Studie: Gegner der Corona-Maßnahmen sind Positivauswahl der Gesellschaft

Wer demonstriert gegen die Corona-Maßnahmen der Regierungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Wer kritisiert die Mittel, mit denen die politische Klasse versucht, SARS-CoV-2 in den Griff zu bekommen?

Für die MS-Medien sind die Antworten auf diese beiden Fragen klar: Rechte, Antisemiten, Extremisten, denn wenn man die Regierung kritisiert, dann ist man heutzutage ein Extremist, obwohl die Kritik an der Regierung eine unerlässliche Notwendigkeit in demokratischen Gesellschaften ist. Denn: Werden Regierungen nicht kritisiert, verschanzen sie sich hinter einem Schutzwall, der mit Handlangern in den Medien bestückt wird, dann werden Regierungen zwangsläufig zu autokratisch regierenden Vereinen, in denen sich die Mitglieder gegenseitig Posten und Geld zuschieben und die notwendig in Frontstellung zur Bevölkerung geraten.

Entsprechend ist die Tatsache, dass ein großer Anteil der Bevölkerung Parteien und Regierung nicht mehr vertraut, nicht etwa das Ergebnis einer Radikalisierung der Bevölkerung, sondern das Ergebnis einer Radikalisierung der Parteien und der Regierung, die sie tragen. Parteien werden sich, wie es Anthony Downs schon in den 1950er Jahren vorausgesagt hat, immer ähnlicher. Ihre Strukturen überlappen, was notwendig dazu führt, dass korrupte Strukturen entstehen, die unterschiedlichen Parteien gemeinsame Interessen daran, sich auf Kosten von Steuerzahlern zu bereichern, oder sich auf dem Rücken der Bürger zu profilieren, bescheren. Im Ende stehen die meisten Parteien ihrer Bevölkerung als Einheitsfront gegenüber, und wer sie kritisiert, wird als Klassenfeind, als Populist, als Rechter wahrgenommen, denn er bedroht das, was die Parteien als gemeinsame Vereinbarung haben: Die Selbstbereicherung und Selbstinszenierung ihrer Mitglieder und Anhängsel auf Kosten der Mehrheit der Bürger.



Kurz: Das, was Polit-Darsteller und akademische Sykophanten als “Rechtspopulismus” zu diskreditieren versuchen, ist nichts anderes als das Ergebnis davon, dass Parteien, während sie sich immer ähnlicher geworden sind, nach links gerückt sind und nun jeden, der sie kritisiert, der ihnen in ihrem Sumpf aus politischer Korruption nicht mehr vertraut, als rechts von sich und als jemand wahrnehmen, der ihren Interessen im Weg steht.

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Das vorausgeschickt kommen wir jetzt zu der Studie “Politische Soziologie der Corona-Proteste”, eine Studie, die im wesentlichen eine Umfrage unter Corona-Maßnahmengegnern ist, für die Oliver Nachtwey, Robert Schäfer und Nadine Frei von der Universität Basel verantwortlich zeichnen. Zu den drei Autoren kommen wir am Ende dieses Textes. Zuvor zum Ergebnis ihrer Umfrage, das in vieler Hinsicht bemerkenswert ist und von dem man annehmen kann, dass es ein gutes Abbild derjenigen darstellt, die sich in den Protesten gegen die Coronamaßnahmen der Regierungen ihres Landes engagieren, denn: Die Befragten wurden über Telegram-Gruppen gewonnen, in denen sich rund 75.000 Gegner der Corona-Maßnahmen zusammenfinden.

Insgesamt haben es die Drei aus der Schweiz geschafft 822 Befragte aus Deutschland, 210 aus der Schweiz, 69 aus Österreich und 51 aus anderen Ländern zu rekrutieren. Insgesam basieren die folgenden Ergebnisse also auf den Angaben von 1.152 Befragten.

Und die Angaben, die die 1.152 über sich machen, die zeigen, dass wir es mit einer Positivauswahl der Bevölkerung zu tun haben.

Die Befragten sind

  • mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren geringfügig älter als die Durchschnittsbevölkerung;
  • im Vergleich zur Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich gebildet: 65% haben ein Abitur, 34% ein abgeschlossenes Studium, 21% einen Realschulabschluss.
  • im Vergleich zur Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich oft selbständig: 25% sind selbständig, 35% arbeiten vollzeit, nur 3% sind erwerbslos.
  • im Vergleich zur Gesamtbevölkerung häufiger in einer Berufsposition zu finden, in der sie Verantwortung für andere tragen: 46% geben an, eine Berufsposition mit Verantwortung inne zu haben, 40% haben keine entsprechende Position inne, 14% machen keine Angabe;

Das sind eindeutige Merkmale von Menschen, die mit beiden Beinen im Berufsleben stehen und die es in der Mehrheit gewohnt sind, für andere Entscheidungen zu treffen.

  • Und was glauben Sie, welche Partei, die Befragten aus Deutschland bei der letzten Bundestagswahl gewählt haben? Hier die Antwort:
    • 23% Grüne/B90;
    • 21% Andere Partei;
    • 18% Die LINKE;
    • 15% AfD;
    • 10% CDU/CSU;
    • 7% FDP
    • 6% SPD
  • Und was glauben Sie, wen die Befragten wählen würden, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre? Diese Partei:
    • 61% Andere Partei (man hat den Eindruck, hier liegt ein Codierfehler vor, eine Vermengung mit denen, die NICHT wählen würden…)
    • 27% AfD;
    • 6% FDP;
    • 5% Die LINKE;
    • 1% Grüne/B90;
    • 1% CDU/CSU;
    • 0% SPD

Das ist ein klassisches De-Alignment, wie es in der Politischen Soziologie seit Angus Campbell, Philip E. Converse, Warren E. Miller, Donald E. Stokes ihr Buch “The American Voter” veröffentlicht haben, bekannt ist. Ein klassisches De-Alignment beschreibt einen Ablösungsprozess ehemaliger Wähler, Stammwähler einer Partei, von dieser Partei. Die Wähler kehren der Partei den Rücken, weil sie enttäuscht sind, sich getäuscht fühlen, denken, die Partei sei korrupt oder vertrete nicht ihre Interessen. Es gibt viele Gründe. Wenn die Daten von Nachtwey et al. stimmen, dann muss man feststellen, dass die Wähler, die in der Befragung erfasst wurden, nicht nur ihrer Partei entfremdet sind, sie sind dem gesamten Parteiensystem entfremdet, denn die meisten, 61%, zeigen kein “Re-alignment”, finden also keine neue politische Heimat. Die AfD kann, wie die Ergebnisse zeigen, nur mäßig von der Enttäuschung mit dem Parteiensystem profitieren. Und das macht den Prozess noch alarmierender, denn was sich hier abzeichnet, sind Wähler, die mit ihrem Parteiensystem fertig sind, die ihm dauerhaft den Rücken gekehrt haben und auch offenkundig nicht gewillt sind, wieder zurückzukommen. Das ist Sprengstoff für ein politisches System, und ein kluger politischer Akteur würde sich beeilen, die entsprechenden Wähler mit einem attraktiven Angebot wiederzugewinnen. Stattdessen werden Corona-Gegner zu Personae non grata erklärt und diffamiert. Das machen nur dumme politische Akteure, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben.



Was wir gerade geschrieben haben, wird durch die folgende Abbildung bestätigt, denn die Gegner von Corona-Maßnahmen sind nicht nur dem Parteiensystem entfremdt, sie sind dem gesamten politischen System, das sich die Parteien zur Beute gemacht haben, entfremdet.

Im Bezug auf Massenmedien, Regierung, EU, Parteien und Parlament, die Repräsentanten des politischen Systems, gibt es keinerlei Vertrauensbasis mehr. Die Gegner der Corona-Maßnahmen sehen in den etablierten Organisationen Anachronismen. Bürgerinitiativen erscheinen als die einzige Organisationsform, die zukunftsfähig ist.

Dieses Ergebnis hat die drei Autoren aus der Schweiz zutiefst verunsichert und irritiert. Offenkundig haben sie der Diffamierung, die politische Parteien und Massenmediem im Gleichschritt und Stundentakt verbreiten, dass nämlich die Gegner der Corona-Maßnahmen ungebildete Proleten seien, die Bier saufen und ansonsten am Stammtisch schimpfen, Angehörige der Unterschicht eben, Rechte, fremde Lebensformen, geglaubt. Und wie es Leon Festinger für solche Fälle vorhergesagt hat, müssen sie ihre kognitiven Dissonanzen bearbeiten. Sie tun das in einer Weise, die sie selbst als astreine linksextreme Ideologen ausweist.

Wir zitieren:

“Ferner gehen wir davon aus, dass in unserer Untersuchung mehrere Faktoren einen Bias hervorrufen. Es ist anzunehmen, dass in der Gesamtpopulation der Kritiker:innen von Corona-Massnahmen viele Personen öffentlichen Institutionen – wie etwa der Wissenschaft – skeptisch gegenüber stehen und deshalb an der Studie nicht teilgenommen haben. In einigen Telegram-Gruppen wurde explizit vor der Teilnahme an unserer Studie gewarnt. Zudem können wir eine Overcoverage von Personen vermuten, die die Bewegung der Corona-Kritiker:innen in ein positives Licht rücken möchten.”

Dass die drei aus Basel keine Wissenschaftler sind, bemerkt man nicht nur an den seltsamen Orten, an denen sie Doppelpunkte platzieren, man bemerkt es an der vollkommen aus der Luft gegriffenen Behauptung, ihre Stichprobe sei durch Personen verzerrt, die Corona-Kritiker in ein positives Licht rücken wollten. Man muss schon mit einer heftigen Portion Selbstüberschätzung geschlagen sein, wenn man denkt, es gäbe tatsächlich eine nenneswerte Anzahl von Personen, die an der Umfrage dreier mehr oder weniger Unbekannter, die behaupten, an einer schweizer Universität beschäftigt zu sein, teilnehmen, um das Ergebnis zum Guten zu verzerren, wobei das Gute natürlich das ist, was die Autoren gerade nicht messen wollten. Sie wollten rechte, Antisemiten und andere aus ihrer linksextremen Nische heraus betrachtet, verachtenswerte Gestalten finden, um nachträglich über ihre Befragten herziehen und sie als ganz schlimme Finger darstellen zu können. Dass die Drei denken, Befragte hätten versucht, die Corona-Maßnahmen-Gegner in einem guten Licht erscheinen zu lassen, ist ein eindeutiges Indiz für ihre eigenen Vorurteile: Corona-Maßnahmen-Gegner sind böse und rechts. Nur wer das glaubt und gegen jede Realität verteidigt, so wie das Leute mit einer autoritären Persönlichkeit und keinerlei Ambuguitätstoleranz eben tun, kann auf eine solche Idee kommen.

Es hat nicht geklappt, und der Pseudo-Wissenschaftler von heute, der Ergebnisse generiert, die er nicht erwartet hat, die seinem ideologischen Vorurteil nicht entsprechen, der rückt sich sein Weltbild dadurch gerade, dass er sich einredet, es gebe eine relevante Anzahl von Personen, die an seiner Befragung, seiner natürlich sehr sehr wichtigen Befragung teilgenommen haben, um das Ergebnis zu verfälschen, denn natürlich ist den Teilnehmer die Wichtigkeit und die akademische Größe der drei Atlanten aus Basel bekannt. Narzissmus wird von Nachtwey, Schäfer und Frei auf ein neues Niveau gehoben. Derartige Kämpfe mit der eigenen Ideologie, kann man noch belustigt betrachten und entsprechend kommentieren, wenn die Ideologie aber dazu führt, dass in angeblich wissenschaftlichen Texten mit miesen Mitteln versucht wird, doch noch etwas zu finden, um den eigenen Befragten ideologisch eins auswischen zu können, dann ist Schluss mit lustig:

Haben Sie es bemerkt?
Die obere Abbildung enthält die Kategorie “keine Angabe”, die untere Abbildung nicht.
Die beiden Abbildungen sind nicht vergleichbar. Sie werden dennoch zu Vergleichszwecken dargestellt. Dass dies mit der Absicht erfolgt, doch noch ein paar Antisemiten unter den Gegnern der Corona-Maßnahmen zu finden, ein paar mehr, als in anderen Umfragen, das zeigt sich eben daran, dass die Kategorie “Keine Angabe” in der Abbildung oben enthalten ist. Man hätte sie – zu Vergleichszwecken – ganz einfach herausrechnen können, dann würden 50,2% der Befragten Corona-Maßnahmen-Gegner der Aussagen “Auch heute noch ist der Einfluss von Juden auf die Politik zu groß” überhaupt nicht zustimmen, anstatt 35,33%, und 50,2% sind natürlich mehr als 42,8%, die diese Aussage in der Vergleichsgruppe völlig ablehnen. Das bisschen Honig, das die Autoren aus dem Vergleich beider Abbildungen ziehen können, um ihre Vorurteile, es bei den Gegnern von Corona-Maßnahmen mit rechten Antisemiten zu tun zu haben, aufrechterhalten zu können, es wäre dann auch dahin.

Es ist sicher kein Zufall, dass diese schmutzigen Tricks der Ergebnisdarstellung dann ausgegraben werden, wenn es um Antisemitismus geht. Wir haben schon vor ein paar Tagen über die offenkundig vorhandene Agenda geschrieben, deren Ziel darin besteht, Corona-Maßnahmengegner als Antisemiten zu verunglimpfen.

Die drei Baseler haben sich zu willfährigen Handlangern dieser Agenda gemacht.



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