Genderisten/Genderismus – eine Definition

Vor einigen Tagen erreichte uns die folgende Email von Marcel Theler:

Sehr geehrte Frau Diefenbach
Sehr geehrter Herr Klein

AnonymityIch studiere derzeit Soziale Arbeit an einer Fachhochschule in der Schweiz. Meine Gesinnung entspricht jedoch einer liberalen, eigentlich einer libertären, was – wie Sie sich wohl denken können – natürlich immer wieder zu Konflikten, etwa mit Dozierenden führen kann. Dennoch kann ich auch über positive Erfahrungen berichten, dies vor allem in Bezug auf Mitstudierende. Ich unterstütze die Frankfurter Erklärung von Günter Buchholz, lese regelmässig in Ihrem Blog und unterstütze auch Ihre ‘Offene-Brief-Aktionen’. So habe ich auch Ihren Artikel über Schulsozialarbeit gelesen. Dieser neuere und in unserer Region anscheinend boomende Zweig der Sozialen Arbeit wurde natürlich auch im Studium behandelt. Ich weiss nicht inwiefern gewisse Dokumente und Konzepte, die man uns abgegeben hat, für die Verwendung auf Ihrem Blog dienlich sein könnten, aber ich kann Ihnen diese gerne zur Verfügung stellen.

Nun zu meinem Anliegen. Ich verweise im schriftlichen Austausch mit Dozierenden immer wieder auf Artikel in Ihrem Blog. Dieser Austausch ist natürlich nicht immer einfach und heute hat mir eine Dozentin auf meine Frage “Gibt es Ihres Erachtens klare Kriterien, mit denen man unwissenschaftlich von wissenschaftlich unterscheiden kann?” folgendes geschrieben:

“Bevor ich mich auf die Diskussion über Wissenschaftlichkeit mit Ihnen einlasse, die vermutlich wieder endlos werden wird, möchte ich von Ihnen eine Definition von ‘Genderisten’. Auf Sciencefile unter der entsprechenden Rubrik finde ich keine, und das scheint mir doch seltsam, beginnt doch seriöse Wissenschaft i. d. R. mit einer klaren Definition ihres Gegenstandes.”

Ich habe daraufhin auch eine solche Definition auf Ihrem Blog gesucht, jedoch ohne Erfolg. Die Frage ist berechtigt, denke ich. Haben Sie für diesen Ausdruck eine Definition? Dann wäre ich im Stande, die ‘Diskussion’ mit meiner Dozentin mit einer Definition, die auch in Ihrem Sinne ist, weiter zu führen. Sollten Sie es ebenfalls als wichtig erachten, schlage ich Ihnen vor, diese Definition auf Ihrem Blog zu veröffentlichen.

Besten Dank für Ihre Antwort.

Freundliche Grüsse
Marcel Theler

SciencefilesOb es sich bei dieser Anfrage um ein echtes Anliegen handelt oder nicht, soll uns hier nicht weiter interessieren. In jedem Fall hat sich Dr. habil. Heike Diefenbach dazu entschlossen, auf diese Anfrage zu antworten. Die Antwort wurde nicht nur zu einem Grundkurs in wissenschatlicher Methode, sie enthält auch eine von Dr. Diefenbach entwickelte Definition von Genderismus. Da sich Herr Theler bislang nicht wieder gemeldet und sich für die Antwort bedankt hat, kann man wohl davon ausgehen, dass es sich bei seiner Anfrage um eine fingierte Anfrage gehandelt hat. Da unsere Grundsätze unsere Grundsätze sind und nicht davon abhängen, wem wir sie darlegen sollen, macht es für uns keinen Unterschied, ob die Anfrage real oder fingiert ist.

Sehr geehrter Herr Theler,

es freut uns, dass Sie unserem blog “ScienceFiles” folgen und die Beiträge dort anscheinend mit Gewinn lesen.

Und herzlichen Dank auch für Ihr Angebot, uns Materialien zur Schulsozialarbeit zu überlassen, das wir prinzipiell gerne annehmen. Viele Hinweise, die wir von Lesern unseres blogs bekommen, sind für uns sehr wertvoll, und wir wissen sie zu schätzen. Allerdings bekommen wir so viele Hinweise zu den verschiedensten Themen, dass wir unmöglich allen folgen können und deshalb schwerlich Zusagen darüber machen können, welchen wir folgen bzw. wann wir auf die entsprechenden Hinweise hin einen blog-Beitrag publizieren können. Wenn das kein Problem für Sie ist, dann freuen wir uns natürlich, wenn Sie uns Materialien zur unserer Information überlassen.

Aber nun zu Ihrer Frage:

Ich werde mich bemühen, Ihre Frage zu beantworten, obwohl mir rätselhaft ist, warum eine Definition von “Genderismus” bzw. “Genderisten” für eine Diskussion darüber notwendig sein sollte, was Kriterien für Wissenschaftlichkeit sind oder sein sollen.

Ehrlich gesagt halte ich bereits eine solche Forderung für unwissenschaftlich, denn was wissenschaftlich ist oder nicht, ist eine allgemeine Frage, die eine Idee und eine Arbeitsweise betreffen. Wenn jemand einer Diskussion über Wissenschaftlichkeit das Gender-Konzept sozusagen vorschalten will, dann besteht er offensichtlich darauf, dass ein bestimmtes inhaltliches Konzept, mit dem bestimmte inhaltliche Aussagen verbunden sind, dieser Diksussion zugrunde gelegt wird. Nun ist es in der Wissenschaftstheorie und -philosophie aber vollkommen unüblich, ein Kriterium für Wissenschaftlichkeit anhand eines inhaltlichen Konzeptes oder bestimmter inhaltlicher Aussagen zu wählen, frei nach dem Motto: ich finde die Konstetllation der Sterne für meinen Lebensalltag wichtig – also muss eine Definition von Wissenschaftlichkeit die Astrologie enthalten. Allein diese Vorstellung zeigt, dass jemand mehr an seinen vorgefassten Überzeugungen als an der Idee von Wissenschaft interessiert ist, und daher scheint mir jede Diskussion über Wissenschaftlichkeit mit einer solchen Person zur Farce geraten zu müssen.

ColemannDie Vorstellung von Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit, der unser blog verbunden ist, wird ausführlich in unserem Grundsatzprogramm, das auf unserem blog zu finden ist, beschrieben. Die wissenschaftstheoretischen und wissenssoziologischen Grundlagen unserer Arbeit sind vor allem Karl Raimund Popper und Max Weber sowie die Vertreter des “critical thinking” und die Aussagenlogik. Sowohl Herr Klein als auch ich haben außerdem im Rahmen unserer Tätigkeiten als Dozenten an Universitäten darüber gelehrt, geforscht und publiziert, was eine Erklärung im soziologischen Sinn sein sollte und in diesem Zusammenhang insbesondere das strukturell-individualistische Forschungsprogramm nach James S. Coleman behandelt, das wir prinzipiell für gut befinden.

Für uns von zentraler Bedeutung ist im Zusammenhang mit Wissenschaft, dass nur empirisch prüfbare Aussagen wissenschaftliche Aussagen sind. Diese Aussagen müssen theoretisch begründbar sein, und zwar logisch widerspruchsfrei. Sind sie es nicht, dann hat man keinen Erkenntnisgewinn von der bloßen Beschreibung von Dingen oder der Feststellung von Zusammenhängen; man weiß nicht, was sie BEDEUTEN. Umgekehrt hat man von noch so sauberen, logisch widerspruchsfreien Aussagen keinerlei Erkenntnisgewinn, wenn sie nicht empirisch prüfbar sind, denn es ist ja möglich, dass das ganze schöne Gedankengebäude trotzdem nichts mit der Realität auf diesem Planeten zu tun hat.

Logik der ForschungEs ist vor diesem Hintergrund klar, dass wir keine Essentialisten, keine logischen Positivisten, keine Konstruktivisten und keine Vertreter der so genannten Frankfurter Schule sind, die unglücklicherweise das Adjektiv “kritisch” in “kritischer Theorie” für sich beansprucht hat, was im deutschen Sprachraum manchmal zu Missverständnissen führt.

Wenn Sie unser Wissenschaftsverständnis interessiert, dann lesen Sie tatsächlich am besten unser Grundsatzprogramm auf dem blog.

Nun noch zu Genderisten: Da wir wie gesagt keine Essentialisten sind, existiert für uns kein Genderismus als solcher und niemand, dessen Wesenseigenart es wäre, Genderist zu sein.

Weber Wissenschaftslehre“Genderist” soll dementsprechend einfach eine Bezeichnung für Personen sein, für die gilt, dass sie (1) die soziale Konstruktion von Geschlecht bzw. Geschlechtszugehörigkeit zum Ausgangspunkt aller sozialwissenschaftlich oder gesellschaftlich relevanten Beschreibungen und Erklärungen machen wollen und die Arbeit von Personen, die dies nicht tun wollen und andere Eigenschaften von Menschen (seien sie als sozial konstruiert aufgefasst oder nicht) als ebenso wichtig oder wichtiger für die Erklärung und das Verständnis sozialer Realität einschätzen, von vornherein als defizitär beurteilen, oder die (2) Konstruktionen von Weiblichkeit und Männlichkeit in eine Hierarchie bringen, wobei alles, was weiblich konnotiert ist, präferiert wird, und darüber hinaus bestimmte Konstruktionen von Weiblichkeit (z.B. Hausfrau, “Karriere”frau ohne Kinder) und Männlichkeit (z.B. “Macho”-Mann) sowie bestimmte Lebensentwürfe (z.B. “Doppelverdiener”) weniger akzeptabel gefunden werden als die so genannte “Vereinbarkeitsweiblichkeit und -männlichkeit” (oder gar nicht akzeptabel).

Aufgrund der Bewertung, die unter (2) genannt ist, können Genderisten per definitionem keine Wissenschaftler sein. Vermutlich ist es dieser Punkt, den Ihre Dozentin von Ihnen hören möchte, damit sie Sie als intolerant oder sonst etwas betiteln kann. Dessen ungeachtet ist Werturteilsfreiheit aber ein wichtiges Prinzip in der Wissenschaft, und wer es aufgibt, muss den Nachweis führen, dass es irgendwie möglich sei – ich weiß nicht, wie -, Wissenschaft dennoch von Ideologie zu trennen. (Auch zur Werturteilsfreiheit finden sich Erläuterungen in unserem Grundsatzprogramm.)

In der Realität scheint zu diesen beiden Indikatoren häufig der Wille zur Ablösung von Gerechtigkeitsprinzipien durch das Prinzip der Ergebnisgleichheit hinzuzutreten, aber wie stark dieser Zusammenhang ist, ist eine empirische Frage – nach allem, was wir wissen, ist er sehr stark. Dennoch würden wir es nicht zum definitorischen Kriterium machen wollen. Wenn wir es mit ansprechen wollen, sprechen wir von “Gender Mainstreaming”, und wenn die Ideologie des Gender Mainstreaming von “oben nach unten”, also durch staatliche Institutionen und Manipulation der Bürger durchgesetzt werden soll, von “Staatsfeminismus”, was eigentlich nicht ganz korrekt ist, aber der Begriff stammt nicht von uns, sondern wir folgen diesbezüglich dem Sprachgebrauch, der zuerst in den skandinavischen Ländern von Vertreterinnen der Idee der Durchsetzung der “Gender Mainstreaming”-Ideologie oder einer wie auch immer gearteten “Frauenpolitik” durch staatliche Institutionen geprägt wurde.

ad hominemIch hoffe, dies alles hilft Ihnen weiter. Bleibt mir nur noch zu ergänzen, dass es für uns ein Ding der Unmöglichkeit ist, jeden Begriff, den wir auf ScienceFiles benutzen, vorab zu definieren, insbesondere dann, wenn der Begriff eigentlich gut im Sprachgebrauch eingeführt ist. Aber sicherlich stimmt es, dass es nützlich ist, Begriffe zu definieren, wenn man sichergehen will, dass eine geteilte Verständnisgrundlage gegeben ist. Ich kann mir an dieser Stelle allerdings den Hinweis nicht verkneifen, dass gerade Genderisten und für Gender Mainstreaming Engagierte in der Regel nicht definieren. Zwar fügen sie manchmal Erläuterungen ihrer Begriffe an, aber wenn man sie liest, stellt man gewöhnlich fest, dass sie Begriffe nur durch andere Begriffe ersetzen, die selbst wieder vage sind, so dass es nicht möglich ist, ihre “Definitionen” in Operationalisierungen für empirische Zwecke umzusetzen.

Und zum Schluss noch einmal zur Klärung: Wenn wir über die Befunde aus empirischen Studien berichten, z.B. darüber, wie der so genannte “Gender Pay Gap” zu erklären ist, dann sind diese Befunde völlig unabhängig davon wissenschaftlich zu würdigen, ob wir den Begriff “Genderist” benutzen oder WIE wir ihn benutzen. Ein Wissenschaftler würde sich daher nicht für unsere Begriffswahl interessieren, sondern für die Studie, die das Ergebnis erbracht hat. Wer meint, er könne Ergebnisse, über die wir berichten, dadurch zurückweisen, dass wir die Begriffe “Genderisten” oder “Genderismus” benutzen, nicht definieren oder auf eine Weise definieren, die dieser Person nicht gefällt, begeht damit einen simplen logischen Fehlschluss, nämlich den Fehlschluss ad hominem. Und dies wiederum lässt erheblichen Zweifel daran aufkommen, ob diese Person überhaupt korrekt argumentieren kann.

Bitte beachten Sie, dass die oben gegebene Definition von “Genderisten” von mir stammt und ich ein copyright darauf erhebe, d.h., sie darf nur mit Quellenangabe, also Verweis auf meine Person (und ggf. auf diese e-mail an Sie) wiedergegeben werden. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil ich vor habe, diese Definition auf dem blog und in meinen eigenen wissenschaftlichen Publikationen zu veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen, auch von Herrn Klein

Dr. habil. Heike Diefenbach

©Heike Diefenbach und ScienceFiles, 2013

Nachtrag

Zwischenzeitlich hat sich “Marcel Theler” wieder an Dr. Diefenbach gewendet. Hier ein Auszug aus seiner Email:

„Es handelt sich nicht um eine fingierte Anfrage und ich werde Ihnen auch die Dokumente zur Verfügung stellen. Falls Sie Kontaktdaten wünschen oder dergleichen, ich würde mich gerne identifizieren, so dass die entstandenen Missverständnisse ausgeräumt werden können.

Ich bitte Sie deshalb, dies in Ihrem Artikel anzupassen, …“

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36 Responses to Genderisten/Genderismus – eine Definition

  1. qed says:

    Winke winke an die hier fleißig mitlesenden, dozierenden Frauinnen ProfessorI_*nnen!

    Man könnte den Anspruch der genital Qualifizierten, jetzt aber erst mal gefälligst zu definieren auch so deuten, daß nur ein ‘echter’ Genderist weiß, was wohl Wissenschaftlichkeit ist- auch wenn ich freiherzig einräume, daß dies eine unwissenschaftliche Unterstellung meinerseits ist.
    Wundern würde mich das jedenfalls überhaupt nicht. Die Medizin, insbesondere die Psychiatrie ist alarmiert über ein neues Krankheitsbild, das anscheinend auf dem Ansteckungswege an sog. ‘Universitäten’ sich seuchenartig ausgebreitet hat.
    Nach dem Erstbeschreiber, dem verehrten Cpt. Chilli, handelt es sich um die in der vollkommenen Verblödung endenden VAGINOPHRENIE.

    Grüezi miteinand in die Schweiz!
    Den e- funktional steigenden Zugriffszahlen auf diesen Blog nach müssen die Außerdeutschen nun ebenfalls hier mit dabei sein, denn die deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der sog. geisteswissenschaftlichen Fakultäten sind bereits in Gänze, wenn auch schweigsam versammelt….

  2. Gerd says:

    Die Genderideologie stammt ursprünglich von Simone de Beauvoir und ihrem Buch “Das andere Geschlecht”.

    Darin macht sie ausführliche Literaturstudien der schönen Literatur (Romane usw.) und kommt durch Analyse der fiktiven Frauenfiguren zu der Erkenntnis: “Man wird nicht als Frau geboren, sondern dazu gemacht”.

    Also fiktive literarische Frauenfiguren sind Ursprung einer fiktiven Wissenschaft.

  3. anonym says:

    Sehr geehrte Frau Dr. habil. Heike Diefenbach,

    was für ein Artikel, sehr verständlich auch für einen Laien und der letzte Absatz köstlich, kein Gender…(was auch immer), Forscher jedenfalls nicht, kann Gender jetzt mehr definieren, der Zug ist abgefahren, tausend Dank

  4. T.R.E.Lentze says:

    Ich halte es für grundsätzlich problematisch, auf Verlangen eine inhaltliche Defininition von “Genderismus” bzw. “Genderisten” abzugeben. Denn dieses Verlangen wurde mit ziemlicher Sicherheit in der Absicht vorgetragen, eine Falle zu stellen. Demgemäß dürfte die wahrscheinliche Antwort sinngemäß so ausfallen: “Das zeigt doch, daß Sie es nicht verstanden haben, und gar nicht wissen, worüber Sie reden.”

    Stattdessen würde ich eine formale Antwort geben. Etwa:

    “Ich verstehe unter “Genderist” eine Person, welche denjenigen Inhalten wohlwollend gegenübersteht – oder an der Konzeption und/oder Umsetzung derartiger Inhalte mitwirkt -, welche unter der Bezeichnung “Gender Mainstreaming” Eingang in die politische Willensbildung gefunden haben. Ein Genderist wird somit z.B. auch in den Gender-Professuren etwas Berechtigtes sehen.”

    Diese Definition gibt zwar nicht viel her, ist aber genau und insofern – wie mir scheint – unanfechtbar. Dabei ist das Problem der Definition eigentlich nur verschoben worden auf den Begriff “Gender Mainstreaming” – einen Begriff, den nicht wir, sondern die Anwender (also z.B. die Gender-Professorinnen) selbst zu definieren haben. Sie, nicht wir, haben uns zu erklären, was sie tun.

    Fazit:

    Das Anliegen: “möchte ich von Ihnen eine Definition von ‘Genderisten’ entspringt offensichtlich keinem wissenschaftlichem Anliegen, schon gar keinem Anliegen der wissenschaftlichen Kooperation. Dergleichen dürfen wir von Genderisten nicht erwarten. Denn Genderisten sind keine Wissenschaftler, sondern politische Agitatoren im Truggewand des Wissenschaftlers. Wer darauf wissenschaftlich zu antworten sich bemüht, ist – aus meiner Sicht – in eine Falle geraten und wirft Perlen vor die Säue.

    • Wie heißt es so schön im Text:

      Da sich Herr Theler bislang nicht wieder gemeldet und sich für die Antwort bedankt hat, kann man wohl davon ausgehen, dass es sich bei seiner Anfrage um eine fingierte Anfrage gehandelt hat. Da unsere Grundsätze unsere Grundsätze sind und nicht davon abhängen, wem wir sie darlegen sollen, macht es für uns keinen Unterschied, ob die Anfrage real oder fingiert ist.

      Dem ist nichts hinzu zu fügen.

      Dem

      “Ich verstehe unter “Genderist” eine Person, welche denjenigen Inhalten wohlwollend gegenübersteht – oder an der Konzeption und/oder Umsetzung derartiger Inhalte mitwirkt -, welche unter der Bezeichnung “Gender Mainstreaming” Eingang in die politische Willensbildung gefunden haben. Ein Genderist wird somit z.B. auch in den Gender-Professuren etwas Berechtigtes sehen.”

      kann ich als Wissenschaftler nicht viel abgewinnen, denn Definitionen dienen der begrifflichen Klarheit nicht dem Gegenteil und warum sollen wir uns die absurden Maßstäbe der Genderisten zur Richtschnur machen? Das ist genau, was wir hier regelmäßig kritisieren, und die Definition ist genau die Art Leerformel, die geeignet ist, mich auf die Palme zu bringen, Marke ein Zug ist irgendein Gefährt, das es ermöhlicht irgendwas mit irgendwas zu verbinden.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @T.R.E. Lentze

      mehrere Punkte habe ich zu erwidern:

      1. ich sehe nicht, wo Ihr Definitionsvorschlag formaler oder weniger inhaltlich wäre als meiner: wenn Sie ein wohlwollendes Gegenüberstehen oder das Betrachten von Gender-Professuren als etwas Berechtigtes in Ihre Definition aufnehmen, dann ist das etwas inhaltliches!

      2. Wenn Sie damit Recht haben, dass “dieses Verlangen […] mit ziemlicher Sicherheit in der Absicht vorgetragen [wurde], eine Falle zu stellen [und] [d]emgemäß […] die wahrscheinliche Antwort sinngemäß so ausfallen [dürfte]: “Das zeigt doch, daß Sie es nicht verstanden haben, und gar nicht wissen, worüber Sie reden,”

      dann zeigt dies aller Welt, dass das konstruktive Vorgehen von unserer Seite nur mit Ablehnung von der anderen Seite beantwortet wird, was für uns sehr sachdienlich ist. Insofern können die Fallensteller nur in ihre eigene Falle hineintappen.

      3. zu Ihrer Feststellung:
      “Das Anliegen: “möchte ich von Ihnen eine Definition von ‘Genderisten’ entspringt offensichtlich keinem wissenschaftlichem Anliegen, schon gar keinem Anliegen der wissenschaftlichen Kooperation. Dergleichen dürfen wir von Genderisten nicht erwarten”

      – nein, und deshalb wird der Unterschied zwischen den Genderisten und uns so schön deutlich, wenn wir etwas leisten (können), was sie nicht leisten (können). Es illustriert idealerweise unsere fachliche und moralische Überlegenheit.

      Und: welchem Anliegen eine Anfrage entspringt, ist mir vollkommen gleichgültig; MEINE Antworten entspringen allein MEINEN Absichten, MEINEM Kenntnisstand und MEINEN Überzeugungen. Das bedeutet nicht, dass ich auf die Situation oder mein Gegenüber keine Rücksicht nehme, aber es bedeutet, dass die Rücksicht sich darauf beschränkt, dass ich mir überlege, WIE ich etwas sage, nicht WAS. Wenn jemand aus dem, was ich sage, etwas anderes hören oder “herauskitzeln” will, dann ist das für die Inhalte der Antworten, die ich zu geben habe, völlig irrelevant. Das hat den wunderbaren Effekt, dass man authentisch bleibt und sich schwerlich in Widersprüche verwickeln kann, die “der Situation” geschuldet sind, und das Gegenüber findet daher schwerlich Ansatzpunkte zum “Herauskitzeln”, ohne sich selbst ins Unrecht zu setzen.

      Das genau wäre meine Empfehlung an alle, die meinen, sie könnten Opfer rhetorischer Tricks werden oder sie gegen andere verwenden: einfach ignorieren bzw. bleiben lassen, nur sagen, was man aufgrund der eigenen Überzeugungen und Gedanken (und, wenn man einen schwachen Tag erwischt hat: Gefühle) sagen will. Dann fallen die Fallensteller (wie oben erwähnt) gewöhnlich in die eigenen Fallen bzw. wer sich nicht als Fallensteller betätigt, kann auch nicht in die eigenen Fallen oder die anderer Leute fallen. Warum lässt man das Ganze nicht bleiben und ist ehrlich und authentisch? Oder, wie ich öfter einmal sage; die beste Strategie ist, keine zu haben!

      Aber vor allem:
      Definitionsmacht zu haben, bedeutet, einen First-mover-Vorteil zu haben. Von jetzt an muss sich jeder an der bereits vorhandenen Definition messen lassen oder eine eigene vorschlagen, die er dann begründen muss, was konkret heißt; er müsste zeigen, warum sie besser ist als meine oder was an meiner “falsch” ist (das genau haben Sie ja auch versucht, was den Punkt illustriert.). In jedem Fall findet sich das Gegenüber in der Lage wieder, auf meine Definition reagieren zu müssen – sonst kann es mit Recht als ignorant bezeichnet werden.

    • Denn Genderisten sind keine Wissenschaftler, sondern politische Agitatoren im Truggewand des Wissenschaftlers. Wer darauf wissenschaftlich zu antworten sich bemüht, ist – aus meiner Sicht – in eine Falle geraten und wirft Perlen vor die Säue.

      Nein, der Prüfstein der Fakten, Logik und Argumente ist höchstes eine Falle für die, die Wissenschaft vortäuschen wollen. Wer sich auf eine Diskussion auf dem vorgegebenen ideologischen Niveau einläßt und das noch wissenschaftlich nennt, der hat verloren — das zugegeben.

      Daß große Teile des Wissenschaftsbetriebes völlig von der Rolle sind beweist die Tatsache, daß sich ein vorgeblicher Wissenschaftsbereich breitmachen konnte, der bisher nichtmal seine eigenen Grundlagen erklären konnte. _WER_ muß denn liefern? Wer hat bisher nichts geliefert?

      Gegenbeispiel:
      Die Werkstoffkunde hat umfassend bewiesen, daß sie fundierte Theorien hat, die in der Praxis passen, und daß sie mit wissenschaftlich sauberen Methoden Werkstoffe und grundsätzliche Zusammenhänge erforscht. An ihren Erfolgen besteht nicht der geringste Zweifel. Nun wollte sie sich in Werkstoffwissenschaft umbenennen. Der Kommentar seiner Magnifizenz lautete: “Kommt überhaupt nicht in Frage, solange ich hier was zu sagen habe sind das Kunden.” Nun das war nur ein spaßig launischer Tritt in den ihm untergeordneten Bereich der Physik und eine Anspielung auf das damals verbreitete “das ist ja ein Kunde”. Zu der Zeit war die Sucht, alles zur Wissenschaft aufzublasen, auch noch nicht so ausgeprägt. Es ist auch egal, ob es Schaftler oder Kunden sind, an den Ergebnissen ist zu messen. An der Wissenschaftlichkeit der Werkstoffkunde besteht nicht der geringste Zweifel — auch ohne Etikett.

      Carsten

      Schafokratie marschiert

  5. jck5000 says:

    Sehr gute Definition.

  6. Interessante Definiton
    Verkürzt:

    1. Soziale Konstruktion wird absolut gesetzt
    2. es wird eine Hierarchie aufgebaut, nach der Weiblich besser ist.

    Was ist denn “Vereinbarkeitsweiblichkeit und -männlichkeit”

    • Michel Houellebecq says:

      Mit genau diesem Satzteil habe ich auch meine liebe Mühe. Obwohl ich die Definition nun in meinen Text eingebaut habe, liess ich diesen Teil aus- weil sich mir nicht erschliesst, was genau damit gemeint ist. Auch sprachlich ist es nicht so brillant, wie der ganze Rest der Definition. Liesse sich das vielleicht in prägnantere, ach was: wirkungsvollere Worte fassen?

      • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

        @Michel Houellebecq,

        ich habe den Begriff “Vereinbarkeitsweiblichkeit und -männlichkeit” in Reaktion auf die Frage von Christoph erklärt; “derdiebuchstabenzaehlt” hat ihn spontan so etwa aufgefasst wie ich ihn gemeint habe.

        Ansonsten soll eine Definition weder “sprachlich brilliant” noch “wirkungsvoll” sein, sondern ihren Zweck erfüllen, also einen Gegenstand klar von anderen Gegenständen abgrenzen und gleichzeitig die Möglichkeit an die Hand geben, Indikatoren zur Messung des definierten Gegenstands.

        Aber natürlich bemühe ich mich grundsätzlich um sprachliche Brillianz, und vor diesem Hintergrund kann ich zu meiner Verteidigung anführen, dass der Begriff “Vereinbarkeit” ohnehin nicht von mir stammt, sondern bekanntermaßen bereits seit vielen Jahren das Zauberwort zur Bezeichnung der Zielsetzung deutscher Familienpolitik ist. Wenn ich genau diese bzw. die mit ihr einhergehenden Rollenentwürfe von Männern und Frauenn ansprechen will, wie sollte ich das dann Ihrer Meinung nach nennen?

        oder: wo ist der positive Teil in Ihrer Kritik?

    • “Vereinbarkeitsweiblichkeit und -männlichkeit” werden gegenüber anderen Weiblichkeiten und Männlichkeiten, vom Genderisten, bevorzugt. “Vereinbarkeitsweiblichkeit und -männlichkeit” meint hier das, was der Genderist für mit seiner Ideologie für vereinbar hält.

    • @Christian

      “Vereinbarkeitsweiblichkeit und -männlichkeit” ist meine eigene Wortschöpfung, mit der ich den Entwurf der weiblichen und der männlichen Rolle bezeichnen will, nach dem jede/r Hausarbeit, Kinderproduktion und -aufzucht und Pflegedienstleistungen, die damit eventuell verbunden sind, mit Erwerbstätigkeit und Bildungsprozessen vereinbaren (wollen) soll, und der von staatlichen Institutionen derzeit propagiert und per Transferzahlungen bevorteilt wird.

      Sie ist die Rollenvorstellung (für Frauen wie für Männer), die dem Gender Mainstreaming zugrunde liegt und die er auch geradezu erfordert.

      Die “Vereinbarkeitsweiblichkeit und -männlichkeit” stellt damit einen Gegensatz zu individualistischen Rollen- und Lebensentwürfen dar, die jedem Menschen das Recht einräumen, sich zu spezialisieren und Spezialisierungsgewinne für sich und die Verwirklichung der eigenen Potentiale und Person zu nutzen, was im Prinzip jede beliebige Form annehmen kann, und das heißt wiederum, dass kein Lebensentwurf bevorteilt oder benachteiligt werden darf, weil er für staats- oder “solidargemeinschafts”dienlicher gehalten wird als ein anderer.

      (Ich befinde mich anscheinend gerade in einer definitorischen Phase ….)

  7. Michel Houellebecq says:

    Sehr gut, Frau Diefenbach: Ihre Definition von Genderisten / Genderwissenschaften werde ich mit Quellenangabe weiter verwenden: Das hat mir nämlich bislang gefehlt, danke! Was ich jedoch noch bräuchte, wären genauere Angaben zu Ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit / Laufbahn. Meine Kontaktdaten haben Sie ja. Besten Dank!

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Michel Houellebecq

      Wieso brauchen Sie “genauere Angaben” zu meiner “wissenschaftlichen Tätigkeit/Laufbahn”, um eine Definition, die ich aufgestellt habe, zitieren zu können?

      Man sollte meinen, Sie wären selbst häufig genug Opfer des Fehlschlusses ad hominem geworden und hätten sich hierüber oft genug geärgert, um nicht denselben Fehlschluss zu begehen.

      Wenn Sie eine Definition brauchbar finden, dann ist es vollkommen egal, welche wissenschaftlichen Tätigkeiten oder welche Laufbahn der Schöpfer dieser Definition aufzuweisen hat.

      Aber wenn es Sie interessiert, dann schicke ich Ihnen gerne meine vita – angesichts dieser dürften keinerlei Fragen hinsichtlich meiner wissenschaftlichen Qualifikationen mehr offen bleiben.

  8. Was ist denn hier los?!
    Das erinnert mich an den Clown, der rückwärts auf einem Esel sitzend in die Manege reitet und lautstark fordert, man solle doch den Kopf gefälligst vorn anschrauben.

    Wer einen Wissenschaftsbereich einführt, der hat dessen Notwendigkeit zu begründen und hat auch die ersten grundlegenden Definitionen zu liefern. Weiterhin hat er die Beziehungen zu anderen Wissenschaftsbereichen zu klären und darzulegen, warum der neue Bereich dort nicht ausreichend bearbeitet wird und notwendig wird. Seit wann haben das andere zu machen? Hadmut Danisch hat schon versucht, die Grundlagen der Genderei zu erkunden und sich durch die Literatur gefressen. Mir ist nicht bekannt, daß er eine belastbare Aussage gefunden hätte.
    Schon bei den ersten Schritten in dieser Vorgehensweise wäre aufgefallen, daß da nichts mit Wissenschaft ist.

    Carsten

    [Institut für Sozialforschung Frankfurt]
    Mittlerweile sorgt man sich verstärkt um die moralischen, rechtlichen und materiellen Fortschritte der modernden Gesellschaft, die angeblich und nach Ansicht des Institutsleiters nicht mit den Freiheitsversprechen der Aufklärung in Einklang zu bringen sind. Erneut muss der Kapitalismus, der Neoliberalismus oder überhaupt jeglicher Fortschritt, den er oder die Technik angeblich in Gang setzen, für alle Schandtaten in und auf der Welt herhalten. Als ob man Wirtschaftssysteme und/oder Ideologien dafür verantwortlich machen könnte, dass jemand sein Leben nicht auf die Reihe bringt, etwas gegen Andersfarbige hat, seine Frau schlägt oder in der Schule nicht klarkommt.”
    Rudolf Maresch

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Carsten Thumulla,

      verstehe ich Sie richtig, dass ich Sie
      “an den Clown, der rückwärts auf einem Esel sitzend in die Manege reitet und lautstark fordert, man solle doch den Kopf gefälligst vorn anschrauben”, erinnere?

      Haben Sie meine Antwort auf den Kommentar von Herrn Lentze überhaupt zur Kenntnis genommen? Ich konnte in Ihrer Verkündung, wie die Dinge Ihrer Meinung nach sein sollten, leider kein ARGUMENT für Ihre Position entnehmen und kein GEGENARGUMENT gegen meine.

      Oder wollen Sie mich einfach nur beleidigen?

      Dann kann ich nur zurückfragen: “Was ist denn hier los?!”.

      • @Frau Dr. Diefenbach

        Ich habe habe Herrn Thumulla so verstanden, daß er mit dem Eselreiter die Gendersens meinte.

        @Carsten Thumulla

        Der “Wissenschaftsbereich” Gender hat seine “Notwendigkeit” doch schon begründet. Nämlich gegenüber den Entscheidungsträgern und den Geldverteilern. Jetzt meinen Gendersens hochnäsig, aus Machtpositionen heraus, eine Begründung für Kritik fordern zu dürfen, welche die Gendersens nätürlich immer sofort als ungehörig zurückweisen werden.

        Das Schlimme daran ist, die Gendersens können sich das erlauben.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          @derdiebuchstabenzaehlt

          Ja, es kann natürlich sein, dass ich Herrn Thumulla missverstanden habe; meine Interpretation des ersten Satzes war geprägt durch die dem ersten Satz folgenden Sätze:

          “Wer einen Wissenschaftsbereich einführt, der hat dessen Notwendigkeit zu begründen und hat auch die ersten grundlegenden Definitionen zu liefern. …”

          Das klang für mich so, als fände Herr Thumulla es falsch, den Genderisten eine Definition ihres eigenen Gegenstandsbereiches zu liefern, und in diesem Fall könnte ich mit dem “Esel …” gemeint sein 🙂
          In diesem Fall wäre sein Vergleich von zweifelhafter Schmeichelhaftikeit für mich, aber der Kern seiner Aussage wäre wohl schlicht, dass er in dieser Sache anderer Meinung ist als ich – kein Problem, schon vergessen!

  9. qed says:

    Hallo Marcel!

    Das ist ja schön, wenn Sie ein Original sind!
    Da möchte ich Ihnen gleich aus gemachter Erfahrung einen gutgemeinten Rat geben: Achten Sie auf strenge Anonymität.
    Grünlinks gläubige Dozierend*_innen und ähnlich Aberante sind auf ‘Verräter’ und ‘Nestbeschmutzer’ nicht gut zu sprechen, sowenig wie die östrogenhaltigen ‘Führungskräftinnen’, denen Sie mal ausgeliefert sind.

    Subversion sei’s Panier!

    Und wenn Ihnen mal richtig Grobes in den Sinn kommt, empfehle ich das berüchtigte ‘Gelbe Forum’, vor dem mittlerweile die Gralshüter der politisch korrekten Moral, die Medialen der ARD warnen und Bannflüche aussprechen.

    Andererseits sei Ihnen natürlich der aufrechte Gang, der so rar geworden ist, hoch angerechnet.
    Und er wird sich lohnen. Nämlich dann, wenn das lila Kollektivistenpack von den Stürmen der Geschichte weggefegt ist.

    • Marcel Theler says:

      Das mit der strengen Anonymität konnte ich in diesem Fall nicht (direkt) beeinflussen (zumindest wusste ich es damals nicht), weil meine Nachricht an Sciencefiles komplett und mit Namen hier veröffentlicht wurde. Vielleicht hätte ich wissen müssen, dass das passieren könnte, wenn ich nicht direkt antworte, aber Tatsache ist, dass ich es nicht wusste und dass meine erst ausbleibende Antwort in keinster Weise böswillig oder dergleichen war.

      Ich mache den Machern dieses Blog diesbezüglich keine Vorwürfe (ich bitte sie nur um Anpassung und evtl. um die Entfernung meines Namens, siehe unten), letztlich war es wohl meine Schuld, dass ich die Mechanismen nicht verstand und die Tragweite nicht einschätzen konnte. Aber ich konnte hieraus zumindest auch etwas lernen.

      Ich wusste also von der Veröffentlichung meines Namens zuerst nichts und erfuhr es erst als ich den Artikel las. Jetzt geht es mir natürlich darum, dass mein Name bei den Menschen, die ich unterstütze und bei seriösen Wissenschaftlern, die ich hoch achte, ‘reingewaschen wird’. Das ist mir erst einmal wichtiger als der Gefahr auszuweichen, die Sie ansprechen.

      Wenn die Angelegenheit in diesem Rahmen geklärt würde, dann fände ich es, nachdem ich nun Ihren Kommentar gelesen habe, auch sinnvoll, den Namen vielleicht herauszunehmen. Vor allem dann, wenn es nicht üblich sein sollte, aufgrund einer solchen Kontaktaufnahme den Klarnamen zu veröffentlichen. Dies hat man mir zumindest gesagt (ich verweise aber auch nochmals darauf, dass ich einen Fehler begangen habe und dem Sciencefiles-Team keine Vorwürfe mache).

      Als Student und als ein Mensch, der nicht beispielsweise ein renommierter Wissenschaftler ist, wäre es (zumindest am Anfang) vielleicht wirklich besser, die Anonymität noch zu wahren. Auch wenn dass hier aufgrund von Verlinkungen, geteilter Inhalte und dergleichen nicht mehr vollständig möglich sein sollte, wäre es vielleicht trotzdem sinnvol, den Namen im Originalartikel, der auf diesen Top-Blog mit grosser Verbreitung veröffentlicht wurde, zu entfernen. Ich werde versuchen dies mit Frau Diefenbach zu klären, nachdem hoffentlich eine gewisse Vertrauensbasis geschaffen werden oder ich und meine Absichten zumindest eindeutig identifiziert werden konnten.

      Ich bitte Sie und alle Mitleser, mich diesbezüglich zu unterstützen, wenn das möglich wäre und danke Ihnen dafür im Voraus rechtherzlich.

      Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich inzwischen alle oben angesprochenen ‘Mechanismen’ verstehe, aber ich hoffe, dass ich in meinen Kommentaren und E-Mails keine Fehler mehr mache/gemacht habe. Sonst bitte ich um Entschuldigung und ich bitte darum es mir nach zu sehen und mich darüber zu informieren, so dass ich diese Dinge lernen kann. Vielen lieben Dank dafür.

      Freundliche Grüsse

      • Sehr geehrter Herr Theler,

        ich bin nicht so ganz auf dem Laufenden, von was Sie sich “reinwaschen” wollen. Aber in jedem Fall kann ich Ihnen versichern, dass jetzt, nachdem Sie mehrfach kommentiert haben, auch der letzte ScienceFile Leser weiß, dass es sich bei Marcel Theler um einen Klarnamen handelt. In der Tat ist es nicht die Regel, dass wir Klarnamen veröffentlichen, aber wir hatten keinen Grund anzunehmen, dass Ihr angegebener Name ein Klarname ist. Wie dem auch sei, jetzt ist er veröffentlicht und ich sehe keinen Grund, warum Sie Angst vor Konsequenzen haben müssten, weil Sie in der Öffentlichkeit zu etwas stehen. Vielleicht ist es selten, dass jemand mit seinem Namen zu etwas steht, aber es kommt vor…

        • Gerhard says:

          “ich sehe keinen Grund, warum Sie Angst vor Konsequenzen haben müssten”.

          Entschuldigung, aber in jeder Runde, die über Einstellungen oder Beförderungen zu entscheiden hat, sitzt eine Gleichstellungsbeauftragte. Mindestens im öffentlichen Dienst.

          Es ist also grob fahrlässig, insbesondere für Studenten, eine feminismuskritische Haltung öffentlich zu machen. Und Sie als Betreiber dieses Blogs wissen um diesen Umstand, was verschärfend hinzukommt.

  10. Guten Tag

    Ich habe mich entschieden über die Kommentarfunktion zu diesem Artikel, der meinen Namen aufgrund einer Anfrage, die ich an sciencefiles@textconsulting.net gerichtet habe, enthält, Stellung zu beziehen.

    Ich heisse Marcel Theler und lebe in der Schweiz. Unter diesem Verweis (http://wallis.frei-denken.ch/?p=2977 oder hier http://de.scribd.com/doc/127949822/WBExtra-KirchenfinanzierungWallis grösser) finden Sie ein Interview zum Thema Kirchensteuern, bei dem ich und ein ‘Kirchenmann’ befragt wurden. Das Interview wurde am 1. März 2013 in einer Beilage zur hiesigen Lokalzeitung Walliser Bote (http://www.mengis-visp.ch/mengis-verlag/walliser-bote.html, http://www.1815.ch/) veröffentlicht. Auf Seite zwei des verlinkten online Dokuments finden Sie ein Foto von mir und meinen Namen.

    Ebenso finden Sie ein Foto von mir sowie meinen Namen unter der in den Kopfdaten dieses Kommentars angegebenen URL. Dort ist zu lesen, dass ich der Vizepräsident der Sektion Wallis der Freidenker Schweiz (FVS, http://www.frei-denken.ch/de/) bin, die von Valentin Abgottspon präsidiert wird, über dessen ‘Kruzifix-Fall’ (http://hpd.de/search/node/abgottspon) auch in Medien ausserhalb der Schweiz berichtet wurde.

    Die Anfrage, die ich an Sciencefiles gerichtet habe, ist ernst gemeint, in keinster Weise fingiert und ihr Inhalt entspricht vollumfänglich der Wahrheit. Ich bitte Sie deshalb höflich und inständig darum, nicht bloss einen Nachtrag dazu zu veröffentlichen, sondern den Artikel so anzupassen, dass er ganz der Wahrheit entspricht. Es ist mir nicht wohl bei der Sache und ich war letzte Nacht als ich den Artikel las, sehr aufgewühlt. Deshalb wäre ich Ihnen wirklich sehr dankbar, wenn Sie diese Anpassungen so vornhemen könnten.

    Ich habe grossen Respekt vor Ihrer Arbeit und bin ein Unterstützer Ihrer Sache (mehr Wissenschaft und weniger Ideologie). Deshalb danke ich Ihnen nochmals für Ihre aufwendige Antwort und Ihre ebenfalls aufwendige Definition. Das ist nicht selbstverständlich.

    Auch möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal in aller Form für meine verspätete Rückmeldung auf Ihre Antwort entschuldigen. Am 12. August habe ich meine Anfrage an Sie gerichtet, am 13. August haben Sie diese beantwortet und seit dem 15. August ist dieser Artikel online. Ich verweilte letzthin in den Bergen und hatte keinen Zugriff auf die Dokumente bezüglich Schulsozialarbeit. Ich wollte diese erst vorbereiten und mich dann wieder melden. Das war ein Fehler, den ich selber zu verantworten habe und für den ich hiermit nochmals um Verzeihung bitte.

    Falls die hier versuchte Identifizierung meiner Person nicht ausreicht, teilen Sie mir bitte mit, was ich noch tun könnte, damit die Sache endgültig geklärt werden kann (und die Anpassung des Artikels vorgenommen wird).

    Bitte entschuldigen Sie die Umstände, die Sie wegen mir hatten.

    Freundliche Grüsse
    Marcel Theler

  11. Also noch einen Versuch:

    Es ist die falsche Vorgehensweise, daß jemand, der einem neuen Wissenschaftsbereich fern ist, dessen Begründung betreibt und dessen Definitionen erstellt. Das hat dieser Bereich erstmal selbst zu erledigen. Daß keine brauchbare Begründung oder Definitionen vorhanden zu sein scheinen zeigt, daß die Genderwissenschaft ihre Grundlagen nicht erklären kann.

    Das kann natürlich auch jeder andere versuchen. Das Ergebnis wird dann auch subjektiv ausfallen. Nötig ist es aber nicht. Notwendig ist aber die Begründung eines neuen Wissenschaftsbereiches. Die Genderei entstammt allerdings eher der literarischen Phantasie als der Wissenschaft. Sie sollte erstmal die Existenz ihres Forschungsgegenstandes nachweisen.

    Frau Diefenbach, hätten Sie am Anfang gleich betont, daß eigentlich erstmal die Genderisten zu liefern haben, das aber nicht konnten, dann wäre dieser Treffer durch Querschläger nicht entstanden, ich hätte nichtmal Drang zum Kommentieren verspürt. Ok, Sie haben einen gut; keine Angst, ich hab’ ein dickes Fell.

    Sicher, man kann dann auch in Vorlage gehen und den Wissenschaftsbereich mit seinem grundlegenden Versäumnis in Bedrängnis bringen(First-mover-Vorteil). Ich fürchte nur, die verstehen das nichtmal.

    Nun, ich meinte schon die Vorgehensweise, wie ich schrieb, also die Forderung, daß andere Genderwissenschaft begründen und die Grunddefinitionen liefern, die durch einen anonymen Poster vorgegeben wurde. Das kann nicht funktionieren. Daß Sie sich darauf eingelassen haben sah ich auch als Fehler. Naja, ist nur meine Sicht. Beim Tennis nimmt man ja auch einen Ball, der klar ins Aus geht, nicht an. Die Vorlage war also clownesk, deren Aufnahme nur unnötig.

    Letztlich haben wir keinen sauberen Wissenschaftsbetrieb, hatten wir nie, werden wir nie haben. Auch in der Wissenschaft tobt ein Kampf. Wer mehr Aufmerksamkeit durch die Öffentlichkeit bekommt, der bekommt mehr Geld, mehr Macht — ist der bessere Wissenschaftler, auch wenn andere unter dem Strich wesentlich mehr leisten. Das Kriterium ist eben zunehmend das Echo in der Öffentlichkeit. Das Kriterium des Echos in der wissenschaftlichen Welt nimmt ab, denn diese hat kein Geld zu vergeben. Diesem Fakt haben sich diverse Sozialwissenschaften, Gender, Marxismus, Politologie, Öko… längst angepaßt. Daraus ergibt sich die schleichend wachsende Fehlorientierung, weg von klarer und nachvollziehbarer Wissenschaft hin zu geldschaffendem Populismus. Es ist eine Konsequenz aus dem entwicklungsbedingten Effizienzdruck.
    Da wir uns in einem dynamischen System befinden ziehen wir uns noch den Effekt rein, daß die so begünstigten Bereiche mehr und mehr die Leute liefern, die das Geld vergeben — also das Kriterium stellen — klassische Selbstverstärkung durch Verselbständigung des Kriteriums.
    Dieser Falle der Verschiebung des Kriteriums entgehen nur die harten Naturwissenschaften und vor allem die Technik. Bei einer Anlage, einem technischen Produkt steht am Ende immer die klare Frage, geht es oder geht es nicht und sie muß klar beantwortet werden. Diese Bereiche sind “geerdet”, sie verlieren nicht den Kontakt zur Realität wie das Bereichen passiert, die nur von der Beurteilung durch andere Menschen abhängig sind, die verwirrbar und beeinflußbar sind .
    Und daraus folgt, daß solche Bereiche sich konsequent darauf konzentrieren, nur die Geldgeber zufriedenzustellen(meint auch derdiebuchstabenzaehlt) und nichts produktiv zu leisten. Sie sind also besser angepaßt als die noch produzierenden Bereiche. Sie werden also gewinnen, solange das Kriterium “Befriedigung der Geldgeber” heißt.
    Was lernt uns das? Daß die einzig verläßliche Orientierung die an der Realität(die “Erdung”) ist. Bestehen auf Fakten und die Geldquellen für die Wissenschaft denen entziehen, die von der Sache nichts verstehen.

    also Tschuldigung bitte
    Carsten

    “Ich habe die Schnauze voll von diesem Land.
    Gustl Mollath

    • Ich muss gestehen, ich verstehe die ganze Aufregung darüber, ob man eine Definition erstellen soll/muss/darf, die es bislang nicht gibt, überhaupt nicht. Mich irritiert vielmehr, dass es Kommentatoren zu geben scheint, die der Ansicht sind, Gender sei ein wissenschaftlicher Fachbereich, der sich selbst und seine Grundlagen definieren müsste. Genderisten sind wissenschaftsfremde Ideologen, die sich an Universitäten eingenistet haben, und deshalb ist es notwendig, deren Unwissenschaftlichkeit an jedem einzelen Punkt darzustellen.

      Und am meisten irritiert mich der Bierernst, mit der hier argumentiert wird, mit dem Impetus, man dürfe für die nicht vorhandene Gender-Wissenschaft nicht die Definitionsarbeit machen. Ist hier irgend jemand der Ansicht, die Genderisten sind mit der Definition, mit der sie sich ab sofort auseinandersetzen müssen, weil Dr. habil. Diefenbach sie erstellt hat, glücklich? Wenn ja, dann sollten sich der oder diejenigen fragen, wie viel von der Genderideologie sie bereits selbst gefressen haben.

      Noch ein abschließender Satz zu dem:

      Frau Diefenbach, hätten Sie am Anfang gleich betont, daß eigentlich erstmal die Genderisten zu liefern haben, das aber nicht konnten, dann wäre dieser Treffer durch Querschläger nicht entstanden, ich hätte nichtmal Drang zum Kommentieren verspürt. Ok, Sie haben einen gut; keine Angst, ich hab’ ein dickes Fell.

      Die hohe Kunst der Strategie besteht darin, anderen etwas vorzugeben, auf das sie dann reagieren müssen. Insofern hat Dr. habil. Diefenbach den Genderisten eine Nuss gegeben, an der sie lange zu knacken haben werden. Den Hinweis auf die Querschläger und soweiter verstehe ich nicht, aber wenn mich ein inkling nicht trügt, dann sind Querschläger leicht zu vermeiden, wenn man nicht Breitseiten in Form von Eseln, auf denen wer auch immer verkehrt herum sitzt, bietet, die leicht als Beleidigungsversuch missverstanden werden können …

      • Ich meinte nur, daß ein Wissenschaftsbereich seinen Forschungsgegenstand klären können muß. Wer das nicht kann, dann darf nicht finanziert werden.

        Der Frager hätte den Nachweis des Forschungsgegenstandes von denen einfordern müssen, die die Existenz von Gender behaupten. Frau Diefenbach nicht beleidigen.

        Beim Posten hat etwas mit dem Server gehakelt. Die Doppelsendung kann gelöscht werden. Sie können auch die Postings löschen. Erklärungen verschlimmern die Lage wohl nur.

        Mit freundlichen Grüßen
        Carsten Thumulla

    • @Carsten Thumulla,

      aha, dann lag ich mit dem Beleidigungsversuch also richtig 🙂 aber ich habe bereits verziehen, und Sie haben sich ja nun, so scheint es, entschuldigt.

      Zur Sache:

      Soweit ich sehe bezieht sich der gesamte zweite Teil Ihres Kommentars, hinsichtlich dessen ich übrigens in weiten Teilen mit Ihnen übereinstimme, nicht oder nicht direkt auf die Sache, kann hier also vernachlässigt werden,

      Zu dem Teil Ihres Kommentars, der sich auf die Sache bezieht:

      Die apodiktische Feststellung, es sei
      “die falsche Vorgehensweise, daß jemand, der einem neuen Wissenschaftsbereich fern ist, dessen Begründung betreibt und dessen Definitionen erstellt [und dass] [d]as […] dieser Bereich erstmal selbst zu erledigen [habe],

      überzeugt mich nicht, eben weil es eine Wiederholung Ihrer Auffassung ist, die inzwischen bereits bekannt ist, aber kein Argument für diese Auffassung enthält.

      Als Argument könnte gelten, was Sie danach schreiben:
      “Daß keine brauchbare Begründung oder Definitionen vorhanden zu sein scheinen zeigt, daß die Genderwissenschaft ihre Grundlagen nicht erklären kann.”

      Ich könnte jetzt meinerseits einfach apodiktisch behaupten, dass dem nicht so sei, aber ich ziehe ein Argument vor und antworte:

      Mag sein, der Punkt ist nur, dass in den vielen Jahren, in denen der Genderismus nun schon betrieben wurde, niemand eine Definition von den Genderisten eingefordert hat, jeder sie also offensichtlich hat vor sich hin machen lassen, ohne sich besonders daran zu stoßen, dass der Genderismus – ich würde nun wirklich nicht von “Genderwissenschaft” sprechen wollen – seine “Grundlagen nicht erklären kann”.

      Insofern wurde überhaupt nicht sichtbar, dass die Genderisten über keine entsprechende Definitionverfügen, auf die sie ihren Gegenstand gründen können.

      Diese peinliche Lücke wird sehr sichtbar, wenn jemand sie entweder öffentlich wirksam danach fragt, oder seinerseits als jemand, “der einem neuen Wissenschaftsbereich fern ist”, eine Definition vorgibt, die er für richtig hält und anhand derer sich die Genderisten nun messen lassen müssen.

      Ich hätte es auch lassen können, stimmt. So wie Sie, oder was haben Sie inzwischen getan, um erkennbar zu machen, dass Genderismus keine Wissenschaft ist und über keine Definition ihrer selbst verfügt?

      Wer immer Angst hat, “in Vorlage zu treten”, ist dazu verurteilt, immer nur zu reagieren und mit der Welt, wie sie sich ihm darstellt, mehr oder weniger unglücklich zu sein. Bitte, wer’s mag, so zu leben, kann das gerne tun. Ich mag es nicht und werde es nicht tun.

      Die Genderisten haben versucht und versuchen weiterhin, sich nicht nur als Teil der SozialWISSENSCHAFT(EN) darzustellen, sondern Sozialwissenschaftler, die nicht gender-besessen sind, zu diskreditieren. Und die Sozialwissenschaft ist das Feld, auf dem ich zuhause bin, und das geht mich an. Und ich habe Genderisten eine Vorgabe präsentiert, mit der sie jetzt umgehen können oder früher oder später vermutlich müssen.
      (Mir scheint, Sie unterschätzen meine Position in diesem Feld ein wenig.)

      Und das halten Sie für die falsche Vorgehensweise?

      Gut – dann beschreiben Sie mir doch bitte die richtige: weiterhin einfach ignorieren, die Genderisten machen lassen?

      Ich vermisse nach wie vor den positiven Teil Ihrer Kritik

      Abschließend bleibt mir noch, auf meinen Kommentar an T.R.E. Lentze zu verweisen. Ich kann Ihrem Kommentar keinen Hinweis darauf entnehmen, dass Sie ihn gelesen haben; vielleicht holen Sie das bitte nach. Aber falls nicht, hier noch einmal der für mich wichtigste letzte Abschnitt aus diesem Kommentar von mir auf T.R.E. Lentze:

      “Definitionsmacht zu haben, bedeutet, einen First-mover-Vorteil zu haben. Von jetzt an muss sich jeder an der bereits vorhandenen Definition messen lassen oder eine eigene vorschlagen, die er dann begründen muss, was konkret heißt; er müsste zeigen, warum sie besser ist als meine oder was an meiner “falsch” ist (das genau haben Sie ja auch versucht, was den Punkt illustriert.). In jedem Fall findet sich das Gegenüber in der Lage wieder, auf meine Definition reagieren zu müssen – sonst kann es mit Recht als ignorant bezeichnet werden.”

      Haben Sie dem etwas entgegenzusetzen?

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