Hilferuf vom Ministerium: Genderlehrstuhlbenennungen gehen aus

Vor einiger Zeit haben wir darüber berichtet,  dass das Professorinnenprogramm in die zweite Runde gegangen ist. Waren es in der ersten Runde bereits 150 Millionen Euro, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung in die Bevorzugung von Frauen an Universitäten und die Diskriminierung von Männern investiert hat, so sollen in der zweiten Runde weitere 150 Millionen Euro hinzukommen.

ProfessorrinnenprogrammDas Ziel des Professorinnenprogramms besteht vornehmlich darin, vorhandenen Bezeichnungen von Lehrstühlen ein “Gender” oder “Frauenforschung” hinzuzufügen. Es geht also nicht um Erkenntnisgewinn, sondern um verbale Kosmetik, die allen, die es hören und lesen vorgaukeln soll, Gender habe irgend etwas mit Wissenschaft zu tun. Der immense Einsatz von Mitteln zur Verbreitung von Gender an Universitäten hat neben dem Vorgaukeln von Wissenschaftlichkeit, aber noch einen anderen Grund, es ist ein großangelegtes Projekt, um Wissenschaft zu unterminieren und Steigbügelhalter der herrschenden staatsfeministischen Ideologie an Universitäten zu etablieren.

Mit diesem Unterfangen war das Ministerium, das vorgibt für Bildung und Forschung zuständig sein zu wollen, bislang recht erfolgreich, wie eine beeindruckende Liste zeigt, die Dr. habil. Heike Diefenbach in einem Beitrag veröffentlicht hat. Gender ist – wie die Liste zeigt – vielfältige Verbindungen eingegangen, um den Hauch von Wissenschaftlichkeit zu erheischen. So gibt es u.a. :

  1. Eine Professur für „Tanzwissenschaft und Gender Studies”,
  2. Eine Juniorprofessur für „Musikwissenschaft – Gender Studies”,
  3. Eine Juniorprofessur für „Bildende Kunst mit Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung”,
  4. Eine “Professur für „Frauenspezifische Gesundheitsforschung mit Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Erkrankungen”,
  5. Eine Juniorprofessur für „Geographische Entwicklungsforschung mit Schwerpunkt Genderforschung“,
  6. Eine Professur für „Gender and Science/ Naturwissenschafts- und Geschlechterforschung“ ,
  7. Eine Professur für „Geschlechterstudien und Europäische Ethnologie”,
  8. Eine Professur für „Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gender und Diversity”,
  9. Eine Professur für „Gender und Globalisierung”,
  10. Eine Juniorprofessur für „Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Diversity”,
  11. Eine Professur für „Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung”,
  12. Eine Juniorprofessur für „Diversity Politics”,
  13. Eine Professur für „Philosophie, unter besonderer Berücksichtigung der Ethik und der interdisziplinären Geschlechterforschung”,
  14. Eine Professur für „Mediensoziologie und Geschlechterforschung“ ,
  15. Eine Professur für „Öffentliches Recht und Geschlechterstudien”,
  16. Eine Professur für „Rechtswirkungsforschung und Justizorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Frauen und Familienrecht”,
  17. Eine Juniorprofessur für „Gender und Diversity Management”,
  18. Eine Professur für „Neuere Geschichte unter besonderer Berücksichtigung des Spätmittelalters, mit Schwerpunkt Historische Frauenforschung“,
  19. Eine Professur für „Wissensmanagement, eLearning und Gender/Diversity”,
  20. Eine Juniorprofessur für „Wissensgeschichte und Genderstudies“

Und jetzt ist den Leutchen im Bildungsministerium die Phantasie ausgegangen. Sie wissen nichts mehr, womit sie Gender noch in Verbindung bringen könnten, um vorzugaukeln, dass Gender und Wissenschaft etwas miteinander zu tun haben. Deshalb haben sie sich mit einem internen Email-Aufruf, der überraschender Weise auch ScienceFiles zugegangenist, an die Mitglieder des Gender-Netzwerkes gewendet. Darin heißt es unter anderem:

… so besteht die Gefahr, dass die 150 Millioen Euro einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden, wenn nicht unverzüglich neue Möglichkeiten, Gender mit Fachbereichen und Lehrstuhlbezeichnungen in Verbindung zu bringen, gefunden oder geschaffen werden.

Der Aufruf schließt mit den Worten:

Wir rufen daher alle Mitglieder des Netzwerkes dazu auf, Vorschläge für Lehrstuhlbezeichnungen zu machen, die Gender und einen Fachbereich umfassen und an Universitäten und Hochschulen eingerichtet werden können und auf die Frauen berufen werden können. Nur so kann es gelingen, den Anteil von Frauen an Universitäten zu erhöhen und die 150 Millionen Euro für die Frauenförderung zu sichern.

Wir wollen uns an diesem Aufruf des Ministeriums beteiligen und unsererseits unsere Leser aufrufen, sich an der Verbreitung des Suffix Gender zu existierenden oder neu einzurichtenden Lehrstühlen zu beteiligen. Wir haben bereits die folgenden Vorschläge gesammelt:

    1. LehrstuhlgeneratorEine Professur für Gender-Marketing und Customer Delight in der Fußgängerzone von Hamburg;
    2. Eine Professur zur Erforschung des Geschlechtsverhältnisses unter den Insassen des KZ Dachau unter besonderer Berücksichtigung der zwischen 1933 und 1936 inhaftierten Frauen aus dem Kaffeekränzchen von Isolde Baumgarth;
    3. Eine Professur aus dem Bereich Ernährungswissenschaft, die sich Geschlechterunterschieden bei den Kaugewohnheiten während des Essens von Kartoffelbrei widmet;
    4. Eine Professur für Politik, Radfahren, Ökologie, Nachhaltigkeit, die Freiburger Innenstadt und Gender;
    5. Eine Professur für Reaktorforschung und Gender;
    6. Eine Professur für die Erforschung der Folgen des Kartoffelkäferbefalls von 1937 unter besonderer Berücksichtigung von Gender;
    7. Eine Professur für Astrologie, Tarot und Gender;
    8. Eine Professur für Didaktik der Vermittlung von Gender in der Betriebskantine von Daimler Benz;
    9. Eine Professur für Raumfahrttechnologie und Gender;
    10. Eine Professur für Antriebstechnik und Gender;
    11. Eine Professur für anorganische Chemie unter besonderer Berücksichtigung von Gender;
    12. Eine Professur für Düngemitteleinsatz im Weinbau unter besonderer Berücksichtigung von Gender und Diversität;
    13. Eine Professur für Verfassungsrecht unter besonderer Berücksichtigung der nachhaltigen Verträglichkeit von Genderprofessuren mit dem Grundgesetz;

Wir hoffen, mit unseren Vorschlägen dem Ministerium für angeblich Bildung und Forschung bei der Verschwendung weiterer 150 Millionen Euro mit dem Ziel, Wissenschaft von Universitäten und Hochschulen zu entfernen, behilflich gewesen zu sein und rufen unsere Leser auf, ihrer staatsbürgerlichen Pflicht nachzukommen und Vorschläge per Kommentar zu liefern, die dem Ministerium zum Verschwenden von Steuergeldern den Weg ebnen.

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24 Responses to Hilferuf vom Ministerium: Genderlehrstuhlbenennungen gehen aus

  1. Holger Oeft says:

    Schrecklich!
    Wenn es nicht so traurig wäre…

    Mein Vorschlag:
    Professur zur Psychopathologie und die Rolle von Gender

  2. qed says:

    In Anbetracht des tragischen Falles Külzerin besteht enorme Dringlichkeit für einen Leerstuhl “Histrionik und Gender” 🙂

  3. T.R.E.Lentze says:

    Zwei Vorschläge:

    Professur für die Technik von Hubkolbenmotoren unter besonderer Berücksichtigung häufiger Schäden durch nicht gendergerechte Einspritzpumpen.

    Professur für die Entwicklung geschlechtersensibler Melksysteme in hoch konfliktbelasteten Familienbetrieben sowie für Intelligenzforschung.

  4. T.R.E.Lentze says:

    Noch einen:

    Professur für Genderbewußtsein und Selbstverteidigung in Betrieben zur Herstellung von Fettpressen und selbstschmierenden Gleitlagern mit überwiegend adipösen Hilfskräften.

  5. KlausT says:

    Ich wünsche mir eine eine Professur für Rock’n Roll und Gender Entertainstream unter dem Motto “Love Me Gender”

  6. Daniel.M says:

    -Eine Professur zur Erforschung der steigenden Kartoffel preise unter Gender

    – Eine Professur zur Erforschung des Goldpreises unter Gender

  7. Stramme Leistung!
    Vor ein paar Tagen wollte ich den Vorschlag zur Vertrollung von Genderleerstuhlbezeichnungen machen und nun kommt er vom Ministerium höchstselbst. Die arbeiten also sehr verantwortlich, vor allem, wenn sie Schaden vom deutschen Volk abwenden wollen.

    Wie wäre es mit einem Lehrstuhl für Genderaspekte elektrischer Verbindungselemente?

    Ob die fehlende Quellenangabe auch was zu sagen hat?

    Heute 20:15 TELE 5 1984

    Carsten

    “Es geht bei Gender Studies nicht um Frauen und Frauenquoten, sondern um die feministische Verbrämung von Dummenquoten. Da wird Dummheit zum akademischen Beruf gemacht.”
    Hadmut Danisch

  8. KaRa says:

    Professur zur Sepulkralkultur und die Rolle von Gender

  9. Michel Houellebecq says:

    Gender und der Wildtierbestand in Naturschutzgebieten aus Sicht von weiblichen Forstwärterinnen / Gender und der Kraftsstoffverbrauch von Verbrennungsmotoren unter besonderer Berücksichtigung des Bosch K-Jetronic Benzineinspritzsystems / Gender und Raumfahrt: Können Bäume wirklich in den Himmel wachsen? / Gender und Glaube: Wer nichts weiss, muss alles glauben / Gender und moderne Zeitmesstechniken: Warum sich das Rad der Geschichte nicht vorwärts drehen lässt / Gender unter Berücksichtigung des Raum-Zeit-Kontinuums: Und rückwärts drehen lässt es sich schon gar nicht! / Gender und GPS-gestützte Ortungsysteme: Seitwärts auch nicht / etc.

  10. Holger Oeft says:

    Vielleicht noch einen:
    Professur zur Erforschung von Kakophonie und Gender in öffentlichen Publikationen

  11. Bergische Löwin says:

    Professur zu Gender und Dialektik, bitte.

    Professur zu Gender und einer Uminterpretation der Bibel in der evangelischen Kirche, bitte.

  12. jck5000 says:

    Wird Rubbish Press jetzt ein sonntägliches Ressort?

    Ich find’s jedenfalls gut. Nur vor der “Professur für Reaktorforschung und Gender” habe ich ein bisschen Angst.

  13. Striesen says:

    Je eine Professur für

    – Öffentlich-rechtlichen Programmauftrag und Gender
    – Aspekte der Gewalt: Schinden – Schänden – Gendern
    – Afterwissenschaft und Gender

  14. A.S. says:

    “Das Ziel des Professorinnenprogramms besteht vornehmlich darin, vorhandenen Bezeichnungen von Lehrstühlen ein “Gender” oder “Frauenforschung” hinzuzufügen. Es geht also nicht um Erkenntnisgewinn, sondern um verbale Kosmetik, die allen, die es hören und lesen vorgaukeln soll, Gender habe irgend etwas mit Wissenschaft zu tun.”

    Das dürfte inhaltlich zwar stimmen, aber irgendwie geh ich davon aus, dass kein Ministerium sich so äußern würde. Das würde ja vorraussetzen, dass die Gerechtigkeitsapostel wissen was sie tun.
    Schöne Satire.

  15. KlausT says:

    Ich wünsche mir ’ne Professur,
    für Frauen in der Popmusik,
    Des Wohlklangs wegen nur in „Dur“.
    Das sei der Wunsch der Politik!
    Für Männer soll das „Moll“ verbleiben,
    Weil sie doch Schlechtes nur betreiben.

  16. nils says:

    “so besteht die Gefahr, dass die 150 Millioen Euro einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden”

    Bin das nur ich oder ist das keine “Gefahr”? Wie kann es eine Gefahr sein, wenn Mittel einer SINNVOLLEN Verwendung zugeführt werden?

  17. robert m. says:

    An der TU Dresden gibts ZWEIMAL eine Professur für “Neuere deutsche Literatur und Kulturgeschichte”.

    Wer etwas nachrecherchiert, stellt fest, die Inhaberin der einen ist einestellt worden als Prof. für “Neuere deutsche Literatur- und Kulturgeschichte” mit genderwissenschaftlichem Profil.

    Das “gender” aber wird im Titel der Professur weggelassen.

    http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_sprach_literatur_und_kulturwissenschaften/germanistik/ndlk

    Warum? Scham?

  18. m.zieger says:

    Wie wäre es mit der “Frau im Mond”? Luna ist doch bekanntlich weiblich, da gäbe es doch ein breites Betätigungsfeld zu erforschen wie sich der weibliche Mond auf die Entwicklung der Erde als ganzes auswirkt.
    Schicken wir dieses ganze nutzlose parasitäre Ungeziefer zum Teufel.

  19. Infoliner says:

    Was da wirklich fehlt: Eine Professur für empirische Genderlehrstuhlforschung. Die sollte allerdings nicht geschlechtsneutral besetzt werden, sondern von einem Mitglied.

  20. A.S. says:

    Aus akuellem Anlass: Ich versuch gerade mich auf die Arbeit zu konzentrieren und darf dabei einer Dame lauschen, die in schrillem Sirenenton ihrem Handygesprächspartner und jedem im Umkreis von 50 Metern ihr gesamtes Privatleben unterbreitet….
    Mein Vorschlag:
    Professur zur Erforschung von mangelndem Schamgefühl und Neigungen zum Passivpart des Voyeurismus in Hochlautstärkesituationen aus Geschlechtsspezifischer Sicht.

  21. A. Behrens says:

    Professur für intuitive Wahrheitsdefinition

  22. ich musste grade so herzhaft lachen beim Lesen des Artikels… Mein Vorschlag: Professur zur Erforschung der geräuschvollen Äußerungen von Igeln während des Geschlechtsaktes unter Berücksichtigung von feministischen Dogmen wie im Speziellen der Rape Culture. Sowie ein Lehrstuhl zur Erforschung des ‘klassischen’ Familienbildes in ‘Bambi’ und den daraus resultierenden neuen Stützpfeilern zur Erhaltung der heteronormativen Mehrheitsgesellschaft.

  23. Merkel says:

    Professur für geistige Inkontinenz und Genderismus

  24. kikri says:

    “… so besteht die Gefahr, dass die 150 Millioen Euro einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden, wenn nicht unverzüglich neue Möglichkeiten,..”

    Darf ich das so interpretieren, dass das Gendernetzwerk weiss, dass die Verwendung ind Gender… sinlos ist?

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