Bundesministerium wirbt Mitglieder für Gewerkschaften: Korruption leben!

Korruption wird in Deutschland immer offener betrieben.

Ein SPD-geführtes Ministerium wirbt mit Steuergeldern auf einer Seite des Ministeriums junge Menschen als Mitglieder für Gewerkschaften an.
Ob das Ministerium eine Provision für jedes neue Gewerkschaftsmitglied erhält, das vermittelt wird, ist uns nicht bekannt.

Es gab einmal ein politisches Anstandsgebot, das Ministerien, die zumindest dem Schein nach Politik für alle Bürger betreiben sollen, davon abhält zur politischen Litfaßsäule der Partei zu werden, die gerade den Minister stellt.

CorruptDie Zeiten des politischen Anstands sind vorbei.

Ministerien unterstützen heute ganz offen Journalisten, damit sie genehme Artikel schreiben und platzierenMinisterien nutzen Steuergelder um Programme ins Leben zu rufen, deren Zweck darin besteht, den politischen Wettbewerb dahingehend zu beeinflussen, dass Agitation – derzeit gegen die AfD – finanziert wird, um zu verhindern, dass die AfD zum parlamentarischen Konkurrenten wird.

Die Wege, auf denen Deutschland immer mehr totalitär und immer weniger demokratisch wird, sie sind zahlreich und die meisten davon nehmen ihren Ausgang im Bundesministerium für FSFJ, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Bürger zum richtigen politischen Glauben zu erziehen, nicht mit dem Volksempfänger und auch nicht mit Hitlerjugend und Bund deutscher Mädel, nein, beim BMFSFJ geht man einen scheinbar subtileren Weg der Indoktrination.

Er heißt: Demokratie leben!
Demokratie leben ist ein Programm, in dem 104,5 Millionen Euro verheizt werden, vornehmlich dazu, all diejenigen zu unterhalten, die etwas studiert haben, für das es am freien Arbeitsmarkt keine Verwendung gibt: Evangelische Theologie, Gender Studies, Kulturwissenschaften die Menge der Studiengänge, die einen Eintritt in ministerielle Versorgungsseilschaften als einzige Verdienstmöglichkeit voraussetzen, es sind deren viele.

Demokratie leben hat nun eigens eine Webpage eingerichtet, um vorzugsweise junge Menschen in den Dienst an der richtigen Sache zu kanalisieren. Denn: Demokratie lebt “nicht von der schweigenden Mehrheit, sondern von denjenigen, die mitmachen, die sich jeden Tag einbringen”. Dieser Unsinn stammt von der derzeitigen Darstellerin im Ministeramt Schwesig, und man kann ihr nur entgegnen: wenn die Mehrheit nicht schweigen würde, zu all dem Unsinn, der von Politikern kommt, sondern sich „jeden Tag einbringen“ würde, wenn die Mehrheit nicht mit der Notwendigkeit konfrontiert wäre, jeden Werktag einer Arbeit nachzugehen, damit vom Lohn Steuer einbehalten werden kann, um die Politiker-Darsteller zu finanzieren, dann gäbe es vermutlich diese Darsteller, die Unsinn wie den oben zitierten, absondern, nicht.

Zum Glück für die Politik-Darsteller schweigt die Mehrheit – betroffen in der Regel.

Doch zurück zur richtigen Sache, die zu tun das BMFSFJ vornehmlich junge Menschen anregen will. Diese jungen Menschen müssen sich zunächst entscheiden, von wo aus sie etwas bewegen wollen (denn dass sie etwas bewegen werden, steht scheinbar außer Frage): Zur Wahl stehen drei Optionen: Von zuhause, draußen, in der Schule, an der Uni oder am Arbeitsplatz. Im nächsten Schritt stellt ist zu entscheiden, ob sie als Beweger eher ein „Alleindenker“ sind oder ein „Teamplayer“. Schließlich stellt sich noch die Frage, ob man regelmäßig, ab und zu oder nur einmalig etwas bewegen will.

Und wenn man die drei Fragen beantwortet hat, erhält man zur Belohnung mehr oder weniger sinnvolle Vorschläge dazu, wie man etwas bewegen kann. Es finden sich alle politisch-korrekten Tätigkeiten, und es findet sich eben die Mitgliederwerbung für die Gewerkschaften:

Dem DGB laufen die Mitglieder davon: Von den 9.768.373 Mitgliedern, die der DGB noch 1994 hatte, sind 2016 ganze 6.047.503 geblieben. Innerhalb von 23 Jahren hat sich die Mitgliederzahl um mehr als 1/3 (38%) verringert. Geht der Mitgliederschwund in dieser Geschwindigkeit weiter, dann steht der DGB im Jahre 2063 ohne Mitglieder da, und wer sollte dann die Funktionäre der Gewerkschaft finanzieren?

Also müssen neue Mitglieder her und das Bundesministerium für FSFJ hat sich offensichtlich bereit erklärt, die Mitgliederwerbung für den Gewerkschaftsbund zu übernehmen.

Wie die Mitgliederwerbeaktion des Ministeriums sich mit dem Neutralitätsgebot vereinbaren lässt, das Minister eigentlich dazu anhält, die Ministerien, deren Mitarbeiter sie zeitlich begrenzt ertragen müssen, nicht zu parteipolitischen Zwecken zu missbrauchen, ist eine Frage, die vielleicht das Bundesverfassungsgericht beantworten wird, falls dort ein entsprechender Antrag eingeht.


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9 Responses to Bundesministerium wirbt Mitglieder für Gewerkschaften: Korruption leben!

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  2. Mario Bernkopf says:

    Sind Sie sicher, daß die werte Frau Ministerin im Westen der Republik angekommen ist?

  3. Trizonesier says:

    Für weite Teile der deutschen Politik und der Medien-Kamarilla glit mittlerweile das alte chinesische Sprichwort: “Ist der Ruf erst ruiniert dann suhlt es sich ganz ungeniert”.

    • Brockenteufel says:

      Stammt nicht aus China, sondern von Wilhelm Busch!!! “Ist der Ruf…., lebt´s sich völlig ungeniert!!!”

  4. motte says:

    OFF-Topic:

    Liebes SF-Team,
    fällt es in eueren Themenbereich, mal einen Artikel zum Thema Auswandern zu schreiben? Ihr seid ja auch Auswanderer.
    Ich weiß, ich muss raus aus Deutschland, aber wohin?

    • corvusalbusberlin says:

      “Ich weiß, ich muss raus aus Deutschland, aber wohin?”
      Das ist eine sehr schwierige Frage.
      Eine Bekannte von mir hat sich darauf eingelassen, 6 Monate in Portugal – nähe Lissabon – zu arbeiten. In einem Reisebüro.
      Inzwischen ist fast ein Jahr vergangen. Sie kommt nicht wieder zurück. Sie hat von Deutschland die Schnauze endgültig voll und sagt, sie hätte schon viel eher gehen sollen.
      Wenn ich noch 40 oder 50 Jahre alt wäre, käme für mich nur eins in Frage – weg.

      Ganz wichtig ist es, die jeweilige Sprache einigermaßen zu sprechen.

      • corvusalbusberlin says:

        “Bundesministerium für FSFJ, …..” Nicht nur das Bundesministerium.

        Letzte TKK Seite 8 und 9 “Warum wir uns für andere engagieren….”
        Ein Beitrag von dem Psychologen Hans -Werner Bierhoff: “Verantwortung und Kompetenz” hat es mir besonders angetan.Die Devise: “Gut muss man sein.”
        Aber lesen Sie selbst….

        https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwigz8yL8IjTAhWqKcAKHT12D-wQFggdMAA&url=https%3A%2F%2Fwww.tk.de%2Fcentaurus%2Fservlet%2Fcontentblob%2F783494%2FDatei%2F63812%2FTK-aktuell-1-2017.pdf&usg=AFQjCNHMXytlz9oi0ergmqa6dHU_hg1DjA&bvm=bv.151325232,d.bGg

        • merxdunix says:

          Der Link ist tatsächlich sehr aufschlussreich, insbesondere deshalb, weil dort zum einen Lobhudelei für ehrenamtlich unentgeltlich Engagierte betrieben wird und gleichzeitig die Vorstandsvergütungen der Krankenkassen offengelegt sind. So erhält man zumindest einen allseitigen Einblick, wer von der Selbstlosigkeit Anderer tatsächlich profitiert. Interessant wäre wohl noch die durchschnittliche Lebenserwartung eines Krankenkassenvorstandes im Vergleich zu den ehrenamtlichen Helfern. Wenn Helfen das Leben verlängert, wie wirkt dann erst ein dickes Konto? Mit Empathie lässt sich offensichtlich gut Kasse machen, solange es nicht die eigene ist. Man muss nur die Hingabe Anderer preißen, damit es sich lohnt.
          Dabei ist es im Grunde oft nichts anderes als mit Lorbeer bezahlte Schwarzarbeit, weil die Zuhälter den Lohn der Helferhuren für sich behalten, Ausbeutung auf höchstem Niveau. Wer wird denn bei so vielen leuchtenden Vorbildern an Gutmenscherei für seine Arbeit noch Geld verlangen wollen? Pfui!

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