Auflösungserscheinungen: Amadeu-Antonio-Stiftung nimmt Neue Rechte Wiki vom Netz

Wir haben es gestern schon festgestellt: Denunziation ist in Deutschland nur dann erlaubt, wenn sie sich nicht gegen die Hand richtet, die den Denunzianten füttert.

AA-Stiftung neue RechteDie Verbindung, die die Amadeu-Antonio-Stiftung (AA-Stiftung) zwischen der CDU und Rechtsextremen, Nazis, im Jargon der AA-Stiftung, hergestellt hat, sie war wohl der eine Tropfen zu viel.

Entsprechend ist das Neue Rechte Wiki, das einerseits die Neue Rechte zum Hort von Rechtsextremen und Mördern erklärt hat und andererseits Wissenschaftler wie den gerade verstorbenen Ernst Nolte zu Neuen Rechten macht und damit in die Nähe von Rechtsextremen und Mördern rückt  es ist down, vom Netz, wird überarbeitet bzw. wird die Überarbeitung geprüft:

AAStiftung Neue Rechte Ernst Nolte

“ Eine Überarbeitung des Wikis »Neue Rechte« wird derzeit überprüft.

Das ist ein historischer Augenblick, denn erstmals in der Geschichte der Amadeu-Antonio-Stiftung ist Stiftungs-Hetze, und als solche muss man das Wiki wohl bezeichnen, aufgrund des öffentlichen Drucks vom Netz genommen worden.

Leider ist der öffentliche Druck nur zum Teil von der Tatsache ausgelöst worden, dass das Neue Rechte Wiki dazu dient, Personen, wie z.B. Ernst Nolte zu denunzieren. Aber wir üben ja auch erst Demokratie in Deutschland, und vielleicht setzt es sich ja als Folge der ganzen Aufregung die Erkenntnis durch, dass Denunziation an sich kein Mittel des demokratischen Umgangs ist und nicht nur dann zu verurteilen ist, wenn man selbst zum Opfer von Denunziation geworden ist.

Man soll bekanntlich die Hoffnung nicht aufgeben.

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14 Responses to Auflösungserscheinungen: Amadeu-Antonio-Stiftung nimmt Neue Rechte Wiki vom Netz

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  2. Striesen says:

    Danke, Herr Klein. Ein guter Tag und ein hoffnungsvoller Beginn.

  3. Sven Kuchary says:

    Die zugehörige Petition https://www.openpetition.de/petition/online/staatliche-foerderung-der-amadeu-antonio-stiftung-stoppen war kurz vom Netz, weil einige Behauptungen über Personen nicht den Richtlinien entsprechen würden. Macht OpenPetition der A.A.S. den Zuckerberg? Hoffentlich sind es die letzten Zuckungen unserer Facebook-Stasi und Verunglimpfer! Nach Nachbesserung wieder am Netz. Jetzt unterschreiben!

    • Die kommen unter anderem Namen wieder. Der Wurm ist schon im Apfel.

      Carsten

      “Es gibt weder Beweise für den menschengemachten Klimawandel, noch für die negativen Folgen, und schon gar nicht dafür, dass der Mensch ihn aufhalten oder gar umkehren kann.
      Von daher ist “Glauben” das richtige Wort in diesem Zusammenhang.”
      René Schuster

  4. Sven Kuchary says:

    StGB § 186 Üble Nachrede – besser als “Petitionen” ist Einbuchten:

    Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, … und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

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  6. Religionsfeind says:

    Eine Überarbeitung wird geprüft.
    Von wem?
    Die Formulierung lässt tief blicken

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  8. Pingback: Honigmann-Nachrichten vom 19. August 2016 – Nr. 906 | Der Honigmann sagt...

  9. Lotosritter says:

    Es wird nur eine Verschnaufpause sein, danach wird die AAS gewiss wieder mit ihren Bezichtigungen fortfahren. Jedenfalls hat der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauches (UBSKM) noch keine Anstalten gemacht, seine Zusammenarbeit mit der AAS zu lösen. Ich blogge schon länger zu diesem Thema. Es scheint von Seiten der SPD offenbar mehr Gründe zu geben, warum man die AAS derart sponsert, so dass man selbst in so sensiblen Bereichen, wie der Hilfe für Opfer sexuellen Missbrauchs, die AAS plakativ in den Vordergrund rückt und damit ein politisches Statement für den Linksextremismus und gegen den Rechtsextremismus gibt.

    Gerade mal vor einem Monat wies mich das MdB Christina Schwarzer (CDU) darauf hin, dass meine Beschwerde über den UBSKM für sie gegenstandslos sei, da sie bei ihm keine Befangenheit erkennen könne, obgleich ich sie auf die Bezichtigungen auf der Seite der AAS zur neuen Rechten hinwies, auf der unter anderem ihre Kollegen Dr. Uhl und Steinbach in absurden Zusammenhängen als rechtsextreme Unterstützer gelistet wurden. Für das eigentliche Anliegen meiner Beschwerde, hatte sie keinen Sinn.

  10. zombienation says:

    ich schlage vor, die Abkürzung AAS für diesen Stasi/Verfaschoschutz-Verein zu benutzen. Bezeichnet korrekt das Wesen dieser ‘Menschen’ und ist als Abkürzung rechtlich nicht zu beanstanden.

  11. Pingback: Der Tagesspiegel in der „Neue Zürcher Zeitung“ | DiskursKorrekt im Tagesspiegel

  12. Adept says:

    Ich habe mich bei der Seite selber beworben, um dort gelistet zu werden.
    Ich bin einundsechzig Jahre alt, nie polizeilich auffällig gewesen.
    Ich habe darum gebeten, auch auf der Liste aufgenommen zu werden.

    Voila, diese charakterlosen Obergimpel haben wohl den Schwanz eingezogen vor der Masse der Charaktervollen. War wohl nicht der Einzige.

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