Geschlechter-Gleichheit auch bei Massenmördern

Die Erzählung, die der Genderismus über Frauen verbreitet, sieht Frauen in erster Linie als Opfer: In eine männliche Welt geworfen, sind die von Natur aus sanftmütigen, weiblichen Opfer Gegenstand männlicher Übergriffe, von häuslicher Gewalt über Diskriminierung im Alltag, von Ausschluss aus Spitzenpositionen der Wirtschaft bis zu Benachteiligungen beim Gehalt.

massenerschiessungenIn manchen, noch vulgäreren Varianten des Genderismus wird behauptet, die Welt wäre eine andere, würden Frauen regieren. Würden Frauen regieren, so die Phantasie, es gäbe weder Kriege noch Auseinandersetzungen, weder Umweltzerstörung noch wirtschaftliche Probleme, die Welt, die weiblich regierte Welt, sie wäre ein einziges Paradies aus Harmonie und glücklichen Menschen (oder auch nur Frauen?).

So absurd diese Erzählung auch sein mag, sie eignet sich prima, um damit Stimmung zu machen, Mitleid bei denjenigen zu erregen, die Mitleid als Form der Überlegenheit missverstehen, und sie eignet sich für rent seeking, also dafür, am Wohlstand, den andere erarbeiten, Teil zu haben, ohne dazu durch eigene Arbeit beizutragen.

Man kann das gar nicht oft genug sagen. Vor allem in Deutschland kann man es gar nicht oft genug sagen, weil irrationale und absurde Erzählungen wie die genderistische Erzählung im Land der Dichter und eben nicht Denker, sondern affektiv Steuerbaren, immer auf offene Ohren treffen, auf offenen Ohren von Trägern, die nichts dabei finden, die eine Hälfte der Deutschen zu hoffnungslosen Dummchen zu erklären, die der Gewalt der anderen Hälfte der intelligent rationalen Brutalos schutz- und hilflos ausgeliefert ist.

UN-WomenEs rechnet sich, wie die Vielzahl der Programme zur Förderung von Frauen, die Gesetze zum Ausgleich gemutmaßter Benachteiligung und die Schutzmaßnamen, deren Zweck darin besteht, die Opferrolle von Frauen symbolisch festzuschreiben, zeigen.

In anderen Ländern, z.B. im Nachbarland Holland ist es nicht so einfach wie in Deutschland, absurde Erzählungen zur offiziellen Überzeugung von Parteien zu erklären und zur Grundlage zu machen, um u.a. in der Wissenschaft staatliche Eingriffe zu legitimieren; ausgerechnet in der Wissenschaft, denn es ist eigentlich die Aufgabe von Wissenschaft, Erzählungen wie die genderistische Erzählung als Lug und Trug zu entlarven und die Wirklichkeit dagegen zu setzen.

Nicht so in Deutschland. In Deutschland ist die Zahl derer, die auf der Fahrkarte des benachteiligten Dummchens in die Wissenschaft einreisen wollen, offensichtlich größer als die Zahl lauterer Wissenschaftler, denen an Erkenntnis gelegen ist.

Ganz anders in Holland.

Und so kommt es, dass aus Holland die Kunde eines wissenschaftlichen Beitrags zu uns gekommen ist, der mit dem Mythos der friedliebenden Frauen, dem Mythos der weiblichen heilen Welt ohne Krieg, Gewalt und Tote aufräumt, und zwar gründlich.

Alette Smeulers hat mit dem Mythos aufgeräumt und ist entsprechend dafür verantwortlich, dass der genderistischen Erzählung ihre zentrale Lüge abhanden gekommen ist.

Doch der Reihe nach.

women + nazis

“Being a history buff I’ve read a great deal about the Nazis. But I hadn’t really read or heard much about the women who worked in the labor and death camps. This was surprising to me. I didn’t realize there were so many women involved in the camps and I had no idea that they were so involved with managing the day-to-day operations in some camps.”

Female Perpetrators: Ordinary or Extra-ordinary Women?, so heißt der Beitrag von Smeulers, der in Heft 2 der International Criminal Law Review diesen Jahres veröffentlicht wurde (Seiten 207-253).

In diesem Beitrag analysiert Smeulers eine Reihe von Massenmorden, die sich im 20. Jahrhundert ereignet haben und interessiet sich dabei vor allem für die Rolle, die Frauen bei diesen Massenmorden gespielt haben, wobei das folgende Kategoriensystem aus der Analyse des vorhanden Materials über Genozide und Massenmorde resultiert:

  • Frauen als Verwaltungsangestellte und Helfer;
  • Frauen als Profiteure, Diebe, Verräter und Spione;
  • Frauen als Wächter in Gefängnissen und Gefangenenlagern;
  • Frauen als Vernehmer und Folterer;
  • Frauen als Mörder;
  • Frauen als Sexualstraftäter;
  • Frauen als politische Führer und Anstifter;

Aus der Analyse des vorhandenen Materials zu Massenmorden und Genoziden resultieren eine Vielzahl von Ergebnissen, die die Rolle, die Frauen dabei gespielt haben, sehr deutlich machen. Die zentralen Ergebnisse der Analyse von Alette Smeulers, im Originalton und in unserer Übersetzung haben wir im Folgenden zusammengestellt.

“The above overview has however, shown that although it is clear that many more men than women have been involved in mass atrocities the role of women is much larger than has been assumed so far, not only in Nazi Germany but also in other more contemporary conflicts in Sierra Leone, Sudan, drc, Uganda and Columbia to name just a few cases. (252)”

Der Überblick in dieser Arbeit hat gezeigt, dass obwohl viel mehr Männer als Frauen in Massenmorde verwickelt sind, der Beitrag von Frauen zu diesen Massenmorden viel bedeutender ist als bislang angenommen. Dies gilt nicht nur für Nazi Deutschland, sondern auch für die neueren Konflikte in Sierra Leone, dem Sudan, der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und Kolumbien, um nur einige der Konflikte zu nennen.

“Most women act in a supporting capacity but others have a more active role as leaders and instigators or as the physical perpetrators and have been directly involved in torture, rape and murder. The literature review conducted clearly shows that women just like men are capable of terrible atrocities”. (252)

Die meisten Frauen sind unterstützend tätig, andere Frauen spielen jedoch aktivere Rollen als Führer, Anstifter oder als Gewalttäter, die direkt an Folter, Vergewaligung und Mord beteiligt sind. Der Literaturüberblick, der hier vorgenommen wurde, zeigt eindeutig, dass Frauen zu den selben schrecklichen Gräueltaten fähig sind wie Männer.

“The general perception is that real women do not commit mass atrocities while in fact they do. Some might have been forced and others might indeed have been disturbed sadists but the above overview shows that so many women have been involved in mass atrocities that it is simply impossible to qualify all of them as such. It is time to accept that many female perpetrators are ordinary women and that ordinary women just like ordinary men can become involved in mass atrocities for a number of reasons (personal or political) and under a number of different circumstances (involving extreme pressure or out of free will) and can be just as ruthless and cruel as ordinary men”. (252)

international crimesDie überwiegende Meinung lautet, dass “richtige” Frauen sich nicht an Massenmorden beteiligen, was falsch ist, denn Frauen beteiligen sich am Morden. Manche mögen dazu gezwungen worden sein, andere mögen geistig gestörte Sadisten sein, aber wie der Überblick in dieser Arbeit zeigt sind so viele Frauen an Massenmorden beteiligt, dass es schlicht unmöglich ist von allen anzunehmen sie seien gezwungen worden oder geistig gestört. Es ist an der Zeit zu akzeptieren, dass viele weibliche Täter normale Frauen sind, die sich, ebenso wie ganz normale Männer am Massenmord beteiligen. Ihre Gründe dafür sind vielfältig (persönlich oder politisch), die Beteiligung findet unter verschiedenen Umständen statt (gezwungen oder aus freiem Willen) und Frauen sind genauso erbarmungslos und grausam wie Männer

“But for now we can conclude that women are not inherently more peaceful than men, nor that those women who are involved in mass atrocities are by definition mentally disturbed monsters or completely lacking agency. Some are but most are just like the men, very ordinary women who within an often constrained environment (just like many men) somehow got involved in mass atrocities. The reason why so many more men are involved is not because they are more evil but simply because militarised units which are the main organizations responsible for the physical perpetration of international crimes are still male dominated”. (253)

Wir können daraus schließen, dass Frauen weder von Natur aus friedliebender sind als Männer noch dass die Frauen, die sich an Massenmorden beteiligen in ihrer Mehrheit geistig gestörte Monster sind oder gezwungen werden, sich an dem Massenmorden zu beteiligen. Auf manche trifft dies zu. Die meisten sind jedoch – wie dies für Männer auch gilt – ganz normale Frauen, die sich in einer oftmals angespannten Situation (genau wie Männer) an den Massenmorden beteiligen. Der Grund dafür, dass mehr Männer als Frauen an Massenmorden beteiligt sind, ist demnach nicht, dass Männer grausamer sind als Frauen, sondern schlicht der, dass Militäreinheiten, die im wesentlichen für Massenmorde verantwortlich sind, noch männlich dominiert sind.

Wir sind gespannt, wie lange es wohl dauern wird, bis wir von deutschen Universitäten Forschung, die der von Alette Smeulers vergleichbar ist, berichten können.

Die Zeit läuft!

Nicht gespannt sind wir dagegen auf die Reaktion derjenigen, die ihr Einkommen daraus gewinnen, dass sie anderen vorlügen, die genderistische Erzählung der guten, reinen Magd, die keiner Fliege etwas zu leide tut, und grausam von der Stiefmutter, nein, falsch, vom Stiefvater unterdrückt wird, sei wahr. Sie werden, wie sie das in der Vergangenheit getan haben, versuchen, die Realität weiterhin zu leugnen, denn nur wenn sie die Realität leugnen, können sie ihre Ideologie für sich gewinnbringend an den Mann bringen.

Insofern ist das einzige, was uns noch interessiert die Frage, wie lange man gegen die Realität anbehaupten und sich auf Kosten der Mehrheit der Gesellschaft durchlavieren kann.

Smeuler, Alette (2015). Female Perpetrators: Ordinary or Extra-ordinary Women? International Criminal Law Review 15(2): 207-253.

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14 Responses to Geschlechter-Gleichheit auch bei Massenmördern

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  2. lernender says:

    “Würden Frauen regieren, so die Phantasie, es gäbe weder Kriege noch Auseinandersetzungen, weder Umweltzerstörung noch wirtschaftliche Probleme, die Welt, die weiblich regierte Welt, sie wäre ein einziges Paradies aus Harmonie und glücklichen Menschen (oder auch nur Frauen?).”

    “Wäre die Zivilisation in den Händen der Frauen geblieben, wir hausten noch immer in Berghöhlen, und menschliche Erfindungen hätten mit der Zähmung des Feuers ihr Ende genommen. Darüber hinaus, dass eine Höhle ihnen Schutz biete, verlangen sie von ihr nur, dass sie um einen Grad protziger sei als die der Nachbarsfrau.”
    Cicero, Marcus Tullius (106-43 v. Chr.)

    “Die meisten Frauen sind unterstützend tätig, andere Frauen spielen jedoch aktivere Rollen als Führer, Anstifter oder als Gewalttäter, die direkt an Folter, Vergewaligung und Mord beteiligt sind. Der Literaturüberblick, der hier vorgenommen wurde, zeigt eindeutig, dass Frauen zu den selben schrecklichen Gräueltaten fähig sind wie Männer.”

    “Das Schema ist immer dasselbe. Männer bauen irgendetwas auf, weil irgendwelche Wahnsinnigen mit irgendeiner Vision losrennen. Alleine losrennen. Erst dann, wenn das Ding funktioniert und läuft und stabil und begehrt und toll und wichtig ist, dann kommen Frauen und wollen daran ‘beteiligt’ werden wie die Schutzgeldmafia am Umsatz.”
    (Hadmut Danisch)

    Gilt im Guten wie im Schlechten..

  3. A.S. says:

    Irgendwie hab ich den Verdacht, dass die Gleichheitsapostel diese Gleichheit mindestens wegdiskutieren werden. Gleichheit heißt in diesem Kreisen eher schließlich nicht wirklich Gleichheit, sondern Fördergelder bekommen. Dazu darf man die Täter-Opfer Rollen nicht vermischen.
    Lieber beschäftigt man sich mit der Benachteiligung von Frauen, wie z.B. die Ungleichbehandlung bei einer Steinigung, die das österreichische Ministerium für Frauen bemängelt hat……

  4. Philocodex says:

    Eine alte Kollegin aus West-Berlin sagte mal, zu Ostzeiten waren die DDR-Grenzerinnen besonders übel, die Männer in Uniform hingegen eher entspannt.

    Wenn massenhaft Frauen an der Regierung wären, gäbe es theoretisch wahrscheinlich tatsächlich weniger Kriege und Machtrangeleien. Das Dumme daran: Es ist graue Theorie. “Hejernevask” von Harald Eia hat deutlich gezeigt, daß Frauen gerade in reichen Ländern in der überwiegenden Mehrheit soziale und HelferInnen-Berufe wählen.

    Die wenigen Frauen, die sich für Machtjobs begeistern, sind eine kleine stählerne Minderheit, die wahrscheinlich eher schlimmer als der durchschnittliche männliche Politiker sind. Siehe Maggie Thatcher oder ihr Gegenstück in Berlin, Panzer-Uschi.

    Bei “Alles Evolution” wurde diesbezüglich mal eine Studie zitiert, die feststellte, daß gerade radikale Feministinnen einen erhöhten Testosteronspiegel haben (Ringfinger-Index).

    Ein anderer Punkt ist das Phänomen, das der Lernende oben anspricht. Cicero hatte ganz recht, daß es gerade Männer sind, die für die technische Zivilisation verantwortlich sind. Auch für ihre negativen Seiten wie Krieg oder Umweltzerstörung.
    Ich denke aber, daß Radfems die technischen Annehmlichkeiten und den resultierenden Wohlstand nicht missen wollen. Er ist nämlich delikaterweise die Voraussetzung für ihre Freiheit. Ansonsten hieße es: In ner kalten Höhle/dreckigen Hütte hausen, Beeren sammeln und Kinder hüten. Nix mit bequemen Dienstleistungsjobs und üppigem Gehalt fürs Rumspinnen.

    • Erhard Koch says:

      @Philocodex: Das mit den DDR-Grenzerinnen ist mir auch beim Lesen des Atikes in den Sinn gekommen. Bin zwar ein Wessi, war aber sehr, sehr, oft in der DDR. Ja, das waren so richtige bärbeissige Bister. Und wehe, sie hatten eine rote Armbinde, also im Politoffiziers-Rang, dann Gnade dem Westler Gott bzw. Lenin. War bei der Vopo usw. ebenfalls zu beobachten. Waren ja schießlich im Besitz der absoluten Wahrheit und daher befugt, das aller Welt deutlich zu zeigen bzw. daran auch nicht der geringsten Zweifel zuzulassen.

      Die vergangenen zwanzig Jahre über hatte ich sechs weibliche direkte, bzw. indirekte Vorgesetzte. Mit zweien wars völlig problemlos, die anderen drei standen in Heftigkeit, Arroganz und der damit oft einhergehenden Wirrnis so manchen männlichen Gocklen in nichts nach. Ganz im Gegenteil. Und wehe, eine andere Frau kam denen, auch nur ganz entfernt in die Nähe…

      Betrachtet man sich unsere Kanzlerin und deren Verteidigungsministerin, kommt man auch nicht gerade zu der Erkenntnis, daß weiblich geführte Politik so völlig friedlicher und humaner wäre als die weit überwiegend männliche. Was die beiden da Abziehen und wofür sie sich instrumentalisieren lassen im Bezug auf USA/NATO, Ukraine/Russland, spricht eine völlig andere Sprache.

      Was sagt mir das alles? Einen völlig gegenteiligen Trend zu so manchen männlichen Macho-Spoiler-Gockeln kann ich nicht erkennen. Unter weiblicher Führung wirds mit Sicherheit nicht besser. Eher rabiater, in eine andere Richtung eben. Man sehe sich doch nur die Vertreterinnen des Genderismus an, mit welcher Vehemenz, ja Absolutheitsanspruch sie auftreten und nichts anderes gelten lassen wollen.

      • Philocodex says:

        ät Erhard Koch:

        So isses. Was man neben der negativen “Männlichkeit” der Genderfrauen noch beobachten kann, ist zudem eine negative “Weiblichkeit”. Soll heißen, der Unwille, einen Job zu machen, der die Wertschöpfung im Lande befördert (Industrie, Technik etc.).
        Lieber eine politisch unterstützte Gender-ABM, die als “wissenschaftliche” Position getarnt ist. Also irgendwas mit Soziologie, Sprache, Medien, Kunst,…. Typisches Blümchenfach eben.

        Was haben die Politoffizierinnen denn so gemacht? Den Koffer komplett durchwühlt?

    • Christine says:

      In DDR Gefängnissen sah es auch nicht besser aus. Die dortigen Gefängniswärterinnen wurden in einer Spiegel-Dokumentation als besonders grausam hingestellt. Ich habe einen Beitrag zu dieser Doku erstellt und einige Aussagen wortwörtlich wieder gegeben.

      http://femokratie.com/kindermoerderinnen-im-ddr-stasi-gefaengnis/02-2015/

      Es fällt nicht nur in dem Beitrag von Michael Klein und Heike Diefenbach auf, dass Frauen grundsätzlich ihrer Verantwortung enthoben werden. Ob es um Massenmörderinnen, Gefängniswärterinnen oder Kindermörderinnen geht, stets werden Entschuldigungen gesucht, warum gerade sie als Frauen diese Taten begangen haben.

      Das traurige daran ist, dass man deshalb im Grunde genommen sämtliche Frauen unter ‘Artenschutz’ stellt, die man für ihr handeln nicht verantwortlich machen kann. Das fängt in der Schule an, wie gerade erst wieder mittels Pisa-Studie festgestellt wurde http://sciencefiles.org/2015/03/06/pisa-studien-peinlichkeiten-in-samtlichen-aussagen/ und hört bei Managerinnen auf, die ebenfalls für ihr scheitern nicht verantwortlich zu machen sind – von Politik und Politiker(innen) will ich gar nicht erst schreiben.

  5. wollepelz says:

    Bin gespannt, wann das Testosteronmärchen mal zuende erzählt und abgehakt ist.

    Feministen stürzen sich halt auf das, was beim Mann mehr oder weniger einzigartig ist: Das y-Chromosom und das Testosteron. Obwohl Biologie angeblich nichts zählt, zählt es in diesem Bereich. Aber die Geschichte vom Feminismus und einer logischen Argumentationskette ist eine völlig andere.

    Was mir und vielen anderen klar, gibt es also jetzt endlich wissenschaftlich begründet zum Nachlesen. Sehr gut. Die Studie wird aber wahrscheinlich mit gefälschten Statistiken und Studien “unsichtbar” gemacht. Im Unsichtbar-machen kennen sich die Ideologen aus.

  6. gustaf says:

    schwere krimminalität wie mord, totschlag, raub, vergewaltigung, etc. wird zu über 90% von männern begangen. das besagen die polizei statistiken in deutschland, usa, schweiz, frankreich, etc.
    um das geht es, es hat nie jemand behauptet, dass frauen dies nicht tun würden. es geht um die relation. es ist kein schwarz weiss problem.

    • Naja, ihre 90% sind etwas schief:
      http://www.bka.de/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2013/2013Standardtabellen/pks2013StandardtabellenTatverdaechtigeUebersicht.html

      Ganz davon abgesehen, dass die PKS nur die Straftaten listet, die der Polizei bekannt geworden sind.
      Und Giftmorde, sei altersher die Domäne von Frauen, sind schwierig festzustellen, wenn sie überhaupt vermutet werden …

      Aber, jeder von uns hat das Recht, sich dazu zu entscheiden, in Einbildung alt zu werden. Sie haben sich offensichtlich dazu entschieden. Wir ziehen es vor, die Realität zur Kenntnis zu nehmen.

      • gustaf says:

        nee, nee
        die poizei statistiken sind schon richtig. es gibt auch andere personen die das schon untersucht haben….schon vor jahren. die haben sich sogar dafür eingesetzt, dass die statistiken nach geschlechtern getrennt geführt werden, was auch nicht einfach war.
        wenn sie aus not mit giftmorden arrgumentieren müssen, bitte schön.
        vielleicht haben aber sie sich entschieden in einbildung alt zu werden und wollen die realität nicht zur kenntnis nehmen, könnte ja auch sein ?
        wir haben (noch) meinungsfreiheit, und angenehm ist es allemal, dass auch gegensätzliche meinungen möglich sind.

        • Na dann, wenn Sie das sagen, dann muss es ja stimmen.
          Zitieren wir also in Zukunft, wenn es darum geht, die Akkuratheit der PKS zu bewerten, nicht mehr die Mansels, die Lamneks, die Bocks, die Kleins und all die anderen, die gezeigt haben, dass die PKS nicht einmal einen Näherungswert an Kriminalität darstellt, sondern das Ergebnis polizeilicher Interessen und sonstiger Einflussfaktoren ist, lassen wir all die Kriminologen, die seit Jahren versuchen, mit Dunkelfeldforschung die Defizite der PKS auszugleichen, in der Versenkung verschwinden und zitieren wir einfach Gustaf aus der Schweiz, denn Gustaf, der hat zwar nie geforscht, aber er weiß, von einem, der weiß und auf andere verweisen kann, die wissen, wenngleich man die Namen derer, die wissen, nicht angeben kann, aber wozu auch: Gustaf weiß und das reicht. Also in Zukunft, wenn es darum geht, die Akkuratheit der PKS zu bewerten: Die PKS stimmt, der Gustaf aus der Schweiz, der hat es gesagt.

          Richtig, wir haben Meinungsfreiheit, aber um die Meinugsfreiheit zu nutzen, muss man auch eine Meinung haben und eine Meinung setzt Information und Argumentation voraus. Da Sie bislang nur behaupten und nicht einmal ansatzweise versuchen, zu argumentieren, kann ich leider keine Meinung bei Ihnen erkennen, insofern können Sie sich auch nicht auf Meinungsfreiheit berufen, bestenfalls auf Fabulierfreiheit und die haben schon Zweijährige.

          Aber ihr Vorschlag die Akkuratheit einer Statistik dadurch zu erhöhen, dass man sie in zwei Teile teilt, der ist wirklich preisverdächtig. Machen wir: Teilen wir die Gehaltsstatistik in zwei Statistiken für Männer und Frauen, dann sind wir auch diese leidige und dumme Debatte über das angebliche Gender Pay Gap los.

        • @gustaf

          Ich denke, Sie gehen hier Ihrer naiven Vorstellung von amtlichen Statistiken auf den Leim. Statistiken sind nicht “richtig” oder “falsch”, sondern ihre Aussage ist so gut wie die Daten, die in ihnen abgebildet sind, und außerdem gehört zu einer angemessenen Beurteilung von Statistiken immer auch das Bewusstsein darüber, was NICHT in ihnen abgebildet wird.

          Und die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist diesbezüglich ein Lehrbeispiel. Michael Klein hat selbst mir ihr gearbeitet und kennt sich ziemlich gut mit ihr aus, weiß um ihre Mängel und Beschränkungen, und wenn Sie nicht glauben wollen, was jemand sagt, der Sie anscheinend verärgert hat, dann ziehen Sie die Arbeiten von gestandenen Soziologen wie z.B. Siegfried Lamnek zu Rate, um zu erfahren, dass es sich tatsächlich so verhält wie Michael Klein geschrieben hat:

          Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet nur einen Ausschnitt aus der real existierenden Kriminalität ab, und wir wissen nicht, wie groß dieser Ausschnitt ist, aber wir wissen, dass der Ausschnitt nicht repräsentativ für die gesamte Kriminalität ist, sondern ziemlich verzerrt, weil diese Statistik eben Interessen dient und vor allem als Arbeitsnachweis der Polizei gilt, d.h. es werden vor allem einfach aufzuklärende Straftaten erfasst, während schwierig zu entdeckende oder nachzuweisende Straftaten – und dazu gehören eben Giftmorde ebenso wie die sogenannten “white collar crimes” – eine sehr geringe Chance haben, in der Statistik aufzutauchen.

          Darüber hinaus sind bestimmte Gruppen von Menschen schon deshalb in ihr überrepräsentiert, weil bei ihnen dasselbe Verhalten, das andere zeigen, strafrechtlich verfolgbar ist oder eher verfolgt wird als bei anderen. Z.B. kann ein Ausländer in Deutschland schon deshalb in die Kriminalstatistik hineinrutschen, weil der als Asylbewerber ohne Genehmigung die Region verlassen hat, in der zu bewegen ihm erlaubt ist, was ein Vergehen ist, das ein Inländer per definitionem nicht begehen kann.

          Oder nehem Sie das Beispiel “häusliche Gewalt”. Im derzeitigen gesellschaftlichen Klima wird gewöhnlich unterstellt, dass sie von einer männlichen Person ausgehen müsste, obwohl eine Reihe von Studien belegt, dass das nicht zutreffend ist. Dementsprechend finden sich in der PKS diesbezüglich eher Männer als Frauen.

          Es darf nicht vergessen werden, dass die PKS KEINE STATISTIK DER VERURTEILTEN STRAFTÄTER ist, sondern eine Statistik über die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten und, falls vorhanden, der in ihrem Zusammenhang ermittelten TatVERDÄCHTIGEN. Und manche Personengruppen werden schneller verdächtigt als andere, und ebenso gilt, dass manche Personengruppen einfacher ermittelbar sind als andere.

          Kurz: Der Informationsgehalt der PKS ist sehr beschränkt und ziemlich verzerrt, und das muss man in Rechnung stellen, wenn man sich auf sie berufen will. Ich persönlich denke, dass man sich überhaupt nur mit Bezug auf wenige, konkrete Fragen auf sie berufen kann oder sollte. Sie ist und bleibt eben nur ein Arbeitsnachweis der Polizei.

          Jede amtliche Statistik ist letztlich das Ergebnis von Verwaltungsvorschriften und Ausführungsverfahren und ein von Fall zu Fall unterschiedlich stark verzerrter Ausschnitt aus der Realität.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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