Politische Korrumpierung der Wissenschaft: Wie Politiker sich Legitimation für ihre Spleens beschaffen: vom Klimawandel bis zu Gender Studies

Ministerien und Ämter, die sich genehme Studien an Hochschulen bestellen.
Ministerien, die ihnen genehme Studiengänge (wie die Gender Studies) an Hochschulen installieren und fördern.
Ministerien, die Programme auflegen, um die Vergabe von Positionen an Hochschulen nach ihrem Willen zu beeinflussen.
Internationale Organisationen, wie die Europäische Union, die ihre eigene Forschung an Hochschulen finanzieren.
Stiftungen, die von Ministerien finanziert werden und einen Teil dieser Finanzierung benutzen, um ihrerseits genehme Studien an Universitäten zu beauftragen.

Medien, die die produzierten Studien willig aufnehmen und als Wahrheit oder Stand der Forschung darstellen und verbreiten, ohne auch nur auf die Idee zu kommen, die Qualität der Auftragsforschung auch nur in Zweifel zu ziehen.

Im Gegenteil: Mutige Einzelkämpfer, Wissenschaftler, die die angeblichen wissenschaftlichen Ergebnisse in Frage stellen oder kritisieren, werden entweder in den Mainstream-Medien lächerlich gemacht, als Verschwörungstheoretiker oder Spinner hingestellt oder ihre kritischen Einwände werden gleich gar nicht erst berichtet.

Die Entwicklung ist erschreckend.

framingDie Politisierung der Wissenschaft hat dazu geführt, dass Wissenschaftler zu Vasallen der Politik verkommen sind, die in vorauseilendem Gehorsam den Klimawandel beschwören, die gegen Rechtsextremismus agitieren, die dem Sozialismus das Wort reden, die Studenten zu politischen Aktivisten und Claqueuren erziehen, die über keinerlei Urteilsvermögen mehr verfügen; ganz zu schweigen von den Methoden der wissenschaftlichen Erkenntnis und der Überprüfung der entsprechenden Erkenntnis.

Die Wissenschaft liegt danieder. Der Eindruck drängt sich auf.
Denn der Treibstoff von Wissenschaft ist Kritik, ist Widerspruch.
Aber Kritik und Widerspruch sind nicht erwünscht, werden von den Dogmatikern und religiösen Fanatikern, die sich an Hochschulen breit gemacht haben, rigoros bekämpft.

Wer Kritik an den Gender Studies übt, z.B. in dem er darauf hinweist, dass die Gender Studies nichts von dem haben, was ein wissenschaftliches Fach eigentlich auszeichnet, der ist ein Frauenfeind, ein Anti-Feminist oder ein Maskulist.

Wer Kritik an der hysterischen Geldverschwendung im Bereich des gegen Rechts gerichteten universitären Aktivismus übt, der wird als Rechtsextremist oder als Rechten-Versteher abgekanzelt.

Wer die herrschende Meinung in der Archäologie in Zweifel stellt und behauptet, die Sphinx sei deutlich älter als von Mainstream-Wissenschaftlern behauptet, der wird aus der Wissenschaft gemobbt und isoliert.

Wer es wagt, das Narrativ vom menschengemachten Klimawandel in Frage zu stellen, der wird öffentlich in einer Weise hingerichtet, die keinen Zweifel daran lässt, dass das, was als Wissenschaft verkauft werden soll, das, was Politiker benutzen, um ihre politische Agenda mit wissenschaftlicher Legitimation zu versehen, gar nichts mit Wissenschaft zu tun hat, denn: Wissenschaft lebt von Kritik und Widerspruch.

Ein Wissenschaftler, dessen Theorie über Klimawandel kritisiert wird, würde sich darüber freuen, denn sein Herz hängt nicht so sehr an seiner Theorie, als an der Erklärung des Phänomens. Deshalb hat er seine Theorie aufgestellt: Um ein Phänomen zu erklären. Kritik an seiner Theorie ist ihm also willkommen, kann er doch durch Kritik und nachfolgende Prüfung, entweder eine Schwachstelle seiner Theorie beseitigen oder seine Theorie gegen die Kritik verteidigen. In beiden Fällen geht seine Theorie gestärkt aus der Kritik hervor.

Das ist die Systematik von Wissenschaft, die Systematik, die von Politikern und ihren pseudo-wissenschaftlichen Helfershelfern unterdrückt werden soll, deren Ziel nicht darin besteht, ein Phänomen mit einer Theorie zu erklären, sondern sich einer Theorie zu bemächtigen, sie für wahr zu erklären und vor den Karren der eigenen Interessen zu spannen. Politik hat Wissenschaft als Legitimationsbeschaffer entdeckt. Kein politischer Spleen, für den sich nicht wissenschaftliche Legitimation beschaffen ließe, also Legitimation dadurch, dass man sich einen Wissenschaftler kauft, der die gewünschten Ergebnisse auch zusammenklaubt und bereit ist, sie zu präsentieren.

Wissenschaft wird von Politik korrumpiert.

Wie sehr Politiker auf die Wissenschaft zugreifen, zeigt sich nicht nur in der Vielzahl der Auftragsstudien, die zu gewünschten Ergebnissen kommen, wie dies z.B. bei der Junk Studie aus Göttingen der Fall war, die pflichtschuldig den Rechtsextremismus zum ostdeutschen Problem erklärt hat. Der Übergriff zeigt sich besonders deutlich im Bereich der Drittmittel. In der folgenden Abbildung haben wir die Entwicklung der Drittmittel, die von Bund, der EU oder Stiftungen aufgewendet werden, um Forschung an Hochschulen zu finanzieren und zu beeinflussen, dargestellt. Das Wachstum spricht für sich: Die Größenordnung der Mittel, mit denen Ministerien und andere Institutionen des Bundes (und der Länder) Auftragsforschung an Hochschulen finanzieren hat sich im Vergleich der Jahre 2002 und 2015 mehr als verdoppelt: Um 127% sind die Drittmittel, die von Bundesinstitutionen stammen, angewachsen: 822 Millionen Euro im Jahr 2002 stehet 1.857 Millionen Euro im Jahr 2015 gegenüber.

Einflussnahme auf Hochschulen Drittmittel

Auch die EU hat die Nützlichkeit von Hochschulen, wenn es darum geht, die eigene Politik mit pseudo-wissenschaftlicher Legitimation zu versehen, entdeckt. Die Mittel, die aus der EU an deutsche Hochschulen fließen, haben sich im Vergleich der Jahre 2002 und 2015 mehr als verdreifacht, von 222 Millionen Euro um Jahr 2002 auf 712 Millionen Euro im Jahr 2015. Auch Stiftungen, oft genug selbst aus öffentlichen Mitteln gefördert, Stiftungen wie die Amadeu-Antonio-Stiftung, bezahlen Wissenschaftler dafür, Gutachten oder Expertisen zu erstellen, die sich nie dadurch auszeichnen, den Interessen und den verkündeten Wahrheiten der entsprechenden Stiftungen zu widersprechen. Von 220 Millionen Euro auf gut 470 Millionen Euro sind die Mittel angewachsen, die aus Stiftungen an Hochschulen fließen.

Das macht eindrücklich klar, warum die institutionalisierte Wissenschaft mehr und mehr zu einem Sprachrohr und Legitimationsbeschaffer der Politik geworden ist und warum die Forschung letztlich am Boden liegt.

Einer der Professoren, die diesem staatlichen Treiben nicht mehr länger zusehen wollen, ist der Professor für Meteorologie Richard Lindzen, der, wenn man so will, einer der führenden Klimawissenschaftler ist. Er war u.a. Sloan Professor of Meteorology am MIT (Massachusetts Institute of Technology) und ist heute Fellow bei CATO. Dort hat er auch eine Reihe von Vorträgen gehalten, in denen er beschreibt, wie die Politik die Wissenschaft korrumpiert hat, um den Mythos des menschengemachten Klimawandels zu befördern. Lindzen, der mit seiner Ansicht, dass Klimawandel nicht oder nicht nennenswert menschengemacht ist und auch nicht zum Ende des Planeten führen wird, beileibe nicht alleine steht, ist einerseits einer der Wissenschaftler, deren Ansicht, Kritik und Forschungsergebnisse in den wissenschaftsfeindlichen Mainstream-Medien unterdrückt werden. Andererseits ist er aufgrund seiner Prominenz einer der Wissenschaftler, die sich zunehmen Gehör verschaffen, und es auch finden.

Wir haben uns bei Lew Rockwell einen Hinweis auf zwei Beiträgen Lindzens ausgeliehen und geben beide Beiträge hier wieder.

Im ersten Beitrag, einem kuren Ausschnitt aus einem Interview mit Lindzen, berichtet er, wie politischer Druck die Klimaforschung zerstört und nach seiner Ansicht um einige Generationen zurückgeworfen hat, dadurch, dass Forschung unterdrückt wird und nur Forschung zugelassen wird, die im Einklang mit der Klimawandel-Religion steht.

Im zweiten Beitrag, einem Vortrag bei CATO, führt Lindzen die Mechanismen auf, die nach seiner Ansicht dazu geführt haben, dass die Wissenschaft korrupt geworden ist. Dabei spielt die Aufblähung der Verwaltungen eine wichtige Rolle, denn Administratoren entwickeln ein Interesse an der Sicherung ihres Arbeitsplatzes. Insofern muss man sich nicht wundern, wenn Verwaltungsbeamte, deren Arbeitsplatz davon abhängt, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt, alles tun, um Forschung, die das Gegenteil belegt, zu unterdrücke und aus dem öffentlichen Diskurs herauszuhalten.

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About Michael Klein

… concerned with and about science

10 Responses to Politische Korrumpierung der Wissenschaft: Wie Politiker sich Legitimation für ihre Spleens beschaffen: vom Klimawandel bis zu Gender Studies

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  3. Im Schwerefeld gibt es keinen Treibhauseffekt. Eine Erwärmung gibt es nur ohne Konvektion. Die Atmosphäre des Planeten wird durch strahlungsaktive Gase gekühlt.
    http://thumulla.com/home/ein_gedankenexperiment_zum_klima_auf_der_erde.html
    http://thumulla.com/home/a_thought_experiment_over_the_climate_of_the_earth.html
    http://thumulla.com/home/klimat_semli.html

    Carsten

    Demagogie schlägt Demokratie

  4. Pingback: Politische Korrumpierung der Wissenschaft: Wie Politiker sich Legitimation für ihre Spleens beschaffen: vom Klimawandel bis zu Gender Studies — ScienceFiles | psychosputnik

  5. Brockenteufel says:

    Nun, darum ist es sehr gut,daß Trump sich aus dieser “Lügenkoalition” zurúckgezogen hat!

  6. Tapmedie Ulpanius says:

    Cui Bono ist immer eine gute Frage:
    Komme zu den von der Politik erwünschten “Forschungsergebnissen” und du erhältst
    Fördergelder ohne Ende, komme zu den falschen Ergebnissen und du bist “umstritten”, erhältst 0,00 Fördergelder und fliegst irgendwann.
    Der Klimawandel wird von kaum einem ernstzunehmenden Wissenschaftler bestritten,

    weil er ja seinen Job behalten will.

  7. Zagreus says:

    Lieber Herr Klein,

    “Politik hat Wissenschaft als Legitimationsbeschaffer entdeckt.”

    Sorry, aber das ist historisch gesehen einfach Unsinn.
    Ich stimme ihnen gerne zu, dass Wissenschaft zu stark politisch usupiert wird, aber das ist nicht nur keine neue Erscheinung, wie sie hier – z. B. in diesem Satz – insistieren, sondern eigenetlich etwas, was schon immer zur Wissenschaft gehört.
    Sowohl das Geld für Forschung musste schon immer irgendwo her kommen, als auch Wissenschaftler selbst sind nun einmal auch mehr oder weniger stark politisch engagiert.
    Und die Durchsetzung der Wissenschaft als einer der bedeutensten Narrative in den ‘westlichen’ Diskursen – und in breiten Bevölkerungskreisen – basierte auf ihrer weitergehenden Politisierung (ab ca. 1860). Die Politisierung der Wissenschaften ist einer der wichtigsten Motoren der Wissenschaft insofern, als sie dafür sorgt, dass die Wissenschaften eben auch von der Politik gefördert werden (und nicht nur von der Wirtschaft). Was sie beklagen ist doch vor allem, dass wissenschaftliche Standards durch politisch-gesellschaftliche Bedürfnisse konterkariert werden in manchen Bereichen. Zudem gab es eigentlich seit dem es eine staatl. subventionierte Forschung gibt immer wieder ‘Wissenschaften’ bzw. Theorien, die aus außerwissenschaftlichen Bereichen stammten, die als Ausdruck des jeweiligen politischen Zeitgeistes genommen werden konnten und die an den Unis etc. installiert wurden. Denken sie nur an den Marxismus-Leninismus in der DDR, oder an die Rasseforschungen wärend der NS-Zeit, um nur die bekanntesten Beispiele aufzuzählen.

  8. Marcus Junge says:

    Nun, das nennt sich alles Sozialismus, in welchem die “Wissenschaft” die Ideologie bestätigen muß und daher dialektisch ist. Was nun wahrlich keine Neuigkeit ist, da die DDR dies vorexerziert hat, was “damals” in der BRD sogar bekannt war. Da aber dei 68’er Neo-Sozialisten die BRD / Westen erobert haben, wurde dies auch “hier” eingeführt.

    Ganz nebenbei, auch Autoren bei SF bedienen sich der Machwerke dieser “Wissenschaft”, insbesondere wenn es um Geschichte geht, sei es der “Völkermord” an den Herero, Kaiser Wilhelm II. und andere Themen.
    Muß man aber nicht mitbekommen, daß solche “Erkenntnisse (+ die daraus folgende Politik), am langen Ende, auf den Ergüssen der DDR-“Wissenschaft” stehen und seit 60 Jahren immer und immer wieder abgeschrieben werden, was die Herkunft unkenntlich gemacht hat.

  9. Aufgewachter says:

    Der Mensch baut Treibhäuser, weil es den Treibhaus-Effekt in der freien Natur nicht gibt. Der Landwirt hat das Treibhaus so genannt, weil seine Pflanzen-Zöglinge bei erhöhter Temperatur und optional zugeführtem CO2 schneller wachsen. Und die CO2-Klima-Erwärmungs-Sekten-Zöglinge haben gedacht, daß ihre CO2-Zertifikate an der Börse schneller gedeihen bei optional herbei gelogener Erderwärmung infolge CO2-Emission.

    Die kohlendioxidarme Zeit
    https://aufgewachter.wordpress.com/2017/06/03/die-kohlendioxidarme-zeit/

  10. Pingback: Die Magd Wissenschaft « Ampelmaennchen und Todesschuesse

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