Kultusfürsten der Länder verbergen Daten – und es ist so umsonst…

Das Blog “Friedensblick.de” berichtet von einem Staatsgeheimnis.
Eines, das Spione aller Länder interessiert?
Nein.

Eines, dessen Inhalt man nicht erschließen kann?
Nein.

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Eines, das Kultusfürsten aller Bundesländer nutzen, um der Öffentlichkeit kurz vor der Bundestagswahl den Stinkefinger zu zeigen. Es geht um eine Studie zum Infektionsgeschehen in Schulen, die die Kultusfürsten schon 2020 in Auftrag gegeben haben und deren Ergebnisse sie nicht herausrücken wollen, was besonders frech ist, denn sie haben mit dem Geld von Steuerzahler, mit 167.397,18 Euro dafür bezahlt. Wenn die Kultusfürsten diese Daten weiterhin geheim halten wollen, dann schlagen wir vor, die Kosten von fürstlichen Salär der Geheimniskrämer abzuziehen.

Diese Art des Zurückhaltens von Daten ist indes und offenkundig Volkssport.
Abermals Friedensblick.de berichtet davon, dass die Kleinfürsten im Burgenlandkreis in der selben Weise mit zu neugierigen Bürgern verfahren. Angesprochen auf ein Modellprojekt der Uni Halle-Wittenberg und des Burgenlandkreises haben sich die Angestellten der dortigen Steuerzahler genötigt gesehen, die folgenden Daten – unentgeltlich – herauszurücken:

Im Burgenlandkreis werden die Ergebnisse wissenschaflicher Untersuchungen per “Bescheid”, aber immerhin “kostenfrei” mitgeteilt, und was hier mitgeteilt wird, das passt ins Bild der wissenschaftlichen Ergebnisse, die wir seit Monaten zu Schulen und der COVID-19-Gefahr, die von Schülern und Lehrern und Angestellten in Schulen und für dieselben ausgeht, publizieren. Es gibt keine Gefahr. Schulen sind mithin die Orte, an denen man vor COVID-19 am Sichersten ist. Im vorliegenden Fall lassen sich gerade einmal 8 positive Tests von 39 positiven Antigen-Tests per PCR-Test bestätigen, von 102.331 durchgeführt Tests. Ein eindrückliches Dokument für 1) die Nicht-Verbreitung von SARS-CoV-2 an Schulen und 2) die Geldverschwendung, die mit dem Einsatz nutzloser Antigentests betrieben wird. Aber so ist das eben, wer wie Kultusfürsten das Geld Anderer ausgeben kann, der kennt keinerlei Hemmungen.

Eine kleine Notiz am Rande. Eine Nachfrage zu dem kostenfreien Bescheid oben, die sich danach erkundigt, ob die 8 Schüler, die man als vermutlich mit SARS-CoV-2 infiziert ansehen muss, ihre Virenladung auch in ihren Familien verteilen konnten, wurde vom Burgenlandkreis wie folgt beantwortet:

„Diese Daten werden im Symptomtagebuch während der Quarantäne vom Patienten bzw. den Eltern des Kindes geführt und im Gesundheitsamt in der Fallakte abgelegt. Es erfolgt eine Einzelfallberatung. Eine statistische Auswertung erfolgt nicht.“

Wozu man den ganzen Aufwand ausführt, wenn man nicht an Daten interessiert ist, das wäre eine Frage, die man Leuten stellen würde, von denen man ausgeht, dass sie ernsthaft an einem Problem arbeiten bzw. an der Lösung dieses Problems. Wir aber haben es mit dem Burgenlandkreis zu tun.

Wie dem auch sei: Man kann vor dem Hintergrund dieser Daten davon ausgehen, dass die Studie, deren Ergebnisse von den Kultusfürsten der Länder verheimlicht werden, zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen ist, wie die Studien, die wir auf ScienceFiles schon berichtet haben: In Schulen findet eine Ansteckung so gut wie nicht statt.

Und damit unsere Leser einen Eindruck vom Infektionsgeschehen in Schulen gewinnen präsentieren wir an dieser Stelle die Ergebnisse des COVID-19 School Infection Surveys (SIS) Round 5, England: May 2021, die zum 26. Juli veröffentlicht wurden. Anders als in Deutschland traut sich im Vereinigten Königreich niemand, auch nur den Eindruck zu erwecken, mit Steuergeldern finanzierte Studien würden nicht in ihrer Gänze veröffentlicht, die Ergebnisse zurückgehalten, versteckt, was auch immer. Es gibt eben keine Kultusfürsten im Vereinigten Königreich, nur Gewerkschaftsspinner.

Wie auch immer, an der letzten Runde des SIS, die in einer Phase der hohen Fallzahlen in England durchgeführt wurde, haben 142 Schulen, 13.395 Schüler und 5.039 Lehrer und Schulangestellte teilgenommen. 4.369 der 13.395 Schüler besuchen eine Schule der Primarstufe, 9.026 eine der Sekundarstufe. Die folgende Abbildung gibt das Infektionsgeschehen an den untersuchten Schulen wieder:

Wie man sieht, findet ein Infektionsgeschehen an Schulen in England nicht statt. 0,65% der Schüler der Primarstufe, das sind 28 Schüler, und 0,05% der Schüler der Sekundarstufe, das entspricht 5 Schülern, wurden in der Zeit vom 5. bis 21. Mai 2021 positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Einmal mehr zeigt dieses Ergebnis, dass, wer sicher vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 sein will, in eine Schule gehen sollte. Dass es sich bei diesem Ergebnis aus Runde 5 um keinen Ausreißerwert handelt, das zeigt die folgende Abbildung, die die Daten aus vier Wellen des SIS zusammenstellt:

 

Die Frage, wie viele Lehrer und Schulangestellte positiv auf SARS-CoV-2 getestet werden, wurde in Runde 5 nicht mehr beantwortet, denn die entsprechenden Zahlen sind noch geringer ausgefallen, als das in Runde 4, die vom 15. März bis zum 31. März durchgeführt wurde, der Fall war. Damals hatten rund 0,25% der Angestellten einen positiven Test vorzuweisen. In Runde 5 waren es noch weniger, weshalb die entsprechende Analyse durch eine Analyse der Verteilung von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 unter allen Angestellten von Schulen ersetzt wurde, mit dem folgenden Ergebnis:

Ganz offenkundig ist es selbst Lehrern und Schulangestellten möglich, Antikörper zu bilden ohne an COVID-19 zu erkranken oder auch nur Symptome zu zeigen.

Die Ergebnisse der Studie, die die deutschen Kultusfürsten unterschlagen wollen, werden sich kaum von dem unterscheiden, was in wissenschaftlichen Studien seit Monaten als Ergebnis produziert wird:

  • Ein Infektionsgeschehen in Schulen findet so gut wie nicht statt.
  • Schulen sind einer der sichersten Orte.


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Seit Ende Januar 2020 besprechen wir Studien zu SARS-CoV-2. Damit gehören wir zu den wenigen, die das neue Coronavirus seit seinem Auftauchen verfolgt und den Niederschlag, den es in wissenschaftlichen Beiträgen gefunden hat, begleitet haben.
Eine Liste aller Texte, die wir zu SARS-CoV-2 veröffentlicht haben, finden Sie hier.

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