Schwarze werden nicht häufiger als Weiße von der Polizei getötet: ARD Versuch, Trump als Rassisten zu brandmarken, abermals an eigener Inkompetenz gescheitert

Wissen Sie was in hohem Maße ärgerlich ist?
Die pandemisch um sich greifende Unsitte von Journalisten-Darstellern, sich zum Richter über die Korrektheit von Aussagen aufzuschwingen. Es ist deshalb ärgerlich, weil diese Journalisten-Darsteller weder über die Ausbildung noch über die Kompetenz verfügen, um Aussagen, die z.B. in einem Kontext getroffen werden, der in das Feld der Kriminologie bzw. der Soziologie abweichenden Verhaltens gehört, überhaupt zu begreifen, geschweige denn zu prüfen.

Dieses Problem, das bei den abgebrochenen Existenzen kulminiert, die sich als Faktenchecker inzenieren, obwohl sie vermutlich nicht einmal in der Lage wären, die Himmelsrichtung ohne Smartphone-App zu bestimmen, hat bei der ARD-tagesschau heute einen Text zum Ergebnis, dessen Überschrift bereits FAKE News darstellt: “Trump relativiert Polizeigewalt gegen Schwarze”. Wann hat es eigentlich angefangen, dass kleine Redaktionsleuchten jede Form von Höflichkeit gegenüber dem Staatsoberhaupt eines anderen Staates haben fallen lassen?



Der Beitrag ist schnell zusammengefasst.

Donald Trump sagt: Der Fall “George Floyd” ist ein Einzelfall.
Es werden mehr Weiße von der Polizei getötet als Schwarze.

Es stimme, so gesteht der anonyme Schreiberling der ARD-tagesschau zu, dass mehr Weiße als Schwarze von der Polizei getötet werden, verweist dann aber auf eine “Analyse der Washington Post”, die zeigen soll, dass “schwarze Amerikaner ein viel höheres Risiko tragen, von der Polizei getötet zu werden”. Die Washington Post, von der wir bislang nicht wussten, dass sie überhaupt Personal beschäftigt, das Statistiken lesen kann, hat den Bevölkerungsanteil von Schwarzen und Weißen, 13% und 60%, mit dem Anteil der durch Polizisten Getöteten 23% und 45% verglichen und messerscharf geschlossen, dass Schwarze ein gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil höheres Risiko haben, von Polizisten getötet zu werden.

Die Statistik hat, wie die ARD-tagesschau anmerkt, den Nachteil, dass “nur zum Teil Einblick in das Handeln der Polizei” gegeben werde: “Im Fall Floyds etwa fiel gar kein Schuss. Auch Studien der Regierung zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Gewaltanwendung durch Polizisten gegenüber Schwarzen höher ist.” [Indes kann man diese Studien offensichtlich weder zitieren noch angeben, lediglich ihre Existenz behaupten.]

Und genau diese Art von Fake News, die auf Ahnungslosigkeit und Dilettantismus und Berichten vom Hörensagen basiert, macht uns ärgerlich.

Wie jeder weiß, ist das Risiko von Kleinkindern im Alter von 0 bis 6 Jahren von der Polizei erschossen zu werden, nicht vorhanden. Es macht also keinerlei Sinn, Bevölkerungsanteile zur Grundlage der Berechnung des Risikos, von Polizisten erschossen zu werden, zu machen. Das ist so, als wollte man die Wahrscheinlichkeit, einen Banküberfall auszuführen, auf Basis der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen berechnen. Es ist UNFUG!

Und es ist nicht notwendig.



Wüssten die  Journalisten-Darsteller bei der Washington Post, die für den Unfug verantwortlich sind, den ihre deutschen Bewunderer bei der ARD an ihre Konsumenten durchreichen, um die Datenbanken, die in den USA verfügbar sind, sie müssten zum einen nicht die von der ARD monierte Beschränkung auf den Gebrauch von Schusswaffen vornehmen. Und hätten die Journalisten-Darsteller der Washington Post und ihr deutscher Fanclub eine Ahnung von Kriminologie, sie würden sich nicht durch einen Vergleich von Bevölkerungsanteilen und Anteil der von der Polizei erschossenen Täter lächerlich machen.

Beginnen wir mit dem Begriff “Risiko”.
Das Risiko von der Polizei erschossen zu werden, ist nicht gleich verteilt.
Die Oma im Altenheim und der Säugling haben ein eher geringes Risiko. Deshalb ist es nicht sinnvoll, sie mit einzurechnen. Die Inkompetenten der Washington Post und ihre deutschen Groupies tun es dennoch. Entweder weil sie es nicht besser wissen, was wahrscheinlich ist, oder, weil sie ein Ergebnis suchen, das ihnen ideologisch past, was auch wahrscheinlich ist oder aus beiden Gründen, was hoch wahrscheinlich ist.

Wenn man dem Risiko, von der Polizei getötet zu werden, Rechnung tragen will, dann muss man die Analyse auf Personen beschränken, die ein solches Risiko überhaupt haben:

  • Personen, die in Kontakt mit der Polizei kommen;
  • Personen, denen dieser Kontakt so unangenehm ist, dass sie sich widersetzen;
  • Personen, die vielleicht sogar bewaffnet sind;

Nähern wir uns dieser Personengruppe durch eine Statistik, die offenkundig die Inkompetenten der Washington Post und ihre deutschen Anhänger nicht kennen: Die landesweite Statistik der Festnahmen, die das FBI in Tabelle 43a des jährlichen Crime Reports veröffentlicht und nach “Race” ausweist. Demnach befanden sich im Jahr 2017 unter den in den USA Festgenommenen:

  • 5.626.140 Weiße und
  • 2.221.697 Schwarze.

Um nun das Risiko, von der Polizei getötet zu werden, nicht nur erschossen, nein getötet zu werden, bestimmen zu können, benötigt man Daten, die es ermöglichen, nach Todesart, nach “Race” des Getöteten, nach der Situation, in der der Tod eingetreten ist und nach der Person, die den Tod herbeigeführt hat, zu unterscheiden. Eine Datenbank, die es nach dem, was man dem Geschreibsel der ARD-tagesschau entnehmen kann, in den USA nicht zu geben scheint.

Nun: Überraschung – Es gibt eine entsprechende Datenbank. Sie trägt den Namen: National Violent Death Reporting System und wird von der CDC geführt. Die Datenbank gehört zum Besten, was wir je gesehen haben, erlaubt sie doch eine Vielzahl von Spezifikationen, unter anderem die Spezifikation “relationship victim to suspect” und dabei: “victim injured by law enforcement officer”, die Spezifikation nach “Cause or mechanism” in/mit dem der Tod herbeigeführt wurde, als Erstechen, Erschießen usw. und sie erlaubt die Aufschlüsselung der Getöteten nach “Race”, das Merkmal, das offensichtlich zur Zeit am wichtigsten im ideologischen Krieg ist.

Die Datenbank der CDC umfasst im Jahr 2017 Daten für rund 2/3 der USA, also 207 Millionen von 330 Millionen Einwohnern. Sie gibt also ein sehr gutes Bild für die Lage in den USA ab.

Wir haben für das Jahr 2017 analysiert, ob Schwarze häufiger von Polizeibeamten getötet werden als Weiße. Hier das Ergebnis:

  • Basis
  • 559 Getötete, davon:
  • 137 Schwarze (24,5%);<
  • 363 Weiße (64,9%);
  • Grundgesamtheit, auf der die Anzahl der Getöteten basiert:
  • 206.784.326 Einwohner, davon:
  • 29.809.195 Schwarze (14,4%);
  • 161.171.629 Weiße (77,9%);
  • Rate der Getöteten auf 100.000 Einwohner nach Alter adjustiert (also Kleinkinder und Hochbetagte herausgerechnet);
  • Gesamt:0,27;
  • Schwarze: 0,45;
  • Weiße: 0,24;
  • Anzahl der Festgenommenen im Jahr 2017:
  • 8.162.849, davon:
  • Schwarze: 2.221.697 (27,2%);
  • Weiße:5.626.140 (68,9%);
  • Rate der Festgenommenen (gemessen an der Bevölkerung);
  • Schwarze: (2221697/298091,95)=7,45%;
  • Weiße: (5626140/1611716,29)=3,5%;

Die Rate der Festgenommenen gibt das Risiko für Schwarze und Weiße an, festgenommen zu werden. Es ist für Schwarze um das 2,2fache höher als für Weiße. Wir wissen nun, dass das altersjustierte Risiko, durch einen Polizeibeamten getötet zu werden, für Schwarze 0,45 und für Weiße 0,24 beträgt, für Schwarze also um das 1,9 fache höher ist. Das Risiko für Schwarze Kontakt mit Polizisten zu haben, der zu einer Festnahme führt und der die Art des Kontaktes darstellt, die mit dem höchsten Risiko verbunden ist, getötet zu werden, übrigens auch für Polizeibeamte nicht nur für Kriminelle, ist für Schwarze somit um das 2,2fache höher als für Weiße. Gleichzeitig ist die Anzahl der Schwarzen, die von Polizeibeamten getötet werden, aber nur um das 1,9fache höher, d.h. Schwarze sind unter den durch Polizeibeamten Getöteten mit 14% unterproportional vertreten. Sie werden also de facto seltener von Polizeibeamten getötet als Weiße.

Was die Washington Post und ihre deutschen Groupies bei der ARD-tagesschau verbreiten, ist wieder einmal Fake News.



Wir haben hier nur die Daten für 2017 dargestellt, um die Art der Berechnung ausführlich zeigen zu können. Die Ergebnisse für die Jahre 2010 bis 2016 sind nicht anders. Das altersadjustierte Risiko für Schwarze von Polizeibeamten getötet zu werden, variiert zwischen 0,39 und 0,45, das der Weißen zwischen 0,21 und 0,24. Am Gesamtergebnis, dass Schwarze unterproportional häufig von Polizeibeamten getötet werden, ändert sich im Zeitverlauf nichts. Die Behauptung, dass Schwarze ein “viel höheres Risiko tragen, von der Polizei getötet zu werden”, ist FALSCH.

Das war zu erwarten bei einem Text, der die folgende Passage enthält, bei der man sich fragt, ob die Anonymen bei der ARD-tagesschau noch alle Tassen im Schrank haben:

“Zur Frage der Journalistin, warum Schwarze in den USA immer noch von Polizisten getötet würden, sagte Trump: “Was für eine schreckliche Frage.”

Trump hätte nicht von einer schrecklichen, sondern von einer saudummen Frage sprechen sollen, eine Frage, die alleine schon als IQ-Test für die nämliche “Journalisten” ausreicht und natürlich für den anonymen Schmierfink der ARD. Beide kommen zusammen wohl in die Gegend des Modus der IQ-Verteilung.



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