Langsam Unappetitlich: die heutige ARD-Lüge zwischen Boshaftigkeit und Unfähigkeit

Erinnern Sie sich noch an das Framing Manual, den Versuch einer Anleitung zum “Nudging”, also dafür, die Konsumenten der ARD so zu beeinflussen, dass sie am Ende das, was man ihnen erzählt hat, für die Wahrheit halten?

Wir haben heute eine Anwendung. Bevor wir die heutige ARD-Propaganda analysieren, ein Wort zum Framing.
Es war in den 1970er und 1980er Jahren, dass Amos Tversky und Daniel Kahneman eine Reihe von Beiträgen veröffentlicht haben, mit Titeln wie

  • Tversky, A. & Kahneman, D. (1974). Judgment under uncertainty: Heuristics and biases. Science 185(4157): 1124-1131.
  • Tversky, A. and Kahneman, D. (1981). The framing of decisions and the psychology of choice. Science, 211(4481): 453-458.
  • Kahneman, D. and Tversky, A. (1982). Variants of uncertainty. Cognition 11(2): 143-157.
  • Kahneman, D., Slovic, P. & Tversky, A. (eds.)(1982). Judgment under uncertainty: Heuristics and biases. Cambridge: Cambridge university press.
  • Tversky, A. & Kahneman, D. (1989). Rational choice and the framing of decisions. In Karpak, B. & Zionts, S. (eds.) Multiple criteria decision making and risk analysis using microcomputers. Berlin: Springer, pp.81-126.

Darin geht es generell um Entscheidungen unter Unsicherheit, wie sie getroffen werden, welche Kriterien Akteure anwenden, um aus einer Menge möglicher Handlungen, die vermeintlich richtige Handlung auszuwählen, wie groß die Abweichung zwischen dem, was subjektiv entschieden wird und dem, was man objektiv als beste Entscheidung ansehen kann, ist und wie man durch die Wortwahl, das Framing von Handlungsalternativen, die Handlungsentscheidung beeinflussen kann.



Framing bezeichnet in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, Handlungsentscheidungen durch die Art und Weise, wie Handlungsalternativen sprachlich dargestellt werden, zu beeinflussen. Dass eine solche Beeinflussung möglich ist, zeigen die Experimente von Tversky und Kahneman, dass sie nur bei einem Teil derjenigen, die den entsprechenden Experimenten unterzogen wurden, funktioniert, das zeigen die Experimente auch.

Die Ergebnisse von Tversky und Kahneman haben in der Folgezeit das hervorgebracht, was heute als Behavioural Economics bekannt ist und sein pseudo-wissenschaftlicher Auswuchs, das Nudging.

Wie immer, wenn wissenschaftliche Ideen ihren Weg durch die Institutionen antreten, werden sie über kurz oder lang entstellt. Bei der ARD ist z.B. nur angekommen, dass Framing darin besteht, zu vertuschen, zu unterschlagen, eine Geschichte so zusammenzuschustern, dass möglichst viele Leser daran gehindert werden, sich ein korrektes Bild über den Gegenstand der Berichterstattung zu machen. Das indes ist nicht neu. Es wurde schon in dem Buch “Propaganda” beschrieben, das Edward Bernays 1928 veröffentlicht hat. Das, was heute häufig mit dem Begriff “Framing” bezeichnet wird, hat mit dem, was der Begriff ursprünglich bezeichnet hat, nichts mehr zu tun. Bei Sendern wie der ARD ist Framing ein Begriff, der synonym zu Propaganda ist, im Gegenteil zu Propaganda aber mit weniger historischem Ballast daherkommt. Einen Unterschied zwischen beidem in der Verwendung, die der Begriff z.B. im Framing-Manual der ARD erfahren hat, gibt es nicht. Framing im Zusammenhang mit der ARD beschreibt daher den Versuch, Konsumenten durch Auslassungen, Unterschlagungen und Lügen zu der Bewertung manipulieren zu wollen, die die ARD durchsetzen will.

Das heutige Beispiel der ARD-Propaganda stammt einmal mehr von Claudia Sarre, bei der man langsam davon ausgehen muss, dass ihre verzerrte Berichterstattung, die Propaganda, die sie ARD-Konsumenten zumutet, ein Ergebnis entsprechender Boshaftigkeit ist.

“Trump macht Proteste zum Wahlkampfthema”, so schreibt Sarre, die sich offensichtlich nicht darüber im Klaren ist, dass die nun schon mehr als 90 Tage andauernden angeblichen Proteste in Portland generell damit einhergehen, dass versucht wird, ein Polizeirevier in Brand zu stecken und so viele Polizisten wie nur möglich zu verletzt. Wenn Sarre das als Protest bezeichnet, sagt das mehr über sie als über den Gegenstand der Berichterstattung, den man übrigens in britischen und US-amerikanischen Zeitungen leicht nachlesen kann. Eine Fähigkeit, die Sarre offenkundig nicht zu haben scheint, was sie natürlich zur grundsätzlichen und vermutlich Geschlechtsquoten bedingten Fehlbesetzung macht.



Zurück zur ARD-Propaganda von heute:

Man muss den Beitrag von Sarre eigentlich nur bis zur Mitte des zweiten Absatzes lesen, um zu sehen, dass hier eine Lügengeschichte erzählt wird:

“Polizeischüsse auf einen Schwarzen in Kenosha, ein junger Trump-Anhänger, der auf Protestierende feuert, eine neue Eskalation der Gewalt in Portland: In den USA brodelt es. Präsident Trump versucht nun, die aufgeheizte Stimmung auszunutzen.

Von Claudia Sarre, ARD-Studio Washington

Wieder gab es Schüsse bei Protesten, wieder ist ein Mann erschossen worden. Diesmal in Portland im US-Bundesstaat Oregon, wo es seit Wochen brodelt. Wer auf wen geschossen hat, ist noch nicht klar. Videoaufnahmen zeigen nächtliche gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Trump-Anhängern und Anti-Rassismus-Demonstranten.”

Das Lügengebäude, das hier gezimmert wird, um die Konsumenten zu der Bewertung zu manipulieren, dass Donald Trump ein Fiesling ist, der selbst Tote instrumentalisiert, um wiedergewählt zu werden, der seine Gegenüber als “verrückte Linksradikale” bezeichnet und in Wisconsin nicht willkommen ist, ist eine boshafte Fabrikation, die nur möglich ist, weil unterschlagen, gelogen und verzerrt wird.

Zunächst zu den Schüssen auf den Schwarzen:
Der Schwarze, auf den in Kenosha geschossen wurde, heißt Jacob Blake. Er hat ein Vorstrafenregister und wurde zum Zeitpunkt seiner Verhaftung per Haftbefehl gesucht. Er hat sich seiner Verhaftung widersetzt und mit einem Messer hantiert.

Der Trump Anhänger, der auf Protestierende feuert, hat sich selbst verteidigt, denn er wurde von einem Mob, dessen Anführer mit einer Pistole bewaffnet war, verfolgt und mit einem Skateboard geschlagen. Kyle Rittenhouse, so heißt der 17jährige, hat nicht, wie Sarre suggerieren will, um ihre Lügengeschichte zu verbreiten, einfach so auf “Protestierende” geschossen. Er wurde von den “Protestierenden” verfolgt, bedroht und zu Fall gebracht.

Die bisherigen Auslassungen sind notwendig, um die Schuld für Eskalationen Donald Trump in die Schuhe schieben zu können. Die nächste Auslassung ist eine Unglaublichkeit, die den Schluss nahe legt, dass Sarre absichtlich versucht, die ARD-Konsumenten hinters Licht zu führen:

“Wieder gab es Schüsse bei Protesten, wieder ist ein Mann erschossen worden. Diesmal in Portland im US-Bundesstaat Oregon, wo es seit Wochen brodelt. Wer auf wen geschossen hat, ist noch nicht klar. Videoaufnahmen zeigen nächtliche gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Trump-Anhängern und Anti-Rassismus-Demonstranten.”

Das ist die dreisteste und widerlichste Lüge, die uns bislang bei der ARD untergekommen ist.
Dass der Erschossene KALTBLÜTIG und HINTERRÜCKS erschossen wurde, war sehr schnell klar, denn es gibt ein Video von dem Vorfall.



Dass ein Trump-Unterstützer kaltblütig erschossen wurde, war auch sehr schnell klar, zum einen, weil der Tote, Aaron “Jay” Danielson, ein Blue Lives Matter Abzeichen trug, am Autokorso der Trump-Anhänger teilgenommen hat (das ist, was Sarre als “Auseinandersetzungen zwischen Trump-Anhängern und Anti-Rassismus Demonstranten” bezeichnet) und vor allem war das schnell bekannt, weil die “Anti-Rassismus Demonstranten”, denen Sarre wohl ihre ganze Sympathie schenkt, den Tod von Danielson GEFEIERT haben.



All diese Informationen sind frei im Internet verfügbar und mehrfach gecheckt, schon deshalb, weil es eine Unzahl von Videos gibt, die aus unterschiedlichen Winkeln alle dasselbe zeigen: Ein Trump-Anhänger wird kaltblütig erschossen, BLM und Antifa-Kriminelle feiern dessen Tod.



Vom wem, Danielson erschossen worden sie, das wisse man nicht, lügt Sarre.
Warum?
Vielleicht, weil der Täter, der sehr schnell ermittelt wurde, ein bekennendes Mitglied der ANTIFA ist?

Das alles verheimlicht Sarre oder sie ist zu unfähig oder zu bösartig, um es zu recherchieren. In jedem Fall ist Sarre, eine Fehlbesetzung, die Gebührenzahler teuer bezahlen müssen.

Dass Ted Wheeler, der US-Democrat, der als Bürgermeister für die Zerstörung von Portland verantwortlich ist, ein verrückter Linksradikaler ist, wie Donald Trump sagt, ist nicht erst deutlich, seit er versucht hat, sich bei den BLM-Kriminellen anzubiedern und fliehen musste, weil er seine Popularität offenkundig überschätzt hat. Es ist nicht erst klar, seit er von seiner eigenen Polizei mit Tränengas zum Weinen gebracht wurde, es ist vor allem klar, seit er das Hilfsangebot von Donald Trump, der es sich auch einfach machen und zusehen könnte, wie Portland vor die Hunde geht, derb zurückgewiesen hat, um nun mit eingeklapptem Schwanz angekrochen zu kommen, vielleicht weil er Angst hat, einer Anklage wegen Accessory to a Crime entgegen zu sehen.

Ach übrigens, der “Gouverneur von Wisconsin und sein Vize”, die Sarre anführt, um zu zeigen, dass Donald Trump in Wisconsin nicht willkommen ist, sind US-Democrats, gehören also zu der Fraktion von Irregeleiteten, die gedacht hat, wenn sie sich mit Kriminellen solidarisch zeigt und Krawalle duldet, dann würde sich das in Wählerstimmen niederschlagen. Das Gegenteil ist der Fall. Deshalb beginnen die US-Democrats nun umzuschwenken und die Krawalle, also das, was Sarre als “Proteste gegen Rassismus” verharmlosen will, zu verurteilen, dieselben Krawalle, die sie noch gestern als “zumeist friedliche Proteste” bezeichnet haben. Sarre muss sich sputen, sonst bleibt sie mit ihrer Lügengeschichte zurück.

Die “friedlichen Demonstranten”, von denen Linke fabulieren, haben mittlerweile 32 Menschen umgebracht. Wie ideologisch verbohrt oder wie menschenverachtend muss man eigentlich sein, wenn man das einfach so ausblenden kann?




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