Die ZEIT ist mit den Kleingeistigen

Manuel J. Hartung, den man schon aufgrund seines Vornamens in die Geburtsjahrgänge der ausgehenden 1970er und beginnenden 1980er Jahre einordnen kann, fordert eine Politisierung der Universitäten.

Wenn die Demokratie gefährdet ist, müssen die Universitäten viel politscher werden, so fordert er in der ZEIT.

BlumerNatürlich hat er keinen Zweifel daran, dass die Professoren, deren Einsatz er fordert, die Geistes- und Sozialwissenschaftler, die er als Fach anspricht, seine Sicht auf die Welt teilen, wie er der Ansicht sind, das, was es in Deutschland gibt, sei eine Demokratie, eine verteidigungswerte obendrein. Er hat keinen Zweifel daran, dass die Professoren und Studenten, wenn sie denn aus ihrer „Echokammer“ kommen, den Kampf gegen das aufnehmen, was Hartung für bekämpfenswert hält: Rechtspopulisten, Rechtspopulisten, die sich über „Experten lustig“ machen und „in den sozialen Medien … Tatsachen“ verdrehen.

Warum hat Hartung (sorry: J. Hartung) keinen Zweifel daran, dass die Professoren und ihre Studenten, hätten sie nur den Mut, gegen Rechtspopulisten und Tatsachenverdrehung in den sozialen Medien zu Felde ziehen würden, und nicht etwa gegen Falschmeldungen in den öffentlich-rechtlichen Medien und Tatsachenverdrehungen in der ZEIT? Er hat deshalb keinen Zweifel daran, weil er (1) denkt, die Klugen seien an Universitäten versammelt und (2) sich selbst für einen Klugen hält. Und er ist gegen Rechtspopulismus und sieht nur verdrehte Tatsachen in sozialen Netzwerken, also müssen auch die Klugen an den Universitäten sehen, was er sieht, wie er es sieht.

Die Kleingeistigkeit sie feiert fröhliche Feste in Deutschland. Als Herbert Blumer seine Idee des symbolischen Interaktionsmus in eine Theorie gegossen hat, da ist er doch tatsächlich davon ausgegangen, dass es Menschen möglich ist, Motive und Überlegungen ihrer Gegenüber zu rekonstruieren. Er hat tatsächlich gedacht, Menschen seien in der Lage, aufgrund von Randbedingungen Handlungssituationen anderer Menschen nach zu vollziehen.

Er hat Manuel J. Hartung nicht gekannt.

Denn Hartung (J. Hartung natürlich) hat den symbolischen Interaktionismus radikal vereinfacht und zur symbolischen Selbstprojektion gemacht. Alles, was Hartung denkt, Hartung, der sich für einen Klugen hält, müssen auch andere, die Hartung (J.) für Kluge hält, denken. Auf diese Weise schlägt Hartung (J.) gleich zwei Fehlschlüsse mit einer Klappe, nämlich den der Bejahung des Konsequens und den der falschen Verallgemeinerung.

Und obwohl wir schon öfter den Verdacht hatten, die Redakteure der ZEIT umkreisen die Realität in ihrem eigenen Orbit, sind wir doch überrascht vom Ausmaß an Realitätsverlust, der sich in den Redaktionsräumen der ZEIT eingestellt zu haben scheint: Welchen Planeten umkreisen die da eigentlich?

Es kann nicht die Erde sein.
Es muss ein anderes, ein „Neues Deutschland“ sein, das den ZEIT-Redakteuren im Orbit erscheint, eines, in dem es keine Studenten gibt, die wie ein linker Lynchmob versuchen, freie Meinungsäußerungen an Hochschulen zu unterbinden, die gegen Wissenschaftler protestieren, deren Aussagen sie bestenfalls vom Hörensagen kennen, die Einordnungen vornehmen, die vielleicht das sind, was Hartung als politische Stellungnahme vorschwebt, aber eben keine Wissenschaft, weil ihnen jede empirische Grundlage fehlt.

Hartung scheint auch noch nie etwas von Legitimationswissenschaftlern gehört zu haben, jenen Verrätern an der Wissenschaft, die für ein paar Silberlinge Gefälligkeitsgutachten und Expertisen für die steuerfinanzierten Ableger von Parteien, die man als Stiftungen verkaufen will, erstellen oder sich für Ministerien verdingen, um deren hanebüchene Programme zur Erziehung der Bevölkerung zu legitimieren – als angebliche wissenschaftliche Begleitforschende.

KuhnManuel J. (wichtig: J.) Hartung kann auch noch nie etwas von den Politkommissaren gehört haben, die an Hochschulen installiert wurden, um sicherzustellen, dass Sozialwissenschaften wie die Soziologie oder die Politikwissenschaft durch Gleichstellung nach Geschlecht und eben nicht nach Fähigkeit zerstört werden, was insbesondere im Falle der Soziologie ein Jammer ist, war das Fach doch kurz vor der Phase der Normalwissenschaft (in der Terminologie von Thomas Kuhn). Der Zustrom von weiblichen Quotenkräften hat dem Sprung in die Normalwissenschaft ein Ende bereitet und die Soziologie mit Hilfe von qualitativen oder gar keinen Methoden wie das in Gender Studies und anderen die Welt betrachtenden Ideologien die Regel ist, in die Zeit vor der Aufklärung zurückgeombt, im wahrsten Sinne des Wortes gebombt. Wer jemals die Intelligenzbomben erlebt hat, die sich auf Lehrstühlen suhlen und das Wort an ihre Studenten verbreiten, jenes Wort, das noch nicht Sinn geworden ist, der wird nicht anders können, als diese Metapher nicht als Metapher zu nehmen, sondern als passend.

Und natürlich hat Manuel J. (J. ist wichtig) Hartung, keinerlei Idee davon, was Wissenschaft eigentlich ist, nämlich das Gegenteil von Politik. Es geht in der Wissenschaft nicht darum, die eigene Bewertung davon, was gut, schön und richtig ist, absolut zu setzen und andere dazu zu zwingen, die eigene Bewertung als Allgemeingültig zu akzeptieren, wie das Manuel J. (!sic) Hartung fordert, nein, in der Wissenschaft geht es zunächst einmal darum, Fakten zu sammeln und Ereignisse zu erklären.

Ein solches Vorgehen hat notwendig Ergebnisse zur Folge, die Politikern, die Fakten und Ereignisse im Lichte der eigenen Ideologie interpretieren, nicht passen, nicht gefallen können, wie z.B. die Feststellung, dass Rechts- und Linkspopulismus auf demselben inhaltlichen und intoleranten Fundament basieren, oder dass es immer dieselben kognitiven Defekte sind, die Menschen anfällig machen, für Ideologien und dass seit Jahrzehnten von Politikern Falsches behauptet wird, zuletzt gerade wieder im Zusammenhang mit dem Equal Pay Day. Denn die 21% Gender Pay Gap, die immer wieder beschworen wurden, sie sind eine Lüge, so wie das ganze Gebilde des Genderismus auf Lügen gebaut ist, wie man schon daran erkennt, dass immer noch niemand eine Gleichstellung von Frauen bei Kanalarbeitern, Fernfahrern oder Bergarbeitern fordert. Derartige Auslassungen sind untrügliche Belege dafür, dass es nicht um die beschworenen Werte von Gerechtigkeit und Chancengleichheit geht, sondern darum, sich selbst einen Vorteil zu verschaffen, trotz weniger Leistung die gleichen Ergebnisse in Form von Geld zu erzielen. Manuel J. Hartung darf gerne die entsprechenden Forschungsergebnisse, die auf ScienceFiles leicht zu finden sind, zum Gegenstand eines entsprechenden Beitrages in der ZEIT machen. Und tatsächlich handelt es sich dabei um wissenschaftliche Ergebnisse, die politisch relevant sind und Genderisten dabei entlarvt, wie sie versuchen, sich auf anderer Kosten durchzuschlagen.

Aber vermutlich sind derartige wissenschaftliche Ergebnisse Herrn Hartung, J. Hartung, zu politisch. Da ist es schon einfacher, die eigene Kleingeistigkeit zu verallgemeinern und zu beklagen, dass Wissenschaftler nicht Mahnwachen vor den Parteizentralen der AfD abhalten. Ein letzter Grund, der die Abwesenheit der Wissenschaftler erklären könnte. Sie mögen die Idee hinter Demokratie verstanden haben, im Gegensatz zu Manuel J. Hartung.

“Deutschsprachige Länder” – Pädagogin will andere Bezeichnung

Deutschsprachige Länder, so haben wir bislang gedacht, sind Länder, in denen mehrheitlich deutsch gesprochen wird. Man geht zum Bäcker und bestellt Brötchen. In deutscher Sprache. Man geht ins Kino und schaut einen Film an. In deutscher Sprache. Man hört Nachrichten im Radio. In deutscher Sprache. Man liest die Tageszeitung. In deutscher Sprache. So ziemlich alles, was das tägliche Leben in Deutschland, Österreich und in Teilen der Schweiz ausmacht, es ereignet sich in deutscher Sprache: Deutsche Knöllchen fürs Falschparken, deutsche Flüche, deutsche Preisschilder, deutsche Verkehrskennzeichen, deutsche Fahrpläne an Bahnhöfen … So ist das eben, in deutschsprachigen Ländern.

Sehr zum Unmut von Inci Dirim, die – auch Österreicher haben letztlich, was sie verdienen – an der Universität Wien Deutsch als Fremdsprache lehren soll.

Da Lehre – wie wir nicht erst seit den Vorgängen an der Humboldt-Universität zu Berlin wissen – immer häufiger für Aktivismus und die Verbreitung eigener Heilsbotschaften missbraucht wird, sieht sich auch Dirim bemüßigt, ihren Teil zum ideologischen Aktivismus beizutragen und sich an der Neukonstruktion der Wirklichkeit zu beteiligen, wie sie Wirre aller sozialwissenschaftlichen Fächer in Sprache und normativer Beschreibung durchzusetzen versuchen.

Der Begriff der deutschsprachigen Länder hat das Missfallen von Dirim erregt, entsprechend soll er durch „amtlich deutschsprachiger Raum“ ersetzt werden. Warum? Darum:

“„Dieser Begriff wird als Ersatz für denscully facepalm Begriff ‚deutschsprachige Länder‘ verwendet, der zwar verbreitet, aber nicht zutreffend ist. Damit soll auf das Spannungsverhältnis zwischen amtlicher Einsprachigkeit im Deutschen und faktischer Mehrsprachigkeit des Alltags aufmerksam gemacht werden. Da allerdings die adressierten Staaten als Amtssprache nicht nur Deutsch haben, ist der Begriff ‚Land‘ durch ‚Region‘ ersetzt“ (Dirim 2015: 26).

Der Konstruktivismus geht bei manchen so weit, dass sie bereits der Überzeugung sind, das, was sie sich einbilden, sei Normalität. Der Alltag, der noch nie zu uns gesprochen hat, aber zu Dirim, er spricht gleich mehrsprachig und weil er mehrsprachig spricht, deshalb steht er für Dirim in krassem Gegensatz zur amtlichen Einsprachigkeit.

Offensichtlich hat Dirim Turmphantasien, Turm zu Babelphantasien, bei denen jede Kommunikation zwischen Unbekannten zu einem Spiel mit mindestens zwei Unbekannten wird. Ich spreche den Beamten in deutscher Sprache an. In welcher Sprache wird er mir wohl antworten? Die Errungenschaft einer einheitlichen Sprache, die im deutschsprachiger Raum darin besteht, dass man sich auf Deutsch verständigen kann, sie ist manchen Konstruktivisten ein Dorn im Auge. Offensichtlich haben sie die Subjektivität des radikalen Konstruktivismus zu Ende gedacht, und das Ende sieht vor, dass man sich nicht mehr verständigen kann. Warum nicht mehr? Subjektivismus. Selbst wenn sie sich mit ihrem Gesprächspartner auf eine gemeinsame Sprache einigen können, sie können nicht sicher sein, dass das, was sie sagen, das ist, worauf Ihr Gesprächspartner antwortet.

Der ganz alltägliche Wahnsinn, er kommt als „amtlich deutschsprachige Region“ daher. Region? Die für Dirim ehemalig deutschsprachigen Länder, Baden-Württemberg, Sachsen, ja selbst Berlin, sie haben als Amtssprache nicht nur Deutsch, so Dirim in klassischem Selbstwiderspruch zu der noch vor wenigen Worten von ihr behaupteten „amtlichen Einsprachigkeit“.

Haben Sie es gewusst? Dass die Amtssprache in deutschsprachigen Ländern nicht deutsch ist?

Nein?

Wir auch nicht.

Da sieht man, welche Erkenntnisse radikaler Subjektivismus ermöglicht.

Man erkennt selbst Dinge, die es nicht gibt.

Dirim, Inci (2015). Umgang mit migrationsbedingter Mehrsprachigkeit in der schulischen Bildung. In: Leiprecht, Rudolf & Stenbach, Anja (Hrsg.). Schule in der Migrationsgesellschaft. Ein Handbuch. Schwal[l]bach/Ts.: Debus, S.25-48.

Studenten? Nein: Vandalen, Straftäter – schlicht und einfach

Die Vandalen sind dafür berühmt geworden, dass sie auf ihrem Zug durch Europa sinnlos gewütet haben: Die Verwüstungen, die das Hausen der Vandalen hinterlassen hat, sie sind sprichwörtlich. Die Vandalen sind, der römischen Geschichtsschreibung gemäß, ein ostgermanischer Stamm.

Im Osten der Republik, in Berlin, finden sich die Nachkommen der Vandalen. Sie nennen sich Studenten und hausen besonders gern in öffentlichen Einrichtungen, die ihnen zur Verfügung gestellt werden, damit sie etwas lernen. Nur: Lernen wollen diese Studenten nichts. Sie wollen saufen, Molotowcocktails bauen und zudem wollen sie ihren Andrej Holm wieder. Deshalb haben sie das Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt Universität zu Berlin, in der dortigen Universitätsstraße 3b über Wochen besetzt und weitgehend zerstört.

HU-BerlinIn wenigen Wochen haben sie das, was Steuerzahler finanziert haben, was Bauarbeiter mühsam auf- und ausgebaut haben, was Putzkräfte über Jahre so gepflegt haben, dass es benutzbar war, in eine Kloake verwandelt und zerstört. Nun, nachdem der letzte Besetzer das Gebäude verlassen hat, im Zuge „von Gesprächen, um Lösungen zu finden“ und verbunden mit dem Angebot der Universitätsleitung, die Strafanzeige wegen zumindest Sachbeschädigung zurückzuziehen, steht fest: Steuerzahler, Putzfrauen, Maurer, Elektriker und viele mehr, werden Arbeiten im Wert von mindestens 30.000 Euro ausführen müssen, um das Gebäude, das offensichtlich nicht von menschlichen Wesen, sondern von Personen, die von Schweinen nicht in ihrer Nähe geduldet würden, wegen Unsauberkeit, verwüstet wurde. Die Fotos der Fotostrecke unten, sprechen eine eindeutige Sprache.

Wir sind der Ansicht, dass angebliche Studenten, die ein Gebäude der Universität, das von Steuerzahlern finanziert wurde und unterhalten wird, besetzen und verwüsten, an einer Universität nichts verloren haben. Sie haben eindrücklich demonstriert, dass es ihnen nicht darum geht, etwas zu lernen. Sie haben noch eindrücklicher demonstriert, dass sie es nicht zu schätzen wissen, dass Steuerzahler es ihnen ermöglichen, zu lernen. Und sie haben besonders eindrücklich demonstriert, dass sie keinerlei Respekt vor dem Eigentum anderer Menschen haben und nicht einmal zu normalen Formen von Reinigung und Pflege willens oder in der Lage sind.

Entsprechend sollten sie zurück in den Kindergarten, um dort die Grundlagen menschlichen Zusammenlebens zu erlernen, beginnend z.B. bei der Körperpflege, dem pfleglichen Umgang mit fremdem Eigentum und der Dankbarkeit dafür, dass Steuerzahler es ihnen ermöglichen, eine Infrastruktur zu nutzen. Vielleicht ist der Lernfortschritt ja schnell genug, um ein Seniorenstudium anzutreten.

In jedem Fall sollte die Leitung der HU-Berlin nicht dulden, dass diese nachweislichen Vandalen (wer die Bilder sieht, wird denken, wir tun den Vandalen Unrecht) auf Kosten der Steuerzahler an der Universität verbleiben. Die Exmatrikulation ist ebenso geboten wie eine entsprechende Klage auf Schadensersatz vor einem Zivilgericht.

P.S. Eine andere Frage ist, warum die Räume des ISW nicht von der Polizei geräumt und die Besetzer wegen Hausfriedensbruch verhaftet wurden. Auf diese Weise wäre es der Universitätsleitung möglich gewesen, die Identität der Vandalen festzustellen und die Exmatrikulation in die Wege zu leiten und die Strafanzeige und die Klage auf Schadensersatz auf den Weg zu bringen. Sollte die Universitätsleitung der HU-Berlin die Namen der Vandalen nicht kennen, dann müsste geprüft werden, ob hier nicht der Tatbestand der Strafvereitelung vorliegt. 

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Quelle: Photos der HU-Berlin

Schleimen und lügen lohnt sich – zumindest an der HU-Berlin

Wie viele ehemalige Universitätsmitarbeiter aus der DDR wurden nach 1990 nicht weiterbeschäftigt, weil sie korrekte Angaben im Hinblick auf ihre Tätigkeit für die Stasi gemacht haben? Die Liste dürfte zu lang sein, als dass Sie auf einer Blogseite veröffentlicht werden kann.

StasiNach der Übernahme der BRD durch die DDR hat man es zunächst als gerecht angesehen, quasi als eine Form des materialisierten Wittgensteinschen Scheinsatzsystems, DDR-Wissenschaftler, die sich dem Regime angedient haben und sich um die ideologische Verdummung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch den Marxismus-Leninismus und das, was angeblich Philosophie sein soll, verdient gemacht haben, aus dem wissenschaftlichen Betrieb zu entfernen: Verdiente Wissenschaftler des Volkes, zu verdient, als dass man sie den Studenten, die nach dem Anschluss der BRD an die DDR an Universitäten gekommen sind, hätte zumuten wollen, schließlich ging es darum, den Schein aufrecht zu erhalten, den Anschein der Wahrheit des Satzes, dass die Chefideologen der DDR, die Wissenschatfler, die sich in der DDR durch besondere Regimetreue ausgezeichnet haben, aus dem wissenschaftlichen System, in dem sie nichts zu suchen haben, entfernt worden wären. Es ist, wie gesagt, alles ein Scheinsatzproblem.

Und im Jahre 27 nach der Übernahme der BRD kann man auch den Schein aufgeben und die Dinge so aussprechen, wie sie sind. Selbst ein Offiziersschüler bei der Auswertungs- und Kontrollgruppe der Abteilung XX der Bezirksverwaltung Berlin des Ministeriums für Staatssicherheit und somit jemand, der die DDR in erster Frontlinie und wenn notwendig mit Waffengewalt zu verteidigen bereit zu sein hatte, ein Offiziersschüler, von dem der Bundesstaatsanwalt so sehr der Überzeugung war, er sei nach der Wende zum Mitglied einer terroristischen Vereinigung geworden [militante gruppe, mg], dass er einen Haftbefehl erlassen, den ehemaligen Offiziersschüler erst inhaftiert und dann mangels hinreichendem Tatverdacht wieder auf freien Fuß gesetzt hat, selbst ein solcher Offiziersschüler, der seinen Arbeitgeber, die HU-Berlin bewusst über seine Vergangenheit als Offiziersschüler des Ministeriums für Staatssicherheit getäuscht und belogen hat und es zu einem kurzen Intermezzo als Staatssekretär unter den Berliner Blockparteien gebracht hat, für die er sich dann aber als nicht haltbar herausgestellt hat, selbst ein solcher Offiziersschüler findet Wiederaufnahme an die Humboldt-Universität Berlin, wie der verlorene Sohn, so wird Andrej Holm wieder in den Kreis seiner Berliner Kollegen aufgenommen und all die anderen DDR-Wissenschaftler und ehemaligen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, die wahrheitsgemäße Angaben gemacht haben und deshalb in die Arbeitslosigkeit entlassen wurden, sie sehen: Lügen lohnt sich.

Williamson_OpportunismZumindest an der Humboldt-Universität kann man damit rechnen, dass die Präsidentin, Sabine Kunst, die den Job macht, den sonst niemand wollte, keinerlei Prinzipien walten lässt und auch nicht davor zurückschreckt, ein Vertrauensverhältnis, das einst von ihr als zerstört bezeichnet wurde, auf mirakulöse Weise als „zwar gestört, aber nicht mehr vollständig zerstört“ zu reparieren. Der Unterschied zwischen zerstört und nicht mehr vollständig gestört besteht darin, dass Andre Holm wieder seine Tätigkeit an der HU-Berlin aufnehmen und fortan wieder auf Kosten der Steuerzahler leben kann: Aus der Kündigung durch die Humboldt-Universität ist eine Abmahnung geworden.

Wer nun nach der Ursache, dieses Berliner Wunders fragt, dem sei geantwortet: Schleimen. Man kann lügen, das sich die Balken biegen, aber keine Lüge ist schlimm genug, als dass sie nicht durch nachträgliches Schleimen wieder eingerenkt werden könnte. Honig um den Mund der Präsidentin geschmiert, hat – wie es scheint – das Wunder vollbracht.

HU-BerlinHier der Holmsche Honig: „Ich bin mir heute bewusst, dass ich gegenüber der HU objektiv falsche Angaben hinsichtlich meiner Tätigkeit für das MfS gemacht habe. Ich bedauere das und ebenso, dies nicht sofort gegenüber der HU zum Ausdruck gebracht zu haben. Ich versichere gleichzeitig, neben der Grundausbildung und den von mir geschilderten Tätigkeiten in der Auswertungs- und Kontrollgruppe keine weiteren Aufgaben, weder hauptamtlich noch inoffiziell, für das MfS erledigt zu haben.“

Ist es nicht putzig, dass Holm lieber behauptet, er sei bei der Unterzeichnung seines Arbeitsvertrags unzurechnungsfähig gewesen und habe deshalb termporär vergessen, dass er Offizierschüler des MfS war, als dass er zu seiner Lüge steht? Demnächst kommt noch jemand und findet in einer Qualle ein Rückgrat.

All denen, die nach der Übernahme der BRD durch die DDR ehrlich gewesen sind und korrekte Angaben zu ihrer Tätigkeit für das MfS gemacht haben, Angaben, die sie in Hartz IV gebracht haben, sei gesagt: Ihr ehrlichen Deppen, was sagt Ihr auch die Wahrheit. Wisst Ihr nicht, dass in dekadenten und niedergehenden Systemen Lügen die Währung sind, die Erfolg verspricht, schon weil mit dem System, die Moral verloren niedergeht?

Also daran denken, wenn staatliche Institutionen Dinge wissen wollen: lügen, immer lügen, lügen, dass sich die Balken biegen. Es lohnt sich, wie der Fall Holm zeigt, denn Holm kann nun all seine Erkenntnisse wieder an Studenten vermitteln, das, was die Präsidentin „seine Expertise im Lehrbereich Stadtsoziologie“ nennt, eine Expertise gewonnen aus Hausbesetzung, Lug und Betrug, ist sicherlich eine gute Grundlage, um den Studenten die Art of Opportunism beizubringen, jene akrobatische Form der Selbstentäußerung, bei der für Methoden, Techniken und vor allem wissenschatftliche Prinzipien kein Platz ist, denn das ist der geforderten Anpassung und der notwendigen Flexibilität, die man braucht, um sich den unterschiedlichsten Dienstherren anzudienen, hinderlich.

Trigger Warnung: Memmen, wollt Ihr ewig zittern? Oder: Vorsicht Bibel!

Leben wir im Zeitalter der Pflänzchen und Memmen?
Es sieht ganz danach aus.

Wir fragen ja des Öfteren, welchen Nutzen die Gender Studies der Allgemeinheit bringen. Die Frage, die wir an zahlreiche Lehrstuhlbesetzer, die sich in Geschlechterfragen echauffieren, verschickt haben, ist bislang unbeantwortet geblieben.

Es ist vielleicht auch die falsche Frage.
Die Frage müsste lauten: Was verdanken wir den Gender Studies? Nicht kalter weiß-männlicher Nutzen ist das Ziel der Gender Studies, sondern kulturelle Bereicherung durch allerlei Dinge, die aus der Konstruktion des Unnützen in die Konstruktion des Ärgerlichen überführt werden.

Zum Beispiel die Trigger Warnung.
triggerr-warnungDie Trigger Warnung verdanken wir den Gender Studies.
Eine Trigger Warnung soll empfindsame Gestalten, die sich z.B. an einer Universität in einen Kurs über Gewalt und Aggression verirrt haben, davor warnen, dass es in diesem Kurs um Gewalt und Aggression geht. Das ist sinnvoll, denn bei Gender Bewegten kann man nie wissen, ob sie auch wissen, dass es in einem Kurs über Gewalt und Aggression um Gewalt und Aggression geht.

Damit die Empfindsamen, die ein bislang behütetes Leben geführt haben, in dem andere Menschen bestenfalls als Statisten oder Dienstleiter vorgekommen sind, nicht den Schock ihres Lebens erhalten, wenn sie in einem Kurs zum Thema „Gewalt und Aggression“ mit Formen von „Gewalt und Aggression“ konfrontiert werden, deshalb gibt es die Trigger Warnung.

Etliche Universitäten in den USA und Deutschland haben sich dieses Kulturgut, das durch die Gender Studies auf uns gekommen ist, zueigen gemacht und trigger warnen was das Zeug hält. Auch die Schotten tun das (kein Wunder, dass die Schotten in der EU bleiben wollen). 

Trigger warnung 2.jpgAn der Universität Glasgow werden Studenten der katholischen Theologie, die in ihrem Leben noch nichts von einer Kreuzigung gehört zu haben scheinen, davor gewarnt, dass im Kurs „Von der Kreation bis zur Apokalypse: Einführung in die Bibel“, genau bei „Jesus und das Kino“ Bildmaterial gezeigt werden wird, auf dem man die Kreuzigung im Detail sieht, also mit Nagel und Hand und Blut und viel Blut und so, nichts Außergewöhnliches für den 10 jährigen Tatortseher in Deutschland und den 10 jährigen Surfer auf den Seiten der britischen Tageszeitungen im Vereinigten Königreich, aber offensichtlich etwas vollkommen Unerwartetes für Studenten der Theologie an der Universität in Glasgow. Dass Jesus gekreuzigt worden sein soll und dass seine Kreuzigung eine besonders blutige Variante der ansonsten eher weniger blutrünstigen Form römischer Bestrafung gewesen sein soll, die die Phantasie christlicher Künstler und Theologen über Jahrhunderte so beflügelt hat, dass die Ergebnisse noch heute in großer Zahl in Kirchen oder Bibliotheken zu finden sind, und zwar ganz ohne Trigger Warnung (noch), das trifft Studenten der Theologie in Glasgow offensichtlich vollkommen unvorbereitet.

Und da man nie weiß, wie die Mimöschen darauf reagieren, mit der Realität, wie sie sich Filmemacher (die zugegeben des Öfteren die Grenze zur Perversion und zum Gewaltexzess mangels Inhalt überschreiten, weit überschreiten) vorstellen, da man nie weiß, ob sie ein Trauma ob der schauerlichen Bilder davontragen, die sie in ihrem Seminar zugemutet bekommen, sie, die die Meldung, dass gerade wieder 25 oder waren es 30 Menschen durch eine Autobombe in Bagdad zerfetzt wurden, mit Gleichmut ertragen, deshalb wird nur noch nach vorhergehender Trigger Warnung gelehrt.

Diese große kulturelle Leistung, die Warnung davor, dass es im Leben etwas geben könnte, was bei Menschen eine Reaktion, eine negative Reaktion auslöst, dass es etwas geben könnte, das sie ablehnen, schlimm oder schrecklich finden, diese Leistung verdanken wir den Gender Studies. Und wir haben uns entschlossen, die Gender Studies in ihrem Vorhaben, emotionale Zombies zu erziehen, deren sensible Seele es zwar zulässt, Fleisch zu essen, Fernsehnachrichten zu betrachten oder sich über Männer in gehässiger Form auszulassen, die ansonsten aber ständig in der Gefahr stehen ungetriggert zu leiden, zu unterstützen und eine Liste der wichtigsten Trigger Warnungen zu erstellen:

Hier der Anfang der Liste, für deren Fortführung wir die Mitarbeit unserer Leser erwarten:

Trigger Warnungen:

Vorsicht ScienceFiles: Das Lesen dieser Seite kann dazu führen, dass sie nachdenken und zu Ergebnissen kommen, zu denen sie bislang noch nicht gekommen sind. Für Denkfaule und Ideologen kann da fatale Folgen haben.

Vorsicht katholische Kriche: Das Betreten einer katholischen Kirche ist mit Gewaltdarstellungen, mit Bildern von Heiligen, die von Pfeilen durchbohrt sind oder mit einem Mann am Kreuz, dem zudem eine Dornenkorne auf den Kopf gepresst wurde, verbunden. Menschen mit einem empfindlichen Magen oder Menschen, die nichts von Menschenopfern halten, sollten draußen bleiben.

Vorsicht Industrieunternehmen: Das Betreten eines Industrieunternehmens ist mit der Wahrnehmung von zumeist männlichen Menschen bei körperlicher Arbeit verbunden. Das kann zu negativen emotionalen Reaktionen vor allem bei denjenigen führen, die keine Arbeit gewohnt sind.

Vorsicht Supermarkt: Im Supermarkt werden sie mit Kadavern in unterschiedlichen Stadien der Verwesung und mit Leichteilen, die noch die Spuren des gewaltsamen Todes, den die einstigen Lebewesen erlitten haben, tragen, konfrontiert. Unbewusste Fleischfresser mag dies zum Nachdenken bringen.

Vorsicht Gender Studies: Alles, was sie in der Grundschule gelernt haben, wird sich als falsch erweisen.

Vorsicht Kapitalismus: Kapitalismus basiert auf dem Leistungsprinzip und der Vorstellung, dass das Verdienst in einer Relation zur Anstrengung und Leistung stehen muss. Die Beschäftigung mit Kapitalismus mag bei manchen zur Erkenntnis führen, dass sie bislang auf Kosten anderer gelebt haben.

Vorsicht Pestizid: Das Benutzen von Pestiziden kann dazu führen, dass Sie den Tod von Blattläusen und Milben miterleben. Das Nichtbenutzen von Pestiziden kann dazu führen, dass Sie dem Tod Ihrer Pflanzen beiwohnen.

Vorsicht Kriminalroman: Im Verlauf dieses Romans wird mindestens ein Mord begangen. 

Vorsicht formale Logik: Die Beschäftigung mit formaler Logik kann dazu führen, dass sie die Fehler in dem, was sie bisher als Ihr Denken angesehen haben, erkennen. Je nach Lebenszeitpunkt, zu dem sie diese Einsicht ereilt, können die Folgen gravierend sein.

Vorsicht Jane Austen Verfilmung: Keine Pornographie, kein Blut, keine special effects, nichts explodiert, niemand wird geköpft, keiner gemobbed, es nur selten Ehebruch, es kommen keine Schwulen vor und es gibt ein Happy End.

Jetzt sind Sie an der Reihe!

Schachverbot: Männlich, hegemonial, gewaltverherrlichend – Schach soll an der UNI Hannover verboten werden

Der folgende Antrag, der vom AStA der Leibniz (!Sic) Universität Hannover genehmigt und auf der studentischen Vollversammlung am 16. November behandelt wurde, hat gestern Abend seinen Weg in unsere Mailbox gefunden (Danke an den Leser von ScienceFiles).

Gegenstand des Antrags: „Die studentische Vollversammlung möge beschließen: Das Schachspiel ist auf dem gesamten Gelände der Leibniz Universität Hannover ausnahmslos zu verbieten“. Wir geben den Antrag in Gänze hier wieder:

schachverbot-1
schachverbot-2

Stuvo Hannover.pngÜber diesen Antrag hatte die studentische Vollversammlung der Universität Hannover am 16. November zu befinden. Sie hat aber nicht darüber befunden, und zwar deshalb nicht, weil der Antrag, obwohl er vom AStA der Universität geprüft und zugelassen worden ist, gegen § 2 Abs. 2 Punkt g der Satzung der verfassten Studierendenschaft (SVS) verstößt, in dem eine „Förderung des freiwilligen Studierendensports“ verankert ist. Außerdem sah die Redeleitung der studentischen Vollversammlung einen Verstoß gegen § 2 Abs. 2 Punkt f, in dem die Unterstützung der musischen und kulturellen Interessen der Studenten verankert ist. Weiter heißt es im Protokoll der studentischen Vollversammlung:

„Basis der Entscheidung einen Antrag nicht aufzurufen, welcher im Gesamten als rechtswidrig erkannt wird, ziehen wir aus dem Beschluss des Ältestenrates vom 28.11.2007. Diese Maßnahme wurde durch die anwesenden Mitglieder des Ältestenrats bestätigt. Gegen diese Maßnahme der Sitzungsleitung ist aufgrund § 5 Abs. 9 Satz 1 und 2 (GO-StuRa vom 26.10.2016) kein Widerspruch einzulegen.“

Wäre es nicht so todernst, man müsste sich kugeln vor Lachen. Andererseits muss man dankbar sein, dass die Redeleitung der studentischen Vollversammlung den Beschluss des Ältestenrats vom 28.11.2007 gefunden hat und eine Abstimmung über das Schachverbot verhindert hat. Bei den Knallköpfen, die die studentische Vollversammlung zu bevölkern scheinen, steht zu befürchten, dass die Forderung, das Schachspielen an der Universität Hannover zu verbieten, durch die studentische Vollversammlung unterstützt worden wäre.

Wie wir auf Knallköpfe kommen?
Unter anderem wegen Tagesordnungspunkt 2.4 „Ablehnung der Extremismustheorie“.

Die Ablehnung der Extremismustheorie – warum auch nicht, uns gefällt z.B. die Spin-Theorie nicht, lehnen wir sie also ab – ist im Antrag wie folgt begründet:

„Antrag des Fachrats Politik zur studentischen Vollversammlung Mittwoch 16.November 2016 Ablehnung der Extremismustheorie

Die studentische Vollversammlung möge beschließen: Die Studierendenschaft der Uni Hannover lehnt die Extremismustheorie ab. Außerdem fordert die Vollversammlung alle Studierenden auf, sich innerhalb ihrer Argumentationen nicht den wissenschaftlichen Kategorien der Extremismustheorie zu bedienen. Begründung: erfolgt mündlich.“

Sind Sie auch darauf gespannt, wie dieser No-Brainer begründet wird, wie Studenten, deren Existenz an Universitäten durch Steuerzahler finanziert wird, damit sie etwas lernen, begründen, dass sie das Lernen verweigern, sofern es nicht ihren persönlichen Vorlieben entspricht?

Die Begründung, wie sie aus dem Protokoll der studentischen Vollversammlung hervorgeht, ist die folgende:

Patriarchat_coverFrage: Meint das auch Rechtsextremismus?
Antwort: Ja.
Anmerkung: Ersti-PoWi findet es kritisch eine Theorie abzulehnen und zu empfehlen sie abzulehnen. Deutschland wird in Frage gestellt und das ist für ihn als Anhänger des GG schlecht.
Frage: Wissenschaftliche Diskussionen über Theorie sind sinnvoll. VV soll als demokratisches System nicht über Sinnhaftigkeit dieser Theorie entscheiden.
Anmerkung: Dies ist keine Theorie sondern ein politisches Instrument
Anmerkung: Dieser Antrag dient nicht gegen Instrumentalisierung der Theorie. Anmerkung: Die Wissenschaft ist nicht frei, sondern wird durch hegemoniale Männlichkeit bestimmt
Anmerkung: Es geht dem Antrag darum, dass sich nicht dieser Instrumentalisierung bedient wird.
Anmerkung: Es handelt sich um eine Ideologie
Anmerkung: Es handelt sich um ein Lehrmittel, deswegen solle es am IPW behandelt werden …
Anmerkung: Die Wissenschaften werden durch Ablehnung einer Theorie nicht freier. Frage: Ist Hufeisen gleich Extremismustheorie?
Antwort: Dient als Modell zur Bestätigung der Extremismustheorie.
Änderungsantrag HSG DS: „Vermeintliche“ Theorien. → übernommen Änderungsantrag MaPhy/NaWi: „Ablehnung Evolutionstheorie und Mittelwertsatz“

Abstimmung über Änderungsantrag: 89 Nein, 31 Ja, 6 Enthaltungen → abgelehnt.

Abstimmung über Gesamtantrag mit aufgenommener Änderung:  43 Nein, 8 Enthaltungen, 75 Ja-Stimmen → Antrag angenommen

leibniz-universitat_hannoverWenn wir einen Tag König der Universität Hannover wären, die 75, die diesem Antrag zugestimmt haben, würden von der Uni fliegen, und zwar im hohen Bogen und am besten an einen Ort, wo sie etwas Sinnvolles tun können, auf eine Baustelle zum Beispiel, wo sie dem Polier zur Hand gehen können oder in eine Putzkolonne, wo man sie hoffentlich entsprechend anlernen kann. An einer Universität, noch dazu an einer Universität, die den Namen Leibniz‘ trägt, haben derartige Knallköpfe wirklich nichts verloren.

Wenn das, was z.B. in dieser Vollversammlungen zu beobachten ist, der politische Nachwuchs ist, dann können wir allen Deutschen, die mit normaler Denkfähigkeit begabt oder intelligent sind nur raten auszuwandern, denn die Vorstellung, Steuern erst dafür zu vergeuden, solchen Pseudo-Studenten einen entsprechenden Lenz an Universitäten zu finanzieren und sie dann durch den Rest ihres Lebens Transfer zu füttern, ist eine Vorstellung, die wir unerträglich finden.

In jedem Fall macht diese Posse zu Antrag 2.4 deutlich, dass es genug Knallköpfe in der studentischen Vollversammlung gibt, die nichts dabei finden, eine Theorie abzulehnen, die es als solche gar nicht gibt, denn es gibt eine Vielzahl von Extremismustheorien, nicht die Extremismustheorie, die also Dinge ablehnen zu können glauben, die sie nicht kennen, weshalb man eigentlich von Faschisten reden müsste, und weil es diese Knallköpfe gibt, deshalb haben wir keinen Zweifel, dass der Antrag, das Schachspiels möge verboten werden, angenommen worden wäre.

Nun gibt es zu diesem Antrag etwas zu sagen, was den im AStA Versammelten Selbstwichtigkeiten und den in der Vollversammlung versammelten Knallköpfen entgangen zu sein scheint: Der Antrag ist ein Scherz. Zu dieser Überzeugung sind wir durch die einfache Lektüre dieses Antrages gelangt, der schon in der dritten Zeile das * beinhaltet. Das * gilt vielen Ideologen als Platzhalter für eine ganze Menge von sexuellen Orientierungen oder Abweichungen von dem, was nach wie vor die heterosexuelle Norm(alität) ist, und entsprechend würdigen sie das * keines weiteren Blickes.

Nun ist das * ein hochgestelltes Sternchen, wie man es in der Wissenschaft oftmals zur Indizierung benutzt, um auf eine Fußnote hinzuweisen, was auch die vollversammelten Studenten wissen könnten, wären sie an Wissenschaft interessiert. In der Tat ist das * als Fußnotenzeichen gemeint, denn es gibt eine Fußnote, die da lautet: „* alle Personengruppen, die so sind, sich so fühlen wollen oder so gesehen werden wollen/können oder so“.

GarfinkelHier hat sich jemand einen sehr treffenden, sehr guten und sehr wirkungsvollen Scherz erlaubt. Harold Garfinkel wäre stolz auf die Urheber dieses Scherzes, die sich schon im dritten Satz so weit aus dem Fenster gelehnt haben, dass ein normaler Mensch eigentlich den Braten riechen muss: „Alle Studierenden* sind dazu aufgefordert, dafür zu sorgen, dass Zuwiderhandelnde* weinend das Gelände verlassen“.

Wie es der ideologische Wahnsinn nun einmal so will, haben es weder die AStAner noch die vollversammelten Knallköpfe bemerkt, die über diesen Antrag zu befinden hatten. Wer Lust hat, sich einen Eindruck über die versammelte und eingebildete Wichtigkeit der anwesenden studentischen Vollversammelten zu verschaffen, dem empfehlen wir die Lektüre des Protokolls der Vollversammlung. Wenn man nicht wüsste, es stammt von einer Universität, man müsste denken, es stammt aus einem Irrenhaus. Tut es aber nicht, es stammt von einer Universität und ist beredtes Zeugnis der geistigen Verheerungen, die linke Ideologien und Genderismus unter Menschen, die bis sie mit beidem in Berührung kamen, weitgehend normal waren und auch normal denken konnten, anrichten.

Bleibt nachzutragen, dass der Antrag von Markus Erhardt (Pflanzenbiotechnologie) und Oliver Till (Master Lehramt Ma/Ch) eingebracht wurde. Klasse! Sehr gut gemacht. Wenn die beiden hier mitlesen: Meldet Euch doch bei uns, schon weil wir diesen Einsatz für die Rationalität, diese Form des rationalen Widerstands mit einer entsprechenden Mug belohnen wollen.


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Neue Nutzlosigkeit: Schleswig-Ho(h)lstein fördert nach eigenen Angaben nutzlose Forschung

Erstaunlich Dummes gibt es heute aus Schleswig-Ho(h)lstein, einem Land, in dem es ein Wissenschaftsministerium gibt. Und weil im Etat für ein Ministerium auch eine Stelle für einen Minister vorgesehen ist, als eine Art Gallionsfigur, deshalb hat man auch in Schleswig-Ho(h)lstein, einen Darsteller geheuert, der sich als „Wissenschaftsminister“ verdingt. Kristin Alheit heißt der Darsteller, dem unbekannte Scherzbolde oder eigene kognitive Mängel die folgenden Sätze in den Mund gelegt haben:

nutzlose-forschung„Das neue Forschungszentrum passt in das Profil der Universität: Es ist ein Zentrum, das kritische Bildungsforschung betreibt, das sich nicht an Nützlichkeitsmaßstäben messen lassen will, sondern das vielmehr Grenzen im Denken überwinden und neue Horizonte eröffnen will. Ich bin gespannt, was wir in Zukunft vom ZeBUSS hören werden“, würdigte Wissenschaftsministerin Kristin Alheit die Neugründung.“

Die Bildungsforschung, die man mit jährlich 50.000 Euro aus Landesmitteln in Flensburg am dortigen „Zentrum für Bildungs-, Unterrichts, Schul- und Sozialisationsforschung“ finanziert, zeichnet sich also dadurch aus, nutzlos zu sein, denn sie kann und will nicht an Nützlichkeitsmaßstäben gemessen werden. Und als wäre das nicht schon genug der ministerialen Dummheit, setzt Alheit noch einen faux pas auf den bereits gelandeten und attestiert der Universität Flensburg, dass das neue und nutzlose Zentrum in das „Profil der Universität“ passe.

Double facepalmDas Gesetz der Transitivität besagt, dass wenn B aus A folgt und C aus B, C auch aus A folgen muss. Transitivität führt also dazu, dass dann, wenn das neue Zentrum nutzlos ist und gut in das Profil der Universität Flensburg passt, auch die Universität nutzlos sein muss. Nicht nur die jährlich 50.000 Euro für das neue Zentrum werden also verschleudert, die gesamte Universität Flensburg ist eine nutzlose Einrichtung – finanziert aus Landesmitteln. Das sagt die Schleswig-Ho(h)lsteiner Darstellerin des Wissenschaftsministers.

Und weil eine Dummheit selten allein bleibt, hat sich Sandra Rademacher, „Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kindheits- und Jugendforschung“ gleich auch noch zu Wort gemeldet und gesagt:

„Schule, so die allgemeine Forderung, soll Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit ermöglichen. Aber wieso wird in einer sozial ungerecht verfassten Gesellschaft ausgerechnet vom Bildungssystem erwartet, die Norm sozialer Gerechtigkeit umzusetzen? Unter anderem mit dieser Fragestellung wird Schule am ZeBUSS nicht nur als Teil des Bildungssystems Gegenstand einer wissenschaftlichen Betrachtung, sondern als eine Institution mit bestimmten Funktionen im gesellschaftlichen Ganzen.“

Nach der Transitivität folgt die Implikation, die da lautet: Schule muss ihren Versuch, Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit herzustellen, aufgeben. Da die Gesellschaft sozial ungerecht verfasst sei und die Schule eine „Institution mit bestimmten Funktionen im gesellschaftlichen Ganzen“ sei, könne man von der Schule nicht erwarten, Kriterien der Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit umzusetzen. Rademacher weiß, wovon sie spricht – oder?

Eine treffendere Beschreibung der neuen Nutzlosigkeit universitärer Einrichtungen, haben wir selten gelesen.

Universität Bremen: Von Feiglingen und Maulhelden

Man kennt es von religiösen Eiferern: Sie wollen nicht mit denen reden, die einen anderen Gott anbeten. Sie wollen die Ungläubigen am liebsten beseitigt sehen. Man kenn es von Extremisten: Sie wollen nicht mit denen reden, die einen anderen politischen Mythos anbeten. Sie wollen die Ungläubigen am liebsten beseitigt sehen. Man kennt es von Gutmenschen: Sie wollen mit denen, die ihre vermeintliche Gutheit kritisieren und in Frage stellen, nicht reden. Sie wollen die Ungläubigen am liebsten beseitigt sehen.

Man kennt es immer häufiger von Studentenvertretern, die sich im Sonderlager für studentische Aktivisten, dem AStA ansammeln: Sie wollen mit denen, die nicht ihren politischen Mythos teilen, die nicht ihren Gott anbeten oder gar daran zweifeln, dass die AStAner die besten Menschen sind, die man sich unter der Sonne vorstellen kann, nicht reden, sie am liebsten beseitigt sehen.

Woher kommt diese Angst vor anderen Meinungen? Wieso haben gerade Studenten-Aktivisten, die sich an Hochschulen herumdrücken und dort eigentlich eine Methode zum Erkenntnisgewinn erlernen sollen, keine Ideologie zur Erkenntnisverhinderung, warum haben sie so Angst davor, sich mit Menschen, die anderer Meinung sind, auseinanderzusetzen?

Wir haben in letzter Zeit mehrfach von den verschiedensten Hochschulen berichtet, an denen AStaner oder wie sich die Studenten-Aktivisten jeweils nennen, dazu aufgerufen haben, zu verhindern, dass sich Wissenschaftler zu einem Thema äußern, zu dem sie geforscht haben, zu dem sie kompetent sind, zu dem sie etwas zu sagen haben.

Das neueste Beispiel stammt von der Universität Bremen und lässt uns abermals fragen: Wovor haben die AStaner Angst?

asta-bremenWovor haben die Studenten-Aktivisten des Bremer AStA Angst, wenn Jörg Baberowski, Professor für die Geschichte Osteuropas an der Berliner Humboldt-Universität nach Bremen kommt, um dort sein neues Buch „Räume der Gewalt“ vorzustellen? Was ist so schrecklich an der Vorstellung, dem, was Baberowski zu sagen hat, zuzuhören und ihn dann, für das, was man zu kritisieren können glaubt, zu kritisieren und mit ihm zu argumentieren, oder gar zu streiten?

Offensichtlich trauen sich die AStAner an der Bremer Universität nicht zu, was Generationen von Studenten vor ihnen zu ihrer Aufgabe gemacht haben, mit ihren Professoren zu diskutieren und die Professoren zu kritisieren. Davor haben die AStAner offensichtlich Angst.

Das ist verwunderlich, haben sie doch massive Vorwürfe gegen Jörg Baberowski erhoben:

Er sei ein stumpfer Rechtspopulist.

Eine Behauptung, die die AStAner damit belegen wollen, dass Baberowski die folgende Frage gestellt hat: „Warum soll eigentlich ein Einwanderer gratis erhalten, wofür diejenigen, die schon hier sind, jahrzehntelang hart gearbeitet haben?“

Das ist eine legitime Frage und wenn man, wie die AStAner für sich eine moralische Überlegenheit, eine nicht-rechtspopulistische Überlegenheit behauptet, dann muss man in der Lage sein, diese Frage zu beantworten. Nichts sollte leichter sein als Baberowski zuzuhören und seine Frage zu beantworten: Warum sollten Einwanderer gratis erhalten, was die arbeitende Bevölkerung erarbeitet hat? Wer den Mund mit Beschuldigungen wie „Rechtspopulismus“ voll nimmt, sollte in der Lage sein, diese Frage zu beantworten, wenn er nicht in den Ruch kommen will, es ginge ihm darum, Frage und vor allem Fragende zu diskreditieren – eine Strategie, die man immer häufiger findet und die wohl aus schlechten Managementbüchern stammt. Wer sie, wie die AStAner aus Bremen anwendet, denkt wohl, sein Gegenüber würde dann, wenn seine Frage als „rechtspopulistisch“ bezeichnet wurde, vergessen, dass die Frage nicht beantwortet wurde. Dr. habil. Heike Diefenbach spricht in diesem Zusammenhang immer von apotropäischer Magie, wenn z.B. AStAner oft genug intonieren, dass eine Frage rechtspopulistisch sei, dann erwarten sie wohl, dass die Frage dadurch verschwindet.

Aus dem Satz Baberowskis „Überall, wo Bürger nicht eingebunden sind, kommt es natürlich zu Aggressionen“, konstruieren die AStAner in Bremen, dass Barberowski „Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte legitimiert und verharmlost“.

asta-bremen-aktivWenn man nicht wüsste, dass sich in studentischen Gremein wie dem AStA die Studenten sammeln, die in ihrem Studium eher mäßig erfolgreich sind, man müsste fragen: Was lernen die Studenten in Bremen eigentlich?

Offensichtlichen lernen sie weder den Unterschied zwischen einer Aussage, in der eine mögliche Ursache benannt wird und einer Legitimation noch Logik. Die Benennung einer Ursache weist auf Gründe hin und erfordert entsprechend eine kausale Anbindung: Etwas wurde getan, weil etwas anderes vorausging. Wer feststellt, dass da, wo Bürger nicht eingebunden werden, Aggressionen entstehen, tut nicht mehr und nicht weniger als die Ergebnisse sozialpsychologischer Forschung von mehreren Jahrzehnten wenn nicht mittlerweile Jahrhunderten zusammen zu fassen: Wenn Menschen der Ansicht sind, bestimmte Dinge gingen sie an und gerade in diesen Dingen wird über ihre Köpfe hinweg für sie entschieden, dann muss man sich nicht wundern, dass Widerstand entsteht, der sich, wenn die Verärgerung intensiv genug ist, auch Aggression zum Gegenstand hat.

Dass dem so ist, ist feststehendes Wissen, aber keine Legitimation. Eine Legitimation erfordert zudem, dass die Mittel, die von Menschen genutzt werden, um ihren Ärger auszudrücken, von demjenigen, der feststellt, dass es bestimmte Zusammenhänge zwischen dem Übergehen von Menschen und der Art der Mittel, mit denen sie darauf reagieren, gibt, positiv bewertet werden, in der Art: Ich finde es gut, wenn Linke Autos anzünden, die Politikern der AfD gehören. Ein solcher Satz wäre als Legitimation von Sachbeschädigung und Gewalt gegen Sachen anzusehen, was Baberowski gesagt hat, ist es nicht.

Vielmehr zeigt sich, dass die AStAner in Bremen nicht in der Lage sind, zwischen einer Beschreibung und einer Bewertung zu trennen. In ihrem Kopf ist beides offensichtlich dasselbe. Sie sind daher nicht in der Lage, die analytische Trennung durchzuführen, die Grundlage aller Wissenschaft ist, so dass man sich fragt, was sie eigentlich an einer Universität zu suchen haben oder, um einen Satz von Barberowksi abzuwandeln: Warum soll eigentlich ein AStAner von Steuerzahlern ausgehalten werden, wenn nicht einmal rudimentärste Voraussetzungen dafür, dass die entsprechenden Steuermittel nicht vergeuden werden, erfüllt sind?

Haben die AStAner in Bremen darauf eine Antwort?
Wir nicht.

Das Beste, was die AStAner Barberowski vorwerfen ist, dass er ein „Hobbe’sches Menschenbild“, also ein Hobbessches Menschenbild habe, nach dem Motto: „Der Mensch ist des Menschen Wolf.“

Leviathan.hobbesWir wollen jetzt nicht in die Philosophie von Hobbes einsteigen. Wer hier weiterführende Fragen hat, kann uns gerne eine eMail schreiben. Es sei nur soviel gesagt: Im Menschenbild von Thomas Hobbes gelten Menschen als vernunftbegabte Wesen. Weil sie Vernunft haben, sind sie in der Lage sind, das Elend des Naturzustandes, in dem jeder Mensch des Menschen Wolf sein muss, weil jeder ein Recht auf alles hat, zu überwinden und sich mit einem Gesellschaftsvertrag eine gewisse Sicherheit zu geben. Insofern ein Hobbessches Menschenbild also Vernunft in Menschen voraussetzt, kann man Hobbes an dieser Stelle und vor allem vor dem Hintergrund von Studenten-Aktivisten wie es sie in Bremen gibt, für seine optimistische Annahme der Vernunftbegabung kritisieren. Dazu muss man Hobbes jedoch gelesen haben, was die AStAner nachweislich nicht getan haben.

Und damit kommen wir zur Antwort auf die Frage, warum die AStAner lieber zum Boykott aufrufen, als dass sie sich mit denen, die sie boykottieren wollen, auseinandersetzen. Diese Antwort ist nun offenkundig: Sie sind feige, weil sie Maulhelden sind.

Studenten-Aktivisten wie die AStAner in Bremen sind zwar gut, wenn es darum geht, Vorwürfe zu erheben, die eigenen Phantasien anderen unterzuschieben und Autoren, die man nur vom Hörensagen kennt, für sich zu missbrauchen, aber mehr nicht. Sie sind Maulhelden, die es nicht riskieren können, sich auf eine offene Diskussion einzulassen, denn eine solche Diskussion würde sehr schnell zeigen, dass sie nichts zu bieten haben, außer der Empörung, die zu haben, sie sich eingeredet haben, und ihrem Glauben an die eigene Ideologie.

Studenten bezahlen den AStA mit ihren Studiengebühren. Es wird Zeit, dass Studenten ihre Studiengebühren mit der Bedingung bezahlen, dass sie nicht zur Finanzierung von AStA und sonstigen Sonderlagern für am Studium gescheiterte Existenzen benutzt werden.

Insofern geht es hier nicht in erster Linie um Redefreiheit, wie Klaus-Rüdiger Mai im Cicero schreibt. Es geht darum, denen, deren Intellekt nur dazu ausreicht, Erkenntnis zu verhindern und das für Hochschulen so wichtige offene Diskussionsklima zu vergiften, an Universitäten keinen Unterschlupf mehr zu bieten, sie von Hochschulen zu entfernen.

„Soziale Arbeit in Moscheengemeinden“: Universitäten als Handlanger von Ministerien

Das BMFSFJ hat jahrelang die Professur von Susanne Baer an der Humboldt-Universität Berlin finanziert, um mit Baer über eine Allzweckwaffe im Kampf um die Einrichtung Genderistischer Brückenköpfe an Universitäten zu verfügen. Hadmut Danisch hat diese Zusammenhänge im Detail aufgearbeitet.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert mit dem Professorinnenprogramm einerseits die Diskriminierung von Männern, andererseits die Berufung von Frauen an Universitäten, was zu einem Allzeithoch in Sozial- und Gesellschaftswissenschaften geführt hat und dazu, dass Universitäten immer mehr zu den Handlangern des Staates werden.

Ministerien schreiben Drittmittelprojekte aus, zu deren Übernahme sie Wissenschaftler einladen, wobei die Einladung darin besteht, einer festen Vorgabe zu folgen und zu entsprechenden Ergebnissen zu kommen. Entsprechende Angebote wurden von Dr. habil. Heike Diefenbach wiederholt abgelehnt.

Universität Osnabrück BMBFUnd jetzt finanziert das Ministerium für Bildung und Forschung bereits eigene Studiengänge an Universitäten: 2,9 Millionen werden an die Universität Osnabrück geschoben, um dort einen Studiengang zur „Sozialen Arbeit in Moscheengemeinden“ zu begründen. Und das unglaubliche daran, in Osnabrück freut man sich darüber, von einem Ministerium gekauft worden zu sein:

“ »Dies ist nicht allein ein großer Erfolg für die Universität Osnabrück, sondern es unterstreicht einmal mehr, inwieweit unser Institut für Islamische Theologie sich bundesweit einen herausragenden Namen erarbeitet hat«, erklärt Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke.“

Professoren freuen sich also nicht mehr darüber, Wertschätzung von Fachkollegen zu erfahren, mit ihren Arbeiten zitiert zu werden oder mit ihrer Forschung neue Ergebnisse bereitzustellen, auf denen andere Forscher aufbauen, nein, sie freuen sich darüber, zum Kostgänger eines Ministeriums geworden zu sein. Für heutige Professoren ist es eine Auszeichnung, wenn ihnen bestätigt wird, dass in öffentlicher Wahrnehmung ihre Arbeit so sehr im Zeitgeist liegt, dass sie von einem Ministerium für Bildung und Forschung, das bekannt dafür ist, einem sehr retardierten Zeitgeist aus der Zeit der Suffragetten zum Ende des 19. Jahrhundert anzuhängen, bezahlt werden.

Nun sind die 2,9 Millionen Euro aus dem Bundesministerium nicht die ersten Millionen, die nach Osnabrück fließen, sondern die Folgefinanzierung, die auf 3,3 Millionen Euro folgt, die von 2011 bis 2016 bereits nach Osnabrück geflossen sind. In Osnabrück hängt man nicht nur am Tropf, in Osnabrück lebt, wie es scheint, ein ganz armer Tropf, der sich darüber freut „seine Hausaufgaben“ gemacht zu haben und weil er „seine Hausaufgaben“ gemacht hat, erhält er vom Bundesministerium für Bildung und Forschung weitere 2,9 Millionen Euro, damit er auch weiterhin seine Hausaufgaben wie ein braver und guter Schüler des Ministeriums macht.

Was hat das mit Wissenschaft zu tun?
Weiß das jemand?

Die 2,9 Millionen gibt es für den neuen Studiengang „Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft“ [wahlweise soziale Arbeit in Moscheengemeinden] sowie für eine Postdoc Gruppe, damit die soziale Arbeit nicht nur der Migrations-, sondern auch der Osnabrücker Universitätsgesellschaft zugute kommt. Und natürlich gibt es keine Zweifel, dass die Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft, also in Moscheengemeinden, wichtig ist, sehr wichtig, immens wichtig, 2,9 Millionen Euro wichtig:

“Prof. Ucar erklärt, warum Soziale Arbeit im muslimischen Umfeld durch eine akademische Ausbildung professionalisiert werden muss: »Der Mangel an ausgebildetem Personal führt in den klassischen Handlungsfeldern der Wohlfahrtspflege dazu, dass die öffentliche Hand keine Zuschüsse gewährt, da die üblichen Anforderungen, die unter anderem im Sozialgesetzbuch festgelegt sind, nicht erreicht werden.«“

Derzeit finanziert also niemand die soziale Arbeit in Moscheengemeinden, weil es keinen Studiengang zur sozialen Arbeit in Moscheengemeinden gibt. Gibt es den Studiengang folgt die Finanzierung von selbst. Wenigstens ist er ehrlich, der Prof. Ucar und sagt erst gar nicht, dass es um die besondere Sorge um muslimische Moscheengemeinden Einwohner geht, sondern darum, Stellen für Sozialarbeiter zu schaffen, die von sich behaupten, dass sie eine besondere Sorge um die Einwohner, irgendwelche Einwohner von Moscheengemeinden treibe.

Welchen Zweck und welchen Nutzen hat also der neue Studiengang?

Zweck: Zugang zu öffentlicher Finanzierung schaffen, um Absolventen zu versorgen. Nutzen: Die Versorgung von Absolventen.

Die Kosten tragen die Steuerzahler, die ansonsten keinerlei Nutzen von der sozialarbeiterischen Erfassung von Moscheengemeinden haben, jedenfalls keinen, den man angeben kann.


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Fast deutschlandlos: Top-10 der Europäischen Universitäten

Die europäischen Top-10 der Universitäten, sie sind sich fast ausnahmslos im Vereinigten Königreich zu finden. Dieses für kontinentaleuropäische Universitäten wenig schmeichelhafte Ergebnis steht am Ende des neuen World University Rankings 2015-2016.

Mit der Ludwig-Maximilian Universitäten in München schafft es genau eine deutsche Universität unter die Top-10 des World University Rankings, und zwar genau auf Platz 10.

Nun wird es sicher diejenigen geben, die fragen: Was soll ich mit diesem Ranking? Bestimmt sind die Ergebnisse nicht aussagekräftigt.

Im Fall des World University Rankings ist diese Sorge nicht gerechtfertigt, wie ein Blick auf die ausgefeilte Methodologie zeigt. In das Gesamtranking fließen fünf Bereiche ein:

  • Qualität der Lehre;
  • Qualität der Forschung;
  • Einfluss auf die Wissenschaft;
  • Internationale Aufstellung;
  • Finanzierung aus der Wirtschaft; Das gilt in normalen Ländern als ein Qualitätsmerkmal, da Unternehmen ihr Geld nicht für Unsinn wie Genderforschung aus dem Fenster werfen. Vielmehr wollen Unternehmen einen Mehrwert generieren, also kann man davon ausgehen, dass sie vornehmlich Projekte und Forschung fördern, von der ein Mehrwert ausgehen kann/wird/soll.

Die fünf Bereiche werden über eine Vielzahl von Indikatoren erhoben, z.B:

  • Qualität der Lehre:
    • Erhebung der Wahrnehmung der Reputation der Lehre an einer Universität;
    • Verhältnis von akademischen Mitarbeitern zu Studenten;
    • Verhältnis von abgeschlossenen Dissertationen zu Bachelorabschlüssen;
    • Verhältnis der verliehenen Doktortitel zur Anzahl der akademischen Mitarbeiter;
    • Institutionelles Einkommen pro akademischem Mitarbeiter;
  • Qualität der Forschung
    • Erhebung der Wahrnehmung der Reputation der Forschung an einer Universität;
    • Einkommen aus Forschungstätigkeit per akademischem Mitarbeiter;
    • Anzahl der Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften, die aus Forschungsprojekten resultieren;
  • Einfluss auf die Wissenschaft;
    • Untersuchung der Häufigkeit, mit der wissenschaftliche Arbeiten von akademischen Mitarbeitern einer Universität zitiert werden;
  • Internationale Aufstellung;
    • Verhältnis ausländischer zu inländischen Studenten;
    • Verhältnis ausländischer zu inländischen akademischen Mitarbeitern;
    • Anzahl der Beteiligungen an internationalen Projekten;
  • Finanzierung aus der Wirtschaft;
    • Wissenstransfer von Universitäten in die Wirtschaft, d.h. Menge der verwertbaren Forschung, die in der Wirtschaft zu Innovationen oder Verbesserungen führt;
    • Höhe der Finanzierung aus der Wirtschaft für Projekte oder Maschinen pro akademischem Mitarbeiter;

Gemessen an diesen Indikatoren schafft es nur die LMU unter die ersten 10 Universitäten Europas. Dagegen haben 7 der 10 besten europäischen Universitäten ihren Sitz im Vereinigten Königreich.

Nach Angaben der OECD werden deutsche Universitäten zu 85,9% aus öffentlichen Töpfen, 14,1% aus privater Hand finanziert. Im Vereinigten Königreich werden Universitäten nur zu 56,9% aus öffentlichen Mitteln und zu 43,1% aus privaten Mitteln finanziert. Möglicherweise erklärt dies den Leistungsunterschied zwischen deutschen und britischen Universitäten, denn an privaten Universitäten wird kein Geld verschwendet werden, um Unsinn wie Gender Studies oder andere ideologische Marotten, die keinerlei Nutzen für die Gesellschaft erbringen, auszuleben.

Für alle, die es interessiert: Die ideologischen Hochburgen Marburg und Kassel finden sich nicht unter den Top-200 der europäischen Universitäten

 

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