Grüne: Güter gehören auf’s Fahrrad

Dass die Grünen besonders gute Radfahrer sind und sich auch entsprechend gut aufs Radfahren verstehen, ist seit langem bekannt. Und jetzt machen die Grünen mobil, „Für einen Neustart in der Fahrradpolitik„, so heißt ihr Thesenpapier, mit dem sie nicht nur die Gleichstellung des Fahrrads fordern, sondern auch ein Umdenken in der bisherigen Form der Fortbewegung.
So heißt es unter anderem:

„Ein fahrradfreundliches Verkehrssystem braucht gute Infrastruktur und gerechte Verkehrsregeln. Wo Radfahren zunimmt und zunehmen soll, müssen Verkehrsflächen neu aufgeteilt und die Qualität der Radverkehrsinfrastruktur verbessert werden. Wir Grüne wollen gute Radverkehrsverhältnisse im ganzen Land und für die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite. Radfahren muss für alle leichter, bequemer und sicherer werden – vom Kindergartenkind bis zur Generation „Siebzig plus“.

Deutschland als Land der Radfahrer mit einer eigens für das Radfahren ausgelegten Infrastruktur, „gerechten Verkehrsregeln“ und einer neuen Aufteilung der Verkehrsflächen. Unter einer gerechten und neuen Aufteilung der Verkehrsflächen verstehen die Grünen eine Umverteilung, weg von Straßen, die für Autos oder Lkw vorgesehen sind und hin zur klimafreundlichen Mobilität mit dem Rad. Die Staus auf deutschen Autobahnen, Bundes- und Landstraßen sollen – geht es nach den Grünen – zu wahren Happenings der Geselligkeit werden, bei denen ein Radfahrer einen Radfahrer trifft und im Pulk der Radfahrer versucht, von A nach B zu kommen. Deutschland eine einzige Tour d’Abberation.
Doch hier bleiben die Grünen nicht stehen, nein, sie radfahren fort:

„Der Radverkehr darf nicht länger das Stiefkind der deutschen Verkehrspolitik sein. Seine Potentiale für ein nachhaltiges Mobilitätssystem werden bei weitem nicht ausgeschöpft. Noch immer sterben im Straßenverkehr viel zu viele Radfahrer oder werden schwer verletzt. Nur etwa die Hälfte der Radfahrerinnen und Radfahrer fühlt sich sicher. – Ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft, die sich dem Prinzip der sozialen Gerechtigkeit und Chancengleichheit verschreibt.

Soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit ist also dann erreicht, wenn deutlich mehr als die Hälfte der Radfahrer sich in Deutschland sicher fühlen. Kein Wunder also, dass die Grünen eine „neue Radverkehrskultur“ fordern:

  • Die Radwege an Bundesfernstraßen sollen ausgebaut und saniert werden.
  • In Radwege soll investiert werden.
  • Das Straßenverkehrsrecht soll in der Weise modernisiert werden, dass Stoppschilder für Radfahrer (wie bisher) nicht gelten und Falschparker härter bestraft werden.
  • Schließlich, man soll ja die eigene akademische Klientel nicht vergessen, wollen die Grünen, vor allem wohl der Stadtverband Freiburg, dass mehr in Forschung und Wissenschaft auf dem Gebiet des Radverkehrs investiert wird, also z.B. in ergonomisches Treten oder in die Erforschung der Frage, ob sich Radfahren eignet, um Depressionen zu behandeln oder ob sich Radfahr-Forschung eignet, um sich aus Steuergeldern zu finanzieren usw.

Die neue Radverkehrskultur der Grünen, sie geht mit einem revolutionären Umdenken einher, einem cultural shift, weg von den Drecksschleudern Auto und Lkw, hin zu einer modernen Mobilitätspolitik, die sich „weniger an den Bedürfnissen des Autoverkehrs ausrichtet“. Die moderne, fahrradgerechte Verkehrskultur, sie baut auf einer Koppelung von ÖPNV und Fahrrad, die ganz neue Möglichkeiten eröffnet, etwa in Form der Notfallkoppelung, die den Notarzt mit dem Rad an die Unfallstelle gelangen sieht. Liegt die Unfallstelle auf der Autobahn, dann ermöglichen es moderne GPS-gestützte Methoden dem Notarzt, in Windeseile mit dem nächsten Nahverkehrszug zum zeitlich nächstgelegenen Bahnhof zu gelangen, um von dort aus mit dem dort vorgehaltenen Notfall-Rad die Unfallstelle aufzusuchen.

Langfristig kann durch eine Radfahrrevolution auch der Fernreise- und Güterverkehr angepasst werden. Schon heute machen immer mehr Deutsche, wie die Grünen wissen, mit dem Rad Urlaub, was liegt näher, als Urlaub mit dem Rad zur gesellschaftlichen und gesetzlichen Norm zu erheben, „vom Kindergartenkind bis zur Genration ’siebzig plus“. Radfahren ist gesund und beugt Fettleibigkeit vor, führt entsprechend zu geringeren Behandlungskosten für Herz-Kreislauf-Krankheiten und andere Folgeerscheinungen von Adipositas.

Schon die Schweiz hat die Nützlichkeit des Rades für das Bundesheer gezeigt. Entsprechend bietet die neue grüne Radverkehrskultur auch ganz neue Möglichkeiten, mit der überalterten Ausrüstung der Bundeswehr und den vorhandenen finanziellen Engpässen umzugehen. Ein entsprechenden Forschungsprojekt: „Zur Erforschung des bi-pedalen Partisanenkriegs“ ist bereits an der Universität Freiburg in Vorbereitung.
Schließlich lässt sich mit der neuen Radverkehrskultur auch der uralte Streit zwischen Bahn und Straße entscheiden, was die Güter und wo sie hingehören, betrifft: Güter gehören aufs Fahrrad. Nur die Existenz von Großunternehmen und deren unersättliche Gier nach Rohstoffen macht den Gütertransport im Lkw notwendig. Kleine und selbst-subsistente Unternehmen sind nicht nur umweltverträglicher, sie entlasten auch den Fernverkehr und ermöglichen es, dass die benötigten Rohstoffe per Fahrrad vom nächst gelegenen Bahnhof angekarrt werden können. Güter gehören aufs Fahrrad, so das Motto der neuen Grünen-Initiative, die den Tante-Emma-Laden wieder zum vertrauten Bild in der dörflichen Mangelkolchose machen soll.

Irgendwie merkt man, dass die Grünen von der Wirklichkeit eines normalen deutschen Lebens, das sich nicht in Verwaltungen oder an Universitäten abspielt, nichts wissen. Und obwohl wir uns beim Ziehen von Schlüssen aus den Vorschlägen der Grünen einige Freiheiten erlaubt haben, basiert doch alles auf dem „Neustart in der Fahrradpolitik“, den die Grünen gerne beginnen wollten, wenn man sie ließe.

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31 Responses to Grüne: Güter gehören auf’s Fahrrad

  1. Gereon says:

    Ausgerechnet die Grünen Heuchler.
    Als langjähriger Fahrradkurier und ehemaliger Selbstständiger in dem Bereich stelle ich fest, dass es die Grünen waren. die den Fahrradkurieren in Deutschland das Wasser abgegraben haben, damals, 1998, kaum in Regierungsverantwortung. Mit dem Scheinselbstständigengesetz. Das war mit das allererste, was die verbrochen haben und es hat fast alle unabhängigen Fahrradkuriere plattgemacht und denen die Geschäftsgrundlage entzogen. Ausserdem weiss ich, wie es ist, bei Schneematsch und 10 Grad minus mit Last Steigungen um 10% und mehr hochzuasten. Die ersten, die das heulend das Rad in den Graben schmissen und nie mehr gesehen waren, waren linksgrünversiffte ‚Studenten‘ die hier weder Quote noch sonstwas herbeibeten konnten. Aus dem Bus habe ich sie gezerrt und ihnen die Kuriertasche mit meinem Logo weggenommen! Ausgerechnet die. Lasst sie im Winter fahren, sonst kein Essen. Dann werden die schnell vernünftig! Gekämpft haben die Tüchtigen und Anständigen und die hatten in den allermeisten Fällen eine bürgerliche und rechte Gesinnung!

  2. Da braucht man nicht nur ein sonniges Gemüt sondern auch das passende Wetter 🙂

    • J says:

      Nun müsste man nur noch eine Anhängerkupplung für’s Fahrrad erfinden mit der man einen 30 Tonnen druckluftgebremsten Anhänger mit Lebensmittel zum Aldimarkt hinziehen kann.
      Die Grünen sind geisteskrank, mehr kann man dazu nicht sagen!

      • Heiner says:

        Das erledigen dann Pferde- und Ochsenkarren.

        Und irgendwann wird man, wie Anfang des 20. Jahrhunderts wieder wie die Stadt New York vor dem Problem stehen: „Wohin mit den Pferdeäpfeln?“

  3. Reinhard Fichtner says:

    Die Fahrrad-Kultur und die „Industrie“ im Hinterhof hat schon Mao seinerzeit versucht. Der „Erfolg“ dieser Zielsetzung war eine der größten menschengemachten Katastrophen der Geschichte. „Von Mao lernen heißt siegen lernen.“

    • Marcus Junge says:

      Aus Sicht der Grünen ist das kein Katastrophe, sondern erklärtes Ziel ihrer Politik.

      Mao = „Großer Sprung nach vorn“ = Bauern zu Stahlschmelzern im Hinterhof, statt auf dem Reisfeld zu stehen = Hungersnot = Millionen Tote

      Grüne = Zu viele Menschen auf dem Planten, muß man reduzieren, Raten wir doch wie das besonders schnell geht, viel schneller als mit Lagern. Z.B. Winter 1932/33 UdSSR. Welcher linken Ideologie hängen die Grünen noch gleich? Ach, es gibt im Kern nur eine linke Ideologie, egal ob Rot, Braun oder Grün?

    • Heiner says:

      Da fällt mir doch ein, woher die Urgrünen einst kamen:

      http://www.linksfraktion.de/im-wortlaut/gruene-ex-maoisten/

  4. Klapprad says:

    Na ja wenn sich in Zukunft die Deutschen kein Zweitautochen mehr lesten können weil sie immer mehr abgezockt werden durch Gebühren und zahlungspflichtige technische Kontrollen und anderen Bestimmungen dann sollten wenigsten die Fahrradwege in Ordnung sein.
    Auch die Zugewanderten müssen doch mit ihren Fahrrädern schneller und sicherer den Aufenthaltsort wechseln können. Meine Beobachtung, die laufen jetzt nicht mehr Gruppenweise durch die Gegend sondern sind mit dem Fahrrad unterwegs und haben oft ihr Handy am Ohr. Was die wohl dabei übermitteln.
    Mal sehen wann es auch überall Parkuhren für Fahrradständer im Parkzonenbereich gibt, etliche soll es ja schon geben, weil bei den Autos kaum noch was zu holen ist.
    Hab gerade in einer Regionalzeitung Pi gelesen das die Fahrräder im Schuppen auch sich einfach so verduften, sind irgendwie entfläucht. Ist erschrecken wie viele Fahrräder einfach nicht mehr beim alten Besitzer bleiben wollen. den neuen Besitzern all Zeit gute Fahrt auf einem guten Fahrradweg.

  5. Marcus Junge says:

    China im 20. Jahrhundert: Von der Rikscha zum Fahrrad zum Auto.
    BRD im 21. Jahrhundert: Vom Auto zum Fahrrad zum Feuersteinantrieb.

    —-

    Wie „gut“ „Grüne“ mit dem Fahrrad umgehen können und wie gern sie es nutzen, hat man Fettklotz Joseph F. (Außenverbrecher in 2 Regierungen) gesehen. Mit gepanzerter Limo bis 500m an Veranstaltungsort fahren lassen, auf mitgeführtes Rad umsteigen, hinradeln, sich feiern lassen.

  6. Striesen says:

    Das grüne Thesenpapier ist recycelbarer Abfall aus der Phrasendreschmaschine. Den ersten Absatz

    „Ein fahrradfreundliches Verkehrssystem braucht gute Infrastruktur und gerechte Verkehrsregeln. Wo Radfahren zunimmt und zunehmen soll, müssen Verkehrsflächen neu aufgeteilt und die Qualität der Radverkehrsinfrastruktur verbessert werden. Wir Grüne wollen gute Radverkehrsverhältnisse im ganzen Land und für die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite. Radfahren muss für alle leichter, bequemer und sicherer werden – vom Kindergartenkind bis zur Generation „Siebzig plus“.“

    habe ich ich in wenigen Sekunden und mit nur minimalem geistigen Aufwand umgeschrieben. In einem entsprechenden Umfeld würde der Schwachsinn nicht als solcher auffallen:

    „Ein arbeitnehmerfreundliches Wirtschaftssystem braucht gute Arbeit und gerechte Löhne. Wo Arbeit zunimmt und zunehmen soll, müssen Tarifverträge neu ausgehandelt und die Qualität der Arbeitsvermittlung verbessert werden. Wir Grüne wollen gute Stellenangebote im ganzen Land und für die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite. Arbeiten muss für alle leichter, bequemer und kürzer werden – vom Kindergartenkind bis zur Generation „Siebzig plus“.“

    Da mir der grüne Originaltext zuwenig die genderspezifischen Anforderungen des Radfahrens zu berücksichtigen schien, habe ich anschließend einen Nonsens-Gender-Text daraus gebastelt. Ebenfalls in Sekunden. Ebenfalls satisfaktionsfähig.

    „Ein geschlechterfreundliches Gesellschaftssystem braucht gute Genderstrukturen und gerechte Sprachregeln. Wo der Frauenanteil zunimmt und zunehmen soll, müssen Quoten neu aufgeteilt und die Qualität der Gleichstellungsstruktur verbessert werden. Wir Grüne wollen gute Quotenverhältnisse im ganzen Land und für die Gesellschaft in ihrer ganzen Breite. Teilhabe muss für alle leichter, bequemer und sicherer werden – vom Kindergartenkind*X_In bis zu den „Siebzig plus“-Generierenden.“

    Was für ein armseliger Verein.

  7. rote_pille says:

    Hat eigentlich schon jemand überlegt wie tödlich diese undurchdachten Änderungen sein können? Wenn ein Radfahrer tatsächlich so dumm ist in gutem Glauben an seine Vorfahrt ein Stoppschild zu ignorieren und dann von einem Auto erfasst wird, weil der Autofahrer sich seiner Vorfahrt sicher ist? Stoppschilder werden meistens dort angebracht, wo man nicht gut erkennen kann ob jemand kommt.

  8. Kutte says:

    Dann sollten die Radfahrer auch erst mal die Radwege benutzen, wenn schon welche da sind und nicht noch neben dem Radweg auf den Verkehrsstraßen ohne Rücksicht auf Verluste herum geigen. Dies sehe ich Tag täglich aus meinem Fenster. Ich fahre doch auch nicht rücksichtslos mit dem Auto oder Motorrad auf Radwegen herum, da gelten doch auch die StVo. wieso nicht bei den Radfahrer? und da wollen die Grünen noch mehr noch mehr Radwege, die Radwege vor die ich von mir aus sehe sind sogar breiter als die Fahrbahn warum die trotzdem auf der Fahrbahn fahren ist mir schleierhaft wo die doch eine belebende Verkehrsstraße ist da sich auch viel Schwerlastverkehr bewegt. Radwege sind ja auch Sinnvoll, aber nur wenn man sie Benutzt.

    • Klapprad says:

      Typisch Autofahrer. Es besteht nur die Plicht auf dem Radweg zu fahren wenn ein blaues Schild mit einem Fahrrad darauf abgebildet ist. Fußweg mit Fahradfahrer frei kann benutzt werden. Es gibt auch unterschiedlich farbig geplasterte Gehwege, da ist nicht automatisch ein Streifen ein Radweg auch wenn ab und zu mal ein Fahrrad draufgemalt ist. Es gibt auch Radwege die in beiden Richtungen befahren werden dürfen. Bei uns in der Gegend wurde sogar, in der Presse (Polizei) empfohlen auf dem Fahrdamm zu fahren wenn es nicht gerade Plicht ist den Fahradweg zu benutzen, weil es sicherer ist.
      Viele Autofahrer sollten mal ganz still sein. Blinken beim Abbiegen erst wenn schon halb abgebogen, wenn überhaupt. Fußgänger und Radfahrer beim Abbiegen von der Kreuzung hupen. Radfahrer von hinten anhupen weil sie nicht auf dem Fußweg fahren, der nicht mehr seit Jahrzehnten auch als Radweg benutzbar ist. Sich links wollende einordnende Radfahrer noch durch hupen darann hindern wollen obwohl rechtzeitig die Hand rausgehalten wurde noch versuchen links zu überholen obwohl rechts genug Platz war und dann noch schimpfen auf den Radfahrer. Bin selber beides Auto- und Radfahrer in Groß- und Kleinstadt. Empfehle manchen Autofahrer auch mal in der Straßenverkehrsordnung die Paragrafen für die Radfahrer zu lesen. Ich glaube manche Autofahrer sind so von Medikamenten zugedröhnt das sie nicht mal mehr Radfahren könnten weil sie bei jeder Gelegenheit umkippen würden bei einem Zweirad.

      • Kutte says:

        Mal schön den Ball flach halten, ich weiß wovon ich rede, von wegen typisch Autofahrer. Ich bin über 30 Jahre aktiv Motorrad gefahren über 4 Jahre 40t Lkw. war viel beruflich mit dem Auto unterwegs und bin auch viel Rad gefahren. Wenn ich aber auf einer stark befahrenen Bundesstraße mit Schwerlastverkehr Radfahrer sehe, wobei neben der Bundesstraße extra breite, schöne, gepflegte und ausgeschilderte asphaltierte Radwege vorhanden sind dann trotzdem für mich unvorstellbar sich Radfahrer noch in Gefahr bringen, hört bei mir da Verständnis für die armen Radfahrer auf. Und wie ich schon schrieb vor meinem ein beidseitig und breiter beschilderter Radweg mit 1,5m breite BEIDSEITIG und zusätzlich nochmal ein 1,5m breiter Gehweg auch beidseitig alles mit ausgeschildert und ich sehe es Tag täglich weil ich nur aus meinem Fenster schauen kann oder auf der Terrasse sitze und dies sind keine Einzelfälle sehe es täglich öfter. Was mich wundert, dass sie sich da betroffen fühlen.

        • Klapprad says:

          „…ein beidseitig und breiter beschilderter Radweg…“ Wie beschildert? Nur blaues rundes Schild mit Fahrrad darauf ist Plicht den Fahrradweg zu benutzen.

          „… und ich sehe es Tag täglich weil ich nur aus meinem Fenster schauen kann oder auf der Terrasse sitze…“ Vermute Sie sind kein besonders aktiver Verkehrsteinehmer mehr?

          “ Was mich wundert, dass sie sich da betroffen fühlen.“ Ganz einfach, weil je mehr ich mich an die Vorschriften halte um so mehr bin ich durch Autofahrer gefährdet, als Radfahrer.

          Ich fahre ab und zu mal mit einer Ape 50, warum die nur so langsam fahren dürfen ist mir auch ein Rätsel, was ich da erlebe wo alles in gefährlichen Situationen überholt wird ist unbeschreiblich. Da können viele Autofahrer die Gschwindigkeiten vom Gegenverkehr, meine Geschwindigkeit und deren eigene nicht einschätzen. Besonders gefährlich wird es wenn mehrere Autos hinterienander mich überholen wollen, der letzte drückt mich fast in den Graben. War in der ersten Zeit immer ganz rechts gefahren um den Verkehr kaum zu behindern. Aber jetzt halte ich immer min einen halben Meter Abstand zum Straßenrand damit ich noch Platz habe zum Ausweichen nach rechts.
          Es wird sicher bald mal einer vor mir im Strassengraben landen weil er noch schnell bei Gegenverkehr überholt hat und dann sein Fahrzeug nicht mehr im Griff hat, oder ein vor ihm fahrendes Auto gebremst hat, weil es abbiegen will, welches mich auch noch unmittelbar davor überholt hat. LKW- Fahrer sind auch dabei langsamer fahrende Fahrzeuge, PKW mit Anhänger, derartig riskannt auszubremsen. Meine Familie kann ein Lied davon singen wenn die in den Urlaub fahren.
          In Skandinavien ist es die reinste Erholung Auto zu fahren, in Deutschland, besonders auf der Autobahn ist es der reinste Streß. Alles was kleiner oder langsamer ist wird erbarmungslos bedrängt.
          Aus Kosten- und Haftungsgründen ist die Ausschilderung für Radfahrer oft sehr schlecht. Siehe auch obigen Kommentar.

    • Gereon says:

      Als Rennradfahrer muss ich sagen, das Radwege für uns am gefährlichsten sind. Ein Rennrad bewegt man austrainiert mit 30-50 km/h. Zunächstmal wird man da auf dem Radweg permanent unterschätzt.
      Auch wenn ich Vorfahrt hätte, muss ich permanent bremsen um mein Leben zu retten. Alle paar Minuten! Das macht unglaublich wütend, Herr Autofahrer!

      Ausserdem ist die Qualität der Wege für die schmalen harten Reifen (9-12 bar) lebensgefährlich, wenn sich plötzlich Verwerfungen und Löcher auftun. Ein Sturz oder ein plötzlicher Platter sind bei solchen Geschwindigkeiten kein Pappenstiel.

      Das geht alles völlig an der Lebenswirklichkeit vorbei und natürlich trainiert man dann bevorzugt da, wo KEINE Radwege sind!

      • Heiner says:

        Aha.

        Um Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen, fahren Rennautomobile auf extra abgesperrten Straßen. Leichtathleten haben für ihr Training und ihre Wettkämpfe Sportstätten, sie trainieren nicht auf dem Trottoir. Radsportwettkämpfe werden auch auf abgesperrten Straßen durchgeführt (mal vom Bahnradsport oder Querfeldein abgesehen).

        Weshalb sollte es für einen Rennradfahrer, der auf einer vom öffentlichen Verkehr genutzten Straße fährt, Ausnahmen für das Einhalten der Straßenverkehrsordnung geben?

        Sie unterliegen einem Fehlschluß, wenn Sie meinen, als austrainierter Radrennfahrer im öffentlichen Straßenverkehr freie Fahrt zu haben. Sie sind Verkehrsteilnehmer wie jeder andere und haben jederzeit bremsbereit zu sein! Punkt! Ob Sie das wütend macht oder nicht, ist völlig sekundär. Ein Autofahrer muss auch ständig darauf achten, ob ihm nicht jemand die Vorfahrt nimmt etc. und entsprechend bremsen können.

      • Margot schlummer says:

        was ist das denn für ne Forderung
        strassen und deren benutzer unterliegen regeln dies strassen sind nicht ihr privater trainingsbereich wie auch der wald und wissen nicht für die sog bergfahradfahrer (Moutainbiker) ich scheuche jeden von der Strasse der den offizioel ausgewisenen Weg nicht nutz Kommen Sie mir bloss nicht in die quere

  9. Gernot Meyer says:

    Den GrünInnen gings noch nie um Ökologie; ihr Aufstieg begann mit dem Niedergang der DDR und der Sowjetunion. Statt zuzugeben, daß der Marxismus nix taugt und nie was taugen wird, beschlossen die Kommunisten, daß wenn sie den Wettbewerb der Systeme schon nicht gewinnen können, das des Westens wenigstens auch zerstört werden solle. Und darauf läuft die ganze Geschichte ihrer Politik hinaus. Zerstörung der Familie durch den Genderismus, Zerstörung der Wirtschaft durch konsequentes Anstreben frühmittelalterlicher Susbsistenzwirtschaft, Zerstörung von Kultur und Gesellschaft durch grenzenlose Wohlfahrt für die ganze Welt usw. Im Grunde gibt es keinen Bereich grüner Politik, der ein konstruktives Ziel hätte. Es ist die pure Zerstörungswut von Verlierern, in Öko-Phrasen verpackt.

  10. Eloman says:

    Klingt wie ein Arbeitsbeschaffungsprogramm nach dem Motto: „Anstatt eines Baggerfahrers könnten 100 Mann mit Schaufeln die Baugrube graben. Oder 100.000 Mann mit Teelöffeln!“

  11. Hajo says:

    Ich setze etwas Hoffnung auf Lastenräder mit Elektroantrieb, bzw. Kleintransporter mit Elektroantrieb. In den Fällen fällt das Killerargument „Urlaubsfahrt“ weg, und der Elektroantrieb macht tatsächlich Sinn.

    In den hügeligen oder gar bergigen Regionen Deutschlands dürften rein muskelbetriebe Lastenräder illusorisch bleiben.

  12. rolandtluk says:

    Die Grünen sind doch nicht ernst zunehmen. Mich wundert, dass die die 5%-Hürde geschafft haben.

    • Marcus Junge says:

      Was dann wieder belegt, daß man diese Irren und Kriminellen nicht auf die leichte Schulter nehmen kann, denn die meinen ihren Irrsinn absolut ernst. Und weil viele Tiefschläfer in der BRD das einfach nicht glauben wollen, wurden die Grünen nie gestoppt und werden von vielen Idioten gewählt, die da „irgendwas mit Umwelt“ glauben zu wählen. Das ist wie mit dem Betrugsgeld: „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, wir hätten vor dem Morgengrauen eine Revolution.“ Würden die Deutschen die Ziel und Pläne und Systemparteien verstehen, … – Tun sie aber nicht. Der Führer würde doch nie Ähh, die Merkel würde doch nie, … .

    • Klapprad says:

      Diktatoren sind immer ernst zu nehmen, auch wenn es nur Wenige sind. In dem Fall sind es Links-Grüne Diktatoren. wenn man mal so zurückschaut was die schon alles auf der Welt durchgesetzt haben weil sie es geschaft haben das ausbeuterische System so zu beeinflussen das man mit Links-Grüne Ideen auch richtig Geld machen kann. Heut zu Tage bekommt man doch fast alles durch wenn man es nur ordentlich Links-Grün untermauert, weil alles was nicht Links-Grün ist, ist automatisch Rechts-Nazi und das wird drastisch bekämpft.

  13. Margot schlummer says:

    bin sofort dafür dies alles zu machen und noch mehr z.B. Fahrradsteuer, TÜV für Fahrräder alle 6 Monate, Sommer und Winterreifenvorschrift, Fahrradführerschein (wer sagt denn das diese nicht notwendig ist denn bei den KFZ Lenkern geht es doch nicht nur um die Beherrschung des KFZ`s sondern der Verkehrsregeln und da besteht wahrlich Nachholbedarf) Fahrradentzug bei mehr als 3 Punkten, dazu notwendig ein RFZ Schild zur Identifizierung bei Verstössen, mit Zwangs-GPS zur Terrorverfolgung und Notfallknopf bei Unfällen, Sofortentzug des RFZ bei Verstössen gegen die Fussgänger um nur einiges zu nenen der dt. Beamte findet sicher noch mehr.

    • Klappfahrrad says:

      Dann bitte auch eine Gehberechtigung für Fußgänger und ein Schild um den Hals für vorn und hinten. Damit jeder weiß wer da so durch die Gegend gegen alle Regeln latscht oder steht.
      Denn bei mir in der Einkaufstrasse, Einbahnstrasse, ist der Gehweg entgegen der Fahrtrichtung geteilt in Fußweg und Fahrradweg, mit blauem runden Schild mit Fußgänger und Fahrrad senkrecht geteilt, also auch Fußgänger haben auf dem Teil für die Radfahrer nichts zu suchen. Aber die Klatschweiber stehen fast immer so das vorbeigehende Fußgänger immer den Teil für die Fahrräder benutzen müssen. Wenn dann mal die Radfahrer den Teil für die Fußgänger dadurch benutzen müssen dann steht dann bestimmt ein nörgelder wichtigtuender Rentner rum und nölt die Radfahrer voll.

  14. vogelflug says:

    Guten Tag allerseits,

    Zunächst einmal vielen Dank für diesen weiteren, interessanten Artikel, liebe Redaktion!
    (Folgende Aussagen beziehen sich auf das, im obigen Artikel erwähnte, sog. „Thesenpapier“ (https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/verkehr/PDF/thesenpapier-gruenes-radverkehrsforum-april-2016.pdf) :
    Es kristallisiert sich für meine (mittlerweile „müden“) Augen folgendes Schema hinaus:
    „Politische“ Gruppierungen (besser: „ideologisch motivierte und vom Staat / der arbeitenden Bevölkerung finanzierte Bedarfs- und Forderungsverbände“) stellen Behauptungen auf:
    „Das Fahrrad erlebt eine Renaissance. In vielen Städten und Regionen hat der Radverkehr
    deutlich zugenommen. Immer mehr Menschen nutzen das Rad für ihre Wege im Alltag.“
    (Zeile 1 f.)
    Frage: Wer sagt das? Stimmt das? Wie kommen unsere grünen Freunde darauf?
    –>QUELLE?
    „Kommunen wie Kopenhagen oder Portland (USA) leisten
    Pionierarbeit für mehr Fahrradverkehr und zukunftsfähige Stadtentwicklung. Die Niederlande zeigen, wie mit systematischer Radverkehrsförderung ein ganzes Land fahrradfreundlich wird.
    Städte und Regionen auf der ganzen Welt eifern diesen Vorbildern nach.“
    (Zeile 12 ff.)
    Auch hier stehen nur reine Behauptungen im Raum. Was tut Portland / Kopenhagen? Welche Regionen weltweit (sic!!!) eifern dem nach?
    Ich stelle einfach mal frech die Behauptung auf, dass in großen Teilen Afrikas, Asiens und des „nahen Ostens“ viele Menschen als letztes daran denken, einen Neustart in der Fahrradpolitik zu fordern (vgl. Maslowsche Bedürfnishierarchie).
    „82 Prozent der Deutschen wünschen sich eine Verkehrspolitik, die ÖPNV, Fuß- und Radwege ausbaut und sich weniger an den Bedürfnissen des Autoverkehrs ausrichtet“
    Woher diese „Umfrageergebnisse“ kommen, wird nicht deutlich (Ich hätte nicht gedacht, dass das „zitieren“ bzw. „Quellen-angeben“ mal mit solch träge-lethargischer Selbstverständlichkeit als obsolet betrachtet werden würde, und das von der angeblichen politischen Elite des Landes).

    Zusammenfassend liegen also lauter ungeprüfte und auch für den Leser nicht mehr prüfbare Behauptungen vor.

    Darauf aufbauend (wie von Kommentator Striesen oben bereits erwähnt) wird ein Forderungskatalog aufgestellt, der aus der Floskel-Maschine zu kommen scheint.

    Diese Arbeitsweise ist nicht mehr tragbar.
    Mir wird auch in letzter Zeit sehr schmerzlich bewusst, wie sehr auch politische Parteien mittlerweile davon Abgerückt sind Maßnahmen zu ergreifen, Aktionspläne vorzulegen u.Ä., und umso mehr von Forderungen reden, so dass man sich unweigerlich Fragen muss, was an dem Tag passiert, an dem keiner mehr etwas tut, erschafft, erarbeitet, sondern jeder nur in Interessenverbänden, Zentralräten und Ähnlichem sitzt und die Hand fordernd ausstreckt…und wenn dann keine Hand mehr da sein wird, die etwas zu geben hat?!

    „Diesmal braucht Gott keine Sintflut als Strafe herniederzuschicken….die Menschheit nimmt das diesmal selbst in die Hand“

    • vogelflug says:

      Entschuldigen Sie die Länge und evtl Unübersichtlichkeit meines Beitrags; „leider“ muss ich noch einen Nachtrag reichen:

      Allein das Wort „Fahrradpolitik“ sagt schon vieles über die Wahrnehmung der Realität von Grünen-Politiker-Seite her aus. Migrationspolitik? Wirtschaftspolitik? Bildungspolitik? Familienpolitik?
      Alles Schnee von Gestern, die Zukunft braucht endlich eine nachhaltige, umweltbewusste, familienfreundliche, moderne Fahrradpolitik!!!
      (Zitat aus dem Schrieb:
      „Für diesen Trend haben wir Grüne immer
      geworben – heute ist er da.“….Ist das als Geständnis zu werten?)

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