AfD = Männerpartei? Zum Fabulieren von angeblichen Wissenschaftlern in der ZEIT

Deutschland hat einen neuen Aufreger: Wählen nur oder fast nur oder so gut wie nur oder hauptsächlich oder überwiegend oder mehrheitlich Männer die AfD oder nicht?

Als gäbe es keine wichtigen Fragen, z.B. welche Gründe einen Wähler zur Wahl der AfD veranlassen, fahren Mainstream-Medien wieder mit voller Kraft auf der Geschlechterschiene. Und alles wegen einer Umfrage von Emnid, in der 17% der befragten Männer angegeben haben, die AfD wählen zu wollen, im Gegensatz zu 2% der befragten Frauen.

Warum ist es eigentlich interessant, das Geschlecht der Wähler von AfD oder Bündnis90/Grünen zu erfragen? Spielt es bei der Beurteilung des demokratischen Willens von Wählern etwa seit neuestem eine Rolle, welches Geschlecht die entsprechenden Wähler haben? Gilt nicht mehr one man one vote, sondern one man two votes? Wer den ZEIT-Beitrag unter dem Stichwort „Männersache“ gelesen hat, der kann sich des Eindrucks nicht erwehren, die vollkommen sinnlose Diskussion wurde vom Zaun gebrochen, damit angebliche Wissenschaftler zu Wort kommen und ihre Vorurteile verbreiten können.

Und los geht’s:

Da ist zum Beispiel eine Andrea Römmele, die Professor für Kommunikation an der Herthie School of Government in Berlin sein will. Sie weiß Folgendes zur unglaublich wichtigen Frage: Warum wählen – wie Emnid behauptet – mehr Männer AfD als Frauen, beizutragen:

  • scully facepalmBefragte hätten Hemmungen, sich zu radikalen Parteien zu bekennen, so Römmele. Da bei Emnid angeblich 10% der Befragten angegeben haben, die AfD wählen zu wollen, muss man wohl daraus schließen, dass die AfD keine radikale Partei ist.
  • Dessen ungeachtet übt sich Römmele im freien Spekulieren:
    • Die AfD habe eine aggressive Rhetorik mit Nähe zur Gewalt. Sie ziehe deshalb einen bestimmten Typus „Männer“ an. Die AfD als Schlägerpartei also, die eben weil sie Schlägerpartei ist keine friedliebenden Frauen anzieht, denn: „Frauen lehnen das Gewaltsame ab“. Spätestens nach einer solchen Allaussage muss man konstatieren, dass die Herthie School of Government offensichtlich nicht wählerisch in der Vergabe von ausgerechnet Lehrstühlen für Kommunikation ist.
    • Außerdem weiß Römmele noch, dass Frauen zivilgesellschaftlich engagiert sind und deshalb einen differenzierten Blick auf z.B: Flüchtlingshilfe haben. Entsprechend muss man Männer wohl als undifferenzierte und nicht zivilgesellschaftlich engagierte Schläger ansehen, was zum einen Zweifel am differenzierten Blick von Römmele aufkommen lässt, zum anderen falsch ist, wie die Zeitbudgetstudie des Statistischen Bundesamts zeigt: Männer wenden im Durchschnitt pro Tag 2 Stunden und 37 Minuten für ein ehrenamtliches Engagement auf, Frauen 2 Stunden und 27 Minuten. Wo die Vorurteile und die Phantasie mit vermeintlichen Professoren durchgehen, da bleibt die Realität auf der Strecke. Entsprechend kann man nur feststellen, dass die komplexe Realität mit der einfachen Rhetorik der Frau Römmele nicht vereinbar ist. Da Römmele ihrerseits der AfD eine einfache Rhetorik attestiert, sollte sie vielleicht bei der AfD mitmachen, schon um die Zeit zu erhöhen, die Frauen mit Ehrenämtern verbringen.

Der Nächste der seine höchstpersönlichen Vorurteile bei der ZEIT absondern darf, ist ein Lars Geiges, „Mitarbeiter im Institut für Demokratieforschung in Bielefeld“. Er weiß Folgendes beizutragen:

  • Prof Facepalm„Radikale Parteien werden immer stark von Männern gewählt und geführt“. Daraus muss man schließen, dass die Grünen nie eine radikale Partei waren und auch nicht mehr sind. Aus den Fundis sind somit Couchies geworden, deren Radikalität sich auf den Kommentar zur Tagesschau beschränkt. Was Geiges hier erzählt, ist schlichter Humbug, wie jeder, der sich mit der Geschichte z.B. der Grünen befasst hat, bestätigen kann. Wer es nicht hat, der möge sich z.B. das Buch von Wilhelm Bürklin über die Grünen zu Gemüte führen. Wenn Geiges repräsentativ für den Zustand der Demokratieforschung nicht nur in Bielefeld, sondern in Deutschland sein sollte, dann wäre es besser, die entsprechende Forschung ganz sein zu lassen, schon um zu verhindern, dass pure Phantasie gewürzt mit ideologischen Vorlieben als Demokratieforschung ausgegeben wird.
  • Damit nicht genug: Die „Pose des dauernden Protestes und der Zuspitzung liegt“ Frauen nicht so, weiß Geiges. Woher verrät er nicht. Aber auch ohne konkrete Daten, auf die er seine Behauptung stützen könnte, scheut sich Geiges nicht, weiter zu phantasieren: „Frauen … gehen die Politik differenzierter und lebenspraktischer an“, deshalb wählen sie nicht die AfD.

Schließlich darf auch Dieter Rucht, Soziologieprofessor am Wissenschaftszentrum Berlin, seine Profession in Verruf bringen. Seine Vorurteile über die Männer sind wie folgt:

  • „Männer springen auf den rechten Politikstil mit klaren Ansagen und ohne jede Empathie für andere gesellschaftliche Gruppen an. … ‚Laut sein, gewalttätig sein‘, so Ruchts Fazit, das ist Sache der Männer'“.

Drei angebliche Wissenschaftler und ihre Vorurteile über die Wähler der AfD:

  • Ein Professor für Kommunikation, der weiß, dass Frauen das „Gewaltsame“ ablehnen und deshalb den AfD-Schlägertrupp nicht wählen.
  • Ein Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung, der weiß, dass Männer undifferenzierte, lebensunpraktische Deppen sind, die deshalb radikale Parteien wie die AfD wählen.
  • Ein Soziologieprofessor, der weiß, dass Frauen empathisch sind und Männer nicht und weil Männer laut und gewalttätig sein wollen, deshalb wählen sie AfD.

Nicht eine dieser … Personen hat ein Problem damit, alle Männer über einen Kamm zu scheren. Alle sind sich in ihrem autoritären Charakter, der in dogmatischen All-Aussagen über alle Männer und alle Frauen seinen Niederschlag findet, einig. Sie merken nicht einmal, dass dann, wenn alle Männer nicht differenziert denken können und alle Männer laut und gewalttätig sein wollen, ihre eigenen Aussagen, also die von Rucht und Geiges, von denen wir bis zum Beweis des Gegenteils einmal annehmen, dass sie zumindest biologisch, wenn schon nicht sozial als Männer anzusehen sind, und sie selbst von ihren Behauptungen umfasst sind. Geiges und Rucht sind dann nach eigener Aussagen undifferenziert, verunsichert, lebensunpraktisch, unempathisch, wollen laut und gewalttätig sein. Kurz: Als Wissenschaftler kann man sie nicht ernst nehmen.

Und nicht eine dieser … Personen sieht die Notwendigkeit, die eigenen Vorurteile zumindest ansatzweise mit Daten oder einem Bezug auf die Realität zu untermauern. Da, wo sich empirische Behauptungen finden, wie bei Römmele und Geiges, sind sie falsch.

Wenn es um die AfD geht, so ist offensichtlich, dann darf jeder die Sau rauslassen und frei phantasieren, seinen Vorurteilen freien Lauf lassen und sagt damit doch weit mehr über sich als über die AfD. Entsprechend kann man allen dreien einen Realitätsverlust attestieren, der bedenkliche Ausmaße angenommen hat und von einem dogmatischen, geschlossenen Geist nicht unbedingt positiv beeinflusst wird.

Dies können wir schon deshalb attestiert, weil wir im Besitz eines für Deutschland einzigartigen Datensatzes sind, in dem mehr als 1000 Wähler der AfD ein ganz anderes Bild von der Realität abgeben, als diese Phantasiegebilde angeblicher Wissenschaftler. Wer sich für die Realität interessiert und sich entsprechend nicht mit den politisch-korrekten, aber abwegigen Phantasien von vermeintlichen Wissenschaftlern abspeisen lassen will, der kann sich mit uns in Verbindung setzen und eine entsprechende Auswertung unserer Daten gegen eine entsprechende Gebühr bestellen.

 

Über Michael Klein
... concerned with and about science

30 Responses to AfD = Männerpartei? Zum Fabulieren von angeblichen Wissenschaftlern in der ZEIT

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] AfD = Männerpartei? Zum Fabulieren von angeblichen Wissenschaftlern in der ZEIT

  2. corvusalbusberlin sagt:

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese „Professoren und Wissenschaftler“ vielleicht gekauft wurden, eine solche Meinung über die AfD zu verbreiten, um ihr damit zu schaden.
    Da werden bis zu den Wahlen noch ganz andere Geschütze aufgefahren werden.

  3. Chaeremon sagt:

    Die ZEIT hat gleich ‚mal ein paar existientelle Sachen ausgeblendent und/oder hat kein Personal mehr das 1+1=2 erfolreich zusammenrechnen kann:

    Ein Abonnement der ZEIT ist für Männer ungeeignet weil die ja auch einem AfD-Schlägertrupp angehören können.

    Ein Abonnement der ZEIT ist für Männer ungeeignet weil die ja auch undifferenzierte, lebensunpraktische Deppen sein können.

    Ein Abonnement der ZEIT ist für Männer ungeeignet weil Männer ja auch laut und gewalttätig sein können.

    Geht’s noch? einzig mögliche Antwort: Nein, noch mehr Publikumshass + -hetze geht nicht mehr — kein Anschluss mehr unter dieser Nummer.

  4. Natürlich ließe sich zu dem Stuss, den Leute, die vom Steuerzahler Monat für Monat gesponsert werden, damit sie in der ZEIT oder sonst einem Blatt sachdienlich als Wasserträger für anderer Leute Interessen auftreten, sehr viel ergänzen, u.a. das Folgende:

    1.
    „Befragte hätten Hemmungen, sich zu radikalen Parteien zu bekennen, so Römmele.“

    Wenn das so sein sollte, dann kann man angesichts der Umfrageergebnisse schließen, dass die Feigheit unter Befragten weiblichen Geschlechtes sehr viel weiter verbreitet ist als unter Befragten männlichen Geschlechts, denn dass Erstere weniger häufig angaben, die AfD wählen zu wollen, könnte ja damit erklärt werden, dass sie noch deutlich größere „Hemmungen“ haben, sich zur eigenen Überzeugung zu bekennen, als Männer.

    2. Die AfD habe „eine aggressive Rhetorik mit Nähe zur Gewalt.“

    Was, bitte, soll das denn sein? Speziell für „Kommunikationswissenschaftlerinnen“, die eigentlich eine entfernte Ahnung davon haben sollten, was Sprache ist, wo Sprache aufhört und endet und was keine Sprache ist, die Klärung:

    Rhetorik ist etwas, was sich einzig und allein in sprachlichen Akten äußert. Gewalt ist etwas, das per definitionem außersprachlich ist. Bestenfalls können bestimmte sprachliche Akte als AUSDRUCK einer Emotion wie Aggression angesehen werden, und eine solche Emotion kann auch in Gewalttätigkeit ausgedrückt werden, aber das ist es eben: ENTWEDER sprachlich ODER in Gewalttätigkeit.

    Merke: es kann keine „Rhetorik mit Nähe zur Gewalt“ geben!

    Es gibt aber wohl sprachliche Akte, die nicht nur in der Nähe von Quatsch zu verorten sind, sondern völliger Quatsch SIND, und zwar weil semantisch falsch und (daher, aber nicht nur daher,) inhaltlich nichtssagend.

    3. Selbst dann, wenn es stimmen würde, dass Frauen – anscheinend als solche, halt, weil sie Frauen sind, warum das so sein sollte, bleibt ein Rätsel – zivilgesellschaftlich engagierter wären als Männer, was nachweislich nicht stimmt, so folgt daraus in keiner Weise, dass sie deshalb einen differenzierten Blick auf z.B: Flüchtlingshilfe haben müssten. Mindestens ebenso wahrscheinlich wäre es, dass Frauen ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement einen Wert an sich abgewinnen und deshalb – um der Pflege des eigenen Ego willen – Dinge zu tun bereit sind, die gesamtgesellschaftlich betrachtet unverantwortlich sind.

    Aber: Es ist empirisch falsch, dass Frauen zivilgesellschaftlich engagierter wären als Männer.

    Da sind mit Frau R., die ihre Vorurteile in der ZEIT zum Besten gibt, wohl just diese, ihre Vorurteile, durchgegangen. Damit sind wir bei Punkt 4:

    4. Ist es denn tatsächlich denkbar, dass sich jemand im Jahr 2016 immer noch nicht emanzipiert hat von dem dümmlichen Gören-Getue „Frauen sind aber … Mädchen können aber … lala lala laaala!“, das am Anfang der 1990er-Jahre sein Unwesen getrieben hat???? Dass jemand immer noch meint, mit solchen dümmlichen Platitüden von „Frauen“ als besseren Menschen als Männern irgend etwas anderes zu bewirken, als sich der Lächerlichkeit preiszugeben?

    Ich glaub’s einfach nicht! Wie reaktionär kann man eigentlich sein?

    Anscheind ist es wahrscheinlicher, dass mein Papagei neue Worte, ja, neue Kurzsätze lernt, als dass bestimmte konservative, ungesund stark der Vergangenheit verhaftete Personen, die sich zu allem Überluss auch angeblich noch mit „Kommunikation“ beschäftigen wollen, Alternativen zu dem einmal auswendig gelernten und seitdem stupide reproduzierten Satz „Frauen sind [GUTES beliebig einsetzen] …“ entwickeln und formulieren lernen.

    5. „Die “Pose des dauernden Protestes und der Zuspitzung liegt” Frauen nicht so, weiß Geiges.

    Nun, Herr Geiges, das mag sein, aber Sie zwingen Frauen, z.B. mich, dazu, diese „Pose“ einzunehmen, denn wer so haltloses, dummes Zeuges völlig unreflektiert über angeblich existierende alle Männer und alle Frauen umfassende Geschlechtscharaktere absondert, der ZWINGT (auch) Frauen in die „Pose des dauernden Protestes“ gegen solchen Unsinn.

    6. “Männer springen auf den rechten Politikstil mit klaren Ansagen und ohne jede Empathie für andere gesellschaftliche Gruppen an.“

    Das könnte stimmen – wenn man das sprachliche Verhalten von Herrn Rucht zur Grundlage der Beurteilung macht.

    7. Wenn Frauen das „Gewaltsame“ ablehnen, warum habe ich dann nur den starken Impuls, gegen den formulierten Blödsinn vorzugehen und z.B. jemandem, der so dumm über mich als Frau daherredet und mich als Frau dabei vollkommen missachtet, eine kräftige Ohrfeige zu verpassen?

    Statt froh und dankbar zu sein, dass ich diesen gewaltsamen Impuls in mir unterdrücke, wird mir jetzt wahrscheinlich von irgend jemandem, der den semantischen Gehalt deutscher Worte nicht versteht, angesichts dieses Kommentars eine „gewaltsame Rhetorik“ unterstellt.

    Naja, solange damit erkennbar wird, dass Männer und Frauen zu genau denselben guten wie schlechten Dingen fähig sind, soll’s mir Recht sein!

  5. HansG sagt:

    Die “Pose des dauernden Protestes und der Zuspitzung liegt” Frauen nicht so

    Das lässt sich leicht durch die Existenz durch unzählige radikalfeministische Lobbyorganisationen und Gender-Einrichtungen widerlegen.

  6. Lack sagt:

    Warum nennt man sie wohl „Lügenpresse“ ?

  7. Hosenmatz sagt:

    „Institut für Demokratieforschung in Bielefeld“

    Bielefeld gibt es gar nicht – !!!Verschwörung!!!

  8. Peter sagt:

    „… dass Frauen zivilgesellschaftlich engagiert sind und deshalb einen differenzierten Blick auf z.B: Flüchtlingshilfe haben. Entsprechend muss man Männer wohl als undifferenzierte und nicht zivilgesellschaftlich engagierte Schläger ansehen.“

    auch wenn ich zum größten Teil zustimme, diesen logischen Fauxpas hat Science Files doch nicht nötig. Selbst wenn er rhetorisch motiviert ist und durch das „wohl“ abgeschwächt werden soll.

    • Wie wäre es, Sie erklären den Fauxpas, anstatt ihn einfach nur zu behaupten. Behaupten kann man viel, argumentieren ist da schon schwieriger. Also warten wir gespannt auf ihre Argumentation.

    • @Peter

      Sie haben es doch sicherlich nicht nötig, sich in einem unverständlichen Kommentar darauf zu beschränken, Ihr durch irgendetwas ausgelöstes Missfallen kundzutun!?

      Wie wäre es, Sie ersetzen Ihren provozierenden Ton und Ihre Wertungen durch eine ARGUMENTATION, die man verstehen und auf die man antworten kann?

      Oder können Sie das nicht?

  9. ordo ab chao sagt:

    Wie immer bei den linksverwirrten beklagt sich die Ursache über die Wirkung..
    Komisch, in Köln äussern iM 90% der Frauen AfD wählen zu wollen, aber nur 40% der Männer (ohne homos). Bedeutet das nun, dass in Köln eigtl die Frauen die Männer sind bzw. Frauen nicht empathisch dafür hoch agressiv sind….
    Jungejunge ääähhh mädelmädel was für degeneriertdebile „Experten“.

  10. Gast sagt:

    Es mag wahr sein, dass Männer ehrenamtlich sogar mehr tätig sind als Frauen aber wo?
    Die ganzen ehrenamtlichen Männer in meiner Kleinstadt sind fast alle in Vorständen das heißt in führenden Positionen ehrenamtlich tätig. Frauen hingegen sind fast alle in Hilfsorganisationen ehremamtlich tätig. So ähnlich verhält es sich auch in der Wirtschaft, wobei der Geldkreislauf den Männern zugute kommt. Da sind schon Unterschiede, die genannt werden müssen!

    • Oh je, (1) also ist ein Ehrenamt nicht gleich ein Ehrenamt, sondern Frauen, das wollen Sie unbedingt so, machen die besseren/wichtigeren/altruistischeren Ehrenämter und (2) wenn das aus Ihrer Beobachtung so ist, dann muss das natürlich immer und überall so sein… oder?
      Was wollen Sie mit Ihrem Kommentar eigentlich zum Ausdruck bringen, außer dass Sie die Welt gerne anders sehen wollen als sie ist?

    • Also hat’s in Iher Kleistadt mehr ehrenamtliche Führer als Geführte? Mehr Häuptlinge als Indianer quasi.

      Und was hat der von Ihnen behauptete Geldfluß mit Ehrenamt zu schaffen?

  11. Harry Hirsch sagt:

    Warum wird das überhaupt thematisiert ? Haben wir in dieser Zeit nicht andere , gewichtiger Themen zu bewältigen, die unsere Zukunft in massivster Weise betreffen ? Stattdessen wird diskutiert, wo sich Männlein und Weiblein ehrenamtlich organisiert, welche Ihntergründe dies haben könnte. Die Hintergründe findet ihr in der menschlichen Entwicklung, die zehntausende Jahre zurückliegt , sich aber in unseren Genen und Hirnen manifestiert haben. Ich spreche von den Jägern und sammlern, für denjenigen der in solchen Entwicklunggeschichtlichen nicht so bewandert ist. Diese Epoche ging sehr lang, daher ist sie für uns Menschen so relevant. I nstinktives manifestiertes Verhalten, das sich sogar in unterschiedlichen Ausprägungen des Gehirns von Männern und Frauen niederschlägt, kann man auch nicht via Gesetz ändern. Wer das denkt, sollte nochmal die Schulbank drücken. Aber der Kern ist fogender: Männer waren für die Ernährung ihrer Familie zuständig und sind somit manchmal lange auf der Jagd gewesen. Wie jeder weiß, Ein Tier läßt sich nicht mit einem Wattebausch erlegen, also sind die Männer in dieser Richtung nicht gerade übersensibel. Wäre es anders, wären wir ausgestorben. Die Frauen waren für den sozialen Teil der Familie zu mit ständig, sie sammelten Beeren etc., kümmerten sich um den Nachwuchs was wiederum für eine stärkere emotionale entwicklung sorgte. Einschließlich mehr Neuronenverbindungen im Gehirn in diesen Bereichen. Dies ist bis heute so. Daher die Unterschiede auch in den gesellschaftlichen Organisationen. Die Frauen sind emotionaler veranlagt und suchen auch eine entsprechende Tätigkeit. Der mann eher logisch Organisationsverhalten, das ist in den meisten Fällen erblich aus grauer Vorzeit manifestiert.
    Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen….

    • Oh dear, haben Sie für das, was Sie da behaupten, auch irgend einen Beleg, jenseits des Glaubensbekenntnisses, das Sie hier gerade abgelegt haben, Sie Abkömmling von Jägern und Sammlern, bei denen es sich wohl eher um Assfresser und Sammler gehandelt hat…?

    • corvusalbusberlin sagt:

      Die Zeit der Jäger und Sammler ist doch nun wirklich vorbei. Damit auch vieles andere.Auch die Blühenden Landschaften und Wälder, wo das alles stattfand.
      heute gibt es dafür Industrieanlagen und Atomkraftwerke – einmal grob ausgedrückt – obwohl ich eine Frau bin.
      Und wenn Frauen damals nur die Kinder erzogen haben und für den Haushalt zuständig waren, so haben diese Zeiten sich inzwischen radikal geändert.
      Wo sind die blühenden Landschaften und Wälder, wo die Männer sich noch austoben können, bis auf einige berufstätige Jäger und dann die „Touristenjäger“, die in Afrika oder anderswo gegen Bezahlung ein Tier erschießen dürfen.

      Die Frauen haben heute mehr denn je am Hals und leisten meines Erachtens weitaus mehr als die meisten Männer. Für das Kinderkriegen sind sie leider nach wie vor zuständig, die Erziehung liegt zum großen Teil in Ihren Händen und auch die Haushaltspflichten werden nur bei wenigen Paaren „gleichmäßig“ verteilt – also nicht, wo der Mann das Auto wäscht und vielleicht mit dem Staubsauger durch die Wohnung zieht.

      Mit dem „logischem Organisationsverhalten“ kann ich gar nichts anfangen. Was heißt das?

      Auch widerspreche ich, dass Frauen emotionaler veranlagt sind. Es gibt auch sehr emotional veranlage Männer und oft wären Männer sogar die besseren Mütter.
      Ich nehme an, dass Frauen auch heute noch angepasster als Männer sind und sich darum auch schneller ausbeuten lassen und vielleicht eher das Bedürfnis haben, zu helfen was z. B. jetzt an den Flüchtlingshelfern auszumachen ist.

      Da gibt es weitaus mehr Frauen als Männer, die oft ihren Urlaub opfern, rund um die Uhr arbeiten und abends noch den Haushalt versorgen. Der ganze Laden wäre schon längst zusammengebrochen, wenn die Frauen das Handtuch bzw. die Handtücher geworfen hätten .
      Es gibt nur wenig männlich Beispiele.
      Was aber nicht heißt, dass Frauen nicht die emotionaleren sind.

      Ich selbst finde dieses Helfersyndrom äußerst gefährlich.
      Die Politiker lehnen sich zurück und halten nur noch nichtsnutzige Reden.

      Auch in der katholischen Kirche, wo vor allem Frauen nach wie vor Sklavenarbeit leisten.
      Würden diese Frauen von heute auf morgen ihre Tätigkeiten niederlegen, würde dieser „Altmännerverein“ zumachen können.
      Ja, und was mir ganz und gar nicht gefällt, dass Frauen von der Werbung immer noch als sanfte, süße und entzückende Wesen – wie Babie-Puppen – dargestellt werden und sie sich darstellen lassen und der Mann immer noch als Stier?

      Es wird Zeit – dass die no Name Frau mehr in den Vordergrund rückt, ihre Rechte kundtut und endlich auch für gleiche Arbeit ebenso bezahlt wird wie der Mann.

      Sich dafür einzusetzen, haben die emanzipierten Klugscheißer – und das sind leider nunmal Frauen – bis heute nicht geschafft.

      Also, die AfD hätte genug Themen um zu Punkten, ohne „gewalttätig “ werden zu müssen.

      Vielleicht auch ein Thema für ScienceFiles

      • corvusalbusberlin sagt:

        Richtigstellung: Was aber nicht heißt, dass Frauen die emotionaleren sind.

      • rote_pille sagt:

        Frauen werden bei der Bezahlung nicht benachteiligt. Und wenn Sie freiwillig irgendwelche Arbeiten verrichten, die nicht bezahlt werden, dann können sie sich logischerweise auch nicht über das Ausbleiben der Bezahlung beschweren.

        • corvusalbusberlin sagt:

          „Frauen werden bei der Bezahlung nicht benachteiligt.“ Soll das ein Witz sein?
          Und wer verrichtet denn freiwillig irgendwelche Arbeiten bei einem Arbeitsvertrag ohne Bezahlung? Ja, raten Sie mal.
          Wenn die Menschen heutzutage keine unbezahlten Überstunden machen, dann fliegen sie – und zwar ruckizucki.

          Ich spreche hier nicht von Menschen mit einem angeborenem Helfersyndrom – also den Freiwilligen – wie zur Zeit in der Flüchtlingshilfe.

          Fragen Sie mal Frauen, die 2 Jobs haben und trotzdem noch einen staatlichen Zuschuss bekommen, was sie verdienen. Und das natürlich alles auf freiwilliger Basis.

          Aber auch Männer arbeiten in unterbezahlten Jobs wie z. B. als DHL Zusteller. Überstunden natürlich – ebenfalls freiwillig.
          Unterhalten Sie sich mal mit diesen Menschen und geben Sie den DHL Zustellern bei der nächsten Paketentgegennahme wenigstens ein anständiges Trinkgeld,Sie Klugscheißer.

          Auf welchem Stern leben Sie?
          Sie können froh sein, dass Ihr Kommentar überhaupt veröffentlicht wurde.
          So ein Schwachsinn.

          • Sagen sie mal, haben Sie auch Belege für Ihre Behauptungen?

            Zeigen sie doch mal her, die Sklavenarbeiterrinnen in der kath. Kirche. Glauen Sie nicht, daß wenn Männer die Handtücher werfen, die Sache ähnlich wenn nicht schlimmer ausgeht, als wenn Frauen das machten?

            PS Übrigens ist die Idee auf einem Stern leben zu wollen keine so gute Idee, da werden Ihnen die Lebensgeister schnell, sehr schnell ausgebrand!🙂

            • corvusalbusberlin sagt:

              Da es mehr Frauen als Männer gibt, die kostenlos arbeiten, nehme ich an, das es nicht ganz so arg ausfällt.
              Das sie nichts von der „Sklavenarbeit“ der Frauen in der katholischen Kirche wissen, das erstaunt mich jetzt doch sehr. Die „Beweise“ werden doch zu hauf diskutiert und
              können in gut recherchierten Büchern nachgelesen werden.

              Nehmen Sie nur einmal die Caritas. Beschissene Löhne, obwohl sie vom Staat finanziert werden aber kirchliche Gesetze , nach denen sie entlassen werden können. Und von all dem wissen Sie nichts.?
              Ich kenne Menschen, die sich 40 Jahre lang für die katholische Kirche abgerackert haben und am Ende ihres Lebens nicht einmal eine Rente bekommen.
              Falls Sie Journalist und sich ausweisen können, und diese Sache verfolgen und öffentlich machen würden, bin ich gerne zu weiteren Informationen bereit, vorausgesetzt, das Einverständnis der Betroffenen.

              Aber ich warne Sie: Ein bekannter Journalist hat bereits das Handtuch geworfen.

              Ja, wenn die DHL Zusteller ihren Job hinwerfen würden, dann gäbe es ein großes Problem.
              Wieso? Es gibt bereits auch erkaltete Sterne mit moderner Zentralheizung und modern eingerichteten Wohnungen. Nur die Flugtickets sind zu teuer .

              • Schön, nochmehr Behauptungen ohne konkrete Belege.

                Aber die Sterne mit moderner Zentralheizung täten mich nun wirklich interessieren …🙂

                • corvusalbusberlin sagt:

                  Wenn Sie schwer von Begriff sein wollen, ist das nicht mein Fehler. Sie gehören wirklich auf einen anderen Stern.
                  Gehen Sie in ein Reisebüro und lassen sich beraten.

                  Vielleicht sind viele sogar froh, wenn Sie auf einen Stern entschwinden.
                  Bei Ihrem Geschwafel könnte ich mir das gut vorstellen.

                  Übrigens: Ein gutes Lehrbuch für Deutsch würde ich auch mitnehmen.
                  Wenn Sie dann oben gelandet sind , lassen Sie von sich hören. mail.

  12. nervender Kommentator sagt:

    Wenn die Männer nicht fähig sind, bei der Wahl das Richtige zu wählen, sind dringend Konsequenzen erforderlich. Ich schlage „betreutes Wählen“ vor. Die Stimme des Mannes wird automatisch auf die Ehefrau übertragen. Wer keine Ehefrau vorweisen kann, bekommt eine Pflichtwahlbetreuerin zugewiesen. Entsprechende Beamtenstellen sind in ausreichender Zahl zu schaffen. Eine Pflichtwahlbetreuerin je zehn Eheweiblose sollte angemessen sein. Zur Finanzierung könnte ein monatlicher Wahlbeitrag (Kreuzleabgabe) eingeführt werden, der von einem zu schaffenden Beitragsservice der Wahlbüros eingetrieben wird. Beitragsgrundlage ist das Vorhandensein von Händen, wer keine Hände besitzt, kann mit einem handgeschrieben Antrag beim Beitragsservice eine Befreiung beantragen. Die Pflichtwahlbetreuerinnen werden den Eheweiblosen in regelmäßigen Intervallen über die korrekte politsche Meinung unterrichten und bei den Wahlen dann die Kreuzchen im richtigen Kästchen machen. Das könnte die Lösung sein…

  13. Hajo sagt:

    Ist auch schön wie das hier in zwei Richtungen wirkt.

    Zuerst der feministische Gedanke „Männer sind böse“ -> und jetzt wählen sie auch noch AFD, dann muss die AFD ganz besonders böse sein.

    Aber es funktioniert auch in der anderern Richtung:
    „Die AFD ist böse“ -> und wenn vor allem Männer sie wählen, dann müssen die Männer auch böse sein.

    Schön zu sehen wie man die sorgsam aufgebauten Meinungsbilder „Männer sind böse“ und „AFD ist böse“ jetzt zu einem Zirkelschluss zusammensetzt, der praktischerweise gleich beide Ansichten bestätigt (ausser, man erkennt den Zirkelschluss als solchen).

  14. Pingback: Hirntod bei der “ZEIT” – Nichts außer stupide Hetze gegen die AfD | LW-Freiheit

Bevor Sie hier kommentieren, lesen Sie bitte unser Grundsatzprogramm. Kommentare, die Beleidigungen enthalten oder lediglich gepostet wurden, um sich zu erleichtern, wandern direkt in den virtuellen Mülleimer

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s