Eine anti-Jungen Kultur? Ritalin gegen individuelle Freiheit

Wenn man sich wiederholt mit den unterschiedlichsten Themen, die Jungen betreffen, beschäftigt, dann kann man nicht anders als eine Hypothese wie die folgende zu formulieren: Die staatsfeministische Kultur in Deutschland wirkt sich in vielen Bereichen des Lebens zum Schaden von Jungen und schädlich auf die davon betroffenen Jungen aus.

Wissenschaft beginnt mit Hypothesen wie der vorliegenden und der Prozess von Wissenschaft besteht darin, empirische Daten zu suchen, um die Hypothese zu bestätigen oder um sie zu falsifizieren. Zu eben diesem Zweck will ich die Hypothese etwas verfeinern und in zwei Teilhypothesen aufgliedern:

  1. Die staatsfeministische Kultur, mit der Jungen im Kindes- und Jugendalter konfrontiert sind, duldet keine Abweichung von der Vorgabe dessen, was nach staatsfeministischer Ansicht richtig und gut ist.
  2. Ein Maß, das häufig Anwendung findet, um Abweichung vom “staatsfeminitisch Richtigen bzw. Guten” zu bestimmen und zu sanktionieren, trägt die Bezeichnung “sozial-emotionale Störung”.

Sozial-emotionale Störungen sind die häufigste Ursache dafür, (nicht nur, aber vornehmlich) Jungen von der Schule zurückzustellen, und sie sind die schwächste Begründung, die man für einen derartig tiefen Einschnitt in und die damit verbundenen Folgen für das Leben von Jungen überhaupt geben kann.

Sozial-emotionale Störungen sind die häufigste Ursache dafür, Jungen nach ihrer Einschulung auf eine Sonderschule abzuschieben, und sie sind die schwächste Begründung, die man für einen deratig tiefen Einschnitt in und die damit verbundenen Folgen für das Leben von Jungen überhaupt geben kann (Kottmann, 2006).

Sozial-emotionale Störungen sind die häufigste Ursache dafür, Jungen zu pathologisieren und ihnen eine Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung zu attestieren, eine Diagnose, die auf Kriterien basiert, die man nur als weich bezeichnen kann und die zur nachfolgenden Behandlung mit Psychopharmaka (z.B.: Ritalin) in keinem Verhältnis stehen.

Als sozial-emotional gestört gilt ein Kind, wenn es zu Hause oder im Kindergarten den Anweisungen von Eltern oder Kindergartenpersonal nicht Folge leistet oder sich häufig mit anderen Kindern “prügelt”. Oder ein Kind hat die Möglichkeit, sich als sozial oder emotional gestört zu qualifizieren, wenn es häufig von anderen Kindern gehänselt wird und vor anderen Kindern Angst hat (Horstschräer & Muehler, 2010, S.22). Eine weitere Möglichkeit, den psychiatrischen Tatbestand einer sozial-emotionalen Entwicklungsstörung zu erfüllen, besteht darin, sich leicht ablenken zu lassen und nervös oder zappelig zu sein. Geben Eltern oder Kindergärtnerinnen oder Lehrer an, ein Kind lasse sich leicht ablenken und sei zappelig, dann haben sie ihm damit ADHS, also eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) so gut wie attestiert.

Die Geschwindigkeit, mit der man in Deutschland als Junge als “sozial-emotional” gestört eingestuft werden kann, nimmt über die letzten Jahre in erschreckendem Maße zu, wie ich am Beispiel von ADHS in diesem post zeigen will. Um die Brisanz dieser Zunahme einschätzen zu können, ist es wichtig, zunächst einen Blick auf die Kriterien zu werfen, die zur Diagnose von ADHS genutzt werden und die alles andere als differenziert und objektiv sind. Die entsprechende Einstufung eines Kindes, d.h. in rund 82% der Fälle (Basis: Zahlen von 2010) von Jungen, basiert auf dem in der folgenden Tabelle zusammengestellten Schema. Wer, wenn man so will, eine entsprechende “Punktezahl” im Urteil von Psychologen, Eltern oder Lehrern erreicht, hat seine Einstufung als ADHS-Erkrankter gesichert.

Klassifikation nach ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation)
G1: Unaufmerksamkeit
  1. … sind häufige unaufmerksam gegenüber Details, Sorgfaltsfehler bei den Schularbeiten oder sonstigen Arbeiten oder Aktivitäten;
  2. … sind häufig nicht in der Lage, die Aufmerksamkeit bei Aufgaben und beim Spielen aufrecht zu erhalten;
  3. … hören scheinbar nicht, was ihnen gesagt wird;
  4. … können oft Erklärungen nicht folgen oder ihre Schularbeiten, Aufgaben oder Pflichten am Arbeitsplatz nicht erfüllen;
  5. … sind häufig beeinträchtigt, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren;
  6. … vermeiden häufig ungeliebte Arbeiten, wie Hausaufgaben, die geistiges Durchhaltevermögen erfordern;
  7. … verlieren häufig Gegenstände, die für bestimmte Aufgaben wichtig sind, z.B. Bleistifte; Bücher, Spielsachen und Werkzeuge;
  8. … werden häufig von externen Stimuli abgelenkt;
  9. … sind im Verlauf der alltäglichen Aktivitäten oft vergesslich;
AHDS: Mindestens 6 Monate lang mindestens 6 der Symptome in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht angemessenen Ausmaß;
G2: Überaktivität
  1. … fuchteln häufig mit Händen und Füßen oder winden sich auf den Sitzen;
  2. … verlassen Ihren Platz im Klassenraum oder in anderen Situationen, in denen sitzen bleiben erwartet wird;
  3. .. laufen häufig herum oder klettern exzessiv in Situationen, in denen dies unpassend ist …;
  4. … sind häufig unnötig laut beim Spielen oder haben Schwierigkeiten mit leisen Freizeitbeschäftigungen;
  5. … zeigen ein anhaltendes Muster exzessiver motorischer Aktivitäten, die durch den sozialen Kontext oder Verbote nicht durchgreifend beeinflussbar sind.
ADHS: Mindestens 6 Monate lang 3 der Symptome, in einem mit dem Entwicklungsstand der Kinder nicht zu vereinbarenden Ausmaß
G3: Impulsivität
  1. … platzen häufig mit der Antwort heraus, bevor die Frage beendet ist;
  2. … können häufig nicht in einer Reihe warten oder warten, bis sie bei Spielen oder in Gruppensituationen an die Reihe kommt;
  3. … unterbrechen und stören andere häufig;
  4. … reden häufig und exzessiv ohne angemessen auf soziale Beschränkungen zu reagieren;
ADHS: Mindestens 6 Monate lang mindestens eines der Symptome in einem mit dem Entwicklungsstand der Kinder nicht zu vereinbarenden Ausmaß
ADHS Diagnose basiert auf folgenden Kriterien

  1. G1 bis G3 wie dargestellt;
  2. Beginn der Störung vor dem 7. Lebensjahr
  3. Die Kriterien sollen in mehr als einer Situation erfüllt sein (Schule, Klinik, zu Hause);
  4. Deutliches Leid durch G1 bis G3 oder Beeinträchtigung der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsfähigkeit;

Es fällt auf, dass die Diagnose “ADHS” vollständig auf Einschätzungen darüber basiert, was ein mit einem erreichten Entwicklungsstand zu vereinbarendes und nicht zu vereinbarerndes Verhalten  ist, was “häufig” ist, was “exzessiv” ist, was “angemessen” ist, kurz: die Diagnose von ADHS basiert, wie Roggensack (2012, S.15), das in ihrem Buch thematisiert hat, auf einer sozialen Übereinkunft darüber, welche Ausprägungen ein korrektes Verhalten annehmen soll und welche es nicht annehmen darf. Es ist an dieser Stelle, dass die genderistische Propaganda über die Jungen-Machos, die sich in nicht-adäquater Weise in der Schule benehmen, die sich nicht an die Vorgaben, die ihnen mit Blick auf ihr Verhalten gemacht werden, anpassen wollen, z.B. weil sie als Jungen sich in ihrem Verhalten von Mädchen unterscheiden wollen, es hier, dass die Pathologisierung von Verhaltensweisen von Jungen ihren Ausgangspunkt nimmt.

Und wie die folgende Abbildung zeigt, ist die Pathologisierung von Jungen als ADHS-Kind massiv auf dem Vormarsch. Betrachtet man die Anzahl der Jungen, die in Krankenhäusern mit ADHS diagnostiziert wurden, dann ist deren Zahl von 3758 im Jahre 2000 (85,6% aller ADHS-Diagnosen in Krankenhäusern) auf 7368 im Jahre 2010 gestiegen (82,4% aller ADHS-Diagnosen in Krankenhäusern). Die in der Abbildung dargestellten Steigerungsraten sprechen eine deutliche Sprache.

Wenn Diagnosen in der Weise ansteigen, wie es die Abbildung zeigt, dann stellt sich die Frage nach den Ursachen für diesen Anstieg. Im Falle von ADHS kann der Anstieg in den Diagnosen einen tatsächlichen Anstieg von ADHS widerspiegeln, es kann auch sein, dass die Anzahl der Diagnosen, nicht aber die Anzahl von ADHS-Kindern zunimmt. Gerade bei Diagnosen wie der auf ADHS, die auf den weichen und subjektiven Kriterien basiert, die oben genannt wurden, liegt der Verdacht nahe, dass soziale Einflussfaktoren, dass das gesellschaftliche Klima, dass das staatsfeministische Bemühen, Jungen zu Mädchen umzuerziehen, einen Effekt auf die Anzahl der diagnostizierten Fälle von ADHS hat.

Im Fall von ADHS kommt erschwerend eine Konsequenz der Diagnose hinzu, denn obwohl die Diagnose auf wackeligen subjektive Füssen steht und obwohl es bislang nicht gelungen ist, einen biologischen Marker für ADHS zu finden, d.h. mit klinischen Untersuchungen einen eindeutigen Nachweis für ADHS zu erbringen, etwa in der Art, in der man Krebs nachweisen kann, wird auf ADHS mit schweren Geschützen, und in zunehmendem Maße wie die folgende Abbildung zeigt, mit Psychopharmaka geschossen. Dies ist ein Unterfangen, das in höchstem Maße ethisch problematisch ist, denn es geht um nicht mehr und nicht weniger als darum, Kinder, in der Mehrzahl Jungen, zu einem Verhalten durch die Gabe von Methylphenidat (Ritalin) um zu programmieren und somit eine Verhaltensänderung herbeizuführen, auf die die betroffenen Kinder keinerlei Einfluss haben, gegen die sie sich nicht zu Wehr setzen können. Was die verschreibenden Ärzte wohl dazu sagen würden, wenn man sie täglich unter die Wirkung von Barbituraten setzen würde, um sie an einem allzu schnellen Verschreiben von Ritalin zu hindern? Oder was wohl Lehrer sagen würden, wenn man sie täglich unter Beruhigungsmittel setzt, damit sie die “Lebhaftigkeit” ihrer Schüler besser ertragen?

Quelle: ManMed

Es soll nicht bestritten werden, dass es schwierige Kinder gibt, Kinder, die einem massiv auf die Nerven gehen können. Es soll allerdings bestritten werden, dass es eine Lösung für dieses Problem darstellt, die entsprechenden Kinder zu pathologisieren, ihnen ein Handicap mit auf den Weg ins schulische und berufliche Leben zu geben, sie ihrer Willensfreiheit zu berauben und ihnen Psychopharmaka zu verabreichen, deren Wirkung sie nicht absehen können. Es ist schon verwunderlich, dass in der kinderliebenden staatsfeministischen Kultur Deutschlands, in der der Verweis auf “Kinder” immer dazu gut ist, Steuergelder “für” Kinder loszueisen, eine große Anzahl von Jungen ohne mit der Wimper zu zucken, ihrer Individualrechte beraubt werden, und es ist umso erstaunlicher, dass dies in einer Kultur geschieht, die die Beschneidung von Jungen mit eben dem Verweis auf die nämlichen Individualrechte ablehnt.

Literatur:

Horstschräer, Julia & Muehler, Grit (2010). School Entrance Recommendation: A Question of Age or Development?

Kottmann, Brigitte (2006). Selektion in die Sonderschule. Das Verfahren zur Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf als Gegenstand empirischer Forschung. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt.

Roggensack, Claudia (2012). Mythos ADHS. Konstruktion einer Krankheit durch die monodisziplinäre Gesundheitsforschung. Heidelberg: Carl Auer Verlag.

Bildnachweis:
Caleb Marsh

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17 Responses to Eine anti-Jungen Kultur? Ritalin gegen individuelle Freiheit

  1. A. Behrens says:

    Die x-Achse im Graphen ist IMO falsch beschriftet. Ich vermute das das schon in der Quelle so war?

    • Wieso soll die x-Achse falsch beschriftet sein? Jetzt habe ich extra eine Lesehilfe eingefügt, damit verstänlich ist, wie die Abbildung zu lesen ist…wieder nichts.

      • M. says:

        Ist mir zuerst auch nicht aufgefallen, aber rechts steht das Jahr 2000 und links steht 2010.

        “dass dies in einer Kultur geschieht, die die Beschneidung von Jungen mit eben dem Verweis auf die nämlichen Individualrechte ablehnt.”

        Die Politiker des Bundestages haben die Beschneidung von Jungen bei religiösen Hintergründen ja erlaubt. Insofern interessieren Poltikern sich einen Sch… für die Individualrechte von Jungen.

      • jck5000 says:

        Ganz ehrlich, wenn es einen Preis für die irritierendste Grafik des Jahres gäbe, hätten Sie ihn mit dieser wahrscheinlich verdient. Begründung:

        (1) Es ist eine Liniengrafik. Ich erwarte daher eine Zeitreihe, und keine reverse solche, was, so denke ich, A. Behrens kritisiert.

        (2) Sie geben Steigerungsraten an. Ich erwarte daher, dass in jedem Jahr n die Steigerung n n-1 aufgezeigt ist. Tun Sie auch nicht.

        Aber: Den Preis für die kreativste Grafik bekämen Sie auch.

        Um konstruktiv zu sein, hier der Gegenvorschlag: Eine (chronologisch “richtigrum-e”) Balkengrafik mit einer kumulativen Sekundärachse wäre wahrscheinlich deutlich verständlicher.

    • Michael says:

      Der Graph soll zeigen, wie aus Sicht der aktuellen Datenlage (2010) die Verschreibunsrate erhöht hat. Man schaut auf 2005 und liest Steigerung von 2005 nach 2010 von 25%.

      2010/2000 knapp 200%, eha!

      • A. Behrens says:

        Ja, ich habe die Grafik nun verstanden. 🙂

        und wie jck5000 schrieb. Die Grafik ist kreativ.

        Warum nicht auf der x-Achse eine eine Zeitreihe von 2000..2010, dazu pro Jahr die absoluten Verschreibungen. Die Steigung kann man dann direkt an der Steigung des Graphen ablesen.

  2. Maik says:

    Doug Stanhope bringt es auf den Punkt, etwas derb aber gut.



    “ITS NOT ADD, I’M THINKING!”

  3. jck5000 says:

    Ich habe zu ADHS eine sehr zwiespältige Meinung: Es mag ja sein, dass das tatsächlich eine behandlungsbedürftige Krankheit ist, aber die unter G3 aufgezählten Punkte lege ich selbst auch an den Tag, aber ich bin ja schon erwachsen und kann deswegen kein ADHS mehr haben!?

    Aber abgesehen davon, dass ich mir (offensichtlich) dringend eine Packung Ritalin besorgen sollte, stellt sich mir die Frage, ob ADHS nicht vielmehr die Faulheit und Intoleranz “normierter” Menschen darstellt – unabhängig vom Geschlecht. Dass die Feministen zur Zeit das “Normal” definieren – und Ihre gesamte Argumentation -, bestätigt das sogar, würde aber ein tiefgreifenderes Problem bedeuten.

    Dieses Problem liegt darin, dass mit einer solchen Doktrin jeder, der nicht dem Durchschnitt (mit einer marginalen Toleranz) entspricht, auf irgendeine Art und Weise “angepasst” werden muss. Der Vorteil liegt natürlich darin, dass die faulen, intoleranten “Normalen” so ein einfacheres Leben haben. Der Nachteil trifft nur alle anderen, die – mit der gleichen Doktrin – als “behandlungsbedürftig” eingestuft werden. Mao hat dieses Problem relativ einfach gelöst: Wenn jemand überdurchschnittlich gut Klavier spielen konnte, brach man ihm einfach die Hände. Und heute scheint das nicht anders zu sein: Wenn wenn jemand eine Frage beantworten kann, bevor sie zu Ende gestellt ist (G3-1), gibt man ihm Psychopharmaka.


    Weiterführender Lesetipp: Was passiert, wenn man Kindern Quark ohne jeglichen Realitätsbezug einzutrichtern versucht: http://bit.ly/KZwEs7 – ausnahmsweise bei Wikipedia neutral und kurz: http://bit.ly/M1Yogp (Oder: Warum dümmliches Faktenlernen wirklich Quark ist – und: Warum Verhaltenslernen zu totalem Quark führt) [Ich sehe da durchaus eine Parallele zu Ihrem sehr gelungenen Beitrag]

    • A. Behrens says:

      Zitat: “aber die unter G3 aufgezählten Punkte lege ich selbst auch an den Tag, aber ich bin ja schon erwachsen und kann deswegen kein ADHS mehr haben!? ”

      Zunächst: Ja, man kann auch als Erwachsener ADHS haben.

      Was ich an der Aufstellung allerdings eher erschreckend finde: Man müsste nach dieser Aufstellung pauschal die erste und zweite Klasse an der Schule meines Jüngsten unter Ritalin setzen. Alle Jungs auf jeden Fall und auch einen Großteil der Mädchen.

      Wenn man dann aber mal näher hinguckt, dann handelt es sich um ganz normale Kinder. In diesem Alter sind Kinder laut, impulsiv, unruhig und haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. So what…

  4. Wenn ich, Jg. 1947, mir die angegebenen Symptome ansehe, könnte ich mir ohne zu zögern rückwirkend die Diagnose geben. Habe sie aber damals nicht bekommen. Bin wegen Unaufmerksamkeit oder Vergesslichkeit oder wegen sonstiger Schwächen nicht zum Arzt geschickt worden. Die Schule in Zusammenwirken mit Elternhaus und Kindergarten haben folterhaft und mit Androhung wie Umsetzung von Strafen daran gewirkt, alles zu erzwingen oder es zumindest zu versuchen.
    Ab Berufsausbildung kamen diverse psychosomatische Störungen hinzu, eine Phase Alkoholismus und eine schleichend sich verstärkende Depression bis zur Suizidentscheidung 1987. 10 Jahre später konkrete Diagnose “Depression, mittelschwer” nach burnout. Ende der beruflichen Tätigkeit. Frührentner mit 50.

    Und ich bin, wenn ich mein Umfeld ansehe, kein Einzelfall. Nur die Verläufe sind – entsprechend der verschiedenen Individuen – unterschiedlich. Außer Depression auch Selbstmord, Herzinfarkt, Krebs, Hirntumor, Schizophrenie, usw. usw.

    Die statistischen Kurven sind eindeutig. Nur die tieferen Ursachen und Zusammenhänge können die typischen, nicht ganzheitlich wahrnehmenden / denkenden, Wissenschaftler nicht erkennen. Weil sie, wie die große, große Mehrheit der Menschen der zivilisierten Gesellschaft von einer pandemischen Störung im Bereich von Seele / Bewußtsein schwer beeinträchtigt sind:
    Kollektive Zivilisations-Neurose ist der Name, den ich dieser Störung gegeben habe. Denn 1991, als ich diese Störung bei mir selbst und dann auch bei der Mehrheit der anderen erkannte, fand ich in der Literatur etliche verschiedene Namen für dieses Phänomen. Ich konnte damals nicht eindeutig feststellen, ob “Kollektive Neurose” der am meisten verwendete Begriff war. Ich wollte mich auch nicht nur in die Erforschung DIESES Teils des Phänomens vertiefen, sondern die von mir gleichfalls erkannte LÖSUNG ins Gespräch und unter die Menschen bringen, die Möglichkeit der grundlegenden, nachhaltigen, natürlichen, ganzheitlichen HEILUNG. Ohne Medikamente, ohne schulmedizinische Eingriffe. “Einfach” durch entsprechende Weiterentwicklung im Bereich von Seele / Bewußtsein / Persönlichkeit.
    Ich nannte / nenne das SELBST-Entwicklung.
    Das ist doppelsinnig: Es geht um das – höhere, wahre – Selbst UND: man muß das selbst tun.

    Die steigenden Kurven finden wir nicht nur bei “AD(H)S”, sondern – zum Teil noch deutlicher bzw. früher einsetzend – bei zahlreichen anderen psychischen / psychosomatischen Störungen und darüberhinaus auch bei etlichen gesundheitlichen Störungen, die nicht zu den psychisch bedingten / mitverursachten gezählt werden.

    Und der Grund ist ganz “einfach”, dass die zivilisierte Gesellschaft an einer Art kollektiver “Immunschwäche” leidet, deren Ursache in einem Bereich liegt, den die Wissenschaft nicht erkennen will oder nicht kann. Denn die Ursache liegt im FEINstofflichen Bereich, mit dem die Wissenschaft sich traditionsgemäß – ganz konkret nach René Descartes & Co. – nicht befaßt. Es ist der Bereich des höheren Bewußtseins – oberhalb von “Niederem Selbst” / “Ego” -; der Bereich des schöpferischen Bewußtseins, der universellen Energie / “Lebens-Energie”.

    Schulmediziner sprechen gelegentlich von “Spontanheilung” oder “Selbstheilung(skraft”, aber vermeiden es tunlichst / peinlichst, solches genauer zu ergründen. Man nutzt die “Placebo-Wirkung”, aber geht ihrer Herkunft nicht nach. Jedenfalls sieht es so aus – daß die Schulmediziner das nicht tun. Obwohl andererseits die Atom- / Quantenphysiker dem Phänomen schon sehr viel näher gekommen sind. Die haben schon vor einiger Zeit festgestellt, dass ein Bewußtsein Einfluß nimmt auf die kleinsten Bausteinchen des Universums und sie zu etwas veranlassen kann.

    Und DAS wird – wenn auch zum Teil in anderen Worten / Begriffen – schon in uralten Schriften gesagt. Spirituelle – also zum höheren Bewußtsein aufgestiegene – Menschen beziehen die Informationen aus dem universellen – “allwissenden” – Bewußtsein. Dabei besteht allerdings nicht das Risiko der Informations-Überflutung, denn unter dem Dach der bedingungslosen Liebe des göttlichen (Bewußt-)Seins fließen nur die erwünschten / relevanten Informationen, die zur Vervollständigung des zutreffenden Weltbildes wichtig sind. Eine unglaublich WEISE Einrichtung!

    “Wissenschaft ohne (höheres) Bewußtsein ist der Ruin der Seele”. (Rabelais)

    Und das ist genau das, was wir derzeit haben / sind. Und es wird uns umbringen, ausrotten, aussterben lassen.

    Die “Kollektive Zivilisations-Neurose” vermehrt sich – unerkennbar, nicht wahrnehmbar, für ca.
    99,9 bis 99,9999% der Menschen der zivilisierten Gesellschaft – mit der Dynamik biologischen Wachstums, also in Richtung exponentielles Wachstum. Immer wieder. Unterbrochen nur durch vor allem KOLLEKTIVE Dekompensationen (“Kollektive Psychosen”. C.G. Jung). Die Zeit 1933-45 wurde auch so genannt.

    Im Zuge der Globalisierung geht aber die globale Kollektive Neurose in eine global-kollektive Psychose über. Die Grenzen sind zunehmend fließend und in manchen Gebieten schon nicht mehr zu trennen.

    Seit 1992 bin ich mit meiner Initiative AKTION MENSCH UMWELT ZUKUNFT (AMUZ) bestrebt, über die Kollektive (Zivilisations-)Neurose und die gegebene Möglichkeit der natürlichen Heilung aufzuklären. Leider gibt es nur begrenzt andere Institutionen / Personen, die mich darin unterstützen. Die meisten etablierten / großen Institutionen wenden sich – verständlicherweise – ab. Krankheitsbedingt.

    Leider gibt es auch Bestrebungen, der Probleme der zivilisierten Gesellschaft auf ANDERE Weise Herr zu werden. Und zwar durch politische, militärische, chemische, biologische, pharmazeutische oder IT-technologische Eingriffe. Das entspricht natürlich dem krankhaft begrenzten rationalen Denken der “Verantwortlichen” in Politik und anderswo. Aber es ist keine HEILUNG. Es bringt nicht die URSACHE zum Veschwinden, sondern nur die SYMPTOME. Das ist genau die – falsche, kranke – Art des Denkens und der Handlungsweise, wie wir sie derzeit überall in der Schulmedizin finden.
    Ich bin seit 1987 mit dem Thema “Psyche” / “Psychiatrie” konfrontiert und seit 1994 in der Selbsthilfebewegung in diesem Bereich ehrenamtlich engagiert – viele Jahre als Redakteur einer Zeitschrift und sprecher eines Interessenverbandes – und kenne die “Szene” sehr gut und weiß – und beileibe nicht als einziger!! – was da “gespielt” wird!

    Die gesündesten Menschen, die wir – noch – in dieser kranken Gesellschaft haben, werden von Psychiatern zu “schwer psychisch Kranken” umdeklariert und der “Psychiatrisierung” (und all ihren schlimmen Nebenwirkungen und Folgen – die ich hier nicht alle aufzählen will) incl. des frühzeitigen Todes preisgegeben.
    Die jetzt real existierende Psychiatrie ist – noch immer oder schon wieder – federführend tätig in einem “schleichenden Völkermord / Genozid”, einem “Holocaust” solcher Menschen, die aus Sicht der irren Psychiater “nicht normal” sind.

    Wir alle auf diesem Planeten befinden uns derzeit in der Gewalt einer Bande schwer neurotisch verwahrloster Kinder. (Christa Meves: “Manipulierte Maßlosigkeit”). Welche konkreten Diagnosen da an der “Spitze” stehen und die Fäden ziehen: Darüber kann man nur mutmaßen. Aber das spielt nicht die erste Rolle. Ob das die ca. 4% Soziopathen sind, die wir nach wissenschaftlicher Veröffentlichung in der Gesellschaft haben oder andere seelisch Gestörte, ist unerheblich. Erheblich ist, dass das KRANKE, das IRRE, herrscht – und die “Richtlinien der Politik” vorgibt.

    Das, was die zivilisierte Gesellschaft 1933-1945 erlebte, ist nicht mit dem Ende des politischen Systems von damals verschwunden oder erledigt oder “geheilt”!
    “Der Schoß, aus dem DAS kroch, ist fruchtbar noch!”

    • Zett says:

      Sorry, aber das hört sich für mich nach kompletten (mal wieder esoterischen) Unsinn an…

      Meine Antwort auf ein paar Absätze:

      “Schulmediziner sprechen gelegentlich von “Spontanheilung” oder “Selbstheilung(skraft”, aber vermeiden es tunlichst / peinlichst, solches genauer zu ergründen.”
      Das ist ein immer wieder wiederholtes Vorurteil und schlicht falsch. Was hast du gegen “Schulmediziner”, dir sind Medizinmänner offensichtlich lieber?! Oder Außenseitermedizin aus dem 16. Jahrhundert?! Aderlass und so…

      “Und der Grund ist ganz “einfach”, dass die zivilisierte Gesellschaft an einer Art kollektiver “Immunschwäche” leidet, deren Ursache in einem Bereich liegt, den die Wissenschaft nicht erkennen will oder nicht kann.”
      Nicht jammern, selbst machen: mach dich ‘ran und erforsch das. Mit wissenschaftlichen Methoden. Wenn du das mit esoterischen Methoden machst, ist es halt keine Wissenschaft. Ganz einfach.

      “Die meisten etablierten / großen Institutionen wenden sich – verständlicherweise – ab. Krankheitsbedingt.”
      Krankheitsbedingt 🙂 Der ist gut. Meine Antwort ist “vernunftbedingt”. Unfug ist eben Unfug. Oder dir geht es wie Wonko in “So Long and Thanks for All the Fish”. Der einzig Vernünftige im Universum, das bis auf sein Haus ein Asylum mit Irren ist 🙂

      /Zett

  5. Soziologe says:

    Kriterien = Unterschichtenhabitus!

    Der Blogeintrag skizziert eine Hypothese, welche ich ebenfalls schon öfters für sehr wahrscheinlich gehalten habe.
    Besonders der Verstoß gegen „soziale Normen“ wird als Kriterium genannt – neben der Unterdrückung männlicher sowohl biologisch als auch traditionell-kulturell begründeter Wesenszüge erkennt man vor allem eines:
    Die Verurteilung und Stigmatisierung von typischem Unterschichtenverhalten – vorgeblich kulturlos und alles andere als den guten (vor allem: gutbürgerlichen) Sitten entsprechend. „Soft-Skills“ und feine Unterschiede sind erwiesenermaßen in aller Regel rein schichten- bzw. millieuspezifische Eigenschaften. Die Berücksichtigung der Variable: Sozialstatus (bzw. insbesondere Bildungsstatus) der Eltern wäre eine sehr sinnvolle Ergänzung der Betrachtung, um so auch folgende These zu verifizieren:
    „Unterschichtenkinder welche sich nicht burgeois sozialisieren lassen, werden mittels Psychopharmaka ruhig gestellt.“

    Auch ich (männlich, ehemals Unterschicht, hochbegabt) bin nebenbei bemerkt sehr froh, dass ADHS-Diagnosen erst nach meiner Schulzeit zum Trend wurden!

  6. Hans Meier says:

    Mir scheint die „Diagnose“ ADHS ist vor allem für die Eltern eine Entlastung, die sich mit Kindern plagen die ständig „aus dem Ruder laufen“, also anders reagieren, wie erwartet und erhofft.
    In diesem Stress der Eltern mit ihrem Nachwuchs, eröffnen Ärzte eine Hoffnung durch Medikamente das Störverhalten der ADHS-Kinder zu mildern.
    Abgesehen von der geschlechtsspezifischen „ADHS- Anfälligkeit“, die bei Jungen ein höheres motorisches Aktivitätsniveau vorfindet, was mit den Erwartungen derer kollidiert, die sich brave angepasste Knaben wünschen, sehe ich die Eltern als Teil und Betroffene des Problems mit ihren Söhnen.
    Mein subjektiver Eindruck, in privaten Atmosphären von Familien, bzw. Elternbeziehungen zu ihrem ADHS-diagnostizierten Nachwuchs, hat mich auf die Frage gebracht, „welchen Einfluss die Elternbeziehung“ dieser grassierenden ADHS-Zuschreibung hat?
    Ob eine Verhaltensauffälligkeit der Kinder, deren genetische Lokalisierung ja bisher misslingt, nicht etwa eine „Beziehungs-Störung“ des Eltern-Kind-Verhaltens anzeigen?
    Also einen gestörten Realitätsbezug, der sich auf emotionaler Ebene abspielt und im beobachtbaren Verhalten lediglich spiegelt.
    Mir sind die Erklärungsversuche, die diesen emotionalen Sachverhalt überlagernd verdrängen und einen Berg von Scheinargumenten ferner Einflüsse strapazieren, die an der konkreten „Keimsituation“ vorbei führen, ein Ausweichen ins Ungefähre.

    Eltern ist es nicht gelungen, das sich ihre Jungs halbwegs passabel benehmen und nun suchen sie Hilfe, bei Ärzten und bei Helfern.
    Die gesellschaftlichen Bedingungen dabei als Alibis vorzuschützen, hilft ja nicht weiter, die ursächliche Entstehung von Verhaltensstörungen bei Kleinkindern zu erklären, die dann als Jugendliche überall anecken. Dabei ist dieses Anecken von Jugendlichen mit Verhaltensstörungen unter jungen Männern, die sich in Gruppen durch die Gesellschaft prügeln, keine Neuheit nur die allgemeine Erwartung an zivilisiertes Verhalten oder etwa Intelligenz wird erschüttert.
    Die feindliche Auseinandersetzung die in persönlichen oder gesellschaftlichen Kämpfen „Gestalt annimmt“ und so sichtbar wird, zeigt doch die innere Seite der Akteure, wo dieser Schaden vorliegt, der sie zu ihrem Handeln motiviert.
    Wenn Jungs anders „ticken“ als Mädels, dann sollten Eltern und Bildungsanstalten das als natürlich akzeptieren, statt im Genderwahn Gleicheiten zwischen den Geschlechtern als „goldene Kuh“ anzubeten.

  7. Michel Houellebecq says:

    Also die Pharmaindustrie, in diesem Falle Novartis (Ritalin), dürfte nicht ganz unbeteiligt sein an dieser Entwicklung. Ansonsten eine erstklassige Analyse- einmal mehr, muss gesagt werden! Ich halte die Psychopathologisierung für jedwede Form von abweichendem Verhalten für enorm problematisch. Dass sie auch für politische Zwecke missbraucht werden kann, liegt eigentlich auf der Hand. Dass der überwiegend weibliche Lehrkörper in unserem Bildungswesen (aufgrund der feministischen Indoktriantion) zunehmend Mühe mit typisch männlichem / jungenhaftem Verhalten bekundet, ist ein ganz zentrales Problem unserer Gesellschaft, das endlich angepackt werden muss!

  8. Pingback: Da braut sich was zusammen: US-Psychiater wollen endlich verlässliche Diagnosekriterien | Kritische Wissenschaft - critical science

  9. Dieser Artikel beinhaltet ziemlich viele Vorurteile und Irrtümer.
    Beispielsweise die Behauptung, ADHS würde ausschließlich aufgrund subjektiver Kriterien diagnostiziert werden. Das stimmt nicht, denn es gibt eine Masse an Tests (Konzentrationstests wie den d2, den TOVA oder Teile verschiedener IQ-Tests) um ADHS auch testdiagnostisch abzubilden. Die Unterschiede zu gesunden Kindern sind dabei durchaus signifikant, ebenso wie die Unterschiede zu medikamentös eingestellten Kindern.
    Auch Sätze wie “Oder was wohl Lehrer sagen würden, wenn man sie täglich unter Beruhigungsmittel setzt, damit sie die “Lebhaftigkeit” ihrer Schüler besser ertragen?” erwecken ein falsches Bild, denn die Kinder werden mittels Ritalin nicht ruhiggestelt (es ist ja auch kein Beruhigungsmittel sondern ein “Aufputschmittel”) sondern es wird die Konzentrationsfähigkeit erhöht.
    Nicht nur für die Umwelt, auch für das Kind ist es ein unangenehmer Zustand wenn es sich auf nichts konzentrieren kann weil es permanent abgelenkt ist. Das macht es schwer, irgendwo Erfolgserlebnisse zu sammeln und einen Selbstwert aufzubauen. Wenn man permanent hinter den eigentlichen Möglichkeiten zurücksteht ist das ziemlich schrecklich. Dazu kommt, dass ADHS-Betroffene ein erhöhtes Risiko haben drogen- oder nikotinabhängig zu werden weil es ein Versuch der Selbstmedikation sein kann (Nikotin und Drogen können ähnlich stimulierend wirken, nur eben mit Suchtpotential und gefährlicher).

    ADHS betrifft auch bei weitem nicht nur Jungen oder ist dazu da, Jungen abzuwerten. Oft ist es eher ein Problem, dass Mädchen häufiger unter ADS (also ohne Hyperaktivität) leiden und damit unerkannt bleiben weil sie eben nicht auffällig sind und lediglich “verträumt” wirken. Auf die Schulleistung wirkt sich das natürlich ebenso negativ aus, aber da sie nicht stören wird oft auf genauere Untersuchungen verzichtet.

    Btw., ausschließlich wegen ADHS kommt niemand auf die Sonderschule.

    Als jemand, der in einer Klinik für Kinder und Jugendliche mit ADHS gearbeitet hat und mit sehr vielen Betroffenen in Kontakt stand, finde ich es schade, wenn Vorurteile auf die Art verbreitet werden. Die, die am meisten darunter leiden sind nämlich die Betroffenen und deren Angehörige.

    • heureka47 says:

      Und was natürlich in der vom verstümmelten wissenschaftlichen Weltbild dominierten zivilisierten Gesellschaft außerdem nicht gesehen wird, sind die tieferen Ursachen aller psychischen Störungen, die einen wesentlichen Faktor haben im Mangel an FEINstofflicher Lebens-Energie (Bewußtseins-Energie, Aufmerksamkeits-Energie, Konzentrationskraft usw. usw.), die von der Wissenschaft großmehrheitlich ignoriert oder sogar aktiv geleugnet wird (typisches neurotisches Abwehr- / Vermeidungsverhalten; Angst-Abwehr).
      Und die Kollektive Neurose der zivilisierten Gesellschaft ist denn auch das Umfeld, in dem dies angesiedelt ist. Ich nenne sie seit 20 Jahren die “Kollektive Zivilisations-Neurose”.

      Als “Kollektive Neurose” ist sie auch in der Soziologie bekannt, aber die meisten Wissenden erkennen aus eigener Befallenheit und Beeinträchtigung nicht die Schwere / Tragweite. Da liegen die Gründe u.a. dafür, daß 2011 bei einer Tagung in Heidelberg die versammelten Psychiater / Wissenschaftler sich gegenüber den “dramatischen” Zunahmen bei den psychischen Störungen für “machtlos” erklärten. Sie schauen nicht tief / weit genug.

      Und so wächst die Kollektive Neurose weiter dynamisch an und wird sich voraussichtlich schon bald wieder in einer “Kollektiven Psychose” (siehe 1933-1945) entladen. Wie schon immer – seit Beginn der “Zivilisation” und der entsprechenden Neurose / Entfremdung.

      Grundlegende Heilung der Kollektiven Neurose ist übrigens MÖGLICH!
      Auch und insbesondere unabhängig vom Kollektiv. Auf völlig natürliche Weise:
      Durch das Nachholen der INITIATION, des “Übergangsritus” vom “Niederen Selbst” / “Ego” zum “Höheren / wahren Selbst”, zum “erkennenden Bewußtsein”, dem evolutionär normalen Erwachsenen-Bewußtsein.

      Uns allen: Gute Besserung!

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