Russlandphobie oder Auftrag zur WirtschaftsZERSTÖRUNG: Was ist mit den Leuten vom DIW nicht in Ordnung?

Dass beim Deutschen Instititut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin nicht alles koscher ist, das ist schon seit längerem deutlich. Zu offensichtlich sind die Versuche von DIW-Chef Marcel Fratzscher, sich zum besten der Sänftenträger deutscher Regierungen zu machen. Und natürlich haben Quote, Gender-Ideologie und der Klimawahn auch beim DIW dazu geführt, dass die einstige Forschungsstätte zu einem ideologischen Gefängnis geworden ist, in dem arme Geister vor sich hinvegetieren, voller Angst, den einen Satz zu schreiben, der nicht mit der herrschenden Ideologie vereinbar ist und entsprechend von O’Brien und seinen Ratten heimgesucht zu werden.

Aber seit man beim DIW den “russischen Angriffskrieg auf die Ukraine” zum Ausgangspunkt allen Wirkens gemacht hat, scheinen nun auch die letzten Dämme gebrochen zu sein, der Wahnsinn freien Lauf zu haben. Ob das Wahnsinn ist, der aus einer Russland-Phobie gespeist wird oder Wahnsinn, der dem irren Ziel, die deutsche Wirtschaft nachhaltig zu zerstören, entsprungen ist, das sei einmal dahingestellt. Vielleicht hat ja der ein oder andere unserer Leser eine entsprechende Idee, denn das hier:

es schlägt alles, was wir bislang an Junk aus dem DIW gewohnt waren.

“Die Energieversorgung in Deutschland”, so wird im Titel vollmundig behauptet, sie sei auch “ohne Erdgas aus Russland gesichert”. Offenkundig handelt es sich hier um eine Auftragsarbeit, die denjenigen Legitimation verschaffen will, die mit ihren Versuchen, per Lockdown wirtschaftliche Zerstörung zu betreiben, offenkundig nicht zufrieden sind und nun noch mit einem Erdöl- und Erdgasboykott nachlegen wollen. Für den Fall, dass ein solcher Boykott stattfindet, sollten die Vier vom DIW in guter Erinnerung behalten werden, denn wenn klar wird, dass sich Deutschland eine Energieversorgung ohne russisches Erdgas und Erdöl eben nicht leisten kann, dann sind schon vier Verantwortliche für die Verbreitung der entsprechenden Fake News bekannt und justiziabel.

Im Übrigen steht die Überschrift in einem diametralen Widerspruch zu dem, was die Vier vom DIW in ihrem eigenen Werk “errechnen”, denn wie auch immer sie rechnen, es bleibt eine Deckungslücke von mindestens 10%, und das, obschon getrickts und geschoben wird, dass man blass wird.

Sie sehen hier drei Szenarien möglicher Angebotssteigerung (von links nach rechts: Baseline-Angebot, maximales Angebot, realistisches Angebot), also mehr oder weniger von der Realität abweichende Vorstellungen darüber, wie sich Lieferländer gegenüber Deutschland verhalten könnten. Indes, die Phantasie der vier vom DIW kennt nur eine Richtung: Eine Steigerung der Lieferung, denn natürlich haben Norwegen oder die Niederlande oder Lieferanten von LNG, wie die USA, nur darauf gewartet, dass Deutschland mehr Erdgas beziehen will, seit Jahren arbeiten die entsprechenden Länder auf diesen einen Tag zu, an dem Deutschland seine Abnahme erhöht, denn wenn Norwegen oder die Niederlande Deutschland beliefern können, dann stellen sie alle anderen Länder, mit denen sie Lieferverträge haben, Polen zum Beispiel, das 2022 10 Milliarden Kubikmeter norwegisches Erdgas vom deutschen Kontingent abzwackt, vielleicht weil die Norweger dachten, Nordstream II lasse die deutsche Nachfrage nach norwegischem Erdgas sinken, dann stellen sie, allen Verpflichtungen ungeachtet, diese zurück und beliefern Deutschland. Wer würde Drittländer beliefern, wenn er Deutschland beliefern kann? Und natürlich hat auch nur Deutschland eine erhöhte Nachfrage nach nicht-russischem Erdgas und Erdöl, niemand sonst.

Das also ist die Traumwelt, die die vier vom DIW entwerfen. Ob sie diesen Traum für Realität halten, das wissen wir nicht, vielleicht geht es ihnen einfach nur darum, einen Vorwand zu liefern, auf dessen Grundlage man die deutsche Wirtschaft zerstören kann, so wie das Imperial College Modell, das zu Lockdowns geführt und so nachhaltig zerstört hat.

Wie dem auch sei, alles, was sie in der Abbildung oben gesehen haben, also rund 95 Milliarden Kubikmeter Erdgas, die den Bedarf von Deutschland im Jahr 2022 darstellen, ist nunmehr hinfällig, denn jetzt öffnen wir die DIW-Trickkiste:

Was sie hier sehen, sind Szenarien, in denen Einsparungen, wie sie sich die Vier vom DIW für andere vorstellen können, mit ein paar willkürlichen Werten versehen worden sind. Relevant hier ist, dass die Bezugsgröße nicht etwa der für 2022 erwartete Bedarf an Erdgas aus der ersten Abbildung ist, sondern die Grundlage für die Einsparungen ist nun plötzlich der um rund 10 Milliarden Kubikmeter geringere Erdgasverbrauch des Jahres 2020. Und an diesem geringeren Ausgangsniveau wird nun willkürlich herumgekürzt:

  • Einsparungen im Verbrauch von 10,6% im Baseline-Szenario. Warum 10,6%? Warum nicht?
  • Einsparungen im Verbrauch von 18,9% bei “mittleren Einsparungen”. Gleiche Frage, gleiche Antwort.
  • Einsparungen im Verbrauch von 28,4% bei “optimistischen Einsparungen”, die man besser als absurde Einsparungen bezeichnet hätte.

Wie sie sehen, sparen vornehmlich private Haushalte und Industrie und Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung. Dass letztere einsparen, das erscheint uns besonders bemerkenswert, denn auf Seite 7 des Pamphlets aus dem DIW steht zu lesen:

“In der Indurstrie besteht das größte Einsparpotenzial durch den Umstieg auf alternative Energieträger in der Wärmeerzeugung, wie Strom, Kohle oder Biomasse”.

Wenn Sie in ihrem Werk einen Hochofen stehen haben, der mit Erdgas betrieben wird, stellen Sie auf Holz oder Holzkohle um. Das kann man doch erwarten. Geben wir’s Putin!

Aber das eigentlich bemerkenswerte steht eine Seite vor dem oben zitierten. Es liest sich wie folgt:

“Vor allem im Stromsektor (ohne Wärmeerzeugung), wo der Ersatz von Erdgas aus technischer Sicht einfacher machbar ist, kann der Erdgasverbrauch reduziert werden. Dabei müsste allerdings kurzfristig mehr Kohle genutzt werden. In den Nachfrageszenarien wird davon ausgegangen, dass mindesten 30 Prozent und bis zu 100 Prozent (im Verhältnis zu 2020) des Erdgasverbrauchs im Stromsektor verschoben werden könnten.”

Irgendwie scheint uns die Frage, ob die vier noch alle Tassen im Schrank haben, beantwortet. Der selbe Stromsektor, der 100% Erdgas einsparen soll, soll den Strom liefern um Erdgas in der Industrie einsparen zu können. Ob er das kann, ist natürlich von den “Nachfrageszenarien” abhängig, also er kann es nicht, vielleicht kann mehr Strom, der mit Kohle produziert wird, die Lücke füllen, die der Mehrverbrauch von Strom der anfällt, weil Erdgas in der Industrie ersetzt werden soll, decken. Nein, da wird kein Schuh draus. Bringen wir den Modellwahnsinn auf den Punkt:

Im Stromsektor soll Erdgas ersetzt werden, was nur möglich ist, wenn die Nachfrage nach Strom reduziert wird, gleichzeitig wird die Nachfrage nach Strom im Industriesektor aber erhöht, weil dort Strom genutzt werden soll, um Erdgas zu ersetzen. Wir nehmen alles zurück, was wir je gegen das Modell des Imperial College geschrieben haben. Verglichen mit diesem Mist aus dem DIW war das Modell von Ferguson et al. ein Juwel, selbst dann, wenn man einräumt, dass das Modell von Ferguson so weit neben der Realität lag, wie man nur liegen kann. Aber es war nicht selbstwidersprüchlich.

Wir haben bislang eine Abbildung, in der gezeigt wird, wie durch zusätzlichen Kauf von Erdgas aus nicht-russischen Quellen der Bedarf für 2022 dennoch nicht ohne russisches Erdgas gedeckt werden kann.

Wir haben eine zweite Abbildung, die zeigt, was sich die Autoren alles an Einsparung vorstellen können, hier 4%, dort 9%, machbar, oder? Okay, sagen wir 8,8%, wenn Ihnen die 9% zu viel sind. Wir sind flexibel. Die Einsparungen werden jedoch nicht auf der Grundlage des Bedarfs für 2022 berechnet, sondern auch Grundlage der Nachfrage aus dem Jahr 2020, die ohnehin rund 10 Milliarden Kubikmeter unter dem für 2022 berechneten Bedarf lag. Dass der Bedarf steigt, liegt an der deutschen Energiepolitik, dem Windkraftwahnsinn und der Solarnoia.

Und weil dieser Junk noch nicht reicht, setzen die vier aus der Mohrenstraße in Berlin noch einen drauf:

Kombiniert werden hier herbeiphantasierte Einsparpotentiale, die auf der Grundlage des Jahres 2020 berechnet wurden und Lieferschätzungen für das Jahr 2022, die aber nicht auf dem für 2022 prognostizierten Verbrauch basieren, sondern auf der deutlich geringeren Nachfrage des Jahres 2020. Und selbst mit diesem Trick gelingt es den Autoren nicht, das, was sie in der Überschrift zu ihrem Junk-Beitrag behaupten, zu zeigen:

“Energieversorgung in Deutschland auch ohne Erdgas aus Russland gesichert”.

Mitnichten. Das realistischste Szenario oben ist das Baseline-Angebot, das auf Seite 4 als das Szenario bezeichnet wird, das dem “unter normalen Umständen für 2022 erwarteten Angebot auf Basis der vergangenen Jahre und aktuellen Lieferverträgen” entspricht. Das, was die Autoren als realistisches Angebot bezeichnen, basiert auf der Annahme, dass Lieferländer sich danach drängen, mehr Erdgas an Deutschland zu liefern, Deutschland das einzige Land unter der Sonne ist, das russisches Erdgas durch verstärkte Nachfrage bei Norwegen, den Niederlanden oder nach LNG ersetzen will, dass also, die Phantasie der vier Autoren nicht durch Wettbewerber, andere Länder, Konkurrenz um Ressourcen gestört wird. Das realistische Angebot ist ein Hirngespinnst. Und selbst bei diesem Hirngespinnst bleibt eine Deckungslücke von 10%, wenn es gelingt, im Vergleich zum viel geringeren Verbrauch von 2020 [im Vergleich zum prognostizierten Verbrauch für 2022] schlappe 18,9% Erdgas einzusparen. Machbar, oder?

Nun, so gestehen die Autoren zu, “die Einsparungen” gehen “bei der Industrie mit einem Produktionsrückgang einher. Die besonders betroffenen Branchen sollten daher entschädigt werden”. Wie freigibig diese Gesellsen mit Steuergeldern sind und wie einfach es für sie ist, Produktionsstandorte stillzulegen und die Entschädigung in Form von Arbeitslosengeld zu zahlen. Es ist aber nicht damit getan, dass Produktionsstandorte mangels Energieversorgung stillgelegt werden, auch private Haushalte müssen durch eine “geringere Energienachfrage” Erdgas einsparen. Und natürlich sind alle Unternehmen, deren Produktion “zurückgeht”, Monolithen ohne Außenverbindung, so dass weder Lieferanten noch Abnehmer von diesem “Produktionsrückgang” betroffen sind und entsprechend nicht “entschädigt werden” müssen.

Und trotz allem bleibt eine Deckungslücke von 10%.

Aber es hat sich gelohnt.
Wir haben es Putin gegeben.
Operation gelungen, Deutschland tot.

Deutschland wie es die vier vom DIW hinterlassen wollen.

Was ist mit diesen Leuten im DIW nicht in Ordnung?


Nur um dem Ganzen einen Rahmen zu geben. 2020 stammten 57,6% der 86,8 Milliarden Kubikmeter Erdgas, die in Deutschland verbraucht wurden, aus Russland.



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