Ich gebe mich geschlagen! Nach dem ersten Hinweis auf das neueste Beispiel für den pfleglichen Umgang mit den ihnen anvertrauten Steuermitteln, das die Friedrich-Ebert-Stiftung gerade wieder geliefert hat, nämlich die Veranstaltung „Rassismus und Sexismus abbloggen“ in der Hiroshima Straße (irgendwie zieht der Name Hiroshima offensichtlich Katastrophen an…), haben wir gedacht: „Nein! Dazu machen wir nichts. Nach dem zweiten Hinweis war unser Entschluss, diesen Unsinn nicht auf ScienceFiles zu besprechen, immer noch fest. Nach dem dritten Hinweis haben wir gedacht, vielleicht, aber nein, das ist uns zu blöd … Und nun, laufende Zählung: 12 habt Ihr mich geschafft. Der Unsinn der Woche lautet: „Rassismus und Sexismus abbloggen“.
Ich bin der Taz insofern zu Dank verpflichtet als sie einen Teil des Unsinns, der auf dieser „Veranstaltung“ offensichtlich ausgetauscht wurde, verewigt und der normalen Welt zugänglich gemacht hat. Ich schreibe normale Welt, weil ich es satt habe so zu tun, als sei das, was diese Gender- und was auch immer AktivistInnen da treiben, in irgend einen Rahmen des Normalen einzuordnen. Derartige Treffen, wie das von der Friedrich-Ebert-Stiftung auf Kosten der Steuerzahler organisierte, dienen einzig und allein dazu, einer Reihe von deprivierten Gestalten, die beschlossen haben, dass (ihr) Geschlecht das wichtigste ist, was es auf der Welt gibt, zu zeigen, dass sie mit ihren absurden Ideen nicht alleine sind, dass es vielmehr eine Sekte der Geschlechts-Gläubigen gibt, die sich zuweilen einfinden um sich gegenseitig von der Richtigkeit ihrer Mission und der Wichtigkeit der Bekehrung von Nichtgläubigen zu überzeugen. Warum die Scientology Church unter Beobachtung steht, die Teilnehmner am Treffen, das die FES organisiert hat, jedoch nicht, ist mir nicht nachvollziehbar. Aber gut. Wenden wir uns dem zu, was ausgetauscht wurde.
Derartiges Beharren von Nicht-Sektenmitgliedern darauf, sich eine eigene Meinung zu bilden und für sich entscheiden zu wollen, was sie richtig und gut finden, traf bei den Teilnehmern der FES-Kongregation auf wenig Verständnis. So stellte die/der oben erwähnte Jamie Schearer fest, dass Kinderliteratur ja wohl für alle Kinder da sei, weiße wie schwarze. Und weil dem so ist, so führe ich weiter, muss alles, was die selbsternannten Fürsprecher schwarzer Kinder nicht mögen, aus der Kinderliteratur nicht nur für schwarze, sondern auch für weiße Kinder gestrichen werden. Das ist doch klar!
Aber was passiert in Deutschland. Es gibt einen, wie es in der Taz heißt „rassistischen Diskur“. Da will doch tatsächlich jemand darüber mitreden, was ihm vorgegeben werden soll, anstatt zu glauben und zu akzeptiere, was ihm die Sekte der Gender- und Rassereinheit diktiert. Und wer ist das? Nun, Jamie Schearer im O-Ton der Taz und in Caps-Lock zum Genießen:
„EINEN GRUND FÜR DEN RASSISTISCHEN DISKUR SAHEN DIE DISKUTANTINNEN IN DER ZUSAMMENSETZUNG DEUTSCHER REDAKTIONEN. WEIßE MITTELALTE HETEROMÄNNER GEBEN DEN TON AN.“
Ist das nun Rassismus (weiße Männer) oder Sexismus (Hetero-Männer), dem hier krasser Ausdruck verliehen wird? Es ist Rassismus und Sexismus, denn:
Rassismus ist: „… an antipathy based upon a faulty and inflexible generalization. It may be felt or expressed. It may be directed towards a group as a whole or towards an individual because he is a member of that group” (Allport, 1954, S.9).
Und Sexismus ist schlicht Rassimus, dessen Gegenstand nicht Rasse, sondern Geschlecht ist, also eine Abneigung, die auf einer falschen und unflexiblen Generalisierung auf Grundlage von Geschlecht basiert. Entsprechend empfehle ich Jamie Schearer und den Diskutantinnen erst einmal den eigenen Sexismus und Rassismus zu bekämpfen, bevor sie oder er sich wieder in die Öffentlichkeit trauen, um dort andere bekehren zu wollen.
In diesem Zusammenhang hat die „Journalistin mit Kopftuch“ „Kübra Gümüsay“ den folgenden Unsinn zu Protokoll gegeben:
„Dabei handeln wir alle rassistisch, ich handle auch in vielen Situationen rassistisch, so funktioniert unser Gehirn, es vereinfacht und produziert Stereotypen. Wir müssen nur bereit sein, das zu sehen und uns weiter zu entwickeln“.
Wenn also Frau/Herr Schearer der Ansicht ist, dass weiße mittelalte Heteromänner in deutschen Redaktionen den Ton angeben, dann ist das ebenso ein Vorurteil, wie das Glaubenscredo der Genderisten, nachdem alle Welt in der selben Weise wie sie selbst auf Geschlechtsteile fixiert ist. Wären Schearer oder Genderisten mit einem Stereotyp unterwegs, sie hätten zwischenzeitlich gemerkt, dass ihr Glaubenscredo falsch ist und sich entsprechend beschämt aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Dass sie ihren Unsinn nach wie vor öffentlich predigen spricht eine deutliche Sprache und zeigt, wie stark die affektive Bindung an den eigenen Glauben doch ist.
