Mehr Toleranz für Homosexuelle: Interventionen emprisch unbegründet, gefährlich und politisch fehlgeleiteter Aktivismus

Mehr Akzeptanz und Toleranz, so haben es sich Politiker landauf landab vorgenommen, wollen sie ihren Bürgern für Homosexuelle beibringen. Entsprechende Interventionen, die vor allem auf Schüler abzielen, sollen dem hehren Ziel dienen. Aber gibt es auch einen Anlass für die entsprechende Intervention? Gibt es Diskriminierung Homosexueller in relevantem Ausmaß? Leiden Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Orientierung unter Vorurteilen und bringen sich gar wegen der darauf basierenden Diskriminierung häufiger als Heterosexuelle um? Wir haben die empirische Evidenz zusammengetragen und untersucht, ob es einen Anlaß für Interventionen wie den Baden-Württembergischen Bildungsplan 2015 gibt, der Bürger zu Toleranz und Achtung Homosexueller anhalten soll. Das Ergebnis: Es gibt keine Notwendigkeit für die entsprechenden Interventionen. Sie sind reiner politischer Aktivismus und bringen die Gefahr mit sich, mehr Schaden anzurichten als sie Gutes tun.

Der folgende Beitrag stellt die Ergebnisse zusammen, die wir über drei Beiträge verteilt zusammengetragen haben:

Teil I: Erhöhtes Suizidrisiko bei Homosexuellen?
Teil II: Homosexuelle begehen nicht häufiger Selbstmord als Heterosexuelle
Teil III: Diskriminierung Ursache von Suizid oder psychischer Erkrankung bei Homosexuellen?

Sind Inverventionen zugunsten „des Regenbogens“ notwendig oder sinnvoll?

In diesem abschließenden Teil unserer kleinen „Vorlesungsreihe“ in Sachen Forschungsstand zum Thema „Sexueller Orientierung, Suizidrisiko, psychische Probleme und Diskriminierung“ wollen wir die wichtigsten Ergebnisse unserer Bestandsaufnahme noch einmal zusammenfassen und einige Schlussfolgerungen im Hinblick auf Sinn und Unsinn von Interventionen zugunsten „des Regenbogens“ aus ihnen ziehen.

Wir halten also zunächst fest:

zum Zusammenhang zwischen sexueller Orientierung und Suizidrisiko

  • Der bei Weitem größte Anteil der Vielzahl von Studien, die den Zusammenhang zwischen sexueller Orientierung und Suizidrisiko zu erforschen versuchen oder vorgeben, erforscht tatsächlich nicht das Suizidrisiko, sondern fragt nach Selbstmordversuchen, Selbstmordgedanken oder –phantasien oder Todeswünschen irgendwann in der Vergangenheit.
  • suicide attemptDer bei Weitem größte Teil der Studien, die den Zusammenhang zwischen sexueller Orientierung und Suizidrisiko zu erforschen versuchen oder vorgeben, basiert auf selegierten Stichproben Nicht-Heterosexueller, so dass sich die erzielten Ergebnisse nicht verallgemeinern lassen, was wiederum bedeutet, dass keine Aussagen über die Gruppe von Nicht-Heterosexuellen als solcher gemacht werden können.
  • Ein großer Teil von Studien, die den Nachweis eines erhöhten Suizidrisikos bei Nicht-Heterosexuellen erbringen wollen, kann dies schon deshalb nicht, weil keine Vergleichsgruppe Heterosexueller beinhaltet ist.
  • Es existieren derzeit u.W. nur zwei  Studien, die mit tatsächlichen Todesfällen arbeiten, Homo- und Bisexuelle sowie Heterosexuelle als Vergleichsgruppe beinhalten und nicht auf selegierten Stichproben beruhen. Eine der beiden Studien betrachtet nur Jugendliche, die andere nur erwachsene Männer. Beide Studien kommen zu dem Ergebnis, dass keine höhere Suizidrate bei Homo- und Bisexuellen als bei Heterosexuellen zu beobachten ist.
  • Für diese beiden Studien gilt wie für alle anderen auch, dass sie mit sehr niedrigen Fallzahlen arbeiten müssen, weil sowohl das Merkmal „Selbstmord“ als auch das Merkmal „Nicht-Heterosexuell“ vergleichsweise selten anzutreffen ist und die Kombination beider Merkmale noch seltener. Die Zuverlässigkeit der Ergebnisse steht daher in Frage. Dennoch repräsentieren diese beiden Studien aufgrund der Tatsache, dass sie andere grundlegende methodische Mängel überwinden, die alle anderen Studien zum Thema aufweisen, das derzeit Beste, was an Forschung zum Thema verfügbar ist.
  • Eine dieser beiden Studien hat ein im Vergleich zu Heterosexuellen deutlich höheres Risiko Homo- und Bisexueller, an den Folgen einer HIV-Infektion zu sterben, festgestellt.

zum Zusammenhang zwischen sexueller Orientierung und psychischen Erkrankungen oder psychischen Problemen sowie ihren Ursachen

  • Zum Zusammenhang zwischen sexueller Orientierung und psychischen Erkrankungen oder Problemen liegt ebenfalls eine Vielzahl von Studien vor, die allerdings mit teilweise denselben, teilweise anderen, jedenfalls aber  erheblichen methodischen Problemen behaftet sind.
  • suicide solutionEs fasst die Forschungslage hierzu vielleicht am besten zusammen, wenn man festhält, dass es viele Befunde gibt, die zusammen betrachtet in die Richtung weisen, dass Nicht-Heterosexuelle (konkret: meist Homosexuelle und Bisexuelle, denn es sind sie, die gewöhnlich in Studien untersucht werden,) ein im Vergleich zu Heterosexuellen erhöhtes Risiko haben, psychisch zu erkranken oder erkrankt zu sein oder psychische Probleme gehabt zu haben oder zu haben. Ein klarer Befund liegt aufgrund methodischer Mängel (darunter: schlechte Indikatoren für psychische Probleme wie z.B. Alkoholkonsum) und aufgrund widersprüchlicher Befunde bislang aber nicht vor, und die Richtung des Zusammenhangs ist ebenfalls ungeklärt.
  • Es findet sich eine Reihe von Studien, die an ihre Befunde Spekulationen über die Ursachen für psychische Erkrankungen/Probleme Nicht-Heterosexueller anschließen. Unter diesen Spekulationen sind vermutete Diskriminierung oder besondere Belastungen aufgrund gesellschaftlicher Stigmatisierung zu finden. Diese Spekulationen sind aber eben dies und können nicht durch die Daten, auf denen die Studien basieren, gestützt werden.
  • Unbekannt ist, inwieweit psychischen Erkrankungen oder Probleme bei Nicht-Heterosexuellen zu Selbstmorden bzw. Selbstmordversuchen führen, also als ursächlich für sie bezeichnet werden können.
  • Weiter ist unklar, welche Ursachen psychische Erkrankungen oder Probleme bei Nicht-Heterosexuellen haben, denn Studien, die vermutete Ursachen für psychische Erkrankungen/Probleme Nicht-Heterosexueller tatsächlich zu prüfen versuchen, sind sehr selten.
  • Diesen wenigen Studien ist es nicht gelungen, zu klären, welche Ursachen psychische Erkrankungen/Probleme Nicht-Heterosexueller haben, denn selbst dann, wenn sowohl Stress, wie er im täglichen Leben unabhängig von der sexuellen Orientierung anfällt, als auch Stress, der in Verbindung  mit der spezifischen nicht-heterosexuellen Orientierung entsteht, sowie die Wahrnehmung Nicht-Heterosexueller, einer (vermeintlich) stigmatisierten Gruppe anzugehören, und internalisierte Homophobie als erklärende Größen probeweise berücksichtigt werden, erweist sich, dass sie kaum einen Einfluss haben.
  • Was Stigmatisierung und Diskriminierung als vermutete Ursache von psychischen Erkrankungen oder Problemen bei Nicht-Heterosexuellen betrifft, so sind beide Größen unplausible Erklärungsmöglichkeiten, weil es empirische Forschung gibt, die deutlich zeigt, dass weder eine gesellschaftliche Stigmatisierung noch eine nennenswerte Verbreitung homophober Einstellungen in den Ländern bzw. Bevölkerungen der westlichen Staaten zu beobachten ist.

Die wichtigste Schlussfolgerung aus all dem ist, dass es keinerlei durch wissenschaftliche Studien gerechtfertigten Anlass für Interventionen zugunsten „des Regenbogens“ gibt bzw. kein Anlass dafür besteht, über nicht-heterosexuelle Orientierungen und ihre Normalität aufzuklären oder für (mehr) Akzeptanz von Nicht-Heterosexuellen zu werben, denn:

  • caution nothing dangerousnichts spricht bislang dafür, dass Stigmatisierung und Diskriminierung von Nicht-Heterosexuellen in nennenswertem Ausmaß besteht,
  • dass Gefühle der Stigmatisierung oder Diskriminierung mit Bezug auf psychische Erkrankungen oder Probleme Nicht-Heterosexueller eine nennenswerte Rolle spielen
  • und dass Nicht-Heterosexuelle im Vergleich mit Heterosexuellen ein erhöhtes Suizidrisiko hätten.

Wenn sich sowohl die Petition zum Bildungsplan 2015 als auch die Gegenpetition zu dieser Petition – zu unterschiedlichen Zwecken – auf ein erhöhtes Suizidrisiko von Nicht-Heterosexuellen berufen, dann tun sie dies also fälschlich, oder anders ausgedrückt: mit einem erhöhten Suizidrisiko von Nicht-Heterosexuellen lässt sich, unabhängig davon, wofür oder wogegen es ein Argument sein soll, nicht argumentieren, weil es bislang keinen klaren Beleg dafür gibt, dass es existiert. Selbst dann, wenn man sich statt auf das Suizidrisiko auf häufigere psychische Erkrankungen oder Probleme bei Nicht-Heterosexuellen berufen wollte, so müsste festgestellt werden, dass die Forschungslage hierzu ebenfalls alles andere als klar und zufriedenstellend ist, derzeit jedenfalls keine akzeptable Basis für die Forderung nach Interventionen oder nach ihrer Ablehnung abgeben kann.

Das bedeutet aber auch, dass das im Bildungsplan 2015 formulierte Anliegen, mehr Akzeptanz und Toleranz für nicht-heterosexuelle Orientierungen bzw. nicht-heterosexuell Orientierte gegenstandslos ist: es besteht keine Notwendigkeit hierfür, weil es – wie gesagt – keine überzeugenden Belege dafür gibt, dass ein Mangel an Akzeptanz und Toleranz Nicht-Heterosexuellen nennenswerte psychische Schwierigkeiten verursacht, und weil kein Mangel an Akzeptanz oder Toleranz auf Seiten Heterosexueller beobachtet werden kann.

Unintended-Consequences.2Möglicherweise hätte eine stärkere Thematisierung nicht-heterosexueller Orientierungen im Schulunterricht sogar negative Effekte, nämlich dann, wenn sie als Werbung wirkt und bei Schülern eine größere Bereitschaft bewirkt, nicht-heterosexuelle Entwürfe auszuprobieren oder leben zu wollen, was ihr Risiko, an den Folgen einer HIV-Infektion zu sterben erhöht. Eine stärkere Thematisierung nicht-heterosexueller Orientierungen im Schulunterricht müsste vor diesem Hintergrund sehr verantwortungsvoll und jedenfalls nicht in romantisierenden Darstellungen „des Regenbogens“ erfolgen.

Eine weitere negative Folge einer stärkeren Thematisierung nicht-heterosexueller Orientierungen im Schulunterricht könnte sein, dass – entgegen des Anliegens, deren Normalität dazustellen – den Schülern suggeriert wird, sie seien eben nichts Normales, denn Normalitäten sind gewöhnlich nicht Gegenstand (angeblich) massiver Stigmatisierung, die ja als Voraussetzung dafür vorgestellt wird, das mehr Akzeptanz und Toleranz geschaffen werden müsse. Unvoreingenommene Schüler werden daher erst auf die Unnormalität nicht-heterosexueller Orientierungen Aufmerksam gemacht, damit sie anschließend dazu erzogen werden können, ihnen als Normalität zu begegnen, was aber nichts daran ändert, dass diese Schüler gelernt haben, dass es eine bemerkenswerte positive Leistung bzw. Toleranz von ihnen ist, nicht-heterosexuelle Orientierungen als Normalität zu behandeln. Salopp formuliert: dieser Schuss kann  nach hinten losgehen.

Für Schüler mit nicht-heterosexueller Orientierung ist die Botschaft der Darstellung nicht-heterosexueller Orientierungen als normal zunächst dieselbe: anscheinend sind sie es nicht, denn sonst müsste man deren Normalität ja nicht extra betonen. Darüber hinaus wird ihnen suggeriert, sie seien reale oder dauerhaft potentielle Opfer feindlicher Haltungen oder Handlungen, was in ihnen bestehende Ängste verstärken oder neue Ängste entstehen lassen kann. Anders gesagt: man sensibilisiert sie für Dinge, gegen die sie vorher resistent waren, oder man bringt sie sogar dazu, Ablehnung und Diskriminierung schlichtweg zu phantasieren, was ihnen individuelles Leid bereiten und ihre Beziehungen zu anderen ohne jede Not beeinträchtigen kann.

Weil diese möglichen negativen Folgen immerhin erheblich wären, wenn sie einträten, mag ihre Möglichkeit ein hinreichender Grund sein, von Interventionen zugunsten „des Regenbogens“ oder sonst irgendwelcher sozialer Gruppen abzusehen, besonders wenn es gar keinen Nachweis der Notwendigkeit und positiver Folgen solcher Interventionen gibt.

Wollte man aber unbedingt intervenieren, dann wäre es sinnvoller, eine Intervention zu planen, die direkten Nutzen für diejenigen erbringen kann, in deren Interesse interveniert werden soll, die sie also in die Lage versetzt, selbst zu handeln, statt sich als Opfer erfahren zu müssen, dessen Lebensqualität von der anerzogenen Toleranz anderer Leute abhängt. Solche Konzepte werden derzeit ja auch häufig unter den Stichworten „Resilienz“ und „empowerment“ diskutiert und erprobt. Ginge es im Bildungsplan 2015 darum, die Lebenslage Nicht-Heterosexueller zu verbessern, hätte er ohne Probleme an diese Konzepte anschließen können. Da er dies nicht tut, muss man vermuten, dass Nicht-Heterosexuelle in diesem Zusammenhang nur als das Feigenblatt missbraucht werden, das notdürftig den Versuch bedecken soll, die ideologische (ggf. Um-/) Erziehung der kommenden Generationen – bis auf Weiteres: in Baden-Württemberg – zu bewerkstelligen.

©ScienceFiles, 2014

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24 Responses to Mehr Toleranz für Homosexuelle: Interventionen emprisch unbegründet, gefährlich und politisch fehlgeleiteter Aktivismus

  1. Theresia Schmelzer says:

    Man muss es sich einfach einmal auf der Zunge zergehen lassen, bis mitte der 70er Jahre war Homosexualität strafbar lt. § 175, später wurde daraus der § 216 c. Meine Devise lautet, jeder soll nach seinem eigenen gutdünken glücklich werden. Unsere Politiker wollen den Bürgern mit dem Nürnberger Trichter einsuggerieren Homosexualität sei das Normalste auf der Welt. Homosexuelle Paare sollen gleichgestellt werden wie Hetero-Paare und dagegen wehre ich mich. Ich kenne selbst sehr viele nette homosexuelle Menschen, aber niemand davon ist “verpartnert”, sie werden respektiert und so akzeptiert wie sie sind. Und das ist in Ordnung. Manchmal habe ich das Gefühl, unsere Politiker sind nicht ausgelastet, jeden Tag treiben sie ne neue Sau durchs Dorf.

  2. Joachim Winter says:

    DANKE!!!

  3. Sarah H. says:

    Interessanter Artikel!

    Ich finde das Wort “normal” ist etwas irreführend. Homosexualität unter Menschen ist ja eben nicht “normal” im Sinner der statistischen Norm, Homosexualität als Norm (Sein-sollen’s-Norm) zu suggerieren, wenn es um die sexuelle Erziehung geht, finde ich auch problematisch – da jeder den sexuellen Neigungen nachgehen soll, die er verspürt und mit denen er sich wohl fühlt.

    Auch was den Begriff “gleich” angeht sehe ich eine Problematik. Ich erkenne Menschen mit anderer Sexualität als gleichwertig an und behandele sie auch so. Aber die sind eben nicht gleich – es gibt Unterschiede (Sexulität, Möglichkeit zur Fortpflanzung untereinander).

    Wie ich erfahren habe, wird das Thema Homosexualität,etc. in Bawü schon behandelt, aber eben bisher im Sexualkundenunterrricht.
    Das finde ich absolut angemessen, da dort ja auch Heterosexualität ausführlich behandelt wird und das Thema Sexualität sich erst ab einer bestimmten Alterstufe (7./8. Klasse) thematisiert wird. Von einem Verschweigen anderer Sexualitäten halte ich in diesem Rahmen auch nichts, da es den anderen Sexualformen wieder einen “besonderen Status” einräumt.
    Wenn Aufklärung geschieht in dem dafür vorgesehenen Unterricht, sollte auch auf alle Gefahren bei allen möglichen Sexualformen hingewiesen werden – eben eine sachliche Aufklärung. Wie stehen Sie zu dem Thema im Sexualkundeunterricht?

    Habe noch eine andere Frage:

    Mich würde interessen, was der Grund dafür ist, dass homosexuelle Paare keine Ehe und keine Kinder adoptieren dürfen, wenn sie schon verpartnert sind. Also warum können homosexuelle Menschen gesetzlich gesehen nicht auch eine “Ehe” führen? Wieso ist diese nur “Mann und Frau” vorbehalten? Ist das nicht auch eine Form der Diskriminierung?

    Und weshalb dürfen Homosexuelle, wenn sie verpartnert sind, keine Kinder adoptieren? Gibt es Studien, dir das Thema “Einfluss von homosexuellen Partnerschaften auf Kinder” seriös behandeln? Wenn ja, würde es mich freuen, wenn sie mir ein paar Empfehlungen machen könnten.

    Liebe Grüße

    • SERGIO ROSSI says:

      ES GIBT keine aus anerkannten quellen, welche eine Schädigung darlegt, im Gegenteil gibt es wissenschaftliche Studien, auch aus katholischen psychiatrische anerkannte Studien, welche aufzeigen, dass die Kinder so normal aufwachsen, wie die Kinder der Heterosexuellen.

      • Wenn Sie für das, was es gibt, noch einen Link oder eine Quelle hätten, wäre uns weitergeholfen.

        • SERGIO ROSSI says:

          LEIDER nur auf italienisch, aber sie können zum beispiel auf youtube anerkannte studie kinder aus gay ehe oder so eingeben. passen sie auf, dass sie wirklich anerkannte studien aufrufen. ich sage es nicht einfach so, ich habe mich stundenlang damit befasst bis in die nacht. offizielle lgbt gruppen, haben unzählige studien aufgezeigt und die gegner, kamen immer mit studien, welche nicht anerkannt waren. ich kann nur von italien sprechen, italien hat 100 000 kinder aus gay familien, welche noch keine rechte besitzen, die prozentual der kinder, welche gay sind oder werden, ist die selbe , wie kinder mit heterosexuellen eltern. würde die eltern auf die sexuelle orientierung einen einfluss haben, hätten wir alle heterosexuell sein sollen, da unsere eltern heterosexuell sind. man hat eine tomate nicht gerne, nur weil man sie täglich vor sich hat, entweder hat man eine tomate gerne oder nicht. danke.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Sarah H.

      Schön, dass Sie den Beitrag (oder die Beitragsreihe) interessant fanden!

      Wir können Ihre Fragen natürlich nicht alle beantworten, insbesondere die Fragen nach der Legitimität der in bestimmten Ländern herrschenden Rechtssätze mit Bezug auf Eheschließung von Homoexuellen oder Adoption durch Homosexuelle. Gesetzliche Regelungen sind eine Form der politischen, hoffentlich demokratischen, Willensbildung, aber nur sehr, sehr selten eine Reaktion auf wissenschaftliche Erkenntnisse oder logische Überlegungen….

      Was die Studien betrifft, die die Effekte einer Sozialisation von Kindern in homosexuellen Partnerschaften untersuchen, so müssten wir erst wieder eine entsprechende Recherche durchführen und die Studien dann einer kritischen vergleichenden Betrachtung unterziehen. Das haben wir nicht gemacht, und wir können es im Augenblick leider auch nicht tun (so etwas erfordert viel Zeit….), aber vielleicht gehen wir das demnächst einmal an.

      Ich bin aber in jedem Fall skeptisch was die Aussagekraft von Studien, sofern sie existieren, betrifft, denn sie werden notwendigerweise auf sehr, sehr wenigen Fällen basieren, weil Kinder, die in homosexuellen Partnerschaften aufwachsen und erzogen worden sind, eine so genannte seltene Population sind, noch viel seltener als Homosexuelle selbst. Und dann müsste man, um wirklich Effekte feststellen zu können, eine Langzeitstudie durchführen, also die Kinder während ihrer Entwicklung beobachten, und dabei natürlich auch – als Vergleichsgruppe – Kinder berücksichtigen, die in heterosexuellen Partnerschaften sozialisiert werden. Wenn in einer Studie nur ein paar Fälle von in homosexuellen Partnerschaften aufgewachsenen Kindern beobachtet/untersucht werden, dann sagt das unabhängig von den Ergebnissen eben an sich gar nichts, denn die Ergebnisse können nicht einfach verallgemeinert werden.

      Insofern bin ich nicht besonders zuversichtlich, dass wir in dieser Frage eine empirisch begründete Antwort finden können – jedenfalls nicht nur Zeit.

      Man kann nicht genug betonen, dass wissenschaftliche Forschung eine kumulative Angelegenheit ist, man also nicht aus einer oder zwei Studien, vielleicht auch noch welchen, die einem gerade “in den Kram” passen, Entscheidungen über Sachfragen ableiten kann – es sei denn, diese ein oder zwei Studien wären qualitätsmässig, und das heißt: methodisch, allen anderen so weit überlegen, dass man ihnen einen Sonderstatus einräumen müsste, und solche Studien gibt es ja durchaus immer einmal wieder (wie in unserer Artikelreihe auch gezeigt). Nur: die Ansprüche an solche Studien sind eben sehr hoch (möglichst große Fallzahlen, Einbeziehung einer Vergleichsgruppe, Langzeitstudie, klare Indikatoren für die zu untersuchenden Größen …),und meist führt der Weg zu ihnen über eine ganze Reihe nichtssagender, weil methodisch mehr oder weniger schlechter, improvisierter Studien, die diese Bezeichnung verdienen mögen oder auch nicht. Und deshalb ist die Kritik an ihnen so wichtig – wenn ihre Defizite nicht klar werden, dann sind die Chancen, zu guten Studien zu kommen, die eben auch deutlich aufwändiger und teurer sind, gleich null.

      Und schließlich zu Ihrer Frage danach, wie wir zur Behandlung von unterschiedlichen sexuellen Orientierungen im Sexualkundeunterricht stehen.

      Das ist eine Frage nach unseren persönlichen Auffassungen in einer bildungspolitisch-praktischen Frage, also keine, die man mehr oder weniger direkt auf wissenschaftlicher Erkenntnis basierend beantworten könnte. Sie hängt ja u.a. davon ab, was man als Aufgabe eines Bildungssystems betrachtet und was nicht.

      Ich kann hier nur für mich selbst antworten, und ich finde, dass keine Erfordernis für Sexualkundeunterricht besteht. Ich hatte auch keinen, habe ihn auch nicht vermisst und hatte m.W, in meinem Lebensverlauf auch keinen Nachteil davon, dass ich keinen hatte, vermutlich eher im Gegenteil 🙂 . M.W. hatte keine Generation von Menschen Schwierigkeiten damit, Sexualität für sich selbst zu entdecken und zu leben, ganz ohne Bildungssystem und Sexualkundeunterricht, und das ist, glaube ich, auch gut so, weil damit jedem Menschen selbst überlassen bleibt, ob er Sexualität als etwas erleben wird, das eher eine “Kundigkeit” erfordert, vielleicht sogar als eine Frage der Technik ist, oder eher als etwas, was mit Gefühlen einem anderen Menschen gegenüber zu tun hat.

      Einige biologische Tatsachen wie die Fortpflanzungsweise von Säugetieren sind natürlich wichtig und sollten im Rahmen des Biologieunterrichts besprochen werden. Dasselbe gilt für Tatsachen, die mit Erkrankungsrisiken zu tun haben, und dazu gehören auch sexuell übertragbare Krankheiten – von ihnen zu wissen und zu wissen, wie man sie verhindern kann, ist zweifellos wichtig und sollte Raum im Biologieunterricht haben. Und in diesem Zusammenhang kann man auch darüber sprechen, dass es Risikogruppen gibt, solange dies unbewertet bleibt und den Tatsachen entspricht. Wenn Schüler hierzu nähere Fragen haben sollten, wird eine kompetente Lehrkraft die Notwendigkeit erkennen, zu antworten, und sie sollte das auch können, ohne entsprechend vom Bildungsministerium “geschult” worden zu sein; wenn die Schüler es dabei belassen wollen, dann sollte es ihnen nicht in der Schule aufgedrängt werden. Vielleicht besprechen sie es mit anderen Bezugspersonen oder untereinander (nicht alles muss jüngeren Generationen durch ältere, die meinen, sie wüssten, wie etwas richtig ist, vermittelt werden) oder vielleicht gar nicht – nicht alle Kinder im selben Alter sind gleichermaßen reif oder an bestimmten Fragen und Dingen interessiert. Man sollte, finde ich, vorsichtig damit sein, was man Kindern ungefragt präsentiert oder aufdrängt, so, als seien sie nicht individuell verschieden – ganz zu schweigen vom Recht und der Pflicht der Eltern zu entscheiden, was sie meinen, was das Richtige für ihr Kind sei.

      Sicher kann man die Sache weitertreiben und fragen: Was, wenn Eltern nicht wollen, dass ihre Kinder über die Fortpflanzung bei Säugetieren aufgeklärt werden?, und die Frage ist durchaus legitim. Nur – es ist schon schwierig genug, sich auf eine Ermessensgrenze zu einigen, und das fällt umso leichter, je besser begründet werden kann, was der Nutzen davon ist, wenn etwas Bestimmtes thematisiert wird. Ich sehe nicht, warum in Bereichen, in denen das schwierig zu begründen ist oder es große Nicht-Übereinstimmung unter den Eltern (und Lehrkräften) gibt, durch ein Ministerium erzwungen werden sollte oder müsste, was es für richtig oder auch nur politisch korrekt hält. Das würde völlig dem Geist der Zusammenarbeit und des guten Willens in Sachen Bildung und Erziehung von Kindern widersprechen.

      Also, auf den Punkt gebracht:
      Ich persönlich finde es nicht nötig, Sexualkundeunterricht durchzuführen und ebenso unnötig und vielleicht auch risikoreich, verschiedene sexuelle Orientierungen und Praktiken in Schulen zu thematisieren, und ich denke nicht, dass es einem Ministerium ansteht, das einfach aufoktroyieren zu wollen, Würde sich eine Mehrheit der Eltern und Lehrkräfte dafür aussprechen, dann wäre dies zu akzeptieren, solange alle Beteiligten dafür offen bleiben, die Efffekte zu beobachten und ggf. das Vorgehen zu korrigieren, und solange eine Möglichkeit für Eltern und Kinder bestehen bleibt, hier nicht mitzumachen, ganz so, wie es die Möglichkeit gibt, nicht am Religionsunterricht teilzunehmen.

      Leider ist dieser Geist der Zusammenarbeit und Akzeptanz derzeit kaum zu beobachten. Mit scheint, dass es weise ist, in einer mehr oder weniger polarisierten Angelegenheit eher zu unterlassen als zu erzwingen.

  4. SERGIO ROSSI says:

    ich respektiere diesen artikel, aber trotzdem finde ich es beschämend, dass ihr so einen artikel erfasst, haben die ca. 150 000 gefolterte homosexuellen in der nazi zeit, noch keine lektion erteilt in der geschichte. sie wisen gar nichts, was es heisst homosexuell in der schwiez zu sein. sie kennen die blicke nicht von den menschen, die vorurteile und übrigens, haben wir seit geburt unsere rechte, welche menschen wie ihr, uns weggenommen habt. wenn ich also nicht die gleiche rechte haben darf, weiss ich auch nicht weshalb ich arbeiten muss. dann würde doch mir von der iv einen behinderten parkplatz vor meiner haustür angemessen sein. ich finde es peinlich, dass ich überhaupt stellung nehmen muss dazu. aber was solls, es gibt keine rasse wie die homosexuellen, welche all diese zeit investieren mussten und kämpfen mussten . zum glück, sind künstler, politiker und die gesunden menschen mit menschenverstand auf unserer seite. auf eurer seite, sind ein paar pfarrer. viel glück. wir machen unseren weg und nichts wird uns mehr aufhalten.

    • Jetzt kühlen Sie bitte ab, dann lesen Sie den Beitrag noch einmal und dann beantworten Sie mir die Frage, was die Nazis mit der Tatsache zu tun haben, dass es HEUTE keine einzige Studie gibt, die nachweisen kann, dass es eine nennenswerte Diskriminierung von Homosexuellen gibt, was schon deshalb erstaunlich ist, weil die meisten Studien, Homosexuelle befragen. Umd wenn Sie sich von “Blicken” diskriminiert fühlen, dann schlage ich vor, Sie ändern Ihren Frame und gehen nicht davon aus, dass jeder der Sie seltsam ansieht, dies deshalb tut, weil Sie homosexuell sind. Ich für meinen Teil, wüsste gar nicht, woran man das sehen soll… Viel vermeintliche Diskriminierungserfahrung entpuppt sich doch bei näherem Hinsehen als Selbstwertproblem …

      • SERGIO ROSSI says:

        nochmals, wollen sie die offizielle studie der diskriminierung, dann folgen sie mich für eine woche in meinem leben. ich spreche nicht mit menschen, welche keine ahnung davon haben, von was sie sprechen.

        • SERGIO ROSSI says:

          so viel selbstwertgefühl wie ich habe, können sie nur davon träumen:)

          • @SERGIO ROSSI

            Seien Sie nicht albern, und gehen Sie nicht unter Ihr Niveau, dass Sie doch anscheinend haben, nur, weil Sie sich irgendwie betroffen fühlen – hier ist niemand irgendwie “gegen” etwas, was mit Homosexualität zu tun hat, und niemand will irgendetwas verharmlosen.
            Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen eine Bestandsaufnahme der empirischen Forschung gemacht und berichtet, was dabei herausgekommen ist.

            Wir wissen nicht, was wir beobachten würden, wenn wir Ihnen eine Woche in Ihrem Leben folgen würden, aber es ist wirklich dumm von Ihnen zu schreiben:

            “… ich spreche nicht mit menschen, welche keine ahnung davon haben, von was sie sprechen”, denn

            wenn Sie das für sich beanspruchen, dann müssten Sie auch akzeptieren, wenn wir dasselbe sagen würden, und dann würden wir nicht mit Ihnen sprechen, weil Sie ja anscheinend nur von den eigenen Erfahrungen in ihrem eigenen Leben eine Ahnung haben, aber nicht davon, wie stark Sie Ihre eigenen Erfahrungen verallgemeinern können oder eben nicht verallgemeinern können.

            Was gibt Ihnen das Recht, Ihre eigenen Erfahrungen auf ich weiß nicht wie viele Hunderte und Tausende von Leuten zu verallgemeinern, und Leute zu beschimpfen oder abwerten zu wollen, die sich bemühen, ihre Aussagen auf Erkenntnisse über viele Menschen und eben nicht nur einen einzigen Menschen oder gar auf ihre persönlichen Erfahrungen oder Anschauungen zu gründen? Ihre Verletztheit? Sicher nicht.

            Niemand sagt, dass Sie nicht die Erfahrungen machen, die Sie machen. Aber wir sagen, dass es – basierend auf empirischen Forschungen – keinen nachvollziehbaren Grund gibt, Ihre Erfahrungen, die anscheinend sehr negativ sind, zu verallgemeinern. Wieso denken Sie, dass Ihnen damit irgendwie Unrecht getan würde?

            Ich kann Sie leider nicht verstehen. Aber dennoch spreche ich mit Ihnen ….

        • Bleiben Sie dann nicht sehr einsam?

  5. Sarah H. says:

    Im Übrigen denke ich, dass Resilienz tatsächlich ein wichtiger Faktor für das eigene Wohlbefinden, den eigenen Status in der Gesellschaft, wie auch für den Umgang mit Menschen ist. Ich kann natürlich nur aus meiner Erfahrung berichten, aber ich habe tatsächlich erlebt, dass Menschen, denen ich eine hohe Resilienz zuschreiben würde, ein viel gelassenere Einstellung zum Leben haben und nicht überall Angriffe wittern, und selbst wenn diese eingetroffen sind, souverän mit ihnen umgehen konnten und sie so gar nicht erst in die Rolle eines Opfers gerutscht sind/bzw. dort verweilt sind.

    Ich glsube wirklich, dass Resilienz eine maßgebliche Rolle für das eigene Wohlbefinden und die Ausstrahlung spielt, mit der man auftritt. Ein Mensch mit einem schlechten Selbstbild und einer geringen inneren Widerstandsfähigkeit, fühlt sich oft durch Aussagen, Blicke verletzt (erschüttert), die gar nicht beabsichtigen zu verletzen, z.B. die Aussage “Ich finde schlanke Frauen attraktiv!” – sie sich selbst jedoch nicht als solche sehen, interpretieren sie “Ich bin hässlich!” – sie denken ebenso, jeder der sie anschaut würde sie ansehen, weil sie nicht schlank sind. Der eigene Minderwertigkeitskomplex beeinflusst die Wahrnehmung und wird zum Mittelpunkt von dieser. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das auch auf die Sexualität zutrifft, wenn Menschen sich schlecht fühlen, weil sie “anders” sind, obwohl anders ja nicht schlechter bedeutet, aber manche Menschen, das selbst so empfinden, weil sie sich nicht als Teil der großen Mehrheit sehen.

    Natürlich sind das nur meine persönlichen Erfahrungen und keine wissenschaftliche Erkrntnisse.

    Zum Kindeswohl in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften:

    Ich habe hier ein paar Artikel gefunden, in denen bestimmte Studien aufgegriffen werden. Ich fände es sehr gut, wenn Sie dich mit diesem Thema auseinandersetzen würden und etwas Aufklärung schaffen könnten.

    In manchen Fällen fällt es mir schwer zu beurteilen, ab wann ich eine Studie als seriös gilt und tatsächlich das belegt, was sie auch zu belegen vorgibt.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/homosexuelle-paare-sexuelle-orientierung-der-eltern-unwichtig-fuer-kindeswohl-1.1721646

    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/cdev.12046/abstract

    http://www.aerzteblatt.de/archiv/66250/Studie-Kindern-gleichgeschlechtlicher-Eltern-geht-es-gut

    http://mobil.queer.de/mobil_detail.php?article_id=19633

    http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/Forschungsbericht_Die_Lebenssituation_von_Kindern_in_gleichgeschlechtlichen_Lebenspartnerschaften.pdf?__blob=publicationFile

    http://mobil.zeit.de/gesellschaft/2013-06/homosexuelle-eltern

    http://m.rp-online.de/politik/homo-ehe-streit-ums-kindeswohl-aid-1.3464361

    http://m.faz.net/aktuell/politik/adoptionsrecht-fuer-gleichgeschlechtliche-paare-lueckenhafte-erkenntnisse-ueber-das-kindeswohl-12674777.html

    http://books.google.de/books?id=nNTX7K0kKfYC&pg=PA337&lpg=PA337&dq=studie+kindeswohl+homosexuellen+eltern&source=bl&ots=iWFX1VLBP5&sig=ForbeDB-um7Fpzga7P0YeZ62Q6g&hl=de&sa=X&ei=bZfoUq6VIsfMsgabqYGwBA&ved=0CEgQ6AEwCQ

    Liebe Grüße

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      … danke für die links! Wie gesagt: vielleicht können wir das Thema demnächst einmal angehen.

      Was die Resilienz betrifft kann ich Ihnen nur voll und ganz zustimmen.

      Es ist, glaube ich, sehr naiv und ein großer Betrug an der eigenen Chance auf Lebenszufriedenheit und der Chance anderer Menschen auf Lebenszufriedenheit, wenn man behauptet, Zufriedenheit und Glück stellten sich sozusagen als Funktion äußerer Umstände ein. Äußere Umstände sind sicherlich relevant – so werden wohl die Wenigsten über die Diagnose einer schweren Krankheit erfreut sein -, aber nicht nur in dem Sinn, dass sie möglichst “gut” oder “positiv” sind, platt gesagt: dass man möglichst gesund, reich, jung und schön ist, sondern auch mit Bezug auf negative Umstände und Erlebnisse, denn man wächst doch nur an Widerständen, und je mehr man es schafft, unabhängig von anderen Leuten und äußeren Umständen zu werden, desto mehr hat man es selbst in der Hand, inwieweit man Zufriedenheit oder Glück in und mit seinem Leben empfinden kann.

      Trotz anders lautender Aussagen z.B. in Bildungsplänen verschiedener deutscher Bundesländer scheint mir aber, dass es gerade nicht Ziel ist, junge Menschen zur Unabhängigkeit zu erziehen bzw. ihnen die Erfahrung von Selbstbestimmtheit und Eigenverantwortung zu emöglichen. Es ist doch wirklich auffällig, wie der Kollektivismus durch Betonung von Team, Gruppe, sozialen Kontakten, sozialen Ressourcen, des Miteinander etc. Vorschub geleistet werden soll, so, als ob es möglich wäre, ein sinnvolles Miteinander zu leben, wenn man sich selbst nicht kennt oder es mit sich selbst kaum aushalten kann. Selbst in den Reihen der Vertreter der Resilienzidee reduzieren oder konzentrieren sich die so genannten Resilienzfaktoren häufig auf “soziale Ressourcen”, was sicherlich nicht falsch, aber doch viel zu kurz gedacht ist. Resilienz bedeutet eben auch, hinsichtlich seines Wohlergehens von “sozialen Ressourcen” möglichst unabhängig zu sein.

  6. Jörg Beier says:

    Vielen Dank für ihre Arbeit , ich habe ihren Blog erst seit 2 Tagen entdeckt und lese nun schon seit 2 langen Abenden mit. Ihre sachliche Herangehensweise ist wohltuend. In der ganzen Diskussion zu diesem Thema , gerade im Internet , fällt mir im Kommentarbereich immer wieder das überbetont emotionale Agieren besonders von Befürwortern auf. Auf Sachlichkeit wird kaum eingegangen, es kommt zur Schnappatmung und endet in Kampfparolen. Dazu immer diese von selbst eingenommene Opferhaltung. Ich selbst, obwohl ich daraus keine empirischen Schlüsse ziele, kann in meinem großen , internationalen Bekanntenkreis seit Jahren keine Diskriminierung homosexueller Menschen mehr feststellen, ganz im Gegenteil . Ich war aus diesem Grunde nicht überrascht über Herrn Rossis Argumentationsweise, aber sie irritiert mich schon. Ich freue mich schon auf ihre nächsten Artikel . Freundliche Grüße aus Chiang Mai Jörg Beier

  7. Jörg Beier says:

    Es ist nahezu unglaublich , auf allen Blogs die gleiche diskussionskultur, das ist kein Austausch , das ist Krieg ! Ich habe 2 Fragen . Vor längerer Zeit las ich einen Artikel , wissenschaftlich angehaucht, der im Context meinte, das die Evolution in ihrer Entwicklung zum weiblichen strebe. Ich finde ihn leider nicht mehr, aber auch nix zum Thema im Netz . Ist ihnen da etwas bekannt? Die zweite Frage, die mich interessiert ist das Verhältnisse von pädophile im homosexuellen und heterosexuellen Umfeld . Gibt es dazu etwas empirisches zu sagen? Mein Eindruck ist, geringer Anteil inm heterosexuellen Bereich , größerer im schwulen, überhaupt nicht vorhanden in lesbischen Sexualbereich , aber auch hier nur mein persönlicher Eindruck . Freue mich auf eine Antwort . Jörg Beier

  8. Das Wahre behüten says:

    Sehr verwundert habe ich soeben einen Beitrag im Deutschalndfunk gehört und die schlichte Behauptung, dass Homosexualität angeboren sei. Bis 1992 wurde diese von der WHO noch als „Krankheit“ eingestuft und es gibt bis heute keine Beweise für diese Behauptungen.

    Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft macht völlig gegenteiligen Angaben:

    http://www.dijg.de/homosexualitaet/biologisch-festgelegt/

    Wer hat denn nun Recht?

    Das Schöne bewundern,
    Das Wahre behüten,
    Das Edle verehren,
    Das Gute beschließen;
    Es führet den Menschen,
    Im Leben zu Zielen,
    Im Handeln zum Rechten,
    Im Fühlen zum Frieden,
    Im Denken zum Lichte;
    Und lehret ihn vertrauen
    Auf göttliches Walten
    In allem, was ist:
    Im Weltenall,
    Im Seelengrund.

    Rudolf Steiner

  9. heureka47 says:

    “Sie sind reiner politischer Aktivismus und bringen die Gefahr mit sich, mehr Schaden anzurichten als sie Gutes tun.”:

    Das finde ich auch!
    Und dieser Aktivismus gehört ebenso zu den Symptomen der “Krankheit der Gesellschaft” / “Kollektiven (Zivilisations-)Neurose”, der “pathologischen Unreife”, wie die Homosexualität von Unreifen.

    Wenn wahrhaft Erwachsene jedoch eine Partnerschaft leben, ist es in keinster Weise zu kritisieren / beanstanden. Denn der wahrhaft Erwachsene ist FREI, ein FREIES Bewußtsein, eine Verkörperung des universellen / göttlichen Prinzips.

    Allerdings haben wir in der krankhaft entfremdeten zivilisierten Gesellschaft kaum wahrhaft Erwachsene…

    Diese Gesellschaft bedarf immer dringender der GRUNDLEGENDEN Heilung.
    Die Schritte dazu stehen in “Wahre Heilung” auf http://www.Seelen-Oeffner.de.

  10. Pingback: Kann man so dumm sein? | Kritische Wissenschaft - critical science

  11. Sarah H. says:

    Hallo Frau Diefenbach und Herr Klein,

    hier mal Diskussion von Maischberger – vielleicht interessiert Sie das. Am Schluss werden im Übrigen wieder auch wieder Studien angesprochen, die als Belege für das Kindeswohl in homosexuellen Familien dargestellt werden. Des weiteren geht es um den Bildungsplan.

    http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/07022014-homosexualitaet-auf-dem-lehrplan-100.html

    Liebe Grüße

  12. Pingback: Homo-Mania | Kritische Wissenschaft - critical science

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