Systematische Zerstörung: Flüchtlinge bekommen in Bremen den Hauptschulabschluss geschenkt

Wenn es darum geht, Bildung, den Wert von Bildung und die Bedeutung von Bildungszertifikaten systematisch zu zerstören, dann ist niemand so erfolgreich wie das Bundesland Bremen.

Bremer Schüler schneiden in bundesweiten Leistungstests immer am schlechtesten ab. Bremer Abiturienten haben in vielen Fällen gerade einmal das Niveau bayerischer Hauptschulabsolventen, und Bremer Universitäten … aber lassen wir das.

Wenden wir uns lieber dem neuesten Fall der mutwilligen Zerstörung von Bildung zu, den es aus Bremen zu berichten gibt. Dort bekommen Flüchtlinge in einem einzigartigen Versuch, die Realität zum Verschwinden zu bringen, Hauptschulabschlüsse geschenkt.

Stellen Sie sich vor, Sie haben rund 800 Schüler, von denen im besten Fall 20% den Hauptschulabschluss aufgrund ihrer nachgewiesenen schulischen Fähigkeiten erreichen können. Wie stellen Sie es an, dass nicht 20%, sondern 80% den Hauptschulabschluss erreichen, die Größenverhältnisse also umgekehrt werden?

So geht’s:

Zunächst kappen Sie alle Verbindungen zu einem externen Maßstab. Dass man Mindestanforderungen in deutscher Sprache, Mathematik usw. nachweisen muss, um einen Hauptschulabschluss zu erreichen, das vergessen wir einfach. Der externe Maßstab, nachdem die Beherrschung einer Sprache in Wort und Schrift und die Beherrschung von Mathematik in z.B. der Fähigkeit, den Satz des Pythagoras anzuwenden, besteht, den streichen wir.

Statt dessen benutzen wir, bei der Beurteilung der Leistungen unserer 800 Schüler einen internen Maßstab. Wir gehen vom Besten unter den Schlecht aus. Er erhält seine gemessen an den anderen Schlechten „beste Leistung“ mit der besten Note vergütet und setzt damit den neuen Standard. Nun nehmen wir den schlechtesten der Schlechten und setzen den anderen Extrempunkt unserer Verteilung. Zwischen beiden Extrempunkten schaffen wir dann eine Art „Normalverteilung der Noten“, die ihren Scheitelpunkt zwischen den Noten 2  und 3 hat und nach links wie nach rechts abfällt. Auf diese Weise haben wir es geschafft, dass nunmehr rund 80% aufgrund ihrer Noten einen Hauptschulabschluss erreichen. Das einzige Problem, das wir immer noch haben, besteht darin, dass diejenigen, die nun einen Hauptschulabschluss haben, in der Regel weder Deutsch noch Mathematik beherrschen.

Aber das ist im Bremer Modell, das wir gerade beschrieben haben, kein Problem, denn in Bremen gibt es linke Gutmenschen, die ihre Menschenfeindlichkeit und ihren Zynismus an Flüchtlingen auslassen.

Denn:

  • Die konstruktivistische Perspektive auf Bildungszertifikate bringt die ersten Eregbnisse.

    Die Anforderungen, die an die Schüler gestellt werden, sind selbst nach Einschätzung der Lehrer ein Witz. Nicht einmal das „B1-Level“ in Deutsch werde von den meisten erreicht. Wer sich ein Bild davon machen will, welche Anforderungen auf dem B1-Level der Kenntnisse des Deutschen gestellt werden, der kann das hier tun.

  • Die Schüler, die in Bremen von der Bildungsbehörde mit einem Hauptschulabschluss versorgt werden, haben zwar einen Hauptschulabschluss, aber sie haben keine der Kenntnisse, die man von einem Hauptschulabschluss-Inhaber erwartet.
    1. Als Konsequenz wird nicht nur der Hauptschulabschluss für alle entwertet, denn wenn es in Bremen für eine Bevölkerungsgruppe möglich ist, einen Hauptschulabschluss geschenkt zu bekommen, dann kann man nicht ausschließen, dass dies nicht auch für andere Bevölkerungsgruppen der Fall ist, schon weil zusätzliche Schenkungen eine Frage der Gleichbehandlung sind.
    2. Als weitere Konsequenz, werden diejenigen, die durch ihre Leistung einen Hauptschulabschluss erreicht haben, deren Kenntnisstand somit dem entspricht, den man vom Inhaber eines Hauptschulabschlusses erwartet, diskriminiert und ihre Leistung abgewertet. Sie werden zum Opfer politischen Favoritismuses.
    3. Schließlich haben auch diejenigen, denen der Hauptschulabschluss geschenkt wurde, nichts davon. Sie können nach wie vor nur rudimentär schreiben, lesen und sprechen und auch in anderen Fächern erfüllen sie nicht die Erwartungen. Deshalb wird ein rationaler Akteur gar nicht erst versuchen, Flüchtlinge aus Bremen, die einen Hauptschulabschluss vorweisen können, einzustellen, denn die Wahrscheinlichkeit, durch den vermeintlichen Abschluss getäuscht zu werden, ist zu hoch.
  • Nur die Bremer Bildungsbehörde, die seit 1945 von der SPD geführt wird, scheint mit dem Ergebnis zufrieden. Man kann eine Statistik vorweisen, die zeigt, dass Flüchtlinge in Bremen einen Hauptschulabschluss erreicht haben. Die Kosten, die dadurch entstehen, dass der vermeintliche Hauptschulabschluss eine Farce ist, tragen andere. Sozialismus und Menschenverachtung in Reinkultur.

Und so sind am Ende alle geschädigt, nur die SPD-Politiker in ihrer Traumwelt, sie fühlen sich gut. Sie denken, sie hätten Flüchtlingen etwas Gutes getan, ihnen einen Hauptschulabschluss verschafft.

Aber:

Sie haben allen Bremer Flüchtlingen geschadet, denn niemand wird einen Hauptschulabschluss aus Bremen, den ein Flüchtling erworben hat, für bare Münze nehmen.

Sie haben allen anderen, die in Bremen einen Hauptschulabschluss erreicht haben, geschadet, denn ihr Abschluss (selbst wenn er ihren Fähigkeiten entspricht) wird durch das Wissen, dass in Bremen Hauptschulabschlüsse verschenkt werden, noch weiter entwertet.

Sie haben die Motivation derer, die über Leistung einen Hauptschulabschluss erreichen wollten (Flüchtlinge und nicht-Flüchtlinge), zerstört. Warum soll man Leistung erbringen, wenn man einen Hauptschulabschluss geschenkt bekommt?

Und sie haben dem deutschen Bildungssystem massiven Schaden zugefügt. Zur Erinnerung: Mit Bildungszertifikaten verbinden sich zwei Annahmen: (1) Bildungszertifikate geben an, dass die Inhaber bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten erworben haben. (2) Gleiche Bildungszertifikate an unterschiedlichen Orten erworben, sollen dennoch vergleichbar sein.

Beide Annahmen haben die Bremer Bildungspolitiker zerstört. Weder kann man davon ausgehen, dass Bremer Schüler mit einem Hauptschulabschluss die Kenntnisse vorweisen, die man mit einem Hauptschulabschluss verbindet. Noch kann man Abschlüsse aus Bremen mit denen auf gleicher Ebene aus anderen Bundesländern vergleichen. Damit ist die ganze Idee von Bildungsabschlüssen im Eimer, und die Bremer sollten den von ihnen begonnenen Weg konsequent zu Ende gehen: Bildungszertifikate und das staatliche Bildungssystem komplett abschaffen, auf jede Form von Bildungsstandard verzichten, Idioten mit Genies gleichstellen und Lehrstühle mit Politikern besetzen: Gleichheit in Dummheit, das Bremer Programm sollte zuende gebracht werden. Damit nachfolgende Generationen wieder singen können: „Auferstanden aus Ruinen …“ (mit dann privaten Bildungsinstitutionen).


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14 Responses to Systematische Zerstörung: Flüchtlinge bekommen in Bremen den Hauptschulabschluss geschenkt

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  2. Gereon says:

    Ach was solls.
    Wir haben Krankenhäuser, in denen praktizieren ‘syrische’ ‘Ärzte’ , die sogar operieren, aber denen die Oberschwester nie von der Seite weicht und die immer erst schauen, ob die Oberschwester zustimmend schaut, bevor sie was tuen. Aber bei vollem Gehalt und Titel!

    Wird in allen Bereichen zu einem Lotteriespiel, an wen man gerät.

    • oprantl says:

      Habe selber vor einiger Zeit diesbezügliche Erfahrungen machen müssen.
      Sie erfahren, -schon gar nicht verbindlich-, weder vor noch nach einer Opperation, wer sie da operiert. Das vorgeschriebene Aufklärungsgespräch bezüglich Narkose wurde allerdings 4 x (!!) abgewickelt, wobei jede/r Aufklärer angegeben hat, Narkosearzt/ärztin bei der fälligen Operation zu sein. Später hat sich herausgestellt, dass eine Aufklärerin illegalerweise Krankenschwester war. In einem Fall war das bruchstückhafte Vorlesen des Aufklärungsbogens mit erheblichen Sprachschwierigkeiten nicht besonders hilfreich.
      Zwei Stationsärztinnen mit erheblichen Sprachschwierigkeiten haben meine Medikamentierung mit den Krankenschwestern abgesprochen, nur mit den Krankenschwestern konnte die Wirkung der Medikamente geklärt werden, und das bei mehr als 33 (!) Medikamenten pro Tag.
      Und das ist bei Weitem nicht alles……

      Mit schönen Grüßen aus dem Böhmer / Bayerischen Wald.

  3. Eloman says:

    Gab es in. NRW schon in den 80ern. Ich habe damals in einer Jugendeinrichtung mit türkischen und anderen Jugendlichen mit Migrationshintergrund gearbeitet. Da haben auch einige nen Hauptschulabschluss bekommen die gerade mal 10 Worte Deutsch konnten

  4. Markus Meier says:

    Der Effekt wird genau der gegenteilige sein von dem, den man angeblich anstrebt: Man möchte Inklusion etc., geht aber auf eine Zerstörung der deutschen Bildungslandschaft zu. Schüler, die von zu Hause etwas mitbekommen, oder von den Eltern auf eine Privatschule geschickt werden kónnen, haben noch Chancen, der Rest wird mit wertlosen Zertifikaten abgefüttert. Nutzniesser: Politiker, die von ihrer so versorgten sozial schwachen Klientel wiedergewählt werden und alle Sorten von Sozialschaffenden, die an der Integration etc. verdienen. Verlierer: Deutsche und aufstiegswillige Einwanderer (gibt es durchaus), die in der Schule belogen werden und es nicht merken.

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  6. Der Test zum Erlangen der deutschen Staatsbürgerschaft ist ähnlich lachhaft, reiner Kindergarten. Arbeitskollegen haben den erfolgreich bestanden, die können keine 2 Sätze in Deutsch.

  7. eht says:

    Habe gerade auf der Seite der Bildungsbehörde in die Expertise „Migration und Bildung“ der Bremer Professorin für interkulturelle Bildung, Yasemin Karakasoglu, geschaut, datierend bereits von 2011. Dort wird der „Herkunftssprachenunterricht“ gelobt, wie auch die „Förderung der Mehrsprachigkeit allgemein in Deutschland“. Sprachkompetenzen in Migrantensprachen werden „als positiv für den Arbeitsmarkt gewertet“. Bremen könne mit seinem „Konzept für Mehrsprachigkeit in Bremen“ bundesweit „Vorreiterfunktion einnehmen“. So sei die zentrale Beschilderung in den Bremer Schulgebäuden der mehrsprachigen Schüler/innen- und Elternschaft anzupassen und in der Schulbibliothek gern mehrsprachige Literatur vorzuhalten.

    Nun frage ich mich als naiver Außenstehender, ob das moderne Primat der „interkulturellen Offenheit“ und Präsenz vieler (!) Sprachen in den Bildungsinstitutionen, welche die interne Verständigung innerhalb der Schulgemeinde erschweren dürfte, nicht vielleicht hin und wieder in Konflikt steht zu drögen klassischen Bildungs-Ansprüchen des deutschen Schulsystems inklusive gewisser Deutschkenntnisse. Im fraglichen Werk ist auch zu lesen, dass „junge Migrantinnen und Migranten … die allgemein bildenden Schulen mit niedrigeren Schulabschlüssen und schlechteren Schulnoten verlassen“. Vielleicht müsste man doch primär und mehr/ernsthaft beim Deutschlernen powern, denn wie sollen sich Sachinhalte vermitteln, wenn jemand nicht richtig Deutsch spricht. Aber klar, das Anspruchsniveau lässt sich senken, bis es im Keller ist.

  8. oprantl says:

    “Bremer Schüler schneiden in bundesweiten Leistungstests immer am schlechtesten ab. Bremer Abiturienten haben in vielen Fällen gerade einmal das Niveau bayerischer Hauptschulabsolventen, und Bremer Universitäten … aber lassen wir das.”

    Und wie läuft das dann bei notenabhängigen Studienplatzvergaben………?

  9. Chris says:

    Also wenn man auf der Website für die Deutschsprachkurse etwas herunterscrollt, dann sieht man, dass es insgesamt 100 Lektionen in Grammatik gibt. Öffnet man innerhalb der “Grammar Episodes 1-50” das erste pdf “Grammar 001”, dann erfährt man, an welcher Stelle Verben zu platzieren sind.

    Dies wird anhand dreier Beispielsätze getan:

    1. Die Welt ist verrückt.
    2. Das Ende ist nah.
    3. Alle Zeitungen sind weg.

    Deutschlernende Menschen werden also nicht nur mit grammatikalisch korrekten Sätzen konfrontiert sonder auch mit inhaltlich korrekten Zukunftsprognosen über unser Land ausgestattet.

    Wie sagt man so schön im Gerichtssaal: Keine weiteren Fragen.

  10. Hand Meier says:

    Was objektive Levels betrifft, ob in Hauptschulen oder in Unis ist in Deutschland Beliebigkeit der Standard. Einzig die zentralen IHK-Berufsabschlussprüfungen sind zeitgleich und die Aufgaben bis zum Prüfungstag versiegelt, um ein realistisches Bild von den theoretischen und praktischen Fähigkeiten des Absolventen zu erhalten.
    Und „die Angestellten Bertelsmänner“ versuchen genau das zu bekämpfen, weil sie „textende Uni-Exemplare der Nicht-MINT-Fächer“ sind, die große persönliche Komplexe haben, da sie beruflich völlig unproduktiv sind.

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