ARD-Faktenfinder heute: Geschichte klittern und linksextreme Spuren verwischen

Da ist er wieder, der Allzweck-Schwätzperte der ARD: Matthias Quent.

In unserer kleinen Zufallsauswahl von Beiträgen, über die wir auf ScienceFiles schon berichtet haben, ist Matthias Quent eine Art Wendejacke, zum umfassenden Einsatz als Allzweck-Schwätzperte. Vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender haben einen Narren an dem Mann von der Amadeu-Antonio-Stiftung gefressen, der natürlich nicht als solcher, sondern in der Regel als Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena eingeführt wird, wobei unterschlagen wird, dass das IDZ eine Dependance der AAS-Stiftung ist. Neben seiner Rolle als Direktor eines von Steuerzahlern finanzierten Instituts kommt Quent als Extremismusforscher, als Rechtsextremismusexperte, als Soziologe oder schlicht als “Experte” wofür auch immer vor.

Man kann von Quent halten was man will, aber sein Dauergastspiel in öffentlich-rechtlichen Medien zeigt, dass er offenkundig mit Öffentlich-Rechtlichen im Allgemeinen und mit Patrick Gensing (ein ehemaliger temporärer “AAS-Mann”) gut kann: Wann immer es darum geht, ein Klagelied über alles, was von linksaußen rechts ist, zu singen, ist Quent der Mann. Wann immer ein Gutachten gefordert ist, um angeblich zu zeigen, dass ein Täter, den die Polizei für einen gewöhnlichen Mörder hält, kein gewöhnlicher, sondern ein rechter Mörder ist, ist Quent mit von der Partie. Ohne den Rechtextremismus erforschenden, soziologischen Extremismus-Experten geht im öffentlichen Rundfunk wenig, wenn es gegen Rechts geht.



Und heute geht es einmal wieder gegen Rechts. Patrick Gensing ist angetreten, die Spuren eines historischen Unfalls in der Berichterstattung zu verwischen. Gerade erst wurde ein Kamerateam des ZDF in Berlin verprügelt, und zwar, wie dummerweise durchgesickert ist, von Linken, von Personen, die dem “Bereich der politisch motivierten Kriminalität links” zuzuordnen sind, wie es im verquasten Beamtendeutsch für Linksextremisten heißt, darunter eine Person, die “seit 2015 als ‘Gewalttäter’ aus dem linken Spektrum bekannt ist”.

Haben Sie die Anführungszeichen in den Anführungszeichen bemerkt? Sie stammen von der Tagesschau, bei der es “Gewalttäter” dann, wenn sie dummerweise als Linksextreme bekannt sind, nur in Anführungszeichen gibt, quasi in Fortführung der alten Ralf Stegner Follie, dass Linke und Gewalt unvereinbar seien, eine Erkenntnis, die sich den linken Massenmördern des 20. Jahrhunderts vollständig entzogen hat. Aber: Bei der ARD ist sie noch vorhanden und deshalb werden “”Gewalttäter” aus dem linken Spektrum” in Anführungszeichen gesetzt.

Das ZDF-Kamerateam wurde am Rande einer Demonstration in Berlin, deren Teilnehmer gegen die “Corona-Regeln” demonstriert haben, wie ein weiterer Euphemismus der ARD lautet, denn natürlich haben die Teilnehmer aus ihrer Sicht gegen die Einschränkung von Grundfreiheiten demonstriert, aufgemischt. Das ist ein weiteres Problem für die linke Journallie und ihr Bemühen, sich und den Linken ein Saubermann-Image zuzuschreiben und die rechten Populisten, Gewalttäter, Mörder, Massenmörder dagegen zu stellen. Denn: Rechts ist die Gefahr. Die Erzählung gilt es durchzusetzen. Diese Erzählung ist bares Geld wert. Allein 115 Millionen Euro aus dem Fonds zur Durchfütterung von Schwätzperten “Demokratie leben!”.

Und so kann man kaum von einem Zufall reden, dass heute, vollkommen ohne Anlass, ein Beitrag im ARD-Faktenfinder erscheint, der just die Demonstrationen gegen “Corona-Schutzmaßnahmen und Einschränkungen von Grundrechten”, wie es nun heißt, zum Gegenstand hat, die in die Schlagzeilen geraten sind, weil Linksextreme ZDF-Angestellte vermöbelt haben. Um die Spur, die zu Linksextremen führt, zu verwischen, wird nicht nur Allzweck-Schwätzperte, Quent, sondern zusätzlich noch Sandro Witt vom Verein “Mobit” aufgeboten, dessen Expertise wohl darin besteht, dass er und sein Verein zu vermutlich 100% von Steuerzahlern finanziert werden, und zwar für den Kampf gegen rechts – wofür sonst?

Wir haben somit zwei ausgewiesene Kostgänger der Steuerzahler, die ihr Geld mit dem Kampf gegen rechts verdienen und die nunmehr von Patrick Gensing eingeführt werden, um den Beweis dafür zu führen, dass Demonstrationen gegen Corona eigentlich – selbst dann wenn Linksextreme Kamerateams des ZDF verprügeln – Veranstaltungen der Rechten sind. Das Muster für derartige Versuche, die Realität zu verschleiern bzw. bei Lesern kognitive Verbindungen zu schaffen, die – durch ständige Wiederholung den Eindruck verfestigen, das es eigentlich immer Rechte seien, die gegen Corona-Maßnahmen demonstrieren, ist ein altbekanntes Muster, das schon von der Stasi in der DDR im Rahmen dessen, was man “Zersetzung” genannt hat, verwendet wurde. Verbindungen zur Stasi sind bei der AAS-Stiftung bekanntermaßen vorhanden, so dass die Verwendung von Stasi-Methoden nicht überraschen muss.

Überraschen muss der Dilettantismus, mit dem Gensing und seine beiden Experten versuchen, die Erzählung durchzusetzen, dass Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen von rechts und nur von rechts kommen, weil sie alle von rechts unterwandert sein sollen, nämlich so:

100 vereinsamte Gestalten sind in Aue dem Aufruf eines “NPD-Funktionärs” gefolgt und haben ihren Frust unter dem Motto “Vernunft statt Hysterie” mit der Polizei ausgehandelt. Vernunft statt Hysterie wurde auch in Zwickau gefordert. Eine nicht näher bezeichnete, aber selbstverständlich “rechte Gruppierung” hat dazu aufgerufen. Schön eingepackt zwischen NPD-Funktionär und rechter Gruppierung auf der einen und Rechtsextremisten und Rechtsextremen auf der rechten Seite folgt der Verweis auf die AfD, die in sächsischen Städten zu “Kundgebungen” mobilisiert, was auch immer der Gegenstand der Kundgebungen gewesen sein mag. Das ist krude Propaganda, die selbst Rudolf von Sebottendorf durchgestrichen hätte, weil zu offensichtlich und brachial. Nichts ist dem Faktenfinder und seinen Experten brachial genug, wenn es darum geht, die AfD als rechtsextreme Partei zu inszenieren bzw. im rechtsextremen Lager zu verorten und nichts ist doof genug, als dass es nicht als Erklärung dafür angeführt würde, wie es den paar Hanseln, die die beiden “Experten” anführen in ihrem Bemühen die rechte Unterwanderung der Anti-Corona-Maßnahmen-Demonstrationen zu belegen, gelingen kann, Normalbürger für ihre Sache einzunehmen:

“Die Experten meinen” [Das ist Originaltext ARD-Faktenfinder], “die massiven physischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie führten zu Frustration, Verunsicherung und Protesten. ‘Menschen suchen nach Antworten, die die Politik offenbar nicht für alle befriedigend und verständlich liefert”.

Die Verunsicherungs-Litanei, wie sie bei uns heißt, ist das einzige, was den angeblichen Intellektuellen auf der linken Seite der Intelligenzverteilung einfällt, wenn sie erklären wollen, was sie nicht verstehen, ergo wird Verunsicherung verantwortlich gemacht für:

  • Quelle

    Ablehnung von Flüchtlingen,

  • Wahl der AfD,
  • Ablehnung der Globalisierung,
  • Kritik an der Energiewende,
  • Rechtsextremismus,
  • Mobbing in der Schule,
  • Bürgerinitiativen zur Verhinderung von Windkrafträdern,
  • Unzufriedenheit mit der Demokratie,
  • Depression,
  • Sozialer Rückzug,
  • Ablehnung der EU;


Die Idee, alles, was man nicht versteht, auf Verunsicherung derer, die hervorbringen, was man nicht versteht, zurückzuführen, ist, so peinlich sie auch ist, eine Idee, die nur linken Schwätzperten kommen kann, denn nur linke Schwätzperten sind der Realität so weit entrückt, dass sie Angst vor der Zukunft und um ihr materielles Auskommen haben, weil jede noch so kleine Veränderung Position und Einkommensquelle gefährdet und vor allem ihre Identität, die voller Frustration darüber, dass man trotz Studium nur einen Hungerlohn erhält, allein dadurch gesichert werden kann, dass die zugrundeliegende Verunsicherung, die Leute wie Quent, Witt und Gensing in ihrem Unverständnis der Welt, die sich um sie herum verändert, eint, per Projektion bewältigt wird.

Jenseits dieses BS, der hier als Erklärung für ein nicht vorhandenes Problem angeboten wird, steht die Feststellung, dass die Versuche angelaufen sind, die Linke von den Übergriffen auf das ZDF-Team reinzuwaschen und die Erzählung durchzusetzen, dass Demonstrationen gegen Corona-Einschränkungen von rechts unterwandert seien, was dann in ein paar Tagen zu der Erzählung werden wird, dass auch die Angreifer auf das ZDF-Team eigentlich keine Linken waren, sondern entweder Rechte oder von Rechten instrumentalisierte Linke.

Die Blaupause für diese Geschichtsklitterung gibt es auch schon. Sie wurde im Zusammenhang mit David (oder Davoud) Ali Sonboly, dem Attentäter aus dem Münchner OTZ, der in den Medien als David S. bekannt ist, entwickelt, der vom iranischen Jugendlichen zum deutschen Rechten umgewidmet wurde, der aus Fremdenhass Menschen erschossen hat.

Wir haben darüber geschrieben. Lesen Sie den Beitrag und treffen Sie alte Bekannte wieder.




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