Hochschulverband: Präsident warnt vor linkem Meinungs-Mob

Man hat sich fast schon an das Auftauchen der linken Aktivisten, die an Universitäten heimisch sind, gewöhnt. Wenn Philosophen aus früheren Jahrhunderten, die in ihren Schriften das Wort „Neger“ verwenden, behandelt werden, dann drehen sie am Rad. Wenn ein Professor die Realität ins Feld führt, um die Gender Studies als die sakrale Heilslehre darzustellen, die sie nun einmal sind, schreien sie sich in hysterische Fits. Wenn ein Dozent das mit der Meinungsfreiheit ernst nimmt, und nicht nur stromlinienförmig auf links getrimmte Aussagen zulassen, sondern kontroverse Aussagen, kritische Stimmen zu Wort kommen lassen will, dann befürchten sie den ideologischen Weltuntergang, dann blockieren sie Vorlesungsräume, schreien, damit niemand zu Wort kommt oder werden handgreiflich.

Derart linken Mob gibt es mittlerweile an den meisten Universitäten, man erkennt ihn u.a. daran, dass seine schriftlichen Absonderungen durch *_Innen entstellt sind, dass mündliche Äußerungen ausschließlich aus Bezichtigung, Beleidigung und Vorwurf bestehen und der Hass auf andere Meinungen nicht vom Hass auf den Vertreter anderer Meinungen getrennt werden kann. Man erkennt den linken Mob daran, dass er alle Markenzeichen des Fundamentalismus in seiner inhaltlichen Variante des religiös-verklärten Faschismus aufweist.

Dass man an einer deutschen Universität ist, das bemerkt man daran, dass dem linken Mob kein Einhalt geboten wird. Dass es an einer deutschen Universität Genderista gibt, erkennt man daran, dass dem linken Mob Unterstützung von denen zuteil wird, die sich aus unnachvollziehbaren Gründen für Gender-Wissenschaftler halten. Wo einst Diskussionen, heftige Auseinandersetzungen um die Sache geführt worden sind, da walten heute Überzeugungstäter, die genau wissen, dass eine andere Meinung nur haben kann, wer des Teufels ist. 20 Jahre Genderismus, die auf die Überreste der 68er getroffen sind, haben dieses wissenschaftsfeindliche Klima geschaffen. Und dass Professoren, die Wissenschaft noch mit einem Anspruch an Methode und Erkenntnis verbunden haben, es nicht geschafft haben, dem Gender-sozialistischen Treiben Einhalt zu gebieten, vielfach nicht einmal den Mut hatten, es zu kritisieren, hat den Scherbenhaufen der einst tertiäre Bildung war, vor dem wir heute an vielen Universitäten stehen, mit ermöglicht.

Aber nicht ganz Deutschland ist vom Virus der Feigheit erfasst. Im Hochschulverband regt sich Widerspruch. Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbands, hat sich zum Widerstand aufgerafft. So schlecht sieht es für die deutsche Wissenschaft bereits aus, dass der Präsident des Deutschen Hochschulverbands darauf hinweisen muss, dass die „freie Debattenkultur“ verteidigt werden müsse.

Dass der Hinweis an den linken Mob gerichtet ist, der Universitäten zu geistigen Zwangslagern machen will, in denen nur gedacht und geäußert werden darf, was dem Mob auch gefällt, das wird im Verlauf dessen, was Kempen sagt, sehr deutlich.

„Die Suche nach Wahrheit und Erkenntnis lebt vom leidenschaftlichen, heftigen und kontroversen Ringen um Thesen, Fakten, Argumente und Beweise. An Universitäten muss daher … jeder Student sowie … jeder Wissenschaftler seine Forschungsergebnisse, Thesen und Ansichten ohne Angst zur Diskussion stellen können“, betonte Kempen. „Widersprechende Meinungen müssen respektiert und ausgehalten werden. Differenzen zu Andersdenkenden sind im argumentativen Streit auszutragen – nicht mit Boykott, Bashing, Mobbing oder gar Gewalt.“ 

Könnte man hier noch Zweifel daran haben, dass Kempen die Aktivisten, die Universitäten mit der marxistisch-leninistischen Parteischule verwechseln, im Auge hat, so wird im weiteren Verlauf seiner Rede sehr deutlich, was den Präsidenten des Hochschulverbands bewegt:

„Soweit es sich um den Versuch handelt, die Äußerung wissenschaftlicher Auffassungen zu unterbinden, ist das einer Universität nicht würdig“, erklärte Kempen. Bei nichtwissenschaftlichen Äußerungen von partei- oder allgemeinpolitischen … Meinungsführern könnten sich Universitäten grundsätzlich von Partei- und Gesellschaftspolitik weitgehend fernhalten, so Kempen. Aus Sicht des DHV sei dies jedoch nicht richtig: „Die Universität muss Teil und Forum der gesellschaftlichen Debatte sein. Ein Rückzug in den ,Elfenbeinturm‘ schadet ihr selbst“, erklärte der DHV-Präsident. Universitäten sollten daher alle vom Bundesverfassungsgericht nicht als verfassungswidrig eingestuften Parteien zu Wort kommen lassen. Das bedeute in einem freiheitlichen Rechtsstaat, dass die Äußerung einer nicht verfassungswidrigen, aber politisch unerwünschten Meinung nicht nur geschützt, sondern notfalls auch erst ermöglicht werden müsse. „Ausflüchte schaden der Universität mehr als sie ihr nutzen“, resümierte Kempen. „Ihre wichtige Aufgabe, Debatten anzustoßen und zu strukturieren, können Universitäten nur ausfüllen, wenn sie nicht denjenigen nachgeben, die sie maßregeln wollen, am lautesten schreien, mit Gewalt drohen oder sie sogar anwenden.“ 

Die Anspielung mit der nicht als verfassungswidrig eingestuften Partei gilt der AfD, deren Vertreter sich regelmäßig Anfeindungen von denen ausgesetzt sehen, die dem Irrtum aufsitzen, weil sie sich an einer Universität herumtreiben, seien sie Student, Dozent oder Professor.

Die deutsche Wissenschaft zuckt noch, ob sie wiederbelebt werden kann, hängt davon ab, ob Kempen ein weiterer einsamer Rufer in der Wüste bleibt oder ob sich noch der ein oder andere Mutige ÖFFENTLICH hinzugesellt.


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