert, niemand, wegen seiner Hautfarbe dumm angemacht, niemand wird benachteiligt, alles ist quotiert, alle sind gleich, Chancen- und Ergebnisgleich. Es ist die wahre Hölle, also ein sozialistisches Paradies.

Auf dem Weg in dieses Paradies stört derzeit u.a. die Islamfeindlichkeit. Das hat die LINKE entdeckt.
Wir zitieren:

“Islam- und Muslimfeindlichkeit hat in Deutschland in den letzten Jahren in Denkmustern und Taten massiv zugenommen. Fast 60 Anschläge auf und Schändungen von Moscheen und anderen islamischen Einrichtungen wurden im Jahr 2017 in Deutschland gezählt; über 1 000 islamfeindliche Straftaten wurden im Jahr 2017 gemeldet (Bundestagsdrucksache 19/1622). Im Jahr 2018 wurden nach vorläufiger Auswertung bisher 813 islamfeindliche Straftaten gemeldet, die Zahl der gemeldeten Körperverletzungen ist gestiegen (Bundestagsdrucksache 19/8409).



Aufmerksame Leser werden bemerkt haben: Weniger ist wieder mehr: 1000 “islamfeindliche Straftaten” im Jahr 2017 sind offenkundig für die LINKE weniger islamfeindliche Straftaten als 813 im Jahr 2018, denn nur dann kann die Behauptung “Islam- und Muslimfeindlichkeit hat in Deutschland in den letzten Jahren … in … Taten massiv zugenommen” aufrechterhalten werden. Entweder, weniger ist für die LINKE mehr oder die Behauptung “hat massiv zugenommen” ist schlicht falsch. Was soll es sein: Irrsinn oder Falschheit (Lüge)? Einmal mehr findet sich eine beeindruckende Freude an hohen Zahlen hinter denen sich menschliches Leid verbirgt. Linke werden von einer morbiden Menschenfeindlichkeit getrieben, wie man feststellen muss.

Zitieren wir weiter:

“Musliminnen und Muslime erfahren Diskriminierung im Alltag, auf dem Arbeitsmarkt, in der Bildung, in Behörden sowie auf dem Wohnungsmarkt und im Dienstleistungssektor. Insbesondere Frauen mit Kopftuch sind von Diskriminierung und Gewalt betroffen. Im Grundrechte-Bericht 2018 der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte heißt es im Kapitel „Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung“, S. 6: „Einschränkungen beim Tragen bestimmter religiöser Symbole oder Kleidungsstücke als Ausdruck religiöser Identität am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum, die vor allem muslimische Frauen betreffen, waren nach wie vor ein wichtiges Thema.“

Die Frage, ob LINKE bewusst lügen oder selbst so wirr sind, dass sie ihre Lügen glauben, drängt sich immer mehr auf. Behauptet wird, dass “Frauen mit Kopftuch” besonders von Diskriminierung UND Gewalt betroffen seien. Belegt wird, dass jemand geschrieben hat, dass “Einschränkungen beim Tragen bestimmter religiöser Symbole” ein “wichtiges Thema” seien. Offenkundig ist auch hier mit der LINKEn die Freude, die offenbar aus der Vorstellung gewonnen werden kann, dass “Frauen mit Kopftuch” besonders von Gewalt betroffen seien (im Vergleich zu wem auch immer), durchgegangen.



Besonders fantasievoll erweisen sich die LINKEN im Bundestag, wenn es darum geht, Verbindungen, die außer Ihnen niemand sieht, herzustellen:

“Die von einigen politischen Akteuren gezielt beförderte Angst vor einer „Überfremdung“ durch den Islam oder gar vor einer Hegemonie des Islams im öffentlichen Raum („Islamisierung“) hat zudem zu Fehlwahrnehmungen geführt. So schätzten die Deutschen in einer Befragung des Ipsos-Instituts (2019) den Anteil von Musliminnen und Muslimen in der Bevölkerung im Schnitt auf 21 Prozent, tatsächlich beträgt er etwa 6 Prozent (Pew Research Center 2016)”

Die Verbindung zwischen der “gezielt beförderten Angst vor einer Überfremdung” und einer falschen Schätzung des Anteils der Muslime, dessen korrekte Zahl die LINKE ausgerechnet mit einem Datum belegen will, das aus dem Jahr 2016 stammt, ist krude Manipulation, denn eine Untersuchung dazu, ob eine “Angst vor Überfremdung” dazu führt, dass die Anzahl der Muslime in Deutschland überschätzt wird, gibt es nicht. Tatsächlich liegt der Anteil der Muslime derzeit wohl bei 10%, Tendenz steigend.

Die Ausführungen der LINKE, die wir der Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der LINKE im Bundestag mit dem Titel “Antimuslimischer Rassismus und Diskriminierung von Muslimen in Deutschland” entnommen haben, mündet in eben diesen Blödsinn des “antimuslimischen Rassismus”, Blödsinn deshalb, weil damit Konfession, also ein frei wählbares Merkmal zu einem Merkmal erklärt wird, das biologischen Ursprungs ist, auch wenn man heute nicht mehr von Rasse sondern von Haplogruppen spricht, schon um nicht mit all den Irren verwechselt zu werden, die den Begriff der Rasse politisch missbrauch und sinnentlehrt haben.

Kein Unfug ist jedoch groß genug, als dass er nicht dazu benutzt würde, Steuerzahler zu schröpfen.

Damit sind wir bei “Demokratie [ver]leben!” angekommen, einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Schwätzperten aller Art, die sich der wichtigen Aufgabe verschrieben haben, die Deutschen zum richtigen Denken zu erziehen und den Weg in das oben beschriebene Paradies der Gleichen, also der Ununterscheidbaren, der Klone, zu ebnen.

431,5 Millionen Euro, fast eine halbe Milliarde Euro sind von 2015 bis 2019 im Bundesprogramm “Demokratie [ver]leben!” verschleudert worden. Wofür, darüber hat niemand einen Überblick. Mit welchem Ziel: Gutes tun. Mit welchem Ergebnis: Das weiß niemand. Das interessiert auch niemand. Ob es nach einem Projekt gegen Rechtsextremismus weniger rechtsextreme Einstellungen, nach einem gegen Rassismus, weniger Rassismus, was auch immer damit gemeint sein mag, gibt, ob Vorbeugung gegen Islamfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit vorbeugt, das weiß niemand, das wird nicht untersucht, denn in “Demokratie [ver]leben!” geht es nicht um Effizienz und sinnvollen Einsatz von Steuergeldern. Es geht darum, ein Heer von Schwätzperten in sinnlosen Projekten für noch sinnlosere Tätigkeiten zu bezahlen und auf Kosten von Steuerzahlern durchzufüttern und vor dem Gang zum Jobcenter zu bewahren.



Wir haben aus der oben genannten Anfragen ein paar “Highlights” entnommen, damit zumindest die Leser von ScienceFiles wissen, wofür das Geld, das ihnen weggesteuert wird, verschwendet wird.

Los geht’s:

Zur Übersetzung: Innovativer Themen- und Methodenansatz meint in der Regel, das Thema ist so abseitig, dass es nur besonderen “Spezialisten” überhaupt einfallen kann. Ein innovativer Methodenansatz liegt meist dann vor, wenn das, was hinten rauskommt, sofern etwas rauskommt, weder nachvollziehbar noch wiederholbar, also idiosynkratischer Krempel ist, von dem niemand weiß, was er damit anfangen soll. Es wäre natürlich interessant gewesen zu sehen, wie viele muslimische Männer in “Väterzeit” gehen, schon um feststellen zu können, ob die halbe Million Euro vollständig oder nur fast vollständig verschleudert wurde. Vielleicht veröffentlicht ja jemand die Ergebnisse.

Früher war derart Seichtes Gegenstand eines Kurses an Volkshochschulen, heute haben ganze Legionen von Schwätzperten ein Auskommen damit gefunden, “Kernaussagen, Positionen und soziale wie auch kulturelle Phänomene des Islam einer reflektierten Haltung” zuzuführen. Mit anderen Worten, die Adressaten dessen, was auch immer ihnen eingetrichtert werden soll, haben am Ende nachzuplappern, was ihnen vorgegeben wird. Ob es sinnvoll ist oder nicht, das ist eine ganz andere Frage. Aber die Chancen dafür, dass hier 455.000 Euro für einen sinnvollen Zweck ausgegeben wurden, sind sehr gering.

Hier wird die Beliebigkeit dessen, was auf Kosten der Steuerzahler veranstaltet wird, besonders deutlich. Diejenigen, die angeblich Opfer von Islamfeindlichkeit sind, sollen gegenüber dieser “gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit” sensibilisiert werden, irgendeine Charta, deren Wert selbst nach langer Überlegung nicht erkennbar ist, soll geschrieben werden und alles mündet in “Kunstprodukte”, deren Präsentation einen “Bewusstseinswandel in der Öffentlichkeit” anstoßen sollen. 520.000 Steuereuro wurden für diesen Crap verschleudert. Das Bundesprogramm “Demokratie verleben!” ist ein Stelldichein für Leute, die mal “etwas mit Islam” machen wollen. 

Aus schwätzpertischer Sicht sind die 393.500 Euro, die hier verpulvert wurden, besonders gut angelegt. Man bekommt im Gegenzug viel leere Worte, eine wahre Kakophonie sprachlicher Hülsen: eine “diskriminierungssensible Schulkultur” soll befördert werden, “Lernende und Lehrende” sollen sich “anerkannt fühlen”. Ein “Audit für Vielfalt und Gleichwertigkeit” werde entwickelt … Viel Gewäsch um herzlich wenig. Was am Ende herausgekommen ist? Fragen Sie beim BMFSFJ nach. Die sollten wissen, welche Gegenleistung sie für 393.500 Euro erhalten haben. Man muss kein Prophet sein um zu wissen, was auch immer als Projekt und Endbericht geliefert wurde, ist das viele Geld nicht wert.

Besonders gut hat uns hier gefallen: “Besonders innovativ gegenüber herkömmlichen Angeboten wird die belehrende antirassische Haltung vermieden und stattdessen auf eine auf Erfahrung basierende Bildungsarbeit gesetzt, die Marginalisierungserfahrungen ebenso berücksichtigt, wie die Perspektive der Mehrheitsgesellschaft”. Falls sie wissen, was eine “antirassische Haltung” ist, wir sind ganz Ohr. Der innovative Ansatz besteht natürlich darin, mit keinerlei Methode und auf keinerlei wissenschaftlicher Basis an die Sache heranzugehen. Statt dessen sollen die Teilnehmer ihr Herz ausschütten, egal, ob das ausgeschüttete Herz eines mit oder eines ohne Migrationshintergrund ist. Am Ende wird man dann etwas von Empowerment auf Basis von Erfahrungsberichten lesen. Teurer Unsinn im Quadrat ohne positive Wirkung.

415.00 Euro hat die Arbeiterwohlfahrt hier zur eigenen Wohlfahrt eingesetzt und zunächst einmal Arbeitsplätze geschaffen, die wohl aus dem Haushalt der AWO ausgegliedert und den Steuerzahlern aufgebürdet werden können. Im nächsten Schritt werden dann Muslime eingesammelt und beraten, und zwar zu Antidiskriminierung werden sie beraten. Dadurch, dass muslimischen Jugendlichen “bestehende Engagementmöglichkeiten gegen Diskriminierung” aufgezeigt werden und dadurch dass “eine gemeinsame Strategieentwicklung mit Jugendlichen” vorgenommen wird, wird der “Reproduktion von Stereotypen bezüglich des Islam respektive der Muslim*innen entgegengewirkt”. Einfach Irre. Dadurch, dass eine Strategie entwickelt wird, wird entgegengewirkt und dadurch dass Jugendlichen Engagementmöglichkeiten gegen Diskriminierung gezeigt werden, wird der “Reproduktion von Stereotypen” entgegengewirkt. Ob diese Schwätzperten auch nur entfernt eine Ahnung davon haben, welchen Blödsinn sie hier von sich geben – oder: Warum man einen Krieg nicht mit Papier gewinnen kann? Wie dem auch sei, der Unfug war dem BMFSFJ 415.050,60 Euro wert. Was dabei herausgekommen ist? 

Fragen Sie beim Ministerium nach. 

Die Verschwendung von Steuergeld im Rahmen von “Demokratie verleben!” ist unglaublich, fast so unglaublich wie die Menge der Schwätzperten, die von der stetig sprudelnden Quelle genährt werden. Würde man “Demokratie verleben!” von heute auf morgen schließen, es wäre ein Dammbruch. Die JobCenter würden geflutet von Sozialpädagogen, Gender Studierten und Erziehungswissenschaftlern. Zumindest die Jobberater im Jobcenter haben einen konkreten Nutzen von “Demokratie verleben!”.




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