Herz-Schmerz-Gesülze ersetzt keinen Journalismus: Waffengewalt in New York und Informationen, die die ARD unterschlägt

New York ruft Katastrophennotstand aus.

Genießen Sie diesen Titel, der einem Beitrag von “Antje Passenheim, ARD-Studio New York” vorsteht, denn es ist die einzige Information, die der gesamte Beitrag enthält. Wer erinnert sich nicht gerne an die Zeit, als Frau Antje noch Käse aus Holland gebracht hat und somit immerhin etwas Nützliches getan hat. Heute bringen nicht einmal Journalisten, die nicht einmal Käseräder wuchten müssten, etwas.

Staat Information gibt es Haltung.

“Diese verfluchten Waffen”, so beginnt Passenheim ihren Beitrag und natürlich ist es eine “wütende Frau”, die zitiert wird. Es folgt ein Nachruf auf Jaryan Elliot, der seltsamerweise keine Hautfarbe hat, obwohl wir gerade das Jahr von Black Lives Matter hinter uns haben. Jaryan Elliot ist, wie sein Name schon anzeigt, schwarz, eines der vielen schwarzen Gewaltopfer, die seit alle sich einig waren, dass Black Lives Matter vornehmlich in demokratischen Städten und Staaten zu beklagen sind. Die Ermordung von Elliot ist Teil eines Bandenkrieges, der in New York City schon seit längerem geführt wird, aber das weiß Passenheim entweder nicht oder sie verheimlicht es, um die Herz-Schmerz-Geschichte nicht zu gefährden.

Und natürlich sind WAFFEN daran schuld, dass es in New York so viele Morde gibt. Es wird übrigens nie deutlich, ob Passenheim von New York City oder New York State berichtet. Der Notstand wegen Waffengewalt, den Gouverneur Andrew Cuomo, der es trotz einer Vielzahl von Skandalen nach wie vor schafft, sich im Amt zu halten, ausgerufen hat, er hat den State zum Gegenstand, schließt also New York City mit ein, das wiederum von Bill de Blasio, dem Bürgermeister von New York regiert wird. Beide de Blasio und Cuomo gehören den US- Democrats an. Alle Beispiele, die Passenheim anführt, spielen in New York City.

In Passenheims Beitrag geht es weiter darum, dass Cuomo durch seinen Notstand 118 Millionen US-Dollar nutzen will, um Jobs und Gemeindearbeit durchzuführen, von der er wohl hofft, dass sie die Waffengewalt in New York (in New York State vornehmlich in Syracuse und Rochester und in New York) stoppen kann. Ein weiteres Einzelbeispiel von Saulus Ronnie, der einst Gangster nun zum “Violence interruptor”, also zum Paulus wurde, beendet den Beitrag von Passenheim, in dem zentral die Behauptung verpackt ist, dass New York State und City die strengsten Waffengesetze der USA haben, die Waffen aber von außerhalb in Staat und Stadt eingeschleppt würden.

Im Bemühen, Cuomo in einem guten Licht erscheinen zu lassen, merkt die ARD-Tante überhaupt nicht, dass ein Bundesstaat, der nicht in der Lage ist, seine Waffengesetze durchzusetzen, nicht dadurch entlastet wird, dass man genau das mit dem Hinweis, die Waffen kämen von außen, deutlich macht. Damit sind wir beim eigentlichen Problem, mit dem Cuomo und de Blasio kämpfen, seit sie einen Kotau vor Black Lives Matter gemacht haben. Man erinnere sich, die Black Lives Matter Aktivisten, die so viel Geld gescheffelt haben, dass sie nun Villen in sicheren weißen Wohngegenden kaufen können, sie haben gefordert, der Polizei den finanziellen Boden zu entziehen. “Defund the Police” hieß das. Und das ist genau, was Bill de Blasio in New York gemacht hat. Er hat rund eine Milliarde US-Dollar vom New York Police Department (NYPD) abgezogen. 5,2 Milliarden US-Dollar sind im Haushalt der Stadt im Jahre 2021 für die NYPD eingeplant, im Jahr davor waren es noch 6,1 Milliarden US-Dollar. Nun ist bekannt, dass Andrew Cuomo mit der Entscheidung des Stadtrats von New York, rund eine Milliarde Euro von der NYPD abzuziehen, nicht einverstanden war, woraus man den Schluss ziehen könnte, dass Cuomo immerhin so viel Realitätssinn verblieben ist, dass er weiß, wer die Leidtragenden davon sein werden, dass Polizeimittel gekürzt werden: Schwarze.

Aber natürlich ist auch Cuomo ein US-Democrat und einer, der für Public Relations anfällig ist, weshalb er seinen ganz eigenen Refomplan verabschiedet hat, dem alle Polizeidepartments in seinem Staat, also auch NYPD zustimmen mussten, damit sie auch nach dem 1. April 2021 noch finanziert werden. Auch dieser Plan zieht Ressourcen von Polizeiarbeit ab und vergräbt sie in Verwaltungsarbeit, auch dieser Plan führt dazu, dass die Polizeipräsenz vor Ort geringer wird.

Mit anderen Worten, der Notstand, den Cuomo nun ausruft, das ist nichts anderes als der Versuch, den Wahnsinn, der im Nachgang zu Black Lives Matter 2020 vielerorts begangen wurde und der sich in der Reduzierung der Finanzierung der Polizei und der Explosion von Kriminalität niedergeschlagen hat, irgendwie zu kaschieren und die Schuld auf die angebliche Waffengewalt zu schieben. Aber es gibt natürlich die Möglichkeit, dieses offensichtliche Ablenkungsmanöver zu zerstören und mit Daten aus der Realität zu falsifizieren. Von einem Journalisten würden wir erwarten, dass er Informationen, wie wir sie bereitststellen, rechechiert und vor allem, dass er harte Fakten präsentiert, keine Herz-Schmerz-Geschichten, wie es diejenigen tun, die wie Passenheim in ihrem Job hoffnungslos überfordert sind. Was nutzt es, zu wissen, dass ein 13jähriger erschossen wurde, wenn man nicht weiß, dass er als Mitglied einer Bande erschossen wurde und sein Tod mittlerweile gerächt wurde? Was nutzt es, emotionalen Blödsinn abzusondern, der sich an “Waffen” aufhängt, wenn die Situation in New York überhaupt nichts mit den Waffen zu tun hat, sondern damit, dass Geld von der NYPD abgezogen wurde, dass Polizeibeamte den Dienst quittiert haben, weil sie nicht mehr der Buhmann der Nation sein wollten, dass andere nun Dienst nach Vorschrift und keine Überstunden mehr machen? Dass die Black Lives Matter Bewegung die Situation in New York, State wie City, massiv verschlechtert hat.

Beginnen wir zunächst mit New York State. Die folgende Statistik zeigt, wie es sich derzeit mit der Waffengewalt in New York State verhält:

Quelle

In den ersten sechs Monaten des Jahre 2021 ist die Anzahl derjenigen, die erschossen werden, um 69,1% im Vergleich zum Jahre 2020 gestiegen. 2020 war schon außergewöhnlich, wie die Steigerung von 81% zum Vorjahr bei denen, die erschossen werden, ausweist. Die Tabelle ist ein eindrücklicher Beleg dafür, dass das Jahr 2020, das Jahr, in dem Black Lives Matter-ten, vor allem Schwarze das Leben gekostet hat, denn die meisten der Mordopfer, Opfer von Waffengewalt sind Schwarze. Wenn das das Ziel von BLM war, dann muss man sagen: Ziel erreicht.

Die erhebliche Zunahme von Waffengewalt und von Erschossenen im Jahr 2020 setzt sich somit auch im Jahr 2021 fort, und sie gibt einen Anhaltspunkt für die Suche nach der Ursache. Nehmen wir es vorweg: Die Ursache sind ideologische Opportunisten wie BLM, die sich auf Kosten von Schwarzen nicht nur profilieren, sondern auch bereichern und US-Democrats, die nicht einmal in der Lage sind, ein Aquarium zu regieren.

Um diese Behauptungen zu belegen, hier ein paar historische Daten für die Stadt New York.

Zu Beginn der 1990er Jahre wurden in New York City rund 2000 Morde jährlich verzeichnet. Dann ist die Anzahl der Morde regelrecht implodiert, ist in nur wenigen Jahren bis ins Jahr 2001 um rund 70% zurückgegangen.

Was ist passiert?

Rudi Guiliani ist passiert. Er war von 1994 bis 2001 Bürgermeister von New York und hat in dieser Zeit einen No-Nonsense-Approach gefahren, der vom Broken Window Approach ausgeht, den James Q. Wilson und George L. Kelling entwickelt haben.

Die Idee von Wilson und Kelling greift auf Ergebnisse der Umweltpsychologie, Sozialpsychologie und der Rational Choice Theorie zurück. Im Groben kann man sie so zusammenfassen, dass Kriminelle sich vor allem in Gegenden wohl fühlen, in denen sie Anzeichen dafür finden, dass die Durchsetzung von Recht und Gesetz eher lax, wenn überhaupt erfolgt. Eine heruntergekommene Nachbarschaft, zerschlagene Fensterscheiben, dreckige Gehsteige, Menschen, die über die Wege huschen, um so schnell wie möglich aus dem öffentlichen Raum zu kommen, das alles sind für Wilson und Kelling Indizien für eine „run down neighborhood“, in der sich Kriminelle wohlfühlen. Denn Kriminelle sind auch nur Menschen, die die sie umgebende Welt lesen, wie wir alle das tun. Anzeichen dafür, dass die Polizei ihre Arbeit nicht macht, Strafverfolgung mehr auf dem Papier als in der Praxis zu finden ist und dafür, dass die Kosten, die mit Straftaten verbunden sind, gering sind, weil Gesetze nicht durchgesetzt werden und das Risiko, für eine Straftat zur Rechenschaft gezogen zu werden, gering ist, werten sie als Ermutigung, um ungestört ihrem „Handwerk“ nachzugehen.

Guiliani hat vor diesem Hintergrund einen Ansatz der harten Hand verfolgt; auch Kleinkriminalität konsequent verfolgt, Wohnviertel aufgewertet und aufgeräumt und die Orte, an denen sich Kriminelle einnisten können, systematisch verringert.

Das Ergebnis war beeindruckend und nicht von Dauer. Denn nach Guiliani kamen US-Democrats und haben alles wieder zunichte gemacht. Der Gipfel der Frechheit, besteht nun darin, dass dieselben Polit-Darsteller, die für die immer schlimmer werdenden Zustände in New York State wie City verantwortlich sind, versuchen, aus der Situation, die sie selbst herbeigeführt haben, Kapital zu schlagen und sich als Retter in der Not aufzuspielen. Bei kompetenzlosen Haltungsjournalisten der ARD ist dieser Ansatz offenkundig erfolgreich. Bei all denen, die ein wenig Ahnung von der Materie haben, löst er nur Kopfschütteln aus.

Da es 1993 und 2001 ebenso legal war, wie heute, Waffen zu besitzen, die Kriminalität jedoch in diesen acht Jahren massiv reduziert wurde, muss man davon ausgehen, dass Kriminalität, wie es die unterschiedlichsten Theorien der Kriminologie, von der Kontrolltheorie über den Rational-Choice-Ansatz bis zum Routine-Activity Approach auch vorhersagen, mit Gelegenheit und Kosten zu tun hat: Wenn die Straftaten mit einer entsprechenden Wahrscheinlichkeit einhergehen, dass der Nutzen der Straftat die Kosten, die durch Sanktionen wie Inhaftierung entstehen, übersteigt, dann werden die entsprechenden Straftaten vor allem dann zunehmen, wenn die Gelegenheiten für diese Straftaten gegeben sind. US-Democrats schaffen seit Jahren beste Gelegenheiten für Kriminalität, am besten vielleicht in Chicago oder San Fransisco zu beobachten, und versuchen nun, die Verantworung für ihr Tun auf Waffenbesitz abzuwälzen. Das an sich ist schon ärgerlich. Noch ärgerlicher ist, dass es Hirnis gibt, bei denen das funktioniert.

Bleibt noch ein Datum nachzutragen:
1,009 sogenannte “shooting Incidents”, also Sitiuationen, in denen ein Cowboy die Waffe zieht und um sich schießt, gab es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 in New York City, 890 waren es im Jahr davor. Das ist eine Steigerung um 13.4%. Dass de Blasio der NYPD finanzielle Mittel entzogen hat, es wirkt. Es wirkt auch bei Mordopfern. In den ersten sechs Monaten von 2021 sind bereits 867 Menschen Opfer von Waffengewalt geworden, 730 waren es in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Eine Steigerung um 18.8%.

Black Lives Matter und US-Democrats haben diesen Anstieg zu verantworten.



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