Nutzloser Booster: Neue Studie, 4 Abbildungen, keine Effektivität

Es ist einfach zu schön, als dass man die Gelegenheit an sich vorbeiziehen lassen könnte: Janosch Dahmen, der sich derzeit im Rennen um den Titel “Denkbehinderter der Woche” befindet, hat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die folgende “wissenschaftliche Sicht” auf SARS-CoV-2 im Spätjahr zum Besten gegeben:

“Aus wissenschaftlicher Sicht ist zudem eine neue Variante, die gefährlicher als alle vorausgehenden Mutationen ist, das wahrscheinlichste Szenario für den Herbst. Dass dreifach Geimpfte gegen eine solche Mutante nicht geschützt wären, ist hingegen sehr unwahrscheinlich.”

Wir wissen nicht, wo Dahmen seine wissenschaftliche Sicht her hat, wir wissen nur, dass wissenschaftliche Forschung zeigt, dass Dahmen etwas verbreitet, was er entweder selbst erfunden hat oder von einem übelmeinenden Zeitgenossen als “wissenschaftliche Sicht” unterschoben bekommen hat, und die meisten Polit-Darsteller sind ja wie Klatschweiber, die sofort jedes Gerücht, das ihnen zu Ohren kommt und von dem sie hoffen, durch Verbreitung anderen Schaden zufügen zu können, weiter erzählen.

Wir wollen gar nicht auf den Blödinn in diesem Absatz von Dahmen eingehen, das haben wir hier getan. Wir wollen vielmehr eine Studie von Tal Patalon et al. (2022) besprechen, die zeigt, wie absurd das, was Dahmen und anderen Polit-Darsteller von sich geben, tatsächlich ist.

Die Studie von Tal Patalon, Yaki Saciuk, Asaf Peretz, Galit Perez, Yoav Lurie, Yasmin Maor und Sivan Gazit ist unter dem Titel “Waning Effectiveness of the Third Dose of the BNT162b2 mRNA COVID-19 Vaccine” auf medRxiv veröffntlicht worden. Wir erzählen die Geschichte der darin dargestellten Forschung entlang je zweier Abbildungen und Tabellen.

In der Studie von Patalon et al.. (2021) geht es um die Frage, was denn ein Booster, also eine dritte Impfung mit der Gentherapie von Pfizer/Biontech tatsächlich an Gewinn bringt. Man kann die Antwort bereits vorab geben: nichts. Eine Booster-Impfung ist so unnötig wie ein Kropf, aber vermutlich schädlicher, denn mit jeder Impfung gehen Nebenwirkungen einher.

Wie bei allen israelischen Studien, so schöpfen die Autoren auch bei dieser Studie aus dem Vollen:

  • Daten für 110.918 bzw. 128.854 Israelis stehen für die beiden Auswertungen, die uns interessieren, zur Verfügung.
  • 110.918 bzw. 128.854 Isralis, die jeweils in zwei gleichgroße Gruppen geteilt werden, die nach soziodemographischen Variablen jeweils in Paaren zu zwei gematched werden.
  • 101.737 Impfdurchbrüche nach Booster-Impfung, also Personen, bei denen die mRNA-Gentherapie von Pfizer wirkungslos war, werden auf die beiden Gruppen verteilt, so dass es möglich ist, die Effektivität von Pfizers Brühe im zeitlichen Abstand zur Behandlung für unterschiedliche Personengruppen zu bestimmen:
    • Im Vergleich von früh Geboosterten zu spät Geboosterten
    • Im Vergleich von Geboosterten zu Doppelgeimpften

Das Design der Studie ist recht pfiffig und es umfasst Daten für Impfversagen für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 21. Januar 2022, das war die Zeit, zu der in Israel die SARS-CoV-2 Infektionen durch das Dach gegangen sind:

Die Impfdurchbrüche, die die Abhängige Variable in den logistischen Regressionen abgeben, sie können nun genutzt werden, um im Vergleich der oben genannten Gruppen, früh gegen spät Geboosterte, Geboosterte gegen Doppeltgeimpfte, die Effektivität der COVID-19 Gentherapie von Pfizer/Biontech, die in Israel ein Behandlungsmonopol hat, zu bestimmen.

Dabei muss man berücksichtigen, dass die Ergebnisse RELATIONEN ausdrücken, also z.B. die Relation früh (im August) zu spät (nach dem August) Geboosterte. D.h. die Effektivität ist immer auf diesen Vergleich bezogen.

Das Vorgehen, dessen Ergebnisse Eingang in diese Tabelle gefunden haben, erlaubt es, den Verlust an Wirksamkeit von Booster-Shots von Monat zu Monat zu bestimmen, wobei, um es noch einmal zu sagen, das Kriterium ein Impfversagen im Zeitraum zwischen dem 1. und dem 21. Januar 2022 ist. WIe man sieht, stürzt die Wirksamkeit einer Boosterimpfung geradezu ab. Wer im Dezember 2021 geboostert wurde, der hat eine 53,4% geringere Wahrscheinlichkeit, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren als ein im August 2021 Geboosterter. Wer bereits im November 2021 geboostert wurde, dessen Wahrscheinlichkeit ist nur noch um 35,7% geringer als die eines im August Geboosterten. Und so sinkt es weiter über 16,5% im Oktober zu 3,6% im September. Ob man bei 53,4% Effektivität überhaupt von Effektivität sprechen kann, darüber kann man zumindest noch streiten. Bei 35,7% ist kein Streit mehr notwendig, denn 35,7% ist selbst der US-amerikanischen CDC keine Diskussion über Effektivität mehr wert. Ein Impfstoff, der eine Effektivität von 35,7% aufweist, ist kein Impfstoff, sondern ein Schlag ins Wasser für den Hersteller. Die Ergebnisse zeigen, dass man bei einer Boosterimpfung von einem Schutz ausgehen kann, der bestenfalls zwei Monate vorhält.

Nun sind das, wie gesagt, relative Ergebnisse, die aus dem Vergleich von im August Geboosterten mit später Geboosterten (bis einschließlich Dezember) resultieren. Der eigentliche Sprengstoff der Studie von Patalon et al. (2022) befindet sich in der nächsten Tabelle, in der dieselbe Berechung für den Vergleich von Geboosterten zu Doppeltgeimpften dargestellt ist.

Vergleichen Sie die Werte in der letzten Spalte beider Tabellen und Sie werden feststellen, dass die “Schutzwirkung” einer Boosterimpfung aus dem Vergleich Geboosterter mit Doppelgeimpften kaum besser ist als aus dem Vergleich von früh und spät Geboosterten. Daraus muss man schließen, dass eine Boosterimpfung reine Geldverschwendung ist, denn ein im August Geboosterter hat nahezu dasselbe Risiko, sich im Januar 2022 mit SARS-CoV-2 zu infizieren, das auch ein “nur” Doppeltgeimpfter hat, und er hat ein erheblich höheres Risiko als ein im Dezember Geboosterter, eines, das effektiv dem höheren Risiko entspricht, das ein Doppeltgeimpfter im Vergleich zu einem im Dezember 2021 Geboosterten hat (59,4% im Vergleich zu 53,4%).

Das sind Ergebnisse, die man nicht anders als verheerend bezeichnen kann. zumal sich der normalerweise nun angeführte Satz: “Aber eine Impfung / Gentherapie schützt vor einer schweren Erkrankung” nicht anbringen lässt. Dazu sind die Fallzahlen auf die Patalon et al. (2022) im Hinblick auf eine Hospitalisierung zurückgreifen können, zu gering. Und natürlich gilt, was wir schon mehrfach angemerkt haben: Im Hinblick auf das Risiko einer Hospitalisierung ist der Effekt, der allein dadurch entsteht, dass Omikron eine harmlosere Variante von SARS-CoV-2 ist, zu bestimmen und von dem angeblich durch COVID-19 Impfung / Gentherapie bereitgestellten Schutz abzuziehen. Solange das nicht erfolgt, kann man nicht sagen ob und wenn ja wie groß, der kurze Schutz, der mit COVID-19 Impfstoffen / Gentherapien zu erreichen ist, überhaupt ist.

Bleibt noch die zweite Abbildung, die eindrücklich zeigt, wie die Wirkung eines Boostershots abstürzt. Nach zwei Monaten ist der Zauber, von dem Janusch Dahmen erwartet, dass er auch noch im Herbst, also nach mindestens sechs Monaten noch vorhanden ist, verflogen.

COVID-19 Impfstoffe / Gentherapien sind ein kostspieliger Schlag ins Wasser, Zeit, das einzusehen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.



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