Zukunft: männerfrei und gleichgeschaltet – Hochschulzukunftsgesetz in NRW ist Diskriminierungsgesetz

Wer sich an Hochschulen in NRW befindet, wer an Hochschulen in NRW lehrt, studiert oder zu studieren oder zu lehren beabsichtigt, sollte sich schleunigst nach einer Alternative umsehen, denn: Am 12. November hat das “Kabinett” den “Referentenentwurf” zum Hochschulzukunftsgesetz, das für alle Hochschulen in NRW bindend sein wird, verabschiedet. Es ist eine dunkle Zukunft, die den Universitäten in NRW hier droht, sofern man überhaupt noch von einer Zukunft sprechen kann.

NRW Brave new worldTatsächlich ist die Zukunft so dunkel, dass es selbst dem Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz des Landes NRW, Prof. Dr. Horst Hippler, gereicht hat. Er hat einen Offenen Brief an die Ministerpräsidentin des Landes NRW, Hannelore Kraft, und die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Svenja Schulze, geschrieben, in dem er die Gesetzesnovelle, die der angenommene Referentenentwurf nun werden soll, als “nicht erforderlich” beschreibt. Weiter ist Hippler in einer für heutige Akademiker leider sehr ungewohnten Weise deutlich, wenn er schreibt, dass der Referentenentwurf die Autonomie der Hochschule untergräbt, “indem er weit in die Hochschulplanung eingreift”. Und weiter: “Der Referentenentwurf greift in die Finanzautonomie der Hochschulen ein, indem das Ministerium durch den Erlass von Rahmenvorgaben auch in diesem Bereich regelnd eingreifen kann”.

Wenn sich Hippler getraut hätte, dann hätte er den Begriff der Gleichschaltung benutzt, denn das ist, was in Nordrhein-Westfalen mit den Hochschulen erfolgen soll: Sie sollen gleichgeschaltet und zentral gesteuert werden, indem ihnen Vorgaben über zu lehrende Inhalte und Verwendung von Mitteln gemacht werden und indem fehlendes Wohlverhalten durch knappere finanzielle Rahmenvorgaben geahndet wird. Die Landesregierung NRW schafft sich gerade die Möglichkeit, direkt in die Hochschulen einzugreifen, sie schafft sich Verfügungsrechte, die es seit dem Dritten Reich nicht mehr gegeben hat.

HRKNRWEs ist löblich und unerwartet, wenn man über das Feld der deutschen Wissenschaft blickt, auf dem man wenig Köpfe und viel Buckel sehen kann, dass der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz sich daran erinnert, dass Universitäten eigentlich unabhängige Stätten der Forschung und Lehre sind, an denen frei von ideologischen Einflüssen und frei von Vorgaben von Politikern, die ihrerseits keine Idee davon haben, dass Wissenschaft etwas anderes sein könnte als eine Verfügungsmasse in ihren Händen, Erkenntnis gesucht und zuweilen auch gefunden wird.

Das ist, wie gesagt, löblich. Weniger löblich ist, dasss Horst Hippler einen Offenen Brief geschrieben hat, der oberflächlich und zahm bleibt und der die bereits vorhandenen und weitere geplante erheblichen Eingriffe in die Freiheit von Lehre und Forschung in NRW mit keinem Wort erwähnt. Deshalb holen wir dies nach und zeigen Horst Hippler, wie weit die ideologischen Eingriffe an Hochschulen in NRW bereits gediehen sind und noch gedeihen sollen.

Es beginnt mit § 3, der die Aufgaben der Hochschulen in NRW beschreibt, nein, besser: beschreiben soll, denn in den Absätzen 4, 6 und 7 finden sich Wertungen, die mit der Ideologie der Kabinettsfiguren und ihrer Referenten mit Sicherheit vereinbar sind, nicht jedoch mit der Freiheit von Forschung und Lehre. So steht in Absatz 4 das Lamento, das man nun wirklich nicht mehr hören kann: “Die Hochschulen tragen der Vielfalt ihrer Mitglieder (Diversity Management) sowie den berechtigten Interessen ihres Personals auf gute Beschäftigungsbedingungen angemessen Rechnung.” Das Diversity Management, das hier so verloren hinter den Mitgliedern der Universität steht, ist an die Stelle der Frauen- und Gleichstellungspolitik getreten. Es ist im Kern nichts anderes, wie sich noch zeigen wird.

Selbstverwaltung zum FuehrerprinzipHier soll nur die Unsinnigkeit der Formulierung und ihr faschistischer Gehalt beschrieben werden, denn es steht zu vermuten, dass der Hausmeister einer Hochschule als Mitglied derselben gänzlich andere, dennoch “berechtige Interessen” hat als z.B. die Professorin für Genderforschung. Entsprechend wird jemand benötigt, der bestimmt, was als “berechtigte Interessen” anzusehen ist, jemand, der vorgibt, was die richtigen und legitimen “berechtigte Interessen” sind und was nicht. Kurz: Hier wird ein Einfallstor geschaffen, um Universitäten vorzuschreiben, was sie z.B. an Inhalten und Infrastruktur und vor allem für wen sie die Inhalte und Infrastruktur bereit zu stellen haben.

Es geht weiter mit dem leeren und wertenden Unsinn, der Politikern und offensichtlich auch ihren Referenten so nahe liegt, aber mit Forschung, Lehre und Wissenschaft überhaupt nichts zu tun und entsprechend auch nichts in einem Gesetz, dem Hochschulen unterworfen werden sollen, zu suchen hat:

(6) Die Hochschulen entwickeln ihren Beitrag zu einer nachhaltigen und friedlichen Welt. Sie sind friedlichen Zielen verpflichtet und kommen ihrer besonderen Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung nach innen und außen nach.

Damit soll kodifiziert werden, was als “Zivilklausel” bekannt ist. Wir haben uns dazu bereits geäußert und wollen an dieser Stelle nur darauf hinweisen, dass es kaum möglich ist, in der Frühphase einer Forschung und selbst dann nicht, wenn die Forschung zu physischen Ergebnissen geführt hat, zwischen einer zivilen und militärischen Nutzung zu trennen, denn die meisten Dinge lassen sich zivil und militärisch nutzen. Aber das nur am Rande.

Ein erheblicher Beitrag zu einer “friedlichen und nachhaltigen Welt” bestünde übrigens darin, dass Politiker, Landesregierungen und ihre Referenten damit aufhören, Menschengruppen gegeneinander auszuspielen und Gesetze zu erlassen, die Missbrauchs-Phantasien und ersponnene Opferrollen zementieren.

Weiter geht es mit dem Wertekanon, auf den nordrhein-westfälische Hochschulen verpflichtet werden sollen:

(7) Die Hochschulen födern die regionale, europäische und internationale Zusammenarbeit, insbesondere im Hochschulbereich, und den Austausch zwischen deutschen und ausländischen Hochschulen; sie berücksichtigen insbesondere die Bedürfnisse ausländischer Studierender.

Paternalistisch, wie das Kabinett um Frau Kraft nun einmal ist, geht der Referent davon aus, dass es keinen Austausch zwischen Universitäten und über Landesgrenzen hinweg gäbe, wenn es nicht von Politikern vorgegeben würde, und vor allem ist er offensichtlich der Ansicht, dass Studenten, die im Ausland studieren, behindert sind und der besonderen Fürsorge der Damen Kraft und Schulze bedürfen. Dazu kann nur gesagt werden, dass es bereits wissenschaftlichen Austausch über Landesgrenzen hinweg gab als weder Kraft noch Schulze noch deren Erziehungsberechtigte in der Lage waren, den eigenen Namen zu buchstabieren und dass die Opferrolle, die sie so freigiebig für andere ausfüllen, ihre eigene Prämisse ist, aber sicher nicht die Haltung, mit der ausländische Studenten nach Deutschland kommen.

Schließlich geht es ans Eingemachte. Gut versteckt im Paragraphen 37a (a, weil komplett neu eingefügt) findet sich die “Gewährleistung der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern bei der Berufung von Professorinnen und Professoren”.

TroegerChancengerechtigkeit ist eine neue Schöpfung aus dem Arsenal der Genderisten, die scheinbar die Chancengleichheit und die Gleichstellung überstrapaziert haben. Also gibt es eine neue Erfindung eine Chancengerechtigkeit. Chancengerechtigkeit in der Beschreibung von § 37a ist in erster Linie eine Berechnungsformel und in zweiter Linie eine fiese Umschreibung für die ganz offene Diskriminierung von Männern:

Zunächst muss jede Hochschule auf Grundlage von Absolventenzahlen und auf Grundlage von Promotionen und (noch) Habilitationen in einem Fachbereich eine sogenannte “Gleichstellungsquote” (also nicht etwa eine Chancengerechtigkeitsquote!) berechnen. Das heißt konkret, den Anteil der männlichen Absolventen an einer Hochschule und den Anteil der weiblichen Absolventen an einer Hochschule, die die Voraussetzungen für eine Professur (Promotion oder Habilitation) erfüllen, zu bestimmen. Kommt dabei heraus, dass in der Rechtswissenschaftlichen Fakultät 70% der Promovierten, die die formalen Anforderungen für eine Bewerbung auf eine Professur erfüllen, weiblich und 30% männlich sind, dann folgt daraus nach Absatz 2 (siehe unten) nichts. Kommt dabei heraus, dass in der Fakultät für Medizin 60% männlichen Promovierten 40% weibliche Promovierte gegenüberstehen, dann folgt daraus die Verprlichtung, dass mindestens 40% der Professuren mit einen weiblichen Professor besetzt werden müssen.

Das nennt man offene Diskriminierung bzw. in den Worten des Hochschulzukunftsgesetzes:

(2) Die Hochschule strebt an, in den Fächergruppen ein Verhältnis zwischen Professorinnen und Professoren zu erreichen, welches [der Referent stammt offensichtlich aus der ehemaligen DDR] der Gleichstellungsquote nach Absatz 1 entspricht. Dies gilt inbesondere hinsichtlich der Ausgestaltung des Verfahrens zur Vorbereitung der Berufungsvorschläge, der Beschlussfassung der Berufungskommission und des Fachbereichsrats über den Berufungsvorschlag sowie hinsichtlich der Berufung durch die Präsidentin oder den Präsidenten. Satz 1 [also die Anpassung der Anteile weiblicher und männlicher Professoren an die “Gleichstellungsquote”] findet keine Anwendung soweit in der Hochschule in einem Fach oder einer Fächergruppe der Anteil der Professorinnen im Verhältnis zu dem Anteil der Professoren überwiegt [unsere Hervorhebung].

Deutlicher kann man die beabsichtigte Diskriminierung männlicher Bewerber in allen Phasen einer Berufung und die beabsichtigte Komplizenschaft der Mitglieder der Berufungskommissionen bis hin zu den Präsidenten von Universitäten nicht mehr machen. Wer sich vor diesem Hintergrund weiter still und ergeben in sein Schicksal an Hochschulen des Landes NRW fügt, der ist entweder ein Profiteur des Hochschulzukunftsgesetzes, oder er ist schlicht dumm. Es gibt keine anderen Alternativen mehr. Nebenbei sei zum xten Mal erwähnt, dass eine quantitative Verteilung nicht mit einer qualitativen Verteilung identisch ist – anders formuliert: Promovent ist nicht gleich Promovent, es gibt erhebliche Unterschiede in Fähigkeiten und Kompetenzen zwischen Promoventen. Dass sich Politiker und ihre Referenten das nicht vorstellen können, ist vielsagend und vermutlich darauf zurückzuführen, dass sie niemals eigene (wissenschaftliche) Leistungen erbracht haben.

Die Zukunft an den Hochschulen in NRW ist somit eine gleichgeschaltete und eine männerfreie (das ist die letztendliche Konsequenz von § 37 a Absatz 2). Brave New World kann man da nur sagen und die Nordrhein-Westfalen für ihre Regierung bemitleiden, aber nicht zuviel, denn schließlich hat jeder die Möglichkeit, Konsequenzen aus dieser Entwicklung zu ziehen und Hochschulen in NRW zu meiden wie die Pest, denn sofern dieses Gesetz keinen Widerstand an Hochschulen in NRW auslöst und die Antidiskriminierungsstelle nicht mit einer Flut von Beschwerden überschwemmt wird, ist dies selbstredend für den Zustand der Wissenschaft an den entsprechenden Universitäten und wenn es in Kraft tritt, dann ist klar, was die Zukunft bringt.

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31 Responses to Zukunft: männerfrei und gleichgeschaltet – Hochschulzukunftsgesetz in NRW ist Diskriminierungsgesetz

  1. Meier, Hans (Kempten) says:

    Es passiert genau das, was zu erwarten wr: Unter dem Deckmantel der “Gleichberechtigung” wiereden Gesetze zu einer sogenannten “Gleichstellung” implementiert, die in letzter Konsequenz darauf hinauslaufen, dass es möglich wird, ein Geschlecht abzuschaffen an den Unis. Diese Möglichkeit ist npch nicht Gesetz – und ich vermute, dass de letzte harte Gesetzesformulierung nie erfolgen wird, denn gerne wird frau sich ein paar lila Pudel als Alibi-Männer halten.

    Das aber ist eine der zwei Hauptfolgen dieses Gesetzes:

    1. Nun werden auch noch die Unileitungen verpflichtet, ergänzend zur Festnagelung der Auswahlkommissionen auf gender-Kriterien, deren Ergebnisse nur zu akzeptieren, wenn… Wenn DIESE Kröte durchgesetzt ist, wird es nur noch abhängige Wissenschaft geben, der die Politik beliebige Vorschriften machen kann.

    2. Jeder Mann, der da noch durchkommt, wird von sich sagen dürfen, SEHR VIEL besser zu sein als die weibliche Konkurrenz. (Nach dem Motto: Ein Mann, der so schlecht ist, wie die beste Konkurrentin, ist keiner Anstellung würdig.) Ob das der “diversity” guttut? Faktisch wird das aber kaum einer der Männer sagen, der da noch durchkommt, denn natürlich herrscht längst auch Gesinnungspolizei: Dier Herrschaft der “diversity” schließt das Gebot mit ein, deren Prinzipien nicht kritisieren zu dürfen. Im Ergebnis werden nur zwei Typen von Männern überleben können: Hervorragende, aber ganz auf ihr Fach konzentrierte Spezialisten, die sich jeden urteils über Fachfremdes enthalten (die entsprechen dann dem feministischen Klischee vom gefühllosen Mann) und Männer, die sich in der Maske des lla Pudel einzurichten wissen.

    UND EIN LETZTES: Es ist ehrenwert, wenn das Land NRW keine Kriege führen will und Frieden halten möchte zu seinen Nachbarländern, aber wieso folgt daraus, dass Wissenschaft sich nicht mit darüber hinausgehenden Fragen breschäftigen darf? Man Stelle sich vor, nach 1945 hätte einer der beiden Blöcke darauf verzichtet, am atomaren Aufrüstungswettbewerb teilzunehmen und entsprechende Forschung zu betreiben. Ob das Ergebnis wirklich jener jahrzehntelange Friede gewesen wäre, der “kalter Krieg” genannt wird, aber besser “atomarer Burgfrieden” hieße? Auch das Land NRW verdankt die Möglichkeit seines Friedens heute einem weltweiten, hochsensiblen Rüstungs- und Militärgleichgewicht. Wer aus dessen Aufrechterhaltung aussteigen will…

  2. DuUndIch says:

    Tja, so ist das halt in einer Demokratie mit Frauenwahlrecht: imgbox.com/acyghEU6

    @Hans Meier

    Es passiert genau das, was zu erwarten wr: Unter dem Deckmantel der “Gleichberechtigung” wiereden Gesetze zu einer sogenannten “Gleichstellung” implementiert

    Deckmantel? Überhaupt nicht.

    Das ist ja leider immer noch der Fehler vieler Männer, dass sie meinen, dass sich Gleichberechtigung und Quotierungen widersprächen.

    Dass also Gleichberechtigung ein Argument gegen Quoten wäre.

    Dabei ist das Gegenteil der Fall. Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit sind Argumente für Quoten. Wer “Gleichberechtigung” sagt oder wer “Gleichwertigkeit der Geschlechter” sagt, muss auch “Frauenquote” sagen.

    Das ist zwar kontraintuitiv, man sieht aber am Bundestag, dass es genau so ist. Denn alle Fraktionen im Bundestag glauben an Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit und trotzdem haben ausnahmslos alle Fraktionen Frauenquoten innerhalb der Partei und fordern Frauenquoten für die freie Wirtschaft.

    • karstenmende says:

      Genauso kann man sagen, dass Feministen und Genderisten permanent den Unterschied zwischen “Gleichberechtigung” und “Gleichstellung” nicht erkennen wollen. Das nur so am Rande.

      Eine Frage habe ich zu diesem Abstatz:

      “Dabei ist das Gegenteil der Fall. Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit sind Argumente für Quoten. Wer “Gleichberechtigung” sagt oder wer “Gleichwertigkeit der Geschlechter” sagt, muss auch “Frauenquote” sagen.”

      Soll das etwa die Begründung einer These sein?

      Das ist plakativer Sprechblasen-Salat nach dem Motto: “Frauen sind besser, weil Frauen besser sind.” Typisches Femisprech zwar, aber hier so fehl am Platz, wie eine Elefant in Murmansk. Es wäre deutlich zielführender, wenn eine Begründung die Antwort darauf liefert, WARUM es denn so sein soll. Da wird es aber wahrscheinlich schon zu schwierig, denn eine sachliche Begründung kann es offensichtlich nicht auf eine These geben, die die Bevorzugung einer Gruppe von Menschen als “Gleichberechtigung” beschreibt.

      • DuUndIch says:

        @Karsten Mende.

        Dass es wahr ist, können Sie an drei Dingen verfolgen:

        1. So wie ich oben schrieb, sind ausnahmslos alle Bundestagsfraktionen (Union, Grüne, Linke, SPD) für Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit, und ausnahmslos alle Fraktionen haben parteiinterne Frauenquoten und wollen Frauenquoten in der Wirtschaft. Männerrechtler denken dann, dass sich alle Parteien irren und vom Grundgesetz abgekommen seien. Das Gegenteil ist der Fall.

        2. In offiziellen EU Dokumenten (in Feministinnenblogs ja sowieso) wird Gleichberechtigung als Argument gebraucht FÜR die Quote. Nicht gegen die Quote.

        Im Englischen ist es sogar noch einfacher. Da sprechen offizielle Dokumente bloß von “equality” und das meint alles: Gleichberechtigung, Gleichstellung, Teilhabe usw. Das heißt, selbst wenn es im Deutschen einen Unterschied gäbe zwischen “Gleichstellung” und “Gleichberechtigung”, dann fiele er im Englischen weg. Da Deutschland eingebunden ist in die EU, spielten solche deutschsprachlichen Feinheiten keine Rolle.

        3. Die Erklärung ist hier:
        http://bloganddiscussion.com/argumentevonfemastasen/3752/weibliches-ungeziefer-und-frauenquoten/

        Ich kenne die Männerrechtler. Während sie schluchzen “Aber das ist doch gegen Gleichberechtigung”, schreitet Männerdiskriminierung immer weiter voran, unter den Augen des Grundgesetzes, und sie können es sich einfach nicht erklären.

        Die Männerrechtler und Geschlechtergleichwertler sollten endlich einmal aufwachen.

        Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit sind die Einfallstore für Männerdiskriminierung. Solange man an einem davon festhält, wird es auch so bleiben.

        • Goofos says:

          Das geht so nicht auf. Besonders auch dann wenn man mit einer Gleichwertigkeit der Geschlechter argumentiert. Eine Frauenquote oder das Profesorinnenprogramm mag auf eine Gleichwertigkeit in der Verteilung der Geschlechter abzielen, aber die Methoden selbst verstoßen gegen eine Gleichwertigkeit der Geschlechter. Schließlich wird dabei ein Geschlecht höherbewertet als das andere Geschlecht, nur aus dem Grund weil es irgendwie wichtiger wäre, dass das eine Geschlecht ausreichend vertreten ist. Dafür wird es kein Argument geben, das erklären kann warum das so sein muss, ohne dabei das andere Geschlecht irgendwie abzuwerten. Man könnte es auch so ausdrücken, dass jeder Versuch eine Gleichwertigkeit in der Verteilung der Geschlechter mit irgendwelchen eingreifenden Methoden herzustellen, gegen die Gleichwertigkeit der Geschlechter verstößt.

          • DuUndIch says:

            @Goofos

            Das geht so nicht auf. Besonders auch dann wenn man mit einer Gleichwertigkeit der Geschlechter argumentiert. Eine Frauenquote oder das Profesorinnenprogramm mag auf eine Gleichwertigkeit in der Verteilung der Geschlechter abzielen, aber die Methoden selbst verstoßen gegen eine Gleichwertigkeit der Geschlechter.

            Genau. Und so argumentieren die Männerrechtler seit sage und schreibe ca. 30 Jahren und die Männerentrechtung schreitet voran.

        • karstenmende says:

          Sie verstehen ein grundlegendes Element der Argumentationsmethodik nicht. Ich erkläre es noch einmal ausführlicher.

          Sie können keine Behauptung nur mit einem Argument begründen, und nicht damit, dass es noch andere Leute (Parteien, Feministinnen, oder die EU) gibt, die die gleiche Behauptung aufstellen. Ich kenne die fadenscheinigen Argumente für die Frauenquote auch, glauben Sie mir das. Ich kenne aber aber auch den Sinn des Wortes “Gleichberechtigung” und den Unterschied zur “Gleichstellung”.

          Ob Sie es nun Glauben oder nicht, auch die englische Sprache bietet Möglichkeiten, den Begriff “equality” näher auszuleuchten und zu spezifizieren. Denn in der Sache ist der Unterschied zwischen beiden Bedeutungen eindeutig, auch wenn Sie sich weigern, diesen Unterschied zu sehen. Das sind eben keine sprachlichen Feinheiten, sonder zwei völlig verschiedene Umstände.

          Männerdiskriminierung entsteht nur aus der Gleichstellung heraus, niemals aber aus der Gleichberechtigung, weil die Gleichberechtigung allen Menschen die gleichen Voraussetzungen garantiert um ein Ziel zu erreichen. Dadurch wird gewährleistet, dass sich am Ende der Beste durch Eigenleistung qualifiziert (viele ernstzunehmende Akademikerinnen beweisen das jeden Tag, ganz ohne Quote). Gleichstellung jedoch bedeutet, dass einige (in diesem Fall Frauen) unter günstigeren Vorrausetzungen und ohne Eigenleistung, die Besseren am Ende quantitativ ersetzen sollen, nur um eine vorgeschriebene Quote zu erfüllen. Was dabei entsteht beweisen inkompetente, gender-geförderte Ouoten-Frauen auch täglich, die den Titel “Professorin” vor sich hertragen, wie ihre zwei “besten Freundinnen”.

          Und zum Abschluss, sage ich mit aller Deutlichkeit: es geht hier nicht um Männerrechte, es geht um Menschenrechte. Und davon verstehen weder Feministinnen, noch Politiker auch nur einen Hauch, da sie nur eine Hälfte der menschlichen Spezies mit Rechten versehen möchten und die andere (oft genug wortwörtlich) für überflüssig erklärt haben.

          • … also, vielleicht hilft das ein wenig bei der Diskussion um Begriffe oder Konzepte und deren Pervertierung in der Realität:

            “Gleichberechtigung” war während der vergangenen Jahrzehnte der populäre Begriff für “CHANCENgleichheit”, und wer “Gleichberechtigung” gefordert hat, hat gefordert, dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt werden soll, z.B. als Bewerber auf bestimmten Jobs von vornherein abgelehnt werden sollte etc. Es ging in der Tat um Menschen- oder besser: Individualrechte. Jeder sollte (soweit möglich, ohne anderen zu schaden,) nach den eigenen Neigungen leben können, ohne Einschränkungen durch zugeschriebene Merkmale (“soundso sind Männer oder soundso sind Frauen, und deswegen dürfen Männer oder deswegen dürfen Frauen nicht….”).

            Die Annahme hierbei ist, dass es prinzipiell unbekannt ist, was ein einzelner Mensch gerne tun möchte oder was er besonders gut kann, und dass er dewegen die Chance haben muss, seinen eigenen Neigungen nachzugehen. Das Leistungsprinzip “sortiert” dann unter den Bewerbern bzw. Anwärtern auf einen bestimmten Job, eine bestimmte Position etc. Insofern ist Gleichberechtigung, also Chancengleichheit NOTWENDIG mit dem Leistungsprinzip verknüpft, und es ist genau das GEGENTEIL von Gleichstellung,

            “Gleichstellung” ist eine neuere Wortschöpfung und bedeutet “ERGEBNISgleichheit”, also die rein statistische bzw. mathematische Gleichverteilung von Gütern oder Jobs, oder Geld oder was auch immer auf willkürlich unterschiedene Menschengruppen, im Staatsfeminismus: auf Männer und Frauen.

            Die Annahmen dabei sind, dass die zu verteilenden Güter, Jobs, was auch immer, für alle Menschen gleichermaßen attraktiv oder wichtig seien, dass also alle Menschen nach demselben streben, dieselben Bedürfnisse und Wünsche haben, und dass die jeweils unterschiedenen Menschengruppen irgendwie die wichtigen oder relevanten seien, hier: die Unterscheidung zwischen Frauen und Männern ist relevant bzw. grundlegend, während die zwischen z.B. Alten und Jungen, Braun- und Blauäugigen, Menschen aus Arbeiterfamilien und Menschen aus Beamtenfamilien oder was auch immer es nicht ist. Beide Annahmen sind äußerst fragwürdig, um nicht zu sagen: absolut unhaltbar.

            Und das ist offensichtlich der Grund dafür, warum wir keinerlei, aber auch wirklich KEINERLEI Begründung von Politikern und anderen Pöstchenbesetzern geliefert bekommen, Man KANN solche Annahmen nicht plausibel und schon gar nicht empirisch begründen – es geht einfach nicht.

            Wenn Politiker und Nutznießer des Pöstchensystems Gleichstellung und Gleichberechtigung vermischen, dann tun sie das entweder, weil sie nicht die leiseste Ahnung davon haben, was der Unterschied ist und sich auch nicht dafür interessieren – es wird einfach mit der EU-Meute gelabert, und was gelabert wird und gut klingt, ist gut -, oder es steckt eine kriminelle Energie dahinter, d.h. es soll bewusst suggeriert werden, dass Gleichstellung mit Gleichberechtigung identisch sei oder aus ihr folge, weil in Deutschland – wie in anderen Ländern auch – eine große Mehrheit der Menschen Gleichberechtigung befürwortet hat und dies auch weiterhin tut und man mit einigem Widerstand rechnen müsste, wenn man ihnen Gleichstellung statt Gleichberechtigung als gesellschaftlichen Entwurf präsentieren würde. Also tut man so, als sei beides identisch oder sehr nah verwandt, und ohnehin beginnt beides mit “Gleich-” …

            Tatsächlich verbergen sich hinter beiden Dingen einander ausschließende gesellschaftliche Entwürfe – und man kann nicht genug davor warnen, sich täuschen zu lassen und beides als identisch oder nah verwandt durchgehen zu lassen.

            Da kann ich nur “karstenmende” zitieren;

            “Männerdiskriminierung entsteht nur aus der Gleichstellung heraus, niemals aber aus der Gleichberechtigung, weil die Gleichberechtigung allen Menschen die gleichen Voraussetzungen garantiert, um ein Ziel zu erreichen. Dadurch wird gewährleistet, dass sich am Ende der Beste durch Eigenleistung qualifiziert ”

            Und:
            Gleichberechtigung ist aber gerade deshalb mit Quotierungen unvereinbar! Wenn man meint, sie sei mit Quoten vereinbar, hat man die Identisch-Setzung von Gleichberechtigung mit Gleichstellung “geschluckt” – und das ist genau, was sich die Nutznießer des Staatsfeminismus und Genderismus wünschen!

            Im Englischen ist die Gefahr, dass beides vermischt wird, deutlich geringer, aber doch existent: Gleichstellung würde unter “equality” fallen, wobei unter “equality” tatsächlich sehr viel Verschiedenes fallen kann – eines jedoch nicht, nämlich “equity”, und “equity” bedeutet immer und überall “Verteilung nach dem Leistungs- oder meritokratischen Prinzip”, und insofern diese Art der Verteilung Chancengleichheit erfordert (weil sonst von Anfang an bestimmte Leute vom Wettbewerb um bestimmte Güter ausgeschlossen sind), umfasst es auch Chancengleichheit als eine Form von Gleichheit, die aber natürlich nichts mit Ergebnisgleichheit zu tun hat, denn – nochmal, weil das wirklich wichtig ist:

            wenn ich weiß, dass alle Menschen ab dem 18. Lebensjahr und dem Stichtag 21.September 20XX eine Bürgerrent von Euro XXX(X) beziehen werden, weil ich ihnen das ebenso zuzuteilen gedenke, dann besteht für eine Gleichheit von irgendwelchen Chancen ja keine Erfordernis – die Chancen sind für jeden 100% – das habe ich nämlich so festgelegt.

            In der Praxis bedeutet daher auf der Insel normalerweise “equality” Ergebnisgleichheit oder Gleichstellung oder unter “equality” werden positive Diskriminierungsmassnahmen verstanden(wie z.B. das Professorinnenprogramm), und “equity” bedeutet “Leistungsprinzip auf er Basis von Chancengleichheit”.

            Angemerkt sei noch, dass selbst unter dem Banner der “Gleichstellung”, also der Ergebnisgleichheit, im Staatsfeminismus keine Ergebnisgleichheit zwischen Männern und Frauen hergestellt wird oder werden soll – sonst würde eine Frauenquote unter Kanalarbeitern, Dachdeckern etc. gefordert. In der Praxis handelt es sich einzig und allein um den Versuch, Mittelschichtsfrauen alle möglichen Vorteile zu verschaffen .- und siehe da: Politiker und Pöstcheninhaber kommen sehr weit überwiegend aus der Mittelschicht, und immer mehr davon sind Frauen!

            Das System bricht spätestens dann zusammen, wenn zu viele keinerlei Mehrwert produzierenden Nutznießer um zu wenige von produktiven Mitgliedern der Gesellschaft bereitgestellte Güter konkurrieren und beginnen, sich gegenseitig zu zerfleischen. Das ist ein allgemeines Gesetz, weil es aus logischen Gründen so sein muss. Deshalb ist Pluralität so wichtig für eine Gesellschaft, und diese wiederum ist nur vor dem Hintergrund von Chancengleichheit und Leistungsprinzip erhaltbar. Deshalb gibt es keine lebbare Alternative hierzu, wie uns alle totalitären Gesellschaften immer und immer wieder vor Augen geführt haben.

            Würde es nicht für uns alle einen so dramatischen Einbruch unserer Lebensqualität bedeuten, und wäre es nicht einfach so todtraurig, die neueste totalitäre Irrung aufgrund kleinmütiger Nutznießerei beobachten zu müssen, dann könnte man sich eigentlich zurücklehnen und einfach abwarten ….

            • DuUndIch says:

              @Dr. habil. Heike Diefenbach

              Sie argumentieren aber immer noch nur auf einer etymologischen/semantischen Ebene, nicht auf einer praktischen.

              In der Praxis steht im Englischen “equality” drin und das wird manchmal als “Chancengleichheit” übersetzt und manchmal als “Gleichheit.”

              Und selbst WENN man es immer mit “Chancengleichheit” übersetzen würde, selbst dann nützt es Ihnen nichts, weil Feministinnen, die Frauenquoten fordern ebenfalls mit “Chancengleichheit” argumentieren.

              Ihr Fehler (wie auch der Fehler der Männerrechtler) ist immer wieder der gleiche: Es wird die MÄNNLICHEN Definition von “Chance” impliziert, die immer “gleiche Pflichten/Anstrengungen IN DER ZEIT DAVOR” mitmeint.

              Das steht da aber nicht.

              Da steht weder etwas von Pflichten, noch etwas, dass diese Pflichten in der Zeit davor stattfinden müssen.

              Wenn ich von einer weiblichen Definition von Chance ausgehe, dann ist Chancengleichheit sehr wohl mit Frauenquoten vereinbar. Denn ein weiblicher Vorstand hat plötzlich die GLEICHE CHANCE zu zeigen, was in ihm steckt.

              Chance ist nur ein Wort, was man dehnen kann wie man will.

              • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

                @DuundIch

                Bitte????

                Sie schreiben;

                “Ihr Fehler (wie auch der Fehler der Männerrechtler) ist immer wieder der gleiche: Es wird die MÄNNLICHEN Definition von “Chance” impliziert, …”

                Ich dachte – wie neun Zehntel der restlichen Weltbevölkerung wohl denkt, dass, “männlich” und “weiblich” Begriffe seien, die sich auf die Fortpflanzungsfähigkeit von Säugetieren beziehen – nicht mehr und nicht weniger. Ich bin eindeutig weiblich – wenn Sie meinen, Definitionen hätten ein Geschlecht, das sozusagen eine Funktion des biologischen Geschlechts dessen ist, der sie vorbringt, dann sind sie jetzt in einem echten Dilemma!

                Und wenn Sie etwas so seltsames glauben, wie dass Definitionen oder Worte ein Geschlecht hätten, und gleichzeitig glauben, wir (Männer? :-)) würden nur über Worte, nicht über Realität sprechen, dann bin ich über diesen Vorwurf einigermaßen erstaunt, denn dann machen Sie – diesmal und vermutlich immer wieder – den Fehler, sich selbst zu widersprechen:

                SIE sind es, der über erfundene Chimären spricht und nicht über die Realität, denn in der Realität gibt es Worte, Konzepte, Definitionen, aber selbstverständlich keine weiblichen oder männlichen Worte, Konzepte, Definitionen – Worte, Konzepte und Definitionen haben keine dingliche Realität und insbesondere keine Fortpflanzungsfunktion im Rahmen der Spezies der Säugetiere.

                Oder meinen Sie, dass eine solche empirische Beschreibung der Spezies der Säugetiere eine “männliche” Konstruktion sei?

                Nun ja – ich weiß nicht, in welcher Welt Sie leben, aber ich vermute, dass Sie wie wir alle stark von den Errungenschaften einer Welt profitieren, die bestimmte real existierende Zusammenhänge aufgedeckt und zu manipulieren gelernt hat. Also bleiben Sie bitte sozusagen auf dem Teppich der Realität.

                In der Realität gibt es Menschen (für Sie dann wohl per definitionem “Männer” wie ich :))))) , die glauben, dass es in derselben Misstände gäbe, die es zu verändern gilt. Vielleicht gibt es Menschen, die sich das nicht vorstellen können und die nur immer und alles fraglos akzeptieren. (Für mich persönlich stellt sich dann allerdings die Frage, wann sich solche Menschen jemals wirklich lebendig fühlen ….)

          • DuUndIch says:

            @Karsten Mende

            Ob Sie es nun Glauben oder nicht, auch die englische Sprache bietet Möglichkeiten, den Begriff “equality” näher auszuleuchten und zu spezifizieren.

            Ja, gibt es. Und trotzdem kommt dann nicht “equality” (oder seine Spezifizierung) in die deutschen Gesetzestexte, sondern je nach Lust und Laune “Gleichstellung” oder “Chancengleichheit”. Hier wurden diese Übersetzungen schön aufgezeigt:
            http://bloganddiscussion.com/argumentevonfemastasen/3083/in-der-eu-sind-maenner-und-frauen-gleich-gleichwertig-gleichgestellt-chancengleich/

            @Karsten Mende

            Und zum Abschluss, sage ich mit aller Deutlichkeit: es geht hier nicht um Männerrechte, es geht um Menschenrechte. Und davon verstehen weder Feministinnen, noch Politiker auch nur einen Hauch, da sie nur eine Hälfte der menschlichen Spezies mit Rechten versehen möchten und die andere (oft genug wortwörtlich) für überflüssig erklärt haben.

            Die Menschenrechtler unter den Männerrechtlern haben sogar noch weniger erreicht als die reinen Männerrechtler.

            Solche Argumente funktionieren nur in der Theorie, nicht in der Praxis. Das wird von der Politik oder von Richtern mit einem Handstreich weggewischt.

            Wenn es so einfach wäre, warum dann treten Sie nicht einer Partei bei, z.B, den Grünen, und verklagen die dann gegen Menschenrechte, weil sie eine Frauenquote haben? Oder weil Politikerposten GENERELL QUOTIERT sind (x% aus NRW, y% aus Sachsen usw.). Sie könnte die Politik ruckzuck auf einige Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte verändern?

            Dort wo das passiert ist (Mann wollte Gleichstellungsbeauftragter werden) wurde die Ungleichstellung gerichtlich bestätigt.

            @Karsten Mende

            Sie können keine Behauptung nur mit einem Argument begründen, und nicht damit, dass es noch andere Leute (Parteien, Feministinnen, oder die EU) gibt, die die gleiche Behauptung aufstellen.

            Doch kann ich, weil diese Gruppen (EU, Frauen) nicht irgendwer sind, sondern die massivsten Bestimmer von Wahlen und von Gesetzen.

            Wenn man bei einer Umfrage lesen muss, dass 50%+ aller Akademikerinnen FÜR Frauenquoten sind, dann weiß man, dass nicht irgendwelche spinnerten Feministinnen sind, sondern das die weibliche Redefinition von “Gleichberechtigung” von dem Großteil der Wählerschaft mitgetragen wird.

            Die einzige Hoffnung, die zur Zeit noch besteht ist, dass sich irgendjemand hochklagt und ein ganz hoher Richter urteilt, dass Gleichberechtigung so ist wie es Männer definieren (und nicht so wie es Frauen oder die EU definiert). Aber auch dieser Weg ist bereits hintertrieben durch die Installation von Susanne Baer am Verfassungsgericht.

            • karstenmende says:

              @DuUndIch

              Ich hatte anfangs wirklich gegaubt, dass Sie nur begriffsstutzig sind, weil Sie den Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung nicht erkennen können. Der letzte Absatz ihres (hoffentlich) letzten Kommentars lässt bei mir den Verdacht aufkeimen, dass Sie unter Umständen schwachsinnig sein könnten. Bitte entschuldigen Sie meine Wortwahl, aber wenn Sie wirklich der Meinung waren, dass ich mich nach diesem Kommentar noch weiter mit Ihnen und Ihrem Geschwätz auseinandersetze, lässt das meinerseits nur den Schluss zu, dass Ihre Sinne äußerst schwach ausgeprägt sein müssen. Es tut mir leid, aber an einem toten Pferd verschwende ich kein Adrenalin!

              • A. Behrens says:

                Hallo,

                ich habe noch nicht alle Gedanken dieses Threads nachvollzogen, aber kurz dazu: Gleichberechtigung und Gleichstellung sind nur _Worte_! Es geht aber nicht um Bedeutungen, sondern um Inhalte.

                Gleichberechtigung _war_möglicherweise_mal_ mal so gemeint, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Es gibt aber seit Jahrzehnten intensive Bemühungen den Bedeutungsinhalt von Gleichberechtigung zu verschieben. Und zwar dahin, dass jeder Mensch die gleichen Ansprüche und Anspruchsmöglichkeiten hat.

                Wenn ich sparsam war und mir ein Auto kaufen konnte und mein Nachbar nicht, dann war er _früher_ trotzdem vor dem Gesetz gleich gestellt. Denn er wurde vor dem Gesetz nach den gleichen Regeln behandelt. (Chancengleichheit) Heute bedeutet aber Gleichberechtigung zunehmend, dass wenn _ich_ ein Auto besitze, auch Nachbar das gleiche Recht hat _mein_ Auto zu benutzen (Ergebnisgleichheit). Und der Nachbar kann das ja auch juristisch begründen, steht ja im Gesetz “Gleichberechtigung”, also das gleiche Recht mein Auto zu benutzen.

                Und nun? Sind Sie immer noch für Gleichberechtigung? 🙂 Falls ja: Sagen Sie mir doch bitte wo Sie wohnen, ich würde Ihre Behauptung gern prüfen. 😉

                Hinter dem Wort Gleichberechtigung steckt(e) eine ganze Weltanschauung. Etwa das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit, des Eigentums, des gegenseitigen Respekts. Und einer Wirkmechanismen des Feminismus ist es die Begriffe und die Weltanschauung zu verändern. Und das ist nicht etwa überraschend, denn die Veränderungen von Bedeutungsinhalten war schon immer wichtigstes Transportmittel sozialistischer Ideale. Und ja, dass habe ich in der DDR sogar exakt so in der Schule gelernt.

                Gleichberechtigung bedeutet heute “ich habe den gleichen Anspruch auf einen Aufsichtsratsposten wie Joseph Ackermann”. Und zukünftig soll der Bedeutungsinhalt verschoben werden nach “Frau hat einen zu befriedigenden Anspruch auf einen Aufsichtsratsposten, so wie Joseph Ackermann”.

                Aus diesem Grund: Nein, meine Ehefrau ist _nicht_ gleichberechtigt. Wenn ich auf dem Klo sitze, dann muss sie vor der Tür stehen und warten. Sie hat _nicht_ das Recht reinzukommen.

                Akzeptieren Sie bitte einfach, dass Gleichberechtigung heute etwas anderes bedeutet als vor 50 Jahren. Wenn Sie _das_ akzeptiert haben, dann werden Sie ebenfalls gegen Gleichberechtigung sein (und zum Beispiel beginnen Begriffe wie Gleichverantwortlichkeit oder Gleichbepflichtung zu erfinden).

                Und nein, Logik und Sachargumente interessieren im Feminismus überhaupt nicht. Feminismus ist keine Wissenschaft, sondern eine faschistische Ideologie oder auch eine wahnwitzige Religion.

                Das _SIE_ glauben, bestimmte Wörter hätten eine bestimmte Bedeutung interessiert überhaupt nicht. Denn Feministen werden sagen “Sie sind für Gleichberechtigung? Dann will ich Ihr Auto haben, denn wir haben beide das gleiche Recht auf dieses Auto”.

                • karstenmende says:

                  Gleichberechtigung und Gleichstellung sind nicht nur verschiedene Worte mit der selben Bedeutung. Augenfällig ist nämlich, dass heute von hoch offizeller Seite gar nicht mehr von Gleichberechtigung gesprochen wird.

                  http://www.bmbf.de/de/494.php

                  Das ist eine Website des BMBF. Das Wort Gleichberechtigung finden Sie dort nirgends. Die Macher dieser Seite sind sich der Unterschiede beider Begriffe sehr bewußt, genauso wie der Tatsache, dass Gleichstellung nicht der Gerechtigkeit dient. Sie haben vollkommen richtig erkannt, dass es die feministischen WortverdreheInnen hervoragend beherrschen Begriffe zu manipulieren, und in ihr genaues Gegenteil zu verwandeln. Allerdings hat sich das BMBF hier unangreifbar gemacht, da es mit keiner Silbe von Gleichberechtigung gesprochen hat. Das es trotzdem Menschen gibt, die das glauben, steht auf einem anderen Blatt.

    • Eugen Karl says:

      Das ist nicht kontraintuitiv, sondern einfach unlogisch. Wenn Gleichberechtingung gleiches Recht bedeutet, dann ist rechtlich abgesicherte Bevorzugung eben Nicht-Gleichberechtigung, also das kontradiktorische Gegenteil. Mit Intuition hat das überhaupt nichts zu tun.

      • DuUndIch says:

        @Eugen Karl

        Das ist nicht kontraintuitiv, sondern einfach unlogisch. Wenn Gleichberechtingung gleiches Recht bedeutet, dann ist rechtlich abgesicherte Bevorzugung eben Nicht-Gleichberechtigung, also das kontradiktorische Gegenteil. Mit Intuition hat das überhaupt nichts zu tun.

        Nein, unlogisch ist das nur, wenn man von einer männlichen Definition von “Gleichberechtigung” ausgeht. Wenn man einmal EU Dokumente liest und sich in Frauenforen herumtreibt, dann ist es mitnichten unlogisch.

        Denn welches “Recht” die “GleichbeRECHTigung” mit einschließt, ist überhaupt nicht geregelt. Und seit 30 Jahren schluchzen die Männer “Aber das ist unlogisch” und “Aber das ist gemein” und währenddessen schreitet die Männerentrechtung unter den Augen der Richter und der Verfassungen immer weiter voran.

        Es ist eben nicht unlogisch, sondern Männern MEINEN nur, dass es unlogisch ist.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          … ich sehe nicht so recht, wohin diese Diskussion führen soll: Logik ist nichts, was von der persönlichen Sicht abhängt. Entweder Sätze folgen logisch auseinander oder nicht,

          Worum es hier geht ist doch wohl eher die Haltbarkeit der Voraussetzungen oder Annahmen, die hinter dem, was postuliert wird, liegen (und aus denen man dann andere Sätze logisch ableiten kann oder auch logisch fehlerhaft abzuleiten gedenkt), und die Verantwortbarkeit der Folgen dieser Annahmen und der aus ihnen (logisch korrekt oder unkorrekt) abgeleiteten Maßnahmen. Letztlich geht es hier also um empirische Fragen (wie begründet sind bestimmte Annahmen in der Realität, und welche Folgen haben bestimmte Dinge in der Realität?) und um Moral (in welcher Realität wollen wir aufgrund welcher Überzeugungen oder Prinzipien leben?)

          Von daher stellt sich doch die Frage an “DuUndIch”, was es für uns BEDEUTEN soll, wenn es so wäre, dass “Männer” (und ich und eine nennenswerte Anzahl von Frauen, die für mich unverständlicherweise gerne von männlichen Autoren unterschlagen werden) “nur meinen”, dass das “unlogisch” sei. Bedeutet es, dass wir alle, Männer wie Frauen, das dann so zu akzeptieren haben? Sicher nicht, und sicher haben Sie das auch nicht so gemeint, oder!?

          • DuUndIch says:

            @Dr. habil. Heike Diefenbach

            Logik ist nichts, was von der persönlichen Sicht abhängt. Entweder Sätze folgen logisch auseinander oder nicht,

            Stimmt. Und BEIDES ist logisch, sowohl dass Frauenquoten Ausdruck der Gleichberechtigung sind, oder Ausdruck der fehlenden Gleichberechtigung.

            Alles hängt davon ab, was man mit “Gleich” und “Recht” und “Berechtigung” meint.

            Männerrechtler meinen aber, dass Frauenquoten und Gleichberechtigung Widersprüche sind. Das sind sie aber nur unter einer bestimmten Definition.

            Unter einer anderen (wie von mir oben geschrieben und verlinkt) sind sie aber keine Widersprüche.

            • Nun ist es wirklich gut. Wenn Sie hier den fundamentalen Konstruktivisten spielen wollen, dann ist das schön, aber wir sind ein Wissenschaftsblog und sind nicht sonderlich interessiert an dem, was man in der Pfalz “dummes Gebabbel” nennt. Suchen Sie sich also bitte für Ihren “radikalen Konstruktivismus” eine andere Spielwiese, sofern es überhaupt möglich ist, jemanden zu finden, der Sinn aus der Aneinanderreihung von Worten machen kann, die Sie hier bringen. Denn wenn alles so konstruiert ist, wie Sie behaupten und nur Sie es offensichtlich verstehen, wie kommen Sie dann auf die Idee, Sie könnten sich Dritten mitteilen?

              Also ab vor den Spiegel!

            • … ich dachte, ich hätte in meinem ersten, oben stehenden langen Kommentar hinreichend geklärt, was die Begriffe “Gleichberechtigung” und “Gleichstellung” bedeuten bzw. historisch bedeutet haben – das ist prüfbar und hängt nun eben NICHT vom gusto ab, den man der Einfachheit halber “bestimmte Definition” nennt – und in welchen Kontext sie gehören.

              Wenn Sie meinen, das sei nicht so, dann würde ich Ihnen empfehlen, sich in die entsprechende Literatur unter den Stichworten “Gerechtigkeitstheorien”, “Gerechtigkeitsforschung” oder “Rechtsphilosophie” einzulesen. Bevor Sie das nicht getan haben, können Sie sich aber, glaube ich, nicht weiterführend zum Thema äußern und sich nicht mit anderen Menschen verständigen, da Sie ja lediglich darauf bestehen, alles sei beliebig – wobei der Maßstab des Beliebens dann vermutlich Ihrer sein soll.

              Es genügt nun einmal einfach nicht, das eigene Gutdünken als eine Auffassung darzustellen, die gleichwertig mit BEGRÜNDETEN Auffassungen sein soll. Es gibt einen Qualitätsunterschied zwischen Beliebigkeit und begründeten Auffassungen, und Gleichberechtigung ist wie von mir bereit beschrieben und begründet ein Konzept, das dem der Gleichstellung entgegengesetzt ist; beide widersprechen einander aus logischen und sachlichen Gründen.

              Sie haben m.W. keine alternativen (und sinnvollen, also operationalisierbaren!) Definitionen gegeben und nicht gezeigt, wie die Konzepte aufgrund dieser alternativen Definitionen ggf. miteinander zu vereinbaren wären. Was also sollen uns Ihre Kommentare noch sagen?

              Im übrigen frage ich mich, vor welchem Hintergrund es für Sie so wichtig ist, darauf zu bestehen, dass man sich einbilden könnte, Gleichberechtigung und Gleichstellung seien miteinander vereinbar – warum eigentlich nicht einfach Synonyme? -, wenn man nur wollte, dass sie es seien bzw. sich das eben einbilden wollte.

              Was genau ist das Anliegen, das Sie damit verbinden?

              Wie und wozu hilft das weiter?

              Und wieso schätzen Sie die Gefahr so gering, dass mit dieser Vermischung von Unvereinbarem ein schleichender Umbau einer ganzen Gesellschaft vorangetrieben werden soll, für den es in einer demokratischen Gesellschaft niemals eine Mehrheit gegeben hat?

              Ich verstehe das nicht, und mir scheint, dass es anderen Leser des blogs und dieser Kommentare auch so geht.

  3. Eike Scholz says:

    Kein Tag “Rubbish Press” ?

    Mir fällt schwer das zu glauben.

  4. Matze says:

    Da kann man ja nur hoffen, das nur noch Mädchen geboren werden. Das wird euch auch gefallen, falls nicht schon bekannt (ist nicht von mir):

    [Ich] möchte ich euch für euren wirklich tollen und selbstlosen Einsatz für Männer danken … und euch eben von dieser Geschlechterbevorzugung berichten, die ich selbst am eigenen Leib erfahren habe. März 2013 nahm ich an den schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen teil. Was mir am ersten Prüfungstag im Englisch-Leistungskurs sofort ins Auge stach, waren die Vorschläge, aus denen man jeweils einen wählen sollte.

    A: Thema Abtreibung
    B: Unterdrückte muslimische Frauen in England
    C: Interview mit einer Politikerin die sich für die Frauenquote einsetzt

    Nach der Prüfung fragte ich sowohl meine männlichen wie auch weiblichen Mitschüler, ob ihnen die Prüfung nicht ein wenig merkwürdig vorkam, selbst die weiblichen Mitschüler betitelten die Vorschläge als sehr, sehr “frauenfreundlich”. Von einer Lehrkraft bekam ich zu hören: “Dieses Jahr haben sie den Damen und Herren vom Kultusministerium Wiesbaden völlig ins Hirn geschissen!”

    Zweiter Prüfungstag, Geschichte Leistungskurs. Hier ging es in einem Vorschlag darum, das FRAUENBILD zweier Epochen abzugleichen.

    Dritter Prüfungstag, Mathematik Grundkurs, Teilgebiet Stochastik:
    Hier sollte man rechnerisch belegen, dass Frauen bei der Jobsuche gegenüber dem Mann benachteiligt sind, wenn sie ein attraktives Bild in ihre Bewerbung einfügen.

    Anmerkung: Falls es sich um die Studie handelt, über die der Spiegel hier berichtet hat, wurden die Abiturienten sogar genötigt, falsche Schlussfolgerungen rechnerisch zu belegen, denn die am meisten benachteiligte Gruppe in dieser Studie waren die durchschnittlich aussehenden Männer, die noch deutlich schlechter abschnitten als die attraktiven Frauen.

    Vierter Prüfungstag, Deutsch Grundkurs.

    A: Gedichtinterpretation über die Rheinnixe Loreley.
    C: Textinterpretation über zwei Damen die unter Liebeskummer leiden.

    Wie kann es sein dass meine Abiturnote davon abhängig ist, dass ich zum Ausdruck bringe, was für “niedere Tiere” wir Männer doch sind und was Frauen für “edle Wesen” sind, die uns doch in so ziemlich jedem Lebensbereich überlegen wären, wenn da bloß nicht die “patriarchalische Herrschaftsstruktur” wäre? Inwiefern hilft das unserer Gesellschaft? Und inwiefern soll dieser Geschlechterfaschismus denn noch mit unserem Grundgesetz konform sein? Entschuldigt meine saloppe Ausdrucksweise aber ich hab genug von diesem erbärmlichen Quatsch mit Soße!

    http://manndat.de/geschlechterpolitik/feminismus-so-funktioniert-er-in-der-schulischen-praxis.html

    Die berechtigte Frage: Inwiefern hilft das unserer Gesellschaft?

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Matze

      Danke für diesen Erfahrungsbericht! Ich fürchte, dass diese Erfahrungen von immer mehr Schülern gemacht werden – jedenfalls werden uns in der letzten Zeit immer häufiger solche Erfahrungen berichtet.

      Erfreulicherweise werden diese Indoktrinationsversuche zunehmend als eben solche von Schülern und anscheinend auch von Lehrern gesehen. Aber solange sich weder Schüler noch Lehrer noch Eltern noch Studenten noch Hochschuldozenten zu irgendwelchen gemeinsamen Aktivitäten, vom Offenen Brief an die Schulleitung und ebenso an das Kultusministerium über Demonstrationen vor dem Schulgebäude oder der Uni bis hin zum Boykott durch Abwesenheit nach dem Vorbild des gewerkschaftlichen Streiks, die doch auch von Staatsfeministen als legitime Mittel akzeptiert werden, durchringen, also dazu, ihren Unmut auch einmal für den “Rest” der Republik hörbar zu äußern und anzudeuten, dass der Unmut zu realen Konsequenzen für das Bildungssystem führen könnte, solange besteht doch für diejenigen, die von ihren vom Steuerzahler finanzierten Posten aus für die Indoktrination zuständig (und verantwortlich!) sind, überhaupt kein Grund, sie zu stoppen – mal ehrlich: solange nur ein empfundener Unmut, aber keine klare Äußerung desselben unter Androhung von Konsequenzen erfolgt, kann es doch in aller Ruhe weitergehen in der nun angeschlagenen Tonart.

      Ich fürchte, wenn wir etwas ändern wollen, werden wir so langsam zu den bewährten und aus der Vergangenheit ja durchaus bekannten Mitteln passiven oder aktiven Widerstands greifen müssen; aber das bedeutet, wenn man so sagen will: ein Mindestmaß an gesellschaftlichem Engagement statt der endlosen Bereitschaft, sich durchzulavieren in der Hoffnung, dass es so schlimm schon nicht kommen wird.

      Als nicht mehr so ganz junge Frau muss ich sagen, dass ich sehr, sehr erstaunt darüber bin, wie wenige Sorgen sich die heute Jugendlichen um ihre Zukunft zu machen scheinen – ich meine: sie sind es ja, die das, was heute angerichtet wird, werden ausbaden müssen.

      Ich persönlich muss sagen, dass es für mich schlichtweg eine Horrorvorstellung wäre, dass ich mein gesamtes erwachsenes Leben unter einem totalitären System verbringen sollte, das mit Indoktrination und Sanktionen gegen Andersgläubige (u.a. per politischer Korrektheit) arbeitet und seinen Bürgern Gleichschaltung, ökonomischen Abstieg für die “Nachhaltigkeit” und eine standardisierte Biographie mit Halbtagsjob, zwei Kindern, Jahresurlaub im Süden, Familienleben in Ehe oder Unterhaltsarrangement (nach der Scheidung) und Einfamilienhaus (oder Mietwohnung – nach der Scheidung) als ihren Zukunftsentwurf in Aussicht stellt. Wäre nicht einfach nahezu ALLES besser als das?

  5. GeorgeVI says:

    Bei uns sagt man: Wer zahlt, schafft an. Selbstverständlich ist das, was gerade – nicht nur in NRW und nicht nur an den Hochschulen – beklagenswert. Aber solange es so viele Menschen gibt, die den Staat alles, aber auch wirklich alles regeln lassen, ohne aufzubegehren, wird es immer schlimmer werden. Und wer vom staatlichen Geldhahn abhängig ist, muss/wird gehorchen.
    Meine Hoffnung ist, dass angesichts des Gleichschaltungswahns (und anderer Wahne) das Ende schneller kommt, als manch einer glaubt. Zwei Monate vor dem Ende der DDR hätten sich die meisten Menschen ja auch nicht vorstellen können, dass ein System derart schnell implodieren kann. Deshalb: Je mehr es von derartigen Regelungen gibt, erst recht in Europa, desto schneller wird es zu Ende gehen, hoffentlich.
    Danke an sciencefiles, dass unermüdlich berichtet und aufgeklärt wird!

  6. harry says:

    Der Paragraph, der in der Praxis den größten Sprengstoff bieten dürfte, ist der neue

    § 11c Geschlechtergerechte Zusammensetzung von Gremien:

    (1) Die Gremien der Hochschule müssen geschlechtsparitätisch
    besetzt werden, es sei denn, im Einzelfall liegt eine sachlich be-
    gründete Ausnahme vor. Bei der Aufstellung von Listen und
    Kandidaturen für Wahlgremien soll auf die paritätische Reprä-
    sentanz geachtet werden. ….

    D.h. alle Fachbereichs- Fakultäts- oder sonstige Räte, Prüfungsausschüsse usw. usw. müssen 50% Frauenquote haben. Das dürfte die MINT-Fächer übel treffen. Bei den Wahlen wird man i.w. die Wahlordnung der Grünen kopieren müssen, um das “Wahl”-Ergebnis vorweg richtig hinzubekommen.

  7. A.S. says:

    Da kann man nur hoffen das andere Länder NRW an ihren Forschungsergebnissen auch zukünftig teilhaben lassen wollen. Unter diesen Umständen kann keine Wissenschaft betrieben werden. Ist kein Zufall das Nobelpreisträger i.d.R. in den USA arbeiten. Wenn ich daran denke dass Dt. mal führend war in der Wissenschaft könnte ich kotzen.

    • M.S. says:

      Mir als leider nicht Wissenschaftler fällt auf:

      Die Sprache und ihre Definitionen werden zur Manipulation, Verwirrung und Durchsetzung Persönlicher Vorteile auf Breiter Front deformiert.

      ( siehe Diskussion weiter oben Begriffe “Gleichberechtigung” und “Gleichstellung” )

      Voraussetzung hierfür war auch dir Sehlige Rechtschreibreform, umgesetzt von nicht Befugten.

      Ist ja auch schön wenn keiner mehr argumentieren und schlüssig beweisen kann, dann gilt eben gleicher als gleich, gelle.

      Kritik und Bildung ist eben nicht erwünscht, und schon gar nicht in Deutschland.

      Schon lange wurde keine Kultur nachhaltiger und erfolgreicher demontiert.

      Auswandern ist auch für mich die einzige Hoffnung.

      Vor allem wenn einer Kinder hat.

      Auf Nimmer Wiedersehen Deutschland.

      Danke IM Erika.

  8. Dummerjan says:

    Krass. Der Gleichstellungsquatsch ist ja noch harmlos. Es wird aber direkt in die Forschung und Lehre eingegriffen und es werden diesbezüglich gesetzliche Vorgaben gemacht.
    Demnächst wir d noch verordnet, das pi=3 ist, weil dies friedlicher ist als eine transzendente Zahl und verbraucherfreundlicher allemal.

    Irgendwie liege ich wohl doch richtig, mit dem irrationalismus udn Gegenaufklärung als aktuelles politisches Programm.

  9. Pingback: Die Frauenquote und ihr Rattenschwanz

  10. Die Kritik am Paternalismus ist ja grundsätzlich berechtigt. Ob dieser aber von Ministerial- oder, wie derzeit noch, von Hochschul-Beamten ausgeübt wird, ist mir ziemlich egal. Das Hochschul-Freiheitsgesetz des unseligen FDP-Ministers Pinkwart hat vor allen Dingen den Kanzlern und Dezernenten der Hochschulen einen enormen Machtzuwachs gebracht. Das Hochschulzukunftsgesetz der SPD-Ministerin ist insoweit ein Reflex auf diese Machtverschiebung.

    Die Präsidenten und Kanzler führen bisweilen nach Gutsherren-Art. Sie greifen bereits jetzt massiv in die Forschungsfreiheit ein. Als Wissenschaftler wird man da systematisch in die Rolle des abhängigen Bittstellers gedrängt. Das ausgerechnet diese Leute jetzt aufschreien, ist schon lustig aber natürlich verständlich: Es geht um ihre Privilegien.

    Die Frauen-Quote wurde schon bisher durch sogenannte “Ziel- und Leistungsvereinbahrungen” mit den Hochschulen zu implementieren versucht. Sie stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz dar und sind daher verfassungswidrig. Betroffen sind besonders die MINT-Disziplinen. Wer dort als Mensch mit dem “falschen” Geschlecht eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, wird systematisch benachteiligt und ausgebootet.
    Das ist Sexismus pur!
    Ich finde, Menschen, die sich sowas offensichtlich grundrechtswidriges ausdenken und umsetzen, sind politische Straftäter und gehören abgeurteilt.
    Bei den demokratischen Parteien sehe ich derzeit nur die AfD, die sich gegen den Quoten- und Gender-Wahn stellt. Alle anderen Parteien mit Option auf Parlamentssitze huldigen mehr oder weniger dem Staats-Feminismus.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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