Andere von den eigenen Irrtümern überzeugen: Noch ein Impfpflicht-Gesetzentwurf voller Fehler

Jedes Jahr schlagen Meteoriten auf der Erde auf. Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich zwischen 37.000 und 78.000 Tonnen galaktisches Fremdmaterial auf der Erde endgelagert wird. Eine Studie aus dem Jahr 1996, in der sich die Autoren gemüht haben, die Anzahl und Größe der Meteoriten zu schätzen, die täglich auf die Erde prasseln, kommt zu dem Schluss, dass gerechnet auf eine Fläche von einer Million Quadratkilometern jedes Jahr zwischen 36 und 166 Meteoriten auf der Erdoberfläche einschlagen, deren Gewicht 10 Gramm übersteigt. 10 Gramm Meteorit mit erheblicher Geschwindigkeit hat das Potential, da wo vorhanden, so manches Gehirn aus seiner Umhüllung zu schießen.

Bland, P. A., T. B. Smith, A. J. T. Jull, F. J. Berry, A. W. R. Bevan, S. Cloudt, and C. T. Pillinger (1996). “The flux of meteorites to the Earth over the last 50 000 years. Monthly Notices of the Royal Astronomical Society 283(2): 551-565.

Ungeachtet dieser täglichen Gefahr, von einem Meteoriten getroffen zu werden. Ungeachtet des Schicksals, das die Dinosaurier wohl in Form eines Meteoriten ereilt hat. Ungeachtet der Tatsache, dass erst am 30. Juni 1908 ein Meteorit rund 2000 Quadratkilometer Wald und rund 60 Millionen Bäume in Tunguska zerstört hat und man, je nach Algorithmus, damit rechnen kann, dass ein Meteorit innerhalb der nächsten 750 Jahre in Deutschland einschlägt, was zwangsläufig die Möglichkeit offenlässt, dass die morgen sein könnte, gibt es niemanden, keinen Polit-Darsteller, der sich dieser drängenden Gefahr annimmt. Keiner fordert eine Helmpflicht. Keiner fordert Steuermittel für den Bau unterirdischer, meteorsicherer Zufluchtsräume, die mit genügend Nahrungsmittel und Komfort ausgestattet sind, um die nächsten 20 Jahre, die der nukleare Winter nach erheblichem Einschlag andauern wird, zu überleben. Niemand fordert, Deutsche zur Einnahme von Kopfschmerztabletten im Stundentakt zu verpflichten, damit sie auf den Einschlag vorbereitet sind und alle, die sich weigern, drei Parazetamol pro Tag einzunehmen, vom öffentlichen Leben auszuschließen, zu ihrem eigenen Schutz versteht sich.

Offenkundig ist der Glaube an den überfälligen Einschlag eines Meteoriten der falsche Kult, der sich gegen die derzeit herrschenden Kulte von Klimawandel und COVID-Impfpflicht nicht durchsetzen kann.

Und so sehen wir uns heute einmal mehr mit einem, dem beschriebenen Meteoriten-Kult gleichstehenden Impfpflicht-Kult konfrontiert, der eine Reihe von vornehmlich grünen Parlamentarieren einen Impf-Gott anbeten sieht, von dem sie erwarten, dass er nach drei regenlosen Jahren, nunmehr für Regen sorgen wird, wenn man ihm nur genügend Kinderherzen auf dem Steinaltar opfert – halt: sorry, falscher Kult.

Dieter Janecek und all diejenigen, die zwischen ihm und Nicole Westig mit ihrem Namen verewigt stehen und somit verantwortlich für Bundestagsdrucksache 20/954 den “Entwurf eines Gesetzes zur Einführung einer verpflichtenden Impfberatung für Erwachsene und einer altersbezogenen Impfpflicht ab 50 Jahren unter Vorbehalt gegen das Coronavirus SARS-CoV-2” zeichnen, sie beten nicht den selben Kult an, den die Maya angebetet haben, nein, sie haben eine Variante dieses Kultes zu ihrem Kult der Wahl gemacht: Impfpflicht.

Einmal mehr haben wir uns durch einen Gesetzentwurf voller Fehler und Desinformation gelesen, einen, der damit beginnt, dass “die Situation mit Blick auf die Verbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) in Deutschland zu Beginn des Jahres 2022 hoch dynamisch” ist, was letztlich eine Umschreibung dafür ist, dass sich die Umwelt so schnell ändert, dass man nicht weiß, wohin die Reise geht. Und weil die Gesetzentwerfer nicht wissen, wohin die Reise geht, deshalb haben sie sich vorgenommen, vor dem Hintergrund der “Erfahrungen der Herbst- und Wintermonate 2020/2021 und 2021/2022” anzunehmen, dass es in den Wintermonaten des Jahres 2022/2023 sein könnte, dass eine neue Variante von SARS-CoV-2 auftauchen könnte, die im Gegensatz zu SARS-CoV-2/Omikron und im Widerspruch zu allem, was die Virologie an Ergebnis in den letzten 50 Jahren produziert hat, ansteckender und tödlicher sein könnte, was dazu führen könnte, dass vor allem die ungeimpften über 50jährigen Intensivstationen überlasten könnten, sodass das Gesundheitssystem in Deutschland zusammenbrechen könnte, was wiederum zu einem Niedergang der deutschen Gesellschaft führen könnte, die von einem Meteoriteneinschlag in Berlin gekrönt werden könnte, der nur durch die Opferung der Herzen von sechs Fünfjährigen verhindert werden könnte.

Die letzten drei Möglichkeiten stehen, falls sie gezweifelt haben (noch) nicht im Gesetzentwurf.

Weil sein könnte, was sich die Gesetzentwerfer vorstellen wollen, offenkundig missverstehen sie ihre eigene Morbidität als Vorsicht, Letztere bezieht sich auf denjenigen der handelt, erstere hat andere zum Gegenstand, die Hoffnung, dass es diesen anderen schlecht geht, denn natürlich könnte man auch annehmen, dass sich SARS-CoV-2 so verhalten könnte, wie sich alle RNA-Viren vor ihm verhalten HABEN, nämlich über Zeit harmloser, nicht gefährlicher zu werden, schon weil es für SARS-CoV-2 überlebenswichtig ist, harmloser zu werden. Ein Virus, das seinen Wirt tötet, stirbt. Das könnte man natürlich auch annehmen. Aber wenn man das annehmen würde, dann könnte man nicht denken, dass bestimmt ganz viele Ungeimpfte an einer noch von SARS-CoV-2 und gegen alle Erkenntnisse der Virologie auszubrütenden Varianten verenden, elendiglich nach Luft schnappend von übelmeinenden Intensivärzten mit nutzloser invasiver Beatmung um die Ecke gebracht werden. Das ist fun. Eine solche Vorstellung ist der Grund für den Kult. Das hebt das Selbstbewusstsein und die Selbstzuschreibung von Wert, sie explodiert geradezu. Ja, man könnte sich vieles vorstellen, aber die Gesetzentwerfer aus Bundestagsdrucksache 20/954, sie stellen sich am liebsten vor, dass vor allem über 50jährige Ungeimpfte leiden, schrecklich leiden, sterben … Und sie müssen sich vorstellen, dass dies von einer neuen Variante von SARS-CoV-2 geleistet wird, denn keine der bisherigen Varianten hat auch nur ansatzweise eine Überlastung des Gesundheitssystems in welchem Land auch immer herbeigeführt.

Eine Vorstellung, der schnell das schlechte Gewissen folgt, weshalb nun die Kultmitglieder ihren Plan verbreiten wollen, um vornehmlich die über 50jährigen Ungeimpften zu retten. Dass diese und andere ungeimpft sind, das liegt daran, dass sie die heilige Schrift nicht in dem Maße kennen, wie es die Kultisten tun. Das wollen die Kultisten ändern, und jeden, der noch nicht geimpft und über 18 Jahre alt ist, in die Sonntagsschule schicken, in der von Krankenkassen bestellte Prediger den Unwissenden das einprügeln sollen, was bei anderen zur Bereitschaft, sich mit experimenteller Brühe unbekannter Langzeit, und zweifelhafter Kurzzeitwirkung dopen zu lassen, geführt hat. Denn: Aus Sicht des Kultisten ist jeder, der kein Kultist ist, nur deshalb kein Kultist, weil er nicht weiß, was der Kultist weiß, nicht dessen Stufe der Erleuchtung (die Stufe, bei der Erleuchtung und Verdummung untrennbar verschmelzen) erreicht hat.


Intermezzo: Ein anderer Kult: Blue Oyster Cult / Blaue Austernkult


Der Glaube der Gesetzentwerfer, man sei erleuchtet und wisse, was Impfung angeht, mehr als diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, basiert auf einer Reihe von falschen Überzeugungen, falschen Behauptungen, Fehlwahrnehmungen, letztlich auf einer Mischung aus Selbstüberschätzung und Inkompetenz, dessen Ausmaß wir nun entlang des Gesetzentwurfen zusammenstellen:

ZITAT: “Seit Ende 2020 stehen mehrere gut verträgliche, sichere und wirksame Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung”.

Das ist der zentrale Katechismus: Ich glaube an den Impfstoff, den wirksamen, verträglichen und sicheren Impfstoff, ich glaube an nebenwirkungsfreien Schutz vor COVID-19, von Ansteckung, Weitergabe und Erkrankung … der “wirksam das Risiko schwerer Erkrankungsverläufe reduziert” und dazu führt, dass “der Erreger langsamer verbreitet wird”.

Stellen wir dem Glauben die Fakten gegenüber.

Beginnen wir mit den Nebenwirkungen, die ganz erheblich sind, schon in den Daten, die Pfizer der US-amerikanischen FDA für die ersten zweieinhalb Monate, für die Pfizers Stoff auf dem Markt war, zur Verfügung gestellt hat, ganz erheblich sind, und es mehren sich die wissenschaftlichen Beiträge zu Nebenwirkungen, für die eine Kausalität zwischen COVID-19 Impfung / Gentherapie und schwerer, lebensbeeinträchtigender, zuweilen -beendender Nebenwirkung BELEGT ist. So wie sich die Belege dafür häufen, dass Impfstoffe / Gentherapien weitgehend nutzlos sind, selbst die Behauptung, sie würden vor schwerer Erkrankung schützen, kann so nicht mehr aufrecht erhalten werden.

Beginnen wir mit den Belegen für Nebenwirkungen:

Vor diesem Hintergrund ist es schlicht nicht möglich, von “verträglichen, sicheren” Impfstoffen zu sprechen, wie das die Gesetzentwerfer tun. Sind die Impfstoffe wenigstens wirksam?

Nein:

Die Frage, ob Impfstoffe oder Gentherapien, die vor COVID-19 schützen sollen, wirksam vor einer schweren Erkrankung an COVID-19 schützen, ist noch nicht beantwortet. Tatsache ist, dass unter denen, die an COVID-19 schwer erkranken bzw. versterben, mittlerweile mehr Geimpfte als Ungeimpfte zu finden sind, was eindeutig gegen die im Gesetzentwurf verbreitete Darstellung spricht. Hinzu kommt, dass es bislang keine Studie gibt, in der auch nur versucht würde, den Effekt an geringerer Häufigkeit von Hospitalisierung und geringerer Häufigkeit schwerer Erkrankung und Tod, der darauf zurückzuführen ist, dass Omikron eine harmlosere Variante von SARS-CoV-2 als alle Vorgänger ist, vom Effekt, der vermeintlich auf Impfstoffe / Gentherapien zurückgeht, zu trennen. So lange dies nicht erfolgt, kann die Hypothese, dass die geringere Letalität und Schwere von Erkrankungen, die unter Omikron zu beobachten ist, ausschließlich auf Omikron und eben nicht auf Impfstoffe / Gentherapien zurückzuführen ist, nicht zurückgewiesen werden. Insofern steht derzeit nur fest, dass

  • Impfstoffe / Gentherapien nicht vor Ansteckung mit und Übertragung von SARS-CoV-2 schützen,
  • dass die Behauptung, sie schützten vor schwerer Erkrankung und Tod eine posthoc Behauptung ist, die den Effekt, der auf die mildere Variante von SARS-CoV-2 zurückzuführen ist, nicht isoliert hat;

Rundweg falsch ist die Behauptung, Geimpfte würden weniger zur Ausbreitung des Erregers beitragen. Die Falschbehauptung ist instrumentell, denn nur so lässt sich begründen, warum Menschen, denen von SARS-CoV-2/Omikron kaum eine Gefahr droht, zur Impfung gezwungen werden sollen. Nichts desto trotz ist sie falsch.

Literatur dazu:

Bergwerk, Moriah, Tal Gonen, Yaniv Lustig, Sharon Amit, Marc Lipsitch, Carmit Cohen, Michal Mandelboim et al. (2021). COVID-19 breakthrough infections in vaccinated health care workers. New England Journal of Medicine.

Die Autoren zeigen in einer Studie, die sie unter einer vollständig geimpften Population von Krankenhausangestellten durchgeführt haben, Folgendes:

  • Die Spitzen-Virenlast der symptomatischen vollständig Geimpften war im Vergleich zur entsprechenden Virenlast der Wild-Variante, um das 251fache höher. Superspreader erhält vor diesem Hintergrund eine ganz neue Bedeutung.
  • Für 23 symptomatische Infizierte wurde das GESAMTE GENOM von SARS-CoV-2 sequenziert. Dabei zeigte sich nicht nur, dass die 23 Genome untereinander sehr ähnlich waren, es zeigte sich auch, dass die Genome von denen, die derzeit in Ho Chi Minh City [die Studie stammt aus einem dortigen Krankenhaus] sequenziert werden, VERSCHIEDEN waren. Das bedeutet, dass SARS-CoV-2 während es im Krankenhaus Verbreitung gefunden hat, MUTIERT ist, unter vollständig Geimpften!
  • Serologische Analysen zeigen, dass die Anzahl der Antikörper, die infizierte doppelt Geimpfte gebildet haben, signifikant geringer ausgefallen ist, als die Anzahl der Antikörper, die bei nicht infizierten doppelt Geimpften nachgewiesen werden konnte. Eine Studie aus Israel (Bergwerk et al. 2021) hat kürzlich gezeigt, dass niedrige Level von Antikörpern in einem Zusammenhang mit Durchbruch-Infektionen stehen. Die Studie von Chau et al. (2021), deren Ergebnisse wir hier berichten, bestätigt dieses Ergebnis und legt den Verdacht nahe, dass Durchbruch-Infektionen eine Variante von Antibody Dependent Enhancement darstellen.

Chau, Nguyen Van Vinh, Nghiem My Ngoc, Lam Anh Nguyet, Vo Minh Quang, Nguyen Thi Han Ny, Dao Bach Khoa, Nguyen Thanh Phong et al. (2021). Transmission of SARS-CoV-2 Delta Variant Among Vaccinated Healthcare Workers, Vietnam. SSRN.

Nicht nur sind Geimpfte genauso in der Lage, SARS-CoV-2 zu verbreiten wie Ungeimpfte, die Belege dafür, dass Geimpfte besser in der Lage sind als Ungeimpfte, SARS-CoV-2 zu verbreiten, sie häufen sich:

  • In Zellkulturen, die auf Basis von Gewebeproben gezogen wurden, konnte SARS-CoV-2 im Durchschnitt für fünf Tage nachgewiesen werden, d.h. eine Übertragung von SARS-CoV-2 kann von Infizierten im Durchschnitt an fünf Tagen stattfinden. Geimpfte und Ungeimpfte unterscheiden sich dabei nicht.
  • Die Virenladung bestimmt über den ct-Wert, unterschied sich zwischen Geimpften und Ungeimpfen nicht statistisch signifikant, jedoch war die Tendenz zu beobachten, dass Geimpfte eine höhere Virenladung tragen als Ungeimpfte.

Nachzulesen bei:

Salvatore, Phillip et al. (2021). Transmission Potential of Vaccinated and Unvaccinated Persons Infected with the SARS-CoV-2 Delta Variant in Federal Prison, July – August 2021. medRxiv.

Nicht nur ist die Virenlast bei Geimpften und Ungeimpften gleich, Geimpfte bieten SARS-CoV-2 eine hervorragende Brutstätte, um neue Varianten auszumutieren, das zeigen Chau et al. (2021):

Sie zeigen, dass Impfung keinerlei Schutz bietet, und sie zeigen zudem, dass SARS-CoV-2 offenkundig in der Lage ist, während der Replikation im Organismus von Geimpften zu mutieren, sie zeigen, dass geringe Level von Antikörperbildung nach vollständiger Impfung eine Infektion zu erleichtern scheinen, und sie zeigen, dass symptomatische Infizierte unter den vollständig Geimpften zu regelrechten Superspreadern werden, und zwar zu Superspreadern, die alles, was bislang unter diesem Begriff diskutiert wurde, in den Schatten stellen.

Chau, Nguyen Van Vinh, Nghiem My Ngoc, Lam Anh Nguyet, Vo Minh Quang, Nguyen Thi Han Ny, Dao Bach Khoa, Nguyen Thanh Phong et al. (2021). Transmission of SARS-CoV-2 Delta Variant Among Vaccinated Healthcare Workers, Vietnam. SSRN.

Das Wissen darüber, dass Geimpfte und Ungeimpfte sich im Hinblick auf die Virenlast nicht unterscheiden, mit Sicherheit nicht zu Gunsten von Geimpften, ist mittlerweile so weit verbreitet, dass man entsprechende Beiträge sogar im Lancet findet:

Kampf, Günter (2021). The epidemiological relevance of the COVID-19-vaccinated population is increasing. Lancet.

Wem das nicht reicht, der kann es in den folgenden Studien nachlesen:

Shitrit, Pnina, Neta S. Zuckerman, Orna Mor, Bat-Sheva Gottesman, and Michal Chowers (2021). Nosocomial outbreak caused by the SARS-CoV-2 Delta variant in a highly vaccinated population, Israel, July 2021. Eurosurveillance 26(39): 2100822.

Singanayagam, Anika, Seran Hakki, Jake Dunning, Kieran J. Madon, Michael A. Crone, Aleksandra Koycheva, Nieves Derqui-Fernandez et al. (2021). Community transmission and viral load kinetics of the SARS-CoV-2 delta (B. 1.617. 2) variant in vaccinated and unvaccinated individuals in the UK: a prospective, longitudinal, cohort study. The Lancet Infectious Diseases.

Subramanian, S. V., and Akhil Kumar (2021). Increases in COVID-19 are unrelated to levels of vaccination across 68 countries and 2947 counties in the United States. European Journal of Epidemiology: 1-4.

Offenkundig ist in Berlin eine Art “Tal der Ahnungslosen” kultiviert worden, eine Echokammer, in die keinerlei Wissen um SARS-CoV-2 dringen kann, das der offenkundigen Motivation, die Bevölkerung unter dem Vorwand ihres Schutzes weiter zu gängeln, in den Weg kommen kann. In Berlin hat sich ein Impfquoten-Kult entwickelt.

Die Impfstoffe / Gentherapien sorgen auch nicht dafür, dass eine “ungeimpfte Person ein deutlich höheres Risiko für eine COVID-19 Erkrankung hat”, wie behauptet, denn es gibt schlicht keine Forschung, die dies zeigen würde, die die Effekte, die von einer harmloseren Variante von SARS-CoV-2 auf die Häufigkeit schwerer Erkrankungen ausgehen, von denen trennen würde, die von einer Impfung / Gentherapie ausgehen. Das einzige, was wir sicher wissen: Genesene sind besser geschützt als Geimpfte, denn bei den meisten, die sich mit Omikron infizieren, führt die Infektion zu einer Immunität, die besser und vor allem VIEL länger vor einer schweren Erkrankung an COVID-19 schützt als eine Impfung, wie eine Reihe von Studien gezeigt hat:

Abu-Raddad, Laith J., Hiam Chemaitelly, Peter Coyle, Joel A. Malek, Ayeda A. Ahmed, Yasmin A. Mohamoud, Shameem Younuskunju et al. (2021). SARS-CoV-2 reinfection in a cohort of 43,000 antibody-positive individuals followed for up to 35 weeks. medRxiv.

O Murchu, Eamon, Paula Byrne, Paul G. Carty, Cillian De Gascun, Mary Keogan, Michelle O’Neill, Patricia Harrington, and Máirín Ryan (2021). Quantifying the risk of SARS‐CoV‐2 reinfection over time. Reviews in medical virology: e2260.

Abu-Raddad, Laith J., Hiam Chemaitelly, Peter Coyle, Joel A. Malek, Ayeda A. Ahmed, Yasmin A. Mohamoud, Shameem Younuskunju et al. (2021). SARS-CoV-2 reinfection in a cohort of 43,000 antibody-positive individuals followed for up to 35 weeks. medRxiv.

Gazit, Sivan, Roei Shlezinger, Galit Perez, Roni Lotan, Asaf Peretz, Amir Ben-Tov, Dani Cohen, Khitam Muhsen, Gabriel Chodick, and Tal Patalon (2021). Comparing SARS-CoV-2 natural immunity to vaccine-induced immunity: reinfections versus breakthrough infections. MedRxiv

Hall, Victoria Jane, Sarah Foulkes, Andre Charlett, Ana Atti, Edward JM Monk, Ruth Simmons, Edgar Wellington et al.(2021). Do antibody positive healthcare workers have lower SARS-CoV-2 infection rates than antibody negative healthcare workers? Large multi-centre prospective cohort study (the SIREN study), England: June to November 2020.” medRxiv

Hanrath, Aidan T., Brendan AI Payne, and Christopher JA Duncan (2021). Prior SARS-CoV-2 infection is associated with protection against symptomatic reinfection. Journal of Infection 82(4): e29-e30.

Hansen, Christian Holm, Daniela Michlmayr, Sophie Madeleine Gubbels, Kåre Mølbak, and Steen Ethelberg (20201. Assessment of protection against reinfection with SARS-CoV-2 among 4 million PCR-tested individuals in Denmark in 2020: a population-level observational study. Lancet 397(10280): 1204-1212.

Harvey, Raymond A., Jeremy A. Rassen, Carly A. Kabelac, Wendy Turenne, Sandy Leonard, Reyna Klesh, William A. Meyer et al. (2020). Real-world data suggest antibody positivity to SARS-CoV-2 is associated with a decreased risk of future infection. medRxiv.

Israel, Ariel, Yotam Shenhar, Ilan Green, Eugene Merzon, Avivit Golan-Cohen, Alejandro A. Schäffer, Eytan Ruppin, Shlomo Vinker, and Eli Magen (2022). Large-scale study of antibody titer decay following BNT162b2 mRNA vaccine or SARS-CoV-2 infection. Vaccines 10(1): 64.

Jeffery-Smith, Anna, Nalini Iyanger, Sarah V. Williams, J. Yimmy Chow, Felicity Aiano, Katja Hoschler, Angie Lackenby et al. (2020). Antibodies to SARS-CoV-2 protect against re-infection during outbreaks in care homes, September and October 2020. Eurosurveillance 26(5): 2100092.

Krutikov, Maria, Tom Palmer, Gokhan Tut, Chris Fuller, Madhumita Shrotri, Haydn Williams, Daniel Davies et al. (2021).Incidence of SARS-CoV-2 infection according to baseline antibody status in staff and residents of 100 long-term care facilities (VIVALDI): a prospective cohort study. The Lancet Healthy Longevity 2(6): e362-e370.

Lumley, Sheila F., Denise O’Donnell, Nicole E. Stoesser, Philippa C. Matthews, Alison Howarth, Stephanie B. Hatch, Brian D. Marsden et al. (2021). Antibody status and incidence of SARS-CoV-2 infection in health care workers. New England Journal of Medicine 384(6): 533-540.

Perez, Galit, Tamar Banon, Sivan Gazit, Shay Ben Moshe, Joshua Wortsman, Daniel Grupel, Asaf Peretz et al.(2021) A 1 to 1000 SARS-CoV-2 reinfection proportion in members of a large healthcare provider in Israel: a preliminary report. medRxiv.

Pilz, Stefan, Ali Chakeri, John PA Ioannidis, Lukas Richter, Verena Theiler‐Schwetz, Christian Trummer, Robert Krause, and Franz Allerberger (2021). SARS‐CoV‐2 re‐infection risk in Austria. European Journal of Clinical Investigation 51(4): e13520.

Sheehan, Megan M., Anita J. Reddy, and Michael B. Rothberg (2021). Reinfection rates among patients who previously tested positive for COVID-19: a retrospective cohort study. medRxiv.

Die Behauptung, Geimpfte seien vor schwerer Erkrankung besser geschützt als Ungeimpfte ist somit eine Ente. Sie steht im Widerspruch zu einem stetig wachsenden wissenschaftlichen Korpus von Studien, die zeigen, dass natürliche Immunität der herbeigespritzten um Lichtjahre voraus ist. Ganz nebenbei sei an dieser Stelle angemerkt, dass KEINE der bisherigen Varianten von SARS-CoV-2 zu einer Überlastung des Gesundheitswesens geführt hat. Dass Leute, wie die Gesetzentwerfer glauben, geimpft besser gegen SARS-CoV-2 gewappnet zu sein als ungeimpft, ist einer spezifischen Variante der Reduktion kognitiver Dissonanz geschuldet, die sie dazu bringt, die eigene Impfung in ihrer Wirkung zu überschätzen, wobei die Art der Überschützung zuweilen ins Abstruse gesteigert wird, wie z.B. von Thomas Strobl, der sich nach dreifacher Impfung gegen SARS-CoV-2 mit SARS-CoV-2 infiziert, trotz dreifacher Impfung an COVID-19 erkrankt, schwer erkrankt, mit Lungenembolie auf einer Intensivstation behandelt wird und trotz dieses dreifachen Versagens des Impfstoffes froh ist, geimpft zu sein, denn wäre er nicht geimpft, er wäre gestorben, so meint er:

“Der 61-jährige Minister sagte laut Mitteilung, er sei nach den Erfahrungen der vergangenen Tage umso dankbarer für die drei Corona-Impfungen, die er erhalten habe. „In dieser Situation denkt man schon auch darüber nach, wie es verlaufen würde, wenn man diese Impfungen nicht hätte.“

Die dreimalige Impfung, das ist auch einer der Fetische, den die Gesetzesentwerfer anbeten: “Gerade im Hinblick auf die Omikron Variante ist eine Grundimmunisierung durch dreimalige Impfung erforderlich, damit eine ausreichend, starke und anhaltende Immunantwort induziert wird.”

Der Eindruck drängt sich auf, es hier mit tief Gläubigen zu tun zu haben, deren Welt dann, wenn sie wüssten, dass auch dreifaches Impfen keine “Grundimmunisierung”, also eine Immunisierung, auf der man aufbauen kann, bereitstellt, sondern dass – im Gegenteil – die Wirkung des Impfstoffs / der Gentherapie nach dritter Impfung noch schneller verpufft als nach zweifacher Impfung, dass mit anderen Worten, die Impfung weder eine ausreichende noch eine starke und schon gar keine anhaltende Immunantwort zur Folge hat, in sich zusammenfallen würde.

Tatsächlich verhält es sich, wie man das erwartet hätte, eine Booster Impfung wirkt NOCH KÜRZER, sofern sie überhaupt wirkt, als eine zweifache Impfung. Gezeigt haben das:

Patalon, Tal, Yaki Saciuk, Asaf Peretz, Galit Perez, Yoav Lurie, Yasmin Maor, and Sivan Gazit (2022). Waning Effectiveness of the Third Dose of the BNT162b2 mRNA COVID-19 Vaccine. medRxiv.

Wir haben die Studie hier besprochen.

Wem das nicht reicht, wer sich weiter in die Wirkungslosigkeit von Booster-Impfungen gegen Omikron einlesen will, der kann das mit dem folgenden Text tun:

Kuhlmann, Constanze, Carla Konstanze Mayer, Mathilda Claassen, Tongai G. Maponga, Andrew D. Sutherland, Tasnim Suliman, Megan Shaw & Wolfgang Preiser. Breakthrough Infections with SARS-CoV-2 Omicron Variant Despite Booster Dose of mRNA Vaccine. Lancet.

Oder bei uns, wir haben die Studie hier besprochen.

Weitere Belege:

Hansen, Christian Holm, Astrid Blicher Schelde, Ida Rask Moustsen-Helms, Hanne-Dorthe Emborg, Tyra Grove Krause, Kåre Mølbak, and Palle Valentiner-Branth (2021). Vaccine effectiveness against SARS-CoV-2 infection with the Omicron or Delta variants following a two-dose or booster BNT162b2 or mRNA-1273 vaccination series: A Danish cohort study. medRxiv.

Levine-Tiefenbrun, Matan, Idan Yelin, Hillel Alapi, Esma Herzel, Jacob Kuint, Gabriel Chodick, Sivan Gazit, Tal Patalon, and Roy Kishony (2021). Waning of SARS-CoV-2 booster viral-load reduction effectiveness. medRxiv.

Beide Studien haben wir hier besprochen.

Eine weitere Studie, die wir hier besprochen haben, zeigt nicht nur, dass eine Booster-Impfung NICHT vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 schützt, sie zeigt, dass eine Booster-Impfung die Gefahr einer Infektion mit SARS-CoV-2 erhöht.

Die Studie gibt es hier.

Im Gegensatz zum Gesetzentwurf der generellen Impf-Fanatiker, den wir hier besprochen haben, sind die Mannen um Dieter Janecek Vertreter des “und bist Du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt”-Ansatzes. Sie sehen es vor, alle Ungeimpften, die das 18. Lebensjahr erreicht haben, einer Zwangsberatung zu unterziehen, die dazu dienen soll, die Unwilligen von den falschen Grundlagen, auf denen die Gesetzentwerfer ihren Unfug gebaut haben, zu überzeugen, eine Art Boot-Camp für Ungläubige, an dessen Ende Impf-Märtyrer erwartet werden. Erst wenn dieser nicht gut gemeinte Zwang zur richtigen Entscheidung verpufft, setzt die Impfpflicht ein. Was sind das doch für gute Menschen, die auf Grundlage von Unkenntnis und Inkompetenz andere zu ihrem Glück zwingen wollen?

Bundestagsabgeordnete.
Parteilistenprofiteure.

Von Ihnen gewählt.


Kleiner Nachtrag:

Eigentlich kann man diesen Gesetzentwurf schon nach dem Lesen des Titels schreddern, denn: “Entwurf eines Gesetzes zur Einführung einer verpflichtenden Impfberatung für Erwachsene und einer altersbezogenen Impfpflicht ab 50 Jahren” – was soll eine Impfpflicht, die ab 50 Jahre gilt anderes als altersbezogen sein. Wer derartige Doppelungen nicht bemerkt, was ist von der Qualität seiner im weiteren Verlauf vorgetragenen Gedanken zu erwarten?

Was zu erwarten ist?
Das: “Die Situation mit Blick auf die Verbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 …”. Nach zwei Jahren, in denen SARS-CoV-2 und COVID-19 im Gespräch sind, hat sich die Umterscheidung zwischen beiden, dem Virus und der von ihm verursachten Krankheit, immer noch nicht bei den Mannen um Janecek herumgesprochen.

Erschütternd.


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