Klaus Schwab: Geschichte und Geschichten um das World Economic Forum [ScienceFiles investigativ]

Wer kennt ihn nicht?
Klaus Schwab, der Mann vom World Economic Forum. Der Mann, der das World Economic Forum erfunden, begründet, geschaffen hat …?

Obwohl Schwab bekannt ist, wie der sprichwörtliche bunte Hund, ist nicht wirklich viel über ihn bekannt. Welchen Hintergrund hat er? Wie ist es ihm gelungen, aus dem Nichts das World Economic Forum zu gründen? Welche Verbindungen hat er genutzt und nutzt er bis heute, um seine Agenda zu befödern?

Das sind nur einige Fragen, die sich um die Person des Deutschen in der Schweiz, des 1938 in Ravensburg geborenen Klaus Martin Schwab ranken. Es sind Fragen, die um solche, die das World Economic Forum betreffen, ergänzt werden müssen und wir gedenken, diese in den nächsten Wochen und Monaten, immer dann, wenn es die Zeit erlaubt, zu beantworten.

Der vorliegende Post hat sehr von der hervorragenden Vorarbeit von Johnny Vedmore profitiert. Sein Text: “Schwab Family Values” ist das Gerüst, auf dem alle Aussagen in diesem Text, die die Person von Klaus Martin Schwab betreffen, aufgebaut sind. Wir haben den Text durch erste Ergebnisse unserer eigenen Recherche ergänzt und nehmen ihn zum Ausgangspunkt für weitere Recherchen, die derzeit anlaufen.

Beginnen wollen wir indes mit dem World Economic Forum, um der Geschichte, die wir erzählen, einen Rahmen im Hier und Jetzt zu geben. Das World Economic Forum, WEF, ab jetzt, ist eine Hausnummer. Viele haben von ihm gehört, viele bewerten es negativ, wenige wissen, was es mit dem WEF auf sich hat, wo es herkommt, mit wessen Hilfe es seinen “Siegeszug” antreten konnte. Auch hier dient der heutige Post als Ausgangspunkt für weitere Recherchen.

Eine Mitgliedschaft im World Economic Forum kostet zwischen 60.000 und 600.000 Schweizer Franken. Mitglieder, Partner, wie es beim WEF heißt, sind Unternehmen und an Mitgliedern mangelt es nicht. Ein paar Beispiele, die derjenige, der mehr wissen will, hier leicht ergänzen kann:

  • Adecco Group
  • Aditya Birla Group
  • Adobe
  • AstraZeneca
  • Alibaba Group
  • Banco Bradesco
  • Banco BTG Pactual
  • Banco de los Trabajadores (BANTRAB)
  • Banco Nacional de Panamá (Banconal)
  • Banco Safra Brasil
  • Banco Santander
  • Bangchak
  • Bangkok Bank
  • Bank Julius Baer
  • Bank Leumi Le-Israel
  • Bank Lombard Odier & Co.
  • Bank Mandiri (Persero)
  • Bank of America
  • Bank of China
  • Bank of Qingdao
  • Bank Rakyat Indonesia (BRI)
  • Barclays
  • Bill & Melinda Gates Foundation
  • Biogen
  • BlackRock
  • Bloomberg
  • Cargill
  • Carlsberg Group
  • Carlyle
  • Deutsche Bank
  • Deutsche Post DHL
  • Development Bank of Japan (DBJ)
  • Development Bank of Southern Africa
  • Huawei Technologies
  • Invest Saudi
  • ING Group
  • Johnson & Johnson
  • KPMG
  • LinkedIn
  • Mastercard
  • Merck
  • Moderna
  • Mozilla
  • Novartis
  • Nestlé
  • New York Times
  • Open Societies Foundation
  • Pfizer
  • PwC
  • Robert Bosch
  • Roche
  • RWE
  • Sanofi
  • SAP
  • Siemens
  • SWIFT
  • TIME
  • TÜV Süd
  • UBS
  • Unilever
  • Vattenfall
  • Visa
  • Western Union
  • Yahoo
  • Zurich Insurance Group

Eine Mitgliedschaft kann man nicht einfach beantragen, man muss eingeladen werden, um Mitglied beim WEF werden zu können und in den Genuss eines Mitgliedsbeitrags von CHE 600.000 zu kommen.

Wofür?

Beantworten wir an dieser Stelle diese Frage mit einem Blick auf die Selbstdarstellung des WEF.

Mission

“The Forum engages the foremost political, business, cultural and other leaders of society to shape global, regional and industry agendas.

Our activities are shaped by a unique institutional culture founded on the stakeholder theory, which asserts that an organization is accountable to all parts of society. The institution carefully blends and balances the best of many kinds of organizations, from both the public and private sectors, international organizations and academic institutions.”

Das, was das WEF auszeichnen soll, was sein Alleinstellungsmerkmal sein soll, ist die Basis in der Stakeholder Theorie, also letztlich in der Behauptung, wenn alle Esser gemeinsam mit dem Koch im Topf rühren, dann wird die Speise besonders schmackhaft. Mit dieser Idee, die den Versuch darstellt, allen rührenden Essern den Eindruck zu vermitteln, ihr Geschmack würde bei der Speise berücksichtigt und sie zudem für den ungenießbaren Fraß, der am Ende herauskommt, mit verantwortlich zu machen, ist eine Idee, die Schwab schon seit Jahrzehnten hätschelt. Besser geworden ist sie dadurch nicht.

Importance

“As an international organization with no commercial interest, the Forum provides a platform for leaders from all stakeholder groups from around the world – business, government and civil society – to come together.”

Das Alleinstellungsmerkmal “Stakeholder Theory”, das schon deshalb kein Alleinstellungsmerkmal ist, weil die Anzahl der Bücher, die dazu geschrieben wurden, würde man sie verbrennen wollen, eine mittlere Stadt rund ein Jahr beheizen könnten [konservative Schätzung], wird dadurch ergänzt, dass beim WEF Politiker, Manager und Verwaltungsangestellte sowie Berufsaktivisten zusammen kommen. Das, so meint man beim WEF, mache das WEF zudem einmalig.

Wo wir gerade bei Einmaligkeit sind:

Uniqueness

“Deeply anchored in the public and private sectors, the Forum is the only global organization serving this role, bringing together the world’s foremost CEOs, heads of state, ministers and policy-makers, experts and academics, international organizations, youth, technology innovators and representatives of civil society in an impartial space with the aim of driving positive change.”

Das steht am Ende von Gesülze über die Unparteilichkeit, die das WEF nach dessen Ansicht auszeichnet. Wir vermuten, es ist eben diese Unparteilichkeit, die dazu geführt hat, dass Klaus Schwab gerade alle Verbindungen zu Russland gekappt hat, und dies, obwohl Vladimir Putin Mitglied im Young Global Leader Programm ist. Neben der Unparteilichkeit ist es die globale Ausrichtung, die das WEF nach eigener Aussage “einmalig” macht. Fehlt noch Holismus, ein Begriff, der beim WEF als “jeden zu Wort kommen lassen” fehlinterpretiert wird. Das ist nun wirklich nicht, was Holismus meint. Und es fehlt noch das Vorausschauen: man konzentriere sich auf langfristige Lösungen.

Wer die Selbstdarstellung des WEF gelesen hat, den Management Junk, der Legionen von Büchern füllt und für den man daher kaum behaupten kann, er sei gerade das, was das WEF besonders macht, der fragt sich erst recht, wofür die Mitglieder des WEF bereit sind, CHF 600.000 pro Jahr zu bezahlen. Offenkundig wird beim WEF etwas getauscht, eine Gegenleistung erbracht, die nicht auf der Vorderbühne, sondern auf der Hinterbühne gehandelt wird, außer Reichweite der Augen der Öffentlichkeit und fernab der Transparenz. Eine Aufgabe für weitere Recherche [Wir bleiben dran. Falls Sie uns für diese Recherche finanziell unterstützen wollen, freihalten wollen, wenn man so will, am Ende dieses Posts gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, das zu tun.]

Der erste tiefere Einblick in das, was WEF ist, hat eine Notwendigkeit geschaffen, genauer und tiefer zu graben. Bis wir dazu den Spaten bereit haben, ein paar Worte zur Herkunft des WEF.

Die Geburt des WEF ist eines dieser Wunder, die man nur sehr schwer erklären kann. Wir schreiben das Jahr 1971. Klaus Schwab hat etwas mehr als vier Jahre bei der Sulzer AG verbracht, einem Unternehmen, das aus einem Merger von Sulzer mit Escher-Wyss, zwei Schweizer Unternehmen unter sich, hervorgegangen ist und aus dessen Namen man das Escher-Wyss später getilgt hat. Warum, dazu kommen wir gleich. Bevor Klaus Schwab sich in den Fussstapfen seines Vaters versucht hat, Eugen Schwab hat Escher-Wyss in der Außenstelle Ravensburg durch das Dritte Reich und danach gemanaged, hat sich Klaus Schwab mit zwei Doktortiteln versorgt, einem von der ETH-Zürich und einen von der Universität Fribourg.

Titel der Dissertationsschrift von Klaus Martin Schwab an der ETH-Zürich: “Der längerfristige Exportkredit als betriebswirtschaftliches Problem des Maschinenbaues: (untersucht am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland)” Titel der Dissertationsschrift von Klaus Martin Schwab an der Universität Fribourg: “Oeffentliche Investitionen und wirtschaftliches Wachstum

Zwei Promotionen, eine Neuafaufstellung der Sulzer AG, deren Wandel zum Technologie-Unternehmen Schwab mehr oder minder determiniert hat und ein paar Jahre Berufserfahrung münden 1970 in einen Brief, den Klaus Schwab an die damalige Europöische Gemeinschaft, eine zu dieser Zeit eher klitzekleine Bürokratie in Brüssel schickt, einen Brief, in dem er um finanzielle Hilfe dabei bittet, einen nicht-kommerziellen Think Tank, der der Zusammenarbeit europäischer Manager und öffentlicher Institutionen gewidmet ist, aufzubauen Und siehe da: Die Unterstützung wird gewährt. Raymond Barre hat sich für die Idee erwärmt. Barre war 1967 von Charles de Gaulle in die Europäische Kommission geschickt, vielleicht auch abgeschoben worden. Dort war er Vizepräsident und für Wirtschaft und Finanzen zuständig. Bis 1973 war er das. Die Zeit hat gereicht, um Klaus Schwab und sein WEF auf den Weg zu bringen.

Aber nicht nur die Europäische Kommission hat Taufpate beim WEF gespielt, auch der Club of Rome gehört zu denen, die Wasser auf die Mühlen von Klaus Schwab gegossen haben. Der Club of Rome, dessen “The Limits of Growth” das wohl nach “The First Global Revolution” zu den berüchtigtsten Büchern gehört, die jemals geschrieben wurden, hat wohl den ein oder anderen entscheidenden Pusch gegeben, um das WEF auf die Bahn zu setzen, quasi als Fortschreibung der eigenen Ideologie, die in “The First Global Revolution” in einer Weise niedergeschrieben wurde, die sich anhört als wäre sie nach wie vor der Ghostwriter-Text für die Reden von Klima-Aktivisten und anderen Überzeugungstätern:

“In searching for a common enemy against whom we can unite, we came up with the idea that pollution, the threat of global warming, water shortages, famine and the like, would fit the bill. In their totality and their interactions these phenomena do constitute a common threat which must be confronted by everyone together. But in designating these dangers as the enemy, we fall into the trap, which we have already warned readers about, namely mistaking symptoms for causes. All these dangers are caused by human intervention in natural processes, and it is only through changed attitudes and behaviour that they can be overcome. The real enemy then is humanity itself.”

Der größte Feind im Zusammenhang mit der Bewahrung des Planeten ist also die Menschheit. Derartigen BS kann nur der ideologisch 1000%ig-Überzeugte schreiben, der den Schritt zu Fundamentalismus und Fanatismus gegangen ist. Die Taufpaten des WEF sind diesen Schritt offenkundig gegangen. Die Gründung des WEF ist eine jener Wundergeschichten, von denen man weiß, dass sie nicht wahr sind. Die nächste Aufgabe für unsere weitere Recherche besteht somit darin, das Dunkel, das sich um die Gründung, die Motive und die Interessen der Gründung des WEF rankt, etwas mit Scheinwerfern auszuleuchten.

Was bleibt, das ist der Mann selbst, Klaus Schwab. Klaus Martin Schwab kommt aus einer Familie, die sich als Familie von Maschinenbauingenieuren sieht, denn Großvater Schwab war ein solcher, wohl eher ein Maschinenführer, der bei Escher-Wyss in Ravensburg angeheuert hat. In seinen Fussstapfen folgt Sohn Eugen, der vom blue collar in den white collar gewechselt ist, und Manager von Escher-Wyss durch das Tausendjährige Reich und im Anschluss daran war. Escher-Wyss war ein Unternehmen, das von der Weltwirtschaftskrise hart getroffen wurde und 1931 den Konkurs gerade so abwenden konnte. Die finanzielle Lage hat sich dann unter der Ägide von Vater Schwab und zum Ende der 1930er Jahre verbessert, als Escher-Wyss zu einem wichtigen “Partnerunternehmen”, wie man heute wohl sagt, für die Nationalsozialisten geworden ist. Escher-Wyss hat eine Expertise im Bau von Turbinen, vor allem im Bereich der Wasserkraft und war während des 2. Weltkrieges in Norwegen für NORSK Hydro mitverantwortlich. NORSK Hydro ist eines jener Unternehmen, das von den Bombern der Alliierten fast im Tagestakt angegriffen wurde, mit gutem Grund, denn das Unternehmen war das einzige unter der Herrschaft der Nationalsozialisten, das in der Lage war, schweres Wasser, wie es für die Produktion von Plutonium benötigt wird, herzustellen. Escher-Wyss und Schwab Senior waren wohl zentral für die Pläne der Nazis, eine Atombombe zu bauen. Das mag ein Grund dafür sein, dass das Escher-Wyss aus Sulzer, Escher Wyss AG getilgt wurde.

Die Expertise von Escher-Wyss, die im Dritten Reich gesammelt wurde, hat das Unternehmen dann Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre, zu einer Zeit, zu der Klaus Schwab in die Führungsriege des Unternehmens aufgestiegen ist, eingesetzt, um Südafrika, dem damaligen Apartheids-Regime in Südafrika, beim Bau von Kernbestandteilen südafrikanischer Kernwaffen behilflich zu sein. Wer sich für die Südafrikanischen Anstrengungen interessiert, die immerhin zu ein paar Atomwaffen geführt haben, die dann vor der Machtübernahme des ANC zerstört wurden, der findet entsprechende Informationen mit den Stichworten SAFARI-2 und Pelindaba.

Soweit, so gut.
Es zeichnen sich erste Umrisse im Dunkel, das Klaus Schwab und das WEF umgibt, ab. Schaun wir mal, wie viel Lichtquellen wir noch beibringen können, um das, was im Dunkeln nagt, ans Licht zu bringen. Einstweilen überlassen wir Johnny Vedmore, unserem Nachbarn aus Cardiff das letzte Wort:

“In the case of Klaus Schwab himself, it appears that he has helped to launder relics of the Nazi era, i.e. its nuclear ambitions and its population control ambitions, so as to ensure the continuity of a deeper agenda. While serving in a leadership capacity at Sulzer Escher Wyss, the company sought to aid the nuclear ambitions of the South African regime, then the most Nazi adjacent government in the world, preserving Escher Wyss’ own Nazi era legacy. Then, through the World Economic Forum, Schwab has helped to rehabilitate eugenics-influenced population control policies during the post-World War II era, a time when the revelations of Nazi atrocities quickly brought the pseudo-science into great disrepute. Is there any reason to believe that Klaus Schwab, as he exists today, has changed in anyway? Or is he still the public face of a decades-long effort to ensure the survival of a very old agenda?”

Wir lesen uns auf ScienceFiles.

Credits: Unlimited Hangouts



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