Wählen Sie die Bundeshauptstadt der mental Retardierten

Zum Ende des Jahres ist ein Jahresrückblick fast schon so etwas wie eine Verpflichtung. Nun ist ein Jahresrückblick eigentlich eine fade Sache: Bekanntes wird neu aufgewärmt, um auf diese Weise Sendeplatz, Zeitungs- oder Webseiten zu füllen. Aber ein Jahresrückblick ist natürlich auch ein kognitiver und affektiver Appell an das Gedächtnis: Erinnern Sie sich noch an …? Das …, das war was!

Als wir so über unseren Jahresrückblick, also den auf ScienceFiles nachgedacht haben, da haben wir gedacht, dass wir denken, dass ein Jahresrückblick auf ScienceFiles eigentlich eine gute Sache wäre. Doch dann haben wir gedacht, dass jemand denken könnte, dass wir jetzt auch schon anfangen zu denken, dass Leser ein kurzes Gedächtnis haben und deshalb mit Redundanzien traktiert werden müssen, damit sie lernen, an das zu denken, was wir denken, dass das Denken von ihnen beinhalten soll.

Also, haben wir gedacht, machen wir nicht einen einfachen Jahresrückblick. Sie wissen schon. Dasselbe vor anderem Hintergrund und mit neuer Überschrift, nein, lassen wir unsere Leser denken, darüber nachdenken, was sie von dem denken, was wir in unserem Denken als Rückblicksrelevantes identifiziert haben.

Und wir denken, wir haben ein richtig gutes Format gefunden, um unseren Rückblick nicht zur Erinnerungsleistung verkommen zu lassen.

Wir machen eine Abstimmung.

Okay, das ist vielleicht nicht wirklich die genial neue Idee.

Nein, die neue Idee ist das, worüber wir unsere Leser abstimmen lassen wollen.

Wir wählen die Bundeshauptstadt der mental Retardierten. In welcher deutschen Stadt sind die Anzeichen dafür, dass die mentale Gesamtleistung von Rat, Senat, Verwaltung und Teilen der Bürgerschaft unter dem Bundesdurchschnitt liegt, am zahlreichszten?

Unsere Vorauswahl, die wir mit einem komplizierten und natürlich repräsentativen und zufallsgenerierten, vor allem zufallsgenerierten Verfahren getroffen haben, hat die Qual der Wahl für unsere Leser auf fünf Städte reduziert:

  • Berlin,
  • Bremen,
  • Hamburg,
  • Kassel und
  • Marburg.

Was spricht dafür Berlin den Titel Bundeshauptstadt der mental Retardierten zu verleihen?

In Berlin gibt es die AAS-Stiftung. Das reicht fast, aber nur fast. Ergänzen wir also den Berliner Sumpf, der Aufrufe zur Gewalt aus Steuermitteln finanziert. Das ist nicht schlecht und sicherlich etwas, das die Wahl Berlins empfiehlt. Nicht zu vergessen, gibt es in Berlin mit Andreas Geisel einen Innensenator, für den die Bürger in zwei Gruppen zerfallen: in Arschlöcher und in keine Arschlöcher. Der Mann ist gewählt und in der Regierung. Das ist eine Wahl-Empfehlung, die nur schwer zu übertreffen ist. Für Berlin spricht natürlich auch die einzigartige Aktion der Landesstelle für Gleichbehandlung, Teil der Senatsverwaltung für Justiz, die bei Schwulen und Lesben darum buhlt, doch bitte Strafanzeigen zu stellen, gegen alle, die als homophob konstruiert werden können. Schließlich gibt es in Berlin die Humboldt-Universität. Das ist selbstredend.

Wer nun denkt, Berlin sei die erste Wahl, der sollte warten, bis er gelesen hat, was für Bremen spricht:

Bremen ist eine Stadt, in der man bestrebt ist, Krankheit gleich zu verteilen und aus Gründen der Gleichbehandlung versucht, die Kritikfähigkeit von Bürgern bereits im Kindesalter mit geeigneten schulischen Maßnahmen zu zerstören. Dadurch hoffen die Bremer wohl nicht nur den evangelischen Rassismus, der in Bremen endemisch zu sein scheint, ungestört verbreiten zu können, sondern auch die Aktion von Radio Bremen gegen entartete Kunst unbehindert weiterführen zu können. Auch Bremen ist eine Stimme wert, schon weil es in Bremen den Weser Kurier gibt.

Aber Sie haben nur eine und mit Hamburg steht ein weiterer heißer Kandidat an.

In Hamburg ist man wie in Berlin mit Worten nicht glücklich. Deshalb will man, dass Worte weggehen. Völkerkunde ist so ein Wort. Es hält sich hartnäckig im deutschen Wortschatz und trotzt allen Tilgungsversuchen. Hamburg, das ist auch die Stadt der bekannten Mathematikschwäche. Nicht dass andere Städte keine Schüler und Erwachsenen mit Mathematikschwäche hätten, Bremen und Berlin an erster Stelle bzw. an letzter Stelle in Schulleistungstests, aber in Hamburg hat man die Mathematikschwäche erkannt und tut etwas dagegen. Der Schulsenator tut etwas dagegen. Er schönt die Abiturnoten der Hamburger Gymnasiasten. Schließlich gibt es in Hamburg die Rote Flora. Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal, das man kaum schlagen kann, gäbe es in Berlin nicht die Rigaer Straße.

Die Wahl ist nicht leicht!

Schon deshalb nicht, weil es noch Kassel gibt.
In Kassel gibt es eine neue Variante der Passionsspiele. Gekreuzigt sollen Andersdenkende werden. In Kassel gibt es zudem Queere Kanakness, ein Thema, das wie kaum ein anderes für die Wahl der Stadt spricht, die sich zudem Elisabeth Tuider leistet, die u.a. als Agentin.org Andersdenkenden nachstellt.

Der letzte der fünf Kandidaten ist Marburg. Auch Marburg ist durch eine einzigartige Konstellation, die sich an der dortigen Universität finden lässt, so ausgezeichnet, dass man anti-intellektuelle Diffusion ins Umland erwarten muss. Die Philipps-Universität ist eine Basenwirtschaft, in der entweder die Unterrepräsentation von Beta-Weibchen beklagt oder darauf angestoßen wird, in jedem Fall wird die Wissensproduktion der Familie und den Kindern geopfert, was nicht weiter tragisch ist, denn die Uni Marburg ist bereits jetzt eine hoffnungslose intellektuelle Brache, die nur im Gender Trash Ranking oben mitspielen kann.

Keine leichte Wahl.

Nun sind Sie, seid Ihr an der Reihe.
Welche Stadt ist die Bundeshauptstadt der mental Retardierten.
Unser Wahllokal steht bis ins Neue Jahr offen.
Stimmen können 24/7 abgegeben werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der Linksweg sowieso.
Alles ist ausgeschlossen und doch nichts.
Und darüber entscheidet kein Notar.
Ganz so wie es uns gefällt.

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