Terrordilettanten: Von Ausweisen und Duldungsbescheinigungen

Wer hat schon einmal von einem Einbrecher gehört, der seinen Personalausweis am offenen Tresor zurücklässt? Oder von einem Berufsmörder, der, um neue Kunden zu gewinnen, seine Visitenkarte an dem Ort zurücklässt, an dem der Beleg des letzten von ihm erfolgreich abgewickelten Auftrags zu finden ist?

Und doch erzählt man uns regelmäßig, dass ausgerechnet die Terroristen, die es trotz verstärkter Sicherheitsmaßnahmen, trotz erhöhter Datensammlung der Verfolgungsbehörden, trotz Gesetzesverschärfungen, trotz besserer und moderner, nein modernster Ausrüstung für die Polizei, trotz neuer Kompetenzen für die Geheimdienste, trotz Unterwanderung der Terrorszene mit V-Männern und trotz aller gesetzlichen Vorkehrungen, die die bürgerliche Freiheit zu einem Nukleus im Meer der Sicherheitsüberwachung gemacht haben, die es trotz alledem geschafft haben, durch das dichte Netz der staatlichen Sicherheit zu schlüpfen und einen Terroranschlag zu verüben, so dilettantisch sind, dass sie ihren Ausweis oder wie Anis A. oder welchen seiner acht Namen er auch immer benutzen mag, seine Duldungsbescheinigung am Ort seines Verbrechens zurückzulassen.

Wenn es Dilettanten schaffen, durch das Netz der Sicherheit zu schlüpfen, das Geheimdienste, Staatsschutz, Polizei und wer sonst noch mit dem Verkauf der Sicherheit der Bürger sein Geld verdient, geknüpft haben, dann muss man daraus wohl schließen, dass die Dilettanten nicht nur auf der Seite der Terroristen, sondern auch auf der Seite staatlicher Schützer wider den Terrorismus zu finden sind.

Wenn es allerdings keine Dilettanten sind, die durch das Netz der Sicherheit schlüpfen, sondern gefährliche Terrorismusexperten, die auf ein entsprechendes hochspezialisiertes Terrornetzwerk zurückgreifen können, eines, das erst die Preisgabe von bürgerlichen Freiheiten, die im Gegenzug für die versprochene Sicherheit erfolgt ist und den finanziellen und personellen Aufwand, der mit dem Verkauf von Sicherheit verbunden ist, zu rechtfertigen im Stande ist, dann stellt sich die Frage, wer lässt aus welchem Grund Ausweise am Tatort zurück?

Sind es die Terroristen, die damit die Mitarbeiter der Verfolgungsbehörden ärgern wollen?

Sind es die Verfolgungsbehörden, die damit verhindern wollen, dass ein Terroranschlag wie der in Berlin zu einem großen Fahndungsmisserfolg wird?

Oder sind es unbekannte Dritte, deren Ziel darin besteht, Terroranschläge zu inszenieren, um auf diese Weise Unfrieden bis hin zum Bürgerkrieg in einer Gesellschaft zu stiften?

Das fragen wir nicht uns, das fragen wir unsere Leser:

Terrordilettanten?
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18 Responses to Terrordilettanten: Von Ausweisen und Duldungsbescheinigungen

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  2. Jesus says:

    Nun, das ist doch alles wieder eine Lüge, oder ist es ein Ehrencodex der nach Europa eingewanderten Attentäter, ihre Papiere liegen zu lassen. Die Wahrheit werden wir nie erfahren und die merkelbesoffenen Trottel der BRD west wollen diese auch gar nicht wissen, es hat ja nur 12 von diesen getroffen, aber es wird sie alle noch in irgendeiner Form treffen. Danke Merkel.

  3. Peter says:

    Das ist schon extrem auffällig. Man nennt das auch “ein Muster”. Vielleicht gibt es ja einen dieabzgl. “Ehrenkodex” unter Islamisten-Attentäter. Was sagt die Mutter zu ihrem Selbstmordattentäter-Sohn, wenn er morgens das Haus verlässt? “Hast du auch deinen Ausweis dabei?”
    Oder hinzer dieser “Ausweisfinderei” (jemand sollte einen Fachbegriff dafür prägen) steckt doch mehr, womit sich natürlich auch die Frage der Motivation stellt. Den “schenllen Fahndungserfolg” habe ich da nicht ganz oben stehen auf der Liste. Aber egal, ist ja eh alles Verschwörungstheorie 🙂

  4. Hans-Werner Wilz says:

    Was ist aus dem “öffentlichen Dienst”, egal welches Amt, geworden?
    Fremdschämen hilft nicht, es handelt sich um unsere Amtsträger.

  5. Julian Schoeninger says:

    Wir werden gerade die Zeugen von zwei großen Skandalen: 1. Das Märchen der “vergessenen” Ausweis- und Duldungspapiere glaubt kein rational denkender Mensch. Hier wird vertuscht und zwar gewaltig. Meiner Meinung nach (so habe ich eben hier abgestimmt) soll eine sehr mangelhafte Arbeit der Strafverfolgungsbehörden verschleiert werden. Auf der Polizei lastet ein unvorstellbarer Druck und da will man sich nicht öffentlich eingestehen müssen, dass man nichts hat. Im Übrigen sind in Deutschland Polizeistatistiken bis zur Unkenntlichkeit ideologisch verfälscht. Ein Beispiel: Noch vor kurzer Zeit wollte man den Deutschen tatsächlich einreden, dass es eine jährliche Mordaufklärungsrate von mindestens 96 % (schwankend) geben würde. Später musste man dann beschämt zugeben, dass die meisten Morde noch nicht einmal entdeckt werden, weil die Person, die den Tod feststellt, überwiegend der Hausarzt und eben nicht wie in irgendwelchen Filmchen der Gerichtsmediziner ist. So bleiben schwere Tötungsdelikte unerkannt und ideologische Statistiken, die uns goldene Berge versprechen, lösen sich in Luft auf. 2. Michael Klein und Heike Diefenbach stehen mit ihrer richtigen Einschätzung zum Thema quasi alleine da. Zwar gibt es noch andere Blogs im Internet, aber die sogenannten “Medien” (ARD, ZDF, NTV, etc. pp.) verschweigen diese Erkenntnisse, die ja lediglich logische Ableitungen aus irrationalen Vorfällen sind. Vielleicht wird ja demnächst noch der Personalausweis von Bibi Blocksberg in einem Asylbewerberheim gefunden ;).

  6. Hans says:

    Hat denn irgend jemand etwas anderes erwartet? Und: Warum hat es so lange gedauert, bis man den Ausweis endlich gefunden hat? Wer jetzt immer noch diese Lügengeschichten glauben kann, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen, selbst nicht mehr in einer geschlossenen Anstalt!

    • Kutte says:

      Vom ersten verhafteten Täter haben sie binnen weniger Stunden gewusst, dass es der Täter nicht ist. Waren da etwa die DNA Untersuchungen schneller als die gefundenen Papiere, die erst nach zwei Tagen gefunden wurden oder haben sie die Duldungspapiere vorher schon gefunden und es der Öffentlichkeit verschwiegen? Und nun in N24 am 21. Dezember um 15:47 Uhr „Razzien verzögern sich wegen formaler Fehler“. Was zum Teufel ist da denn los?
      1. Verdächtigen verfolgen verhaften und dann wieder wegen mangelnder Beweise wieder Frei lassen?
      2. Sind überhaupt DNA Spuren gesichert worden und Ausgewertet nach wenigen Stunden?
      3. Nach bereits zwei Tage intensives brauchbares Material zu suchen und zu untersuchen, findet man doch urplötzlich Duldungspapiere nach einzelnen Haaren oder einzelne Hautschüppchen mit verwertbaren DNA wird fieberhaft gesucht und dann findet man doch urplötzlich Duldungspapiere (die sind halt doch so klein, dass man die doch halt übersehen kann) und als man die dann auswertet stellt man fest dieser Tatverdächtige hat dann plötzlich doch mehrere Namen und die Verfolgung stellt sich doch schwieriger heraus als gedacht?
      Ein Schelm der böses dabei denkt.

  7. Pingback: Immer den Ausweis dabei haben |

  8. In diesem Zusammenhang stelle ich mir die Frage, welche Terrorismusexperten dafür sorgten, dass keine Betonriegel die Einfahrt zum Weihnachtsmarkt blockierten und auch auf unzähligen anderen Weihnachtsmärkten diese Sicherheitsvorkehrung nicht erfolgte. Ist die bequeme Beschickung der Buden der Fieranten wichtiger als …? Oder steckte dahinter gar ein sinistres Beschäftigungsprogramm für Terrorismusexperten beider Seiten?

  9. Michael K. says:

    Möglicherweise war es doch ein Unfall. Die Absicht bestand darin den LKW (samt Fracht) zu stehlen. Nach dem nur scheinbaren Tod des polnischen Fahrers, erwachte dieser plötzlich wieder auf dem Beifahrersitz (der Entführer wollte ihn erst außerhalb Berlins in einem Waldstück verscharren) und es began ein Kampf in der Fahrerkabine in der Folge der polnische Fahrer so stark verletz wurde dass er kurze Zeit später verstarb. Auf Höhe des Weihnachsmarktes verlor der Entführer auf Grund der Kampfhandlungen die Kontrolle und raste in den Weihnachtsmarkt.

    • Jesus says:

      Haben Sie sich schon mal auf Ihren Geisteszustand untersuchen lassen? Als Arzt biete ich ihnen eine kostenlose Luxusuntersuchung an

  10. Florian Geyer says:

    Da die BRD verstärkt Hintergründige bei der Bundeswehr will könnte das auch eine Arbeitsprobe für die Bewerbung in Uschis Kolonialsöldnertruppe sein.

  11. Fiete says:

    Mir fällt dazu spontan ein, daß 9/11, nachdem man von den Insassen der Flugzeuge nicht mal einen Goldzahn gefunden hatte, plötzlich ein vollkommen unbeschädigter Pass auf einem der Schuttberge entdeckt wurde, natürlich der des Chefterroristen selbst …..
    Zufälle gibt’s…..

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  13. Aufgewachter says:

    Man ließt überhaupt nichts davon, ob die Ausweise überhaupt gültig waren. Das wäre doch ein ganz wichtiger Anhaltspunkt oder etwa nicht? 😉

    • Aktivposten says:

      Ja, das ergibt Sinn. Wenn man die Terroristen nicht verurteilen will, aber komplette Freisprüche doch irgendwann zu Unmut bei den Steuerzahlern führen könnten, kann man wenigstens eine Bewährungsstrafe wegen des abgelaufenen Passes erreichen, und dann kann man auf die ewige “rechte” Behauptung, daß die Täter nicht bestraft werden, wenigstens antworten: “Das ist wieder mal eine typisch rechte Falschbehauptung, selbstverständlich wurde der Verdächtige verurteilt!” Und schon ist die linke Welt wieder in Ordnung…

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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