Annalen des Gutmenschen-Dummdeutsch – heute: Chancenungerechtigkeit

Die Wortschöpfungen, mit denen sich immer mehr als Gutmenschen outen wollen, sie werden immer abenteuerlicher. Offensichtlich führt die neue Mode, sich als guter Mensch, der sich um das Schicksal von denen sorgt, die er sozial unter sich verortet, zu einer gewissen begrifflichen Armut, die durch innovative Schöpfungen, die sich regelmäßig als Blödsinn erweisen, bekämpft werden muss.

Heute ist es „Minister a.D, Walter Hirche“, auf den die Zeit als Minister so prägend gewirkt hat, dass er den sprachlichen Unsinn, der sein Amt ausgezeichnet haben muss, bis heute nicht los wird, der sich in die Annalen des Gutmenschen-Dummdeutsch einträgt.

Nachdem die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz die Chancengerechtigkeit erfunden hat, einen Begriff ohne Inhalt, kann die UNESCO nicht zurückstehen. Da man bei der UNESCO lamentieren und nicht fordern will, wird nicht von Chancengerechtigkeit, sondern von Chancenungerechtigkeit fabuliert. Hier ein Teil des Dummdeutschen, das aus den Hallen der UNESCO kommt, und zwar unter der irrsinnigen Überschrift: “UNESCO-Studie fordert: Chancenungerechtigkeit in der tertiären Bildung beseitigen“.

Studien fordern bekanntlich nichts, und wenn diejenigen, die eine Studie erstellt haben, etwas fordern, dann belegen sie damit, dass sie keine Studie ausgeführt haben, in der es um Wissenschaft geht, sondern eine Auftragsarbeit, in der es darum geht, Politiker oder Gutmenschen-Organisationen mit Material zu versorgen, an dem sie ihr Dummdeutsch ausprobieren können, etwa so:

facepalm orang utan“Im Einklang mit dem weltweiten Trend studieren auch in Deutschland immer mehr junge Erwachsene. Über eine halbe Million junger Menschen haben im vergangenen Jahr ein Studium begonnen. Doch trotz dieser deutlichen Expansion wirken auch bei der Studienaufnahme soziale Herkunftseffekte. Diese Chancenungerechtigkeit müssen wir beseitigen. Chancengerechtigkeit beginnt bei der frühkindlichen Bildung und kann auch im Hochschulwesen nur durch systematische Maßnahmen entlang der gesamten Bildungsbiografie geschaffen werden. Nur so kann das Potenzial von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung voll genutzt werden“, betont Walter Hirche, Minister a.D., Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission.

Chancenungerechtigkeit ist ein ebensolches sprachliches Unding wie Chancengerechtigkeit. Es kann Chancengleichheit geben, aber keine Chancengerechtigkeit.

Und jetzt alle:

Gerechtigkeit ist ein relationales Konzept, das sich auf die Bewertung prozeduraler Erträge bezieht. Wenn Kinder in der Schule für die gleiche Leistung die gleiche Note bekommen, dann ist das (verfahrens-)gerecht. Wenn sie, wie es in deutschen Schulen der Fall ist, mehr leisten müssen, weil sie männlich sind, um die selben Noten zu erhalten, wie weibliche Schüler oder wenn sie, weil sie aus Familien kommen, die die Mittelschichts-Lehrer als Schicht unterhalb ihrer eigenen ansehen, selbst bei gleicher Leistung schlechtere Grundschulempfehlungen bekommen als die Kinder der Mittelschicht, dann ist das ungerecht. In keinem Fall hat es etwas mit Chancen zu tun.

Wollte man Sinn aus dem Begriff „Chancenungerechtigkeit“ machen, dann müsste man annehmen, dass Chancen nicht gleich verteilt sind, aber dafür gibt es schon die Begriffe der Chancengleichheit bzw. -ungleichheit. Chancengerechtigkeit ist schlichter Blödsinn, den man nur im Mund führen kann, wenn man nichts sagen, nichts kommunizieren will oder kann, was Sinn und Bedeutung hat, sondern affektive Ladungen transportieren will: Seht her, wie gut ich bin, ich sorge mich um die Kinder der Unterschicht. Ich habe zwar keine Ahnung, warum die Unterschichtskinder aus dem Bildungssystem ausscheiden und noch weniger Ahnung habe ich, warum ich den Trend, nachdem immer mehr studieren, gut finde, aber das macht nichts, ich will mich produzieren, als guter Mensch, als einer, der keine Ahnung, aber viel Empathie mit was oder wem auch immer hat.

In der Pfalz nennt man derartige Produzenten kurz und knapp: Dummbabbler.

Zum Verteilen und Auswendig lernen, besonders Ministern, Ministern a.D. und Politikern empfohlen: Unser Idiotentest für Verteilungsfragen.

Unser Häupling Seattle meint (an Genderisten und Politiker gewandt): “Erst wenn der letzte Begriff sinnentleert, das letzte Wort bedeutungslos, der letzte Satz entstellt und das letzte Konzept verballhornt ist, werdet ihr feststellen, dass Blödsinn weder sprachlich noch praktisch brauchbar ist.”

Wider das Gender-Dummdeutsch

Es reicht uns wieder einmal. Die Chancengerechtigkeit, von der die Mitglieder der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz gestern gefaselt haben, sie hat unseren Geduldsfaden einmal mehr reißen lassen. Das Kapern wissenschaftlicher und philosophischer Konzepte durch Minderbemittelte oder Opportunisten muss ein Ende haben. Wir sind es der Rationalität und dem klaren Verstand schuldig, der leidet, wenn Blödsinn wie „Chancengerechtigkeit“ verbreitet wird.

sciencefiles-rationaler-widerstand-3Wir fühlen uns langsam wie Sir Karl Raimund Popper, der bei seinem xten Versuch, zu zeigen, dass es keine Begründung für das Induktionsprinzip geben kann, seiner entsprechenden Verzweiflung ob der Klarheit seiner Beweisführung Luft gemacht hat. Wir haben schon so oft über Gerechtigkeit und Gleichheit geschrieben (z.B. hier (Fussnote 13) und hier), dass es mehr als ärgerlich ist, wenn immer noch (tatsächlich oder angeblich) Ahnungslose unterwegs sind, die nicht wissen, wovon sie sprechen, oder Begriffe nur deshalb missbrauchen, weil sie deren affektive Ladung als warm glow auf die eigenen mickrigen Versuche, intelligent und gut zu erscheinen, fallen lassen wollen.

Hier nun also unser neuester und kürzester Versuch, die Konzepte von Gleichheit und Gerechtigkeit darzustellen.

  • Gleichheit gibt es als
    Chancengleichheit und als Ergebnisgleichheit;
  • Gerechtigkeit gibt es als
    prozedurale (Verfahrens-) und distributive (Verteilungs-)Gerechtigkeit;

Um die Konzepte deutlich zu machen, schicken wir acht Läufer an den Start eines 100 Meter Laufes.

Sie alle haben dieselbe Strecke von hundert Metern zurückzulegen und werden zur gleichen Zeit und auf die gleiche Weise auf den Weg geschickt.
Das ist Chancengleichheit!

Sie alle haben eine ebene Strecke zurückzulegen, auf der sich nicht für einige Hindernisse finden und für andere nicht.
Das ist prozedurale (oder Verfahrens-)Gerechtigkeit.

Derjenige, der als erster durchs Ziel geht, erhält eine Goldmedaille. Derjenige, der als letzter durchs Ziel geht, erhält keine Medaille.
Das ist distributive (oder Verteilungs-) Gerechtigkeit.

Derjenige, der im Vergleich zu anderen mit höherem Einsatz eine bessere Leistung erbracht hat, wird also herausgehoben und belohnt.

Das ist Gerechtigkeit.

Einfacher können wir die Konzepte nun wirklich nicht mehr darstellen.

Aus opportunistischen Gründen oder weil ihre geistigen Kapazitäten nicht ausreichen, um eingeführte Konzepte korrekt zu benutzen, verballhornen Genderisten alles, was mit Gleichheit und Gerechtigkeit zu tun hat. Sie tun das entweder durch begriffliche Neuschöpfungen wie die unsinnige „Chancengerechtigkeit (der auf das legitime Einräumen unterschiedlicher Chancen, z.B. auf Basis von Geburt, abzielt)“, die wir gestern bereits als Blödsinn entlarvt haben. Oder sie tun das, in dem sie neue Begriffe einführen und für diese Begriffe eine Verwandtschaft mit Gerechtigkeit oder den Konzepten der Gleichheit erfinden.

Begriffe wie:

  • Gleichstellung
  • Gender Mainstreaming
  • Professorinnenprogramm

Schicken wir wieder unsere acht Läufer an den Start des 100 Meter Laufes und gehen wir dieses Mal davon aus, dass zwei der acht Läufer weiblich sind, sechs männlich.

Gleichstellung
Gleichstellung zielt auf Ergebnisgleichheit ab, d.h., unabhängig davon, ob die beiden weiblichen Läufer als vorletzter oder letzter oder fünfter Läufer durchs Ziel gehen, sie werden mit den besten männlichen Läufern gleichgestellt. Entsprechend gibt es zwei Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen. Ergebnisgleichheit nivelliert Unterschiede in der Leistung und stellt Menschen im Hinblick auf ein willkürliches Merkmal, wie in diesem Fall Geschlecht und unabhängig von der Leistung, die sie tatsächlich erbracht haben, gleich.

Gender Mainstreaming
Gender Studies T ShirtGender Mainstreaming zielt darauf, die Bedingungen dafür, dass Frauen sich in einem 100 Meter Lauf gegen Männer durchsetzen, zu verbessern. Entsprechend liegt Gender Mainstreaming dann vor, wenn die beiden weiblichen Läufer 30 Sekunden Vorsprung vor den männlichen Läufern erhalten oder die 100 Meter für die beiden weiblichen Läufer auf 40 Meter verkürzt werden. Ziel von Gender Mainstreaming ist abermals die Ergebnisgleichheit, bei der Leistung nicht belohnt, sondern bestraft wird und das Prinzip der Chancengleichheit verletzt wird.

Professorinnenprogramm

Beim Professorinnenprogramm muss zwischen Veranstalter (den Hochschulen) und Financiers (dem BMBF und den Kultusministerien der Länder)  unterschieden werden.

Veranstalter:

Beim Professorinnenprogramm gehen sechs männliche und zwei weibliche Läufer an den Start. Dies ist der Fall, um dem Sportgesetz genüge zu tun, in dem steht, dass ein 100-Meter Lauf acht Teilnehmer haben muss und kein Teilnehmer aufgrund seines Geschlechts benachteiligt werden darf. Jedoch werden die sechs männlichen Läufer missbraucht, um den Anschein zu erwecken, es handle sich beim 100 Meter Lauf um einen ordentlichen Wettkampf und nicht um Schiebung. Die Schiebung ist das Werk der Financiers:

Financiers:

Die Financiers wollen, dass die beiden weiblichen Läufer als erste durchs Ziel gehen. Nur für diesen Fall, bezahlen Sie den Veranstalter. Deshalb lässt der Veranstalter sechs männliche Läufer an den Start gehen, sie das Rennen aber nicht beenden. Sie werden vom Veranstalter aus fadenscheinigen Gründen disqualifiziert und ausgeschlossen, um sich in den Besitz des Geldes zu bringen, das die Financiers in Aussicht gestellt haben, wenn zwei weibliche Läufer als erste durchs Ziel gehen. Entsprechend dienen männliche Läufer ausschließlich als Staffage, um die Schiebung nicht offenkundig werden zu lassen. Die männlichen Läufer sollen den Zuschauern den Eindruck vermitteln, sie hätten einen ordentlichen Wettkampf gesehen und verbergen, dass der Financier den Veranstalter für das Rennen nur bezahlt, wenn ein weiblicher Läufer gewinnt.

Wir hoffen, auch die Halfwits (oder Nitwits), die mit Genderismus versuchen, sich moralischen Status zu ergaunern, sind dazu in der Lage, diese einfache Darstellung wissenschaflicher und philosophischer Konzepte zu verstehen.

Was uns angeht, wir wollen und können diesen Missbrauch wissenschaftlicher und philosophischer Konzepte, der einzig dazu dient, Frauen (oder eine andere Klientel) zu bevorteilen, nicht mehr ertragen.


Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

Merkel und Schulz: Zwei Legastheniker streiten über Rechtschreibung

Bemerkenswerte Zeilen schreibt Reuters [nicht nur, weil sich auch Reuters nahtlos in die Reihe der Legastheniker einreiht]:

“Sie reden von Gerechtigkeit – aber vergessen, dass Gerechtigkeit ohne Innovation nicht klappt”, sagte Merkel beim CDU-Parteitag am Samstag in Münster. Damit zielte sie auf Schulz, der mit Korrekturen an der Agenda 2010 mehr soziale Gerechtigkeit durchsetzen will. Schulz erwiderte beim SPD-Wahlkampfauftakt am Sonntag in Essen, Innovationen seien etwa für mehr Bildungsgerechtigkeit nötig. Es gehe um Chancengleich der Kinder unabhängig von der sozialen Stellung ihrer Eltern. In NRW wird am 14. Mai ein neuer Landtag gewählt. Die Wahl gilt als wichtiger Indikator für die Bundestagswahl im September.“

Spiegel Merkel.jpgWas hat Windows 10 mit Gerechtigkeit und mit Bildungsgerechtigkeit zu tun? Windows 10 ist zweifellos eine Innovation, ob es auch eine Verbesserung gegenüber Windows 3.1 ist, das lassen wir einmal dahingestellt?

Ohne Innovation klappt Gerechtigkeit nicht, sagt Merkel.
Innovationen sind für mehr Bildungsgerechtigkeit nötig, sagt Schulz.

Was können beide nur meinen?

Gerechtigkeit ist ein regulatives Konzept und sagt: A erhält dasselbe wie B, wenn er sich genauso einsetzt wie B.

Innovation ist ein Konzept aus der Ökonomie und beschreibt entweder den Prozess, in dessen Verlauf aus einer neuen Idee hoffentlich ein neues Produkt (ein neuer Service, ein neuer Prozess), wird oder er beschreibt dieses neue Produkt (diesen neuen Service, diesen neuen Prozess).

Das bringt uns zurück zum Ausgangspunkt: Innovation und Gerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit (oder Chancengleichheit, was etwas anderes ist als Bildungsgerechtigkeit – jedenfalls für die meisten außer Schulz), bleiben wir daher bei Gerechtigkeit.

Die Aussage „ohne Innovation keine Gerechtigkeit“ knüpft die Möglichkeit von Gerechtigkeit an die Entwicklung neuer Produkte, Prozesse oder Serviceleistungen. Eine seltsame Vorstellung, ebenso wie die Vorstellung, Bildungsgerechtigkeit sei davon abhängig, dass Innovationen stattfinden.

Titanic SchulzEs ist offenkundig, dass weder Merkel noch Schulz wissen, wovon sie eigentlich reden, denn Gerechtigkeit weist keinerlei Schnittstelle mit Innovation auf. Ob ein Kind aus der Unterschicht ein Abitur ablegt, hat nichts mit Innovation zu tun. Es hat etwas mit der Frage zu tun, ob ein Kind aus der Unterschicht von Lehrern, die mehrheitlich aus der Mittelschicht kommen, fair behandelt wird und bei gleicher Leistung die gleichen Noten erhält und Chancen eingeräumt bekommt, wie ein Kind aus der Mittelschicht. Schulz redet offenkundig von Dingen, von denen er keine Ahnung hat.

Merkel ist nicht besser. Sie knüpft Innovation generell an Gerechtigkeit macht damit den spezifischen Blödsinn, den Schulz erzählt, zu einem allgemeinen Blödsinn. Ob Menschen Gerechtigkeit erfahren, z.B. in gesetzlichen Rentensystemen, das hat nichts mit Innovation zu tun, sondern mit Interessen. Derzeit sind die Interessen der Genderisten, die möglichst viel Geld für ihre Klientel abzwacken wollen, die Ursache dafür, dass im gesetzlichen Rentensystem keine Gerechtigkeit vorhanden ist, weil auch diejenigen Rente erhalten, die keine Einzahlung vorgenommen haben bzw. Zeiten Anerkennung finden, in denen keine Beitragszahlung erfolgt[e]. Um dies zu ändern benötigt man keine Innovation, sondern einen politischen Willen [aber vielleicht ist ja politischer Wille die Innovation im Reich der politischen Zombies].

Damit sind wir zurück bei Windows 10, denn Windows 10 hat genauso viel mit Gerechtigkeit zu tun, wie die Innovation, von der Merkel und Schulz reden. Beide haben offensichtlich keine Ahnung, wovon sie reden. Und deshalb haben deutsche Wähler die Wahl zwischen zwei Schattierungen derselben Ahnungslosigkeit.

„Legasthenie“ ist übrigens eine Metapher.

Wahlkampf ist, wenn zwei sich über Begriffe streiten, deren Bedeutung sie beide nicht kennen.

Linkspopulismus: Linke fordert gleichgroße Weihnachtspakete für alle

Immer wenn man denkt, man hätte bereits den Tiefpunkt der intellektuellen Abwärtsspirale in der deutschen Politik erreicht, kommt etwas, das zeigt, dass es immer noch tiefer geht.

Linke sind bekanntlich Materialisten, die nur in Geld und Kapital und Vermögen und “hawwe wolle”, wie man in der Pfalz sagt, denken können. Entsprechend sind für sie große Weihnachtsgeschenke natürlich teure Weihnachtsgeschenke. Der Wert von Weihnachtsgeschenken bemisst sich für Linke ausschließlich in monetären Größen. Arme Schlucker!

Die Linke fordert, dass die Größe der Weihnachtsgeschenke unabhängig vom Einkommen sein soll, also dass man unabhängig vom Einkommen gleichgroße Weihnachtsgeschenke erhalten kann. Dieser Unsinn ist offensichtlich die Neid-populistische Fortsetzung des „Reichtum für alle“-Unsinns, mit dem die Linkspopulisten versuchen, besonders naive, junge oder dumme Wähler auf ihre Seite zu ziehen und für ihre Ideale der Weihnachtsgerechtigkeit zu begeistern.

Nur hat die linke Weihnachtsgerechtigkeit gar nichts mit Gerechtigkeit zu tun, dafür aber viel mit staatlicher Planwirtschaft, die die Größe der Weihnachtsgeschenke regulieren will, also mit Ergebnisgleichheit.

Zur Erinnerung:

Gerechtigkeit ist ein relationales Konzept.

equityGerechtigkeit liegt vor, wenn das Ergebnis einer Handlung (die Auszahlung) der Leistung entspricht, die notwendig war, um die entsprechende Handlung auszuführen. Zudem muss die Relation von Leistung und Auszahlung einem Vergleich standhalten: Wenn A mehr leistet als B, dann muss A auch eine höhere Auszahlung erhalten als B. Um im Beispiel der Linken zu bleiben: Die Größe der Weihnachtsgeschenke muss eine Funktion der vorausgehenden Leistung sein, also wer mehr leistet und entsprechend mehr Geld hat, kann sich auch größere Weihnachtsgeschenke leisten als der, der weniger oder gar nichts leistet.

Was die LINKE hier fordert, ist nicht Gerechtigkeit, sondern Ergebnisgleichheit und somit das Gegenteil von Gerechtigkeit, da die Auszahlung gerade nicht von der Leistung abhängig sein soll, sondern unabhängig davon, was jemand geleistet hat, die selbe Größe von Weihnachtsgeschenken von der Linken zugewiesen werden soll.

Es ist unter Linken beliebt, die Konzepte der Gerechtigkeit und der Chancengleichheit mit dem Konzept der Ergebnisgleichheit zu vermengen (der gesamte Genderismus basiert auf diesem Manipulationsversuch).

Die beiden erstgenannten haben jedoch mit Ergebnisgleichheit nichs zu tun, wie wir am Beispiel der Weihnachtsgeschenke nun deutlich machen werden:

Geschenk-Gerechtigkeit:
Die Größe der Weihnachtsgeschenke orientiert sich an der Leistung des Schenkenden oder dem, was ihnen die Beschenkten bedeuten.

Geschenk-Chancengleichheit:
Jeder hat die gleiche Möglichkeit, sich mit Arbeit die Mittel zu verschaffen, die notwendig sind, um große Weihnachtsgeschenke zu machen.

Geschenkt-Ergebnisgleichheit:
Die Größe der Weihnachtsgeschenke ist unabhängig von der Leistung oder der Bedeutung des Beschenkten

Der Sozialismus, mit der ihm inhärenten Leistungsfeindlichkeit, er hat viele Gesichter. Und die Diktatur der Sozialisten, sie macht nicht einmal vor der Größe von Weihnachtsgeschenken halt.

Wollt Ihr den totalen Staat?

Wie leicht gehen Sie dem Linkspopulismus auf den Leim?  Testen Sie Ihr Wissen zu Verteilungsfragen mit unserem Test.

Neue Nutzlosigkeit: Schleswig-Ho(h)lstein fördert nach eigenen Angaben nutzlose Forschung

Erstaunlich Dummes gibt es heute aus Schleswig-Ho(h)lstein, einem Land, in dem es ein Wissenschaftsministerium gibt. Und weil im Etat für ein Ministerium auch eine Stelle für einen Minister vorgesehen ist, als eine Art Gallionsfigur, deshalb hat man auch in Schleswig-Ho(h)lstein, einen Darsteller geheuert, der sich als „Wissenschaftsminister“ verdingt. Kristin Alheit heißt der Darsteller, dem unbekannte Scherzbolde oder eigene kognitive Mängel die folgenden Sätze in den Mund gelegt haben:

nutzlose-forschung„Das neue Forschungszentrum passt in das Profil der Universität: Es ist ein Zentrum, das kritische Bildungsforschung betreibt, das sich nicht an Nützlichkeitsmaßstäben messen lassen will, sondern das vielmehr Grenzen im Denken überwinden und neue Horizonte eröffnen will. Ich bin gespannt, was wir in Zukunft vom ZeBUSS hören werden“, würdigte Wissenschaftsministerin Kristin Alheit die Neugründung.”

Die Bildungsforschung, die man mit jährlich 50.000 Euro aus Landesmitteln in Flensburg am dortigen „Zentrum für Bildungs-, Unterrichts, Schul- und Sozialisationsforschung“ finanziert, zeichnet sich also dadurch aus, nutzlos zu sein, denn sie kann und will nicht an Nützlichkeitsmaßstäben gemessen werden. Und als wäre das nicht schon genug der ministerialen Dummheit, setzt Alheit noch einen faux pas auf den bereits gelandeten und attestiert der Universität Flensburg, dass das neue und nutzlose Zentrum in das „Profil der Universität“ passe.

Double facepalmDas Gesetz der Transitivität besagt, dass wenn B aus A folgt und C aus B, C auch aus A folgen muss. Transitivität führt also dazu, dass dann, wenn das neue Zentrum nutzlos ist und gut in das Profil der Universität Flensburg passt, auch die Universität nutzlos sein muss. Nicht nur die jährlich 50.000 Euro für das neue Zentrum werden also verschleudert, die gesamte Universität Flensburg ist eine nutzlose Einrichtung – finanziert aus Landesmitteln. Das sagt die Schleswig-Ho(h)lsteiner Darstellerin des Wissenschaftsministers.

Und weil eine Dummheit selten allein bleibt, hat sich Sandra Rademacher, „Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kindheits- und Jugendforschung“ gleich auch noch zu Wort gemeldet und gesagt:

„Schule, so die allgemeine Forderung, soll Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit ermöglichen. Aber wieso wird in einer sozial ungerecht verfassten Gesellschaft ausgerechnet vom Bildungssystem erwartet, die Norm sozialer Gerechtigkeit umzusetzen? Unter anderem mit dieser Fragestellung wird Schule am ZeBUSS nicht nur als Teil des Bildungssystems Gegenstand einer wissenschaftlichen Betrachtung, sondern als eine Institution mit bestimmten Funktionen im gesellschaftlichen Ganzen.“

Nach der Transitivität folgt die Implikation, die da lautet: Schule muss ihren Versuch, Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit herzustellen, aufgeben. Da die Gesellschaft sozial ungerecht verfasst sei und die Schule eine „Institution mit bestimmten Funktionen im gesellschaftlichen Ganzen“ sei, könne man von der Schule nicht erwarten, Kriterien der Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit umzusetzen. Rademacher weiß, wovon sie spricht – oder?

Eine treffendere Beschreibung der neuen Nutzlosigkeit universitärer Einrichtungen, haben wir selten gelesen.

error: Content is protected !!
Skip to toolbar