Erziehung zum (Selbst-)Hass – das neue Curriculum an deutschen Schulen

von Dr. habil. Heike Diefenbach und Michael Klein

collage_schuleIm letzten Post haben wir dargestellt, womit derzeit an deutschen Schulen, genauer: an bayerischen Gymnasien versucht wird, Schüler bereits frühzeitig an der Entwicklung von Verstand und vor allem kritischem Geist zu hindern. Wer nun gedacht hat, die geistige Armseligkeit des Pamphlets sei nicht mehr zu überbieten, der sieht sich getäuscht. Ein Leser von ScienceFiles, der gerne auf die Jagd im Internet geht, hat beim Schiller Gymnasium in Hof, die „Prüfungsfragen“ gefunden, die Schüler der Jahrgangsstufe 8 im Gymnasium, also 13 bis 14jährige, beantworten müssen, nachdem sie mit dem Unsinn „Ist der Klimawandel ein Mann?“ konfrontiert wurden.

Da es uns bereits beim Lesen von „Ist der Klimawandel ein Mann?“ die Sprache verschlagen hat und uns bereits „Ist der Klimawandel ein Mann?“ an den Punkt gebracht hat, wo uns keine Superlative und keine Bewertungen mehr einfallen, die deutlich machen, ein wie großer Unsinn dieses Machwerk darstellt, sind wir im Hinblick auf die Bewertung der Prüfungsfragen wirklich ratlos. Das ist jedoch nicht weiter tragisch, denn wenn das Entsetzen weicht, dann wird der Blick frei für das, was in deutschen Schulen, was mit Prüffragen, wie den im Folgenden dargestellten, erreicht werden soll, was damit beabsichtigt ist.

Eine kurze Zusammenfassung: „Ist der Klimawandel ein Mann?“ besteht aus der Behauptung, dass Männer im Gegensatz zu Frauen „dicke Autos“ fahren und (vermutlich fette) Steaks essen und deshalb die Umwelt mehr belasten als Frauen. Frauen belasteten die Umwelt zwar auch, machten dies aber durch Engagement für das Gemeinwohl wett und seien es ansonsten und im Gegensatz zu Männern gewohnt, für andere mitzudenken.

Was hätten wohl Forscher wie Amos Tversky und Daniel Kahneman, die versucht haben, die Grenzen rationalen Denkens auszuloten, angesichts einer derartig erratischen und kaum mehr als Denken zu bezeichnenden Aneinanderreihung wilder Behauptungen gesagt. Vermutlich wären sie ähnlich sprachlos wie wir.

Doch weiter mit der Analyse des Textes. Im letzten post, haben wir gefragt, wie man überhaupt auf die Idee kommt, die Schuld am vermuteten Klimawandel nach Geschlecht aufzuteilen. Die Antwort springt einem ins Gesicht, wenn man die Prüfungsaufgaben liest und sich in Erinnerung ruft, dass an deutschen Schulen ein Krieg gegen alles, was man als männlich ansieht, was von Genderisten der traditionellen Männerrolle zugeordnet wird, stattfindet. In den Prüfungsfragen wird dies zu einem Krieg gegen real existierende Männer.

Dazu wird das Zerrbild, das in „Ist der Klimawandel ein Mann?“ entworfen wird, geradezu in die Köpfe der Jugendlichen (13- bis 14jährige) gehämmert. Das Zerrbild basiert auf der Grundlage, die Faschismen und Rassismen aller Jahrhunderte immer gewählt haben, auf der Behauptung, dass es „die Männer“, also eine homogene Gruppe mit Penisen ausgestatteter Wesen gäbe, die sich in Fleischkonsum und Autovorliebe nicht untereinander, wohl aber von der homogenen Gruppe der Frauen unterscheiden. Diese Form der Homogenisierung von Gruppen, der Nivellierung tatsächlich vorhandener Unterschiede ist die erste Zutat in der Suppe des Hasses, des Faschismus, die an deutschen Gymnasien gerührt wird.

Die zweite und letzte Zutat besteht immer darin, die homogene Gruppe, die man gerade geschaffen hat, also „die Männer“, mit negativen Attributen auszustatten und die Attribute der Gruppe so anzuhaften, dass ein Gedanke an „Männer“ mit dem entsprechenden Attribut, z.B.: „Umweltverschmutzer“ einhergeht. Als besonders wirkungsvolle Form zur Konnotierung von Begriffen hat sich die klassische Kondititionierung erwiesen. Klassische Konditionierung basiert darauf, einen Stimulus (Begriff), der zu einer bestimmten Reaktion führt, solange mit einem Attribut zu kombinieren, bis es reicht, das Attribut zu nennen, um die Reaktion zu erzielen.

BehaviorismusDa es bereits gelungen ist, den Erhalt der Umwelt für die nächste Generation mit positiven Werten zu verbinden und sich kaum jemand fragt, warum man sich als aktuell Lebender zurückhalten sollte, nur um zukünftig vielleicht Lebenden … ( ja was eigentlich) zu ermöglichen, sind die Reaktionspaare „Umweltschutz – gut“ und „Umweltverschmutzung – schlecht“, bereits etabliert. Klimawandel wird in der Öffentlichkeit, in Medien und Schulbüchern ausschließlich als „manmade“ und schlecht dargestellt, und entsprechend kann man die Reaktionspaare direkt ersetzen: „Klimawandel – schlecht“ – „Schutz des Klimas (oder so) – gut“. Die Konditionierung erfolgt nun über das Einpauken der Verbindung: „Männer – befördern Klimawandel – böse“ und „Frauen – vermeiden Klimawandel – gut“, woraus folgen soll, und zwar in klassischer Konditionierung: „Männer = böse“, „Frauen = gut“. Belohnung oder Bestrafung, wichtige Bestandteile klassischer Kondititionierung erfolgt über die Benotung – so einfach ist das. Wir haben in unserem Leben noch nicht viel gesehen, das primitiver war, als dieser Versuch, affektive Konnotierung durchzusetzen, der, wenn er gelingt, 13- bis 14jährige in generelle Feindschaft oder Hass gegenüber Männern versetzt, aber: here we are, es ist so primitiv:

Prüfungsaufgabe 2 dient einzig und allein der Konditionierung der Begriffspaare „Männer = böse“, „Frauen = gut“.

Aufgaben Hasserziehung

Na, sind Sie endlich davon überzeugt, dass Männer Umweltschweine sind und Frauen die besseren Menschen, die sich um Gemeinwohl und Umwelt in gleicher Weise sorgen? Sind Sie endlich überzeugt davon, dass Männer und Frauen homogene Gruppen darstellen und dass die eine Gruppe, „die Männer“, böse sind, während die andere Gruppe, „die Frauen“, gut sind? Vielleicht sind wir mit „böse“ und „gut“ auch nicht up to date, vielleicht geht es mehr darum, die Bösen umzuerziehen und den Jungen in der Schule vor Augen zu führen, dass sie die Wahl haben sich zu einem minderwertigen Mann zu entwickeln oder zu einem hochwertigen „neuen“ (a-sexuellen?) Wesen, das keine dicken Autos fährt und keine Steaks ißt und vor allem nicht kritisch und rational denkt.

Falls Sie immer noch nicht überzeugt sind, dass Sie als Mann minderwertig sind, weil sie z.B. rationale Vorurteile mit sich herum tragen wie: niemand lebt auf dem Planeten ohne die Umwelt zu belasten, also belasten auch oder selbst Frauen die Umwelt, falls das bei Ihnen so ist, dann kann Ihnen geholfen werden:

Erziehung zum Hass2

Wie Sie nun gelernt haben sollten, gibt es nicht näher bekannte, aber dennoch vorhandene wissenschaftliche Studien, die bestätigen, dass es typisch männliche und weibliche Verhaltensweisen gibt und dass es vor diesem Hintergrund gerechtfertigt ist, festzustellen, dass Frauen umweltbewusster sind, auch wenn sie mehr Milchprodukte verzehren als Männer (also obwohl sie nicht umweltbewusster sind).

Die offene Art und Weise, in der an deutschen Schulen 13- bis 14jährigen Schülern Hass eingetrichtert wird, die perfide Art und Weise, in der Jungen an deutschen Schulen zum Misstrauen ihrem Geschlecht gegenüber erzogen werden, in der ihnen gesagt wird, Du bis als männlicher Mensch falsch, aber Du hast die Chance Dich zu läutern und unmännlich zu werden, grenzt nicht mehr an Indoktrination, sie hat die Grenze längst überschritten und erinnert uns mehr an die Erziehungslager, in denen Nicolae Ceaușescu die Angehörigen seiner Leibgarde gedrillt hat. Es erinnert an die Initiationsriten, die Heinrich Himmler in seinem Traumschloss Wewelsburg durchgeführt hat und durchführen ließ. Und es erinnert an Inquisition, denn diejenigen, die Männer, die nach Ansicht der Genderisten falsch sind, können zwischen dem angeblich richtigen Leben und dem Scheiterhaufen wählen.

Mit Pädagogik oder der Erziehung von Jugendlichen zu selbstbestimmten und kritischen Mitgliedern ihrer Gesellschaft hat das Ganze überhaupt nichts zu tun.

Freedom dignity skinnerDie hier dargestellte primitive Form der Manipulation und Konditionierung der Jugendlichen, die doch so gerne als besonders schutzbedürftig hingestellt werden, von den selben übrigens, die die vermeintliche Schutzbedürftigkeit so gerne ausnutzen, scheint einem Plan zur Volksverdummung entsprungen zu sein, Teil eines Versuchs, Verstand und Ratio aus dem menschlichen Erbgut zu beseitigen und durch Affekt und Gefühl zu ersetzen, denn diejenigen, die durch Gefühle geleitet werden, sind ein Spielball in den Händen derer, die wissen, welchen Stimulus sie einsetzen müssen, um eine gewünschte Reaktion zu erzielen. Dass Gegenstand dieser Konditionierung der Hass auf Männer ist, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass wir in einem Zeitalter leben, in dem paranoide Männerhasser angetreten sind, die Welt nach ihrer Wahn-Vorstellung umzugestalten.

Über Michael Klein
... concerned with and about science

89 Responses to Erziehung zum (Selbst-)Hass – das neue Curriculum an deutschen Schulen

  1. Benni sagt:

    Da bleibt mir wirklich die Spucke weg…, ich würde gerne wissen, wie das die bayrischen Jungs in diesem Alter auffassen. Ich hoffe, sie wehren sich oder reagieren wenigstens mit Unmut dagegen. Es wird Zeit, dass Männer aufwachen und denjenigen Einhalt gebieten, die hier so auf perfide Art und Weise Hass gegen sie schüren.

    • sfasf sagt:

      Wer sich wehrt fliegt vom Gymnasium, und bekommt keinen Ausbildungsplatz…

      Aber spätestens auf der Hauptschule wird jede Verhausschweinung abtrainiert, und was einen nicht umbringt macht einen bösartiger.

  2. T.R.E.Lentze sagt:

    Ich habe mir aufgrund dieses sowie der letzten beiden Artikel dieses Blogs überlegt, ob ich auf meiner „MannPassAuf“-Netzseite auch wiederum einen neuen Artikel schreiben sollte, der dieses Thema beleuchtet.

    Augenblicklich aber bin ich geneigt zu sagen: Das was hier lobenswerterweise aufgedeckt wird, liegt eigentlich nur in der praktischen Konsequenz des Fortschritts im Totalitarismus, eines Fortschritts, welchen ich während der letzten Jahre schon beschrieb. Meine grundlegende These ist ja: Der Feminismus ist die Metamorphose und Steigerung von Kommunismus und Nationalsozialismus und insofern das bisher letzte Glied einer Trias.

    Metamorphose heißt Gestaltwandel. Hier beschreibt er eine Bewegung von außen nach innen: Physischer Tod unter freiem Himmel durch Gewehrschüsse oder Hunger (Lenin und Stalin); dann in geschlossenen Räumen durch Gas (Hitler); zuletzt, heute, in Mutterleibern durch steril chirurgische Maßnahmen (gesetzlich gedeckte mütterliche Entscheidungen).

    Es gibt aber nicht nur den physischen Massenmord, wie er jetzt ingestalt der „Abtreibung“ privatisiert wurde, sondern es gibt auch subtilere Formen des staatlichen Mordens, die etwa an der kindlichen Seele sowie am Gewissen des Erwachsenen ansetzen. Der physische Mensch bleibt am Leben, aber gewissermaßen als Zombie, als Untoter.

    Dieser nicht-physische Massenmord, wenn ich ihn einmal so bezeichnen darf, geschieht undramatisch, schleichend, schwer erkennbar, intim. Er bedarf eines herabgesetzten Bewußtsein der Betroffenen, oder er setzt an bei Menschen, die altersbedingt noch kein ausgereiftes Bewußtsein haben, beginnend im Vorschulalter. Die Menschen werden in ihrer Intimität beeinflußt. Die Methoden sind weiblich, verschlagen.

    Wenn Frauen töten, so tun sie es oft, während die Männer schlafen. Der Feminismus tötet analog, nämlich wenn Menschen im Bewußtsein schlafen.

  3. ben sagt:

    Naja…

    Wenn es eine Prüfung im Fach Sozialkunde wäre und die Prüfungsaufgaben vorgeben würden den anerkannten Stand der Wissenschaft abzufragen, könnte ich eure Empörung nachvollziehen.

    Es ist jedoch eine Prüfung im Fach Deutsch, und die Prüfungsaufgaben fragen lediglich ab, was *der vorgegebene Text* aussagt.
    Es geht um Textverständnis, nicht um Wahrheit.

    • ben sagt:

      PS: Um die Fähigkeiten von Schülern im Bereich Textverständnis zu prüfen, eignen sich *gerade* kontroverse/fragwürdige Texte sehr, denn sie verleiten zu emotionalen Reaktionen (zustimmend oder ablehnend) und gedanklicher Verallgemeinerung, und ob ein Schüler es dennoch schafft den Text sachlich aufzuschlüsseln und zu identifizieren welche konkreten Aussagen tatsächlich im Text enthalten sind und welche er/sie sich lediglich „dazu gedacht“ hat, genau darauf kommt es an.

      • siehe meine Antwort zum letzten Post.

      • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

        P.S. Und wie kommen Sie auf die Idee, dass die Lehrer der Schüler fähig sind, den fragwürdigen Text, der „emotionale Reaktionen“ hervorruft (warum nur??!!), zu beurteilen, was eine „sachliche“ Aufschlüsselung des Textes ist, und dass sie, falls sie es sind, nicht selbst aufgrund „emotionaler Reaktionen“ die Antworten der Schüler beurteilen?

        Ich meine: wenn Sie Recht hätten, hätten Sie Recht bzw. wenn ein Text „emotionale Reaktionen“ auslöst, dann tut er das wohl kaum nur bei den Schülern, und ich persönlich würde sogar vermuten: weniger bei den Schülern als bei den Lehrern.

    • Wenn es nur um Textverständnis geht, dann habe ich drei Fragen:

      (1) Warum benutzen wir nicht einen Text von David Irving, in dem er argumentiert, warum es den Holocaust nie gegeben hat?

      (2) Warum tauchen Mann, männlich in der „nur Sprachverstehens-Prüfungsaufgabe“ immer mit negativen Begriffen in Begleitung auf, während für „Frau“ „weiblich“ das Gegenteil der Fall ist?

      (3) Was muss eigentlich passieren, bevor Sie merken, wie Sie manipuliert werden?

      • Lehrer sagt:

        Wir haben einen Text und wir üben Textanalye, sprich: untersuchen den Argumentationsaufbau des Textes. Das sagt nichts darüber aus, wie wir das analysierte selbst finden.

        Gegenbelichtung: Eine Großzahl feministischer Textanalysen besteht darin, schlicht und einfach vorzuführen, in welch frauenfeindiche Wortketten Bezeichnungen für Frauen eingegliedert sind.

        In diesem Fall wird dieselbe Methode auf einenm männerfeindlichen Text angewendet.

        Die Letztanwendung (Bewertung) ist den Schülern überlassen. Da gibt es zwei Möglichkeiten:

        a) sie beten den Inhalt nach wie etwas Heiliges.

        b) sie ziehen die analytisch richtigen Schlüsse und erkennen, wie Manipulation funktioniert.

        Ich glaube nicht, dass Schüler inhaltsleere „black holes“ sind, in die Pädagogen widerstandslos einfüllen können, was sie wollen. Deshalb dürfte es zumindest einige geben, die im Sinne von b) reagieren.

        Und vielleicht war das sogar beabsichtigt?

        • „Wir haben einen Text und wir üben Textanalye, sprich: untersuchen den Argumentationsaufbau des Textes. Das sagt nichts darüber aus, wie wir das analysierte selbst finden.“

          Dann kann man das nur mit freien Texten machen, ohne starre Vorgaben der kritisierten Art. Jeder muß die Argumente des Textes finden und die Belege dafür. Das Mißverhältnis würde dann herausgearbeitet. Nur dann kann man zwischen wertvollen Texten und Blafasel unterscheiden.
          Wie soll denn mit dem Fragebogen der Text analysiert werden? Das konterkariert ja den Begriff der Analyse.
          Diese multiple Scheiß Fragebögen dienen nur der Faulheit der Lehrer und der Eingrenzung der Denkens der Opfer.

          Carsten

          http://thumulla.com/artikel/schlimmer.mpeg

        • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

          @Lehrer

          s. meine Erwiderung zu bens Kommentar.

          Darüber hinaus: Sie werden sicherlich zugestehen, dass ein durchschnittlich gebildeter Mensch, wenn er von Lehrern hört, sie würden mit 14jährigen Schülern „den Argumentationsaufbau“ eines „Textes“ im Rahmen einer „Textanalyse“ zu identifizieren versuchen, davon ausgehen wird – und dies angesichts der öffentlichen Finanzierung des Bildungssystems auch davon ausgehen kann und muss -, dass es sich bei dem Text um einen Text handelt, der ernsthaft etwas ARGUMENTIERT und nicht die Argumente mit Pseudo-Argumenten vermischt, einseitige Darstellung und doppelte Standards (Frauen verbrauchen mehr Milcherzeugnisse wie Männer, aber das ist per definitionem nicht so „schlimm“ wie der Mehrverbrauch von Fleisch durch Männer – falls dieser durch empirische Daten nachweisbar wäre) sowie eine Dichotomisierung ganzer (und sehr großer) Bevölkerungsgruppen kultiviert und ansonsten in die Kerbe einer Staatsideologie haut, die schon seit vielen Jahren durch Fehlinformation auffällt.

          Wenn es zutrifft, dass, wie Sie zu glauben scheinen, das bayerische Kultusministerium mit Texten von so schlechter Qualität (dass ich versucht bin, sie schlicht als Schwachsinn zu bezeichnen) darauf abzielt, die genderistisch-sozialistische und staatsfeministische Ideologie zu diskreditieren, dann kann ich nur sagen, dass ich Manipulationsversuche an Schülern dieser Art nicht mag und in einem öffentlich finanzierten Bildungssystem völlig illegitim finde, egal, von wem und mit welcher Absicht sie daherkommen, und dass ich eigentlich gehofft hatte, dass das bayerische Bildungssystem samt aller seiner Angestellten den vergleichsweise guten Ruf, den es bislang genossen hat, zu bewahren versuchen würde, indem es sich z.B. das Motto zu eigen macht:

          „Qualitätvolle Text für eine qualitätvolle Bildung!“

          Nach unten geht’s immer von allein; dazu braucht niemand Negativbeispiele, besonders nicht, wenn er oder sie 14 Jahre alt ist.

          • RM sagt:

            http://eurpub.oxfordjournals.org/content/17/5/520.full

            Ich bin heute überhaupt nicht in der Laune, um Kommentare durchzulassen, die gleich mehrere andere Kommentatoren beleidigen. Entweder, Sie gewöhnen sich einen normalen Sprachtstil an oder Sie suchen sich Ihresgleichen zum „verbalen Austausch“. Was die verlinkte Studie angeht, und nun? Sie hätten nicht diesen Text angeben brauchen, es ist weithin bekannt, dass Männer mehr Fleisch essen als Frauen. Und? Was hat das mit dem Klimawandel zu tun? Sind Sie Anhänger unimodaler Erklärungen, der Marke, wer sich verbal nicht anständig ausdrücken kann, der hat keinen Charakter?

        • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

          @Lehrer

          P.S. Um konstruktiv zu enden:

          Warum versucht man im Gymnasium nicht z.B. den Text von Wilhelm von Humboldt über seine „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staats zu bestimmen“ aufgrund seiner argumentativen Qualität und seiner ungeahnten Aktualität für Deutschland zu lesen und zu analyiseren? Hier wird in der Tat argumentiert, und ich glaube, wir könnten uns samt vieler Bildungsforscher und Lehrer darüber verständigen, dass es keinem Absolventen eines Gymnasiums schaden kann, wenn er sich mit einer anspruchsvollen Argumentation zu einer ernstzunehmenden These auseinandergesetzt hat, oder?

          Und wenn er für 16jährige besser geeignet scheint als für 14jährige, dann haben die 14jährigen sicherlich Freude und Erkenntnisgewinn aus Nietzsches Aphorismen. Als Lehrer könnte man doch anhand der Aphorismen herausarbeiten (lassen), was sie witzig macht und auf der Basis welcher (abweichender) Prämissen sie gleichzeitig eine alternative Sichtweise auf Bekanntes transportieren etc. etc.

          Mir fällt soooooo viel ein, und alles, aber wirklich ALLES, ist besser als das Schriftprodukt über die Schuldfrage der Geschlechter mit Bezug auf einen im übrigen keineswegs klar belegten und entsprechend umstrittenen Klimawandel.

        • Jochen sagt:

          Sie haben die Antwort auf die gestellte Frage verweigert und von Dingen geredet, die nicht relevant waren. Sie benehmen sich wie ein Politiker, der weiß, daß er Unrecht hat!

        • Markus sagt:

          Nenne Sie mir bitte EINEN EINZIGEN frauenfeindlichen Text aus einem deutschen Schulbuch der letzten 50 Jahre, einen einzigen !!!

      • ben sagt:

        (1) Slippery slope fallacy. Es ist ein weiter Weg von der Verwendung eines harmlosen Textes in dem sich die Autorin durch undifferenzierte und unlogische Argumentation lediglich sich selbst blamiert, bis zur Verbreitung von ausgeklügelter und für Laien schwer durchschaubarer Propaganda die darauf abzielt die Opfer eines der größten Gräuel der Menschheitsgeschichte mit Füßen zu treten (und zudem in Deutschland eine Straftat darstellt).

        (2) Weil dieser Grundtenor im Eingangstext ziemlich offensichtlich ist; Gegenteilige Antwortoptionen als nicht auf den Text zutreffend auszuschließen wäre für die Prüflinge trivial, folglich sind sie redundant.

        (3) Also ich habe im Deutsch- und Englischunterricht auch jede Menge Schwachsinn präsentiert bekommen, und dennoch habe ich die Schule erfolgreich abgeschlossen ohne hinterher mich selbst oder andere zu hassen. So effektiv kann diese Art der „Manipulation“ (falls es denn als solche gedacht ist) also nicht sein.

        • (1) Aha, slippery slope ist also, wenn der Text anders wirkt, als man das gerne hätte. Wieder was gelernt.
          (2) Aha, Häufungen und Systematiken wurden gerade aus der erfahrbaren Welt verbannt und entsprechend Wissenschaft unmöglich gemacht, was werden die Genderisten dazu sagen, wo sie doch die Diskursanalyse so mögen?
          (3) Da habe ich jetzt gerade den gegenteiligen Schluss gezogen, weil mit Verlaub gesagt, ein auffallend kritischer Geist sind Sie nicht.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

          @ben

          Verstehe ich Sie richtig, dass Sie meinen, dass Manipulationsversuche, die in gefährliche Nähe zum Aufruf zum Hass gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen kommen, in einem öffentlich finanzierten Bildungssystem tolerabel sind, wenn Manipulationsversuche nicht „so effektiv“ sind?

          Falls ja, dann müssen Sie erklären, warum nicht z.B. Hitlers „Mein Kampf“ standardmässig in Schulen auf seine Argumentationsstruktur hin gelesen wird; sie ist sicherlich nicht zu anspruchsvoll zu diesem Zweck.

          Das Buch wird aber nicht nur nicht gelesen; der Zugang zu ihm wird der Öffentlichkeit (und damit auch der nächsten Generation) von irgendwelchen Leuten, denen wir (die Bürger) diese Aufgabe niemals in demokratischer Weise übertragen haben, vor allem aufgrund des viel bemühten Jugendschutzes verweigert.

          Warum sagt man diesbezüglich nicht, dass diese Art der Propaganda nicht „so effektiv“ sein wird, dass man ihre Ergebnisse fürchten müsste?

          Das kann man nicht anders denn als Doppelmoral bezeichnen.

        • ben sagt:

          @Dr. habil. Heike Diefenbach

          [blockquote]Verstehe ich Sie richtig, dass Sie meinen, dass Manipulationsversuche, die in gefährliche Nähe zum Aufruf zum Hass gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen kommen, […][/blockquote]

          Ich streite vielmehr ab, dass im vorliegenden Fall eine „gefährliche Nähe zum Aufruf zum Hass“ gegeben ist.
          Der Text ist dämlich, aber harmlos. Gäbe es interessantere Beispieltexte? Sicherlich. Aber ein Skandal liegt nicht vor.

          [blockquote]dass Manipulationsversuche […] tolerabel sind, wenn Manipulationsversuche nicht “so effektiv” sind?[/blockquote]

          Es hängt von der Effektivität ab, ob man überhaupt sinnvoller Weise von „Manipulation“ sprechen kann.

          [blockquote]Falls ja, dann müssen Sie erklären, warum nicht z.B. Hitlers “Mein Kampf” standardmässig in Schulen auf seine Argumentationsstruktur hin gelesen wird […][/blockquote]

          Wieso muss ich das, ich bin doch nicht für die deutsche Bildungspolitik verantwortlich.

          Ich hätte kein Problem damit, wenn auch „Mein Kampf“ als Beispieltext im Deutschunterricht verwendet würde.
          Wie Sie schon anmerkten, „zu anspruchsvoll“ ist das Buch nicht – was allerdings auch bedeutet dass es nicht all zu ergiebig für die Textanalyse sein wird, sodass die Lektüre des gesamten Buches in diesem Rahmen wohl kaum gerechtfertigt werden kann.
          Aber wenn ein Lehrer einen Ausschnitt heraussucht, in dem mehrere repräsentative Propagandabausteine ans Licht kommen, und die Schüler das analysieren lässt – wieso nicht?

          Wichtig ist nur, dass stets auch das nötige Hintergrundwissen vermittelt wird um Propaganda und Unsinn als solche einordnen zu können…

          A) Zu einem Ausschnitt von „Mein Kampf“ ließe sich das nötige Hintergrundwissen leicht im Rahmen des Unterrichtes vermitteln, denn vielschichtige oder undurchschaubare Argumente wird man nicht antreffen.

          B) David Irving’s Ausführungen zum Holocaust hingegen sind nicht nur argumentationstechnisch viel ausgeklügelter und hinterlistiger, sondern berufen sich auch mit dem Autoritätsanspruch des „Experten“ auf eine Unzahl von angeblichen empirischen Quellen und Befunden.
          Ein Laie, insbesondere ein 13jähriger, kann dem wenig entgegensetzen. Und selbst wenn der Lehrer sich gut genug mit der Materie auskennt um das alles im Detail auseinander zu nehmen, würde das den Rahmen des Deutschunterrichts bei Weitem sprengen.
          Eine Verwendung als Beispieltext zur Textanalyse wäre hier also manipulativ.

          C) Im Fall von „Ist der Klimawandel ein Mann?“ ist dass nötige Hintergrundwissen zur kritischen Analyse bereits vorhanden, denn die Behauptungen des Textes sind im Erfahrungsbereich der Schüler selbst angesiedelt.
          Jeder Schüler wird aus dem eigenen Umfeld auch Frauen kennen die gerne Steak essen, und Männer die stets „für andere mitdenken“.
          Also: harmlos.

          • Ich sehe in einer Fortsetzung dieser Diskussion keinen Sinn, denn Sie sind offensichtlich entweder nicht willens oder fähig, einem formalen Argument zu folgen ohne ständig in inhaltliche Bahnen zu verfallen, die nichts mit der Frage zu tun haben. Sie haben offensichtlich auch nichts dagegen, wenn absoluter Unsinn, der übrigens mit dem Verweis auf eine Professorin und eine „Expertin“ daherkommt und insofern genau das enthält, was Sie bei einem Text von David Irving so fürchten (und das ist nur einer der Widersprüche Ihrer „Argumentation“), in deutschen Schulen verbreitet wird. Dafür sind Sie nicht verantwortlich, wie Sie so schön schreiben, und entsprechend müssen Sie sich nach Ihrer Ansicht beugen oder fügen, wie auch immer. Und damit bin ich am entscheidenden Unterschied zwischen Ihnen und uns angekommen. Wir nehmen zivilgesellschaftliches Engagement ernst, was bedeutet, dass wir uns gegen Versuche, Schüler mit Müll vollzuschütten, wehren und darüber hinaus auf das Manipulationspotential, das mit den entsprechenden Versuchen einhergeht, verweisen. Und, um abschließend noch einen letzten Widerspruch in Ihrer „Argumentation“ deutlich zu machen: Erst haben Sie argumentiert, dass es sich nur um einen Leseverständnistest handelt, nun sind Sie der Ansicht, der Text sei unbedenklich, weil man das notwendige Hintergrundwissen vermitteln kann. Ihre ganze Argumentation dient einzig und allein dem Ziel, das Vorgehen „der Autorität“ zu rechtfertigen und entsprechend könnten wir noch die nächsten Wochen diskutieren, ohne dass Sie sich trauen würden, Stellung gegen etwas zu beziehen, was eine „Autorität“, also eine Institution, die Sie für eine Autorität halten, gesagt hat. Dieses Syndrom ist mir schon zu oft begegnet, als dass ich es für sinnvoll erachten würde oder auch nur reizvoll, eine Diskussion zu führen, die vorhersehbar dem Versuch gleicht, eine Fliege davon zu überzeugen, dass eine Glühbirne kein Platz ist, um die Nacht zu verbringen.

          • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

            @ben

            In Ordnung, Sie streiten ab, dass im vorliegenden Fall eine “gefährliche Nähe zum Aufruf zum Hass” gegeben ist“ und finden den „Text … dämlich, aber harmlos“ … Aber ein Skandal liegt nicht vor“.

            Nun, ich streite ab, dass im vorliegenden Fall KEINE “gefährliche Nähe zum Aufruf zum Hass” gegeben ist“ und ich finde den „Text … dämlich“, manipulativ und sachlich falsch, und als Wissenschaftlerin kann ich nicht einfach wegesehen, wenn Schülern an öffentlich finanzierten Schulen sachlich Falsches präsentiert wird. Daher finde ich den Text NICHT harmlos, und ich finde, dass so etwas an deutschen Schulen toleriert wird, noch dazu an Gymnasien und sogar in Bayern ist „ein Skandal“ – obwohl dieser Begriff bislang von mir nicht gebraucht wurde, finde ich ihn, wenn ich darüber nachdenke, angemessen.

            Sie schreiben: „Es hängt von der Effektivität ab, ob man überhaupt sinnvoller Weise von “Manipulation” sprechen kann.“

            Das ist m.E. eine seltsame Definition von Manipulation, die ich vorher auch noch nie gehört habe. Sie wollen als Manipulation also nur das betrachten, was jemandem von jemand anderem erzählt wurde, wenn Letzerer es glaubt, und Sie das, was Ersterer erzählt hat, nicht gut finden. Aber was, wenn Sie das Erzählte zufällig einmal gut finden? Wäre das dann auch Manipulation? Und soll man die Dinge tatsächlich nur vom Ergebnis her beurteilen oder auch von der Intention her? Wenn Ersteres der Fall wäre, dann gäbe es keinen Unterschied zwischen Mord und Totschlag und einem Unfall … hm. Aber selbst dann, wenn Sie allein vom Ergebnis her definieren wollen, ergibt sich in Sachen Manipulation ein logisches Problem (auf das ich Lehrer auch schon hingewiesen habe): wie würden Sie Manipulation am Ergebnis erkennen wollen, wenn z.B. Wissen auch am Ergebnis gemessen wird? Denn in der Realität würde ja der Gebildete ebenso wie der Manipulierte meinen, etwas zu wissen. Wie wollen Sie das unterscheiden?

            Mir scheint, Sie möchten Ihren persönlichen Geschmack einführen und sagen: Wissen ist, was ich gut finde oder für richtig halte, Manipulation ist, was ich nicht gut finde und nicht für richtig halte. Das ist aber keine haltbare Position, weil das jeder gleichermaßen für sich in Anspruch nehmen kann und ein vernünftiges Zusammenleben auf dieser Ebene nicht möglich ist. Also brauchen wir ein besseres Kriterium, und ein Schritt in diese Richtung wäre, dass wir sachlich Richtiges von sachlich Falschem unterscheiden.

            Wenn Sie dieses Kriterium anlegen, also sagen wollen: Manipulation ist, wenn jemand absichtlich sachlich Falsches (wozu auch Halbwahrheiten und Ausschluss von bestimmten sachlich relevanten, aber widersprechenden Fakten zu zählen wären) verbreitet, insbesondere in Institutionen, in denen diejenigen, denen das sachlich Falsche präsentiert wird, eine hierarchisch unterlegene Position zukommt, dann wird man nicht umhin kommen, den in Frage stehenden Text nach diesem formalen Kriterium als manipulativ zu bewerten.

            Was wäre Ihr Vorschlag, wie man Manipulation definieren soll, ohne dabei den persönlichen gusto einzuführen und damit inhaltlich zu werden? In jedem Fall muss es eine FORMALE Definition sein, denn sonst bleibt sie notwendigerweise inhaltlich, und eine inhaltliche Definition ist keine, jedenfalls keine, auf deren Basis eine Verständigung möglich ist, wie oben bereits erklärt.

            Sie fragen, warum Sie erklären müssten, „warum nicht z.B. Hitlers “Mein Kampf” standardmässig in Schulen auf seine Argumentationsstruktur hin gelesen wird […]

            Das müssen Sie deshalb, weil Ihre Position sonst in logische Widersprüche gerät, was aufgrund meiner obigen Erklärung inzwischen klar sein sollte. Aber falls nicht: Was den in Frage stehenden Text und Hilters „Mein Kampf“ unterscheidet, sind seine Inhalte, aber nicht oder weit weniger seine argumentativen Qualitäten – soweit sind wir uns doch einig, oder?
            Wenn das aber so ist und man meint, das eine solle/dürfe Schülern präsentiert werden, das andere aber nicht, dann steht man wieder dumm dar, wenn man das nur aufgrund der Inhalte begründen kann, denn – wie oben ausgeführt – sind Inhalte eine Frage des persönlichen Geschmacks, der persönlichen Weltanschauung, was auch immer, und deshalb nicht dazu geeignet, eine Einigung unter Menschen mit verschiedenen Geschmäckern, Weltanschauungen, herbeizuführen. Sie würden für den in Frage stehenden Text votieren, jemand anderes für „Mein Kampf“, und die bestmögliche Einigung, die Sie aufgrund Ihrer inhaltlichen Betrachtung erzielen könnten, wäre, dass beides gelesen wird oder beide Texte abwechselnd zum Einsatz kommen, irgendetwas in der Art. Wenn man das aber ablehnt, setzt man sich entweder dem Vorwurf des bewussten Manipulationsversuchs aus (inhaltliche Präferenz!) oder man muss ein FORMALES Kriterium suchen, nach dem man BEIDE Texte gleichermaßen beurteilt. Wenn man die argumentative Qualität zugrunde legt, dann lässt sich eine unterschiedliche Behandlung der beiden Texte nicht rechtfertigen.

            Und konsequenterweise schreiben Sie ja auch – völlig zu Recht -, dass Sie „keine Probleme damit [hätten], wenn auch “Mein Kampf” als Beispieltext im Deutschunterricht verwendet würde.“

            Nur – warum, glauben Sie, ist „Mein Kampf“ in Deutschland verboten, während der sagen wir: sehr, sehr wenig anspruchsvolle Text, der hier in Frage steht, dennoch als Material an Schulen Verwendung findet?

            Eine Erklärungsmöglichkeit wäre, dass hier Schüler mit Bezug auf bestimmte Inhalte manipuliert werden sollen.

            Und schließlich zu Ihrer Feststellung:

            „Wichtig ist nur, dass stets auch das nötige Hintergrundwissen vermittelt wird um Propaganda und Unsinn als solche einordnen zu können…“

            Das genau ist der Punkt. Warum meinen Sie, davon ausgehen zu können, dass bei Verwendung des in Frage stehenden Textes diese Hintergrundwissen vermittelt wird? Haben Sie in den Prüffragen zum Text irgendeinen Hinweis darauf gefunden, dass allein schon die These vom durch menschliches Verhalten verursachten Klimawandel unter Klimatologen und Wissenschaftlern aus angrenzenden Disziplinen höchst umstritten ist? Ich nicht.

            Jetzt kann man einwenden: Ja, das ist ja nicht wichtig, denn es soll ja nur die Argumentationsstruktur des Textes nachvollzogen werden.
            Wenn ich das richtig sehe, würde uns das aber beide stören, denn damit erübrigt sich ja die Vermittlung von Hintergrundwissen. Und mir ist ohnehin völlig unverständlich, warum man lernen sollte, eine Argumentationsstruktur nachzuvollziehen, wenn man keine Mittel lernt, die Prämissen, auf denen Argumente beruhen, oder ihre empirische Haltbarkeit zu prüfen, oder anders gesagt: was bringt es, wenn man lernt, eine Argumentation als tautologisch zu identifizieren, wenn man nicht lernt, warum eine solche Argumentation sinnlos ist bzw. normalerweise gar nicht Argumentation zählt?

            Also sind wir wieder dort, wo wir nun schon öfter waren: die Verwendung des in Frage stehenden Textes zur Analyse von Argumentationsstrukturen ist sinnlos, wenn nicht schädlich.

            Ach ja, und wenn Sie schreiben:
            „Im Fall von “Ist der Klimawandel ein Mann?” ist dass nötige Hintergrundwissen zur kritischen Analyse bereits vorhanden, denn die Behauptungen des Textes sind im Erfahrungsbereich der Schüler selbst angesiedelt.
            Jeder Schüler wird aus dem eigenen Umfeld auch Frauen kennen die gerne Steak essen, und Männer die stets “für andere mitdenken”“,

            dann ist das nicht unbedingt das, was ich mit „Hintergrundwissen“ assoziieren würde, aber zugegebenermaßen ist es von großem Wert, dass die eigene Erfahrung bestimmten Platitüden widerspricht.
            Aber: Wenn Schüler das Gefühl haben, dass sie an Schulen mit Dingen konfrontiert werden, die Experten vorbringen und gleichzeitig allein schon aus der persönlichen Erfahrung als Unsinn identifizierbar sind, dann darf man sich nicht wundern, wenn sie denken, das, was unter „Bildung“ gehandelt wird, sei ein schlechter Witz und durchaus verzichtbar. Das wird ihre Motivation zum Lernen nicht erhöhen und weitere unterforderte Schüler produzieren, die sich im Unterricht zu Tode langweilen und deshalb anfangen, ihre Aufmerksamkeit auf andere Dinge zu richten, was ihnen dann die Diagnose „Aufmersamkeitsdefizit“ einbringt und ihre Chance auf Bildung dramatisch verringert.

            Noch kurz zu „David Irving’s Ausführungen zum Holocaust“:
            Ihre Aussage, dass diese „nicht nur argumentationstechnisch viel ausgeklügelter und hinterlistiger“ [seien], sondern .. sich auch mit dem Autoritätsanspruch des “Experten” auf eine Unzahl von angeblichen empirischen Quellen und Befunden [berufen]“,

            illustriert leider einmal mehr Ihre irrationale Bindung an Inhalte:
            1. etwas, was „argumentationstechnisch ausgeklügelt“ ist, hat eine geringere Wahrscheinlichkeit, falsch zu sein, als etwas, was so platt daherkommt wie der in Frage stehende Schulmaterial-Text;
            2. wenn Sie eine Argumentation, auch wenn sie „ausgeklügelt“ ist, als „hinterlistig“ einordnen, dann verweist das darauf, dass Sie Manipulation eben DOCH durch die Intention des Schreibers definieren wollen und nicht – wie Sie am Anfang Ihres Kommentars suggeriert haben – allein durch ein Ergebnis.

            Sie produzieren hier also wieder einen logischen Widerspruch, den Sie auflösen müssen (weil sich sonst Ihre Position als unhaltbar erweist). Haben Sie schon einmal, vielleicht im Zuge eines anarchischen Anfalls oder unter Einfluss einer bewusstseinserweiternden Droge, die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass die „ausgeklügelte Argumentation“ sachlich zumindest in Teilen zutreffen könnte? Ist es nicht ohnehin klar, dass jemand, der eine politisch unkorrekte Position argumentiert, sich besonders um eine „ausgeklügelte Argumentation“ bemühen wird, weil er weiß, dass sich die Meute der „Multiplikatoren“ wie eine Horde vor Hunger sabbernder Hunde auf ihn werfen wird? Das heißt nicht, dass er per se Recht hätte mit seiner Argumentation, aber es heißt, dass es nicht genügt, sie als „hinterlistig“ abzutun, sondern dass sie eine ernsthafte Prüfung erfordert.

            3. Herr Klein hat Sie schon darauf hingewiesen, dass Sie ohne weitere Begründung einmal „Experten“ akzeptieren, ein anderes Mal nicht, was wieder darauf verweist, dass Sie meinen, Argumentationen aufgrund Ihrer persönlichen Präferenzen mit Bezug auf Inhalte bewerten zu können.

            Dem ist aber nicht so. Vielleicht haben Sie Lust, einmal eines der Bücher über kritisches Denken zur Hand zu nehmen, die Michael Klein und ich in unserem Grundsatzprogramm genannt haben. Wenn Sie all dem, was Sie dort und hier auf dem blog lesen, nicht folgen wollen, dann wird Ihnen dadurch zumindest verständlicher, wie und warum wir zu den Positionen kommen, die wir vertreten, und das ist in jedem Fall dem Respekt voreinander förderlich, und Respekt ist ja an sich schon wieder eine gute Grundlage für Versuche, sich angesichts inhaltlicher Nicht-Übereinstimmungen mit anderen Menschen verständigen zu wollen.

        • Offensichtlich war die Indoktrination in deiner Schulzeit sehr effektiv, da du komplett einem feministisches Weltbild verhaftet bist ohne es zu merken.
          Interessanterweise werden politisch brisante Texte in Schulen nur aus politisch korrekten Zirkeln entnommen (wozu leider auch Misandrie gehört) – wenn man ausländerfeindliche/-kritisch oder antifeministische Texte für so etwas nehmen würde, wäre sowas schon längst in den Schlagzeilen. Natürlich müssen Schüler nicht alles glauben, was sie im Unterricht serviert bekommen, aber dennoch gibt es bei politischen Texten (wozu auch der obige gehört) eine Asymmetrie zugunsten der herrschenden Klasse und die ist zur Zeit links-feministisch. Ich denke darauf wollte der Autor insbesondere hinweisen.

      • Alle Manipulatoren gehen davon aus, dass die Menschen dumm sind und nicht logische denken können, wie Karl Landauer, Psychoanalytiker, 1945 in KZ gestorben schon sagte: „die am meisten verbreitete Neurose ist die Dummheit“
        mundderwahrheit: WordPress.com

    • Georg K sagt:

      So so… Matheaufgabe im dritten Reich: „Nach vorsichtigen Schätzungen sind in Deutschland 300 000 Geisteskranke, Epileptiker usw. in Anstaltspflege. Was kosten diese jährlich insgesamt bei einem Tagessatz von 4 RM ? Wieviel Ehestandsdarlehen zu je 1000 RM könnten – unter Verzicht auf spätere Rückzahlung – von diesem Geld jährlich ausgegeben werden ?“

      Ihre Antwort sinngemäß: Wenn es eine Prüfung im Fach Sozialkunde wäre und die Prüfungsaufgaben vorgeben würden den anerkannten Stand der Wissenschaft abzufragen, könnte ich eure Empörung nachvollziehen. Es ist jedoch eine Prüfung im Fach Mathematik, und die Prüfungsaufgaben fragen lediglich ab, was *die vorgegebenen Zahlen* hergeben. Es geht um Zahlenverständnis, nicht um Wahrheit.

    • Henning Veitgen sagt:

      Schnickschnack. Wenn es lediglich um den Text ginge, dann wäre nicht minder zu hinterfragen, ob der Text von den Schülern gelesen wird, um die ideologische Befangenheit solcher Texte bloßzustellen. Es wird ja auch kein Schüler an dt. Schulen aufgefordert, „Mein Kampf“ zu lesen und wertungsfrei die Inhalte wiederzugeben.

    • A. Behrens sagt:

      Hallo,

      ich bin in der DDR aufgewachsen und (so sagte man damals ironisch) gelernter DDR-Bürger. Den Grund habe ich vergessen, aber irgendwann erzählte uns ein Lehrer, dass es einen geheimen Lehrplan gäbe.

      Diesen geheimen Lehrplan gibt es in jedem Bildungssystem und gemeint sind Dinge, die eine Schule vermittelt die, aber nicht im Lehrplan stehen.

      Beispiele für den geheimen Lehrplan: Beginn des Schulunterrichts mit einer Schulglocke (soll Schüler daran gewöhnen, dass später im Industriebetrieb die Arbeit auch mit einer Glocke oder Sirene beginnt), feste Taktung der Arbeitszeiten, fixe Pausenzeiten, stupides Wiederholen von Rechenaufgaben (Gewöhnung an langweilige Fließbandarbeit) und so weiter. Um es ganz deutlich zu sagen: Unser Bildungssystem wurde explizit entwickelt, um Kinder auf die Arbeit in Industriebetrieben vorzubereiten. Eine Mindestbildung war für die zukünftigen Industriearbeiter zwingend notwendig und DESHALB wurde die Bildungspflicht samt Schulsystem ersonnen. Nicht umgekehrt.

      Es gibt im geheimen Bildungsplan auch Dinge die unangenehmer sind. Beispiele: Schlechte Schüler lernen ihr Unwissen vor dem Lehrer zu verbergen. Gute Schüler lernen ihr Wissen vor der Klasse zu verbergen. Außenseiter werden ausgegrenzt.

      Der geheime Lehrplan ist deshalb geheim, weil er nicht Teil des offiziellen Lehrplans ist. Selektion und Manipulation von Kindern als Schulziel machen sich halt nicht gut. Studierten Pädagogen/Soziologen sollte der geheime Lehrplan dagegen bekannt sein.

      Und nun das spannende was uns der Lehrer damals erzählte: Hinter dem Bildungssystem der DDR stand ein Programm, bestimmte ideologische Glaubensmuster zu implementieren. Inhalte waren zum Beispiel der Sportunterricht (militärische Vorbereitung), Russisch als Fremdsprache (samt Einführung in angebliche kulturelle Errungenschaften des Sowjetvolkes nach der Oktoberrevolution) oder Geschichte (welche zwangsweise zum Sozialismus führen musste), Mathematik (Einhaltung von vorgegebenen Verfahren und Abläufen, Erziehung zur Ordnung). Selbst in den naturwissenschaftlichen Fächern (neudeutsch als MINT bezeichnet) gab es Indoktrination (Kunstfasern waren halt etwas, was die intellektuelle Überlegenheit der sozialistischen Arbeiterklasse bewies).

      Nett war etwa Kunstunterricht. Es gab zwei große Lernmethoden. „Bildbesprechungen“ bei denen oft Bilder besprochen wurden, die die Ausbeutung der Arbeiterklasse im Feudalismus/Kapitalismus zeigen sollten und „Erschaffen“ bei dem es als Themenwahl vorwiegend um „das glückliche Leben im Sozialismus ging“. Über den eigentliche Inhalt von Kunst, also die Fähigkeit richtig hinzusehen und die verborgene Wahrheit zu entdecken, habe ich in der Schule nichts gelernt. Und soweit ich das mitbekomme, ist es immer noch so.

      Zum Schluss zum Deutschunterricht: Ich musste etwa John Maynard von Fontane auswendig lernen. Dabei geht es um einen Matrosen der sich „für was höheres“ aufopfert. Oder „Deutschland – ein Wintermärchen“ von Heine. Jeweils gab es eine passende Interpretation des Lehrers, die die Überlegenheit einer bestimmten Ideologie demonstrieren sollte.

      Eines gab es übrigens in DDR-Schulen praktisch gar nicht: Politischen Unterricht. Das mag Westdeutschen verwunderlich vorkommen, ist aber so. Erst in den 9/10-Klasse (IMO) gab es dann Marxistische Philosophie. Allerdings ging der Unterricht davon aus, dass das sozialistische Weltbild schon fest verankert war. Ziel des Unterrichts war es vorwiegend (so mein Erleben) Agitationmethoden im sozialistischen Sinne zu lernen. Es ging nicht mehr darum die Kinder selbst zu überzeugen. Das war zu diesem Zeitpunkt bereits geschehen.

      Daher: Die Vorstellung das das neue Curriculum Zufall ist, ist für mich so absurd, dass mir Ihre Meinung es gänge nur um „Textanalyse“ wie von einem anderem Stern vorkommt. Mir fallen jetzt jede Menge Begriffe ein, mit denen ich „zufallsgläubige“ Menschen belegen könnte, aber keinen davon wage ich als Kommentar in einen fremden Blog zu posten.:-)

      Soweit mir bekannt (leider ohne Quelle), wird seit den 70igern bewusst versucht den geheimen Bildungsplan zu erkennen und im Sinne der Ziele der 68iger Generation zu beeinflussen. Genderismus/Frauenförderung ist Teil des Programms.

      • A.Fischer sagt:

        Bin ebenso in der DDR aufgewachsen. Unsere Eltern hatten bereits im Regime davor gelernt, dass „Klappe halten“ überlebenswichtig sein kann. Also überließen sie der Schule die Vermittlung unseres Weltbilds, mit der Überlegung, dass man sich dem jeweiligen System eben anpassen muss. Der Schock 1989 war heilsam für mich: Wer einmal von Kindheit an vertrauensvoll nachgeplappert hat, was Autoritäten wie Lehrer und emotional aufgeladene Bücher an Wahrheiten vermitteln, und wer dann merkt, dass man sich selbst informieren und selbst denken muss, der tut das auch.
        Aber Lehrer sind oft sprachgewandte und gebildete Leute, denen Kinder und Jugendliche vertrauen, so wie ich das damals auch gemacht hatte. Das selbst ein Hochschulstudium nicht vor Dummheit schützt und Lehrer durch ihr persönliches Belehrungsbedürfnis (Erziehung zum „Guten“, was auch immer gerade von oben als Ideologie diktiert wird) beim Hinterfragen und Durchdenken auch ihre Grenzen haben, das wissen viele Kinder nicht.
        Sie möchten von der Autorität anerkannt werden, also sind sie geneigt, vorgelegten Inhalten zuzustimmen.
        Und diese Prüfungsaufgabe ist eben nicht zur Auseinandersetzung gedacht, sondern zur Gewöhnung an diese Lügen und Diffamierungen. Wenn man eine Sache nur oft genug hört, sind viele Menschen geneigt, sie für wahr zu halten. Wenn es ja alle sagen…
        Wer sich erst mal daran gewöhnt hat, akzeptiert als nächsten Schritt auch Maßnahmen gegen den Diffamierten: Wenn diese Gruppe doch so böse ist …
        Sie sprechen vom heimlichen Lehrplan. Der ist nicht heimlich, jeder kann die Erziehungsziele lesen, z.B. auf der Seite des WBGU, der die Bundesregierung berät, zur gewünschten „Großen Transformation“ der Gesellschaft und des Menschen einschließlich der geplanten Agitation und der vorgesehenen Ordnungsmaßnahmen für Unbelehrbare (das hieß zu DDR-Zeiten „Er hat politische Unklarheiten“).
        Man kann auch die Texte der Lehrbücher lesen.
        Erstaunlicherweise sind die Lehrpläne selbst so formuliert, dass nur der Schwerpunkt genannt wird (z.B. Thema Umweltschutz, auch zu Gender ließe sich etwas finden, ich wollte nur nicht lange suchen, deshalb dieses Beispiel). Das heißt, der Lehrer darf selbst entscheiden, ob er zum Beispiel bei diesem Punkt einfach Liebe zu Natur und zum Menschen als natürliches Wesen vermittelt, oder ob er den Menschen als Bestie darstellt und damit die Kinder zum Selbsthass erzieht.
        Für das zweite Ziel findet er reichlich Texte und fertiges Material. Für das erste Ziel, mit dem er nicht den Vorstellungen solcher Regierungsberater wie dem WBGU oder erfolgreichen NGO-Lobbygruppen dient, muss er sich alles mühsam selbst erarbeiten.
        Ganz klar, dass Lehrer als auch nur normale Menschen („Die Genossen da oben werden schon wissen, was sie tun, sie haben doch den Überblick“) und mit Zeitknappheit zu den gewünschten Materialien greifen.
        Der widerliche Text wird hier „Prüfungsaufgabe“ genannt. Dann wäre der Lehrer dienstverpflichtet, ihn auszuteilen und bearbeiten zu lassen. Wenn er wie oft bei „Prüfungsaufgaben“ nur als Aufsicht da ist, hat er hinterher nicht einmal die zeitliche Möglichkeit, das Geschriebene kontrovers zu diskutieren, da er diese Klasse vielleicht gar nicht im Unterricht hat.
        Und Prüfungssituationen haben etwas von Wahrheit und Gerechtigkeit. Kinder und Jugendliche sind hier besonders wenig darauf gefasst, so ganz nebenbei belogen, beleidigt (Männer als Schädlinge) und missbraucht zu werden (Die Behauptung, besser zu sein, ist so korrumpierend, dass man als „Besserer“ geneigt ist, die Aussage zu unterstützen).
        Kinder sind das bewusste Ziel von „guten“ Lobbygruppen. Sie lassen sich sogar gegen die eigenen Eltern aufhetzen, wie es vergangene Systeme immer wieder gezeigt haben.
        Ich habe nicht erwartet, dass nach dem Zusammenbruch eines Indoktrinationssystems dasselbe wieder versucht wird.
        Gender/Männerhass ist mir bis jetzt noch nicht in Unterrichtstexten aufgefallen. Aber hier schreiten die Unis voran, siehe Leipzig („Herr Professorin“).
        Die meisten verwechseln Gender auch mit Gleichberechtigung der Frau.
        Und nachdem ich das neue Buch von Bernhard Lassahn gelesen habe und diesen Text gesehen, da befürchte ich, dass wieder das passiert, wovon bisher alle Diktaturen und Ideologen profitiert haben: Man meint, solchen Blödsinn kann doch keiner ernsthaft wollen und ignoriert es.
        Frau Diefenbach und Herr Klein haben mit jedem Wort recht.
        Ich werde mich ab jetzt ganz bewusst gegen jeden Versuch der Genderpropaganda stellen und auch gutgläubige Kolleginnen informieren, was hier gespielt wird.
        Männer und Frauen gegeneinander auszuspielen und ihre Liebe und Partnerschaft zu zerstören, ist infam.
        Das wollen Frauen nicht und werden es nicht zulassen.

    • Heinz sagt:

      Wenn es um Textanalyse geht, wieso gibt es dann keine Aufgabe zur Analyse der Propaganda?
      Das ist doch sehr wichtig, oder?
      Also wir hatten das immer gemacht, wenn wir uns Propaganda aus z.B. dem 3. Reich anschauten.
      + s.h. Antwort von Michael Klein

  4. baldasar sagt:

    Ist das wirklich real?
    Hat jemand ne Mail an diese Schule geschickt und gefragt ob das real ist? Ich kanns net fassen…

  5. Lehrer sagt:

    Menschenbild und Freiheit

    a) ich glaube nicht, dass Menschen bedingungslose Sklaven dessen sind, was sie lesen.

    b) am gefährlichsten sind nebenbei vorüberhuschende Manipulationen, die man nur so mithört über die Dinge, die einem nicht sonderlich wichtig sind. Wenn man aber zum genauen Durchdenken gezwungen wird, macht man sich unweigerlich EIGENE Gedanken.

    c) Es gibt eine Primitivpädagogik, die bereits erfolgreich in allen totalitären Systemen gescheitert ist. Die geht exakt so: Ich gebe den Schülern vor, was sie denken sollen, und vertraue darauf, dass sie dann auch so denken.

    d) ich vermute, Sie haben den als „real“ behaupteten Sozialkismus nicht miterlebt. Die Fähigkeit zum kritischen Dagegendenken in einer Zeit, in der genau dieses nicht stattfinden durfte, wurde unterstützt von solchen Lehrern, die uns dazu brachten, uns die nachzu-denkenden Sätze (im Sinne von oppoprtunistisch hnterherzudenken, zu befolgen) GENAU anzusehen. GENAU! Sie konnten dabei auf jede EXPLIZITE Kritik verzichten und darauf vertrauen, dass, wer sich angewöhnt, Texte GENAU anzusehen, auch früher oder später beginnt, sie nicht meht einfach so hinzunehmen.

    e) es gibt eine pseudolinke Lehrerschaft westlicher Provenienz, die genau so in der Schule agiert, wie es schon im Sozialismus gescheitert ist.

    Mich wundert, dass critical science mit einem ähnlich naiven Menschenbild zu agieren scheint. Im Ende ist es WURSCHT, ob diese Textaufgabe affirmativ oder hintersinnig kritisch gedacht ist. Es ist esser, die Schüler lernen, sich solchen Schwachsinn GENAU anzusehen als von ihm so nebenher beeinflusst zu werden.

    Wobei ich gar nicht bestreite, dass die Aufgabenstellung den Eindruck macht, sie stamme aus dem Politbüro selbst. Nur bin ich mir eben nicht so sicher, ob da jemand das, was hier kritisiert wird, nicht absichtlich oder unabsichtlich vorführt.

    Was mch teils beängstigt, teils belustigt (eine wirklich sehr eigenartige Mischung) ist das Menschenbild, das nicht nur – sollte sie denn tatsächlich IN DER HIER KRITISIERTEN WEISE ernst gemeint sein – hinter dieser Aufgabenstellung steckt, sondern auch an der Kritik daran HIER.

    Manchmal ist es besser, Dummheit sich selbst vorführen zu lassen – und wie gesagt: Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob der Aufgabensteller wirklich so prinmitiv denkt wie die daran geäußerte Kritik.

    • Warum ersetzen in Diskussionen nach kurzer Zeit Unterstellungen Argumente. Wo sehen Sie ein naives Menschenbild? Das einzige, was ich hier finde, und als naiv bezeichnen könnte, ist ihr Glaube, dass man es Jugendlichen immer dann, wenn es opportun erscheint, selbst überlassen kann, herauszufinden, dass sie gerade manipuliert werden sollen, während man immer dann, wenn es nicht opportun erscheint, mit Jugendschutz daherkommt.

      Finden Sie es nicht naiv, die Kerze brennen zu lassen, weil sie davon ausgehen, dass der Nachwächter es schon kontrollieren wird? Ist das bei Ihnen so, dass sie die Bewertung von Dingen und Fragen von Anstand und Anständigkeit anderen überlassen, weil man selbst will ja alles, nur nicht Stellung beziehen, womit wir beim Kern sind: Es ist weder anständig noch mit meinem Bildungsideal zu vereinbaren, Jugendlichen aus „pädagogischen Zwecken“ erlogenen Schwachsinn vor die Nase zu setzen und zu schauen, ob sie es glauben oder nicht. Darum geht es übrigens auch in diesem Post nicht, insofern ist ihr Vorwurf des naiven Menschenbilds an der Sache vorbei, Thema verfehlt, wie man in der Schule wohl sagt. Einfach auf den Punkt gebracht: Wenn Sie Recht hätten, dann müssten Sie konsequent sein und Flugblätter der NSU (sofern es sie gibt) oder das Parteiprogramm der NPD im Unterricht „aus pädagogischen Zwecken“ und vielleicht als Lückentext einsetzen. Aber das machen Sie nicht. Vielmehr huldigen Sie dem Zeitgeist und nutzen Gender-Unsinn, nachweislichen Unsinn. Werden Sie mit dem Unsinn konfrontiert, dann ziehen Sie sich auf den Punkt zurück, das sei ja nur aus „pädagogischen Zwecken“, jau, wenn es so ist, dann her mit dem NPD-Parteiprogramm. Sie haben sich hier massiv in ein Dilemma verrannt und damit komme ich zur Naivität: Entweder Sie haben ein naives Menschenbild und denken, Schüler kann man abfüllen wie leere Tonnen, dann dürfen Sie natürlich das NPD Parteiprogramm nicht einsetzen oder sie haben es nicht und dann bin ich schon gespannt, ob Sie sich trauen, das Programm einzusetzen, „aus pädagogischen Zwecken“ versteht sich.

      Übrigens geht es in dem Post um Manipulation und wenn Sie richtig gelesen hätten, dann hätten sie bemerkt, dass eine Konditionierung durch Wiederholung funktioniert. Diese Prüfungsaufgaben und der Blödsinn „Ist der Klimawandel ein Mann?“ sind Teil eines großen Ganzen oder wollen Sie mir hier erzählen, das seien einmalige Ausrutscher und ansonsten benutzen Sie das Parteiprogramm der NPD aus „pädagogischen Zwecken“.

      Da nachweislich Lehrer mit dem Textverständnis Probleme haben, haben wir bei ScienceFiles mit ihrer „lass-Schüler-selbst-herausfinden,-dass-das-Quatsch-ist“ Methode erhebliche Probleme.

      • Lehrer sagt:

        Bitte antwortenm Sie auf MICH

        „ihr Glaube, dass man es Jugendlichen immer dann, wenn es opportun erscheint, selbst überlassen kann, herauszufinden, dass sie gerade manipuliert werden sollen, während man immer dann, wenn es nicht opportun erscheint, mit Jugendschutz daherkommt. “

        Wann bin ich je mit Jugendschutz gekommen? Ich halte diesen Schwachsinn für völlig sinnlos. FSK 18 ist nichts als Werbung, die sich an unter 18-jährige richtet.

        NPD-Parteiprogramm? Ehrlich gesagt, ich finde, man sollte Schüler mit JEDEM Parteiprogramm konfrontieren. Denken erlernt man aus der Arbeit mit Widersprüchen.

        Ja, dass Manipulatoren glauben, durch Wiederholung würden ihre Phrasen sich in den Köpfen besser estsetzen, das ist der Glaube der Manipulatoren. Allerdings hebt Wiederholung das Wiederholte in seiner Phrasenhaftigkeit hervor und machjt es in seiner Sinnlosigkeit leichter durchschaubar.

        Sie kennen doch den alten Schulscherz: Man wird bei was erwischt und muss danach hundertmal schreiben: WIch soll keine unanständigen Wörter benutzen.“ Glauben Sie, dass dadurch ein einziges unanständiges Wort aus der Spreache verschwunden ist? Ich behaupte sogar, solche Standard-Erlebnisse tragen sogar dazu bei, dass sie sich ausweiten.

        Ich glaube an den Freiheitssinn und die Rebellionslust der Menschen.

        Dass ein Großteil der Lehrerschaft sich aus den angepassten Opportunisten zusammensetzt, die tatsächlich schon als Schüler so zu funktionieren versuchten, wie es die Manipulationswissenschaft namens Pädagogikt behauptet, sei unbestritten. Dass Schule und Schüler darunter leiden, ebenso. Ich aber baue meine Hoffnung auf die, die das durchschauen. Und das sind mehr als Sie denken!

        • Ja, ich würde ja gerne auf „SIE“ antworten, aber ich kenne SIE nicht, ich kenne nur jemaden, der sich hinter einem Pseudonym verbirgt, das nahelegt, dass er/sie Lehrer ist. Insofern finde ich ihr Bestreben nach persönlicher Ansprache etwas befremdlich, da Sie sie unmöglich machen.

          Ansonsten habe ich Ihrem Kommentar nichts hinzuzufügen, außer der Feststellung, dass der Verweis auf den Jugendschutz von mir vorgenommen wurde, um einen Widerspruch in Ihrer Argumentation aufzuzeigen, was sie bequemerweise hier übersehen haben. Davon geht der Widerspruch allerdings nicht weg.

          Im Gegensatz zu Ihnen glaube ich nicht, dass Schule ein Ort ist, an dem es darum gehen kann, Jugendliche mit politischen Qutach vollzustopfen, sondern dass in Schulen Wissen vermittelt werden soll. Entsprechend wäre meine Forderung, alles aus dem Curriculum zu entfernen, was dort nichts zu suchen hat, also Themen wie „Staatsbürgerkunde“, „sexueller Missbrauch“, Sozialkunde komplett, schlicht alles, was missbraucht werden kann, um ideologische Inhalte zu transportieren. Es dürfte, wie der Kommentar von Georg K. schon schwirieg genug sein, in den verbleibenden Fächern Ideologien heraus zu halten und zu vermeiden, dass Schulen von Ideologen zu ihren Tummelwiesen gemacht werden. Vielleicht wäre es sowieso das beste, öffentliche Schulen komplett zu schließen und durch private Schulen zu ersetzen.

          • Lehrer sagt:

            Bitte zitieren Sie doch die Stelle, an der ich von Jugendschutz speche. Ich selbst finde sie nicht in meinem Text.

            Könnte es sein, dass Sie im Furor des Widerlegens immer gegen dieselben „Feinde“ anrennen – selbst dann, wenn jemand erstens ganz anders argumentiert und Ihnen zweitens sogar großenteils zustimmt, aber eben doch in eigenen Punkten nicht nur zustimmt, dabei aber doch eigentlich ganz anders argumentiert als die liebgewonnenen gewohnten „Feinde“? Und von anderen Erfahrungen (DDR) und Wertvorstellungen aus als denen, die Sie und Ihre „Feinde“ offensichtlich teilen?

            • Bislang habe ich darüber hinweg gesehen, dass Sie persönliche Bewertungen mit Ihren Kommentaren mischen. Aber nun ist Schluss. Ich verbitte mir jegliche Spekulation über meine Person, ich habe ja auch nicht darüber spekuliert, warum Sie so verbissen an einem Punkt festhalten, den ich schon vor mehreren Kommentaren als meinen ausgewiesen habe (obwohl das nicht notwendig gewesen wäre, denn Lesen hätte das Rätsel schnell gelöst: Aber nochmal: ich habe auf den Jugendschut verwiesen, ich habe den Jugendschutz als Argument gebraucht, um einen Widerspruch bei Ihnen aufzuzeigen, der entsprechende Verweis findet sich in meinem Kommentar. Soll ich nun wie Sie das tun, darüber spekulieren, wie diese Fixierung auf Ihre Kommentare und dieses verbissene „ich hab das gar nicht gesagt“, diese offensichtlich reflexartig eingenommene Verteidigungshaltung zu erklären ist? Also wenn Sie hier weiter kommentieren wollen, dann sparen Sie sich bitte alle Spekulationen über meine Person. Es gibt in meinem Leben genau eine Person, die Bewertungen meiner Person vornehmen darf (und auch die dazu notwendigen Informationen zur Verfügung hat). Sie sind es nicht.

            • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

              @Lehrer,

              es ist sehr, sehr schade, dass Sie so emotional und persönlich werden, denn Ihre Erfahrungen und Einschätzungen als Lehrer sind ja für uns und unsere Leserschaft interessant.

              Es ist Ihrer Argumentation auch überhaupt nicht zuträglich, wenn Sie suggerieren, dass Ihnen sachliche Argumente ausgehen und Sie dazu übergehen müssen, die Position anderer Menschen durch persönliche Angriffe zu diskreditieren.

              Im übrigen ist das, was Sie Herrn Klein geschrieben haben, ein Fehlschluss ad hominem, und was sollen Ihre Schüler (und die hier lesende Öffentlichkeit und Herr Klein und ich) denken, wenn Sie als Lehrer, der das Schulmaterial, über das wir hier diskutieren, wenn nicht verteidigen, so doch tolerieren möchte, solchen einfach durchschaubaren Fehlschlüssen aufsitzen?

              (Ich hoffe, in einer Antwort auf mich enthalten Sie sich ggf. solcher Dinge, sonst werde ich am Ende auch noch emotional und drücke entsprechend aus, was ich von solchen Dingen halte.)

    • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

      @Lehrer,

      ich finde Ihre Entgegnung argumentativ sehr schwach (um beim Thema „Argumentationsqualität“ zu bleiben), und zwar aus Gründen, die Michael Klein schon genannt hat.

      Erstaunlich, aber wenig belustigend, finde ich vor allem, dass Sie als Lehrer mit einem naiven Menschenbild gegen eine Position argumentieren wollen, wenn sich mindestens ebenso gut als Charakeristikum Ihrer Position identifizieren lässt (wenn nicht weit besser).

      Entsprechend Ihrem Menschenbild sehen sich also 14jährige Schüler mehrheitlich und von sich aus GENAU an und durchdenken kritisch, was Ihnen ein Lehrer, der in der schulischen Hierarchie deutlich über ihnen rangiert und ihr Wohl- oder Fehlverhalten per Note sanktionieren kann, zur Lektüre vorsetzt, und dann äußern sie das kritische Gedankengut auch noch in der Schule, diesem Lehrer gegenüber, ja? Denn nur dann ist ja erkennbar, dass sie es tatsächlich haben; wenn sie es nicht äußern, dann gibt es keinen Hinweis darauf, dass sie es haben, und einfach zu behaupten, dass sie es hätten, ist in der Tat naiv und nicht das, was man ein Argument nennt. Das wäre etwa so, als würde ich sagen: Wenn Ihre Schüler nicht können, was Sie lernen sollen, dann liegt das eben einfach daran, dass Sie nicht unterrichten können.

      Wenn Sie meine Antwort auf ben, die ich auch Ihnen zur Lektüre empfohlen hatte, gelesen hätten, wüssten Sie, dass ich im übrigen nicht der Auffassung bin, dass die Praxis, Schüler solchen Schwachsinnstexten auszusetzen, akzeptabel ist, weil man davon ausgehen kann, dass sie sie sowieso nicht ernstnehmen. Wenn Sie meinen, dass Schüler nicht ernstnehmen, was Ihnen in der Schule geboten wird, dann erklären Sie bitte mir und dem Rest der Steuerzahler, warum wir uns ein öffentlich finanziertes Bildungssystem leisten sollten.

      (Vielleicht haben Sie meine Antwort auf ben auch gelesen, aber die Argumentationsstruktur nicht entschlüsseln können, was teilweise erklären würde, warum Sie mit dem seltsamen Text, mit dem Schüler belästigt werden, keine Schwierigkeiten zu haben scheinen.)

      Ihre Naivität nicht nur in Sachen Menschenbild, sondern auch in Sachen Bildungspolitik, ist erstaunlich und beunruhigend wenn man bedenkt, dass Sie Lehrer sind und allen Anlass haben sollten, mit Bezug auf beides kritischer umzugehen als Sie es tun.

      • Lehrer sagt:

        „Wenn Sie meinen, dass Schüler nicht ernstnehmen, was Ihnen in der Schule geboten wird, dann erklären Sie bitte mir und dem Rest der Steuerzahler, warum wir uns ein öffentlich finanziertes Bildungssystem leisten sollten.“

        1. Uns umgibt viel Schwachsnn. Damit muss man umzugehen lernen. Da wir in einem gesellschaftichen Klima leben, in dem nicht mehr überall alles offen agesprochen werden kann, ist es logisch, dass sich Subversionstechniken herausbilden können, die an die DDR erinnern. Ich persönlich neige zu Klartext, aber ich kenne die Umstände (und kannte die DDR) gut genug, um verstehen zu können, warum die wenigen noch selbständig denkenden Kollegen auf solche Techniken ausweichen (um es zu wiederholen: ich behaupte nicht, dass diese Arbeitsblätter so gedacht sind, aber es KÖNNTE sein – auf jeden Fall sind sie geeignet, denkenden Schülern den Schwachsinn deutlicher zu machen, als wenn es sie nicht gäbe. Das Schöne an Propaganda ist, dass sie ab einemb estimmten Grad an Blödheit selbstentlarvend wird – man kann dann nur nicht mehr entscheiden, ob der jeweilige Propagandaingenieur nicht wmöglich ironisch und subversiv agiert).

        2. Schule war mal. Seit den Peripatetikern gibt es keine Schule mehr, sondern Dressuranstalten (und Sie argumentieren hier überraschender Weise im Geiste derjenigen, die sich Schule als nichts anderes als Dressuranstalten vorstellen können – aber natürlich BESSERE Dressur wollen).

        3. Selbständiges Denken entwickelt sich aus dem Denken GEGEN Denkvorgaben. GUTE Lehre (die sehr selten ist) unterstützt das durch entsprechend widerspruchfördernde Vorgaben, schlechte Lehre ist in dieser Hinsicht gleichgülltig, weil doch ohnehin kein ernst zu nehmender Kopf das nach-denkt, was ihm vorgekaut wird. Und beim Rest ists eh egal ob man ihm das Einmaleins nach Adam Riese oder das Hexeneinmaleins vorlegt. Er lernts auswendig und vergisst es wieder.

        4. Eine der größten Ressourcenverschwendungen unserer Zeit trägt den Namen „Schulreform“. Menschen brauchen Denkvorgaben an denen und gegen die sie sich abarbeiten können.

        5. Was ich diesen Arbeitsblättern vorwerfe, ist Banalität. Besser wäre es, die Schüler direkt mit den wenigen halbwegs anspruchsvollen Quellen geenderistischen Denkens (Judith Butler) zu konfrontieren, damit sie lernen, dem gewachsen zu sein. Aber wir kennen den Kontext ja nicht, in dem diese Arbeitsblätter durchaus auch als auflockernde Satire auf medial verbreiteten Standardunsinn geringsten Anspruchsgrades fungieren können, WENN sie so eingesetzt werden.

        Prinzipiell glasube ich als Anti-Sozialist aber nicht daran,. dass Pädagogik Menschen beliebig formen kann. Sonst könnte ich ja gleich Genderist werden…

        • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

          @Lehrer

          1. „Uns umgibt viel Schwachsnn. Damit muss man umzugehen lernen.“

          Nein, man muss lernen, sich gegen Schwachsinn zu verwahren, ihn als solchen zu identifizieren und gegen ihn vorzugehen. Ansonsten stimme ich Ihnen in vielem, was Sie unter Punkt 1 nennen, zu.

          2. Ja, auch hier stimme ich Ihnen zumindest teilweise zu. Aber ich sehe nicht, inwiefern das eine Antwort auf meinen Kommentar zu Ihrem Kommentar sein soll.

          3. Ja, stimmt auch. Und wie viele in diesem Sinn gute Lehrer, glauben Sie, haben wir an deutschen Schulen zur Zeit? Und glauben Sie, dass die derzeitige Lehrerbildung die Entwicklung von in diesem Sinnn guten Lehrern fördert? Und wie viele von den in diesem Sinn guten Lehrern, die es zweifellos gibt, haben die Möglichkeit und den Mut, ihre Qualitäten im Unterricht und angesichts (oder trotz) des vorgegebenen Materials zu zeigen? Ich hoffe, dass es viele sind, aber ich denke, man braucht es Ihnen nicht unnötig schwer zu machen, wie z.B. durch die Aufoktroyierung schwachsinniger Unterrichstmaterialien.

          4. Nein, so würde ich das nicht sagen, denn ich denke, der Begriff „Denkvorgaben“ ist sehr problematisch, weil der persönliche Werte und Überzeugungen ebenso bezeichnen kann wie ideologische, aufoktroyierte Parolen und Denkschablonen.

          Ich würde lieber sagen: Menschen brauchen erstens Informationen und zweitens die Instrumente der Logik und des kritischen Denkens, um sich bewerten zu können.

          5. Weder Herr Klein noch ich glauben, dass Propaganda und Manipulation Menschen „beliebig formen“ kann. Das ist aber nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass man sich nicht sehenden Auges in diese Gefahr begeben muss und dass es ein Armutszeugnis eines Bildungssystem ist, wenn man auf die größere Kritikfähigkeit von 14jährigen als von Erwachsenen, die Schulmaterialien erstellen, hoffen muss.

          Alles in Allem bin ich verwundert darüber, dass wir sehr vielen Hinsichten mehr oder weniger übereinzustimmen scheinen, aber dennoch das, worin wir nicht übereinstimmen (Weg mit dem Schwachsinns-Text aus Schulen oder nicht?) so in den Vordergrund tritt….

          (Vor allem Ihre Reaktion auf Michael Klein war so besehen völlig unverständlich und unnötig.)

    • Georg K. sagt:

      Mag sein, dass Propaganda im Unterricht den Schüler diesen nicht zu überzeugen vermag. Die psychologische Wirkung ist dennoch vorhanden, freilich auf andere Art. Der in Deutschland leider weitgehend unbekannte britische Essayist Theodore Dalrymple schreibt dazu:

      “In my study of communist societies, I came to the conclusion that the purpose of communist propaganda was not to persuade or convince, not to inform, but to humiliate; and therefore, the less it corresponded to reality the better. When people are forced to remain silent when they are being told the most obvious lies, or even worse when they are forced to repeat the lies themselves, they lose once and for all their sense of probity. To assent to obvious lies is…in some small way to become evil oneself. One’s standing to resist anything is thus eroded, and even destroyed. A society of emasculated liars is easy to control. I think if you examine political correctness, it has the same effect and is intended to.”

  6. Pingback: my.spread.ly - home of your sharing-stats

  7. Simon Hartmann sagt:

    Die SchülerINNinnen und SchülerInninninnen werden tagtäglich in der Schule mit dem Gender und-Klima-Schwachsinn zugemüllt. Der Al-Gorefilm „Eine unbequeme Wahrheit“ wird jährlich vorgeführt, da ist dieser Prüfungs-Müll nur eine logische Fortführung der ökofschistischen Gehirnwäsche-Propaganda.

    Das ganze wird dann noch garniert mit Kampf gegen rechts der links-sozialistischen GutmenschenlehrerINNinnen.

    Zum Kotzen!

  8. Bergische Löwin sagt:

    Für mich sind solche Auswüchse schlicht die logische Folge von persönlich gescheiterten und gestörten Menschen an der Macht. Frauen aus kaputten Familien, ausgestattet beispielsweise mit Hass auf den Mann, der vielleicht einst die Mutter verlassen hat (zu diesem Ereignis gehören übrigens immer zwei, auch die verlassene Mutter). Glückliche Frauen mit einem gesunden Verhältnis zu Männern könnten so einen Stuss gar nicht verzapfen.

    Es genügt ein Blick auf die Menschen, die derzeit in unserer Gesellschaft Macht innehaben, wieviel Prozent kommen aus intakten Familien, wieviele leben in intakten Familien, wieviele sind nicht geschieden, wieviele haben Kinder? Wieviele dagegen sind selbst Scheidungskinder, sind selber geschieden, sind ohne Kinder oder homosexuell?

    Eine derartige Statistik, die Ergebnisse aufgefächert nach Parteien, würde mich sehr interessieren. Ich behaupte, hier finden sich Antworten auf diese entsetzliche und unselige Entwicklung. Gibt es diese höchst interessante Erhebung vielleicht sogar schon?

    • Michel Houellebecq sagt:

      Das eigene Schicksal mit einem vermeintlich gesellschaftlichen Allgemeinzustand gleich zu setzen, das muss diesen gestörten Individuen aber zuerst einmal möglich gemacht werden! Diese wirklich ganz wüste Vermischung ist das Resultat einer völlig gestörten Denk- und Geisteskultur. Betrachtet man Wissen als etwas, dass, ähnlich dem Aufbau einer Pyramide, hierarchisch verteilt-, bzw. strukturiert ist, dann muss man langsam ernsthaft davon ausgehen, dass dieser intellektuelle Zersetzungsprozess vom oberen Ende ausgeht: Der Fisch beginnt immer vom Kopf her zu stinken, sagt man in der Schweiz. Das trifft hier eindeutig zu!

  9. Michel Houellebecq sagt:

    Ich bin buchstäblich sprachlos! Schon 200 Lehrstühle umfassen die Genderwissenschaften schon an deutschen Universitäten- um was genau zu bewirken? Die einfachst konstruierte Denkschablone (weisser, heterosexueller) Mann = böse und Frau = gut endgültig in den Köpfen der Menschen zu verankern?!

    Die Genderwissenschaften gerieren sich immer mehr wie eine politisch motivierte, wissenschaftliche Ausrichtung. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass es sich um eine politische Bewegung- und weniger um eine Wissenschaft handelt. Und genau das ist der springende Punkt: Wieviel Politik darf in einer Wissenschaft enthalten sein, ohne dass sie dabei zu einer Interessensvertretung wird, die lediglich den Zielen ganz bestimmter Kreise zudient?

  10. Christoph Brückner sagt:

    Sehr geehrter Herr Klein,
    sehr geehrte Frau Dr. Diefenbach,

    vielen Dank für diesen Artikel. Ich habe ihn zum Anlass genommen, einen Brief an das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus zu schicken mit der Bitte um Überprüfung der Text- und Prüfungsfragenauswahl im Hinblick auf eine einseitig negative Darstellung von Männern.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dipl.-Psych. Christoph Brückner

  11. Sebastian sagt:

    Das ist Volksverhetzung und mehr nicht. Leider anscheinend straflos zu begehen.

    Ich differenziere da auch nicht mehr gross. Feminismus, Gendermüll…alles dieselbe faschistische Scheisse:

    YouTube

    Der Film ist die pure Wahrheit. Bald ist hier alles verboten.

    Ich frage mich nur: Wieso unternimmt denn keiner was.

    Im Übrigen:

    Selbst wenn der Müll stimmen würde: Lieber Klimawandel zum Warmen als eine neue Eiszeit.

    Hat doch nur Vorteile. Zumindest mehr als andersherum.

    Aber soweit denken die gar nicht.

    Alle paar tausend Jahre wird auch die Sahara grün und Gletscher bilden sich in Europa.

    Das Klima wandelt sich. Mehr nicht.

    Alles andere ist Bullshit.

    Co2 lässt Pflanzen wachsen und ist kein „Todesgas“ ihr Armleuchter.

    • Lehrer sagt:

      Sorry, ich wollte niemand verletzen, aber ich habe heftig, offensichtlich wohl zu heftig reagiert, weil ich mich grundsätzlich missverstanden fühlte und zwar so grundsätzlich, dass ich dies für mich zunächst nur als unbeabsichtige Unterstellung erklären konnte.

      Aber egal! So oder so muss es sich um ein Missverständnis handeln und das würde ich denn doch gerne aufklären. Entweder habe ich mich falsch ausgedrückt, dann muss ICH das klarstellen, oder es wurde in meinen ersten Kommentar etwas hineingelesen, was nicht in ihm steht, dann sollte auch das geklärt werden. Jedenfalls finde ich für mich keinen Beleg dafür, dass ich mit „Jugendschutz“ argumentiert hätte (was meinem Denken völig fremd wäre). Natürlich geht es nicht nur um den Juggendschutz, aber an dem hängen doch viele Folgerungen für die Interpretation meines Kommentars.

      Nun will ich die Möglichkeit nicht bestreiten, womöglich irrtümlich so formuliert zu haben, dass sich daraus von mir unbeabsichtigte Interpretationsmöglichkeiten ergeben können. Aber dann würde ich doch bitte die konkrete(n) Stelle(n) genannt bekommen. Die Antwort von Herrn Klein ist in dieser Hinsicht für mich leider deshalb nicht hilfreich, weil da zwar steht, „während man immer dann, wenn es nicht opportun erscheint, mit Jugendschutz daherkommt“, diejenige(n) Formulierung(en) von mir aber leider nicht genannt sind, aufgrund derer der Eindruck entstand, ich würde „immer dann, wenn es nicht opportun erscheint, mit Jugendschutz daherkomm(en)“. Wo also bin ich so interpretierbar?

      Vielen Dank für Ihre Hilfe bei der Klärung dieses Missverständnisses – ich gehöre zu denen, die wissen, dass Sie Fehler machen, gerade deshalb aber auch selbstverständlich sich bietende Gelegenheiten nutzen, sich über Ihre Fehler zu informieren, um aus Ihnen zu lernen – und einer meiner Fehler ist es zweifelsohne hin und wieder zu schnell zu reagieren und unüberlegt zu formulieren. Umso wichtiger ist mir gerade in diesem Fall, die konkrete Fehlerquelle benennen zu können.

      • Lehrer sagt:

        Für eine Antwort auf meine Frage wäre ich jedoch SEHR DANKBAR.

      • [Jugendschutz]
        Vor Porno, also vor dem Leben, will man die Jugend schützen, aber vor geschichtlichen Lügen, ideologischer Verblendung, Werbemüll und unwissenschaftlichem Müll nicht. Schöner Jugendschutz!

        Carsten

        Das bißchen, was ich telephoniere, kann ich auch trommeln

  12. lebensführerschein statt benotung, bewusstsein statt konditionieren
    wir brauchen LEBENsschulen für kinder
    herkömmliche schule dient dem establishment und erzieht bestenfalls nützliche idioten
    http://www.lebedeinleben.de

  13. agztse sagt:

    ausdrucken und an deutschen schulen/gymnasien auslegen. kinder und jugendliche sind kritischer als man denkt, aber wenn sie nur die gegenderte sülze der bildungsfaschisten vorgesetzt bekommen ist klar das sie abstumpfen.

  14. Die Argumente in den Kommentaren, die den Text als Analysegegestand verteidigen, könnten vielleicht richtig liegen.

    Dennoch würde ich sehr stark gegen solche Texte warnen, da es tatsächlich nicht wenige Feministen und Gender-„Wissenschaftler“ gibt, die solche Ansichten nicht nur vertreten, sondern tatsächlich auch Schülern beibringen wollen. Dies kann man z.B. sehr gut in Schweden sehen, wo Kritiker z.B. die entsprechenden Uni-Kurse als reine feministische Gehirnwäsche ansehen. Wenn man bedenkt, wie schwach ausgeprägt das Vermögen zum kritischen Denken in der aktuellen Altersgruppe ist, wäre ein solcher Text nicht nur potentiell gefährlich, sondern es kann sehr gut sein, dass dieser Weg bewusst benutzt wird, um (unter vorgetäuschter Harmlosigkeit) die Kinder zu indoktrinieren.

    Zum Teil muss ich aber den Text Recht geben: Falls Männer wie Frauen wären, gäbe es erheblich weniger Umweltverschmutzung: Schliesslich würden wir dann noch im Steinalter leben, mit entsprecher Mangel an Technologie und entsprechenden Bevölkerungszahlen—oder aber schon ausgestorben sein.

    • Die Argumente in den Kommentaren, die den Text als Analysegegestand verteidigen, könnten vielleicht richtig liegen.

      Und die Entgegnungen auch, daß damit dem Opfer unbewußt etwas untergeschoben wird.

      Zum Teil muss ich aber den Text Recht geben: Falls Männer wie Frauen wären, gäbe es erheblich weniger Umweltverschmutzung: Schliesslich würden wir dann noch im Steinalter leben, mit entsprecher Mangel an Technologie und entsprechenden Bevölkerungszahlen—oder aber schon ausgestorben sein.

      Es hat funktioniert.

      Carsten

      Griechische Blinde können wieder sehen
      Nach Kontrollen auf der griechischen Insel Kalymnos haben zwei Drittel der Empfänger von Sozialleistungen für Sehbehinderte ganz plötzlich ihr Augenlicht wiedergefunden. Von 152 Anfang Juni untersuchten „Patienten“ seien 100 entgegen eigenen Angaben weder blind noch anderweitig in ihrem Sehvermögen eingeschränkt gewesen, teilte die griechische Sozialversicherungsagentur IKA mit. Die FAZ entschuldigt dies mit unseren Hartz IV-Betrügern. Es ist aber wohl eine Frechheit, wenn der deutsche Steuerzahler auch noch die anderen Sozialbetrüger der EUdSSR unterstützen soll.
      http://pi-news.net

      • Eventuell hast du den Sinn von dem letzten Absatz falsch verstanden: Dieser ist eine Anspielung auf die Art, wie Feministen gerne selektiv alles Negatives hervorheben (sei es real oder, häufiger, erfunden und verdreht) ohne das Positive zu beachten. Ich kontrastiere hier mit einem Bild von dem was wahrscheinlich passiert wäre, wenn die Männer so wären, wie die Frauen, und der mit grossem Abstand positive Nettobeitrag der Männlichkeit entfallen wäre. Die feministische Utopie stellt sich dann nicht als ein reiches Land ohne Umweltverschmutzung aus—sondern als Lehmhütten und Hunger.

  15. Peter Stenzinger sagt:

    Arschlochfreiezonen findet man doch nicht in Gymnasien.

  16. Regina sagt:

    Nun ja, wen wundert’s? Die Entwicklung seit mehr als 20 Jahren geht in die Richtung, dass der Mann schon in der Grundschule, nein sogar im Kindergarten als potentielle Gefahr für die Gesellschaft deklariert wird und aus dieser Rolle nicht mehr freikommt, sich in diese schließlich einlebt und immer eine Kontra-Haltung bezieht, weil er sich wegen seines Geschlechtes für alles rechtertigen muss. Die Frauen sind wohl auf der Überholspur, was Schule angeht, soll heissen: Die Männer waren schon immer dümmer, jedoch wurden sie bevorteilt.
    Die Entwicklung ist insofern fatal, weil die Urtriebe der Männer unterdrückt werden, von Grundschullehrerinnen, die bereits in frühen Jahren die Jungen kriminalisieren. Ich flaube Man(n) hat das Gefühl, den Faden verloren zu haben.

  17. jck5000 sagt:

    Späte Nachmeldung – ich hatte gestern eine sehr aufschlussreiche Unterhaltung über türkische Politik („nobody gives a shit about that park, they are complaining that alcohol is getting more and more expensive, but that’s a good thing, otherwise we’d go bankrupt like the greeks and spaniards“) – der Sinn und Unsinn des Fragebogens kam mir dann plötzlich: PISA. Jahrelang waren die bayerischen Schüler besser als die Bremer, Hamburger, Berliner… eigentlich fast alle anderen. Ein Hamburger Abitur hat den Anspruch eines Hauptschulabschlusses in München, et cetera et cetera. Und nachdem das sein Jahren alle wissen, und die (durchgegenderten) Stadtstäätler einfach nicht besser wurden – tja, dann bleibt ja nur die zielgerichtete Verdummung der Bayern…

    (Wenn jemand meine Theorie nicht mag: Ich bin für bessere offen.)

    Dann kam hier aber mehr als nur der Testbogen, vor allem das „ich bin ja Ihrer Meinung, nur anders“-Gerede von „Lehrer“, der zwar sagt, „am gefährlichsten sind nebenbei vorüberhuschende Manipulationen“, aber dann abstreitet, dass der Texte eine ebensolche wäre, wohl weil die Schüler zum darüber Nachdenken aufgefordert werden. Werden sie aber nicht; sie werden darüber geprüft, was dasteht. Das, Lehrer, ist Ihr (Denk-)Fehler, über den Sie ja so gerne nachdenken wollen. Ansonsten würde ich mich gerne Frau Diefenbach (21ster, 12:48) vollumfänglich anschließen, wenn Sie, Frau Diefenbach, betont hätten, dass Manipulation und Propaganda Menschen zwar nicht „beliebig formen“ kann, aber durchaus einen Einfluss hat (was ja das Grundproblem ist; die Ablenkung mit der Steigerung ins Extrem ist Schopenhauer Regel Nummer … weißnicht).

    Der Männer-töten-das-Klima – Text macht nämlich genau das: Manipulieren. Er basiert auf einer (vermeintlichen) Tatsache, dem Klimawandel. Ich habe irgendwo gelesen, dass 98% der Klimaforscher (oder der, die sich für solche halten), der Überzeugung sind, dass der Klimawandel anthropogen sei. Das klingt gut, oder? Irgendwo anders habe ich gelesen, dass 98% aller existenten Klimamodelle die aktuellen Klimaentwicklungen nicht erklären können (und damit falsch sind). Natürlich hat das beides nichts miteinander zu tun.

    Also zurück zum Text: Basierend auf der negativ konnotierten vermeintlichen Tatsache Klimawandel wird dem Leser durch „Expertinnen“ erklärt, dass die Männer daran schuld sind, und wenngleich nicht alleine, zumindest mehr als die Frauen, die ja sowieso viel mehr an Dritte denken. Und _nur_ das wird abgeprüft. Also, „Ben“, nix kritisches Lesen. Das steht da. Keine Aufgabe wie „schreibe einen zweiseitigen Text, der erklärt, wo die Argumentationsfehler liegen“. Nein, „wiederhole, was da steht“. Nix nachdenken, machen. Und das ist ein Manipulationsversuch, den zu verurteilen wichtig ist. Ende.

    Nicht Ende? Die Kinder verstehen das schon richtig, und man könnte sie auch „Mein Kampf“ und das NPD-Parteiprogramm lesen lassen? Ja, könnte man. Sehe ich kein Problem darin, wenn man darüber reden würde. Sollte man vielleicht. Das behebt aber nicht das Problem mit dem Text und der dazugehörigen, vorgestellten Prüfung: Es dient nämlich ganz offensichtlich _nicht_ der Schärfung kritischen Denkens i.S.v. Erkennen von Schwachsinn. Weil eben nicht darüber geredet wird. Und man nur aufgefordert wird, zu wiederholen.

    Das problematische an (aus Gesichtspunkten der Manipulation) „guter“ Propaganda ist nämlich, dass sie funktioniert. Nicht bei allen, nicht umfassend, aber wenn die 14-jährigen das „schon verstehen“, wieso darf man dann auch als Erwachsener „Triumph des Willens“ nur kommentiert sehen? Vielleicht, weil es gefährliche, manipulative Propaganda ist? So wie der Text, den hier einige zu verteidigen versuchen? Ist es nicht vielmehr so, als fordern Herr Klein und Frau Dr. Diefenbach nur, dass solch miese Manipulationsversuche auch auf „linker“ Seite unterbunden werden?


    PS: @Simon Hartmann: „SchülerInninninnen“ ist nicht nett gewesen. Ich habe immer noch Colabläschen in der Nase. Und was mir dabei einfällt: Kennen Sie jemanden, der schreien würde „Hilfe, ich brauche eine Ärztin?“

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  20. Erst war der Klimawandel anthropogen, jetzt ist er schon androgen — das kann ja (h)Eiter werden.

    Carsten

    „Die Kanzlerin lügt uns ins Gesicht, wenn sie sich unwissend stellt.“
    Udo Vetter

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  22. Pingback: Indoctrination At Schools In Germany Reaches New Level …Children Taught “Men Cause Climate Change”

  23. waldbaer sagt:

    Ich möchte auf ein Video hinweisen, über das ich heute gerade gestolpert bin.
    Dieses Video beleuchtet IMHO die ganze Diskussion aus einer (nicht ganz) anderen Perspektive.
    Wie etwas psychologisch wirkt, oder auch Normen in der Gesellschaft erzeugt, auf eher emotionaler Ebene, wurde ja schon erläutert.

    ..um dem Standard dieses Frorums zu genügen, müsste ich nun eigentlich eine Zusammenfassung schreiben, aber dazu bin ich gerade zu müde. *g*

    Wer mag, möge es sich angucken, es passt imho zum Thema:
    Rüdiger Lenz über Schule, Ausbildung, und – ja – wie soll man sagen – aufoktroiniertes (pleonasmus) Kampfprinzip?

    • Ist das Rüdiger Lenz der „Tätertherapeut“? Und wenn ja, von welchem Video sprechen Sie?

      • waldbaer sagt:

        Richtig, genau dieser http://www.nichtkampf-prinzip.de/ Rüdiger Lenz.

        Aus der Beschreibung des Videos:
        >>
        Veröffentlicht am 18.06.2013
        Die Wissensmanufaktur (Andreas Popp) hat im Rahmen eines Vortragstages Rüdiger Lenz (Nichtkampf-Prinzip) eingeladen. (…)
        <<
        Warum ich darauf kam, daß es hier zum Thema passen könnte:
        Bei ca. Minute 01:40 einsteigen, und 3min zuhören beantwortet diese Frage.

        Diese Deutsch-Prüfung, um die es hier geht, ist IMHO – ich drücke es mal anders als mit "Konnotation von Begriffen" aus – ein Versuch, ein Mem zu installieren, unterschwellig, nach dem Motto "Vogel friss oder stirb.", denn in den Antwortmöglichkeiten hat man ja gar keine Chance, inhaltlich aus diesem kaputten Argumentationskonstrukt auszusteigen.
        Fronten aufbauen. Divide et impera kommt mir in den Sinn.

        Wenn ich überlege.. Ich mit 14, Karl May Fan, "Bernhard und Bianca" im Kino ganz toll gefunden, schwarzweißes, naives Weltbild, und ich hätte so eine Deutschprüfung machen müssen.. Ich wäre nach Hause gekommen, und hätte gesagt: "Papa, wir dürfen nicht mehr so oft grillen, sonst sind wir nicht mehr die Guten."

        Wenn Herr Lehrer meint, man könnte den Text rein semantisch betrachten, ohne das vom Inhalt etwas hängen bleibt, dann.. kannte der mich nicht mit 14. Ich war immer schon sehr neugierig, und habe alles "Wissen" bzw Information aufgesogen wie ein (PRISM) Schwamm.

        Ok, das war jetzt platt platkativ, aber ich will nicht soviel tippen. Ich hoffe, es kommt rüber, wie ich es meine. Im Grunde ist das alles sehr viel subtiler.

        Ich fand das Video hochinteressant – auf jeden Fall besser als Fernsehen ;o) – und wollte es einfach mal am Thema interessierten Leuten mitteilen.

  24. Das so ein Text für gut befunden wird und als schultauglich angesehen wird ist mir schon ein Rätsel. Was genau will man damit den Kindern beibringen?
    Solch schlichte Abwertungen wären wohl im umgekehrten Fall, also zulasten der Mädchen schlicht nicht vorstellbar.

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  35. Warner (Bros.) sagt:

    Ich würde mal sagen, da hat „common purpose“ ganze Arbeit geleistet und ist wohl endgültig voll in Deutschland angekommen. Für mich ist common purpose vermutlich die gefährlichste Speerspitze der von Rothschild, Rockefeller & Co. betriebenen NWO, weil sie die unbekannteste und unsichtbarste ist, gleichzeitig aber direkt in der Verwaltung der Staaten, v.a. eben Bildung und Kinderbetreuung, agiert.

    Das Ergebnis ist natürlich offensichtlich und klar als Gehirnwäsche der Schüler für jeden zu erkennen. Die subtile Form der Gehirnwäsche erfolgt jedoch auf der Ebene der Entscheidungsträger, also Lehrplanschreiber etc.

    • Auch ne Verschwörungstheorie, leider gibt es für den common purpose Link zum Lehrplan an bayerischen Schulen keinerlei Beleg, also halten wir es doch mit Ockham und seinem Razor und gehen davon aus, dass deutsche Politiker, Verwalter, Bürokraten und sonstige möchte-gern-Weltverbesserer ganz alleine dazu in der Lage sind, Wahnsinn und Beherrschungsallüren zu entwickeln.

  36. ChrisRusher sagt:

    Wow, ist ja echt unglaublich. Ich selbst komme aus Hof und kenne auch einige, die auf eben dieses Gymnasium gegangen sind und gehen. Ich werde mich mal in meinem Freundeskreis umhören. Nebenbei, es werden solche Jahrgangsstufentests auch gerne noch Jahre später als »Übungsaufgaben« verteilt…

  37. FDominicus sagt:

    Manchmal denke ich, dieses Blog müsste umbenannt werden. Wie wäre es mit
    dem-wahnsinn-auf-der-spur?

  38. Da Worst Fressa sagt:

    Ich darf hier schreiben, dass ich sogar wegen Männerhasses in einem bayerischen Vorort von Starnberg 24h in der Polizeizelle eingesperrt wurde. Medikamente wurden mir vorenthalten, bis ein Arzt ein neues Rezept dafür ausstellte. Sie waren lebenswichtig. Der Haftgrund war Lärm-Belästigung (und eine achte zusätzliche Anzeige wurde durch die Gitterstäbe gereicht, zusammen mit Beschimpfungen wie „Du-Scheiss- Niederbayer (geändert), ich bin ein super Oberbayer, verp***s dich woher du kamst!) . Die Nachbarin, die dafür angerufen hatte, war aber anschließend morgens zur Arbeit gegangen und dort konnte sie keine Befragung erfahren. Aber es war auch für eine Polizistin gedacht, die gar nicht so wirkte, als würde sie sich über den Fang für sie freuen. In dem Dorf wird Im sogenannten Jugendzentrum (nur als Illustration) ein Film laufen gelassen, bei dem Kinder in Polizeiuniform und in „meiner “ Haftzelle fotografiert wurden. Jetzt war und muss ich in die Psychiatrie deswegen.
    Es gibt also eine Altersbeschränkung des praktizierten Männerhasses nach unten ( 14 Jahre) in Bayern.

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